Zahnspange

War die Zahnspange bis vor einigen Jahren noch ein außergewöhnlicher Anblick und oftmals ein Grund für Spott und Hohn, genießt die Zahnkorrektur heutzutage großes Ansehen. Immer mehr Menschen und vor allem auch immer mehr Erwachsene entscheiden sich dazu, ihre Fehlstellungen mit einer Spange korrigieren zu lassen. Doch welche Korrektur ist für welche Fehlstellung geeignet? Wie läuft eine Zahnspangen-Behandlung ab? Und was ist beim Tragen einer Zahnregulierung sonst noch zu beachten? Die Antworten auf diese und viele weitere Fragen findest Du im folgenden Text.


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Medizinischer Experte

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Online-Redaktion

Dieser Text wurde nach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst und von Medizinern geprüft.


Zuletzt aktualisiert: 21. Juni, 2021

INHALTSVERZEICHNISInhaltsverzeichnis

Der Mediziner versteht unter einer Zahnspange eine kieferorthopädische Möglichkeit, Kiefer- und Zahnfehlstellungen zu korrigieren. Hierbei unterscheidet er zwischen herausnehmbaren und festsitzenden Spangen.

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In vielen Fällen wünschen sich Patienten eine optische Verbesserung ihres Lächelns. Oftmals sind Betroffene jedoch auch in ihrer Kau-, Schluck- oder Sprachfunktion durch starke Fehlstellungen beeinträchtigt.

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Besonders gute Ergebnisse erzielen Zahnkorrekturen in der Kindheit und Jugend, jedoch können auch Erwachsene ihre Fehlstellungen mithilfe einer Zahnspange behandeln lassen.

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Bevor der Zahnarzt die Behandlung mit einer Zahnspange empfiehlt, führt er eine klinische Untersuchung, ein Patientengespräch und mehrere Röntgen-Untersuchungen durch. Um die Spange zu modellieren, benötigt er weiters einen Zahnabdruck.

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Bei einer festen Zahnspange befestigt der behandelnde Arzt sogenannte Brackets und Drähte an den Außenseiten der Zähne der Patienten. Diese üben kontinuierlichen Druck und Zug auf die Zähne aus und verschieben diese dadurch.

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Die Zahnspange von innen, auch Lingualtechnik genannt, funktioniert im Prinzip wie die klassische festsitzende Spange. Der Unterschied besteht darin, dass die Brackets an der Innenseite der Zähne montiert sind und die Zahnkorrektur dadurch von außen nicht sichtbar ist.

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Eine lose Zahnspange ist eine gute Alternative zu einer festsitzenden. Sie besteht in der Regel aus einem Kunststoffkörper und Drähten, die die Zähne umfassen. Die Patienten können diese Art der Spange bei Sport, Nahrungsaufnahme und Mundhygiene herausnehmen.

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Die unsichtbare Zahnspange verschiebt die Zähne mithilfe von durchsichtigen Plastikschienen. Der Patient kann diese Schienen beim Essen und zur Reinigung herausnehmen und erhält circa alle zwei Wochen neue Aligner.

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Eine Außenzahnspange ist eine Variante der losen Zahnkorrektur, die jedoch durch Halterungen außerhalb des Mundes verstärkt ist. Auch diese Spangenart müssen die Patienten nicht durchgehend tragen.

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Die Behandlungsdauer ist stark abhängig von der jeweiligen Regulierungsart und dem Schweregrad der Fehlstellung. Bei losen Zahnspangen beträgt sie meist ein bis zwei Jahre, während feste Zahnkorrekturen bis zu fünf Jahre andauern.

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Retainer sind notwendig, um die Zahnverschiebung nach einer erfolgten Korrektur zu verhindern. Dies geschieht entweder durch nächtliche Zahnschienen oder einen fixierten Draht.

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Aufgrund von anfänglichen Schmerzen empfehlen Experten in den ersten Tagen breiige Nahrung. Sehr harte oder klebrige Speisen sollten die Betroffenen vermeiden, da diese die Spange schädigen können.

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Durch eine Zahnspange ist das Risiko von Karies erhöht, da sich Bakterien und Essensreste stärker ansammeln können. Weiters können Metallteile die Mundschleimhaut oder Zunge reizen und Schmerzen verursachen.

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Experten empfehlen eine gründliche Zahnreinigung mit einer elektrischen Zahnbürste nach jeder Nahrungsaufnahme. Herausnehmbare Spangen sollten die Träger regelmäßig mit Reinigungstabs behandeln.

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Untersuchungen mit MR-Geräten während einer Behandlung mit einer fixen Zahnspange stellen im Normalfall kein Problem dar, da die Metalle nicht magnetisch sind. Auch Küssen und Oralverkehr ist in den meisten Fällen möglich.

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Der Preis einer Zahnspange ist abhängig von der eingesetzten Korrekturmethode und der Behandlungsdauer. Unter gewissen Umständen bezahlen Krankenkassen die Zahnregulierung.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Zahnspangen sind erprobte Möglichkeiten, um Zahn- und Kieferfehlstellungen zu korrigieren. Dadurch sind mögliche Folgen wie Kau-, Schluck- oder Sprechstörungen abwendbar und die kosmetisch guten Ergebnisse geben den Patienten neues Selbstbewusstsein.


