Karies

Ein schönes und gesundes Lächeln wünscht sich wohl so ziemlich jeder. Umso bedrückender ist es, wenn Verfärbungen oder Schmerzen an den Zähnen auftreten. Diese Symptome sind häufig auf Karies zurückzuführen. Was genau hinter dieser Zahnerkrankung steckt, wie sie sich äußert und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, erfährst Du hier.


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Zuletzt aktualisiert: 21. Juni, 2021

INHALTSVERZEICHNISInhaltsverzeichnis

Karies ist eine Erkrankung der Zähne, die prinzipiell an jeder Stelle des Gebisses auftreten kann. Die Hauptursache sind bestimmte Bakterien im Zahnbelag, welche winzige Essensreste zersetzen und dabei Säure ausstoßen. Durch diesen Vorgang kommt es zunächst zu einer Demineralisierung des Zahnschmelzes. Bleibt die Karies unbehandelt, zerstören die Bakterien den Zahn immer weiter und dringen irgendwann bis zum Nerv vor.

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Die Symptome von Karies sind abhängig von dem Stadium, in dem sich die Erkrankung befindet. Die ersten sichtbaren Anzeichen sind weiße oder bräunliche Flecken auf den Zähnen. Eventuell spürst Du auch raue Stellen auf der Zahnoberfläche. Im Laufe der Zeit entsteht schließlich ein Loch im Zahn. In dieser Spätphase kommt es zu einer Empfindlichkeit gegenüber Kälte, Wärme und Süße sowie zu starken Schmerzen.

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Die Hauptursache von Karies sind Bakterien, die Essensreste verwerten und dabei eine entkalkende Säure erzeugen. Zu den wichtigsten Risikofaktoren der Erkrankung zählen ein übermäßiger Zuckerkonsum, eine mangelhafte Mundhygiene und eine geringe Speichelproduktion. Karies ist zwar nicht vererbbar, gilt aber als Infektionskrankheit. Das bedeutet, dass ein Mensch einen anderen mit den Bakterien anstecken kann. Eltern übertragen die Erreger häufig auf ihre Kinder.

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Karies im Frühstadium kannst Du selbst normalerweise nicht feststellen, weswegen Du alle sechs Monate zu einer Routinekontrolle beim Zahnarzt gehen solltest. Dieser untersucht Dein Gebiss mit einem kleinen Spiegel unter hellem Licht. Mithilfe einer speziellen Sonde kann er erkennen, wie tief die Zerstörung reicht. Zusätzlich fertigt der Mediziner in der Regel Röntgenaufnahmen Deiner Zähne an.

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Je nachdem, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist, kommen verschiedene Behandlungsmethoden infrage. Im Frühstadium kannst Du der Karies noch selbst mit fluoridhaltigen Mitteln, einer guten Zahnhygiene und einer gesunden Ernährung entgegenwirken. Ist bereits ein Loch entstanden, entfernt der Zahnarzt die beschädigte Zahnsubstanz unter örtlicher Betäubung mithilfe eines Bohrers und verschließt die Öffnung mit einer Füllung. Alternativ kann auch eine Wurzelkanalbehandlung, eine Infiltration mit Kunststoff oder eine Lasertherapie Anwendung finden.

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Zum Behandlungstermin solltest Du mit frisch geputzten Zähnen erscheinen. Die Betäubung wirkt einige Stunden, weswegen Du nach dem Eingriff nicht direkt wieder essen und trinken darfst. Schwellungen und Schmerzen kannst Du mithilfe von Coolpacks lindern. In den ersten Tagen nach der Behandlung solltest Du keine sehr heißen, kalten, süßen, sauren oder harten Lebensmittel zu Dir nehmen.

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Komplett eigenhändig kannst Du Karies nur im Anfangsstadium behandeln. Putz Deine Zähne nach jeder Mahlzeit gründlich und verwende Zahnseide, um auch die Zwischenräume sauber zu kriegen. Welche Zahnbürste Du verwendest, ist nicht so wichtig – Du solltest sie aber unbedingt alle zwei Monate austauschen. Eine gesunde Ernährung sowie das Kauen von zuckerfreien Xylit-Kaugummis trägt ebenso dazu bei, dass sich die Karies nicht weiter ausbreitet.

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Bleibt Karies unbehandelt, dringen die Bakterien immer weiter in die Zahnsubstanz ein, bis sie schließlich den Nerv erreichen. Das kann dazu führen, dass der Zahn ausfällt beziehungsweise selbst vom Zahnarzt nicht mehr zu retten ist. Die Entzündung kann sich vom Zahnnerv auf den Kieferknochen ausweiten. Gelangen die Erreger in die Blutbahn, breitet sich die Infektion auf den gesamten Körper aus.

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Um Karies vorzubeugen, ist eine Kombination aus mehreren Maßnahmen ratsam. Wenn Du sehr wenig Zucker konsumierst, können die Bakterien im Mund auch nicht so viel schädliche Säure produzieren. Durch eine sorgfältige Zahnhygiene und die Verwendung von fluoridhaltigen Mitteln bleibt der Zahnschmelz gesund. Zusätzlich ist es wichtig, dass Du alle sechs Monate für eine Kontrolluntersuchung und eine professionelle Zahnreinigung zum Zahnarzt gehst.

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Die Kosten für die Kariesbehandlung variieren je nach Behandlungsmethode und Füllmaterial. Die gesetzliche Krankenkasse kommt in der Regel für den Einsatz von Komposit an den Frontzähnen und Amalgam an den Backenzähnen auf. Inlays und moderne Verfahren ohne Bohrer bezahlt der Sozialversicherungsträger normalerweise nicht.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Karies ist eine Zahnerkrankung, die durch bestimmte Bakterien im Zahnbelag entsteht. Diese zersetzen winzige Essensreste und erzeugen dabei Säure. So kommt es zunächst zu einer Demineralisierung des Zahnschmelzes – im Laufe der Zeit kann die Schädigung allerdings bis zum Nerv reichen.


