Nierensteine (Nephrolithiasis)

Nierensteine sind ungelöste Stoffe, die sich in der Niere oder den ableitenden Harnwegen ablagern. Dadurch werden diese Wege verstopft und führen zu Schmerzen oder Folgeinfektionen. Doch wie kannst Du der Entstehung solcher Steine entgegenwirken? Und woran erkennst Du, dass Du Nierensteine hast?


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Zuletzt aktualisiert: 21. Juli, 2020



ICD-10-GM-2020 N20.0

Was versteht die Medizin unter Nierensteinen?

Im Urin kommen gelöste Salze vor. Dieser ist jedoch ab einer bestimmten Menge übersättigt und es entstehen kleine Kristalle. Die auskristallisierten Salze können sich in der Niere, dem Nierenbecken und auch in den ableitenden Harnwegen bilden. Aus diesen kleinen Kristallen, auch als Nierengrieß oder Nierensand bekannt, bilden sich immer größer werdende Steine, die den Harnabfluss behindern. Von der Größe variieren die Steine und können nur wenige Millimeter groß sein, aber auch das ganze Nierenbecken ausfüllen.
 
Nierensteine verursachen erst dann Schmerzen, wenn sie in den Harnleiter wandern. Diese Beschwerden äußern sich oft in starken Krämpfen, Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Die Mehrzahl der Steine geht unbemerkt mit dem Urin ab, während andere durch einen Spezialisten entfernt werden müssen.
 
Nierensteine sind sehr unangenehm und können beim Gang auf die Toilette Schmerzen verursachen

Wie sehen die Symptome von Nierensteinen aus?

Nierengrieß, der sich noch nicht zu größeren Steinen weitergebildet hat, fließt oft unbemerkt oder mit einem kurzen stechenden Schmerz mit dem Urin ab. Wenn der Stein jedoch schon größer ist, treten Symptome der Nierenkolik auf, die sich innerhalb weniger Minuten bis ins Unerträgliche steigern können.
 
Charakteristisch für Nierensteine sind Symptome wie Übelkeit und Erbrechen, Blut im Urin und auch äußerst schmerzhaften Nierenkoliken. Wenn Du Blut im Urin bemerkst oder das Gefühl hast unter Nierenkoliken zu leiden, solltest Du unbedingt sofort zu Deinem Arzt!
 
Weitere Symptome sind, dass der Stuhlgang und Blähungen nicht mehr abgehen können, ein nicht zu unterdrückender Harndrang und Schweißausbrüche. Es kann auch eine Harnwegsinfektion mit Nierensteinen einhergehen, wobei dann zu den Symptomen auch noch Fieber, Schüttelfrost und Schmerzen beim Wasserlassen dazukommen können.

Was sind die Ursachen für Nierensteine?

Nierensteine entstehen dadurch, dass bestimmte Substanzen im Urin eine zu hohe Konzentration haben und der Harn dadurch übersättigt ist. Ursachen für diese Übersättigung sind eine vermehrte Ausscheidung von steinbildenden Substanzen wie Kalzium, Phosphat oder Harnsäure, während bei nicht-steinbildenden Substanzen, wie beispielsweise Magnesium, eine verminderte Ausscheidung vorliegt. Auch eine erhöhte Urinkonzentration, die durch Flüssigkeitsmangel entsteht, kann zur Übersättigung führen. Störungen des Harnsäure- oder Kalziumstoffwechsels tragen ebenfalls zur Bildung von Nierensteinen bei.
 
Zu diesen Faktoren gibt es noch weitere Aspekte, die die Steinbildung begünstigen. Dazu zählt eine zu eiweißreiche Ernährung, Fettleibigkeit, Bewegungsmangel oder auch der gehäufte Konsum von Lebensmittel, die dem Körper Wasser entziehen. Zusätzlich fördert die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und wiederholte Harnwegsinfektionen die Entstehung von Nierensteinen.

Wie ist der Verlauf bei Nierensteinen?

Der durch den übersättigten Harn entstehende Nierengrieß entwickelt sich zu Nierensteinen, die weiterwandern. Wenn die Steine klein genug sind, scheiden sie teilweise unbemerkt oder nur mit einem kurzen Schmerz verbunden, aus. Bei größeren Steinen entsteht jedoch eine Nierenkolik. Diese äußert sich meist in starken wellenförmigen Schmerzen, die Du im Bereich der Flanken, dem Nierenlager, mit Ausstrahlung in den Unterbauch empfindest. Diese Art Krämpfe entstehen dadurch, dass Nierensteine eingeklemmt werden und der Urin nicht mehr abfließen kann.
 
