Kieferorthopädie

Die Kieferorthopädie beschäftigt sich teils mit medizinisch notwendigen, teils mit ästhetischen Behandlungen. Eine Behandlung, von der jeder schon einmal gehört hat, ist die Zahnspange zur Korrektur schiefer Zähne. Mit einer Spange lassen sich jedoch nicht nur die Zähne begradigen, sondern auch Probleme im Kieferbereich beheben. Fehlstellungen im Kiefer führen häufig zu starken Schmerzen und einer Einschränkung der Lebensqualität. Zudem können sie sich auf den kompletten Körper auswirken, weshalb es umso wichtige ist, diese so rasch wie möglich zu beheben.


AUTOR

Dr. med. dent. Florian Lanza

Medizinischer Experte

CO-AUTOR

Miriam Ankrah

Online-Redaktion


Letztes Update: 13. November, 2019



13. November, 2019

Du leidest immer wieder an Verspannungen der Muskulatur, Kopfschmerzen, Zahnproblemen und bist müde und unkonzentriert? Du hast Schmerzmittel eingenommen und gehofft, dass die Symptome von selbst wieder verschwinden, dem ist allerdings nicht so? Eine craniomandibuläre Dysfunktion – ein Überbegriff für Kiefererkrankungen von sehr unterschiedlicher Art und Ursächlichkeit – könnte dahinterstecken!

13. November, 2019

Als Zahnfehlstellung wird jede Stellung eines Zahnes bezeichnet, die außerhalb der idealen Zahnbogenform liegt. Dabei können entweder einzelne Zähne oder der gesamte Kiefer- und Kauapparat betroffen sein. Welche Folgen das für Dich und Deine Gesundheit haben kann und wie die unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten aussehen, erfährst Du hier bei uns.

13. November, 2019

Unter einer Kiefersperre leiden Personen, die ihren Mund nicht mehr normal schließen können. Manchmal lässt sich der Mund zwar schließen, allerdings nur sehr langsam oder unter großen Schmerzen. Das Gegenteil der Kiefersperre ist die Kieferklemme, hierbei können Betroffene den Mund nicht mehr normal öffnen. Bei einer Kiefersperre strahlen die Schmerzen häufig in den Hals oder in die Ohren aus. Bei beiden Krankheitsbildern gibt es eine Vielzahl an Auslösern. Sowohl die Kiefersperre als auch die Kieferklemme kommen relativ selten vor und sind in der Regel gut behandelbar. Für Betroffene kann die Situation allerdings sehr belastend sein, da dadurch der Alltag stark eingeschränkt wird.

13. November, 2019

Wenn die Seitenzähne nicht korrekt aufeinanderbeißen, so wird dies Kreuzbiss genannt. Hierbei stehen entweder die Seitenzähne des Oberkiefers zu weit nach innen oder die Seitenzähne im Unterkiefer zu weit nach außen. Was genau in diesem Fall zu tun ist, erfährst Du hier bei uns.

13. November, 2019

Etwa 60 Prozent aller Kinder und Jugendlichen leiden unter Zahnfehlstellungen. Diese können nicht nur als Schönheitsfehler empfunden werden, sondern auch körperliche Folgeschäden nach sich ziehen. Eine solche Zahnfehlstellung – den Überbiss – möchten wir Dir im Folgenden näher vorstellen.

13. November, 2019

Mithilfe einer Zahnspange können Folgen von Zahnfehlstellungen korrigiert werden. In einigen Fällen ist die Zahnspange zwar eine kieferorthopädische Notwendigkeit, jedoch kommt sie meist auch aus ästhetischen Gründen zum Einsatz.

Für wen sind die Behandlungen geeignet?

Eine kieferorthopädische Behandlung ist für Patienten geeignet, die Probleme mit dem Kiefer haben und sich eine Korrektur wünschen. In vielen Fällen handelt es sich hierbei auch um eine medizinische Notwendigkeit. Doch den meisten ist die Kieferorthopädie wahrscheinlich eher aufgrund von Zahnfehlstellungen bekannt. Zahnfehlstellungen lassen sich mithilfe von speziellen Spangen korrigieren. Für viele Menschen wird damit der Traum von einem Lächeln mit geraden Zähnen wahr. Ob die Behandlung auch wirklich durchgeführt werden kann, muss der Kieferorthopäde entscheiden, denn gerade bei schwerwiegenden Kieferfehlstellungen kann es sein, dass ein chirurgischer Eingriff notwendig ist.

Welche Arten der kieferorthopädischen Behandlungen gibt es?