Die Symptome von Karies hängen davon ab, in welcher Phase sich die Erkrankung befindet. Zu Beginn ist die Zerstörung kaum sichtbar, es kommt lediglich zu weißen oder bräunlichen Verfärbungen. Im fortgeschrittenen Stadium reagieren die Zähne sehr empfindlich auf Kälte, Wärme und Süße. Spätestens wenn die Bakterien den Nerv erreichen, treten starke Zahnschmerzen auf.


Im Frühstadium kannst Du dem Mineralverlust noch entgegenwirken, indem Du auf eine sorgfältige Mundhygiene, die Nutzung von fluoridhaltigen Mitteln und einen geringen Zuckerkonsum achtest. Greifen die Erreger bereits das Zahnbein an, muss der Zahnarzt das Loch unter örtlicher Betäubung ausbohren und mit einer Füllung verschließen.


Bei der Kariesbehandlung stehen verschiedene Füllmaterialien zur Auswahl. Bei Kunststoff und Amalgam steuert die gesetzliche Krankenkasse etwas bei – alle anderen Therapiemethoden musst Du aber in der Regel selbst bezahlen.

Was ist Karies?

Karies ist eine Erkrankung der Zähne, die durch das Zusammenwirken verschiedener Faktoren entsteht. Die Hauptursache sind bestimmte Bakterien im Zahnbelag, die winzige Essensreste zerstören und dabei Säure erzeugen. Diese löst eine Entkalkung beziehungsweise Demineralisierung des Zahnschmelzes aus. Am Anfang ist dieser Prozess noch umkehrbar – bleibt die Karies allerdings unbehandelt, dringt sie bis ins Zahnbein (Dentin) ein und kann sogar den Nerv beschädigen. Spätestens das ist für die Betroffenen mit starken Zahnschmerzen verbunden.
 
Das lateinische Wort „caries“ bedeutet übersetzt „Morschheit“ oder „Fäulnis“. Aus diesem Grund ist Karies auch unter dem Namen Zahnfäule bekannt. Dieser Begriff ist aus medizinischer Sicht allerdings nicht korrekt, da die Zahnsubstanz nicht verfault, sondern durch die von den Bakterien produzierte Säure zerstört wird.

Karies - Was ist Karies?

Was ist der Unterschied zwischen Karies und Zahnverfärbungen?

Dass Karies und Zahnverfärbungen dasselbe sind, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Die beiden Beschwerden hängen allerdings in vielen Fällen zusammen – die dunklen Flecken auf den Zähnen entstehen nämlich häufig durch Karies. Durch die Entkalkung der Zahnoberfläche kommt es zu winzigen Furchen und Löchern. In diesen lagern sich Farbstoffe ein, beispielsweise von Tabak, Kaffee oder Tee. Durch regelmäßiges Zähneputzen und sonstige Hygienemaßnahmen remineralisiert sich der Zahnschmelz allerdings wieder. Dadurch werden die feinen Pigmente in der Oberfläche eingeschlossen und Verfärbungen bleiben zurück.

Welche Arten von Karies gibt es?

Karies lässt sich nach verschiedenen Kriterien einteilen. Ärzte sehen sich beispielsweise an, wie weit die Zerstörung fortgeschritten ist und unterscheiden dementsprechend folgende Arten von Karies:

  • Caries superficialis: Die Demineralisierung ist noch nicht so weit fortgeschritten. In diesem Stadium ist lediglich die oberflächliche Schicht des Zahnes angegriffen.

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  • Caries media: Die von den Bakterien produzierte Säure dringt bis ins Dentin ein, welches unter dem Zahnschmelz liegt.

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  • Caries profunda: Die Zerstörung betrifft alle Schichten des Zahnes. Sie reicht sogar bis in die Zahnpulpa, in der sich auch der Nerv befindet.

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  • Caries sicca: Die Karies ist ausgetrocknet und zum Stillstand gekommen.

Aber auch die Zahnbereiche, die die Karies betrifft, eignen sich als Unterscheidungskriterium. Nach dieser Klassifizierung ergeben sich folgende drei Formen:

  • Zahnhals- oder Wurzelkaries: Hierbei sind hauptsächlich die Zahnhälse von den Bakterien befallen. Diese Art tritt häufig bei älteren Personen auf, da sich das Zahnfleisch mit zunehmenden Lebensjahren zurückzieht und die Zahnhälse freilegt.

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  • Grübchen- oder Fissurenkaries: Die Entkalkung betrifft insbesondere die Kauflächen der Backenzähne. Der Grund für die Entstehung dieser Form ist oft, dass sich Nahrungsreste in den kleinen Mulden auf der Zahnkrone ablagern, wo sich die Bakterien unbemerkt ans Werk machen.

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  • Oberflächenkaries: In diesem Fall zerstört die Karies die glatten Außenflächen der Zähne. Vor allem an den Schneidezähnen sind die anfänglichen Verfärbungen gut zu erkennen.

Sind Kinder häufiger von Karies betroffen?

Karies kann prinzipiell in jedem Lebensjahr auftreten. Die Häufigkeit variiert allerdings je nach Altersgruppe und steigt mit zunehmenden Lebensjahren.
 
