Ein zu schmaler Oberkiefer kann unterschiedliche Folgen haben. Häufig entsteht ein seitlicher Kreuzbiss, bei dem die oberen Seitenzähne im Verhältnis zu den unteren Zähnen zu weit innen stehen. Auch Engstände und andere Formen eines Fehlbisses können damit zusammenhängen. Mit einer Gaumennahterweiterung lässt sich der Oberkiefer in Querrichtung verbreitern. Dafür wird eine spezielle kieferorthopädische Apparatur eingesetzt, die schrittweise Kräfte auf den Oberkiefer überträgt. Je nach Alter, Wachstum und individuellem Befund kommen unterschiedliche Techniken infrage. Eine Erweiterung des Oberkiefers kann außerdem die Dimensionen der Nasenhöhle verändern. Ob und wie stark sich dadurch die Nasenatmung verbessert, ist jedoch individuell unterschiedlich. Eine eingeschränkte Nasenatmung allein ist deshalb keine automatische Indikation für eine GNE.
Das Wichtigste in Kürze
Die Gaumennahterweiterung, kurz GNE, verbreitert einen zu schmalen Oberkiefer. Dabei wird die knöcherne Basis des Oberkiefers quer zur Zahnreihe erweitert. Ein häufiger Behandlungsgrund ist ein seitlicher Kreuzbiss. Auch ausgeprägter Platzmangel und andere Kieferfehlstellungen können eine Erweiterung notwendig machen.
Welche Methode geeignet ist, hängt nicht allein vom Alter ab. Bei älteren Jugendlichen und Erwachsenen können skelettal verankerte oder chirurgisch unterstützte Verfahren notwendig sein. Die aktive Dehnung dauert meist einige Wochen. Danach folgt eine mehrmonatige Stabilisierungsphase, bevor gegebenenfalls die weitere kieferorthopädische Behandlung beginnt.
Auf einen Blick
- Verfahren: zahngetragene Dehnapparatur, skelettal verankerte Erweiterung mit Miniimplantaten oder chirurgisch unterstützte Erweiterung
- Aktive Dehnung: meist über mehrere Wochen, abhängig von Apparatur und Behandlungsziel
- Stabilisierung: anschließend über mehrere Monate, damit sich die erreichte Breite festigen kann
- Alter: bei Kindern ist eine konventionelle Erweiterung meist leichter möglich, bei Jugendlichen und Erwachsenen muss individuell entschieden werden
- Betäubung: bei einer rein kieferorthopädischen GNE nicht erforderlich, bei chirurgisch unterstützten Verfahren abhängig vom Eingriff
- Kosten: abhängig von Methode, Alter und Behandlungsumfang, eine Kostenübernahme durch die Versicherung ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich
Was ist eine Gaumennahterweiterung?
Die Gaumennahterweiterung ist eine kieferorthopädische Methode zur Verbreiterung eines zu schmalen Oberkiefers. Im Bereich des harten Gaumens verläuft mittig die sogenannte Gaumennaht, medizinisch Sutura palatina mediana. Sie verbindet die knöchernen Strukturen der rechten und linken Gaumenseite miteinander.
Während des Wachstums ist diese Naht noch weniger stark verzahnt und verknöchert. Dadurch lässt sich der Oberkiefer bei Kindern häufig mit einer festsitzenden Dehnapparatur verbreitern. Mit zunehmender Reifung nimmt der Widerstand der knöchernen Strukturen zu. Wie weit dieser Prozess fortgeschritten ist, unterscheidet sich jedoch von Mensch zu Mensch.
Bei der klassischen Gaumennahterweiterung wird eine Apparatur mit einer Dehnschraube im Oberkiefer befestigt. Durch regelmäßiges Aktivieren der Schraube wird der Oberkiefer schrittweise verbreitert. Dabei entsteht ein Raum zwischen den knöchernen Strukturen, in dem während der anschließenden Stabilisierungsphase neuer Knochen gebildet wird.
