Verstopfung (Obstipation)

Die Obstipation, besser bekannt als Verstopfung, ist ein Symptom, bei dem es zu einem eingeschränkten Stuhlgang kommt. Betroffene müssen großen Druck ausüben, um eine kleine Menge harten Kot auszuscheiden. Eine Verstopfung kann plötzlich auftreten, also akut sein oder auch einen chronischen Verlauf nehmen. Im schlimmsten Fall zieht sich eine Verstopfung über Monate und sogar Jahre. Eine Obstipation ist ein Symptom, das auf verschiedene Krankheiten hinweisen kann. Leidest Du an Verstopfung will Dir Dein Körper sagen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Wie der Arzt eine Obstipation diagnostiziert und welche Behandlungen es gibt, erfährst Du in diesem Beitrag.


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Zuletzt aktualisiert: 21. April, 2021



Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Bei der Verstopfung hast Du meist weniger als dreimal pro Woche Stuhlgang und kannst nur unter erschwertem und schmerzhaftem Druck harten Kot ausscheiden. Dein Stuhl bleibt dadurch längere Zeit in Deinem Darm, wodurch er eine harte und klumpige Form erhält.


Eine Obstipation hat viele Ursachen: Du kannst sie oft auf eine falsche Ernährung zurückführen. Nimm ausreichend Ballaststoffe zu Dir und achte auf eine ausreichende Trinkmenge! Auch Stress, Diabetes oder Parkinson können Ursachen für Verstopfung sein.


Du musst zwischen einer vorübergehenden und einer chronischen Obstipation unterschieden. Bei einer vorübergehenden Obstipation endet diese bereits nach wenigen Tagen. Bei der chronischen Obstipation dauern die Beschwerden länger als drei Monate an.


Achte auf eine ballaststoffreiche Ernährung. Trink außerdem ein Glas Wasser zum Frühstück, iss Joghurt, Olivenöl und Flohsamen. Flohsamen wirken stuhlregulierend und beschleunigen demnach einerseits die Darmpassage bei Verstopfung, helfen aber auch bei Durchfall. Bewege Dich außerdem regelmäßig und treib Sport. Das bringt Deinen Kreislauf in Schwung. Außerdem ist es wichtig, dass Du immer in Ruhe isst und ausreichend trinkst.

ICD-10-GM-2020 K59.
 

Was versteht die Medizin unter einer Verstopfung?

Wie oft der Stuhlgang am Tag erfolgt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Experten sind der Meinung, dass alles – den Stuhlgang betreffend – zwischen dreimal täglich und dreimal pro Woche als normal gilt. Leidest Du an Verstopfung (Obstipation), so hast Du meist weniger als dreimal pro Woche Stuhlgang und kannst nur unter erschwertem und schmerzhaftem Druck harten Kot ausscheiden.
 
Dein Stuhl bleibt dadurch längere Zeit in Deinem Darm, wodurch er eine harte und klumpige Form erhält. Obstipation kann akut oder chronisch auftreten. Während die akute Form plötzlich und merklich beginnt, kann sich die chronische Form schleichend entwickeln und sich über Monate oder Jahre hinziehen. Leidest Du über einen Zeitraum von ungefähr drei Monaten unter hartem oder seltenem Stuhlgang, so spricht die Medizin von chronischer Obstipation.

Bei einer Verstopfung bleibt der Kot übermäßig lange im Darm, wodurch er hart und schwer auszuscheiden wird.

Welche Symptome treten bei Verstopfung auf?

Verstopfung ist ein Symptom, bei dem Dein Stuhl über einen längeren Zeitraum hart ist und Du diesen nur durch starkes Pressen – und seltener als gewohnt – entleeren kannst. Deine Lebensqualität kann dadurch hochgradig negativ beeinflusst sein.
 
Der Obstipation können verschiedene Ursachen zugrunde liegen. Bist Du von Obstipation  betroffen, so leidest Du sehr wahrscheinlich auch unter Blähungen und Darmgeräuschen. Vor allem leidest Du aber unter wiederkehrenden, stechenden oder krampfartigen Bauchschmerzen. Auch ein Völlegefühl und Unwohlsein sind häufig auftretende Symptome.
 