Nur etwa 20 Prozent der zwölfjährigen Kinder leiden unter der Zahnerkrankung. Bei Kleinkindern kommt Karies im Vergleich dazu etwas öfter vor. Erwachsene im Alter von 35 bis 44 Jahren sind viel häufiger von Karies betroffen. Nur etwa drei Prozent dieser Bevölkerungsgruppe weist keine Demineralisierung auf. Beinahe alle über 65-Jährige sind an Karies erkrankt.
 
Karies gilt zwar als die häufigste Zahnerkrankung überhaupt, allerdings sind die Fallzahlen in allen Altersgruppen in den letzten Jahren gesunken. Das ist laut Ärzten darauf zurückzuführen, dass die Menschen stärker auf ihre Mundhygiene achten, bessere Produkte verwenden und vermehrt vorbeugende Maßnahmen ergreifen.

Welche Zahnbereiche sind von Karies betroffen?

Karies - Welche Zahnbereiche sind von Karies betroffen?

Die Bereiche, an denen sich Karies bemerkbar macht, hängen häufig mit dem Alter der Patienten zusammen. Bei Babys und Kleinkindern beginnt die Demineralisierung meist an den Schneidezähnen und dem angrenzenden Zahnfleisch. Diese Form der Erkrankung ist auch unter der Bezeichnung Nuckelflaschenkaries bekannt und ist häufig durch zuckerhaltige Ernährung bedingt. Etwas ältere Kinder leiden hingegen oft unter einer Gruben- beziehungsweise Fissurenkaries, welche die Kauflächen der Backenzähne betrifft.

Bei Erwachsenen zeigt sich die Entkalkung in vielen Fällen in den Zahnzwischenräumen. Das liegt in der Regel an einer mangelhaften Zahnpflege und dem Verzicht auf Zahnseide. Übermäßiger Konsum von stark gesüßten Getränken kann diese Art von Karies begünstigen. Über 60-Jährige haben darüber hinaus oft mit Zahnhalskaries zu kämpfen. Da sich das Zahnfleisch mit zunehmenden Lebensjahren zurückbildet, liegen die Zahnhälse bei vielen älteren Menschen frei und die Bakterien richten an diesen Stellen Schaden an. Unter Umständen kann sich die Karies außerdem unter Kronen oder Füllungen verstecken und den Zahn von innen heraus zerstören.

Was sind die Symptome bei Karies?

Karies - Was sind die Symptome bei Karies?

Karies ist eine fortschreitende Zahnerkrankung. Das bedeutet, dass die Beschwerden im Laufe der Zeit schlimmer werden, wenn Du nichts dagegen unternimmst. Welche Symptome genau auftreten, hängt davon ab, in welchem Stadium sich die Karies befindet. Wie viele Zähne betroffen sind, kann ebenso von Patient zu Patient variieren. Manchmal tritt die Zerstörung nur bei einem Zahn auf und in anderen Fällen gleich bei mehreren.

Karies - Wie äußert sich Karies im Anfangsstadium?

Wie äußert sich Karies im Anfangsstadium?

Befindet sich die Erkrankung noch im Anfangsstadium, sprechen Ärzte von Initialkaries. Diese ist in der Regel kaum sichtbar und spürbar. Durch die beginnende Demineralisierung bilden sich langsam weiße oder bräunliche Flecken auf den Zähnen. Der Zahnschmelz ist schon ein wenig porös – wenn Du mit der Zunge oder dem Finger über die Oberfläche fährst, fühlt sich diese eventuell etwas rau an. Manche Patienten spüren die Entkalkung in dieser Phase außerdem daran, dass die Zähne empfindlicher gegenüber Wärme, Kälte und Süße sind.
 
Im Frühstadium kannst Du dem Mineralverlust noch entgegenwirken, indem Du eine sorgfältige Mundhygiene einhältst. Zahnpasta, die Fluorid enthält, eignet sich in dieser Situation besonders gut. Putzt Du Deine Zähne allerdings weiterhin nicht gut, schreitet die Karies fort.

Welche Symptome weist Karies im Spätstadium auf?

Etwa zwei bis drei Jahre nach Beginn der Erkrankung treten schließlich die Symptome des Spätstadiums auf. Durch die zunehmende Demineralisierung entsteht ein Loch im Zahnschmelz. Ist dieses noch sehr klein, sind unter Umständen noch keine Schmerzen zu spüren. In manchen Fällen kommt es außerdem zu Schwellungen oder Blutungen des Zahnfleischs. Wenn bereits das Zahnbein von der Karies betroffen ist, reagieren die Zähne in der Regel sehr empfindlich auf kalte, warme, süße oder saure Speisen und Getränke. In diesem Stadium kann es auch passieren, dass Teile des Zahnes weich werden oder herausbrechen. Starke und anhaltende Zahnschmerzen treten spätestens dann auf, wenn die Bakterien den Nerv erreichen.

Karies - Welche Symptome weist Karies im Spätstadium auf?

Was ist Sekundärkaries?

Hast Du bereits ein Loch im Zahn, bohrt der Zahnarzt es auf und verschließt es mit einer Zahnfüllung. So kommt es zu einer Besserung der Symptome – allerdings ist nicht garantiert, dass das für immer so bleibt. Mit der Zeit können nämlich winzige Spalten zwischen dem natürlichen Zahn und dem Füllmaterial oder der Krone entstehen. Dringen die Kariesbakterien in diese ein, zerstören sie den Zahn weiterhin und es treten erneut starke Schmerzen auf. In diesem Fall spricht die Medizin von Sekundärkaries.

Wie entsteht Karies?

Karies - Wie entsteht Karies?