Zahnspange

Mithilfe einer Zahnspange können Folgen von Zahnfehlstellungen korrigiert werden. In einigen Fällen ist die Zahnspange zwar eine kieferorthopädische Notwendigkeit, jedoch kommt sie meist auch aus ästhetischen Gründen zum Einsatz. Die Behandlung verhilft den Patienten somit nicht nur zu geraden Zähnen, sondern kann auch zur Erhöhung der Lebensqualität beitragen, indem die Spange den Biss des Patienten korrigiert und damit das Essen leichter fällt.

Fehlbiss

Als Zahnfehlstellung wird jede Stellung eines Zahnes bezeichnet, die außerhalb der idealen Zahnbogenform liegt. Dabei können entweder einzelne Zähne oder der gesamte Kiefer- und Kauapparat betroffen sein. Um einen Fehlbiss zu behandeln, kommen unterschiedliche Methoden zum Einsatz. Da wäre beispielsweise die Zahnspange, welche bei leichten Fehlbissen hilft. Bei einem starken Fehlbiss kommt der Patient allerdings meist nicht um eine Operation herum.

Überbiss

Ein Überbiss beschreibt das Lageverhältnis von Oberkieferfrontzähnen zu Unterkieferfrontzähnen bei geschlossenem Mund. Normalerweise weist das menschliche Gebiss einen physiologischen Überbiss von zwei Millimeter auf, sind es mehr als zwei Millimeter, dann spricht die Medizin von einem Überbiss. Bei Kindern kann die Fehlstellung häufig mithilfe einer speziellen Zahnspange korrigiert werden. Bei Erwachsenen ist oftmals ein operativer Eingriff notwendig.

Kreuzbiss

Wenn die Seitenzähne nicht korrekt aufeinanderbeißen, so wird dies Kreuzbiss genannt. Hierbei stehen entweder die Seitenzähne des Oberkiefers zu weit nach innen oder die Seitenzähne im Unterkiefer zu weit nach außen. Wie bereits beim Fehl- und Überbiss, ist auch hier die Zahnspange die erste Wahl, wenn es um eine Korrektur geht. Allerdings ist hier ebenfalls das Problem, dass die konservative Therapie vor allem bei Kindern und Jugendlichen anschlägt, während bei Erwachsenen oftmals ein chirurgischer Eingriff vorgenommen werden muss.

Kiefersperre und Kieferklemme

Unter einer Kiefersperre leiden Personen, die ihren Mund nicht mehr normal schließen können. Manchmal lässt sich der Mund zwar schließen, allerdings nur sehr langsam oder unter großen Schmerzen. Das Gegenteil der Kiefersperre ist die Kieferklemme, hierbei können Betroffene den Mund nicht mehr normal öffnen. In den meisten Fällen schafft eine Physiotherapie Abhilfe. Nur sehr selten ist ein operativer Eingriff notwendig.

Craniomandibuläre Dysfunktion

Verspannungen der Muskulatur, Kopfschmerzen, Zahnproblemen, Müdigkeit und keine Konzentrationsfähigkeit: Das können typische Zeichen einer craniomandibuläre Dysfunktion sein. Die craniomandibuläre Dysfunktion ist eine Fehlfunktion und –regulation des Kauorgans und kann sowohl konservativ, wie beispielsweise mit einer speziellen Aufbissschiene, oder operativ behandelt werden.

Welche Risiken bergen die Behandlungen?

Jede Behandlung kann gewisse Risiken und Komplikationen mit sich bringen, auch wenn dies heutzutage eher selten ist. Während Blutungen, Schwellungen und Hämatome sehr oft vorkommen und nach wenigen Tagen wieder abklingen, kann es zudem zu Verletzungen an Nerven und umliegenden Zähnen, Knochen und Muskeln kommen.

Was sind die Vorteile der Kieferorthopädie?

Mithilfe der Kieferorthopädie lassen sich nicht nur ästhetische Veränderungen im Kiefer- und Zahnbereich vornehmen, sodass sich bei den Patienten hinterher meist ein höheres Selbstbewusstsein einstellt, sondern auch medizinisch notwendige Behandlungen. Diese erleichtern den Betroffenen nicht selten den Alltag und geben ihnen ein großes Stück der Lebensqualität zurück.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Ob die Krankenkasse für die Kosten aufkommt, kann pauschal nicht gesagt werden, denn dies ist in jedem Fall unterschiedlich. Faktoren, wie beispielsweise die Schwere der Fehlstellung, spielen eine Rolle, ob die Kosten getragen werden oder nicht. Wichtig ist, sich vor der Behandlung beim Arzt und bei der Krankenkasse zu erkundigen, ob und wie viel von den Kosten übernommen wird.


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