Der Mediziner unterscheidet grob zwischen festen und herausnehmbaren Zahnspangen. In jüngster Zeit sind besonders die unsichtbaren Zahnschienen beliebt.


Je nach angewendeter Zahnregulierung dauert die Behandlung zwischen wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren. Im Anschluss folgt eine Retentionsphase, in der die Zähne mit Nachtschienen oder Drähten in der neuen Position fixiert werden.


Zahnspangen sind eine kostspielige Intervention, sie können bis zu 15.000 Euro ausmachen. In gewissen Fällen übernimmt jedoch die Krankenkasse die Behandlungskosten.

Was versteht die Medizin unter einer Zahnspange?

Der Mediziner versteht unter einer Zahnspange eine kieferorthopädische Behandlung, die Zahn- oder Kieferfehlstellungen korrigiert. Diese kann aus Metallen, Kunststoff, Keramik oder anderen Materialien bestehen und auf unterschiedlichste Art und Weise an den Zähnen befestigt sein. Grundsätzlich lassen sich die Zahnregulierungen in zwei Gruppen einteilen: festsitzende oder herausnehmbare Spangen. Welche der verschiedenen Zahnkorrekturen zum Einsatz kommt, empfiehlt der Zahnarzt oder Kieferorthopäde je nach Schweregrad der Fehlstellung, dem Patientenalter und Patientenwunsch.
 
Für viele Personen, besonders im Erwachsenenalter, ist eine herausnehmbare oder unsichtbare Zahnspange weitaus angenehmer, da sie während der Behandlungszeit im Alltag keine kosmetische Auffälligkeit zeigen. Allerdings können die losen und durchsichtigen Spangen Zahnfehlstellungen nur bis zu einem gewissen Grad regulieren, während mit festsitzenden nahezu alle Kiefer- oder Zahnkorrekturen möglich sind. Wenn die fixe Zahnspange auf der Innenseite der Zähne sitzt, ist diese ebenfalls von außen nicht sofort sichtbar, bei außenliegenden Regulierungen jedoch schon. Weitere Unterschiede gibt es in der Pflege der Zahnspangenarten. Die Träger von herausnehmbaren Modellen können diese gründlich putzen und auch gegebenenfalls mit Reinigungstabs versorgen, während sich die Reinigung bei festen Zahnspangen etwas schwieriger gestaltet. Besonders Kinder müssen in der Mundhygiene mit Zahnseide und Ähnlichem geschult werden, da sonst verbleibende Essensreste Karies oder andere Entzündungen hervorrufen können.

Zahnspange - Was versteht die Medizin unter einer Zahnspange?

Wann kommt eine Zahnspange zum Einsatz?

In der Regel suchen Menschen den Zahnarzt mit dem Wunsch einer Zahnregulierung aufgrund von kosmetisch störenden Zahnfehlstellungen (Zahnlücke, Enge im Kiefer oder Schiefstand) auf. Besonders zu eng aneinander stehende Zähne stellen jedoch nicht nur ein ästhetisches Problem dar, sondern erhöhen auch die Wahrscheinlichkeit von Kariesbildung.
Weiters können auch Kieferfehlstellungen eine Indikation für eine zahnmedizinische Korrektur darstellen. Vor allem bei Kindern ist eine Veränderung des Kiefers durch Zahnspangen erreichbar, im Erwachsenenalter sind häufig weitere zahnmedizinische Eingriffe wie eine Gaumennahterweiterung notwendig. Zu den häufigsten Kieferfehlstellungen zählen der Überbiss, bei dem die Zähne des Oberkiefers weiter nach vorne reichen als die des Unterkiefers, der Vorbiss, der das Gegenteil des Überbisses darstellt, der offene Biss, bei dem die Backenzähne aufeinandertreffen, die Schneidezähne jedoch nicht sowie der sogenannte Kreuzbiss. Letzteres bezeichnet eine Problematik, bei der die Kiefer seitlich zueinander verschoben sind und dadurch kein passender Kieferschluss möglich ist.

Zahnspange - Wann kommt eine Zahnspange zum Einsatz?

Bei sehr schweren Fällen können Patienten durch ihre Fehlstellungen beim Kauen, Sprechen oder Atmen beeinträchtigt sein und aus diesem Grund eine Korrektur benötigen. Aufgrund von Kauschwierigkeiten berichten einige Patienten von Kopf-, Gesichts- oder Nackenschmerzen, da die Kaumuskulatur verspannt ist.
Schienen, die beispielsweise beim Zähneknirschen zum Schutz vor Zahnschäden zum Einsatz kommen, gehören nicht in die Gruppe der Zahnkorrekturen, da sie keine Veränderung der Zahn- oder Kieferstellung erbringen. Zahnschienen, die das Schnarchen oder die nächtliche Luftnot (Schlafapnoe) verbessern sollen, zielen darauf ab, das Unterkiefer vom Zurückfallen abzuhalten und die Atemwege freizuhalten. Auch hierbei handelt es sich um keine Zahnregulierung im Sinne einer Zahnspange.

Für wen ist eine Zahnspange geeignet?