Die Ursache einer Karieserkrankung sind bestimmte Bakterien, die in der Mundflora vorkommen. Sie verwerten Kohlenhydrate – vor allem Zucker – aus der Nahrung und erzeugen dabei Säure. Diese löst Minerale aus dem Zahnschmelz und macht ihn porös. Im Laufe der Zeit dringen die Bakterien dann auch in das Innere des Zahnes ein und greifen das Dentin und den Nerv an. Dadurch kommt es zu den typischen Kariessymptomen.

Welche Risikofaktoren begünstigen Karies?

Karies ist eine multifaktorielle Erkrankung – das bedeutet, dass bei der Entstehung in der Regel mehrere Faktoren zusammenspielen. Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören folgende Aspekte:

  • Übermäßiger Zuckerkonsum: Nimmst Du sehr häufig süße Speisen und Getränke zu Dir, wandeln die Kariesbakterien natürlich umso mehr Zucker in Säure um. Besonders gut verwerten können die Mikroorganismen Haushaltzucker (Saccharose), Traubenzucker (Glukose) und Fruchtzucker (Fruktose). Übermäßiger Zuckerkonsum ist häufig auch der Auslöser bei Karies im Kindesalter. Eltern sollten unbedingt darauf achten, dass ihre Sprösslinge nicht zu stark gesüßte Lebensmittel und Getränke einnehmen.

  • Schlechte Zahnhygiene: Auf der Zahnoberfläche bildet sich natürlicherweise eine sogenannte Plaque – das ist ein Belag aus Bakterien und ein paar anderen Bestandteilen des Speichels. Mithilfe der Zahnbürste und -pasta kannst Du diese Schicht abtragen und so Deine Beißerchen von den Karieserregern befreien. Mangelhafte Zahnhygiene führt allerdings dazu, dass der Biofilm immer dicker wird und dass sich die Bakterien vermehren. Somit hat die ausgestoßene Säure genügend Zeit, um Deine Zahnoberflächen anzugreifen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass Du Dir regelmäßig und sorgfältig die Zähne putzt.

  • Geringe Speichelproduktion: Die Flüssigkeit im Mund hilft, das aufgenommene Essen zu verflüssigen und abzutransportieren. Im Speichel sind zudem bestimmte Substanzen enthalten, die die Wirkung der Säuren neutralisieren und den Mineralverlust im Zahnschmelz ausgleichen können. Produziert Dein Mund wenig Flüssigkeit, funktionieren diese Vorgänge nicht optimal und die Karies kann sich leichter ans Werk machen.

  • Schwaches Immunsystem: Hast Du sowieso schon ein schlechtes Immunsystem, kann Dein Körper auch nicht so gut gegen Bakterien vorgehen. Aus diesem Grund leiden Personen mit chronischen Erkrankungen wie HIV oder Diabetes häufig unter Karies. Sind die Abwehrkräfte durch die Einnahme bestimmter Medikamente geschwächt, kann es ebenso leichter zu Zahnerkrankungen kommen.

  • Vorangegangene Karieserkrankung: Musste der Arzt eine vorangegangene Karieserkrankung mithilfe einer Füllung ausgleichen, kann es zu der Entstehung von Sekundärkaries kommen.

  • Tragen einer Zahnspange: Das Tragen von kieferorthopädischen Hilfsmitteln wie einer Zahnspange erschwert die Reinigung der Zähne. So können sich die Bakterien an bestimmten Stellen festsetzen und den Zahnschmelz zerstören.

  • Bestimmte Merkmale der Zähne: Das Risiko für eine Karieserkrankung ist besonders hoch, wenn Deine Zähne sehr eng beieinanderstehen, Du relativ tiefe Grübchen und Fissuren auf der Zahnkrone hast oder Deine Zahnwurzeln freiliegen.

Ist Karies ansteckend?

Karies ist eine Infektionskrankheit und somit ansteckend. Eine Übertragung der Bakterien passiert häufig innerhalb der Familie. Wenn zum Beispiel die Eltern den Schnuller oder den Nuckelflaschenaufsatz ablecken, können sich die Erreger im Mund des Kleinkindes ausbreiten. Die Milchzähne haben noch keinen so starken Zahnschmelz, weswegen die Demineralisierung zu großen Schäden führen kann. Mütter und Väter sollten daher nicht nur bei ihren Kindern, sondern auch bei sich selbst auf eine gute Mundhygiene achten.
Zwischen Erwachsenen ist das Infektionsrisiko geringer. Beim Küssen übertragen die Personen zwar Speichel und somit auch bestimmte Mikroorganismen – da allerdings sowieso jeder Mensch Kariesbakterien in seinem Mund trägt, kann dieser Austausch allein noch keinen Schaden anrichten. Damit es tatsächlich zu einer Entkalkung kommt, müssen in der Regel zusätzliche Risikofaktoren wie eine schlechte Zahnhygiene oder ein hoher Zuckerkonsum vorliegen.

Ist Karies vererbbar?

Dass Karies vererbbar ist, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Es stimmt schon, dass die Zahnerkrankung vermehrt innerhalb der Familie auftritt. Das liegt allerdings nicht an den Genen, sondern an den gleichartigen Ess- und Hygienegewohnheiten sowie an der häufig ähnlichen Beschaffenheit der Zähne.

Karies - Ist Karies vererbbar?

Wie kann man Karies erkennen?

Karies im Frühstadium kannst Du in der Regel nicht selbst erkennen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Du jedes halbe Jahr zu einer zahnärztlichen Routinekontrolle gehst. Wenn Du bereits die ersten Symptome – wie beispielsweise Verfärbungen oder Schmerzen – bemerkst, solltest Du umgehend einen Zahnarzt aufsuchen.

Wie diagnostiziert der Arzt Karies?

Karies - Wie diagnostiziert der Arzt Karies?

