Allgemeinmedizin

Die Allgemeinmedizin ist für Erkrankungen aller Art zuständig. Meist ist der Hausarzt die erste Anlaufstelle, wenn sich unspezifische Symptome einer Erkrankung bemerkbar machen. Mithilfe von Blut-, Urin- oder Stuhlproben, können die Krankheitssymptome meist einer bestimmten Erkrankung zugewiesen werden, sodass es dem Arzt möglich ist, die notwendige Behandlung einzuleiten. Handelt es sich um eine fachspezifische Erkrankung, kann der Hausarzt eine Überweisung an einen Facharzt ausstellen.

Mit was befasst sich die Allgemeinmedizin?

Die Allgemeinmedizin befasst sich mit den unterschiedlichsten Erkrankungen des Menschen und ist darauf aus, die Erkrankungen nicht nur zu diagnostizieren und zu behandeln, sondern diese im besten Fall bereits vor ihrer Entstehung vorzubeugen. Typischen Erkrankungen, bei welchen Patienten einen Hausarzt aufsuchen, sind beispielsweise eine Erkältung, Mandelentzündung, Probleme im Bereich des Verdauungstraktes oder der Schilddrüse, Schmerzen am Rücken oder Gelenken, aber auch bei Stoffwechselerkrankungen. Doch auch psychische Erkrankungen oder Erkrankungen wie Demenz fallen zunächst in das Feld der Allgemeinmedizin. Steht die Diagnose, erfolgt oftmals eine Überweisung an einen Spezialisten.
 
Generell ist es ratsam, mindestens einmal im Jahr eine umfassende Vorsorgeuntersuchung beim Hausarzt vornehmen zu lassen. Dabei erfolgt eine Bestandsaufnahme der Gesundheit des Patienten, bei Anzeichen einer Erkrankung lässt sich dementsprechend schnell eingreifen. In der Untersuchung enthalten ist ebenfalls eine Beratung, was die Patienten unternehmen können, damit sie ihre Gesundheit weiterhin bewahren können und welche Risikofaktoren sie umgehen sollten.

Für wen sind die Behandlungen der Allgemeinmedizin geeignet?

Die Allgemeinmedizin befasst sich mit der Gesundheit des menschlichen Organismus und ist für jeden geeignet, ganz gleich, ob es dabei um die Behandlung einer bereits aufgetretenen Erkrankung oder um Vorsorgeuntersuchungen geht. Bei unspezifischen Symptomen ist der Hausarzt in der Regel immer die beste Anlaufstelle. Dieser kann den Patienten anschließend an einen passenden Facharzt überweisen, sollte es sich um eine Erkrankung handeln, welcher einer speziellen Therapie bedarf.
 
Gerade Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig und können dabei helfen Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen und bereits früh mit einer Behandlung zu beginnen, was wiederum dem Patienten zugutekommt, denn so lässt sich oftmals Schlimmeres verhindern.
 
Die Allgemeinmedizin befasst sich allerdings nicht nur mit den physischen Erkrankungen eines Menschen, sondern auch mit den psychischen. Bei psychischen Problemen, wie beispielsweise Depression, Psychosen oder Angststörungen ist ebenfalls der Hausarzt eine gute Adresse. Dieser steht den Patienten beratend zur Seite und kann ein Gutachten erstellen, welches es dem Patienten ermöglicht, eine von der Krankenkasse bezahlte Therapie anzutreten.

Welche Untersuchungen gehören zum Bereich der Allgemeinmedizin?

Das Feld der Untersuchungen, welche ein Allgemeinmediziner durchführen kann, ist groß. Typische Untersuchungen sind unter anderem:
 
Die körperliche Untersuchung
Hier untersuch der Hausarzt zum Beispiel die Haut des Patienten auf Auffälligkeiten, überprüft die Beweglichkeit vom Hals, tastet die Lymphknoten ab oder hört Herz und Lunge ab.
 
Untersuchung des Blutes
Besteht der Verdacht auf eine Allergie, Unverträglichkeit oder eine sonstige Erkrankung kann der Arzt dem Patienten etwas Blut abnehmen und dieses entweder selbst untersuchen oder in ein Labor schicken. Die Werte geben Aufschluss über die Gesundheit des Patienten und helfen dabei die Ursache unterschiedlicher Erkrankungen zu erkennen, damit der Arzt schließlich eine geeignete Therapie veranlassen kann.
 
Untersuchung des Harns
Auch der Urin eines Patienten kann einiges über seine Gesundheit aussagen, weshalb der Hausarzt ebenfalls Harnuntersuchungen durchführt, bzw. durchführen lassen kann. Erkrankungen von Niere, Harnblase oder Harnleiter lassen sich mit dieser Methode feststellen. Gleiches gilt für die Untersuchung des Stuhls (Hämoccult-Test).
 
Weitere Untersuchungsmethoden aus dem Bereich der Allgemeinmedizin:
 

  • Elektrokardiogramm
  • Messung des Blutdrucks und des Pulses
  • Ultraschalluntersuchungen
  • Infusions- und Transfusionstherapien

 
Da die Allgemeinmedizin eine sehr umfassende Disziplin ist, gehören weitere unzählige Untersuchungsmethoden zu diesem Bereich.

Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

In der Regel übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Untersuchungen und die Behandlung der Erkrankungen. Es kann allerdings sein, dass bei manchen Therapien ein Unkostenbeitrag anfällt, welcher vom Patienten selbst übernommen werden muss. Auch bei manchen Medikamenten ist ein kleiner Selbstbehalt in der Apotheke fällig. Am besten ist es immer vor einer Behandlung direkt mit dem Arzt und/oder der Krankenkasse abzuklären, welche Kosten gedeckt sind. Im Normalfall erfolgt jedoch eine genaue Kostenaufklärung vom Mediziner selbst.

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