Lumboischialgie

Schmerzen im unteren Rücken, die in ein oder in beide Beine ausstrahlen, bezeichnet die Medizin als Lumboischialgie. Der häufigste Auslöser einer Lumboischialgie ist ein Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule. Die Lendenwirbelsäule ist jeder Abschnitt der Wirbelsäule, die unter der Brustwirbelsäule beginnt und bis zum Kreuzbein hinuntergeht. Die Beschwerden sind ähnlich wie bei einer Ischialgie. Andere Ursachen sind zum Beispiel eine Entzündung des Ischiasnerves, Zysten an den Wirbelgelenken oder auch Abnützungserscheinungen in Form von Verengungen in der Lendenwirbelsäule, die die Nerven blockieren.


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Zuletzt aktualisiert: 18. August, 2020



ICD-10-GM M54.4

Was versteht die Medizin unter dem Lumboischialgie?

Als Lumboischialgie bezeichnet die Medizin Schmerzen, die vom unteren Rücken ausgehen und in die unteren Extremitäten, also die Beine, ausstrahlen. Im Normalfall treten die Schmerzen nur in einem Bein auf, manchmal jedoch auch in beiden. Anders als bei einer Ischialgie ist bei einer Lumboischialgie nicht nur der Ischias gereizt, sondern auch weitere Nerven, die das Rückenmark auf Höhe der Lendenwirbelsäule verlassen. Diese Nerven sind für die Beugung der Hüfte und die Streckung des Knies verantwortlich. Ebenso verlaufen diese Nerven ins Gesäß. Sie leiten z.B. Temperatur-, Berührung- und Schmerzreize aus diesen Körperbereichen ins Zentralnervensystem weiter.
 
Bei einer Lumboischialgie strahlen die Schmerzen des Bandscheibenvorfalls in die Beine aus

Wie sehen die Symptome bei Ischialgie aus?

Je nachdem welche Nervenwurzel gereizt oder geschädigt ist, treten die Symptome in unterschiedlichen Körperbereichen auf. Jede Nervenwurzel versorgt bestimmte Hautareale, die in Dermatome unterteilt sind. Schmerzen im unteren Rücken, die nach vorne in die Leiste ausstrahlen, betreffen die Erste Lumbale Nervenwurzel (L1). Ist L2 betroffen, treten die Schmerzen im unteren Rücken auf. Sie strahlen auf die Vorderseite des Oberschenkels aus und verlaufen unterhalb der Leiste. Kommt es zu Schmerzen im unteren Rücken, die auf die Vorderseite des Oberschenkels ausstrahlen und von außen bis nach innen ins Knie ausstrahlen ist L3 betroffen.
 
Ist L4 betroffen, führt das zu Schmerzen im unteren Rücken, die auf die Vorderseite des Oberschenkels ausstrahlen. Von oben außen ziehen sie schräg über das Knie bis hin zu Innenseite des Unterschenkels. Ist L5 betroffen kommt es ebenfalls zu Schmerzen im unteren Rücken. Diese strahlen an der Außenseite des Oberschenkels hinunter bis auf die Vorderseite des Unterschenkels und von dort weiter in den Fuß.
 
Auch andere Symptome, wie Taubheitsgefühl oder Missempfindungen, sind, je nachdem welche Nervenwurzel betroffen ist, in den dazugehörigen Körperbereichen lokalisiert.
 
Manche Betroffenen zeigen Symptome einer Muskelschwäche. Diese äußern sich in Form von Problemen, wie zum Beispiel beim Treppen steigen oder sie sind nicht mehr in der Lage auf den Fersen oder den Zehen zu stehen. Auch diese Symptome treten entweder auf einem, oder auf beiden Beinen auf.
 
Darüber hinaus kann eine Lumboischialgie auch Reflexe, wie den Patellarsehnenreflex, den Adduktorenreflex oder den Achillessehnenreflex, betreffen und diese abschwächen oder verstärken.

Was ist der Unterschied zwischen Lumboischialgie und Bandscheibenvorfall?