Der Zahnarzt befragt Dich zunächst zu Deiner Zahnputzroutine, möglichen Beschwerden und vorangegangenen Zahnerkrankungen. Die Fachsprache bezeichnet diesen Schritt als Anamnese. Um die Diagnose stellen zu können, untersucht er Deine Zähne anschließend genauer. Er betrachtet die Kauflächen mit einem kleinen Spiegel unter hellem Licht. Entdeckt er dabei Veränderungen auf der Zahnoberfläche, prüft er mithilfe einer speziellen Sonde, wie weit die Schädigung fortgeschritten ist. Je nachdem, wie tief das Loch ist, kommen nämlich verschiedene Behandlungsmethoden zum Einsatz.

Zusätzlich fertigt der Zahnmediziner in der Regel Röntgenaufnahmen Deines Gebisses an. Auf diesen Bildern kann er auch Karies im Frühstadium sowie Sekundärkaries leicht erkennen. Abgesehen davon gibt es auch neuere Methoden zur Diagnose der Erkrankung: die elektrische Widerstandsmessung sowie das sogenannte Fluoreszenzverfahren.

Wie lässt sich Karies heilen?

Die Behandlung von Karies hängt davon ab, wie weit die Zahnerkrankung fortgeschritten ist. Im Frühstadium kannst Du mit bestimmten Maßnahmen selbst gegen die Zahnerkrankung vorgehen. Haben die Bakterien allerdings schon ein Loch im Zahn verursacht, ist der Weg zu einem Fachmediziner zwingend erforderlich. Dem Arzt stehen zur Therapie von Karies mehrere Methoden zur Verfügung. Um sich für eine zu entscheiden, stellt er unter anderem folgende Fragen: An welcher Stelle befindet sich der Schaden? Wie weit reicht die Zerstörung in den Zahn hinein? Wie hoch dürfen die Kosten für den Patienten sein?

Wie lautet die Prognose bei Karies?

Ohne einen zahnärztlichen Eingriff lässt sich Karies nur im Initialstadium behandeln. Passiert das nicht, zerstören die Bakterien den Zahn immer weiter. Nach spätestens drei Jahren machen sich schließlich die Symptome des Spätstadiums bemerkbar. Zu diesem Zeitpunkt kann nur noch der Zahnarzt gegen die Erkrankung vorgehen.
 
Ist die Behandlung abgeschlossen, bist Du allerdings nicht für immer sicher vor Karies. Vernachlässigst Du die Mundhygiene weiterhin oder tritt ein sonstiger Risikofaktor auf, kann es erneut zu einer Demineralisierung kommen. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist insbesondere bei den Milchzähnen von Kindern hoch. Aus diesem Grund zieht der Mediziner betroffene Zähne unter Umständen vorsorglich.

Karies - Wie lautet die Prognose bei Karies?

Wie kann man Karies im Frühstadium behandeln?

Bei Karies im Frühstadium musst Du noch nicht unbedingt einen Zahnarzt aufsuchen. Zu diesem Zeitpunkt betrifft die Demineralisierung lediglich die Zahnoberfläche und lässt sich somit noch durch ein paar eigenhändige Maßnahmen ausgleichen.
 
Besonders wichtig ist eine gute Mundhygiene. Putz nach jeder Mahlzeit Deine Zähne und verwende dazu am besten eine Zahnpasta, die Fluorid enthält. Dieser Wirkstoff remineralisiert den Zahnschmelz und macht ihn härter. Ergänzend kannst Du Kaugummis kauen, die keinen Zucker, aber dafür Xylit enthalten. Das regt die Speichelproduktion an und gleicht die von den Bakterien hergestellte Säure aus. Darüber hinaus solltest Du möglichst wenig Zucker zu Dir nehmen – verzichte so gut es geht auf Süßigkeiten, Früchte, Softdrinks und gezuckerten Tee oder Kaffee.
 
Es kann aber bereits bei beginnender Karies sinnvoll sein, einen Zahnarzt aufzusuchen. Dieser entfernt zunächst den gesamten Zahnbelag und trägt anschließend einen Fluoridlack auf die betroffenen Stellen auf. Er kann Dir außerdem antibakterielle Mundspülungen oder Gele verschreiben, die die Krankheitserreger im Mund abtöten.

Welche Therapie kommt bei Karies im fortgeschrittenen Stadium zum Einsatz?

Karies - Welche Therapie kommt bei Karies im fortgeschrittenen Stadium zum Einsatz?

Sind die Bakterien bereits bis zum Dentin oder gar bis zum Nerv vorgedrungen, kannst Du die Mineralisierung nicht mehr selbst ausgleichen. In diesem fortgeschrittenen Stadium musst Du also unbedingt einen Zahnarzt aufsuchen. Ihm stehen verschiedene Methoden zur Behandlung zur Verfügung. Diese dauern in der Regel alle nicht länger als eine Stunde.

In den meisten Fällen entfernt der Mediziner zunächst die zerstörte Zahnsubstanz mithilfe eines Bohrers. Bei tiefen Löchern oder empfindlichen Patienten spritzt er ein betäubendes Mittel in das Gewebe ein. Somit hast Du beim Bohren kaum mit Schmerzen zu rechnen. Ist die Karies abgetragen, säubert der Arzt den Zahn und verschließt die entstandene Ausbuchtung mit einer Füllung. Hierbei können verschiedene Materialien zum Einsatz kommen. Die Ränder isoliert der Dentist schließlich mit einer Versiegelung und schleift die Füllung meist ein bisschen ab. So ist sie für den Patienten nicht störend und die Zahnreihen passen nach wie vor gut ineinander.
 