Fachleute sprechen von einer transversalen Erweiterung, also einer Verbreiterung des Oberkiefers quer zur Zahnreihe. Im Unterschied zu einer normalen Zahnbewegung soll dabei nicht nur die Stellung einzelner Zähne verändert, sondern auch die knöcherne Basis verbreitert werden.
Je nach Verfahren kann sich die Apparatur an den Zähnen abstützen oder zusätzlich beziehungsweise überwiegend über kleine kieferorthopädische Schrauben im Gaumenknochen verankert werden.
Wann ist eine Gaumennahterweiterung notwendig?
Eine Gaumennahterweiterung kommt vor allem dann infrage, wenn der Oberkiefer im Verhältnis zum Unterkiefer zu schmal ist. Ob eine Behandlung notwendig ist, hängt jedoch immer vom individuellen Befund ab.
Kreuzbiss
Ein typischer Behandlungsgrund ist ein seitlicher Kreuzbiss. Dabei stehen die oberen Seitenzähne beim Zusammenbeißen teilweise innerhalb der unteren Zahnreihe. Besonders bei Kindern kann ein ausgeprägter Kreuzbiss das weitere Wachstum der Kiefer beeinflussen. Deshalb wird eine solche Fehlstellung häufig bereits während des Wachstums kieferorthopädisch behandelt.
Platzmangel und Engstände
Auch bei einem schmalen Oberkiefer mit ausgeprägtem Platzmangel kann eine Erweiterung sinnvoll sein. Durch die Verbreiterung des Zahnbogens kann zusätzlicher Platz für die bleibenden Zähne entstehen. Ob sich dadurch das Ziehen bleibender Zähne vermeiden lässt, kann allerdings nicht allgemein vorhergesagt werden. Das hängt unter anderem vom Ausmaß des Engstands, der Zahnstellung und dem vorhandenen Wachstum ab. Eine GNE kann außerdem Teil einer umfassenderen kieferorthopädischen Behandlung sein. Nach der Erweiterung können beispielsweise eine feste Zahnspange oder Aligner eingesetzt werden, um die Zahnstellung weiter zu korrigieren.
Kieferfehlstellungen
Eine zu geringe Breite des Oberkiefers kann auch zusammen mit anderen Kieferfehlstellungen auftreten. Deshalb beurteilt der Kieferorthopäde nicht nur einzelne Zähne, sondern das Verhältnis von Oberkiefer und Unterkiefer sowie die gesamte Bisssituation. Zur Diagnostik gehören die Untersuchung des Gebisses sowie je nach Fragestellung Fotos, ein Abdruck oder digitaler Scan und geeignete Röntgenaufnahmen.
Nasenatmung
Ein schmaler Oberkiefer kann mit einer schmaleren Nasenhöhle und eingeschränkter Nasenatmung einhergehen. Durch eine Erweiterung des Oberkiefers können sich auch die Dimensionen der Nasenhöhle verändern. Das bedeutet jedoch nicht, dass eine GNE grundsätzlich eine behinderte Nasenatmung behebt. Bestehen Probleme beim Atmen durch die Nase, sollten auch andere mögliche Ursachen untersucht werden, beispielsweise vergrößerte Rachenmandeln, Veränderungen der Nasenscheidewand oder Allergien.
Wie relevant ist das Alter bei einer Gaumennahterweiterung?
Das Alter spielt bei der Wahl des Verfahrens eine wichtige Rolle, ist aber nicht der einzige entscheidende Faktor. Die Gaumennaht und die angrenzenden knöchernen Strukturen reifen individuell unterschiedlich. Zwei gleich alte Patienten können deshalb unterschiedliche Voraussetzungen für eine Erweiterung haben.
Gaumennahterweiterung bei Kindern
Während des Wachstums lässt sich der Oberkiefer meist leichter orthopädisch erweitern. Deshalb werden ausgeprägte transversale Fehlstellungen wie ein Kreuzbiss häufig bereits im Kindes- oder Jugendalter behandelt. Ein allgemeingültiges ideales Alter gibt es jedoch nicht. Der richtige Zeitpunkt hängt von der Art der Fehlstellung, dem Entwicklungsstand der Zähne und dem individuellen Wachstum ab. Eine frühzeitige kieferorthopädische Untersuchung kann helfen, behandlungsbedürftige Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen.
