Anämie (Blutarmut)

Eine Anämie zeichnet sich durch einen Mangel an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin) aus, der sich in den roten Blutkörperchen befindet und für die Sauerstoffversorgung des menschlichen Organismus zuständig ist. Du erkennst eine Anämie an verschiedenen Symptomen wie Schwindel, Kopfschmerzen, Blässe, Leistungsminderung oder Spuren von Blut im Stuhl oder Urin. Die Blutarmut tritt am häufigsten bei Frauen, Leistungssportlern und Menschen mit Vorerkrankungen auf. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen und eine ausgewogene Ernährung sind die beste Methode, um einer Anämie vorzubeugen.


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Zuletzt aktualisiert: 24. August, 2020



ICD-10-GM-2020 D50-53, D55-59 + D60-64

Was versteht die Medizin unter einer Anämie?

Unter einer Anämie versteht die Medizin einen Mangel an rotem Blutfarbstoff, der als Hämoglobin bezeichnet wird. Anämien gehören weltweit zu den häufigsten Erkrankungen und treten oft Hand in Hand mit anderen Erkrankungen auf.
 
Das Blut ist aus verschiedenen Bestandteilen aufgebaut, die alle spezifische Funktionen erfüllen. Neben dem Blutplasma und den weißen Blutkörperchen enthält das Blut des Menschen auch noch rote Blutkörperchen, die sogenannten Erythrozyten. Der wichtigste Baustein der roten Blutkörperchen ist das Hämoglobin. Dieser Bestandteil der Erythrozyten kann Sauerstoff aus der Lunge aufnehmen und transportieren und ist einerseits dafür verantwortlich, dass der gesamte menschliche Organismus über die Arterien mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird. Gleichzeitig übernimmt er auch die Aufgabe des Kohlenstoffdioxid-Abtransports aus den Venen und übermittelt dieses in die Lunge, wo es abgeatmet wird.
 
Wenn in den roten Blutkörperchen allerdings zu wenig Hämoglobin enthalten ist, können diese die Zellen des Körpers nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgen. Dieses Krankheitsbild wird in der Medizin als Anämie oder auch Blutarmut bezeichnet.
 
Von einer Anämie spricht man außerdem, wenn der Hämatokrit des Bluts unter einem alters- oder geschlechtsspezifischen Referenzwert liegt. Das ist dann der Fall, wenn der Anteil der roten Blutkörperchen im Vergleich zum Volumen des Blutes zu gering ist.
 
Die Folge sind unangenehme Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Blässe, Leistungsminderung, Konzentrationsschwierigkeiten und eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte. Je nach Ursache und Ausprägung der Erkrankung gibt es einige Therapiemöglichkeiten, die eine zuverlässige Linderung der Symptome versprechen.

Leistungssportler gehören zu den Risikogruppen bei einer Anämie.

Wie häufig ist die Anämie und wer ist besonders davon betroffen?

Besonders häufig von einer Anämie betroffen sind zum Beispiel Frauen, die an langanhaltenden, starken Regelblutungen leiden. Der Grund dafür ist, dass sie in dieser Zeit sehr viel Eisen ausscheiden. Ebenso zur Risikogruppe zählen Leistungssportler, denn mit dem Schweiß werden große Mengen des wichtigen Spurenelements verloren. Des Weiteren tritt eine Anämie besonders häufig bei Personen auf, die an Vorerkrankungen leiden, beispielsweise an Diabetes, einer Nierenschwäche oder an Blutbildungsstörungen.
 
Die Wahrscheinlichkeit, an einer Anämie zu erkranken, ist außerdem bei schwangeren Frauen erhöht. Während der Schwangerschaft haben Frauen einen erhöhten Bedarf an Eisen, denn der Körper muss nicht nur die eigene Blutbildung gewährleisten, sondern auch eine gewisse Eisenmenge für die Blutbildung des heranwachsenden Kindes bereitstellen. Somit besteht in der Schwangerschaft ein Bedarf an einer großen Menge an Eisen, den Du unter Umständen nicht allein durch die Ernährung decken kannst.
 