Falls bereits sehr große Teile des Zahnes zerstört sind, muss der Dentist die Form eventuell von außen wiederherstellen. Dabei verwendet er sogenannte Matrizen als Hilfsmittel – diese Formhilfen aus Metall oder Kunststoff ermöglichen es dem Arzt, den Zahn so natürlich wie möglich zu rekonstruieren. Sind die Bakterien bis zum Zahnnerv vorgedrungen, kommt schlussendlich nur noch eine Wurzelkanalbehandlung infrage. Dabei entfernt der Mediziner das gesamte abgestorbene Gewebe und verschließt den Wurzelkanal vollständig mit einer Füllung.

Welche Füllungen kann der Zahnarzt bei Karies verwenden?

Dem Arzt stehen bei der Behandlung von Karies verschiedene Füllmaterialien zur Verfügung. Diese unterscheiden sich in der Lebensdauer, in den genauen Anwendungsmöglichkeiten und in den Kosten. Hier findest Du eine Übersicht der gängigsten Materialien und ihrer Eigenschaften:
 
Kunststoffe: Zu den wichtigsten Füllungen aus Kunststoff zählen Komposit, Kompomer und Glasionomerzement. Komposit besteht aus einem bestimmten Salz der Kieselsäure, dem ein wenig Kunststoff beigemischt ist. Es passt sich farblich sehr gut an den Zahn an und hält in der Regel mindestens sechs Jahre. Kompomer und Glasionomerzement kommen ausschließlich bei Karies an den Milchzähnen oder Zahnhälsen infrage. Für die Kauflächen sind diese Stoffe nämlich zu weich. Ihre Haltbarkeit beschränkt sich auf etwa drei bis fünf Jahre.


Amalgam: Amalgam ist ein Metallgemisch aus Silber, Kupfer, Zinn und Quecksilber. Letztes ist in der flüssigen Form giftig – da bei der Kariesbehandlung allerdings nur festes Quecksilber beigemischt ist, gilt es nicht als schädlich. Dennoch lehnen viele Zahnärzte den Einsatz von Amalgam bei Kindern und schwangeren Frauen ab. Das Metallgemisch hat eine Lebensdauer von rund sieben bis acht Jahren.

Karies - Amalgam

Metalllegierungen: Die bei Karies verwendeten Metalllegierungen können aus Gold, Platin und Silber bestehen. Bei der sogenannten Goldhämmerfüllung legt der Mediziner beispielsweise einzelne dünne Goldfolien auf den Zahn und klopft sie in das entsprechende Loch hinein. Diese Vorgehensweise ist sehr aufwendig und das Material hebt sich stark von der natürlichen Zahnfarbe ab. Dafür halten Metalllegierungen normalerweise mindestens zehn bis fünfzehn Jahre.


Keramik: Während die anderen Materialien plastische Füllungen darstellen, zählt Keramik zu den sogenannten Inlays. Das bedeutet, dass der Arzt zunächst ein Modell Deines Loches anfertigt. Dieses schickt er an ein Labor, wo Spezialisten eine maßgeschneiderte Einlagefüllung für Deinen Zahn produzieren. Keramik-Inlays haben eine Haltbarkeit von circa acht bis zehn Jahren. Da sie allerdings sehr teuer sind, kommen sie heutzutage nur noch selten zum Einsatz.

Gibt es auch Kariesbehandlungen ohne Bohren?

Es gibt neuere Methoden der Kariesbehandlung, die ohne Bohren auskommen. Der Arzt kann die Bakterien beispielsweise mithilfe von Laserstrahlen entfernen. Dieses Verfahren ist für den Patienten weniger schmerzhaft, allerdings sind die Kosten selbst zu tragen, da die Krankenkasse nichts beisteuert. Eine weitere moderne Möglichkeit ist die Infiltration mit Kunststoff – auch bekannt unter dem Namen Icon-Methode. Statt den Zahn aufzubohren, füllt der Arzt das Loch dabei direkt mit einem Kunststoffgemisch. Dadurch schließt er die Bakterien ein und sie können normalerweise keinen weiteren Schaden mehr anrichten.

Was muss ich vor und nach einer Karies-Behandlung beachten?

Damit es gar nicht erst zu einer Karieserkrankung kommt, solltest Du die weiter unten beschriebenen Maßnahmen zur Vorbeugung beherzigen. Eine gute Mundhygiene und wenig Zuckerkonsum sind essenziell, um die Demineralisierung zu verhindern beziehungsweise zu stoppen. Hast Du hingegen bereits ein Loch im Zahnschmelz, solltest Du mit frisch geputzten Zähnen beim Arzt erscheinen.

Karies - Was muss ich vor und nach einer Karies-Behandlung beachten?

Nach dem Behandlungstermin ist Dein Gesicht noch ein paar Stunden von der verabreichten Spritze taub. In diesem Zeitraum solltest Du bestenfalls nichts essen und trinken, damit Du Dir nicht unabsichtlich in die Lippe beißt. Lässt die betäubende Wirkung nach, spürst Du eventuell erneut Schmerzen – diese sollten aber nach maximal drei Tagen verschwunden sein. Du kannst den Heilungsverlauf unterstützen, indem Du die betroffenen Areale kühlst und in den ersten Tagen keine zu heißen, kalten, süßen, sauren oder harten Lebensmittel zu Dir nimmst. Klingen die Beschwerden nicht innerhalb weniger Tage ab, solltest Du Deinen Zahnarzt noch einmal aufsuchen.

Was kann ich selbst gegen Karies tun?

Karies - Was kann ich selbst gegen Karies tun?

Komplett selbst therapieren kannst Du nur Karies im Anfangsstadium. Um ein schnelles Voranschreiten oder eine Ausbreitung der Erkrankung auf andere Zähne zu verhindern, solltest Du die folgenden Tipps aber auch in späteren Phasen beherzigen.