Ein Bandscheibenvorfall kann in der gesamten Wirbelsäule auftreten, im Falle einer Lumboischialgie liegt das Problem im Bereich der Lendenwirbelsäule. Ein Bandscheibenvorfall ist häufig die Ursache einer Lumboischialgie, es gibt aber auch andere Ursachen, die zu den Symptomen einer Lumboischialgie führen können.

Welche Ursachen hat die Lumboischialgie?

In den meisten Fällen ist ein Bandscheibenvorfall die Ursache für die Symptome einer Lumboischialgie. Bei einem Bandscheibenvorfall tritt meist der gallertartige Kern zwischen den Wirbelkörpern, die Bandscheibe, durch den Faserring nach außen. Dadurch kann ein Druck auf eine Nervenwurzel entstehen, was dann die Beschwerden auslöst.
 
Manchmal ist auch ein Wirbelkörperbruch, zum Beispiel verursacht durch Osteoporose oder einen Unfall, oder eine degenerative, also durch Verschleiß bedingte Veränderung der Wirbel dafür verantwortlich, dass die Nervenwurzeln eingeengt sind und es zu einer Ischialgie kommt.
 
Weitere mögliche Ursachen sind Entzündungen der Bandscheibe oder der angrenzenden Wirbel, Borreliose, Abszesse, Nierensteine, Eierstockzysten oder Bauchaortenaneurysma sein.

Wie verläuft die Lumboischialgie?

Im Normalfall sind die Heilungschancen bei einer Lumboischialgie gut. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn die Behandlung mit schmerzstillenden und entzündungshemmenden Medikamenten erfolgt und der Patient zusätzlich Bettruhe und Schonung einhält. Physiotherapie und Rückentraining tragen ebenfalls zur schnelleren Heilung bei. Bei etwa jedem neunten Betroffenen verschwinden die Beschwerden einer Lumboischialgie innerhalb von etwa sechs Wochen.
 
Die Beschwerden einer Lumboischialgie kehren allerdings häufig wieder. Dem kannst Du nur mit ausreichend Bewegung vorbeugen. Geht einer Lumboischialgie ein Bandscheibenvorfall voraus, kann sich die Heilungsdauer verzögern. Die Heilungsaussichten sind allerdings auch in diesem Fall gut.
 
Mit einer Lumboischialgie kann sogar das Steigen von treppen große Schmerzen verursachen

Wie diagnostiziert der Arzt die Lumboischialgie?

Zu Beginn der Diagnose steht ein Gespräch mit dem Arzt, eine Anamnese. In diesem Gespräch klärt der Arzt die Krankengeschichte ab und lässt sich die Symptome genau schildern. Dabei ist es auch relevant, wie der Verlauf der Schmerzentwicklung war.
 
Diesem Gespräch folgt eine körperliche Untersuchung. Der Arzt überprüft die Muskelkraft, die Beweglichkeit der Gelenke und die Reflexe im Bein. Ein wichtiges Werkzeug bei der Diagnosestellung ist der sogenannte Lasegue-Test. Dafür muss sich der Patient auf den Rücken legen, der Arzt hebt anschließend das betroffene Bein langsam an. Das Knie bleibt dabei gestreckt und die Beugung kommt aus der Hüfte. Im Falle einer Lumboischialgie verstärkt das Anheben des Beins die Schmerzen deutlich. Der Grund dafür ist, dass es beim Anheben des Beins zu einer Dehnung des Ischias-Nervs kommt, wodurch die Schmerzen intensiver werden. Zieht der Arzt die Fußspitze des betroffenen Beins dabei noch zusätzlich in Richtung des Körpers des Patienten, handelt es sich um einen Bragard-Test. Liefern diese Untersuchungen kein klares Ergebnis, kommen bildgebende Verfahren zum Einsatz.
 
Bestehen die Beschwerden schon sehr lange oder kommt es bei einer akuten Lumboischialgie zu Lähmungen oder anderen Störungen wie Harn- oder Stuhlinkontinenz führt der Arzt auch bildgebende Untersuchungen durch. Meist kommen dafür entweder eine Computertomografie, also ein CT, oder eine Magnetresonanztomografie, also ein MRT, infrage. Durch diese Untersuchung kann der Arzt feststellen, ob die Ursache für die Lumboischialgie ein Bandscheibenvorfall oder ein Wirbelbruch ist.