Grundsätzlich sind Zahnspangen für alle Menschen geeignet, die eine Zahnkorrektur wünschen. Anders als vor einigen Jahren empfehlen Spezialisten heutzutage die Zahnregulierung in jedem Alter. Zwar sprechen Kinder und Jugendliche im Wachstumsalter besonders gut auf Zahnspangen an, jedoch ist eine Korrektur auch bei Erwachsenen erfolgreich. Die Behandlung dauert bei älteren Patienten allerdings etwas länger als bei Kindern, da die Gewebereaktion mit dem Alter abnimmt.
Optimalerweise beginnt die Zahn- und Kieferkorrektur vor dem pubertären Wachstumsschub, also bei Mädchen ungefähr mit acht Jahren und bei Knaben ein Jahr später. Obwohl in diesem Alter noch nicht alle Milchzähne ausgefallen sein müssen, kann der Spezialist in der Regel zu diesem Zeitpunkt bereits die Form und Anordnung der zweiten Zähne erahnen und etwaigen Fehlstellungen entgegenwirken.

Welche Vorbereitungen sind bei einer Zahnspange notwendig?

Damit der Zahnarzt die Notwendigkeit einer Zahnkorrektur und die individuell passende Methode dafür feststellen kann, muss der Patient zu einem Beratungsgespräch kommen. Dabei fragt der Arzt nach etwaigen Einschränkungen beim Kauen, Schlafapnoe oder Ähnliches und führt danach eine klinische Untersuchung durch. Um den Ausgangspunkt der Zähne festzulegen, fertigt der behandelnde Arzt ein Panoramaröntgen der Zähne und mehrere Fotografien an. Anschließend benötigt er Gebissabdrücke, damit die Zahnspange perfekt auf die individuellen Gegebenheiten angepasst ist. Häufig erfolgen diese Zahnabdrücke durch eine formbare Masse namens Alginat, die der Zahnarzt mithilfe einer schaufelähnlichen Metallschiene auf das Gebiss aufträgt.

Zahnspange - Welche Vorbereitungen sind bei einer Zahnspange notwendig?

Dort härtet die Masse nach wenigen Minuten aus und ein exakter Negativ-Abdruck des Gebisses entsteht. Dieser dient als Form für einen Gipsausguss, der in weiterer Folge für die Behandlungsplanung relevant ist. Neuerdings finden auch 3D-Oralscans anstelle des Zahnabdrucks ihre Anwendung. Hierbei nimmt eine spezielle Kamera die Gebissverhältnisse auf und erstellt ein dreidimensionales Modell. Dies ist besonders bei der Planung von unsichtbaren Zahnspangen eine häufig eingesetzte Alternative.
 
Steht einem optimalen Ergebnis eine Enge der Zähne im Wege, kann der Zahnarzt das Ziehen gewisser Zähne empfehlen. Häufig sind es die Weisheitszähne, die Druck auf die restlichen Zähne ausüben und diese dadurch zusammendrängen. Da das Fehlen von Weisheitszähnen keine großen Probleme verursacht, führt der Arzt in solchen Fällen meist eine Zahnextraktion durch bevor die Zahnkorrektur beginnt.
Nach einigen Wochen ist die Planung und Herstellung der Zahnkorrektur abgeschlossen und die eigentliche Behandlung kann beginnen.

Wie läuft die Behandlung mit einer festen Zahnspange ab?

Zahnspange - Wie läuft die Behandlung mit einer festen Zahnspange ab?

Bei einer festen Zahnspange handelt es sich um das wohl bekannteste Zahnkorrekturmodell. Hierbei bringt der Zahnarzt sogenannte Brackets auf den Außenseiten der Zähne an und spannt einen Draht zwischen diesen. Die Brackets bestehen entweder aus Metall oder aus Keramik, wobei letzteres eine etwas dezentere Variante der festsitzenden Zahnspange darstellt, da das weiße Keramik unauffälliger am Zahnhintergrund ist als das silberfarbene Metall

Das Anbringen der Brackets dauert meist mehrere Stunden, da die Zahnoberfläche gesäubert, trocken und poliert sein muss, damit der Arzt die Brackets an den Zahn kleben oder zementieren kann. Jedes dieser Teilchen hat einen Schlitz oder Slot in der Mitte, durch den anschließend der Draht verläuft. An den Backenzähnen kommen statt Brackets ringförmige Stahlbänder zum Einsatz, die ebenfalls an den Zahn zementiert werden. Anschließend montiert der Zahnarzt die sogenannten Bögen. Dies sind Drähte, die durch ihre Verbindung mit der Brackets Zug und Druck auf die Zähne ausüben und diese dadurch in die gewünschte Position verschieben. In vielen Fällen sind weiters Gummibänder notwendig, die durch kontinuierlichen Zug beispielsweise einen Überbiss ausgleichen. Die Gummis gibt es auch in verschiedenen Farben, was möglicherweise Kindern mehr Freude beim Tragen ihrer Spange bereitet.
 
Bei der fixen Zahnspange bewegen sich die Zähne durch den Zug und Druck der Bögen. Diese muss der Arzt in regelmäßigen Abständen nachziehen und feinjustieren. Dementsprechend gehen mit einer fixen Zahnspange häufige Kontrolltermine einher.

Wie funktioniert die Behandlung mit einer Zahnspange von innen?