Essenziell ist zunächst eine gute Mundhygiene. Das gilt insbesondere für Kinder, da der Zahnschmelz der Milchzähne noch nicht so hart ist. Die optimale Zahnpflege sieht folgendermaßen aus: Die Zahnbürste zu Beginn mit Wasser abspülen und eine fluoridhaltige Zahnpasta darauf geben. Am Zahnfleisch ansetzen und die Zähne mit kreisenden Bewegungen von der Plaque befreien. Dabei immer zwei Zähne weiterrücken. Danach die Kauflächen putzen. Keinen zu starken Druck auf die Zähne ausüben, da ansonsten der Zahnschmelz darunter leiden könnte. Das Gebiss insgesamt etwa drei bis vier Minuten mit der Zahnbürste reinigen. Anschließend mit der Zahnseide die Zahnzwischenräume säubern. Zum Schluss mit einer Mundspülung oder Wasser ausspülen.
 
Ob Du eine klassische oder eine elektrische Zahnbürste verwendest, ist im Prinzip egal. Letztere sind allerdings etwas bequemer zu benutzen. Wichtig bei der Wahl der Bürste ist, dass sie einen eher kurzen Kopf und gerade Kunststoffborsten hat. Alle zwei Monate solltest Du das Reinigungsutensil austauschen.
 
Des Weiteren solltest Du bei einer bestehenden Karieserkrankung auf Deine Ernährung achten. Verzichte größtenteils auf süße und saure Getränke und Speisen. Das Kauen von zuckerfreien Xylit-Kaugummis regt die Speichelproduktion an und hilft, die Essensreste zu beseitigen.

Welche Komplikationen können bei Karies auftreten?

Karies - Welche Komplikationen können bei Karies auftreten?

Durch eine gute Mundhygiene oder eine professionelle Reinigung beim Zahnarzt kannst Du die Demineralisierung gleich zu Beginn der Erkrankung aufhalten. Passiert das nicht, setzt sich die Zerstörung der Zähne fort – ein anfänglich noch kleines Loch wird immer tiefer. Irgendwann greifen die Bakterien das Zahnbein und später sogar den Nerv an. Bleibt Karies in solch einem späten Stadium noch immer unbehandelt, kann der Zahn zu wackeln beginnen und ausfallen. Passiert das nicht von selbst, muss der Zahnarzt ihn gegebenenfalls ziehen und durch ein Zahnimplantat ersetzen.

Wenn der Zahnnerv bereits von der Karies befallen ist, kann sich die Entzündung auf den Kieferknochen ausweiten. Gelangen die Bakterien ins Blut, breitet sich die Infektion im gesamten Körper aus und befällt eventuell sogar Organe. Um solche gefährlichen Folgen zu verhindern, solltest Du bei Zahnschmerzen immer umgehend einen Zahnarzt aufsuchen.

Wie kann ich Karies vorbeugen?

Laut dem Deutschen Arbeitskreis für Zahnheilkunde gibt es vier Säulen der Karies-Prophylaxe:

Karies - Wie kann ich Karies vorbeugen?
  • Eine sorgfältige Zahnhygiene mit fluoridhaltigen Mitteln

  •  

  • Möglichst wenig Konsum von Zucker und Säuren

  •  

  • Gelegentliche professionelle Zahnreinigungen

  •  

  • Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen im Abstand von sechs Monaten

Wie soll ich meine Zähne putzen, um Karies vorzubeugen?

Karies - Wie soll ich meine Zähne putzen, um Karies vorzubeugen?

Putz Dir nach möglichst jeder Mahlzeit die Zähne, um Speisereste und entstandene Plaque direkt zu entfernen. Nach dem Verzehr von säurehaltigen Lebensmitteln wie Zitrusfrüchten oder Cola solltest Du mit der Zahnreinigung etwa eine halbe Stunde warten.

Verwende zum Zähneputzen unbedingt eine Zahnpasta, die Fluorid enthält. Dieser Wirkstoff remineralisiert und härtet den Zahnschmelz. Um auch die Zahnzwischenräume sauber zu bekommen, solltest Du regelmäßig Zahnseide oder Interdentalbürsten nutzen. Zusätzlich kannst Du die Mundhöhle nach dem Zähneputzen etwa 30 Sekunden lang mit einem speziellen Mittel ausspülen. Beachte bei der Anwendung von Mundspülungen immer die Anleitung auf der Verpackung.
 
Wichtig ist eine gute Mundhygiene auch bei Kindern. Eltern sollten bereits die ersten Zähne ihres Nachwuchses regelmäßig mit einer sehr weichen Zahnbürste säubern. Da Fluorid bei Kindern Nebenwirkungen haben kann, sollten diese nicht zu viel davon aufnehmen. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, von Zeit zu Zeit auf fluoridfreie Zahncreme zurückgreifen. Sobald alle Milchzähne vorhanden sind, gelten aber dieselben Empfehlungen wie für Erwachsene.

Welche Ernährung hilft bei der Vorbeugung von Karies?

Karies - Welche Ernährung hilft bei der Vorbeugung von Karies?

Auch die richtige Ernährung kann dazu beitragen, das Kariesrisiko zu senken. Achte darauf, nicht zu oft süße Speisen und Getränke zu konsumieren. Versteckte Zuckerquellen, die häufig übersehen werden, sind zum Beispiel Energydrinks, Limonaden, Ketchup, Honig und Obst. Statt Dich Deiner Lust auf Süßes hinzugeben, empfiehlt sich das Kauen von Kaugummis, die Xylit enthalten. Dieser Zuckerersatzstoff regt die Speichelbildung an und neutralisiert einen Teil der von den Bakterien gebildeten Säuren. Beim Füttern von Babys sollten Eltern übrigens niemals den Löffel oder den Fläschchenaufsatz ablecken, da sich die Karieserreger sonst auf die Kinder übertragen können.

