Biopsie (Gewebeentnahme)

Eine Biopsie zählt zu den häufigsten Untersuchungen in der Medizin. Besteht bei Dir etwa der Verdacht auf eine Krebserkrankung, kann der Arzt eine Biopsie, auch Gewebeentnahme genannt, veranlassen. Im Rahmen der Biopsie kann so festgestellt werden, ob es sich bei einem verdächtigen Knoten um eine harmlose oder krankhafte Gewebeveränderung handelt. Was Du unter einer Biopsie genau verstehen kannst, wie eine Gewebeentnahme abläuft und wie Du Dich am besten auf diese Untersuchung vorbereiten kannst, sind zentrale Fragen, die dieser Artikel zu beantworten versucht.


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Zuletzt aktualisiert: 29. September, 2020



Was versteht die Medizin unter einer Biopsie?

Eine Biopsie (Gewebeentnahme) zählt zu den häufigsten Untersuchungen in der Medizin. Hat eine vorausgehende Untersuchung ergeben, dass es sich bei Dir um einen auffälligen Befund handelt, so entnimmt Dir Dein Arzt eine Gewebeprobe. Damit kann er klären, ob es sich beispielsweise bei einem verdächtigen Knoten um eine harmlose oder krankhafte Gewebeveränderung handelt. Der Begriff der “Biopsie” stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie “etwas Lebendes betrachten”.
 
Die entnommenen Gewebeteile oder Flüssigkeiten (Biopsat) schickt Dein Arzt anschließend ins Labor. Dort untersuchen Spezialisten das Biopsat unter einem Mikroskop, um gegebenenfalls charakteristische Veränderungen erkennen zu können. Der Pathologe im Labor kann anhand einzelner Zellen oder ganzer Zellverbände den Reifungsgrad der Tumorzellen bestimmen und erhält somit Informationen über die Aggressivität des erkrankten Gewebes. Mit einem kleinen, relativ ungefährlichen Eingriff kann Dein Arzt beispielsweise klären, ob ein Tumor bösartig ist und entfernt werden muss oder nicht.

Eine Biopsie ist ein Diagnoseverfahren, das vielseitig einsetzbar ist.

Welche Arten von Biopsien gibt es?

Mediziner unterscheiden grundsätzlich zwischen Biopsien, bei denen nur ein Teil des verdächtigen Gewebes entnommen (Inzisionsbiopsie) und solchen, bei denen der gesamte verdächtige Bereich herausgeschnitten wird (Exzisionsbiopsie). Letzte Art führt Dein Arzt vor allem dann durch, wenn ein Verdacht auf Hautkrebs oder Darmpolypen – einer möglichen Vorstufe von Darmkrebs – besteht.
 
Entnimmt Dein Arzt nur wenig Gewebe, so genügt eine Nadelbiopsie. Dabei sticht der Mediziner mit einer feinen Hohlnadel in Dein Gewebe. Je nach Durchmesser der Nadel kann er dann mit einer Feinnadelbiopsie einzelne Zellen oder – mit einer Stanzbiopsie – kleine Gewebestücke mit einer Länge zwischen ein und zwei Zentimetern entnehmen. Dein Arzt betäubt die betroffene Stelle. Mit einer Stanznadel “schießt” er unter hoher Geschwindigkeit und gleichzeitiger Ultraschallkontrolle in Dein Gewebe. Er wiederholt diesen Vorgang, um mehrere Gewebezylinder mit einer Länge zwischen ein und zwei Zentimetern zu erhalten, die er anschließend im Labor untersuchen lässt.
 
Bei der offenen Biopsie entnimmt Dein Arzt das Gewebe in einer Operation. Bei der Vakuumbiopsie verwendet er eine gefensterte Hohlnadel, die er zunächst in das Gewebe, welches er untersuchen möchte, einbringt. Mittels Vakuumsog kann er das Gewebe in das Innere der Nadel befördern, anschließend abtrennen und herausziehen. Die Fusionsbiopsie stellt ein modernes Verfahren dar. Gegenüber herkömmlicher Methoden bietet sie Vorteile und gewährt eine präzise Diagnostik und eine hohe Detektionsrate – insbesondere bei noch kleinen Tumoren.
 