Gaumennahterweiterung bei Jugendlichen und Erwachsenen
Mit zunehmender Reifung steigt der knöcherne Widerstand gegen eine konventionelle Erweiterung. Eine rein zahngetragene Apparatur kann dann stärker zu Zahnbewegungen und Zahnkippungen führen, anstatt den Oberkiefer ausreichend skelettal zu verbreitern. Das bedeutet jedoch nicht, dass ab einem bestimmten Alter grundsätzlich operiert werden muss. Welche Methode sinnvoll ist, muss individuell entschieden werden.
Eine Möglichkeit ist die MARPE, die miniscrew assisted rapid palatal expansion. Dabei wird die Dehnapparatur über kleine Miniimplantate im Gaumen zusätzlich am Knochen verankert. Dadurch wird ein größerer Teil der Kraft direkt auf den Oberkiefer übertragen. Dieses Verfahren wird auch bei ausgewählten erwachsenen Patienten eingesetzt.
Ist eine ausreichende Erweiterung ohne chirurgische Unterstützung nicht zu erwarten, kann eine chirurgisch unterstützte Gaumennahterweiterung, häufig SARPE genannt, infrage kommen. Dabei werden knöcherne Widerstände operativ gelöst oder geschwächt, bevor der Oberkiefer schrittweise erweitert wird.
Welches Verfahren geeignet ist, hängt unter anderem vom Ausmaß der Fehlstellung, der knöchernen Anatomie, dem Wachstumsstatus und der gewünschten Erweiterung ab. In ausgewählten Fällen kann eine dreidimensionale Bildgebung zusätzliche Informationen liefern. Eine CBCT Aufnahme sollte jedoch nicht allein aufgrund des Alters routinemäßig durchgeführt werden.
Wie läuft eine Gaumennahterweiterung ab?
Am Anfang steht eine kieferorthopädische Untersuchung. Dein Kieferorthopäde beurteilt die Zahnstellung, die Breite des Oberkiefers und das Verhältnis von Oberkiefer und Unterkiefer. Je nach Befund werden zusätzlich Fotos, ein Abdruck oder digitaler Scan sowie notwendige Röntgenaufnahmen angefertigt. Anschließend wird die passende Apparatur geplant. Bei einer klassischen Gaumennahterweiterung wird sie meist an den hinteren Backenzähnen befestigt. Skelettal verankerte Varianten stützen sich zusätzlich oder überwiegend über kleine Miniimplantate am Gaumenknochen ab.
Aktive Dehnung
Nach dem Einsetzen beginnt die aktive Dehnphase. Die zentrale Schraube wird nach einem genau festgelegten Schema mit einem kleinen Schlüssel aktiviert. Bei Kindern übernehmen das häufig die Eltern zu Hause. Bei jeder Aktivierung wird die Apparatur um einen Bruchteil eines Millimeters erweitert. Wie oft die Schraube gedreht wird und wie lange die aktive Phase dauert, hängt von der Apparatur, dem Alter und der gewünschten Erweiterung ab. Häufig erfolgt die Dehnung über einige Wochen. Während dieser Zeit kontrolliert der Kieferorthopäde regelmäßig, ob sich Oberkiefer und Zähne wie geplant verändern.
Stabilisierung nach der Dehnung
Ist die gewünschte Breite erreicht, wird die Schraube nicht weiter aktiviert. Die Apparatur bleibt anschließend für mehrere Monate im Mund und stabilisiert den Oberkiefer, während sich die knöchernen Strukturen an die neue Situation anpassen.
Die genaue Dauer der sogenannten Retentionsphase ist nicht für jeden Patienten gleich. Häufig bleibt die Apparatur etwa drei bis sechs Monate eingesetzt, je nach Verfahren kann auch eine längere Stabilisierung notwendig sein.
