Legasthenie (Lese-Rechtschreibstörung)

Als Legasthenie wird eine Lese- und Rechtschreibstörung bezeichnet, an der rund 15 Prozent der Weltbevölkerung leiden. Die Diagnose wird häufig in jungen Jahren gestellt, wenn die betroffenen Kinder eingeschult werden und verminderte Leistungen zeigen. Sie haben Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben, verwechseln Buchstaben und können sich Gelesenes nur schlecht einprägen. Alle wichtigen Informationen und Details zu dieser Störung kannst Du hier nachlesen.


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Online-Redaktion

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Zuletzt aktualisiert: 30. September, 2020



ICD-10-GM-2020 F81
 

Was versteht die Medizin unter einer Legasthenie?

In der Medizin versteht man unter einer Legasthenie die verminderte Fähigkeit zu lesen und zu schreiben. Diese Störung hängt nicht mit der Intelligenz der Betroffenen zusammen. Betroffene haben lediglich Schwierigkeiten dabei, die gesprochene Sprache in die geschriebene umzuwandeln und umgekehrt, weisen aber sonst keine Leistungsdefizite auf.
 
Die Begriffe Legasthenie, Dyslexie, Lese-Rechtschreibstörung, Lese-Rechtschreib-Schwäche und LRS dienen dazu, diese Störung zu benennen. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden sie häufig synonym verwendet. Allerdings haben sie einen bedeutenden Unterschied: Im Gegensatz zur Legasthenie handelt es sich beim Begriff der Lese-Rechtschreib-Schwäche um eine rein pädagogische Bezeichnung. Dieser soll zum Ausdruck bringen, dass es sich nicht um eine unheilbare Störung handelt, sondern um eine Schwäche, die mithilfe von geeigneter Förderung ausgeglichen werden kann. In der Medizin sind allerdings die Begriffe Legasthenie, Lese-Rechtschreibstörung oder kurz LRS üblich.
 
Meistens diagnostiziert ein Arzt die Legasthenie bereits im Grundschulalter, wenn Kinder das Lesen und Schreiben lernen. In diesem Alter lassen sich die ersten Anzeichen einer solchen Störung beobachten. Jungen sind häufiger davon betroffen als Mädchen. Durch eine spezielle Förderung ist es möglich, die Störung positiv zu beeinflussen, sodass sich die Symptome weniger stark äußern.

Eine Legasthenie ist eine Lese- und Rechtschreibstörung.

Was sind die Symptome einer Legasthenie?

Die Symptome einer Legasthenie können unterschiedlich ausfallen. Der Großteil der Betroffenen hat sowohl eine Lese-, als auch eine Rechtschreibstörung. Es gibt aber auch Legastheniker, die nur an einer der beiden Schwächen leiden.
 
Bei einer Lesestörung brauchen die Patienten im Kindesalter oft sehr lange, um das Lesen zu erlernen. Sie entwickeln die Fähigkeit dabei nur sehr langsam und benötigen viel Zeit, um einzelne Wörter zu entziffern. Außerdem geben sie oft Worte falsch wieder, lassen Wortteile aus, verdrehen oder verwechseln sie und vertauschen Buchstaben oder sogar ganze Wörter, sodass sie den gelesenen Text nicht immer verstehen.
 
Bei einer Rechtschreibstörung schreiben die Betroffenen die Wörter hingegen nach der Sprache, weshalb sie häufig ähnlich klingende Buchstaben verwechseln. Sie vertauschen so beispielsweise „c“ und „k“ oder „b“ und „p“. Zudem haben sie Schwierigkeiten mit Buchstaben, die sich optisch ähneln, wie zum Beispiel „p“ und „q“, oder fügen die Buchstaben in der falschen Reihenfolge in Wörter ein. Auch Worttrennungen bereiten ihnen Probleme, ebenso wie die Groß- und Kleinschreibung.
 