Eine Zahnspange von innen, auch Lingual- oder Incognito-Spange genannt, funktioniert im Grunde gleich, wie die bereits beschriebene feste Zahnkorrektur. Der große Unterschied ist, dass bei der Lingualtechnick die Brackets und die Bögen an der Innenseite der Zähne liegen und dadurch von außen nicht sofort sichtbar sind. Die Zähne verschieben sich – wie bei außenliegenden Brackets – durch Druck und Zug der Bögen.
Da die innenliegende Spange allerdings aufwändiger und komplizierter für den Zahnarzt ist, kostet sie in der Regel mehr und der Patient muss sie länger tragen.

Zahnspange - Wie funktioniert die Behandlung mit einer Zahnspange von innen?

Wie läuft die Behandlung mit einer losen Zahnspange ab?

Die lose Zahnspange ist im Grunde ein Überbegriff für eine Vielzahl an unterschiedlichen Zahnkorrekturen. Diese haben allerdings immer eine Sache gemeinsam: Der Träger kann sie – anders als bei einer festen Zahnspange – selbständig aus dem Mund herausnehmen. Dies ermöglicht sowohl eine gründlichere Reinigung der Spange als auch eine erleichterte Mundhygiene. Je nach eingesetzter Methode und Ursache der Behandlung sollten die Träger ihre herausnehmbare Zahnkorrektur sowohl untertags als auch nachts tragen. Bei der Nahrungsaufnahme, Mund- und Spangenhygiene und sportlichen Aktivitäten ist die Zahnregulierung zu entfernen.
 
Die klassischen losen Zahnspangen, auch aktive Platten genannt, bestehen aus einer Kunststoffplatte, an der Drähte befestigt sind. Der Kunststoffkörper liegt der Innenseite der Zähne eng an und die Metallklammern und Drähte umfassen die Zähne. Durch Federn und Schrauben, die die Zahnärzte oder die Patienten selbst nachziehen müssen, kann die Kunststoffplatte den Kiefer weiten und Schiefstände der Zähne korrigieren. Diese Art der Zahnkorrektur ist besonders gut für die Behandlung von kindlichen Kiefer- oder Zahnfehlstellungen geeignet.
 
Ebenfalls in der Behandlung von Kindern eingesetzt sind funktionskieferorthopädische Geräte. Diese sehen ähnlich aus wie aktive Platten, besitzen jedoch keine Schrauben oder Federn. Außerdem üben sie keinen direkten Druck auf die Zähne aus, sondern benutzen die Kraft der Kaumuskeln beim Sprechen, Kauen und Schlucken. Die Zahnspange leitet den Muskelzug um und sorgt dadurch für eine Regulierung von Über-, Unter- oder Kreuzbissen, sowie Kau-, Sprech- und Schluckfunktionsstörungen. Zu den funktionskieferorthopädischen Geräten gehört der Aktivator, Bionator und weitere Funktionsregler. Diese können ausschließlich während der Wachstumsphase zur Anwendung kommen.

Zahnspange - Wie läuft die Behandlung mit einer losen Zahnspange ab?

Wie funktioniert die Behandlung mit einer unsichtbaren Zahnspange?

Den neuesten Trend in Sachen Zahnspange stellen die unsichtbaren Zahnkorrekturen dar. Sie zählen ebenfalls zu den losen Spangen, da sie nicht dauerhaft mit den Zähnen verbunden sind. Ihre große Beliebtheit verdanken sie ihrem unauffälligen Aussehen, denn die sogenannten Aligner sind durchsichtig, weshalb der Träger kosmetisch keinerlei Nachteile während der Behandlung hat. Die unsichtbare Zahnkorrektur funktioniert mithilfe von durchsichtigen Plastikschienen, den bereits erwähnten Alignern, die perfekt auf die Zähne der Patienten passen. Alle zwei bis drei Wochen erhalten die Träger neue Schienen, die die Zähne Stück für Stück in die richtige Position schieben. Der Mediziner unterscheidet hierbei zwischen der Clear Aligner Methode und der Invisalign, die sich in ihrer Funktionsweise ähneln.

Zahnspange - Wie funktioniert die Behandlung mit einer unsichtbaren Zahnspange?

Mit der Clear Aligner Methode ist die Behandlung von leichten bis mittelschweren Zahnfehlstellungen möglich. Da durch diese Zahnspange jedoch vorwiegend die vorderen Zähne in Bewegung sind, ist sie nicht für die Therapie von Fehlbissen oder Platzmangel im Kiefer geeignet. Jedoch punkten die zahlreichen Anbieter der durchsichtigen Plastikschienen besonders in der Behandlung von kosmetischen Zahnfehlstellungen durch die praktische und zeitsparende Anwendung. Denn die Clear Aligner Methode bedarf im Grunde nur einen Intraoralscan oder einen Abdruck der Zähne, durch den ein digitales 3D-Modell des Gebisses entsteht. Anschließend generiert ein komplexes Programm die notwendigen Schritte zur gewünschten Zahnstellung und die dazu benötigten Schienen. Diese Aligner erhält der Patient und muss sie meist alle zwei Wochen tauschen. Ärztliche Kontrolltermine sind in der Regel nicht notwendig, lediglich das Endergebnis beurteilt ein Zahnarzt.