Dazu kommen auch noch Appetitlosigkeit, Müdigkeit und das Gefühl, dass Dein Enddarm regelrecht blockiert ist und Du ihn nicht vollständig entleeren kannst. Möglicherweise kannst Du bald auch Gewichtsverlust und Abgeschlagenheit bei Dir beobachten. Kannst Du zudem Blut in Deinem Stuhl ausmachen, solltest Du einen Arzt aufsuchen. Bestehen Deine Beschwerden seit mehr als drei Monaten, so spricht Dein Arzt von chronischer Verstopfung.
 

Welche Ursachen hat eine Verstopfung?

Obstipation ist keine Krankheit, sondern ein Symptom – also ein Zeichen Deines Körpers, dass irgendetwas nicht stimmt. Du kannst die Obstipation auf verschiedene Ursachen zurückführen. Hast Du in bestimmten Situationen Verstopfung – zum Beispiel während einer fieberhaften Erkrankung – sprechen Mediziner von einer vorübergehenden oder situativen Obstipation.
 
Oft kann Dein Arzt die Verstopfung auf eine falsche Ernährung zurückführen. Nimmst Du zu wenig Ballaststoffe zu Dir, so kann dies bereits zu einer Verstopfung führen. Auch ein Flüssigkeits- und Bewegungsmangel können Ursachen für dieses Symptom sein. Achte also darauf, ausreichend Flüssigkeit zu Dir zu nehmen und Dich ausreichend zu bewegen. Auch das Essen auf einer Reise kann vorübergehend eine Obstipation auslösen.
 
Eine chronisch habituellen Obstipation kannst Du auf eine Funktionsstörung Deines Darms zurückführen. Die Ursachen sind dabei nicht eindeutig geklärt. Eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr, ballaststoffarme Ernährung, Bewegungsmangel sowie eine häufige Unterdrückung des Stuhlgangreizes sind mögliche Trigger. Leidest Du an einem Reizdarmsyndrom, treten bei Dir abwechselnd Verstopfung und Durchfall auf. Die Ursachen hierfür sind bislang nicht bekannt.
 
Auch Medikamente können eine Obstipation auslösen. Eisenpräparate, kalzium- und aluminiumhaltige Präparate gegen Sodbrennen sowie Antidepressiva können Deinen Darm träge machen. Auch Anticholinergika – zum Beispiel bei Reizblase und Inkontinenz, Parkinson und Asthma -, Opiate (starke Schmerzmittel) oder das Hustenmittel Codein können weitere mögliche Ursachen sein. Manchmal kann auch ein Kaliummangel schuld an Deiner Verstopfung sein. Dieser kann sich beispielsweise dann entwickeln, wenn Du vermehrt Abführmittel einnimmst.
 
Auch diverse Darmerkrankungen können Auslöser für Probleme und Schmerzen beim Stuhlgang sein. Leidest Du zudem an Hormonstörungen wie etwa einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), Diabetes, Überfunktion der Nebenschilddrüse (Hyperthyreoidismus) oder bist Du schwanger, so können dies weitere Ursachen für eine Obstipation sein.
 
Stress ist eine weitere wichtige Ursache. Weiters können psychische Belastungen wie Depressionen und MagersuchtAuslöser für Obstipation sein. Wichtig ist es daher, nicht nur auf Deine körperliche, sondern auch auf Deine psychische Gesundheit zu achten.
 

Was führt bei Babys und Kindern zu Verstopfung?

Hat Dein Kind einmal pro Woche einen harten, trockenen und meist schmerzhaften Stuhlgang, spricht der Arzt bei Deinem Kind bereits von Verstopfung. Ursachen hierfür können mitunter in einer falschen Ernährung liegen. Wenn Dein Kind an einem Mangel an Ballaststoffen, Flüssigkeit und Bewegung leidet, besteht ein erhöhtes Risiko für eine Obstipation. Lebensmittel wie Bananen, Weißbrot, Kuchen, Schokolade und andere Süßigkeiten können bei Kindern zu Verstopfung führen.
 
Aber auch Änderungen in seinem normalen Tagesablauf, die den gewohnten Tagesrhythmus Deines Kindes durcheinander bringen (auf Reisen, bei Bettlägerigkeit, in Stresssituationen) können Auslöser für Verdauungsprobleme sein. Dein Baby leidet möglicherweise dann an einer Obstipation, wenn Du es gerade von der Muttermilch auf eine feste Kost umstellst. Das ist ganz normal, mach Dir daher keine Sorgen!
 