Einem möglichen Eisenmangel musst Du in diesem Fall durch die Einnahme von Eisentabletten vorbeugen. Es ist dann besonders wichtig, sich bezüglich der einzunehmenden Menge strikt an die Anweisungen eines Arztes zu halten. In der Schwangerschaft ist allerdings nicht nur das Risiko für einen Eisenmangel gegeben, auch kann es zu einer Unterversorgung von Folsäure kommen. Da dieser Mangel Missbildungen des Embryos auslösen kann, erhalten Schwangere oft bereits zu Beginn der Schwangerschaft Folsäurepräparate, die nahrungsergänzend eingenommen werden müssen, um Komplikationen zu vermeiden.

Wie erfolgt die Klassifikation einer Anämie?

Je nach Ursache der Erkrankung kann von einem Arzt eine Klassifikation der Anämie vorgenommen werden. Unter anderem kann sie als Folge einer Störung der Blutbildung auftreten. Die Blutbildung erfolgt im Knochenmark und wird mithilfe von Stammzellen in Kombination mit Hormonen und weiteren Botenstoffen vollzogen.
 
Wenn der Prozess der Blutbildung gestört ist, kann es zu einer mangelhaften Bildung von Erythrozyten und in weiterer Folge zu einer Anämie kommen. Die Störung der Blutbildung kann einerseits durch Erkrankungen des Knochenmarks auftreten, beispielsweise, wenn die betroffene Person an Leukämie leidet. Die meisten Formen der Anämie gehen auf Blutbildungsstörungen zurück.
 
Dazu zählen die Eisenmangelanämie, verursacht durch einen Mangel an Eisen; ein Spurenelement, das ein unverzichtbarer Baustein des Hämoglobins ist, der innerhalb der roten Blutkörperchen für den Sauerstofftransport im Körper zuständig ist. Die sogenannte Eisenmangelanämie ist die häufigste Form und tritt bei rund 80 Prozent der Anämie-Patienten auf. Sie entsteht, wenn der Körper mehr Eisen verliert, als er aufnimmt. Das ist insbesondere bei starken Blutverlusten der Fall, kann aber auch durch eine reduzierte Eisenaufnahme ausgelöst werden.
 
Eine weitere Form der Blutarmut, die sehr häufig auftritt, ist die Folsäuremangelanämie. Folsäure ist ein Vitamin, das essenziell für die Bildung des Blutes ist. Eine Unterversorgung kann dementsprechend zu einer Anämie führen. Selbiges gilt für Vitamin B12: Wenn der Körper nicht ausreichend mit dem Vitamin versorgt wird oder dieses aufgrund von Erkrankungen nicht aufnehmen kann, kommt es zu Störungen der Blutzellbildung, die zu einer Blutarmut führen können.
 
Wenn die Blutarmut infolge einer akuten Erkrankung oder einer chronischen Blutung auftritt, wird diese als Blutungsanämie bezeichnet. Der zur Erkrankung führende Blutverlust kann von einer äußeren oder inneren Wunde, aus der Blut austritt, stammen. Auch kleine Blutungsquellen führen zu einem großen Blutverlust, wenn sie über längere Zeit unentdeckt bleiben und konstant Blut austritt. Das kann beispielsweise bei Hämorrhoiden oder einem Magengeschwür der Fall sein. Vorrangig ist es in diesem Fall wichtig, die Blutung zu stillen, den Blutverlust einzudämmen und damit die Ursache zu beseitigen.
 
Eine weitere mögliche Ursache ist ein übermäßiger Abbau oder Zerfall von roten Blutkörperchen. Diese Form der Blutarmut wird als hämolytische Anämie bezeichnet. Erythrozyten, also rote Blutkörperchen, haben normalerweise eine Lebensdauer von 120 Tagen. Bei einer Anämie durch gesteigerten Erythrozyten-Abbau wird diese Lebensdauer auf weniger als 30 Tage verringert. Das kann entweder an einem Gendefekt liegen oder aber an anderen Faktoren. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel, dass die Erythrozyten durch künstliche Herzklappen zerstört werden oder aber durch Medikamente, Immunreaktionen oder Infektionserreger wie beispielsweise Malaria-Erreger.
 