Die Ultraschall-MRT-Fusionsbiopsie stellt ein kombiniertes Verfahren der Bildgebung dar. Das MRT liefert Abbildungen, die Dein Arzt mit ultraschallgesteuerten Biopsieaufnahmen in Echtzeit kombiniert. Diese Form der Biopsie stellt durch ihre Präzision einen sicheren Eingriff dar, bei dem Dir der behandelnde Arzt über eine Schädelöffnung, welche nur wenige Millimeter groß ist, Gewebe für eine neuropathologische Untersuchung entnimmt.
 
Kann Dein Arzt durch minimal-operative Biopsieverfahren keinen klaren Befund erzielen, so ist eine operative/offene Biopsie (operative Entnahme von Gewebe) erforderlich. Sie erfolgt meistens unter Vollnarkose. Damit Dein Arzt die verdächtigen Stellen exakt findet, markiert er diese zuvor entweder mammographisch, sonographisch oder kernspintomographisch mit einem dünnen Draht. Dies dient den Operateuren als Hilfe, damit sie wissen, wo sich der auffällige Befund befindet. Ob und wie weit weitere Eingriffe nach einer offenen Biopsie erforderlich sind, hängt vom feingeweblichen Ergebnis ab.
 

Wann wird eine Biopsie durchgeführt?

Fällt Deinem Arzt bei einer körperlichen Untersuchung ein ungewöhnlicher Befund auf, so kann ihm eine Gewebeprobe Aufschluss geben. Oft entnimmt er Dir dabei Gewebe aus Deiner Brust, Deiner Prostata, Deiner Haut oder Deinem Gebärmutterhals. Aber auch Veränderungen in Deiner Leber, Deiner Schilddrüse, Deines Magens oder Deiner Muskeln können Anlass zur Untersuchung geben.
 
Dein Arzt kann eine Biopsie außerdem dafür einsetzen, um neu auftretende Symptome bei bereits behandelten Krebspatienten abzuklären. Kann er beispielsweise auf dem Röntgenbild nicht unterscheiden, ob hinter einer Gewebeveränderung eine Narbenbildung, eine Entzündung oder ein neuer Tumor steckt, kann ihm eine Untersuchung von Gewebeproben weitere Informationen liefern.
 
Einige Beispiele, wann Dir Dein Arzt zu einer Biopsie raten könnte:
 

  • Knoten in der Brust
  • Veränderungen der Magen-, Darm- oder Blasenschleimhaut
  • länger bestehende Schleimhautveränderungen des Gebärmutterhalses
  • auffälliger Tastbefund der Prostata und erhöhter PSA-Wert
  • Schilddrüsenknoten
  • unklare Veränderungen der Haut

 
Auch ein Ultraschall oder Röntgen können ihm bei der Erkennung helfen. So kann Dein Arzt chronische Gewebeentzündungen feststellen oder eine Krebserkrankung ausschließen. Außerdem kann er eine Biopsie veranlassen, um neu aufgetretene Symptome bei Krebspatienten abzuklären. Oftmals gibt ein Röntgenbild zu wenig Aufschluss darüber, ob hinter einer Gewebeveränderung eine Narbenbildung, eine Entzündung oder ein neuer Tumor steckt. Hierfür kann eine Untersuchung von Gewebeproben sehr aufschlussreich sein. Das Ergebnis der Biopsie gilt als entscheidendes Kriterium für Deine weitere Behandlung und Deine Prognose.

Die entnommene Gewebeprobe einer Biopsie wird in ein Labor zur Analyse geschickt.

Welche Informationen liefert eine Biopsie?

Durch die Durchführung einer Biopsie kann Dein Arzt die Diagnostik verbessern und die weitere Behandlung einer Erkrankung optimieren. Mithilfe der minimal-invasiven Radiologie kann Dein Arzt diese Gewebeproben so schonend wie möglich – ohne Operation oder große Hautschnitte – durchführen.
 