Kleine Nierensteine scheidet der Körper normalerweise unbemerkt aus, bei größeren Nierensteine geht dies nicht
 
Die Beschwerden, die Du bei einer Nierenkolik empfindest, gelten als eine der am intensivsten von Menschen empfundenen Schmerzen. Sie entstehen aufgrund der Reizung und Überdehnung des Harnleiters und strahlen dabei oftmals, je nach Lage des Steins, in umliegende Körperteile aus.
 
Während dieser Koliken wandert der abgehende Nierenstein in Deine Harnblase und sobald er diese erreicht hat, verschwindet auch der Schmerz. Dies kann jedoch, abhängig von der Größe des Steins, unterschiedlich lange dauern. So verschwinden die Beschwerden bei kleinen Steinen teilweise innerhalb weniger Minuten, während es bei größeren Stunden oder sogar Tage dauern kann.

Wann gelten Nierensteine als chronisch?

Größere Nierensteine gelangen nur schwer in den Harnleiter, was zur Folge hat, dass sie im Nierenbecken liegen bleiben können. Dort wachsen die Steine zu einem Ausgussstein heran, der das gesamte Nierenbecken ausfüllt. Die Symptome, die mit dieser Krankheit einhergehen, sind oft weniger ausgeprägt. Häufig stellt sich ein dumpfer Schmerz in der Nierengegend ein. Eine Folge davon kann eine chronische Entzündung des Nierenbeckens mit Schwund des Nierengewebes sein. Dies ist auch unter dem Begriff „Schrumpfnieren“ bekannt. Generell verursachen chronische Nierensteine gelegentlich bakterielle Infektionen, die zu Komplikationen führen können.

Welche Arten von Nierensteinen gibt es?

Mediziner unterscheiden verschiedene Nierenstein-Arten aufgrund ihrer Zusammensetzung. Die am häufigsten vorkommenden Steine sind kalziumhaltige Steine. Bis zu 80 Prozent aller Nierensteine sind dieser Kategorie, zu der auch Kalziumoxalatsteine und Kalziumphosphatsteine gehören, zuzuordnen. Rund 15 Prozent stellen die sogenannten Harnsäuresteine dar. Außerdem gibt es noch die Magnesium-Ammonium-Phosphat-Steine und die Cystein- und Xanthin-Steine.
 
Mediziner unterscheiden außerdem zwischen den Steinen aufgrund ihres lokalen Vorkommens. Daraus resultiert die Unterscheidung von Nierensteinen, Harnleitersteinen, Harnblasensteinen und Harnröhrensteinen.

Wie lassen sich Nierensteine diagnostizieren?

Der Arzt führt generell zuerst eine Anamnese durch, also das übliche Patientengespräch. Hier ist unter anderem Deine Krankengeschichte wichtig und ob Familienangehörige eventuell unter Nierensteinen leiden. Auch Deine Ernährung und Medikamenteneinnahme ist relevant. Wenn der Hausarzt vermutet, dass Du Steine im Bereich der Niere hast, wird er Dich zum Facharzt für Urologie überweisen.
 
Ob Nierensteine vorliegen, kann der Arzt unter anderem mithilfe einer Blutuntersuchung feststellen
 
In Form einer Blutuntersuchung, bei der vor allem Kreatin-, Phosphat-, Harnstoff-, Harnsäure- und weitere Werte eine Rolle spielen, schließt der Spezialist darauf, wie gut Deine Niere funktioniert und ob eine Infektion vorliegt. Außerdem untersucht der Mediziner mithilfe eines Urintests, ob Du Blut im Harn hast, welches eine Folge von Schleimhautverletzungen durch Nierensteine sein kann. Anhand eines CTs zeigt sich, ob und wo sich Steine in den Nieren oder Harnleitern befinden und wie groß diese sind. Anhand der Ultraschalluntersuchung kann der Arzt zusätzlich auch noch die Nierenfunktion und eventuelle Harnstauungen feststellen.

Wer ist am häufigsten von Nierensteinen betroffen?

Nierensteine sind die häufigste Nierenerkrankung. Sie treten meistens zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr auf, wobei Männer doppelt so oft betroffen sind wie Frauen. Rund fünf Prozent aller Deutschen erkranken an Nierensteinen.