Des Weiteren kann eine Anämie auch durch eine Verteilungsstörung ausgelöst werden. Bei Menschen mit vergrößerter Milz kann es vorkommen, dass sich besonders viel Blut in diesem Organ sammelt und in weiterer Folge der restliche Körper einen Mangel an roten Blutkörperchen erleidet.
 
Neben den oben genannten Formen der Blutarmut gibt es auch die renale Anämie, eine spezielle Form der Blutarmut, die dadurch entsteht, dass die Nieren eine Funktionsschwäche haben und nicht ausreichend Erythropoetin produzieren. Dieses Hormon sorgt dafür, dass im Knochenmark die Bildung der roten Blutkörperchen angeregt wird. Wenn zu wenig davon vorhanden ist, kommt es zu Bildungsstörungen, die in weiterer Folge zu einer Anämie führen. Dieses Krankheitsbild tritt insbesondere dann auf, wenn eine Person an chronischen Nierenerkrankungen oder Nierenschäden leidet.

Auch Frauen mit einer starken Regelblutung sind besonders häufig von einer Anämie betroffen.

Was sind die Symptome einer Anämie?

Eine Anämie macht sich durch verschiedene Symptome bemerkbar. Typische Beschwerden, die aus einer Blutarmut resultieren, sind Schwindel, Kopfschmerzen, Leistungsminderung oder Atemnot bei Belastung, aber auch eine blasse Haut, eine stark gerötete Zunge, entzündete Mundwinkel oder Schleimhäute und auch brüchige Haare und Nägel zählen dazu.
 
Je nach Ursache der Anämie kann es auch zu Gedächtnisstörungen und Appetitlosigkeit, rotem Stuhl oder Urin, niedrigem Blutdruck oder hoher Herzfrequenz kommen. Patienten, die an Blutarmut leiden, klagen des Weiteren über Verdauungsstörungen, Gewichtsverlust und häufigen Kreislaufzusammenbrüchen.
 
Allerdings müssen diese Beschwerden nicht bei jeder Person auftreten, die an einer Anämie leidet. Manche Menschen leiden an schwächeren Symptomen oder gewöhnen sich gar an diese, sodass sie diese nach einer Zeit gar nicht mehr bemerken, bei anderen ist die Krankheit stärker ausgeprägt.

Welche Ursachen hat Blutarmut?

Eine Anämie kann verschiedene Ursachen haben. Einerseits gehören dazu verschiedene Vorerkrankungen wie Diabetes, Nierenschwäche, Leukämie oder Autoimmunerkrankungen, aber auch deren Behandlung, denn durch gewisse Medikamente oder eine Chemotherapie kann eine Blutarmut ausgelöst werden. Anämien treten in diesem Kontext häufig auf, sie gehören zu den häufigsten Folgeerscheinungen von zahlreichen Allgemeinerkrankungen.
 
Zu den Ursachen gehören weiterhin ein Mangel an Spurenelementen und Vitaminen, wenn der Körper durch die Ernährung nicht ausreichend mit den essenziellen Nährstoffen versorgt wird. Auch chronische Blutungen und starke körperliche Anstrengung zählen zu den Ursachen einer Anämie.
 
Außerdem kann eine Anämie durch eine Schwangerschaft ausgelöst werden, denn der Körper muss in diesem Fall nicht nur den eigenen Bedarf an Eisen und Folsäure decken, sondern auch das ungeborene Kind mitversorgen. Wenn dem Organismus nicht ausreichend Spurenelemente und Vitamine zugeführt werden, kommt es zu einem Mangel, der in einer Blutarmut resultieren kann. Aus diesem Grund ist die präventive Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft ratsam und wird von Gynäkologen in der Schwangerschaft empfohlen.

Welche Risikofaktoren begünstigen eine Anämie?

Es gibt gewisse Risikofaktoren, die das Auftreten einer Anämie begünstigen. Einer dieser Faktoren ist regelmäßige körperliche Anstrengung. Beispielsweise Leistungssportler, die häufig viel schwitzen, haben einen höheren Bedarf an Nährstoffen und Spurenelementen. Wenn der Bedarf des Körpers mit der Nahrung nicht gedeckt wird, kann es zu einer Blutarmut kommen.
 