Wer ist am häufigsten davon betroffen?

Von einer Lumboischialgie sind überwiegend Erwachsene betroffen. Abnützungserscheinungen erhöhen das Risiko einer Lumboischialgie, deshalb nimmt auch mit steigendem Alter die Zahl der Betroffenen zu.

Welche Folgen hat die Lumboischialgie für die Patienten?

Eine Lumboischialgie kann den Alltag des Betroffenen beeinträchtigen. Etwa dann, wenn aufgrund der Erkrankung eine Muskelschwäche auftritt. In diesen Fällen kann zum Beispiel Treppen steigen ein Problem darstellen. Auch das sich Bücken oder Drehungen des Oberkörpers können zur Qual werden. Für manche Patienten ist aufrechtes Stehen überhaupt nicht mehr möglich. Manche Betroffene nehmen eine dauerhafte Schonhaltung ein. Muskelverspannungen im unteren Rücken und Gefühlsstörungen in der betroffenen Region sind keine Seltenheit.
 
In manchen Fällen führt eine Lumboischialgie auch zu Harn- oder Stuhlinkontinenz. In diesem Fall solltest Du dringend einen Arzt aufsuchen, damit Folgeschäden verhindert werden können.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Wenn keine Lähmungserscheinungen oder Inkontinenzen auftreten, wird der Arzt in den meisten Fällen einen konservativen Behandlungsweg wählen, der sich aus Schmerztherapie und Physiotherapie zusammensetzt. Eine effiziente Schmerztherapie stellt sicher, dass die Beschwerden nicht chronisch werden. Wenn eine Infektion mit Bakterien oder Viren die Ursache für eine Lumboischialgie ist, verschreibt der Arzt meist entweder Antibiotika oder Virostatika.

Wann ist eine Operation sinnvoll?

Zeigen konservative Behandlungsmethoden keinen Erfolg bei der Therapie einer Lumboischialgie oder kommt es zu neurologischen Ausfallserscheinungen, so ist unter Umständen eine Operation sinnvoll.
 
Treten bei einer akuten Lumboischialgie Störungen wie Harn- oder Stuhlinkontinenz auf, so ist in einigen Fällen sofort eine Notoperation durchzuführen. Wenn die Behandlung in diesem Fall nicht rechtzeitig erfolgt, kann das zu einer dauerhaften Funktionsstörung führen. Auch Lähmungserscheinungen sind ein Indikator dafür, dass sofort eine Operation erfolgen muss, denn ansonsten kann es hier ebenfalls zu dauerhaften Schäden kommen.
 
In manchen Fällen ist bei der Lumboischialgie eine Operation unumgänglich

Was muss ich vor einer Operation beachten?

Für die Operation musst Du nüchtern sein, das heißt, Du darfst mindestens sechs Stunden vorher nichts mehr essen oder trinken. Ebenso solltest Du mindestens für sechs Stunden vorher nicht Rauchen oder Alkohol zu Dir nehmen. Auch die Einnahme von Medikamenten musst Du gegebenenfalls unterbrechen. Informiere Deinen Arzt, falls Du regelmäßig Medikamente einnimmst, damit er Dir sagen kann, wie lange vor der OP Du diese absetzen musst. Eventuell kann er Dir sogar Ersatzmedikamente verschreiben.

Wie verläuft die Operation bei der Lumboischialgie?

Für die Operation einer Lumboischialgie gibt es drei verschiedene Möglichkeiten. Einige von ihnen gehören zu den offenen und andere zu den minimal-invasiven Techniken.
 