Danach folgt bei vielen Patienten eine weitere kieferorthopädische Behandlung, beispielsweise mit einer festen Zahnspange oder Alignern, um die Zahnstellung an die veränderte Kieferbreite anzupassen.
Sprechen und Essen können sich in den ersten Tagen ungewohnt anfühlen. Meist gewöhnt sich die Zunge jedoch relativ schnell an die Apparatur.
Welche Beschwerden und Nebenwirkungen können auftreten?
Eine Gaumennahterweiterung ist ein etabliertes kieferorthopädisches Verfahren, kann aber Beschwerden und Nebenwirkungen verursachen. Besonders zu Beginn und nach dem Aktivieren der Schraube kann ein Druck oder Spannungsgefühl im Oberkiefer entstehen. Manche Patienten empfinden auch vorübergehend Schmerzen.
Typische Begleiterscheinungen sind außerdem:
- Druckstellen oder Reizungen der Mundschleimhaut
- vorübergehende Veränderungen beim Sprechen und Essen
- erschwerte Mundhygiene rund um die Apparatur
- Zahnbewegungen oder Zahnkippungen
- vorübergehende Empfindlichkeit der belasteten Zähne
Bei zahngetragenen Apparaturen wirken die Kräfte nicht ausschließlich auf den Knochen, sondern auch auf die Zähne und den Zahnhalteapparat. Deshalb sind regelmäßige Kontrollen wichtig.
Lücke zwischen den Schneidezähnen
Während einer erfolgreichen skelettalen Erweiterung kann sich zwischen den oberen mittleren Schneidezähnen eine sichtbare Lücke bilden. Sie entsteht, weil sich die beiden Seiten des Oberkiefers voneinander entfernen. Diese Lücke ist während der Behandlung nicht ungewöhnlich. Sie kann sich anschließend teilweise wieder von selbst verkleinern. Die endgültige Zahnstellung wird bei Bedarf im weiteren Verlauf kieferorthopädisch korrigiert.
Eine fehlende Zahnlücke bedeutet allerdings nicht automatisch, dass die Behandlung nicht funktioniert hat. Entscheidend ist die kieferorthopädische Kontrolle des gesamten Behandlungsergebnisses.
Zusätzliche Risiken bei einer Operation
Bei einer chirurgisch unterstützten Gaumennahterweiterung kommen die allgemeinen Risiken eines kieferchirurgischen Eingriffs hinzu. Möglich sind beispielsweise Schwellungen, Blutergüsse, Blutungen, Infektionen oder vorübergehende Gefühlsstörungen.
Welche Risiken im individuellen Fall bestehen, bespricht der behandelnde Chirurg vor dem Eingriff mit Dir.
Wie wirkt sich eine Gaumennahterweiterung auf die Atmung aus?
Der harte Gaumen bildet gleichzeitig den Boden der Nasenhöhle. Wird der Oberkiefer verbreitert, können deshalb auch die Abmessungen der Nasenhöhle zunehmen.
Studien zeigen, dass eine Gaumennahterweiterung bei Kindern und Jugendlichen mit einem schmalen Oberkiefer das Volumen der Nasenhöhle vergrößern kann. Teilweise lässt sich anschließend auch ein geringerer Nasenwiderstand messen. Wie stark sich die Nasenatmung tatsächlich verbessert, unterscheidet sich jedoch deutlich von Patient zu Patient.
Eine Gaumennahterweiterung sollte deshalb nicht allein mit dem Ziel durchgeführt werden, die Nasenatmung zu verbessern. Besteht eine dauerhaft eingeschränkte Nasenatmung, sollten mögliche Ursachen zusätzlich ärztlich abgeklärt werden.
Ein schmaler Oberkiefer, ein hoher Gaumen und Mundatmung treten häufig gemeinsam auf. Die Zusammenhänge sind jedoch komplex. Es lässt sich nicht pauschal sagen, dass Mundatmung einen schmalen Oberkiefer verursacht oder eine GNE die Mundatmung automatisch beseitigt.