Sowohl eine Lese-, also auch eine Rechtschreibstörung stellt für betroffene Schulkinder eine enorme Belastung dar. Das Erarbeiten von Texten in der Schule kostet sie sehr viel Zeit und Mühe. Die häufige Fehlerquote birgt auch psychische Belastungen, die zu mangelndem Selbstbewusstsein der jungen Legastheniker führen. Die Schwierigkeit, in der Schule genügende Leistungen zu erbringen, kann sogar Prüfungsangst oder Angst vor der Schule im Allgemeinen auslösen.
 

Welche Ursachen hat eine Legasthenie?

Die genauen Ursachen für die Entstehung einer Legasthenie konnten bis dato nicht eindeutig geklärt werden. Spezialisten gehen allerdings davon aus, dass das Vorliegen dieser Störung unter anderem genetischen Faktoren zugrunde liegt. Es lässt sich nämlich beobachten, dass oftmals mehrere Mitglieder einer Familie an einer LRS leiden.
 
Forscher konnten verschiedene Gene identifizieren, die einen Einfluss auf die Lese- und Rechtschreibfähigkeit einer Person haben. Diese Gene sind für die Entwicklung von verschiedenen Gehirnbereichen zuständig, die nicht nur die gesprochene Sprache wahrnehmen, sondern diese auch in die geschriebene umwandeln.
 
Des Weiteren argumentieren Mediziner, dass Neugeborene, die an Legasthenie leiden, akustische Signale bereits unterschiedlich wahrnehmen und verarbeiten als Nicht-Legastheniker und dass die Hirnregionen, die für die Sprachverarbeitung zuständig sind, oftmals nicht synchron arbeiten und schlechter vernetzt sind als bei Personen, die nicht an einer LRS leiden. Daher können sich die Betroffenen beim Lesen häufig auch schlechter konzentrieren.
 

Welche Risikofaktoren begünstigen eine Legasthenie?

Obgleich sich in jeder sozialen Schicht Personen mit Lese- und Rechtschreibstörungen finden lassen, kann eine Legasthenie auch durch ungünstige psychosoziale Verhältnisse im Elternhaus verursacht werden. Ein nachteiliges soziales Niveau gilt als Risikofaktor für das Auftreten einer LRS. Wenn die Eltern über ein hohes Ausbildungsniveau verfügen, können sie nämlich ihr Kind beim Lernen und dem Erledigen der Hausaufgaben besser unterstützen und so auch der Entwicklung einer Lese- und Rechtschreibstörung positiv entgegenwirken.
 
Viele Kinder leiden außerdem darunter, wenn sich die Eltern scheiden lassen oder die Familie umzieht. Das kann in manchen Fällen in einer Legasthenie resultieren. Die Betreuung durch einen Psychologen kann in diesem Fall hilfreich sein. Eine Therapie kann nämlich dazu beitragen, die Störung auszutherapieren, sodass das Kind die Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben hinter sich lassen kann.
 
Eine beeinträchtigte visuelle Wahrnehmung kann ebenfalls eine Legasthenie begünstigen. Forscher konnten herausfinden, dass die Steuerung der Augenbewegungen bei Legasthenikern oftmals nicht vollständig ausgeprägt ist, weshalb Betroffene langsam lesen und sich teilweise am Ende des Satzes nicht mehr an den Inhalt des Satzanfangs erinnern können. Des Weiteren führt die Ungenauigkeit der Augen dazu, dass leicht Zeilen übersprungen oder Wörter ausgelassen werden.
 
Ein weiterer Aspekt, der in diesem Kontext als Risikofaktor gilt, ist eine Sprachentwicklungsverzögerung. Kinder, die eine verzögerte Sprachentwicklung haben, neigen in der Regel auch zu Legasthenie. Gleichermaßen als Risikofaktor gilt ein geschwächtes phonologisches Bewusstsein, denn dieses sorgt für die Entschlüsselung und das Verständnis von Wörtern beim Lesen und ist bei Personen mit einer Lese- und Rechtschreibstörung meistens geschwächt.

Bei einer Legasthenie verwechseln Betroffene oft Buchstaben, die sich ähnlich sehen.

Wann sprechen Ärzte von einer Dyslexie?