Die Invisalign Therapie basiert ebenso auf dem Einsatz von durchsichtigen Plastikschienen, sind jedoch auch bei schwerwiegenden Fehlstellungen sinnvoll und erfolgreich. Denn zusätzlich zu den durchsichtigen Schienen können bei der Invisalign Behandlung kleine, zahnfarbene „Attachments“ komplexere Zahnbewegungen ausüben. Diese Attachments dienen als eine Art Griff für die Aligner, der auch Bewegungen im hinteren Zahnbereich ermöglicht.

Ob Clear Aligner oder Invisalign, die Plastikschienen erzielen sowohl bei Jugendlichen, als auch bei Erwachsenen durchwegs gute Erfolge. Die Träger müssen die Spangen jedoch vor jeder Nahrungsaufnahme entfernen und vor dem Wiedereinsetzen den Mund reinigen, da sonst eine erhöhte Gefahr für Karies besteht. Dies erfordert ein gewisses Maß an Disziplin, weshalb bei jungen Kindern eher auf andere Methoden der Zahnregulierung zurückgegriffen wird.

Was ist eine sogenannte Außenzahnspange?

Eine Außenzahnspange besteht in der Regel aus einem Metallbogen, der an den Backenzähnen montiert werden kann und einem zusätzlichen Gestell, das im Nacken- oder Kopfbereich sitzt. Der Mediziner unterscheidet hierbei zwischen einem Headgear, ein Metallbogen mit Nacken- oder Kopfabstützung, einer Delaire-Maske, die an der Stirn und dem Kinn aufsitzt, und der Kopf-Kinn-Kappe. Diese Außenzahnspangen sind besonders vorteilhaft beim Versuch, die hinteren Backenzähne stark zu verschieben oder diese zu fixieren, während die vordere Zahnpartie in Bewegung ist.

Zahnspange - Was ist eine sogenannte Außenzahnspange?

Aufgrund der deutlich von außen sichtbaren Zahnkorrektur, ist die Außenzahnspange bei den Patienten eher unbeliebt. Allerdings müssen sie diese in der Regel nur wenige Stunden am Tag und nachts tragen. Das bedeutet, dass die auffälligen Metallbögen im Grunde nur zu Hause und beim Schlafen zum Einsatz kommen. Die Schulkameraden wissen dadurch häufig nicht, wenn ein Kind diese Art der Zahnregulierung durchführen lässt. Die Außenzahnspange findet ihre Anwendung nämlich hauptsächlich bei Kindern in der Wachstumsphase, da hierbei die besten Ergebnisse erzielbar sind.

Wie lange muss ich eine Zahnspange tragen?

Zahnspange - Wie lange muss ich eine Zahnspange tragen?

Die Tragedauer einer Zahnspange ist abhängig von der jeweiligen Spangenart und der Schwere der ursprünglichen Fehlstellung. Weiters ist das Alter des Patienten relevant. Denn Zahnbewegungen bei Erwachsenen müssen langsamer geschehen als bei Kindern, da der Zahnhalteapparat mit dem höheren Alter gefestigter ist.

Am kürzesten dauern die Behandlungen mit der Clear Aligner Methode, da in diesen Fällen auch meist nur leichte Probleme vorliegen. Die Träger erhalten zwischen 3 und bis zu 20 Schienen. Diese tragen die Patienten meist circa zwei Wochen lang, weshalb die Behandlungszeit von wenigen Wochen bis zu fast einem Jahr reichen kann. Die Invisalign Methode ist auch bei komplexeren Zahnkorrekturen anwendbar, die bis zu 50 Zahnschienen benötigen. Dementsprechend kann die Invisalign Behandlung zwei Jahre andauern.
 
Andere lose Zahnspangen, wie etwa die aktive Platte, der Aktivator oder Bionator, müssen meist zwischen einem und zwei Jahren zur Anwendung kommen, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Auch die Behandlungsdauer mit einer Außenzahnspange beläuft sich auf rund zwei Jahre.
 
Feste Zahnspangen können bereits nach einem Jahr Resultate erzielen, bei den meisten Patienten dauert die Therapie jedoch wesentlich länger. Die Incognito-Zahnspange verweilt in der Regel noch länger im Mund als die herkömmliche feste Zahnkorrektur, da das Verschieben der Zähne durch die innenliegenden Brackets und Bögen komplexer und dadurch auch zeitaufwändiger ist. Ist das Behandlungsziel erreicht, muss der Zahnarzt die feste Spange wieder entfernen. Dies geschieht durch das Herauslösen der Brackets aus dem Kleber durch eine Spezialzange, die die Metallteilchen verformt und aus ihrem festen Sitz drückt. Auf den Zähnen verbleibt der verwendete Kleber oder Zement, den der Zahnarzt in weiterer Folge wegschleift. Die gesamte Prozedur dauert ungefähr eine Stunde.

Welche Rolle spielen Retainer bei Zahnspangen?

Retainer oder Retentionschienen dienen der Nachbehandlung nach erfolgter Zahnkorrektur. Dabei handelt es sich entweder um Plastikschienen oder um einen innenliegenden Metalldraht, deren Aufgabe das Halten der neuen Zahnpositionen ist. Denn auch nach einer geglückten Zahnregulierung können sich die Zähne zum Beispiel aufgrund der natürlichen Muskelzüge im Mund erneut verschieben. Daher gilt, dass jeder Zahnspange ein Retainer folgen soll. Dieser hat eine rein passive Funktionsweise, er bewegt die Zähne nicht mehr.

zahnspange - Welche Rolle spielen Retainer bei Zahnspangen?