Anstelle von Softdrinks und gesüßtem Tee oder Kaffee solltest Du Wasser trinken. Achte auf eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr, da der Mund dadurch mehr Speichel produziert. Du solltest allerdings auch nicht durchgehend an dem Getränk nippen, da das die Mundflora negativ beeinflussen kann.

Karies - Was kann der Zahnarzt machen, um Karies vorzubeugen?

Was kann der Zahnarzt machen, um Karies vorzubeugen?

Um Karies vorbeugen und möglichst früh behandeln zu können, solltest Du immer gewissenhaft zur halbjährlichen Kontrolle beim Zahnarzt gehen. Dieser kann eine professionelle Zahnreinigung durchführen, welche sich generell sehr positiv auf die Gesundheit der Zähne und des Zahnfleischs auswirkt. Bei einem erhöhten Kariesrisiko kann er zusätzlich einen Fluoridlack auf die Zähne auftragen oder fluoridhaltige Gele für zu Hause verschreiben. Insbesondere für Kinder und Jugendliche empfiehlt sich diese Methode der Prophylaxe. Bei Babys kann der Mediziner das Fluorid bei Bedarf auch über Tabletten verabreichen.
 
Eine weitere sinnvolle Maßnahme zur Vorbeugung von Kariesschäden ist die sogenannte Fissurenversiegelung. Diese kommt hauptsächlich bei den bleibenden Backenzähnen zum Einsatz. Dabei verschließt der Facharzt bestehende Grübchen und Rillen mit Kunststoff. Dadurch können sich die Bakterien nicht so leicht im Zahn festsetzen.

Was kostet die Behandlung von Karies?

Karies - Kosten

Die anfallenden Kosten für eine Kariesbehandlung hängen davon ab, welche Methode zum Einsatz kommt und wie groß die zu behandelnde Schädigung ist. Je nach Füllmaterial steuert die Krankenkasse etwas bei, wodurch der Preis für Dich selbst etwas günstiger ist.

Bei Kunststofffüllungen musst Du pro Zahn etwa mit 30 bis 130 Euro Eigenanteil rechnen. Amalgam bezahlt in der Regel die Krankenkassa, weswegen für Dich (falls überhaupt) nur rund 30 bis 50 Euro anfallen. Keramik- oder Gold-Inlays kosten Dich hingegen circa 200 bis 450 Euro. Moderne Techniken wie zum Beispiel eine Laserbehandlung liegen preislich bei etwa 30 bis 150 Euro pro Zahn. Hier ist allerdings noch das Geld für die gewählte Füllung hinzuzurechnen.

 

Um die genauen Kosten für Deinen individuellen Fall zu erfahren, wendest Du Dich am besten direkt an Deinen Zahnarzt.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung von Karies?

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt in der Regel die kompletten Kosten für Komposit an den sichtbaren Frontzähnen und für Amalgam bei den Backenzähnen. Bei Kindern und schwangeren Frauen bezahlt sie auch den Einsatz von Kunststoff an den Seitenzähnen. Für Inlays und Behandlungen ohne Bohrer kommt der gesetzliche Sozialversicherungsträger nur in seltenen Ausnahmefällen auf. Private Kassen sind hierbei in der Regel toleranter und steuern in der Regel mehr bei.

 


Über den Autor: Dr. Florian Lanza

Assistenzarzt auf der Universitätszahnklink in Wien


Dr. Florian Lanza ist als Assistenzarzt auf der Universitätszahnklink in Wien tätig und unterstützt MOOCI seit August 2019 als medizinischer Experte für den Bereich der Zahnmedizin.

Neben der konservierenden und ästhetischen Zahnheilkunde bildet er mit Begeisterung die nächste Generation an Zahnärzten aus.

Sein Anliegen ist es, dass mit der Aufklärungs- und Informationsarbeit bei MOOCI dazu beigetragen wird den Patienten absolute Transparenz zu bieten.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Karies ist eine Zahnerkrankung, die durch bestimmte Bakterien im Zahnbelag entsteht. Diese zersetzen winzige Essensreste und erzeugen dabei Säure. So kommt es zunächst zu einer Demineralisierung des Zahnschmelzes – im Laufe der Zeit kann die Schädigung allerdings bis zum Nerv reichen.


Die Symptome von Karies hängen davon ab, in welcher Phase sich die Erkrankung befindet. Zu Beginn ist die Zerstörung kaum sichtbar, es kommt lediglich zu weißen oder bräunlichen Verfärbungen. Im fortgeschrittenen Stadium reagieren die Zähne sehr empfindlich auf Kälte, Wärme und Süße. Spätestens wenn die Bakterien den Nerv erreichen, treten starke Zahnschmerzen auf.


Im Frühstadium kannst Du dem Mineralverlust noch entgegenwirken, indem Du auf eine sorgfältige Mundhygiene, die Nutzung von fluoridhaltigen Mitteln und einen geringen Zuckerkonsum achtest. Greifen die Erreger bereits das Zahnbein an, muss der Zahnarzt das Loch unter örtlicher Betäubung ausbohren und mit einer Füllung verschließen.


Bei der Kariesbehandlung stehen verschiedene Füllmaterialien zur Auswahl. Bei Kunststoff und Amalgam steuert die gesetzliche Krankenkasse etwas bei – alle anderen Therapiemethoden musst Du aber in der Regel selbst bezahlen.

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