Bei Kindern mit schlafbezogenen Atemstörungen wird die Gaumennahterweiterung ebenfalls untersucht. Einige Studien berichten Verbesserungen bestimmter Atem und Schlafparameter. Die Behandlung ersetzt jedoch keine HNO ärztliche oder schlafmedizinische Diagnostik und ist keine allgemeine Therapie gegen Schlafapnoe.
Was kostet eine Gaumennahterweiterung?
Die Kosten hängen stark vom verwendeten Verfahren und vom gesamten kieferorthopädischen Behandlungsumfang ab. Eine einfache zahngetragene Apparatur ist in der Regel günstiger als eine skelettal verankerte oder chirurgisch unterstützte Erweiterung.
Die folgenden Preise sind Orientierungswerte für Selbstzahler:
Die tatsächlichen Kosten können deutlich abweichen. Entscheidend sind unter anderem die Art der Apparatur, diagnostische Leistungen, Kontrolltermine, eine mögliche Operation und die weitere kieferorthopädische Behandlung.
Übernehmen die Krankenkassen die Kosten?
Deutschland
Bei gesetzlich versicherten Kindern und Jugendlichen kann eine kieferorthopädische Behandlung übernommen werden, wenn eine behandlungsbedürftige Fehlstellung der kieferorthopädischen Indikationsgruppen KIG 3 bis 5 vorliegt. Ob eine Gaumennahterweiterung Bestandteil dieser Kassenbehandlung ist, hängt vom individuellen Behandlungsplan ab.
Während der Behandlung wird in der Regel zunächst ein gesetzlicher Eigenanteil erhoben, der nach planmäßigem Abschluss der Kassenbehandlung erstattet werden kann.
Bei Erwachsenen übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung eine kieferorthopädische Behandlung grundsätzlich nicht. Eine Ausnahme besteht bei bestimmten schweren Kieferanomalien, wenn eine kombinierte kieferorthopädische und kieferchirurgische Behandlung notwendig ist.
Österreich
Für Kinder und Jugendliche kann die sogenannte Gratiszahnspange infrage kommen, wenn bei Behandlungsbeginn das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet ist und eine erhebliche Zahn oder Kieferfehlstellung der IOTN Stufe 4 oder 5 vorliegt.
Auch eine frühe kieferorthopädische Behandlung kann bei bestimmten Fehlstellungen als Kassenleistung möglich sein. Ob eine Gaumennahterweiterung übernommen wird, hängt deshalb von Befund, Alter, Behandlungskonzept und zuständigem Krankenversicherungsträger ab.
Auch außerhalb der Gratiszahnspange können je nach Versicherung und Behandlung Zuschüsse oder Kostenbeteiligungen möglich sein. Eine pauschale Aussage, dass Erwachsene sämtliche Kosten immer selbst tragen müssen, wäre daher zu weitgehend.
Schweiz
In der Schweiz gehören gewöhnliche kieferorthopädische Behandlungen grundsätzlich nicht zu den Pflichtleistungen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung. Das gilt auch für gewöhnliche Zahnspangen bei Kindern.
Eine Kostenübernahme kommt nur bei bestimmten gesetzlich definierten Erkrankungen oder besonderen medizinischen Voraussetzungen infrage. Häufig werden kieferorthopädische Leistungen deshalb privat oder über eine entsprechende Zusatzversicherung finanziert.
Vor Beginn der Behandlung solltest Du Dir in jedem Land einen detaillierten Kostenplan erstellen lassen und die mögliche Erstattung direkt mit Deiner Krankenversicherung klären.
Quellen
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Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV): Ablauf der kieferorthopädischen Behandlung und Kieferorthopädische Indikationsgruppen – https://www.kzbv.de/patienten/medizinische-infos/zahnfehlstellungen/ablauf-der-kieferorthopaedischen-behandlung/
Österreichisches Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz: Gratis-Zahnspange – https://www.oesterreich.gv.at/de/themen/gesundheit/gratis_zahnspange
Bundesamt für Gesundheit (BAG), Schweiz: Zahnärztliche Behandlung in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung – https://www.bag.admin.ch/de/zahnaerztliche-behandlung
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