Als Dyslexie bezeichnen Ärzte einen Sonderfall der Lesestörung, der häufig bei Legasthenikern auftritt. Die Störung kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein, wird durch genetische Faktoren begünstigt und kann entweder angeboren sein oder im Laufe des Lebens erworben werden, wenn die für das Lesen zuständige Gehirnregion durch einen Unfall oder einen Schlaganfall geschädigt wird.
 
Bei einer Dyslexie verlangsamt sich die Lesegeschwindigkeit der Betroffenen, sie verstehen den gelesenen Text nicht, irren sich in der Zeile oder vertauschen Buchstaben. Mittels verschiedener Untersuchungen und Tests können Ärzte eine Dyslexie diagnostizieren. Die Behandlung erfolgt durch spezielle Förderung und wird bei Schulkindern durch eine angepasste Leistungsbeurteilung ergänzt.
 

Wie diagnostiziert der Arzt eine Legasthenie?

Wenn Du vermutest, dass Dein Kind eine Legasthenie hat, solltest Du so rasch wie möglich einen Kinderarzt aufsuchen, denn je früher dieser die Diagnose stellt, desto eher kann das Kind in seiner Entwicklung unterstützt werden, wodurch sich die Prognose maßgeblich verbessern kann.
 
Um eine LRS feststellen zu können, wird der Kinderarzt zunächst ein Gespräch mit Dir und Deinem Kind suchen, in dem er einige wichtige Informationen einholen wird. Dafür wird er Dir diverse Fragen zur bisherigen Entwicklung Deines Kindes stellen. In diesem Kontext bringt er in Erfahrung, wann Dein Kind begonnen hat zu sprechen, wie es mit seinen Hausübungen zurechtkommt und ob es gerne zur Schule geht. Außerdem wird sich der Arzt dafür interessieren, ob eine weitere Person aus Deiner Familie ebenso an Legasthenie leidet.
 
Im Anschluss an das Gespräch führt der Arzt mit Deinem Kind eine Reihe von Tests durch. Im Rahmen dieser analysiert er, ob Dein Kind beim Lesen und Schreiben Probleme hat und worin die Ursachen dafür liegen. Der Fokus dieser Tests liegt einerseits auf der Hör- und Sehfähigkeit Deines Kindes, denn eine verminderte Hör- und Sehleistung kann zwar in einer Legasthenie resultieren, muss aber gesondert behandelt werden. Daher ist es wichtig, diese Diagnosen auszuschließen.
 
Andererseits beziehen sich die Tests, die der Arzt durchführt, auf die Lese- und Schreibfähigkeit Deines Kindes. Diese überprüft der Arzt, indem er Dein Kind einen kleinen Text schreiben und anschließend vorlesen lässt. Außerdem kann er mittels Elektroenzephalografie die Hirnströme messen. Bei dieser völlig schmerzfreien Untersuchung des Zustands der Hirnstruktur kann er überprüfen, ob eine Schädigung der Hirnstruktur vorliegt.
 
Zudem kann der Arzt auch einen Intelligenztest durchführen, um nachvollziehen zu können, ob die schlechteren Leistungen Deines Kindes im Vergleich zu anderen Kindern auf eine niedrige Intelligenz, und nicht etwa auf eine Lernstörung zurückzuführen sind. Um herauszufinden, ob sich die Probleme beim Lesen und Schreiben negativ auf die Psyche Deines Kindes auswirken, kann der Arzt zuletzt auch noch einen Test durchführen, der auf die psychische Befindlichkeit und Konzentrationsfähigkeit Deines Kindes schließen lässt.
 

Wie wird eine Legasthenie behandelt?

Wenn Du den Verdacht hast, dass Dein Kind an Legasthenie leidet, solltest Du so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen, um die Behandlung in die Wege zu leiten. Diese sollte so rasch wie möglich beginnen. Das liegt einerseits daran, dass die Maßnahmen zur Förderung Deines Kindes größere Erfolge versprechen, wenn die Therapie früh beginnt, und andererseits kannst Du durch einen frühen Behandlungsstart verhindern, dass sich die Störung weiterentwickelt. Damit kannst Du in weiterer Folge auch die Probleme, die Dein Kind in seiner Schulkarriere hat, verringern.
 
