Morbus Meulengracht (Morbus Gilbert-Meulengracht, Gilbert-Meulengracht-Syndrom)

Unter Morbus Meulengracht wird eine genetisch bedingte Stoffwechselstörung der Leber verstanden, bei der es zu einem verminderten Abbau des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin und somit zu einer Erhöhung der Konzentration des gelben Farbstoffs Bilirubin im Blut kommt. Schuld daran ist eine Unterfunktion eines Enzyms in der Leber, welches im Normalfall das Hämoglobin-Abbauprodukt Bilirubin wasserlöslich macht, damit es über den Gallensaft, den Stuhl und den Urin ausgeschieden werden kann. Der Enzymdefekt kommt bei etwa drei bis zehn Prozent der Bevölkerung vor und tritt meist zwischen dem 15. und dem 40. Lebensjahr auf. Männer sind dabei häufiger betroffen als Frauen. Morbus Meulengracht wird autosomal rezessiv vererbt und zeigt sich deshalb gehäuft in Familien. Wir haben die wichtigsten Informationen zusammengestellt.


AUTOR

Medizinische Expertin

CO-AUTOR

Online-Redaktion

Dieser Text wurde nach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst und von Medizinern geprüft.


Zuletzt aktualisiert: 6. Oktober, 2020



ICD-10-GM-2020 E80.4

Was versteht die Medizin unter Morbus Meulengracht?

Mediziner verstehen unter dem Morbus Gilbert-Meulengracht eine angeborene, harmlose Stoffwechselstörung. Dabei kommt es aufgrund eines Enzymdefekts zu einem verminderten Abbau des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin, wodurch der Wert des Abbauprodukts Bilirubin auf über 1,1 Milligramm pro Deziliter steigt. In der Fachsprache wird der Anstieg der Konzentration von nicht wasserlöslichem Bilirubin im Blut als Hyperbilirubinämie bezeichnet. Der Begriff Morbus Gilbert-Meulengracht selbst stammt von dem französischen Arzt Nicolas Augustin Gilbert und dem dänischen Arzt Jens Einar Meulengracht. Die Krankheit beruht auf einem Gendefekt, welcher autosomal-rezessiv weitervererbt wird. Typisches Kennzeichen ist die Gelbfärbung der Haut und der Augen, in der Fachsprache als Ikterus oder Gelbsucht bezeichnet.
 
Morbus Meulengracht beruht auf einem Gendefekt, welcher autosomal-rezessiv weitervererbt wird. Typisches Kennzeichen ist die Gelbfärbung der Haut und der Augen, in der Fachsprache als Ikterus oder Gelbsucht bezeichnet
 

Was ist unter Bilirubin zu verstehen?

Bilirubin ist ein Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin, welcher aus etwa 120 Tage alten, vom Organismus ausgemusterten roten Blutkörperchen freigesetzt und in der Leber, der Milz und im Knochenmark abgebaut wird. Zunächst wird der Farbstoff in das nicht wasserlösliche Bilirubin umgewandelt und zur Leber transportiert. Dort sorgt das Enzym UDP-Glucuronosyltransferase im Normalfall für die Umwandlung des nicht wasserlöslichen Bilirubins in eine wasserlösliche Form. Von der Leber wandert das Bilirubin dann in den Gallensaft, dem es die gelbliche Färbung verleiht. Danach wird es im Darm zu dunkelbraunem Stercobilin verarbeitet und schließlich mit dem Stuhl und dem Urin ausgeschieden.
 
Ist die Abbaufunktion des Enzyms UDP-Glucuronosyltransferase in der Leber vermindert, kann das Bilirubin nur noch teilweise in eine wasserlösliche Verbindung umgewandelt werden und es kommt zu einem leicht erhöhten Bilirubinwert im Blut. Dabei unterscheiden Mediziner zwischen dem direkten und dem indirekten Bilirubin:
 

  • Indirektes Bilirubin: Vom indirekten Bilirubin sprechen Ärzte, wenn das Abbauprodukt noch nicht in der Leber verarbeitet wurde, was auch beim Morbus Meulengracht der Fall ist.
  • Direktes Bilirubin: Das direkte Bilirubin kann in etwa durch einen Stau in den Gallenwegen durch Gallensteinen oder Tumore erhöht sein, da es nicht weitergeleitet und ausgeschieden werden kann.

