Durchfall (Diarrhö)

Du hast bestimmt schon einmal - oder öfter - an Diarrhö gelitten. Die Diarrhö ist Dir wahrscheinlich besser unter dem Begriff "Durchfall" bekannt. Hast Du eine Stuhlfrequenz von mindestens dreimal täglich? Dein Stuhlgewicht ist außerdem erhöht und liegt bei über 500 Gramm pro Tag? Außerdem ist Dein Stuhl sehr flüssig bis wässrig? Dann leidest Du sehr wahrscheinlich an Durchfall. Bei Durchfall handelt es sich um eine Erkrankung, die Du problemlos selbst an Dir feststellen kannst. Was die Medizin genau darunter versteht und wie Du dem Durchfall vorbeugen kannst, erfährst Du in folgendem Artikel.


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Zuletzt aktualisiert: 23. September, 2020



ICD-10-GM-2020 A09.9

Was versteht die Medizin unter einer Diarrhö?

Du kennst die Diarrhö bestimmt besser unter dem Terminus “Durchfall”. Durchfall ist sehr unangenehm und bezeichnet die vermehrte Entleerung von dünnem bis flüssigem Stuhl. Die Diarrhö bringt auch Deinen Flüssigkeits- und Energiehaushalt durcheinander. Durchfall ist gekennzeichnet durch einen mehr als dreimal täglichen Toilettengang, einen wässrigen oder dünnflüssigen Stuhl, sowie eine Menge von mehr als 250 Gramm pro Tag. Die vermehrte Ausscheidung des wässrigen Durchfalls schwächt Deinen Körper enorm. Dabei sind zwei Arten, nämlich der akute Durchfall und der chronische Durchfall zu unterscheiden. Typische Begleitsymptome sind Fieber, Übelkeit und Erbrechen.
 
Durchfall ist sehr unangenehm und bezeichnet die vermehrte Entleerung von dünnem bis flüssigem Stuhl

Was sind die Anzeichen für eine Diarrhö?

Durchfall kommt selten allein und wird häufig von weiteren Symptomen begleitet. Du kannst eine Diarrhö selbst an Dir beobachten. Häufige Begleiterscheinungen sind Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe, Blähungen, Übelkeit und/oder Kreislaufbeschwerden. Hast Du eine Stuhlfrequenz von mindestens dreimal täglich? Ist Dein Stuhlgewicht erhöht und liegt über 500 Gramm pro Tag? Außerdem ist Dein Stuhl sehr flüssig bis wässrig? Dann leidest Du sehr wahrscheinlich an Durchfall.

Welche Ursachen hat Durchfall?

Die Ursachen einer Diarrhö können sehr vielfältig sein. Hinter einem Durchfall können Infekte, Störungen Deines Hormonhaushalts oder Stress stecken. Häufigste Auslöser sind Bakterien, Parasiten und Viren. Sie lösen eine infektiöse Diarrhö aus. Dabei befallen sie Deinen Dünn- und Dickdarm. Hast Du vor Kurzem möglicherweise verunreinigte Nahrungsmittel gegessen? Denn auch Lebensmittelvergiftungen können Auslöser von Durchfall sein. Durchfall kann aber auch Folgeerscheinung einer Magen-Darm-Grippe sein, welche durch Viren wie Noro- oder Rotaviren verursacht wird. Bösartige Erkrankungen können ebenfalls Durchfall hervorrufen.
 
Es ist sehr wichtig, dass Du die Ursache für Deine Diarrhö herausfindest. Beispielsweise kann ein Reizdarm die Ursache sein. Ein Reizdarm ist eine Funktionsstörung Deines Verdauungstraktes. Möglicherweise spielen Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Stress und Infektionen bei der Entstehung eine zentrale Rolle. Bauchschmerzen, Verstopfung und Durchfall können die Folge sein. Aber auch ein entzündeter Darmdivertikel – Ausstülpungen der Darmschleimhaut an strukturell schwachen Stellen – kann die Ursache sein. Durchblutungsstörungen Deines Darms, chronischer Alkoholmissbrauch, sowie Tumore können weitere Gründe sein.
 