Offene chirurgische Techniken
Die mikro-chirurgische Bandscheiben-OP kommt zum Einsatz, wenn es an der Wirbelsäule bereits zu starken Abnützungserscheinungen gekommen ist. Dies zeichnet sich zum Beispiel durch die Vergrößerung der Wirbelgelenke, einer Verdickung der Bänder oder knöchernen Einengungen im Rückenmarkskanal aus. Bei dieser Operationstechnik setzt der Arzt einen etwa drei bis vier Zentimeter langen Hautschnitt und führt einen Spekulumsperrer ein. Hierbei handelt es sich um ein Rohr, in welches der Chirurg ein Mikroskop einführen kann. Mit diesem kann er sich das zu behandelnde Areal genau anschauen. Im nächsten Schritt entfernt er über den gesetzten Schnitt knöcherne und bindegewebige Einengungen des Rückenmarkskanals. Manchmal muss der Arzt auch lose oder stark veränderte Teile des Bandscheibenkanals entfernen. In den allermeisten Fällen ist es möglich, die Bandscheibe zu erhalten. Die Beweglichkeit der Wirbelsäule im jeweiligen Bereich bleibt somit ebenfalls erhalten.
 
Minimal-invasive Techniken
Bei der minimal-invasiven Bandscheibenoperation in Dilatationstechnik setzt der Arzt lediglich einen 15 Millimeter langen Einschnitt in die Haut. Er legt einen Arbeitskanal und kann so über starke Vergrößerung den Bandscheibenvorfall operieren. Da bei diesem Eingriff nur ein sehr kleiner Hautschnitt erforderlich ist, sind auch die postoperativen Schmerzen wesentlich geringer. Bei dieser minimal-invasiven Methode bleibt außerdem ein größerer Blutverlust aus. Der Patient kann meist schon am selben Tag wieder aufstehen. Der Aufenthalt im Krankenhaus ist bei dieser Methode wesentlich kürzer.
 
Die endoskopische Bandscheiben-OP kommt vor allem bei Bandscheibenvorfällen im Bereich des knöchernen Austritts der Nerven am Rückenmarkskanal zum Einsatz. Für diesen Eingriff ist nur eine örtliche Betäubung nötig. Zusätzlich verabreicht der Arzt Schmerzmittel. Für den endoskopischen Eingriff ist nur ein sehr kleiner Hautschnitt nötig. Bei dieser Operationstechnik ist kein Aufenthalt im Krankenhaus notwendig und die Heilungsdauer ist sehr kurz.

Was muss ich nach der Operation beachten?

In Begleitung eines Physiotherapeuten kann der betroffene Patient meist bereits am Tag der Operation wieder aufstehen. Der Aufenthalt im Krankenhaus ist im Normalfall nur sehr kurz.
 
Nach der Operation einer Lumboischialgie solltest Du Bück- und Drehbewegungen vermeiden. Achte auf ein rückenfreundliches Verhalten. Dreh Dich beim Aufstehen zuerst in eine Seitenlage und setzt Dich dann auf. Normalerweise wirst Du noch während Deines Aufenthaltes im Krankenhaus von einem Physiotherapeuten über rückenschonendes Verhalten im Alltag informiert.
 
Ein erstes kurzes Aufstehen erfolgt meist direkt am Tag nach der Operation unter der Aufsicht des Pflegepersonals. Verlängere die Dauer des Aufstehens jeden Tag ein bisschen. Achte aber auch auf genügend Ruhephasen in einer liegenden Position. Der Grund dafür ist, dass die Bandscheibe sich ein bisschen verhält wie ein Schwamm. Wenn Du Dich lange in einer aufrechten Position befindest, bewirkt das einen großen Druck auf die Bandscheiben und drückt sie zusammen. Die Wirbel blockieren somit die Versorgung der Bandscheibe mit Nährstoffen. Im Liegen geht die Bandscheibe wieder auseinander und die Versorgung mit Nährstoffen ist wieder gewährleistet.
 
Die meisten Patienten empfinden es nach der Operation am angenehmsten auf dem Rücken zu liegen und unter Umständen die Beine aufzustellen und anzuwinkeln. Auch die Seitenlage ist möglich. Du solltest es aber vermeiden, auf dem Bauch zu liegen.
 
Mithilfe einer Physiotherapie lassen sich oftmals die Symptome einer Limboischialgie deutlich verbessern

Welche Risiken und Komplikationen können während und nach der Operation auftreten?