Bei festen Zahnspangen erfolgt die Zahnretention häufig mithilfe eines fixen Retainers. Dies ist ein Draht, den der Zahnarzt mithilfe eines besonderen Klebers an der Innenseite des Ober- und Unterkiefers von Eckzahn zu Eckzahn befestigt. Die Patienten sollten den Draht mindestens drei Jahre im Mund belassen, damit sich die Zähne an ihren neuen Positionen festigen können. Da die Zahnbewegung jedoch auch nach dieser Zeit möglich ist, ist eine längere Tragezeit empfohlen.
Nach einer Behandlung mit einer herausnehmbaren Zahnspange kommt typischerweise auch ein herausnehmbarer Retainer zum Einsatz. Der sieht in der Regel ähnlich aus wie ein Aligner, also eine durchsichtige Plastikschiene. Diese Spange sollen die Behandelten nachts tragen, um Zahnwanderungen vorzubeugen. Auch hierbei empfiehlt sich eine möglichst lange Tragedauer, mindestens jedoch ein Jahr.

Worauf muss ich mit einer Zahnspange bei der Ernährung beachten?

zahnspange - Steige anfangs auf breiige Nahrung oder Suppen um

Steige anfangs auf breiige Nahrung oder Suppen um

zahnspange - Kalte oder gefrorene Lebensmittel können anfängliche Schmerzen lindern

Kalte oder gefrorene Lebensmittel können anfängliche Schmerzen lindern

zahnspange - Vermeide besonders harte, knusprige oder klebrige Lebensmittel

Vermeide besonders harte, knusprige oder klebrige Lebensmittel

zahnspange - Verzichte auf stark gezuckerte oder sehr säurehaltige Speisen & Getränke

Verzichte auf stark gezuckerte oder sehr säurehaltige Speisen & Getränke

Da Zahnspangen jeglicher Art besonders anfangs ein Druckgefühl auf die Kiefer ausüben können, empfehlen Experten breiige Nahrung oder Suppen, um die Schmerzen nicht zu verstärken. Da der Druck bei einer festen Zahnspange kontinuierlich ist und es keine Unterbrechung durch das Herausnehmen der Korrektur gibt, sollten diese Patienten erst wieder nach einigen Tagen auf feste Nahrung umsteigen. Der genaue Zeitpunkt ist abhängig von den individuellen Schmerzen, in der Regel sollten die Zahnspangenträger erst nach drei Tagen wieder festere Nahrung ausprobieren.
 
Treten dennoch starke Schmerzen auf, könnten kalte oder gefrorene Lebensmittel Abhilfe schaffen. Ob Eiscreme, ein Eiswürfel oder Ähnliches: Die starke Kühlung wirkt schmerz- und entzündungshemmend.
Bei fixen Zahnkorrekturen gilt weiters, dass besonders harte oder knusprige Speisen die Zahnspange ruinieren können. Aus diesem Grund gibt es ein absolutes Verbot für harte Nüsse, Kekse oder Chips. Ebenso können stark klebrige Nahrungsmittel wie Toffee oder Dörrfleisch Schäden an den Drähten und Brackets anrichten.
 
Zuletzt sollten Zahnspangenträger auf stark gezuckerte oder sehr säurehaltige Speisen und Getränke verzichten, da diese den Zahnschmelz angreifen können und besonders bei festsitzenden Spangen die Mundhygiene erschwert ist.

Welche Komplikationen und Risiken können bei einer Zahnspange auftreten?

Zahnspange - Welche Komplikationen und Risiken können bei einer Zahnspange auftreten?

Obwohl die Zahnspange eine häufig durchgeführte und grundsätzlich sehr sichere Therapieform darstellt, birgt sie dennoch gewisse Risiken.

Alle Zahnspangen bergen eine Risikoerhöhung von Karies oder Zahnfleischentzündungen. Besonders bei festsitzenden Spangen ist die Mundhygiene nämlich erschwert und Speisereste und Bakterien bleiben gerne zwischen den Drähten oder Zähnen hängen. Auch bei unsichtbaren Zahnregulierungen kann bei mangelnder Zahnhygiene schneller Karies entstehen, da die Zähne einen Großteil der Zeit von der Schiene bedeckt sind und somit eine gute Brutstätte für Bakterien darstellen. Durch zu starken Druck auf die Zähne kann es weiters zu Zahnwurzelschädigungen kommen. Auch Zahnfleischentzündungen oder ein Zahnfleischrückgang kann einer Zahnkorrektur folgen.
 
Bei jeder Zahnspange, bei der Metall verarbeitet ist, sind Nickelallergien relevant. Ist eine solche Unverträglichkeit bekannt, können Zahnärzte nickelfreie Drähte verwenden.
 
Besonders festsitzende Zahnregulierungen führen zu einer Blasenbildung und offenen Stellen im Mund, da die Fremdkörper im Mundraum – besonders kurz nach dem Einsetzen der Spange – den Mundinnenraum reizen. Um dieser unangenehmen Nebenwirkung vorzubeugen, können Betroffene kieferorthopädisches Wachs auf die reibenden Stellen der Spange auftragen und somit eine Barriere zwischen Mundschleimhaut und Metall schaffen. Weiters helfen Kamillen- oder Salzwasserspülung dabei, die gereizten Stellen zu beruhigen.
 