Der Gesamt-Bilirubinwert sollte normalerweise bis zu 1,1 Milligramm pro Deziliter im Blut betragen, der indirekte Bilirubinwert weniger als 1 Milligramm pro Deziliter und die Konzentration des direkten Bilirubins unter 0,2 Milligramm pro Deziliter. Kommt es zu einer Erhöhung des Gesamtwertes über 1,1 Milligramm pro Deziliter im Blut lagert sich das Bilirubin in der Haut und den Augen ab. Der Patient bekommt eine Gelbsucht.
 
Je nach Ursache der erhöhten Bilirubinwerte, muss der Arzt entsprechende Therapiemaßnahmen ergreifen. Gallensteine in etwa lassen sich operativ oder mittels Medikamente entfernt oder auflösen. Ist der Wert bei Neugeborenen aufgrund eines noch unreifen Enzymsystems in der Leber erhöht, regelt sich dies im Normalfall innerhalb weniger Tage von selbst. Unterstützend kann eine UV-Lichtbehandlung erfolgen. Sollte ein Morbus Meulengracht vorliegen, ist im Allgemeinen keine Behandlung notwendig, da die Leber typischerweise keine Schädigung vorweist.

Wie sehen die Symptome von Morbus Meulengracht aus?

Das Hauptmerkmal des Gilbert-Meulengracht-Syndroms ist die Gelbfärbung der Augen. Dieses tritt meist im Jugendalter und in Kombination mit anderen Faktoren, wie Sport, Alkohol- oder Nikotinkonsum, längeren Fastenperioden, Infekten, Stress, Schlafmangel oder fettarmer Ernährung auf. In seltenen Fällen kann sich auch die Haut gelb färben, wobei im Gegensatz zu anderen Leber- und Gallenerkrankungen kein Juckreiz besteht. Die Gelbfärbung selbst ist nicht schädlich, stellt aber für viele Betroffene ein kosmetisches Problem dar.
 
Neben diesen Merkmalen können auch unspezifische Beschwerden, wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Übelkeit, Appetitlosigkeit, Verstimmungszustände oder Konzentrationsstörungen hinzukommen. Eine Schädigung der Leber oder sonstiger Organe tritt beim Morbus Meulengracht nicht auf.

Welche Ursache hat Morbus Meulengracht?

Die Ursache für Morbus Meulengracht findet sich in einer Funktionsstörung des Enzyms UDP-Glucuronosyltransferase in der Leber, welches den roten Blutfarbstoff dann nicht mehr ausreichend abbauen und in eine wasserlösliche Form umwandeln kann. Hervorgerufen wird diese Unterfunktion durch einen angeborenen Gendefekt, welcher autosomal rezessiv vererbt wird. Dieser Enzymdefekt führt zu einer zeitweisen erhöhten Konzentration des gelben Blutfarbstoffs Bilirubin.
 
Die Ursache für Morbus Meulengracht findet sich in einer Funktionsstörung des Enzyms UDP-Glucuronosyltransferase in der Leber, welches den roten Blutfarbstoff dann nicht mehr ausreichend abbauen und in eine wasserlösliche Form umwandeln kann
 
Da das Bilirubin nur in einer nicht-wasserlöslichen Form vorhanden ist, lässt es sich nicht über den Darm oder die Nieren ausscheiden und wandert so ins Blut. Die Symptome des Morbus Meulengracht können durch bestimmte Faktoren, wie Infekte, Fasten, Alkohol- und Nikotinkonsum, sehr fettarme Ernährung und größere sportliche Aktivität verstärkt werden. Doch auch die Einnahme bestimmter Medikamente kann die Aktivität des Enzyms UDP-Glucuronosyltransferase weiter herabsetzen. Dazu gehören:
 

  •   cholesterinsenkende Mittel wie Simvastatin oder Atorvastatin
  •   östrogenhaltige Präparate wie die Anti-Baby-Pille
  •   Schmerzmittel wie Ibuprofen, Paracetamol oder Buprenorphin
  •   Proteasehemmer, die bei der HIV-Therapie zum Einsatz kommen.

