Zahnverfärbungen

Jeder von uns hat eine ganz individuelle Zahnfarbe, die nicht nur von äußeren Einflüssen abhängt, sondern auch genetisch veranlagt ist. Dennoch haben Ernährungsgewohnheiten einen großen Einfluss auf die Farbe Deiner Zähne. Bei Zahnverfärbungen erscheinen Deine Zähne meistens bräunlich oder gräulich, was zwar ärgerlich, aber in der Regel gesundheitlich unbedenklich und gut korrigierbar ist. Wir verraten Dir, was Zahnverfärbungen begünstigt, wie Du ihnen vorbeugen kannst und welche Maßnahmen Dein Zahnarzt bei Zahnverfärbungen trifft.


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Zuletzt aktualisiert: 21. Juni, 2021

INHALTSVERZEICHNISInhaltsverzeichnis

Von einer Zahnverfärbung sprechen Experten, wenn sich die ursprüngliche Farbe Deiner Zähne durch äußere (extrinsische) oder innere (intrinsische) Einflüsse ändert. Oberflächliche Zahnverfärbungen sind in der Regel gesundheitlich unbedenklich, können sich bei mangelnder Mundhygiene allerdings zu Karies entwickeln, was Dein Facharzt dann unbedingt behandeln muss.

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Du kannst Deine Zähne durch ein professionelles Bleaching aufhellen lassen. Dafür verwendet Dein Zahnarzt aggressive Chemikalien in Kombination mit energiereichem Licht. Auch professionelle Zahnreinigungen helfen dabei, Deine Zähne heller und glatter erscheinen zu lassen, da Dein Facharzt dabei alle Unreinheiten und Ablagerungen von der Zahnoberfläche entfernt.

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Trotz zahlreichen handelsüblichen Bleichmitteln und Whitening-Zahncremes kannst Du Deine Zähne nur effektiv durch eine professionelle Zahnreinigung oder ein Bleaching aufhellen lassen. Fluoridhaltige Cremes sowie gründliche Mundhygiene tragen zwar dazu bei, Zahnverfärbungen vorzubeugen, sie machen Deine Zähne aber nicht effektiv weißer. Auch von Hausmitteln wie Zitronensäure, Natron oder Kochsalz solltest Du Abstand halten, da sie Deinen Zähnen eher Schaden zuführen können, als sie tatsächlich weißer zu machen.

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Äußere Zahnverfärbungen lassen sich meist auf den Konsum von Lebens- und Genussmitteln mit färbenden Substanzen zurückführen. Vor allem in Kombination mit mangelnder Mundhygiene können Zahnverfärbungen sehr schnell entstehen. Zähne können sich aber auch nach einer Wurzelkanalbehandlung verfärben, wenn sich noch Blutreste im Wurzelkanal des behandelten Zahnes befinden. Auch Karies, Zahnunfälle oder Zahnentwicklungsstörungen rufen Verfärbungen der Zähne hervor.

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Äußere Zahnverfärbungen sind in der Regel gesundheitlich unbedenklich, stellen aber einen kosmetischen Makel dar, der in manchen Fällen mit einem großen psychischen Leidensdruck verbunden ist. Vor allem in Kombination mit mangelnder Mundhygiene können sich oberflächliche Verfärbungen schnell in punktuelle Karies entwickeln. In solchen Fällen muss Dein Zahnarzt den betroffenen Zahn dann umgehend behandeln, zum Beispiel mit einer Wurzelkanalbehandlung.

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Zahnverfärbungen kannst Du relativ einfach vorbeugen, indem Du färbende Lebens- und Genussmittel nur in Maßen konsumierst und Deine Zähne regelmäßig und gründlich reinigst. Auch fluoridhaltige Zahncremes schützen vor Verfärbungen. Zusätzlich solltest Du Deine Zähne ein- bis zweimal jährlich von Deinem Zahnarzt professionell reinigen lassen, da dies nicht nur Zahnverfärbungen, sondern auch Karies und Parodontitis vorbeugt.