Mithilfe einer Biopsie kann Dein Arzt herausfinden, ob es sich bei dem entnommenen Gewebe um eine gutartige oder bösartige Genese handelt. Er untersucht die Gewebeprobe im Labor unter dem Mikroskop. Einfärbung bestimmter Zellen oder Enzyme können Deinem Arzt Hinweise auf eine Erkrankung liefern. Lautet Deine Diagnose Krebs, so kann ihm Deine Gewebeprobe einen Hinweis auf die Art des Tumors und seine Ausbreitung im Gewebe geben. Das Ergebnis der Biopsie ist entscheidend für das weitere Prozedere und bestimmt folglich, ob eine weiterführende Behandlung notwendig ist.
 

Wie kann ich mich auf eine Biopsie vorbereiten?

Dein Arzt kann eine Biopsie entweder unter lokaler Betäubung oder unter Vollnarkose durchführen. Bei der Regionalanästhesie (örtliche Betäubung) betäubt er ein bestimmtes Körperareal. Infolgedessen kommt es zur Schmerzausschaltung und Hemmung der Beweglichkeit. Die Medikamente blockieren die Schmerzweiterleitung über die Nerven an Dein Gehirn. Um die Wirkung zu verlängern, führt Dein Arzt einen dünnen Plastikschlauch (Katheter) an die zu betäubenden Nerven. Über diesen Schlauch kann Dir der Arzt Medikamente verabreichen.
 
Bei der Vollnarkose führt Dein Arzt über medikamentösen Weg einen künstlichen, schmerzfreien Tiefschlaf herbei. Manche Patienten empfinden dies als unangenehmen Kontrollverlust, die meisten allerdings als entspanntes Einschlafen. Bei einer Biopsie im Brust- und Bauchraum solltest Du mindestens vier Stunden vor Deinem Eingriff nichts mehr essen oder trinken. Nimmst Du blutverdünnende Medikamente – wie etwa Marcoumar oder Sintrom – zu Dir, musst Du diese einige Tage vor Deiner Biopsie absetzen, um das Risiko größerer Blutungen zu vermeiden. Die Biopsie sollte möglichst nicht während Deiner Monatsblutung erfolgen, da die allgemeine Blutungsneigung in dieser Zeit erhöht ist. Diesen Gerinnungsstatus kannst Du zuvor mit einer Blutuntersuchung bestimmen lassen.
 

Was passiert bei einer Biopsie?

Eine Biopsie stellt nur einen kleinen Eingriff dar, den Dein Arzt oft ambulant durchführt. Wie lange der Eingriff dauert und welcher Arzt diesen durchführt, hängt davon ab, welcher Körperteil oder welches Organ betroffen ist und davon, welche Technik Dein Arzt wählt.
 
Zunächst desinfiziert der behandelnde Arzt von außen durch die Haut Dein Hautareal großflächig und betäubt Deine Haut. Unter Sichtkontrolle schiebt er anschließend eine Biopsienadel in die zu punktierende Körperstelle. Anschließend entnimmt er Proben (Flüssigkeit, einzelne Zellen, Gewebezylinder, Blut oder Sekret). Nach der Punktion entfernt er die Nadel und versorgt Deine Wunde mit einem Verband. Wundere Dich nicht, wenn Dir Dein Arzt an der Punktionsstelle einen Druckverband befestigt. Abhängig vom betroffenen Organ solltest Du nach der Biopsie eine gewisse Liegedauer auf der punktierten Seite einnehmen, um Nachblutungen zu vermeiden.
 

Wie lange dauert eine Biopsie?

Ablauf und Dauer der Biopsie sind abhängig von der jeweiligen Technik sowie von den Körperregionen, bei dem die pathologisch verdächtige Veränderung festgestellt worden ist. Wie viel Zeit Dein Arzt einplanen muss, ob er den Eingriff ambulant vornimmt und welche Verhaltensmaßnahmen für die Tage nach einer Biopsie einzuhalten sind, musst Du mit Deinem behandelnden Arzt besprechen.
 

Was muss ich nach einer Biopsie beachten?

Die meisten Komplikationen können in den ersten 24 Stunden nach Deiner Biopsie auftreten. Daher solltest Du bis zum nächsten Morgen zur Überwachung im Krankenhaus bleiben. Dein Arzt misst regelmäßig Deinen Puls und Deinen Blutdruck, um rechtzeitig eine Nachblutung aus dem Stichkanal feststellen und behandeln zu können. Eine Bettruhe von sechs bis acht Stunden ist empfehlenswert. Du solltest Dich ein paar Tage nach der Untersuchung noch schonen.
 