Welche Folgen haben Nierensteine für den Betroffenen?

Nierensteine bilden sich oftmals erneut. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Du regelmäßige Kontrollbesuche bei Deinem Arzt vereinbarst. Außerdem musst Du ausreichend Flüssigkeit zu Dir nehmen und auf Deine Ernährung achten. Häufig empfehlen Spezialisten nach dem Abgang oder einer Entfernung von Nierensteinen eine medikamentöse Prophylaxe oder eine spezielle Diät.

Welche nicht-operativen Behandlungen gibt es?

Nierensteine müssen nicht immer behandelt werden. Wenn Dein Arzt zufällig bei einer Routine-Untersuchung auf welche stößt, kann es sein, dass er einfach zu regelmäßigen Kontrollen rät. Dies ist allerdings nur der Fall, wenn Dir die Steine keine Schmerzen oder sonstigen Beschwerden bereiten.
 
Wenn der Stein klein genug ist, reicht es, abzuwarten. Denn bei einer Größe von bis zu sieben Millimetern ist es häufig der Fall, dass Du ihn einfach mit dem Urin ausscheidest. Dies solltest Du allerdings unbedingt mit Deinem Arzt abklären. Abhängig von der Größe, der Lage und Art der Steine entscheidet der Experte, ob sie entfernt werden müssen.
 
Eine nicht-operative Methode, um Nierensteine zu entfernen, ist die Nierensteinzertrümmerung durch Druckwellen. Dabei zertrümmert der Experte mit einem speziellen Gerät die Steine von außen und ohne Berührung durch Stoßwellen, also akustische Druckwellen. Dadurch wird der Stein in viele kleine Stücke zerteilt, die Dein Körper über den Harnleiter ausscheiden kann. Diese Therapieform findet im Normalfall ohne Vollnarkose statt. Du bekommst allerdings Schmerzmittel. Während Du schwanger bist oder an einer unbehandelten Harnwegsinfektion leidest, solltest Du auf diese Methode verzichten.
 
Wenn es sich um Steine aus Harnsäure handelt, ist es auch möglich, diese durch Medikamente aufzulösen. Dabei spielt der Wirkstoff Allopurinol eine große Rolle.
 
Kleine Nierensteine gehen in der Regel mit dem Urin ab und es ist keine größere Behandlung notwendig

Welche operativen Behandlungen gibt es?

Urologen entfernen Steine mit einem sogenannten Endoskop. Dabei handelt es sich um ein dünnes, schlauchartiges Instrument. Es gibt zwei Methoden, durch die Spezialisten Nierensteine operativ entfernen können. Zum einen die Ureterorenoskopie und zum anderen die Perkutane Nephrolithotomie. Beide Eingriffe finden üblicherweise in Vollnarkose statt.
 
Bei einer Ureterorenoskopie führt der Arzt das Endoskop über Deine Harnröhre und Blase in Deinen Harnleiter und manchmal sogar bis in die Niere ein. Über eine Kamera liefert es dann ein Bild von Deinem Inneren. Das Instrument hat zusätzliche Funktionen und so kann der Spezialist beispielsweise Steine mithilfe von Lasersonden zerkleinern und mit kleinen Zangen abtransportieren oder ausspülen.
 
Bei einer Perkutane Nephrolithotomie legt der Spezialist über einen kleinen seitlichen Hautschnitt unter der zwölften Rippe einen Punktionskanal. Dieser führt direkt in die Nieren und ein etwa bleistiftdickes Endoskop wird durch den Kanal im Nierenbecken platziert. Mit einer Lasersonde zerkleinert der Arzt anschließend die Nierensteine und spült sie mit dem Endoskop heraus.
 
In Folge einer Entfernung von Nierensteinen können Spezialisten eine sogenannte Harnleiterschiene in Deinen Harnleiter einlegen. Diese sichert den Urinabfluss und schützt den Harnleiter zusätzlich vor Verletzungen durch abgehende Steinteilchen. Diesen Leiter entfernt der Arzt im Normalfall nach ein bis zwei Wochen ambulant wieder.
 
Um eine gezielte Behandlung gewährleisten zu können und weiteren Steinen vorzubeugen, ist es wichtig, dass der Spezialist eine Harnsteinanalyse durchführt. Dies macht er im Labor und untersucht den Nierenstein auf seine Art und seine Bestandteile. Aus diesem Grund solltest Du als Erkrankter bei jedem Wasserlassen versuchen, den Stein mit einem Sieb oder einem Kaffeefilter aufzufangen und ihn anschließend in die Arztpraxis zu bringen. Wenn Du den Stein durch einen operativen Eingriff entfernen lässt, wird er im Normalfall direkt ins Labor gebracht.