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Da es sich bei professionellen Zahnreinigungen und Bleaching-Methoden in der Regel um kosmetische Zahnbehandlungen ohne medizinische Notwendigkeit handelt, übernimmt die Krankenkasse meist nicht die anfallenden Behandlungskosten. Für einen Bleaching-Termin solltest Du mit etwa 300 Euro rechnen. Informiere Dich am besten bei Deinem zuständigen Facharzt über Details und eine genaue Kostenauflistung.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Eine Zahnverfärbung ist die Veränderung der natürlichen Zahnfarbe aufgrund von äußeren oder inneren Einflüssen. Deine Zähne erscheinen dann gelblich, bräunlich, grau oder sogar schwarz. In manchen Fällen können sich Zahnverfärbungen auch zu Karies entwickeln. Rein oberflächliche Verfärbungen sind normalerweise gesundheitlich unbedenklich.


Häufig sind mangelnde Mundhygiene sowie färbende Lebens- oder Genussmittel wie Kaffee, Tee, Rotwein oder Zigaretten der Auslöser für das Verfärben Deiner Zähne. Die ursprüngliche Zahnfarbe ist genetisch bedingt und hängt von der Farbe Deines Zahnbeines ab.


Zahnverfärbungen kannst Du durch eine gründliche Mundhygiene und fluoridhaltige Zahncremes sowie ein bis zwei jährliche professionelle Zahnreinigungen recht gut vorbeugen.


Hausmittel sowie handelsübliche Bleaching-Cremes entfernen Zahnverfärbungen nur schlecht bis gar nicht und können bei falscher oder übermäßiger Anwendung erheblichen Schaden nach sich ziehen. Du solltest Dich für eine effektive Aufhellung Deiner Zahnfarbe deshalb an einen Experten wenden.

Was ist eine Zahnverfärbung?

Die individuelle Zahnfarbe jedes Menschen wird vom Zahnbein, auch Dentin genannt, bestimmt. Das Dentin bildet das Innere Deiner Zähne und ist vom Zahnschmelz, einer harten Schutzschicht, überzogen. Der Zahnschmelz ist relativ durchsichtig, sodass die Farbe des Zahnbeins durchschimmert. Das Zahnbein ist allerdings nicht immer weiß, sondern kann auch dunkler erscheinen. Welche Farbe Dein Dentin von Geburt an hat, ist genetisch veranlagt.

Zahnverfärbung - Was ist eine Zahnverfärbung?

Experten bezeichnen jede Veränderung der natürlichen Zahnfarbe als Zahnverfärbung und ist in der Regel gesundheitlich unbedenklich. Sie zeigen sich häufig durch gelbe, braune, graue oder sogar schwarze Zähne. Vor allem der Konsum von bestimmten Lebens- und Genussmitteln, die färbende Stoffe beinhalten, kann dazu führen, dass sich Deine Zähne mit der Zeit verfärben. Die färbenden Substanzen wirken dabei so stark, dass auch regelmäßiges Zähneputzen alleine nicht ausreicht, um Deinen Zähnen ihre ehemals weiße Farbe wiederzugeben. Denn die färbenden Stoffe lagern sich im Zahnschmelz ein und können durch mikrofeine Risse in der Zahnoberfläche auch in tiefere Schichten Deines Zahns gelangen. So kannst Du die Verfärbung auch durch gründliches Zähneputzen nicht mehr beseitigen.

Welche Arten von Zahnverfärbungen gibt es?

Es gibt zwei Arten von Zahnverfärbungen. Von extrinsischen (äußeren) Verfärbungen sprechen Mediziner, wenn sich die Zahnoberfläche durch Auflagerungen, also äußere Einflüsse, verfärbt. Zu diesen zählen bestimmte Lebens- und Genussmittel wie Kaffee, Tee, Balsamico-Essig, Rotweine oder Zigaretten. Ablagerungen dieser färbenden Substanzen bleiben an Deinen Zähnen hängen und bewirken mit der Zeit eine Farbveränderung.

Intrinsische (innere) Verfärbungen haben ihren Ursprung hingegen im Inneren des Zahns, also im Zahnschmelz oder Zahnbein. Sie können die Folge von Alterungsprozessen sein oder durch Karies, einen Zahnunfall oder Zähneknirschen verursacht werden.