Aufgrund der verminderten Abbaufunktion in der Leber kommt es zu einem längeren Verweilen der jeweiligen Wirkstoffe im Körper. Dies kann zu vermehrten Nebenwirkungen führen, weshalb Du eine Einnahme stets mit Deinem Arzt absprechen solltest.

Ist Morbus Meulengracht vererbbar?

Morbus Meulengracht ist autosomal rezessiven vererbbar, was bedeutet, dass Kinder mit einem betroffenen Elternteil ein erhöhtes Risiko haben, ebenfalls zu erkranken. Sollten beide Elternteile den Enzymdefekt haben, erben die Kinder diesen in jedem Fall.

Wer ist am häufigsten von Morbus Meulengracht betroffen?

Etwa drei bis zehn Prozent der Bevölkerung tragen den Enzymdefekt in sich, wobei Männer viermal häufiger betroffen sind als Frauen. Die Erkrankung selbst taucht meist um das 20. Lebensjahr auf, wobei sich die Symptome vor allem zwischen dem 15. und 40. Lebensjahr zeigen. Meist verursacht der Morbus Meulengracht keine Beschwerden.

Welche Folgen hat Morbus Meulengracht für den Betroffenen?

Obwohl die Krankheit harmlos ist und sich die Symptome des Gilbert-Meulengracht-Syndroms im Alter bessern oder sogar häufig völlig verschwinden, leiden viele Betroffene im aktiven Stadium unter den kosmetischen Problemen der Gelbfärbung von Haut und Augen. Sollten diese noch von anderen Beschwerden begleitet werden, kann dies die Lebensqualität der Patienten sehr beeinträchtigen. Vor allem das erste Auftreten der Gelbsucht beunruhigt viele Betroffenen, erst die Aufklärung durch den Arzt bringt Beruhigung.
 
Die Lebenserwartung ist im Regelfall nicht durch die Krankheit beeinflusst, sie ist auch nicht ansteckend und im Allgemeinen ungefährlich. Auch Organschäden sind auszuschließen. Studien haben sogar ergeben, dass das Gilbert-Meulengracht-Syndrom vor bestimmten Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder einigen Lungenerkrankungen schützt.

Wann sollte ich bei Morbus Meulengracht einen Arzt aufsuchen?

Falls sich Deine Augen oder Deine Haut gelblich verfärbt, solltest Du einen Arzt aufsuchen. Ebenfalls sollten unspezifischen Beschwerden wie Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Bauch- oder Kopfschmerzen Dich dazu veranlassen, einen medizinischen Rat einzuholen. Routinemäßige Blutuntersuchungen solltest Du zumindest einmal im Jahr durchführen lassen.

Wie erfolgt die Diagnose von Morbus Meulengracht?

Eine Diagnose des Morbus Meulengracht ist aufgrund der vielen unspezifischen Symptome oder der oftmals vorhandenen Beschwerdefreiheit eher schwierig. Häufig wissen Betroffene gar nichts von ihrem Gendefekt. Der charakteristische erhöhte Bilirubinwert wird vom Arzt meist im Rahmen von routinemäßigen Blutuntersuchungen festgestellt. Nur Kinder, die betroffene Eltern haben, werden frühzeitig gezielten Tests unterzogen. Bei einem auffälligen Blutwert veranlasst der Arzt oft weitere Untersuchungen, um andere Krankheiten auszuschließen. Typische Kennzeichen für das Gilbert-Meulengracht-Syndrom bei der Blutuntersuchung sind:
 

  • Ein drei- bis fünffach erhöhter Bilirubinwert im Blut: Der Normalwert sollte kleiner als 1,1 Milligramm pro Deziliter sein. Morbus Meulengracht-Betroffene haben oft Werte zwischen zwei und fünf Milligramm pro Deziliter.
  • Die anderen Leberwerte sind im Normbereich.