Darüber hinaus kann es sein, dass Dein Kind an Obstipation leidet, weil es einen wunden Po hat. Der Stuhlvorgang verursacht ihm Schmerzen, wodurch Dein Kind seinen Stuhlgang bewusst zurückhält. Je länger der Kot im Darm verweilt, desto trockener und härter wird er, was die Entleerung sehr schmerzhaft machen kann. Nimmt Dein Kind gerade Antibiotika ein, so ist es normal, dass es an Verstopfung leidet.
 
Sollte Dein Kind an einer Milchzuckerunverträglichkeit leiden, kann es sein, dass es deswegen an einer chronischen Verstopfung leidet. Wenn Dein Kind an dem Morbus Hirschsprung (erbliche Darmkrankheit) leidet, kann dies gerade im Vorschulalter Verstopfung auslösen. Dein Kind hat dann nur alle fünf bis sieben Tage Stuhlgang, und auch dann manchmal nur mithilfe von Einläufen oder anderen Maßnahmen.
 

Wie lange dauert eine Verstopfung durchschnittlich?

Das kommt auf die Art Deiner Verstopfung an. Du kannst zwischen einer vorübergehenden und einer chronischen Obstipation unterscheiden. Eine vorübergehende Obstipation kennst Du bestimmt von Urlaubsreisen. Bereits nach wenigen Tagen endet die Darmträgheit. Bei der chronischen Obstipation dauern die Beschwerden dagegen länger als drei Monate an. Abhängig von ihrer Ursache kann die chronische Obstipation zu einer dauerhaften Erscheinung werden.

Bei einer Verstopfung kommt es zu Blähungen, Bauchschmerzen und Schmerzen beim Stuhlgang.

Warum tritt Verstopfung häufig in der Schwangerschaft auf?

Gründe dafür, dass Verstopfung vermehrt während der Schwangerschaft auftritt, sind die erhöhten Hormonwerte, die dazu beitragen, dass sich Deine Darmbeweglichkeit verlangsamt. Dein Kind drückt mit zunehmender Größe auf Deinen Darm. Wichtig für Dich sind jetzt tägliche Spaziergänge an der frischen Luft, viel Trinken – am besten Wasser und ungesüßte Kräutertees – sowie eine ballaststoffreiche Ernährung (Vollkornprodukte, Obst, Gemüse). Vermeide bitte schwer verdauliche und blähende Lebensmittel!
 

Wann sollte ich mit Verstopfung zum Arzt gehen?

Du kannst eine gelegentliche Verstopfung oft selbst behandeln. Treten Verdauungsprobleme und harter Stuhlgang allerdings öfter auf, solltest Du einen Arzt aufsuchen. Dieser kann eine Darmspiegelung (Koloskopie) bei Dir veranlassen. Kannst Du Begleitsymptome wie Blut im Stuhl und/oder Gewichtsverlust, akut auftretende Obstipation in Zusammenhang mit Fieber, Übelkeit und Erbrechen bei Dir beobachten, solltest Du unbedingt einen Arzt aufsuchen! Möglicherweise kann ein Darmverschluss (Störung der Darmpassage, sodass Speisereste nicht mehr durch Deinen Körper transportiert werden können) dahinterstecken.
 
Solltest Du älter als 50 Jahre alt sein, solltest Du diese Anzeichen auf jeden Fall ernst nehmen, da in diesem Alter Dein Risiko an Darmkrebs zu erkranken erhöht ist. Blut im Stuhl ist dabei immer ein Warnzeichen. Symptome wie Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust solltest Du ebenfalls Deinem Arzt mitteilen.
 

Wie diagnostiziert der Arzt Verstopfung und deren Ursache?

Zunächst spricht Dein Arzt mit Dir in einem Anamnese-Gespräch über Deine Beschwerden. Er fragt Dich bestimmt, seit wann Deine Beschwerden bestehen. Beispielsweise stellt er Fragen zu Deinen Ernährungsgewohnheiten, Schmerzen und Blähungen. Außerdem möchte er über weitere Auffälligkeiten, wie beispielsweise Durchfall und Verstopfung im Wechsel, Verfärbungen des Stuhls oder Blut im Stuhl, Bescheid wissen. Hier kann es Deinem Arzt helfen, wenn Du eine Zeit lang ein Stuhltagebuch führst und dieses zu Deinem nächsten Arztbesuch mitnimmst.
 