Des Weiteren sind Frauen nachweislich öfter von Blutarmut betroffen, da sie über die Monatsblutung regelmäßig Blut und damit Eisen verlieren. Das trifft insbesondere für Frauen zu, die an starken und lang anhaltenden Blutungen leiden. Auch Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus oder Herzleiden begünstigen das Ausbrechen der Krankheit. Zu den Krankheiten, die eine Anämie auslösen können, zählen des Weiteren gewisse Virusinfekte oder Autoimmunerkrankungen. Auch vorangehende Chemotherapien oder gewisse Medikamente können zu einer Blutarmut führen.
 
Wenn einer dieser Risikofaktoren auf Dich zutrifft, solltest Du vermehrt darauf achten, ob Du an den Symptomen einer Anämie leidest und regelmäßige Arztbesuche und Blutuntersuchungen durchführen lassen, um eine eventuelle Krankheit rasch erkennen und behandeln zu können.

Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?

Oftmals wird eine Anämie eher zufällig bei einer Routine-Blutuntersuchung festgestellt, bevor schwerwiegende Symptome auftreten. Wenn Du allerdings an Symptomen leidest und daher den Verdacht hast, an einer Blutarmut zu leiden, solltest Du rasch einen Arzt aufsuchen und ihm Deine Beschwerden schildern. Insbesondere dann, wenn Du Blut im Stuhl, Urin oder Erbrochenem entdeckst, solltest Du auf jeden Fall zügig handeln und Deinen Arzt konsultieren, um eine Verschlimmerung Deines Krankheitsverlaufs zu verhindern.

Die Blutabnahme ist ein wichtiger Schritt in der Diagnosestellung einer Blutarmut.

Wie diagnostiziert der Arzt eine Blutarmut?

Wenn Dein Arzt den Verdacht hat, dass Du an einer Anämie leidest, wird er zunächst verschiedene diagnostische Schritte einleiten. Dazu gehört neben einem ärztlichen Gespräch eine Blutabnahme sowie die eingehende Untersuchung Deiner Blutwerte. Dein Blut wird in einem Labor auf unterschiedliche Kriterien untersucht. Beispielsweise wird der Eisengehalt, die Folsäureversorgung und die Menge der roten Blutkörperchen sowie deren Beschaffenheit überprüft.
 
Es gibt gewisse Richtwerte, an denen sich ein Labor bei der Analyse deiner Blutwerte orientieren kann. Diese werden je nach Alter und Geschlecht genau definiert, weshalb die Diagnostik mittels Blutanalyse häufig Aufschluss über eine Anämie erteilt. Mithilfe dieser Richtwerte können das Labor und Dein Arzt auch einschätzen, ob es sich um eine leichte, eine mäßig schwere oder sogar eine schwerwiegende Anämie handelt. In jedem Fall ist es wichtig, nicht nur festzustellen, ob Du an einer Anämie leidest, sondern welche Ursache dahintersteckt.
 
Um abzuklären, ob Deine Anämie aufgrund von Blutungen in Harnblase oder ableitenden Harnwegen entstanden ist, kann Dein Arzt Deinen Urin untersuchen. Sofern sich in Deinem Urin Blut nachweisen lässt, kann eine urologische Kontrolle oder eine gynäkologische Untersuchung notwendig sein, um der Ursache weiterhin auf den Grund zu gehen.
 
Wenn der Verdacht auf ein blutendes Magengeschwür besteht und Dein Arzt davon ausgeht, dass Deine Anämie dem zugrunde liegt, muss gegebenenfalls Dein Stuhl auf Spuren von Blut untersucht werden, die mit dem bloßen Auge womöglich nicht sichtbar sind. Zudem kann ein Spezialist eine Magen- oder Darmspiegelung durchführen, um potenzielle Blutungsquellen im Verdauungstrakt zu entdecken. Diese kann Dein Arzt meistens bereits während diesem Eingriff stoppen.
 