Wann ist eine Operation notwendig?

Ärzte entfernen Nierensteine generell, wenn sie mehr als einen Zentimeter groß sind oder starke Beschwerden hervorrufen. Wenn der Stein sich im Rahmen von einer Größe von etwa zwei Zentimeter befindet, reicht eine Stoßwellenbehandlung nicht mehr aus. Die Bruchstücke wären immer noch zu groß, um von den Nieren ausgeschieden zu werden. Wenn Du trotz Medikamente starke Schmerzen hast, die Steine Deine Harnwege völlig verstopfen oder Du zusätzlich noch eine Harnwegsentzündung hast, wird der Arzt Dir auch zu einem Eingriff raten. Offene Operationen sind allerdings heutzutage eher untypisch. Stattdessen greift der Arzt eher auf die beiden oben erklärten endoskopischen Verfahren zurück.
 
Bei sehr großen und auch vielen Nierensteinen ist oftmals eine Operation notwendig, da hier die konservativen Behandlungen nicht mehr anschlagen

Was muss ich vor der Operation beachten?

Generell musst Du vor einer Operation nüchtern bleiben. Das bedeutet, dass Du sechs Stunden vor dem Eingriff weder Essen noch Getränke zu Dir nehmen darfst. Dies bezieht sich auch auf trübe Flüssigkeiten wie beispielsweise Milch. Wasser und Tee darfst Du im Normalfall bis etwa zwei Stunden vor der Operation konsumieren. Auch Kaugummis und Bonbons sind nicht erlaubt! Solltest Du etwas zu Dir genommen haben, ist es unerlässlich, dass Du dies auch Deinem Arzt oder dem Pflegepersonal mitteilst, ansonsten kann es zu Komplikationen kommen.
 
Raucher werden generell eher als Risikopatienten eingestuft als Nichtraucher. Dies ist auf die Wundheilungsstörungen, die Sauerstoffversorgung und auch auf die erhöhte Gefahr von Infektionen zurückzuführen. Vor allem in den Tagen direkt vor dem Eingriff solltest Du auf Zigaretten verzichten und falls notwendig, auf Tabakentwöhnungsmaßnahmen wie Nikotinpflaster oder Mentholkaugummi setzen. Falls Du regelmäßig Medikamente einnimmst, musst Du dies ebenfalls Deinem Arzt mitteilen.
 
Es ist wichtig, dass Du Dich vor Deiner Operation genau erkundigst, was Dir erlaubt ist und was Du unterlassen sollst, um das Risiko auf Komplikationen während des Eingriffs so gering wie möglich zu halten. Generell sind jedoch Medikamente, welche sich auf Deine Blutgerinnung auswirken mindestens 14 Tage vor der Operation abzusetzen. Dazu gehört beispielsweise Aspirin, Plavix, ASS, Thrombo ASS oder Marcoumar. Auch bei Schlafmitteln solltest Du vorsichtig sein! In vielen Fällen kann Dir Dein Arzt ein Ersatzmedikament verschreiben.

Was muss ich nach dem Eingriff beachten?

Sowohl bei einem ambulanten als auch nach einem Eingriff unter Vollnarkose bleibst Du erst einmal unter Beobachtung. Sobald Du Dich wieder fit genug fühlst, kannst Du dann im Normalfall nach Hause. Da die Narkose jedoch einige Nachwirkungen hat und es häufig etwas dauert bis man wieder klar im Kopf ist, darfst Du nicht am selben Tag Autofahren. Ärzte raten auch davon ab, sich allein mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Heimweg zu machen. Viel eher solltest Du Dich von Freunden oder Verwandten abholen lassen oder Dir ein Taxi bestellen.
 
Wenn Du bei dem Eingriff eine Vollnarkose hattest, sollte die nächsten 24 Stunden jemand bei Dir sein und auf Dich achten. In der Regel hast Du am Tag nach dem Eingriff noch eine Röntgen- und Ultraschalluntersuchung, damit der Arzt kontrollieren kann, ob alles in Ordnung ist und der Stein vollständig entfernt wurde. Um einer erneuten Nierensteinbildung vorzubeugen, solltest Du immer ausreichend trinken und Dich bewegen.