Informiere Deinen Arzt bitte über aktuelle Bauchschmerzen, stärkere Blähungen oder gar eine Überblähung, die Du nicht mehr lösen kannst. Weiters könnte er fragen, ob Du an Fieber oder Infektionskrankheiten leidest. Auch der Aufschluss über Darmkrankheiten innerhalb Deiner Familie können Deinem Arzt bei der Diagnose helfen.
 
Nach dem Gespräch tastet Dein Arzt Deinen gesamten Bach sowie Deine Leistengegend ab. Bei der rektal-digitalen Abtastung tastet er Deinen Enddarm mit dem Finger ab. Danach kann Dein Arzt weitere Untersuchungen wie eine Ultraschalluntersuchung, eine Blutuntersuchung, eine Darmspiegelung (Koloskopie) oder eine Stuhluntersuchung veranlassen.
 

Wie wird eine Verstopfung behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach ihrer speziellen Ursache. Ist Deine chronische Obstipation hormonell bedingt, kannst Du entsprechende Hormonpräparate einnehmen. Auch einen Durchfall aufgrund eines Kaliummangels kannst Du schnell und einfach selbst behandeln. Leidest Du an Obstipation, weil Du verschiedene Medikamente zu Dir nehmen musst, so lass diese bitte austauschen.
 
Neben einer Ernährung mit ballaststoffreichen Lebensmitteln und einer ausreichenden Trinkmenge, solltest Du auch auf regelmäßige, körperliche Aktivität achten. Regelmäßige körperliche Aktivitäten für mindestens 30 Minuten, wie beispielsweise Laufen, Radfahren oder Schwimmen tun Dir besonders jetzt sehr gut. Nimm außerdem Vollkorngetreide, Vollkornmüsli, Trockenfrüchte und Beerenobst zu Dir.
 

Welche Hausmittel helfen bei Verstopfung?

Achte auf eine ballaststoffreiche Ernährung. Trink ein Glas Wasser zum Frühstück, iss Joghurt, Olivenöl und Flohsamen, denn Flohsamen wirken stuhlregulierend. Sie beschleunigen demnach einerseits die Darmpassage bei Verstopfung, helfen aber auch bei Durchfall. Leinsamen steigern das Volumen Deines Darminhalts. Dies erleichtert und beschleunigt Deine Stuhlentleerung.
 
Als Erwachsener kannst Du zwei- bis dreimal täglich zwischen Deinen Mahlzeiten ein bis zwei Esslöffel (20 Gramm) ganze oder leicht gequetschte Leinsamen zu Dir nehmen. Achte dabei auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Du solltest jede Leinsamen-Portion mit mindestens 150 Milliliter Wasser zu Dir nehmen. Bei Kindern ist eine Gabe von zwei bis vier Gramm (ein bis drei Jahre), drei bis sechs Gramm (vier bis neun Jahre) beziehungsweise sechs bis zehn Gramm (zehn bis fünfzehn Jahre) der Samen mit ausreichend Flüssigkeit empfohlen.
 
Du kannst auch einen Esslöffel Olivenöl mit etwas Zitronensaft mischen und es vor dem Einschlafen trinken. Bitte setze – wenn möglich – keine Hausmittel bei Kindern ein! Lebensmittel wie Weißmehlprodukte, Süßigkeiten, weißen Reis, rotes Fleisch, Fertiggerichte, Fast Food und Chips solltest Du meiden.

Lebensmittel wie Leinsamen, Flohsamen und Kaffee wirken bei einer Verstopfung abführend.

Welche Lebensmittel wirken abführend?

Lebensmittel wie Trockenobst – zum Beispiel Pflaumen und Feigen – wirken stimulierend und helfen Deinem Darm bei der Entleerung. Auch Flohsamenschalen, Chiasamen, Leinsamen und Weizenkleie haben eine abführende Wirkung. Ein weiteres, uns allen bekanntes, Abführmittel ist der Kaffee. Auch dieser regt nach dem Aufstehen Deinen Darm an. Bei manchen Menschen erfolgt daraufhin zeitnah der morgendliche Toilettengang.
 