Obwohl die Krankheit harmlos ist und sich die Symptome des Gilbert-Meulengracht-Syndroms im Alter bessern oder sogar häufig völlig verschwinden, leiden viele Betroffene im aktiven Stadium unter den kosmetischen Problemen der Gelbfärbung von Haut und Augen
 
Um eine sichere Diagnose stellen zu können, wird der Anstieg der Bilirubinwerte durch eine kurze Fastenzeit von etwa drei Tagen mit maximal 600 Kalorien pro Tag provoziert. Eine weitere Möglichkeit der Absicherung ist eine Injektion von Nikotinsäure, da auch diese den Bilirubinwert ansteigen lässt. Der Gendefekt lässt sich jedoch auch mittels einer molekulargenetischen Untersuchung nachweisen.
 
Ein weiteres Kennzeichen eines Morbus Meulengracht ist, dass sich im Ultraschall keine Hinweise auf eine Leberschädigung zeigen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Morbus Meulengracht?

Die Ursache des Syndroms selbst lässt sich nicht beseitigen, da es sich um eine angeborene, genetisch bedingte Stoffwechselstörung handelt und der Enzymdefekt nicht reparabel ist. Da die Krankheit zudem meist keine Beschwerden oder nur leichte Symptome verursacht, ist auch keine Therapie notwendig.
 
Durch Einhalten einiger Verhaltensregeln kannst Du Deinen Bilirubingehalt im Blut gering halten:
 

  • Verzichte auf Fastenkuren und Diäten sowie auf eine sehr fettarme Ernährung, sondern ernähre Dich normal.
  • Vermeide eine zu starke körperliche Belastung beim Sport, da es ansonsten zu einem verstärkten Abbau von Muskelzellen und damit zum Anstieg der Bilirubinwerte kommen kann.
  • Stress und Schlafmangel wirken sich ebenfalls negativ aus
  • Vermeide Alkohol und Nikotin.
  • Gehe vorsichtig mit Nahrungsergänzungsmittel, Lebensmittel mit chemischen Zusatzstoffen, Ayurveda-Tees, chinesischen Kräutern sowie pflanzlichen Präparaten um.
  •  Schütze Dich durch eine gute Hygiene vor Infektionskrankheiten

Medikamentöse Behandlung
Schwere Fälle behandelt der Arzt manchmal mit Medikamenten, wobei die Nebenwirkungen oft schwerwiegender sind als die Symptome selbst. Dies kommt daher, dass die Leber von Betroffenen bestimmte Giftstoffe nur sehr langsam verarbeiten kann und die Wirkstoffe der Medikamente dadurch länger im Organismus bleiben. Vor allem manche Cholesterinsenker, Schmerzmittel oder östrogenhaltige Arzneimittel reduzieren den Abbau des Hämoglobins zusätzlich und sollten deshalb vermieden werden. So solltest Du vor der Einnahme von Paracetamol, Ibuprofen und der Anti-Baby-Pille mit Deinem Arzt sprechen. Andere Medikamente, die ebenfalls schwere Nebenwirkungen nach sich ziehen können, sind die HIV-Medikamente Indinavir und Atazanavir.

Wie ist die Prognose bei Morbus Meulengracht?

In den meisten Fällen verläuft das Gilbert-Meulengracht-Syndrom völlig harmlos. Wenn Betroffene sich an die Ernährungs- und Verhaltensregeln halten, können sie meist ein beschwerdefreies Leben führen. Am meisten leiden junge Männer in der Pubertät unter den kosmetischen Auswirkungen der Stoffwechselstörungen, die durch die Gelbsucht entsteht. Mit steigendem Alter verbessern sich die Symptome aber meistens und verschwinden nach dem 40. Lebensjahr völlig.
 