Weiter Faktoren können eine Überfunktion der Schilddrüse oder eine Nebennierenunterfunktion sein. Aber bereits schon Deine Essgewohnheiten können der Grund für die Entstehung von Durchfall sein, denn bestimmte Nahrungsmittel und Getränke – aber auch die Art, wie Du isst – können das Gleichgewicht Deines Verdauungssystems aus dem Gleichgewicht bringen und akuten Durchfall verursachen. Wenn Du bei Dir immer dann Durchfall feststellen kannst, nachdem Du bestimmte Lebensmittel konsumiert hast, könnte das möglicherweise auf eine Lebensmittelunverträglichkeit – zum Beispiel Gluten-Intoleranz oder Allergien gegen bestimmte Nahrungsmittel wie Nüsse – zurückzuführen sein.
 
Leidest Du häufig an Stress durch Deine Arbeit oder gesellschaftliche Anlässe? Bestimmte Ereignisse wie Vorstellungsgespräche, Prüfungen oder Auftritte sind häufig Schuld daran, dass Du plötzlich an Durchfall leidest. Auch Deine Menstruation und die damit verbundenen hormonellen Veränderungen – wie die körperliche Ausschüttung körpereigener Botenstoffe, zum Beispiel Prostaglandine – sind häufig für Durchfall verantwortlich, auch wenn Du normalerweise nicht an Darmproblemen leidest.
 
Durch die Einnahme verschiedener Medikamente, wie beispielsweise Antibiotika, wird Deine Darmflora angegriffen, was wiederum Durchfall auslösen kann. Viele Menschen leiden gerade dann an Durchfallerkrankungen, wenn sie in ferne Länder reisen. Isst Du dort beispielsweise sehr stark gewürzte oder fettige Speisen, kann dies Diarrhö verursachen.
 
Vor dem Verzehr von Obst und Gemüse solltest Du dieses immer sehr gut waschen, denn gewisse Bakterien können ebenfalls für Durchfall verantwortlich sein

Wie lange dauert Durchfall?

Die genaue Dauer von Diarrhö lässt sich nicht voraussagen oder bestimmen, weil sie einerseits abhängig vom jeweiligen Erreger und andererseits von der Art des Durchfalls ist. Während ein akuter Durchfall maximal zwei bis vier Wochen andauert, sprechen Ärzte von einem chronischen Durchfall, sobald Du länger als vier Wochen darunter leidest.
 
Diarrhö selbst ist keine Krankheit, sondern kann ein Symptom vieler Krankheiten sein. Während Durchfall, der durch Rotaviren über Schmierinfektionen übertragen wird, zwei bis sechs Tage andauert, kann Durchfall, der über Noroviren übertragen wird, ein bis zwei Tage andauern. Adenoviren werden ebenfalls über Schmierinfektionen übertragen. Die Dauer ist unterschiedlich. Eine über Campylobacter übertragene Diarrhö kann bis zu einer Woche andauern.
 
Salmonellen werden vor allem über rohe Lebensmittel wie beispielsweise Eier oder Fleisch übertragen. Die darauf zurückzuführende Diarrhö dauert mehrere Tage an. Kolibakterien werden über verunreinigtes Trinkwasser und Schmierinfektionen übertragen und äußert sich durch leichten Durchfall und Erbrechen. Abhängig vom Stamm kann Durchfall wenige Tage bis hin zu Wochen andauern.

Wann sollte ich mit Durchfall zum Arzt gehen?

Leidest Du plötzlich an starkem und krampfartigem Durchfall mit Kreislaufproblemen, dem Du selbst mit Flüssigkeitsaufnahme nicht gegensteuern kannst oder kannst Du Blutauflagerungen in Deinem verdünnten Stuhl erkennen, solltest Du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Das gilt ebenfalls dann, wenn Du zusätzlich zum Durchfall noch erbrechen musst.
 
Vor allem dann, wenn Du aus einem subtropischen oder tropischen Land zurückkehrst, in dem Typhus oder Cholera verbreitet sind, ist bei solchen Symptomen erst recht der Besuch bei Deinem Arzt ratsam. Schau Dir hierfür auf jeden Fall Gesundheitsinformationen und Reisewarnungen zu den wichtigsten Ländern und Regionen beim Auswärtigen Amt im Internet an. Einen kurzzeitig auftretenden Durchfall ohne nennenswerte Begleitsymptome musst Du in der Regel nicht behandeln lassen, da dieser Deine Gesundheit im Normalfall kaum beeinträchtigt.