Am wichtigsten ist es, dass Du Deinem Kind im Rahmen der Behandlung viel Geduld und Verständnis entgegenbringst. Es ist ebenso bedeutsam, dass Du die Lehrer Deines Kindes über die LRS aufklärst und sie darum bittest, Deinem Kind keinen allzu großen Leistungsdruck entgegenzubringen. Auf Druck reagieren die meisten Kinder mit einer Verstärkung der Störung und auch Hänseleien von Mitschülern können dazu führen, dass die kleinen Patienten psychische Erkrankungen entwickeln.
 
Durch gezielte Therapiemaßnahmen kann eine Legasthenie behandelt werden. Besonders wichtig ist die Förderung auch abseits der Schule. Diese erfolgt mittels spezieller Lese- und Schreibübungen, bei denen Lesehilfen oder Computerprogramme als Hilfsmittel eingesetzt werden können.
 

Wie ist die Prognose bei einer Legasthenie?

Obgleich eine Legasthenie nicht verhindert werden kann, kann sie in anfänglichen Stadien bereits behandelt werden, wodurch sich die Prognose verbessert. Wenn Du Dein Kind bereits bei frühzeitigen Anzeichen von einem Kinderarzt diagnostizieren lässt und behandelnde Maßnahmen ergreifst, kannst Du die Prognose so weit optimieren, dass die defizitären Leistungen im Vergleich zu anderen Kindern beinahe ausgeglichen werden können.
 

Wie wirkt sich eine Legasthenie auf den Alltag aus?

Eine Legasthenie wirkt sich auf den Alltag der Betroffenen aus, denn sie haben Probleme beim Lesen und Schreiben von Texten, auch wenn diese nur kurz sind. Das führt einerseits zu Problemen in der Schule, weil das betroffene Kind die geforderten Leistungen nicht erbringen kann, kann aber auch im Alltag ein Problem darstellen. Nicht zu vernachlässigen sind die Auswirkungen auf die Psyche der Patienten; ein geringes Selbstbewusstsein ist bei den Betroffenen nicht selten.
 

Wie können Eltern ihre Kinder unterstützen?

Wenn Dein Kind in der Schule Probleme hat und nur geringe Leistungen erbringt, solltest Du einen Kinderarzt aufsuchen, um zu überprüfen, ob es an einer Legasthenie leidet. Wenn der Arzt die Diagnose stellt und Dein Kind tatsächlich eine Lese- und Schreibstörung hat, solltest Du Deinen Arzt bitten, Dir Förderungsmaßnahmen zu nennen, damit Du Dein Kind außerhalb der Schule so gut es geht fördern kannst. Außerdem solltest Du Kontakt zu sämtlichen Lehrern Deines Kindes suchen und sie über die verminderte Leistungsfähigkeit aufklären. Gegebenenfalls kannst Du auch mit den Eltern der Mitschüler sprechen, um Dein Kind vor Hänseleien anderer Schüler zu schützen.
 
Des Weiteren solltest Du einen Nachteilsausgleich beantragen, um sicherzugehen, dass Dein Kind in der Schule eine gesonderte Benotung bekommt, die an seine Leistungsfähigkeit angeglichen ist.
 
In jedem Fall solltest Du stets darauf achten, Dein Kind beim Lernen nicht unter Druck zu setzen. Außerdem solltest Du ihm zu jeder Zeit mit viel Geduld und Verständnis gegenüberzutreten. Denn Dein Kind kann nichts für seine Lernschwäche und braucht Deine volle Unterstützung. Ebenso solltest Du versuchen, gelassen auf Misserfolge zu reagieren. Zu viel Druck kann zu einer psychischen Belastung werden und im schlimmsten Fall sogar zu einer Depression führen.

Wenn ein Kind an Legasthenie leidet, braucht es unbedingt die Unterstützung von Eltern und Lehrern.

Was ist unter dem sogenannten Nachteilsausgleich zu verstehen?