Welche Komplikationen und Nebenwirkungen können bei einer Biopsie auftreten?

Biopsien sind meist nur minimale Eingriffe, die geringe Gefahren bergen. Am Ort der Entnahme kann eine Blutung oder ein Bluterguss auftreten. Auch eine Wundinfektion oder eine Verletzung des beobachtbaren Gewebes können eintreten. Manche Menschen fürchten, dass durch eine Gewebeprobe Krebszellen in gesundes Gewebe und in entfernte Körperbereiche gelangen und dort zu Absiedlungen führen. Dies gilt – nach heutigem Forschungsstand – allerdings als sehr unwahrscheinlich.
 
Um Infektionen durch eine Biopsie auszuschließen, verabreicht Dir Dein Arzt manchmal vorsorglich ein Antibiotikum. Selten führen Biopsien zu vorübergehenden Schmerzen und Missempfindungen. Auch leichte Hautblutungen und Hämatome (Blutaustritt ins Gewebe) können auftreten. Eher selten sind starke Blutungen von Organen, die eine Gabe von Blutkonserven oder einen interventionellen oder operativen Eingriff erforderlich machen.
 
Äußerst selten kommt es über die Punktionsstelle zum Eintritt von Krankheitskeimen ins Gewebe und zur Infektion, die die Gabe von Antibiotika (Medikamente) erforderlich machen. Bei Punktionen der Lunge oder des Brustfells kann Luft in den Pleuraraum kommen und Deine Lunge verdrängen. Sehr selten kann es bei der Punktion von Tumorgewebe zur Verschleppung von Tumorzellen über den Punktionskanal und somit zur Absiedlung von Tochtergeschwülsten kommen.
 
Die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten – wie beispielsweise Marcoumar oder Sintrom – kann zu lebensbedrohlichen Blutungen führen. Bitte teile daher Deinem Arzt Deine Medikamente vor dem geplanten Eingriff mit! Denn diese musst Du rechtzeitig vor der Biopsie absetzen. Dein behandelnder Arzt informiert Dich darüber. Eine Biopsie ist im Allgemeinen kein schmerzvoller Eingriff. Bei der Betäubung empfindest Du möglicherweise leichte Stiche, die Du mit denen eines Nadelstichs bei einer Blutentnahme vergleichen kannst. Von der Biopsie selbst solltest Du nichts spüren können.
 

Wie zuverlässig sind die Ergebnisse einer Biopsie?

Mit einer Biopsie kann Dein Arzt herausfinden, ob es sich bei dem entnommenen Gewebe um eine gutartige oder bösartige Genese handelt. Dein Arzt kann nicht nur eine Krebsdiagnose bestätigen oder ausschließen, sondern auch andere Krankheiten durch die Biopsie erkennen und sogar auch zeitlich behandeln. Beispielsweise kann der Chirurg Polypen im Rahmen einer Vorsorge-Darmspiegelung eruieren und mit einer Biopsie-Zange oder speziellen Schlingen abtragen und anschließend histologisch untersuchen.
 
Voraussetzung für ein verlässliches Ergebnis einer Biopsie ist, dass die Gewebeprobe tatsächlich aus dem fachlichen Bereich entnommen wurde. Das Ergebnis der Biopsie entscheidet über das weitere Vorgehen und bestimmt, ob eine weiterführende Behandlung anzustreben ist. Hat Dein Arzt genug Gewebe entnommen, reicht meistens eine einzelne Biopsie für eine sichere Diagnose. Bei manchen Tumorarten muss er allerdings zur Abklärung mehrere Proben entnehmen.

Die Probe einer Biopsie gibt Ausschluss über etwaige Krankheiten.

Wann bekomme ich das Ergebnis meiner Biopsie?

Das Ergebnis der Biopsie ist ein entscheidendes Kriterium für Deine weitere Behandlung und Deine Prognose. Wie lange es dauert, bis der Befund einer Biopsie vorliegt, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Willst Du einen Krebsverdacht abklären, so liegen die Ergebnisse bei Routineuntersuchungen in der Regel nach zwei bis drei Tagen vor. Zusatzuntersuchungen dauern zwischen ein und zwei Wochen, gelegentlich auch länger. Dein Arzt kann Dir nähere Auskunft darüber geben, wie lange Du noch auf Dein Ergebnis warten musst.
 