Wie diagnostiziert der Arzt Durchfall?

Ob Dein Durchfall eine genauere Diagnose erforderlich macht, hängt von seiner Dauer ab. In den meisten Fällen bessert sich Dein Stuhl nach drei Tagen. Kannst Du innerhalb dieses Zeitraums keine Verbesserung beobachten, solltest Du Deinen Arzt aufsuchen. Dieser fragt Dich zunächst zu Deiner Krankengeschichte (Anamnese). Um gut auf Deinen Besuch beim Doktor vorbereitet zu sein, findest Du hier einige Fragen, die Dir dieser stellen könnte:
 

  • Seit wann leiden Sie an Durchfall?
  • Wie oft müssen Sie auf die Toilette?
  • Ist der Stuhl flüssig, schleimig oder blutig?
  • Welche Farbe hat der Stuhl?
  • Bestehen Beschwerden wie Übelkeit oder Bauchschmerzen?
  • Was haben Sie zuletzt gegessen?
  • Sind Sie kürzlich verreist?
  • Haben Sie Vorerkrankungen?
  • Nehmen Sie Medikamente ein, und wenn ja: welche?

Die Ursache von Durchfall können auch bestimmte Medikamente sein
 
Im Anschluss an das Gespräch erfolgt meistens eine gründliche körperliche Untersuchung. Dein Doktor tastet Deinen Bauch ab und horcht ihn mit einem Stethoskop nach Unregelmäßigkeiten. Für die Diagnose von Durchfall benötigt Dein Mediziner zunächst eine Stuhlprobe von Dir. Anhand dieser Probe kann er den Erreger im Labor bestimmen. Auch Blut im Stuhl kann ihm den Hinweis auf Durchfall geben. Liefert die Stuhlprobe keine eindeutigen Ergebnisse, so entnimmt Dein Mediziner eine Blutprobe und testet diese im Labor auf Krankheitserreger. Er kann anhand dieser Blutuntersuchung ebenfalls eine Organ- oder Stoffwechselstörung bei Dir diagnostizieren.
 
Bei der ärztlichen Untersuchung hört er zunächst Deine Lunge ab. Danach misst er Deinen Blutdruck. Nach einem Ultraschall (Sonografie) kann er zusätzlich eine Darmspiegelung (Koloskopie) oder eine Enddarmspiegelung (Sigmoidoskopie) veranlassen.
 
Bei einer Darmspiegelung entnimmt Dein Mediziner Gewebeproben, die er anschließend untersucht (Biopsie). Dein Doktor untersucht Deinen Darm von innen, um die Ursachen für Deine Darmbeschwerden zu finden. Eine Darmspiegelung dient zudem als Vorsorgeuntersuchung für Darmkrebs. Bei der Untersuchung verwendet Dein Doktor ein Koloskop. Das ist ein etwa ein Zentimeter dicker und anderthalb Meter langer, biegsamer Schlauch, der an einem Ende mit einer kleinen Lampe und einer kleinen Kamera ausgestattet ist. Über das andere Ende ist dieser Schlauch mit einem Monitor verbunden. Dein Mediziner führt das Koloskop in Deinen After ein und kann damit Deinen Darm auf einem Bildschirm von innen ansehen. Die Untersuchung dauert in der Regel 15 bis 45 Minuten.

Wie lässt sich Durchfall behandeln?

Wenn Du an Durchfall leidest, musst Du nicht unbedingt zum Arzt. Meistens dauern Deine Beschwerden nur ein paar Tage an. Du solltest viel trinken, weil Dein Körper durch den Durchfall viel Flüssigkeit und Elektrolyte verliert. Trink am besten stilles Mineralwasser und Kräutertees. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine definierte Mischung Natriumchlorid (Kochsalz), Natriumcitrat sowie Kaliumchlorid und Glukose (Traubenzucker) mit einem Liter Wasser. Hast Du keine Elektrolytlösung zur Hand, so kannst Du Dir diese auch selbst zusammenmischen:
 

  • 1 Liter abgekochtes Wasser
  • 1 Teelöffel Kochsalz
  • sieben bis acht Teelöffel Traubenzucker oder ersatzweise Haushaltszucker
  • Organgensaft oder zerdrückte Banane