Bei Kindern zeigen sich Zahnverfärbungen häufig in der Zahnentwicklungsphase. Experten sprechen dabei von sogenannten Schmelzmissbildungen, die in einigen Fällen als Folge negativer Einflüsse vor oder nach der Geburt auftreten oder sogar erblich bedingt sein können. Bei Kindern kann es außerdem zur Bildung von gelblichen oder weißen Flecken auf der Zahnoberfläche kommen, wenn sie in der Zahnentwicklung (Hyperfluorose) zu viel Fluorid zu sich nehmen.

Zahnverfärbung - Bei Kindern

Die Zahnfarbe kann sich auch nach einer Wurzelkanalbehandlung verfärben. Ein spezielles Problem stellt eine fleckige, kreidig-weiße Verfärbung aller Schneidezahnkanten und der Höckerspitzen der bleibenden Mahlzähne dar. Diese Art der Verfärbung lässt sich häufig bei Jugendlichen beobachten und ist unter dem Begriff MIH, Molaren-Inzisive-Hypomineralisation, bekannt. Je nach Ausprägung dieser Verfärbung stehen die betroffenen Zähne unter einem erhöhten Kariesrisiko. Ein Facharzt sollte derartige Verfärbungen umgehend behandeln.

Was ist der Unterschied zwischen einer Zahnverfärbung und Karies?

Zahnverfärbung - Was ist der Unterschied zwischen einer Zahnverfärbung und Karies?

Im Grunde genommen sind oberflächliche Zahnverfärbungen gesundheitlich nicht bedenklich, sondern eher ein kosmetischer Makel. Bei Karies handelt es sich allerdings um tiefere Schäden, die Deinen Zahnschmelz und bei fortschreitender Zerstörung auch Dein Zahnbein oder sogar Deinen Zahnnerv angreifen können.

Derartige Entzündungen muss Dein Zahnarzt dann zum Beispiel mit einer Wurzelkanalbehandlung beseitigen. Zahnverfärbungen können in manchen Fällen schon das Anfangsstadium von Karies sein und auf beginnende Karies hinweisen. Achte deshalb darauf, dass Du Deine Zähne gründlich putzt, in regelmäßigen Abständen zum Zahnarzt gehst und sie ein- bis zweimal jährlich professionell reinigen lässt. Auch fluoridhaltige Zahncremes können das Entstehen von Karies verhindern.

Wie lässt sich eine Zahnverfärbung entfernen?

Äußere Zahnverfärbungen sind oft kein medizinisches Problem, sondern stellen hauptsächlich einen kosmetischen Makel dar. Aus gesundheitlicher Sicht sind sie normalerweise unbedenklich, solange sich aus den Verfärbungen keine Karies bildet. Dein Zahnarzt kann nach einer gründlichen Untersuchung feststellen, um welche Art der Zahnverfärbung es sich handelt und ob eine medizinische Notwendigkeit zur Behandlung vorliegt. In manchen Fällen können oberflächliche Zahnverfärbungen in das Innere Deines Zahns eindringen und dort Karies verursachen, die Dein Zahnarzt dann effektiv behandeln muss.
 
Oberflächliche Zahnverfärbungen und farbige Ablagerungen können psychisch sehr belastend sein. Meistens trauen sich betroffene Personen nicht mehr zu lächeln, was einen enormen Leidensdruck auslösen kann. Beläge und Verfärbungen lassen sich normalerweise recht gut entfernen. Eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt ist dafür gut geeignet.

Zahnverfärbung - Wie lässt sich eine Zahnverfärbung entfernen?

Du kannst verfärbte Zähne auch durch unterschiedliche Möglichkeiten des Bleachings (Zahnaufhellung) wieder aufhellen lassen. Vor einem professionellen Bleaching musst Du Dir einen Beratungstermin mit Deinem Zahnarzt vereinbaren und eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen. Um Deine Zähne durch ein Bleaching aufzuhellen, setzt Dein Zahnarzt aggressive Chemikalien ein, die er exakt auftragen und dosieren muss. Ihre Wirkung verstärkt er meist durch eine zusätzliche Bestrahlung mit energiereichem Licht. Als Bleichmittel verwendet Dein Zahnarzt meist Wasserstoffperoxid, das er direkt auf die verfärbten Zähne aufträgt. Davor deckt er das umliegende Zahnfleisch und freiliegende Zahnhälse ab, sodass sie nicht in Kontakt mit dem Bleichmittel kommen.
 