Zu Komplikationen kommt es bei einer Operation an den Bandscheiben nur selten und auch die Risiken sind gering. Neben den Risiken, die mit einer jeden Operation einhergehen, kommt es in sehr seltenen Fällen zu einer Verletzung der Nerven, der Halsgefäße, der Luftröhre oder der Speiseröhre. Eine weitere mögliche, aber sehr seltene Komplikation ist die Verletzung des Rückenmarks. Dieses Risiko besteht vor allem dann, wenn der Zugang zur Wirbelsäule über den Nacken erfolgt. Kommt es bei der Operation zu einer Verletzung des betroffenen Nervs können Bewegungs- und Gefühlsstörungen auftreten.
 
Wie bei allen anderen Operationen besteht auch bei einer Bandscheiben-OP die Gefahr von Störungen bei der Wundheilung oder einer Wundinfektion. Ebenso besteht ein geringes Risiko von Nachblutungen.

Was kann ich nach der Operation tun, um die Heilung zu verbessern?

Halte Dich genau an die Empfehlungen Deines Arztes und Deines Physiotherapeuten. Körperliche Aktivitäten sind besonders wichtig, um die rasche Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit und Schmerzfreiheit sicherzustellen.
 
Wann kann ich nach der Operation wieder arbeiten oder Sport betreiben?
 
Sportliche Betätigung ist nach einer Lumboischialgie Teil der Therapie und daher ausdrücklich erlaubt. Sanfte sportliche Betätigung erhält die Beweglichkeit und stärkt die Rückenmuskulatur. Bevor Du mit dem Sport beginnst, solltest Du Dich aber mit einem Arzt oder einem Physiotherapeuten beraten. Als Grundregel gilt aber: Was keine Schmerzen bereitet, fügt in der Regel keinen Schaden zu.
 
Bevor Du „normale“ sportliche Betätigungen aufnimmst, ist es unter Umständen ratsam, eine Zeit lang am Aufbau der Muskulatur im Rücken zu arbeiten. So bekommt die Wirbelsäule mehr Halt und wird entlastet. Dies beugt auch einer neuerlichen Lumboischialgie vor.
 
Als besonders rückenfreundliche Sportarten gelten zum Beispiel Schwimmen, vor allem Rückenschwimmen und Kraulen, Wandern oder Walken. Auch Joggen ist erlaubt. Achte aber darauf nur auf weichen Untergründen, wie zum Beispiel dem Waldboden zu laufen und nicht auf harten Untergründen, wie Asphalt. Beim Rad fahren musst Du darauf achten, dass der Lenker höher eingestellt ist als der Sattel, so kannst Du eine aufrechte Haltung einnehmen, die Deinen Rücken schont.

Welche Übungen oder Hausmittel helfen bei der Lumboischialgie?

Eine hilfreiche Maßnahme ist die Stufenlagerung. Der Betroffene legt sich am besten auf einer weichen Unterlage auf den Boden und gibt die Unterschenkel auf einen Stuhl. Das angewinkelte und hoch gelagerte Bein entlastet den Ischias-Nerv. Diese Maßnahme führt zu einer vorübergehenden Linderung der Schmerzen.

Wie kann ich die Lumboischialgie vorbeugen?

Zentral bei der Vorbeugung einer Lumboischialgie ist eine gesunde Lebensweise, die sich aus gesunder Ernährung und ausreichend Bewegung zusammensetzt. Wichtig ist einerseits die Stärkung und andererseits die Entlastung des Rückens. Regelmäßige sportliche Aktivitäten sind ebenso wichtig wie ein allgemein rückenfreundliches Verhalten. Wenn Du zum Beispiel in einem Büro arbeitest, achte auf richtiges Sitzen und regelmäßige Sitzpausen. Vermeide abrupte Drehbewegungen und das Heben schwerer Dinge. Wichtig bei der Vorbeugung einer Lumboischialgie ist auch das Training der Rückenmuskulatur.
 
Sportliche Aktivität und das Training der Muskulatur im Rücken tragen dazu bei, diese langfristig zu kräftigen und zu stärken. Die Entlastung der Wirbelsäule ist auch wichtig um das Wiederkehren einer Lumboischialgie zu verhindern. Wie Du die Muskulatur im Rücken stärken kannst, lernst Du zum Beispiel bei der Rückenschule oder im Rahmen der Krankengymnastik. Dort lernst Du, wie Du Dich rückenschonend verhältst und wie Du Bewegungsabläufe rückenschonend durchführst.
 