Um eine erhöhte Darmaktivität zu verhindern, kann Dir Dein Mediziner motilitätshemmende Medikamente verschreiben. Diese verringern Deine Darmbewegungen und verhindern somit weiteren Durchfall. Diese Motilitätshemmer eignen sich nur kurzfristig, da sie über längeren Zeitraum zu Verstopfung führen können. Kaolin ist eine Ton- und Porzellanerde, die Wasser absorbiert und behindernd wirkt. Durch die Einnahme kannst Du die Diarrhö reduzieren. Hefe-Präparate haben eine ähnliche Wirkung und eignen sich auch für Kinder.
 
Du kannst auch Probiotika einnehmen. Das sind spezielle Mikroorganismen, die nach dem Verzehr die Passage durch den sauren Magen größtenteils überleben. Sind die Probiotika im Dickdarm angelangt, so wirken sie dort günstig auf Deine Darmflora. Leidest Du an einem Magen-Darm-Infekt, so sollten die Probiotika die Durchfall-Erreger aus Deiner Darmflora verdrängen und dadurch Deine Genesung fördern. Bitte sei Dir bewusst, dass die Wirkung dieser Probiotika noch nicht ganz klar feststeht. Ob Probiotika überhaupt helfen können, hängt wahrscheinlich auch von Deiner genauen Durchfall-Ursache ab!
 
Leidest Du an besonders schweren, wiederkehrenden Durchfällen – etwa in Folge einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung – bietet die Stuhltransplantation eine noch relativ neue Möglichkeit der Behandlung. Dabei transplantiert Dir Dein Doktor Spender-Fäkalien in Deine Darmflora, um Deine aus dem Gleichgewicht geratene Darmflora positiv zu beeinflussen.
 
Bei Durchfall solltest Du den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust ausgleichen. Am besten sind Getränke ohne Kohlensäure, wie stilles Wasser oder verschiedene Heilpflanzentees. Auch Brombeertee, Kamillentee, Eichenrindentee, Eisenkrauttee, Fencheltee und Heidelbeertee tun Dir jetzt sehr gut

Welche Hausmittel helfen bei Durchfall?

Trink viel! Denn bei Durchfall solltest Du den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust ausgleichen. Am besten sind Getränke ohne Kohlensäure, wie stilles Wasser oder verschiedene Heilpflanzentees. Auch Brombeertee, Kamillentee, Eichenrindentee, Eisenkrauttee, Fencheltee und Heidelbeertee tun Dir jetzt sehr gut. Pflanzliche Hausmittel, die Dir zusätzlich guttun, sind geriebene Äpfel, Flohsamen, getrocknete Heidelbeeren und Brombeerblätter. Auch Heilerde kann Dir helfen. Das ist ein spezieller, sehr feiner Sand (Löß), der sich aus verschiedenen Mineralien und Spurenelementen zusammensetzt. Damit kannst Du leichten Durchfall einfach selbst behandeln. Das fein gemahlene Heilerde-Pulver kann Flüssigkeiten aufsaugen und Giftstoffe binden. Verrühre ein bis zwei Teelöffel Heilerde in einem halben Glas Wasser oder Tee. Entnimm die genaue Zubereitung bitte der Packungsbeilage und frage Deinen Arzt oder Apotheker. Trink die Mischung anschließend in kleinen Schlucken.
 
Verzichte auf fette Speisen, scharf Gebratenes, stark gewürztes oder scharfes Essen, Zitrusfrüchte, Hülsenfrüchte, sowie frische Heidelbeeren. Auch Sauerkraut und Sauerkrautsaft sind jetzt eher ungünstig für Dich, da diese eine leicht abführende Wirkung haben. Verzichte zudem auf Gummibärchen und Schokolade, solange Du unter Durchfall leidest. Denn der enthaltene Zucker strapaziert die angegriffene Darmschleimhaut zusätzlich. Meide zudem milchhaltige Getränke! Verzichte auf Kaffee, Kakao, Fruchtsäfte, Limonaden, kohlensäurehaltige Getränke, sowie Alkohol.

Wie kann ich einem Durchfall vorbeugen?