Was kann ich selbst gegen Nierensteine tun?

Als Betroffener kannst Du die Ablagerung der auskristallisierten Stoffe verhindern oder eine schnellere Ausscheidung des Steines erzielen, indem Du viel trinkst. Achte vor allem an besonders heißen Tagen oder an Tagen, an denen Du viel schwitzt darauf, noch mehr Flüssigkeit zu Dir zu nehmen. Auch die Ernährung solltest Du im Auge behalten. Hier musst Du darauf achten, nicht zu viel tierisches Eiweiß zu Dir zu nehmen. Experten raten außerdem vom Verzehr von Innereien ab. Bestimmte Medikamente erleichtern den Abgang des Steines zusätzlich. Dafür musst Du jedoch die Vor- und Nachteile der Einnahme mit einem Spezialisten abwägen.
 
Viel Flüssigkeit und eine ausgewogene Ernährung tragen zur Vorbeugung von Nierensteinen bei

Wie kann ich Nierensteine vorbeugen?

Damit Du Nierensteine vorbeugen kannst, ist es wichtig ausreichend Flüssigkeit zu Dir zu nehmen. Im Optimalfall trinkst Du zwei bis drei Liter Wasser, Tee oder Fruchtsäfte pro Tag. Auch Koffein, Alkohol Nikotin und ein zu hoher Fleischkonsum fördern die Entstehung von Nierensteinen, also solltest Du dies nur in Maßen konsumieren. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass Du Dich genug bewegst. Dies trägt dazu bei, dass sich kleinere Nierensteine erst gar nicht festsetzen.
 
Harnsteine bilden sich oftmals bei Personen, die übergewichtig sind. Daher ist es auch wichtig, das eigene Gewicht im Auge zu behalten. Experten raten allerdings von strengen Diäten ab, da diese wiederum das Risiko für die Entstehung bestimmter Steinarten erhöhen können.
 
Bei dem Thema Ernährungsempfehlungen besteht noch Forschungsbedarf. Es ist aber bekannt, dass man eher salzarm essen und zu großen Teilen auf Süßigkeiten verzichten sollte. Obst und Gemüse hingegen sind grundsätzlich nie verkehrt. Am besten fragst Du Deinen Arzt, zu welcher Ernährung er Dir raten würde und auf was Du achten musst.
 
Wenn diese Vorbeugungsmaßnahmen nicht ausreichen, besteht auch die Möglichkeit, dass Dein Arzt Dir Medikamente verschreibt, die die Neubildung von Steinen erschwert. Diese wirken dadurch, dass sie den pH-Wert des Urins so abändern, dass die steinbildenden Stoffe gelöst bleiben.

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Behandlung?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen für alle Behandlungen, die medizinisch notwendig sind, die Kosten. Falls Du Dir nicht sicher bist, ob und wie viel der Kosten Deine Krankenkasse übernimmt, kannst Du Dich bei Deinem Arzt oder direkt bei Deinem Versicherungsträger darüber informieren.

 


Dauer Dauer

30-60 Minuten

Ausfallzeit Ausfallzeit

Bis zu 7 Tage

Stationärer Aufenthalt Stationär

Nicht notwendig

Das Wichtigste zusammengefasst

Nierensteine sind auskristallisierte Stoffe, die sich aufgrund eines übersättigten Urins zuerst zu Nierensand und später zu Nierensteinen entwickeln. Diese Steine setzen sich ab und können dadurch den Harnleiter verstopfen


Dies kann nicht nur große Schmerzen, sondern auch Infektionen zur Folge haben. Kleine Nierensteine scheidest Du oft aus, ohne dass Du es bemerkst, oder dass Du nur einen kurzen stechenden Schmerz verspürst. Bei großen Steinen kann sich dieser Vorgang jedoch wesentlich länger hinziehen


Charakteristisch für Nierensteine sind krampfartige Beschwerden im unteren, seitlichen Rücken oder auch in der Magengegend. Zusätzlich können Übelkeit und Erbrechen, aber auch Schweißausbrüche Anzeichen für Steine sein


Spezialisten können Nierensteine entweder durch Stoßwellen zertrümmern oder auch mithilfe eines Endoskops zerkleinern. Um Nierensteine vorzubeugen, aber auch um die Ausscheidung zu erleichtern, ist es wichtig, dass Du viel trinkst, Dich bewegst und auch auf Deine Ernährung achtest

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