Nach der Behandlung ist Dein Zahnschmelz noch bis zu 48 Stunden sehr empfindlich. Um Deinen Zahnschmelz im Anschluss zu stärken, versiegelt Dein Zahnarzt die behandelten Zahnoberflächen nach dem Bleichen mit einem Fluoridgel. Der Aufhellungseffekt des Bleachings wirkt in der Regel für ein bis drei Jahre. Wie lange Deine Zähne tatsächlich weiß bleiben, hängt davon ab, wie sehr Du Deine Zähne beanspruchst, wie konsequent Du mit gründlicher Mundhygiene bist und wie häufig Du färbende Lebens- und Genussmittel konsumierst.

Kann ich selbst eine Zahnverfärbung entfernen?

Zahnverfärbung - Kann ich selbst eine Zahnverfärbung entfernen?

Um die Kosten einer professionellen Zahnreinigung zu umgehen, kannst Du im Handel mittlerweile zahlreiche spezielle Zahncremes mit Whitening-Effekt erwerben. Diese enthalten kleine Partikel, die die färbenden Beläge auf Deinen Zähnen wie bei einem Peeling abschaben sollen.

Allerdings bringen derartige Zahncremes auch Nachteile mit sich. Je länger und intensiver Du solche Cremes verwendest, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie nicht nur die Beläge, sondern auch den Zahnschmelz auf Deinen Zähnen abtragen. Dies gilt auch für Produkte mit Aktivkohle. Insofern solltest Du Dich für eine effektive Zahnreinigung eher an Experten wenden, um Schäden und Komplikationen zu vermeiden.
 
Viele Drogerien bieten mittlerweile sogar Produkte an, die ein richtiges Bleaching, also ein chemisches Aufhellen Deiner Zähne, versprechen. Dafür eignen sich sogenannte Bleaching-Strips, Bleichschienen oder spezielle Lösungen, die Du auf Deine Zähne auftragen kannst. Diese Methoden beinhalten Bleichmittel, die leider sehr gering konzentriert sind, sodass ein tatsächlicher Effekt nicht garantiert ist. Du solltest derartige Bleichmittel deshalb mit Vorsicht anwenden, denn sie können bei übermäßiger oder falscher Verwendung Deinen Zähnen sowie Deinem Zahnfleisch schädigen.
 
Unabhängig von handelsüblichen Bleaching-Mitteln gibt es einige Hausmittel, die bei Zahnverfärbungen helfen sollen. Zu diesen zählen Backpulver, Zitronensäure oder Zitronensaft, Kokosöl, Kochsalz, Kurkuma, Natron, Erdbeeren oder Salbei. Von derartigen Hausmitteln solltest Du allerdings Abstand halten, denn jene beschädigen im schlimmsten Fall nur Deinen Zahnschmelz, ohne Deine Zähne tatsächlich weißer zu machen. Zitronensaft hat zum Beispiel eine bleichende Wirkung aufgrund der enthaltenen Säure, die allerdings auch Deinen Zahnschmelz angreifen kann, ihn aufraut und so das Eindringen von neuen Verfärbungen nur noch mehr begünstigt. Grundsätzlich ist die Bleichwirkung vieler Hausmittel nicht wissenschaftlich bewiesen. Bei falschen oder nachlässigen Anwendungen kannst Du dadurch nicht nur Deinem Zahnschmelz, sondern auch Deinem Zahnfleisch erheblichen Schaden zuführen, weshalb Du Dich lieber an einen Experten wenden und Deine Zähne professionell bleichen lassen solltest.

Zahnverfärbung - Bleaching-Mitteln

Wie entsteht eine Zahnverfärbung?