Da alle Zahnspangenarten den Mundraum verändern, kann es speziell am Behandlungsbeginn zu Sprachfehlern kommen. Nach einer gewissen Gewöhnungsphase können die Träger diese jedoch gut kompensieren. Weiters geht mit der veränderten Situation – besonders bei raumfordernden Zahnspangen – auch eine leichte Veränderung des Gesichts einher. Bei einer fixen Zahnregulierung kann sich dies beispielsweise durch einen erschwerten Mundschluss bemerkbar machen. Dies kann besonders anfangs optisch störend sein für die Träger, jedoch gewöhnen sie sich im Normalfall rasch daran.
 
Zuletzt sei noch ein möglicher Defekt der Zahnspange zu nennen. Denn trotz optimaler Anbringung und Pflege einer Zahnkorrektur, können sich bei festen Spangen beispielsweise Brackets oder Bögen lösen. Dies kann äußerst schmerzhaft sein, da Drahtenden in den Mundraum reichen können und diesen verletzen. Sollte das der Fall sein, empfehlen Spezialisten einen raschen Termin beim behandelnden Arzt, damit er den Fehler beheben kann.

Zahnspange - Zuletzt sei noch ein möglicher Defekt der Zahnspange zu nennen

Ist das Tragen einer Zahnspange schmerzhaft?

Zahnspange - Ist das Tragen einer Zahnspange schmerzhaft?

Da Schmerzen grundsätzlich sehr subjektiv sind, gibt es keine pauschale Aussage über die Schmerzhaftigkeit einer Zahnkorrektur. Meist klagen Patienten jedoch über mittelstarke bis starke Schmerzen am Beginn einer Behandlung mit einer festen Zahnspange. Bei herausnehmbaren Zahnregulierungen kann es auch zu einem unangenehmen Druckgefühl kommen. Dies können Betroffene jedoch in der Regel besser meistern, da sie die Spange kurz entnehmen und den Kiefer und die Zähne dadurch entlasten können.

Wie kann ich meine Zahnspange reinigen?

Zahnspange - Wie kann ich meine Zahnspange reinigen?

Da Zahnspangen das Bakterienwachstum fördern und sich auch häufig Essensreste verfangen, sollten Patienten besonders viel Wert auf die Mund- und Spangenhygiene legen.

Bei einer festen Zahnkorrektur bildet sich häufig Plaque rund um die Brackets, der in weiterer Folge Bakterien beheimatet. Dadurch können irreversible Zahnschäden und Entzündungen entstehen. Allerdings können die Patienten der Belagbildung entgegenwirken, indem sie nach jeder Nahrungsaufnahme ihre Zähne gründlich reinigen. Experten empfehlen eine elektrische Zahnbürste in Kombination mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta. Weiters können Interdentalzahnbürsten bei der Reinigung der Zahnräume unter den Bögen behilflich sein. Für eine optimale Hygiene der Zahnzwischenräume sollte auch Zahnseide täglich zum Einsatz kommen. Bei Bedarf kann der Mundraum auch mit einer verdünnten Wasserstoffperoxid-Lösung gespült werden. Diese wirkt antibakteriell und entzündungshemmend.
 
Bei losen Zahnregulierungen stellt sich die Reinigung einfacher dar. Die Spange selbst ist nach jedem Herausnehmen und vor jedem Wiedereinsetzen mit mildem Spülmittel oder Zahnpasta zu reinigen. Beginnt die Zahnkorrektur unangenehm zu riechen, weist dies auf bakterielles Wachstum hin und die Patienten sollten auf eine gründlichere Reinigung achten. Zusätzlich ist das Einlegen der Spangen in Reinigungstabletten zu empfehlen. Je nach verwendetem Material sollte dies einmal wöchentlich bis täglich erfolgen. Da die Mundhygiene bei herausnehmbaren Zahnkorrekturen nicht beeinträchtigt ist, benötigen die Patienten keine speziellen Hilfsmittel. Dennoch sollten sie ihre Zähne nach jeder Mahlzeit gründlich mit einer elektrischen Zahnbürste säubern.

Zahnspange - Was muss ich mit einer Zahnspange sonst noch beachten?

Was muss ich mit einer Zahnspange sonst noch beachten?

Da eine feste Zahnspange eine Art Implantat ist, gibt es zusätzlich zur Reinigung noch weitere Punkte zu beachten.
 
Bei einer Magnetresonanztomografie ist beispielsweise kein Metall im oder am Körper des Patienten erlaubt, da – wie der Name bereits verrät – magnetische Kräfte während der Untersuchung auftreten. Heutzutage ist in der Regel das Metall einer Zahnspange jedoch antimagnetisch und stellt dadurch keine Gefahr dar. Im klinischen Alltag greifen Kieferorthopäden dennoch häufiger zu einer Computertomografie bei Vorhandensein eines Metallimplantats zurück.
 
Da die Behandlung mit einer festen Zahnspange häufig im Teenager-Alter beginnt, befürchten viele Patienten Schwierigkeiten bei ihren ersten intimen Erfahrungen wie Zungenküsse oder Oralsex. Hierbei empfiehlt sich eine offene Kommunikation mit dem jeweiligen Partner, was ist ihm unangenehm und was nicht. In vielen Fällen stellt die Zahnspange kein Hindernis oder Problem dar, dies ist aber abhängig von der jeweiligen Zahnspangenart und der Sensibilität des Partners.