In einigen Studien wurde sogar festgestellt, dass der erhöhte Bilirubinwert vor bestimmten Lungenkrankheiten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt und die Sterblichkeit verringert. Die Beschwerden treten meist schubartig auf, wobei zwischen den akuten Phasen oft lange Zeiten der Beschwerdefreiheit dazwischenliegen. Die Symptome selbst lassen meistens schon nach wenigen Tagen nach. Zudem kommt es zu keinem Organschaden und auch die Sterblichkeit von Patienten ist nicht erhöht.

Was sollte ich bei der Ernährung bei Morbus Meulengracht beachten?

Da eine längere Hungerperiode zu einem Anstieg von Bilirubin im Blut führt, solltest Du diese vermeiden und auch keine Fastenkuren durchführen. Zu fettarme Ernährung lässt den Bilirubingehalt im Blut ebenfalls ansteigen, weshalb Du von solch einer absehen solltest. Darüber hinaus solltest Du Genussmittel wie Alkohol und Nikotin vollständig meiden. Ansonsten kannst Du Dich weitgehendst normal ernähren.
 
Da eine längere Hungerperiode zu einem Anstieg von Bilirubin im Blut führt, solltest Du diese vermeiden und auch keine Fastenkuren durchführen. Zu fettarme Ernährung lässt den Bilirubingehalt im Blut ebenfalls ansteigen, weshalb Du von solch einer absehen solltest
 

Kann ich Morbus Meulengracht vorbeugen?

Da es sich beim Gilbert-Meulengracht-Syndrom um eine genetische Disposition handelt und die Krankheit auch nur über Vererbung weitergegeben wird, kannst Du sie nicht wirklich vorbeugen. Da ein Morbus Meulengracht aber grundsätzlich keinen Krankheitswert hat, ist dies auch nicht notwendig. Solltest Du betroffen sein, kannst Du einem erhöhten Bilirubinspiegel im Blut durch eine bestimmte Lebensweise vorbeugen. Du solltest auf ausreichend Schlaf, keine zu fettarme Ernährung, keine Fastenkuren, keinen Alkohol und kein Nikotin achten.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Bei Verdacht auf Morbus Meulengracht kannst Du Deinen Hausarzt aufsuchen. Die Kosten der Behandlung und Diagnosestellung übernimmt in der Regel Deine Krankenkasse. Auch die Kosten einer eventuellen weiteren Untersuchung bei einem Spezialisten trägt Dein Sozialversicherungsträger. Solltest Du einen Gentest machen lassen wollen, kann ein Selbstbehalt anfallen. Informationen dazu erfragst Du am besten bei Deinem behandelnden Arzt. Sollte Dein Arzt Dir Medikamente verschreiben, bezahlen diese auch die Krankenkassen, jedoch musst Du die Rezeptgebühr selbst entrichten.

 


Dauer Dauer

-

Ausfallzeit Ausfallzeit

-

Stationärer Aufenthalt Stationär

-

Das Wichtigste zusammengefasst

Ein Morbus Meulengracht oder Gilbert-Meulengracht-Syndrom ist eine genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung der Leber, bei der es zu einem verminderten Abbau des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin kommt


Der Enzymdefekt tritt gehäuft in Familien auf und wird autosomal-rezessiv vererbt, was bedeutet, dass bei einem betroffenen Elternteil das Risiko einer Erkrankung erhöht ist, sind beide Elternteile betroffen, bekommt das Kind sicher auch diese Stoffwechselstörung


Typische Symptome sind eine Gelbfärbung der Augen, der Schleimhäute und der Haut. Weiter Beschwerden können Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen, Verstimmtheit oder Kopf- und Unterbauchschmerzen sein


Die Erkrankung stellt keine Gefahr für die Gesundheit dar und muss deswegen nicht unbedingt behandelt werden. Nur in sehr schweren Fällen kann es vorkommen, dass der Arzt Medikamente verschreibt

Dr. Benjamin Gehl

Dr. Simone Hermanns

Gibt es eine Frage an unsere Ärzt*innen?

Schritt 1 von 2

50%