Ein Nachteilsausgleich bedeutet, dass Dein Kind über einen Notenschutz verfügt, wenn es an Legasthenie leidet. Lehrer bewerten die Leistungen des Kindes dann in der Schule anders. Auf diese Weise können sie die Nachteile, die das Kind durch seine Lernstörung hat, ausgleichen. Das soll helfen, das Kind von schulbedingtem Druck zu entlasten.
 
Vielen Kindern hilft dieser Notenschutz dabei, Selbstvertrauen aufzubauen und die meisten Familien sind dankbar, auf diesen Nachteilsausgleich zurückgreifen zu können. Der Nachteilsausgleich wird je nach Kulturministerium eines Landes festgelegt und variiert somit. Wenn der Arzt Deines Kindes eine Legasthenie diagnostiziert, solltest Du auf jeden Fall einen Antrag auf den Notenschutz stellen.
 

Wie kann ich einer Legasthenie vorbeugen?

Man kann einer Legasthenie zwar nicht vorbeugen, allerdings besteht die Möglichkeit der Frühförderung. Es ist essenziell, eine Lese- und Rechtschreibstörung früh zu erkennen und zu behandeln. So können die Leistungsdefizite, die betroffene Kinder im Vergleich zu Nicht-Legasthenikern haben, häufig ausgeglichen werden. In der Regel verbessert sich die Ausprägung der Lesestörung dabei schneller als jene der Rechtschreibstörung.
 

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung einer Legasthenie?

Um die Legasthenie Deines Kindes diagnostizieren zu lassen, solltest Du einen Kinderarzt aufsuchen. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für diese Untersuchung, sofern Du Dich dafür mit Deinem Kind an einen Kassenarzt wendest. Ob die Versicherung die Kosten für etwaige Therapiemaßnahmen übernimmt, solltest Du individuell klären. Die vertraglichen Regelungen können nämlich je nach Krankenkasse abweichen und hängen auch davon ab, welche Maßnahmen Dein Kinderarzt empfiehlt.


Dauer Dauer

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Ausfallzeit Ausfallzeit

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Stationärer Aufenthalt Stationär

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Das Wichtigste zusammengefasst

Eine Legasthenie, in der Medizin auch als Lese-Rechtschreibstörung oder kurz LRS bezeichnet, beschreibt die verminderte Fähigkeit zu lesen und zu schreiben. Die Störung, die oft im Grundschulalter diagnostiziert wird, hängt nicht mit der Intelligenz der Betroffenen zusammen und liegt vermutlich genetischen Faktoren zugrunde. Nachteilige psychosoziale Verhältnisse begünstigen das Vorkommen der LRS.


Die Lese-Rechtschreibstörung wird von Ärzten mittels verschiedener Tests diagnostiziert und kann durch entsprechende Förderung ausgeglichen werden. Dabei kommen verschiedene Lesehilfen oder Computerprogramme zum Einsatz. Eine außerschulische Förderung ist unumgänglich, um Erfolge zu erzielen.


Es ist wichtig, betroffenen Kindern viel Verständnis und Geduld entgegenzubringen. Um den schulischen Druck zu minimieren, gibt es einen sogenannten Nachteilsausgleich. Es handelt sich dabei um einen Notenschutz. Die Lehrer betroffener Kinder beurteilen diese auf gesonderte Art und Weise, um die Nachteile, die mit der Lernstörung einhergehen, auszugleichen.


Die Entwicklung einer Legasthenie kann weder verhindert noch vorgebeugt werden, allerdings kann die Prognose durch frühe Therapiemaßnahmen maßgeblich verbessert werden. Wenn Du den Verdacht hast, dass Dein Kind an einer Legasthenie leidet, solltest Du rasch einen Arzt aufsuchen, um die Störung diagnostizieren zu lassen. Je früher Förderungsmaßnahmen ergriffen werden, desto eher besteht die Möglichkeit, die Nachteile des Kindes im Vergleich zu Nicht-Legasthenikern auszugleichen.

Dr. Benjamin Gehl

Dr. Simone Hermanns

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