Wie viel kostet eine Zahnspange?

Zahnspange - Kosten

Zahnspangen sind kein billiges Unterfangen. Je nach Art kann eine Zahnkorrektur bis zu 15.000 Euro ausmachen. Am günstigsten sind lose Zahnspangen, die bis zu 2.000 Euro kosten können. Unsichtbare Aligner sind allerdings schon etwas teurer. Je nach angewendeter Methode und Anzahl der benötigten Schienen betragen die Kosten bis zu 7.000 Euro. Am kostspieligsten sind feste Zahnspangen, wobei die Lingualtechnik noch teurer als die außen befestigte Spange ist. Da all diese Behandlungskosten stark von der Korrekturart, der Behandlungsdauer und der behandelnden Praxis abhängen, empfehlen wir, bei einem Erstgespräch den genauen Preis im individuellen Fall zu erfragen.

Wann wird die Zahnspange von der Krankenkasse bezahlt?

In Österreich gibt es die Möglichkeit, eine Zahnspange vollkommen gratis zu erhalten. Dazu müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt sein. Die Krankenkasse übernimmt ausschließlich medizinisch notwendige Zahnkorrekturen, weshalb ein gewisser Schweregrad der Fehlstellung vorhanden sein muss. Diesen ermittelt der Zahnarzt mithilfe eines Index (IOTN), den er durch Abstandsmessungen der Zähne und weiteren Untersuchungen errechnet. Bei einem IOTN von vier oder fünf ist eine starke medizinische Indikation für eine Behandlung gegeben. Weiters muss der Patient unter 18 Jahre alt und bei einem vertraglich geregelten Partner der Kassen in Behandlung sein. Zuletzt sei noch erwähnt, dass die Versicherung jegliche kosmetische Spangenmodifikationen nicht bezahlt.

 

Herausnehmbare Zahnspangen unterstützt die Krankenkasse im Normalfall mit einer Förderung von 70 Prozent des Preises. Dies gilt aber auch nur bei medizinisch notwendigen Spangen. In jedem Falle sollten sich Patienten über die genauen Kostenübernahmen und die jeweiligen Umstände bei ihrer Versicherung informieren.

 

Eine besondere Stellung nehmen die Zahnzusatzversicherungen ein. Deren Prämien sind – ähnlich wie bei anderen Zusatzversicherungen – privat zu bezahlen, allerdings übernehmen sie beim Wunsch auf eine Zahnregulierung auch nach dem 18. Lebensjahr einen Teil der Kosten. Da sich die jeweiligen Umstände und übernommenen Anteile stark zwischen den Zusatzversicherungen unterscheiden, lohnt sich eine vorangehende ausgiebige Recherche der Angebote.

 


Wer trägt die Kosten bei Verlust einer Zahnspange?

Die Kosten bei Verlust der Zahnspange sind sehr unterschiedlich geregelt. Übernimmt die Krankenkasse einen Teil der Kosten der Zahnregulierung, ist es auch möglich, dass sie den Ersatz unterstützt. Manche Anbieter ersetzen verlorene Schienen oder Spangen komplett. In vielen Fällen müssen allerdings die Patienten für die Ersatzkosten aufkommen. Auch hier empfehlen wir, Informationen für den individuellen Fall einzuholen.

 


Über den Autor: Dr. Florian Lanza

Assistenzarzt auf der Universitätszahnklink in Wien


Dr. Florian Lanza ist als Assistenzarzt auf der Universitätszahnklink in Wien tätig und unterstützt MOOCI seit August 2019 als medizinischer Experte für den Bereich der Zahnmedizin.

Neben der konservierenden und ästhetischen Zahnheilkunde bildet er mit Begeisterung die nächste Generation an Zahnärzten aus.

Sein Anliegen ist es, dass mit der Aufklärungs- und Informationsarbeit bei MOOCI dazu beigetragen wird den Patienten absolute Transparenz zu bieten.

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Dauer Dauer

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Feldkirchner Straße 136 , Klagenfurt am Wörthersee

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Dr. med. Barbara Todoroff

Dr. med. Barbara Todoroff

Fachärztin für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde

Feldkirchner Straße 136 , Klagenfurt am Wörthersee

Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Zahnspangen sind erprobte Möglichkeiten, um Zahn- und Kieferfehlstellungen zu korrigieren. Dadurch sind mögliche Folgen wie Kau-, Schluck- oder Sprechstörungen abwendbar und die kosmetisch guten Ergebnisse geben den Patienten neues Selbstbewusstsein.


Der Mediziner unterscheidet grob zwischen festen und herausnehmbaren Zahnspangen. In jüngster Zeit sind besonders die unsichtbaren Zahnschienen beliebt.


Je nach angewendeter Zahnregulierung dauert die Behandlung zwischen wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren. Im Anschluss folgt eine Retentionsphase, in der die Zähne mit Nachtschienen oder Drähten in der neuen Position fixiert werden.


Zahnspangen sind eine kostspielige Intervention, sie können bis zu 15.000 Euro ausmachen. In gewissen Fällen übernimmt jedoch die Krankenkasse die Behandlungskosten.

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