Was kann ich zusätzlich gegen eine Verstopfung tun?

Bewege Dich regelmäßig und mache Sport. Das bringt Deinen Kreislauf in Schwung. Außerdem ist es wichtig, dass Du immer in Ruhe isst, jeden Bissen gründlich kaust und genug trinkst. Trink am besten Wasser, Mineralwasser oder Tee. Steht Dein Körper unter Stress, drosselt er somit die Darmtätigkeit. Achte auf ausreichend Entspannung. Möglicherweise kann Dir sogar eine Bauchmassage mit kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn, um sich dem Verlauf des Darms anzupassen, oder eine Bauchauflage mit Kamillentee helfen.
 
Du kannst auch ätherische Öle, wie beispielsweise verdünntes Fenchel-, Melissen-, Kamillen- oder Kümmelöl einsetzen. Das wärmt, löst Deine Krämpfe und Schmerzen, beruhigt und regt Deine Verdauung an. Gib dafür zehn bis 15 Tropfen eines der genannten ätherischen Öle in 50 Milliliter fettes Öl (z.B.: kaltgepresstes Olivenöl oder Mandelöl). Tropfe eine kleine Menge auf Deine Handflächen und erwärme sie damit. Lege Deine Hände anschließend sanft auf Deinen Bauch und reibe Deinen Bauch damit einige Minuten mit der Handbewegung im Uhrzeigersinn ein.
 
Mit einem Senfmehlfußbad kannst Du zusätzlich Deine Durchblutung anregen. Dieses wirkt schleimlösend und lindert Deine Schmerzen. Du benötigst dafür eine Fußbadewanne oder einen großen Eimer mit maximal 38 Grad warmem Wasser. Den Eimer solltest Du so weit mit Wasser füllen, dass Dir das Wasser bis zu den Waden reicht. Rühre anschließend zehn bis 30 Gramm schwarzes Senfmehl ein. Stell nun Deine Füße hinein und lege ein großes Handtuch über Deine Knie, um Dich selbst vor aufsteigenden Dämpfen zu schützen. Wenn Du nach etwa zwei bis zehn Minuten ein brennendes Gefühl auf Deiner Haut verspürst, solltest Du Deine Füße noch fünf bis zehn Minuten im Wasser lassen. Nimm sie anschließend heraus, spüle sie gründlich ab und reibe sie mit Olivenöl ein. Danach sollten Deine Füße 30 bis 60 Minuten zugedeckt im Bett ruhen.
 

Wie wird Verstopfung bei Kindern behandelt?

Um diese bei Kindern vorzubeugen, ist es wichtig, dass Dein Kind viel trinkt. Am besten Mineralwasser oder ungesüßten Tee. Auch eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten ist wichtig. Auch Birnenmus und Vollkornbrei kann Dein Kind zu sich nehmen. Vermeide auf jeden Fall stopfende Lebensmittel wie Bananen, Weißbrot, Kuchen und Fast Food. Gib Deinem Kind nicht nur Milch, sondern am besten mild gesäuerte Lebensmittel wie Buttermilch, Kefir, Joghurt oder Molke. Verwende beim Kochen Olivenöl statt Butter, Margarine oder Sonnenblumenöl. Achte außerdem darauf, dass sich Dein Kind ausreichend bewegt.
 
Um den Weitertransport des Speisebreis im Darm Deines Kindes anzuregen, kannst Du seinen Bauch mit der flachen Hand sanft im Uhrzeigersinn massieren. Alternativ kannst Du Deinem Kind eine Wärmeflasche auf den Bauch legen oder ihm einen warmen Wickel für den Bauch machen. Solltest Du einen Säugling oder ein Kleinkind haben, so achte besonders gut auf die Pflege von Po und After! Bei Bedarf kann Dein Arzt Deinem Kind bestimmte Abführmittel gegen die Obstipation empfehlen.
 

Wie lange dauert eine Verstopfung durchschnittlich?

Das kommt auf die Art Deiner Verstopfung an. Eine Obstipation stellt im Normalfall kein besorgniserregendes Phänomen dar, bei dem Du Dir Sorgen machen musst. Vielmehr ist sie ein meist harmloses Krankheitssymptom, das Du meist selbst behandeln kannst. Eine vorübergehende Obstipation dauert meist einige wenige Tage.
 