  • Um Diarrhö vorzubeugen, solltest Du bestimmte Hygiene- und Verhaltensregeln einhalten. Häufiges Händewaschen ist dabei besonders wichtig!
  • Verzichte zudem auf Deinen Reisen auf Leitungswasser und daraus hergestellte Produkte wie Eiswürfel, gespritzten Fruchtsaft, etc. Rotes Fleisch – sowie andere rohe Lebensmittel – solltest Du möglichst meiden.
  • Schäle Obst und Gemüse immer und verzehre es nicht mit der Schale! Halte Dich an den Satz: “Koch es, schäl es oder lass es!”
  • Greif zudem zu Vollkornprodukten anstatt von Weißmehlprodukten.
  • Achte auf ein Normalgewicht.
  • Achte auf ausreichende Bewegung: gehe mindestens eine halbe Stunde am Tag spazieren und betreibe Sportarten, die Dir Spaß machen. Gut sind vor allem Joggen, Walken, Radfahren oder Schwimmen.

Was kann ich bei Reisedurchfall tun?

  • Wenn Du vor allem gern in asiatischen, afrikanischen oder südamerikanischen Ländern auf Reisen bist, dann solltest Du gut aufpassen und unbedingt einige sehr wichtige Hygienemaßnahmen einhalten.
  • Achte unbedingt auf eine angemessene Nahrungsmittelhygiene: Obst und Gemüse solltest Du vor dem Verzehr waschen, schälen oder gegebenenfalls kochen.
  • Verzichte auf rohes Fleisch!
  • Eine angemessene Handhygiene ist sehr wichtig!
  • Solltest Du auf Reisen sein und keinen Arzt erreichen können, so kannst Du Durchfall auch selbst mit Antibiotikum behandeln. Achte beim Kauf darauf, dass es sich um ein Präparat ausschließlich zur Behandlung von Darminfektionen handelt. Dieses Antibiotikum wirkt allerdings nur gegen Bakterien. Gegen Viren und die meisten Parasiten richtet sich der Wirkstoff nicht. Wirkstoffe wie Loperamid, die die Darmtätigkeit hemmen, gehören deshalb unbedingt in Deine Reiseapotheke!

Solltest Du auf Reisen sein und keinen Arzt erreichen können, so kannst Du Durchfall auch selbst mit Antibiotikum behandeln. Achte beim Kauf darauf, dass es sich um ein Präparat ausschließlich zur Behandlung von Darminfektionen handelt
 
Nimm dieses Medikament nicht länger als ein bis zwei Tage ein. Such deshalb so schnell wie möglich einen Arzt auf! Bevor Du eine Reise antrittst, solltest Du Dich zuvor über mögliche, typische Durchfall-Erreger – wie Typhus oder Cholera – informieren und Dich impfen lassen! Hältst Du Dich an all diese Tipps, so kannst Du auch Länder mit niedrigen Hygienestandards ohne Erkrankung durch Durchfall bereisen.

 


Dauer Dauer

2-7 Tage

Ausfallzeit Ausfallzeit

Einige Tage

Stationärer Aufenthalt Stationär

Nicht notwendig

Das Wichtigste zusammengefasst

Du kannst eine Diarrhö selbst an Dir beobachten. Häufige Begleiterscheinungen eines Durchfalls sind Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe, Blähungen, Übelkeit und/oder Kreislaufbeschwerden


Ursache eines Durchfalls können Infekte, Störungen Deines Hormonhaushalts oder Stress sein. Häufigste Auslöser sind Bakterien, Parasiten oder Viren


Trink viel! Denn Dein Körper verliert durch den Durchfall viel Flüssigkeit und Elektrolyte. Trink am besten stilles Mineralwasser und Kräutertees. Verzichte zudem auf fette Speisen, scharf Gebratenes, stark gewürztes oder scharfes Essen, Zitrusfrüchte, Hülsenfrüchte, sowie frische Heidelbeeren. Auch Sauerkraut und Sauerkrautsaft sind jetzt eher ungünstig für Dich, da diese eine leicht abführende Wirkung haben


Achte auf Deinen Reisen auf eine angemessene Hygiene und informiere Dich über Krankheiten, die es dort gibt. Lass Dich gegen diese impfen, bevor Du Deine Reise antrittst

Dr. Benjamin Gehl

Dr. Simone Hermanns

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