Bei manchen Tumoren schickt Dein Arzt die Probe auch in ein hoch spezialisiertes Labor mit besonders viel Erfahrung, ein sogenanntes Referenzlabor. Ist eine Diagnose nicht ganz eindeutig, schickt Dein Arzt die Proben an ein zweites Referenzlabor und bittet dort um eine Beurteilung. Deshalb kann es – je nach Situation – auch einige Zeit dauern, bis Du Deine endgültigen Ergebnisse der Biopsie erhältst.
 
Mit der Schnellschnittuntersuchung lässt sich die Ausbreitung eines Tumors während eines operativen Eingriffs bestimmen. Innerhalb weniger Minuten bereitet der Pathologe die entnommene Gewebeprobe auf. Er kann beispielsweise sagen, ob ein Tumor vollständig entfernt wurde und ob die Ränder der Probe bereits im Gesunden liegen, oder ob noch Reste von weiterem bösartigen Gewebe zurückliegen. So kann eine Biopsie in einen größeren Eingriff übergehen.
 
Das Ergebnis der Gewebeanalyse wird bei der Planung und Durchführung des laufenden operativen Eingriffs noch berücksichtigt. Dieses Verfahren birgt allerdings – im Vergleich zur herkömmlichen histologischen Untersuchung – eine höhere Fehlerquote mit sich: Es ist nicht auszuschließen, dass sich eine Gewebeentnahme im Schnellschnitt anhand weniger Schnittebenen zunächst als gutartig beurteiltes Gewebe, bei endgültiger Aufarbeitung doch als bösartig erweist oder umgekehrt. Daher erfordern Schnellschnittuntersuchungen besonders viel Erfahrung des Pathologen. Sei Dir bewusst, dass eine Schnellschnittuntersuchung nicht die üblichen Tests ersetzt! Eine genaue Aufarbeitung und Beurteilung des gewonnenen Materials erfolgt zusätzlich nach Deinem Eingriff. Achtung! Nicht jede Erkrankung und jedes Gewebe eignen sich für eine Schnelluntersuchung.
 

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Biopsie?

Du benötigst für die Biopsie eine ärztliche Überweisung. Diese ist ab ihrem Ausstellungstag einen Monat gültig. Dein Krankenversicherungsträger übernimmt die Kosten einer Biopsie.


Dauer Dauer

Je nach Form

Ausfallzeit Ausfallzeit

Maximal einige Tage

Stationärer Aufenthalt Stationär

1-2 Tage

Das Wichtigste zusammengefasst

Bei der Biopsie entnimmt Dir Dein Arzt kleine Gewebeteile oder Flüssigkeiten (Biopsat) und schickt sie ins Labor. Dort untersuchen Fachärzte das Biopsat unter einem Mikroskop, um gegebenenfalls charakteristische Veränderungen erkennen zu können.


Fällt Deinem Arzt bei einer körperlichen Untersuchung ein ungewöhnlicher Befund auf, so kann ihm eine Gewebeprobe Aufschluss geben. Auch ein Ultraschall oder Röntgen können ihm bei der Erkennung helfen.


Mithilfe einer Biopsie kann Dein Arzt herausfinden, ob es sich bei dem entnommenen Gewebe um eine gutartige oder bösartige Genese handelt. Dein Arzt untersucht die Gewebeprobe im Labor unter dem Mikroskop. Lautet Deine Diagnose Krebs, so kann Deine Gewebeprobe Deinem Arzt einen Hinweis auf die Art des Tumors und seine Ausbreitung im Gewebe geben.


Die meisten Komplikationen treten in den ersten 24 Stunden nach Deiner Biopsie auf. Du solltest bis zum nächsten Morgen zur Überwachung im Krankenhaus bleiben. Dort misst Dein Arzt regelmäßig Deinen Puls und Deinen Blutdruck, um rechtzeitig eine Nachblutung aus dem Stichkanal feststellen und behandeln zu können. Eine Bettruhe von sechs bis acht Stunden ist empfehlenswert.

Dr. Benjamin Gehl

Dr. Simone Hermanns

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