Solltest Du dabei allerdings ungewöhnliche Beimengungen wie beispielsweise Blut oder andere Substanzen beobachten können, so suche bitte schleunigst einen Arzt auf und lass Dich durchchecken! Bei chronischer Obstipation dauern die Beschwerden länger als drei Monate an und können – abhängig von ihrer Ursache – eine andauernde Erscheinung sein.

Normal dauert eine Verstopfung nur wenige Tage, sie kann jedoch auch chronisch werden und sogar Monate und Jahre andauern.

Wie kann ich einer Verstopfung vorbeugen?

Vorbeugende Maßnahmen richten sich in erster Linie an Dein Ernährungsverhalten. Ernähre Dich gesund, indem Du viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte zu Dir nimmst. Einer Obstipation kannst Du einfach vorbeugen, indem Du auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung achtest.
 
Iss echtes Vollkornbrot und verzichte auf Weißmehlprodukte. Iss zudem Datteln, Pflaumen und Vollkornreis. Nahrungsmittel wie Weißbrot, Schokolade, Kakao und weißen Reis solltest Du von Deiner Nahrungsliste verbannen. Es ist außerdem sehr wichtig, dass Du Dir Zeit für Dein Essen nimmst und ausreichend kaust. Trink zudem ausreichend Wasser, vermeide Stress und treibe regelmäßig Sport.
 

Was kostet die Behandlung einer Verstopfung und übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung einer Verstopfung?

Die Behandlung ist in den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung integriert. Alle zweckmäßigen Diagnose- und Therapiemaßnahmen übernimmt Dein zuständiger Sozialversicherungsträger.
 
Quellen:

Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs

MSD Manual


Über den Autor: Dr. med. Christiane Brunner

Facharzt für Allgemeinmedizin


Als Allgemeinmedizinerin geht es mir vor allem darum, Sie im wahrsten Sinn ganz allgemein in Ihrem Alltag zu unterstützen. Was können Sie tun, damit Sie gesund bleiben? Und wie werden Sie wieder gesund, wenn Sie erkrankt sind?

Ich verbinde die klassische Schulmedizin mit natürlichen Heilmethoden, Akupunktur und Massage, um ganz individuell für Sie die Therapie zu finden, die am besten zu Ihnen und Ihrer Lebenssituation passt.

Besonders wichtig ist mir, dass ich Ihnen als Mensch begegne. Auf Augenhöhe, ganz direkt, nah und persönlich – für ein unkompliziertes Miteinander mit Humor. Denn Lachen und eine kleine Dosis Leichtigkeit sind die besten Mittel, um gesund durchs Leben zu gehen.

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Ausfallzeit Ausfallzeit

Keine

Stationärer Aufenthalt Stationär

Nicht notwendig

Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Bei der Verstopfung hast Du meist weniger als dreimal pro Woche Stuhlgang und kannst nur unter erschwertem und schmerzhaftem Druck harten Kot ausscheiden. Dein Stuhl bleibt dadurch längere Zeit in Deinem Darm, wodurch er eine harte und klumpige Form erhält.


Eine Obstipation hat viele Ursachen: Du kannst sie oft auf eine falsche Ernährung zurückführen. Nimm ausreichend Ballaststoffe zu Dir und achte auf eine ausreichende Trinkmenge! Auch Stress, Diabetes oder Parkinson können Ursachen für Verstopfung sein.


Du musst zwischen einer vorübergehenden und einer chronischen Obstipation unterschieden. Bei einer vorübergehenden Obstipation endet diese bereits nach wenigen Tagen. Bei der chronischen Obstipation dauern die Beschwerden länger als drei Monate an.


Achte auf eine ballaststoffreiche Ernährung. Trink außerdem ein Glas Wasser zum Frühstück, iss Joghurt, Olivenöl und Flohsamen. Flohsamen wirken stuhlregulierend und beschleunigen demnach einerseits die Darmpassage bei Verstopfung, helfen aber auch bei Durchfall. Bewege Dich außerdem regelmäßig und treib Sport. Das bringt Deinen Kreislauf in Schwung. Außerdem ist es wichtig, dass Du immer in Ruhe isst und ausreichend trinkst.

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