Dabei geht es zum Beispiel darum, einseitige Belastungen zu vermeiden, wie Du richtig sitzt und wie Du Dich richtig bückst, wenn Du etwas vom Boden aufheben möchtest. Dafür gehst Du in die Hocke und beugst den Körper nicht einfach nur an der Hüfte. Darüber hinaus lernst Du Spannungs- und Streckübungen um den Rücken zu kräftigen und zu stärken. Ebenso lernst Du unter professioneller Anleitung wie Du die Rücken-, Rumpf-, Bauch und Beckenboden-Muskulatur kräftigen kannst, um einer erneuten Lumboischialgie vorzubeugen.
 
Die zweite Säule bei der Vorbeugung einer Lumboischialgie ist gesunde Ernährung. Durch die richtige Ernährung trägst Du dazu bei, den Abbau der Bandscheiben zu verhindern. Verzichte möglichst auf den Verzehr von Weizen und Fleisch und iss stattdessen mehr Dinkel, Hirse oder frisches Gemüse.
 
Um eine Limboischialgie vorzubeugen ist viel Bewegung wichtig. Am besten sanftere Sportarten, wie Schwimmen

Was kostet die Behandlung der Lumboischialgie?

Die Kosten der Behandlung sind abhängig von der Therapie. Verschreibt der Arzt Schmerzmedikamente, fällt oftmals eine minimale Rezeptgebühr an. Die Kosten für eine Physiotherapie können sich von Land zu Land stark unterscheiden, allerdings übernimmt die Krankenkasse im Normalfall einen Großteil der Kosten, sofern der behandelnde Arzt die Therapiemaßnahme verordnet. Die Kosten für alternative Heilverfahren wie Akupunktur oder eine Heilmassage muss der Patient in der Regel selbst bezahlen.
 
Ist ein Aufenthalt im Krankenhaus nötig erfolgt die Abrechnung der Behandlungskosten meist über die Krankenhauskosten. Es kann sein, dass Du für jeden im Krankenhaus verbrachten Tag einen kleinen Selbstbehalt zahlen musst.

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten der Behandlung einer Lumboischialgie?

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Diagnose und Therapie einer Lumboischialgie. Je nach Versicherungsträger kann ein Selbstbehalt anfallen. Genauere Informationen dazu erhältst Du direkt bei Deinem behandelnden Arzt oder der Krankenkasse.
 
Ist eine Operation nötig, ist auch ein Aufenthalt im Krankenhaus erforderlich. Die Kosten für einen Krankenhausaufenthalt übernimmt die Krankenkasse nur zum Teil. Über die Höhe des Selbstbehalts kannst Du Dich beim behandelnden Arzt oder der Krankenkasse informieren.


Dauer Dauer

Je nach Behandlung

Ausfallzeit Ausfallzeit

Je nach Behandlung

Stationärer Aufenthalt Stationär

Je nach Behandlung

Das Wichtigste zusammengefasst

Als Lumboischialgie bezeichnet die Medizin Rückenschmerzen, die vom unteren Rücken bis in das Bein ausstrahlen. Meist ist nur eine Körperseite davon betroffen, manchmal aber auch beide


Auslöser einer Lumboischialgie ist in den meisten Fällen ein Bandscheibenvorfall, aber auch Abnutzungserscheinungen und andere Erkrankungen, wie zum Beispiel eine Infektion mit Viren oder Bakterien oder eine Tumor-Erkrankung können die Ursache sein


Die Behandlung einer Lumboischialgie erfolgt meist in Form einer konservativen Therapie, die sich aus schmerzstillenden und entzündungshemmenden Medikamenten, sowie einer Physiotherapie zusammensetzt. Vor allem im Zusammenhang mit einem Bandscheibenvorfall kann aber auch eine Operation notwendig sein


Die Heilungsaussichten bei einer Lumboischialgie sind sehr gut. In den meisten Fällen heilt die Erkrankung ohne Folgeschäden. Allerdings ist dabei auch die Mitarbeit des Patienten entscheidend. Denn eine wichtige Säule bei der Behandlung ist ausreichend und die richtige Form von Bewegung

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