Zahnverfärbungen haben zahlreiche Ursachen. Äußere Verfärbungen sind meistens auf mangelnde Mundhygiene und den Konsum von bestimmten Lebens- und Genussmitteln wie Kaffee, Tee, Rotwein oder Nikotinkonsum zurückzuführen. Auch bestimmte Antibiotika und medizinische Mundspülungen können braune Flecken an Deinen Zähnen verursachen. Verfärbungen, die ihren Ursprung im Inneren Deines Zahns haben, werden häufig von Karies, Störungen der Zahnentwicklung oder Mineralisationsstörungen ausgelöst. Manchmal kann sich Dein Zahn auch nach einer Wurzelbehandlung verfärben, wenn Dein Wurzelkanal nicht vollständig gereinigt wurde und sich Blutreste im Zahninneren befinden. Diese Reste zerfallen mit der Zeit, was Zahnverfärbungen hervorrufen kann.

Zahnverfärbung - Wie entsteht eine Zahnverfärbung?

Welche Risikofaktoren begünstigen Zahnverfärbungen?

Zahnverfärbung - Welche Risikofaktoren begünstigen Zahnverfärbungen?

Äußere Verfärbungen lassen sich meist auf den Konsum von färbenden Lebens- und Genussmitteln zurückführen. Zu diesen zählen Kaffee, Tee, Rotweine, säurehaltige Fruchtsäfte, Balsamico-Essig, Softdrinks wie Cola oder bestimmte Gewürze wie Safran oder Curry.

Auch regelmäßiges Rauchen kann Zahnverfärbungen hervorrufen. Vor allem in Kombination mit mangelnder Mundhygiene können derartige Genuss- und Lebensmittel sehr schnell zu verfärbten Zähnen führen. Bei mangelnder Mundhygiene kann es nämlich sein, dass sich Belag oder Zahnstein auf Deinen Zähnen bildet. Diese haben dann eine raue Oberfläche, an der Verfärbungen besser haften bleiben. Mit fortgeschrittenem Alter wird Dein Zahnschmelz außerdem immer dünner, weshalb die Farbe Deines Zahnbeins immer mehr hindurchscheint und Deine Zähne somit weniger weiß erscheinen.
 
Auch bestimmte Antibiotika mit Tetracyclinen als Wirkstoff sowie Eisen als Nahrungsergänzungsmittel können braune Flecken an Deinen Zähnen verursachen. Zusätzlich gelten auch medizinische Mundspülungen, die Chlorhexidin oder Zinnfluorid enthalten, als Ursachen für Zahnverfärbungen.

Zahnverfärbung - Bleaching-Mitteln

Welche Folgen kann eine unbehandelte Zahnverfärbung haben?

Äußere Zahnverfärbungen können sich bei mangelnder Mundhygiene und unregelmäßigem Zähneputzen zu Karies entwickeln. Zunächst bildet sich auf Deinen Zähnen Zahnbelag oder Plaque. Dieser besteht aus Nahrungsresten, Speichel, Bakterien und deren Stoffwechselprodukten. Er entsteht beim Essen und Trinken und wenn Du ihn nicht nach jedem Essen entfernst, so überzieht er Deine Zähne wie ein dünner Biofilm. Sammelt sich der Zahnbelag weiter an, so wird er mit der Zeit leicht gelblich-braun und verhärtet sich zu Zahnstein. Dabei handelt es sich um mineralisierten, also „versteinerten“ Zahnbelag. Zahnbelag und Zahnstein führen nach und nach zu Zahnverfärbungen, die manchmal schon auf beginnende Karies hinweisen können. Bei Karies oder Zahnfäule zerstören die Abbauprodukte von Mundbakterien Deine Zahnsubstanz. Bakterien im Zahnbelag entkalken allmählich Deinen Zahnschmelz. Diesen Prozess kannst Du durch regelmäßige Fluoridzufuhr, also zum Beispiel durch Zahncremen mit hohem Fluoridgehalt, anfangs noch rückgängig machen. Bei fortgeschrittener Zerstörung kann sich aber ein kleines Loch in Deinem Zahnschmelz bilden, was sich nun nicht mehr von selbst umkehren lässt. Dafür muss Dein Zahn mithilfe einer Füllung repariert werden.

Wie kann ich einer Zahnverfärbung vorbeugen?

Zahnverfärbung - Wie kann ich einer Zahnverfärbung vorbeugen?

Viele Arten von Zahnverfärbungen kannst Du relativ einfach vorbeugen. Gründliche Mundhygiene und regelmäßiges, ausgiebiges Zähneputzen sowie Zahnseide und Mundspülungen können äußere Verfärbungen vermeiden.

Außerdem solltest Du bestimmte Lebens- und Genussmittel wie Kaffee, Tee, Zigaretten und Rotwein nur in Maßen konsumieren. In Kombination mit einer grünlichen Mundhygiene kannst Du Zahnverfärbungen so sehr effektiv vorbeugen. Zusätzlich solltest Du Deine Zähne ein- bis zweimal jährlich professionell von einem Zahnarzt reinigen lassen. Dabei entfernt Dein Facharzt Beläge und Zahnverfärbungen von der Zahnoberfläche. Danach sind Deine Zähne dann wieder deutlich glatter und heller. Experten empfehlen derartige Zahnreinigungen ein- bis zweimal jährlich, da sie Deine Zähne nicht nur aufhellen, sondern auch Parodontitis und Karies vorbeugen.

Was kostet das Entfernen einer Zahnverfärbung und übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Zahnverfärbung - Kosten

Da es sich bei professionellen Zahnreinigungen und Bleaching-Methoden um kosmetische Zahnbehandlungen handelt, übernimmt Die Krankenkasse in der Regel nicht die anfallenden Kosten.

In Ausnahmefällen können private Krankenversicherungen oder Zusatzversicherungen eventuell für die Kosten anteilig oder sogar vollständig aufkommen. Erkundige Dich dafür am besten Direkt bei Deinem Krankenversicherungsträger. Die Gesamtkosten einer solchen Zahnbehandlung sind von Zahnarzt zu Zahnarzt verschieden. Besprich dies am besten gleich mit Deinem zuständigen Facharzt. Dieser kann Dir einen Überblick über die erwarteten Gesamtkosten geben. Im Anschluss kannst Du dann in Ruhe entscheiden, ob sich eine Behandlung für Dich lohnt. Für ein professionelles Zahn-Bleaching solltest Du mit Kosten ab etwa 300 Euro pro Behandlung rechnen.

 


Über den Autor: Dr. Florian Lanza

Assistenzarzt auf der Universitätszahnklink in Wien


Dr. Florian Lanza ist als Assistenzarzt auf der Universitätszahnklink in Wien tätig und unterstützt MOOCI seit August 2019 als medizinischer Experte für den Bereich der Zahnmedizin.

Neben der konservierenden und ästhetischen Zahnheilkunde bildet er mit Begeisterung die nächste Generation an Zahnärzten aus.

Sein Anliegen ist es, dass mit der Aufklärungs- und Informationsarbeit bei MOOCI dazu beigetragen wird den Patienten absolute Transparenz zu bieten.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Eine Zahnverfärbung ist die Veränderung der natürlichen Zahnfarbe aufgrund von äußeren oder inneren Einflüssen. Deine Zähne erscheinen dann gelblich, bräunlich, grau oder sogar schwarz. In manchen Fällen können sich Zahnverfärbungen auch zu Karies entwickeln. Rein oberflächliche Verfärbungen sind normalerweise gesundheitlich unbedenklich.


Häufig sind mangelnde Mundhygiene sowie färbende Lebens- oder Genussmittel wie Kaffee, Tee, Rotwein oder Zigaretten der Auslöser für das Verfärben Deiner Zähne. Die ursprüngliche Zahnfarbe ist genetisch bedingt und hängt von der Farbe Deines Zahnbeines ab.


Zahnverfärbungen kannst Du durch eine gründliche Mundhygiene und fluoridhaltige Zahncremes sowie ein bis zwei jährliche professionelle Zahnreinigungen recht gut vorbeugen.


Hausmittel sowie handelsübliche Bleaching-Cremes entfernen Zahnverfärbungen nur schlecht bis gar nicht und können bei falscher oder übermäßiger Anwendung erheblichen Schaden nach sich ziehen. Du solltest Dich für eine effektive Aufhellung Deiner Zahnfarbe deshalb an einen Experten wenden.

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