Sollte in Folge an diese Untersuchungen die Ursache für Deine Beschwerden nicht diagnostizierbar sein, kann Dein Arzt weitere Verfahren zur Hilfe ziehen. Beispielsweise kann er eine Knochenmarkpunktion durchführen, allerdings ist diese Maßnahme meistens nicht notwendig, da in der Regel die oben genannten Verfahren bereits Aufschluss über den Grund Deiner Symptome geben.

Wie behandelt der Arzt eine Anämie?

Je nach Ursache und Schwere der Blutarmut gibt es einige Behandlungsmöglichkeiten. Grundsätzlich kannst Du eine Anämie von Deinem Hausarzt behandeln lassen, Du kannst Dich aber auch an einen Spezialisten wenden. Die geeigneten Spezialisten in diesem Fachgebiet sind Ärzte der Hämatologie, allerdings kannst Du auch Mediziner aus anderen Fachbereichen zurate ziehen. Da die Anämie unterschiedliche Ursachen haben kann, kann es auch ratsam sein, einen Internisten zu konsultieren.
 
Wichtig ist es jedenfalls, dass Dein Arzt vor der Behandlung die Ursache deiner Erkrankung feststellt, denn die Behandlung sollte ursachenorientiert erfolgen. Da eine Blutarmut oftmals in Folge an eine andere Erkrankung auftritt, ist eine Beseitigung der Grunderkrankung essenziell.
 
Wenn Du aufgrund eines Mangels an gewissen Nährstoffen an Blutarmut leidest, dann wird das Defizit mit entsprechenden Medikamenten ausgeglichen. Bei einer zu geringen Konzentration an Eisen, Vitamin B12 oder Folsäure kann Dein Arzt Dir Präparate verschreiben, mit denen Du der Erkrankung entgegenwirken kannst. Bei der Einnahme solltest Du die Anweisungen Deines Arztes genau befolgen, da die Therapiedosis sehr genau auf die Bedürfnisse Deines Körpers abgestimmt ist. Gegebenenfalls kannst Du den Mangel an Nährstoffen allerdings auch über Deine Ernährung ausgleichen. In diesem Fall ist es ratsam, Deine Ernährung gemäß den Anweisungen Deines Arztes anzupassen.
 
Wenn Deine Anämie einer Blutung zugrunde liegt, kann es notwendig sein, bei der Behandlung auf eine Bluttransfusion zurückzugreifen. Das ist allerdings nur dann nötig, wenn die Krankheit durch einen sehr starken Blutverlust ausgelöst wurde, also beispielsweise nach schweren Verletzungen.
 
Zur Linderung der Beschwerden einer Anämie kann außerdem auf diverse homöopathische Mittel zurückgegriffen werden. Die Einnahme dieser solltest Du am besten mit Deinem Arzt besprechen, um zu eruieren, ob die Verwendung von homöopathischen Mitteln in Deinem Fall empfehlenswert ist. Des Weiteren findet bei einer Anämie auch die Akupunktur Anwendung. Bei diesem therapeutischen Verfahren der traditionellen chinesischen Medizin werden kleine Nadeln gesetzt, um Energieblockaden zu lösen. Auch hierzu solltest Du Deinen Arzt konsultieren, um abzuklären, ob diese Methode für Dich sinnvoll ist.

Was kann ich selbst bei einer Anämie tun?

Wenn Du an einer Anämie leidest, solltest Du zunächst Deinen Arzt aufsuchen, um abzuklären, welche Ursache deiner Erkrankung zugrunde liegt. Solltest Du nicht auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen sein, kannst Du den Symptomen auch mit einer Umstellung oder Anpassung Deiner Ernährung entgegenwirken. Am besten, Du integrierst eisen- und folsäurehaltige Lebensmittel in deinen Speiseplan und achtest darauf, ausreichend Gemüse und Fleisch zu Dir zu nehmen.
 
Eine nährstoffreiche Diät ist sehr wichtig, wenn Du an einer Blutarmut leidest. Es empfiehlt sich, eisenhaltige Nahrungsmittel in Kombination mit Vitamin C einzunehmen, da diese dann leichter vom Darm aufgenommen werden kann. Du kannst also beispielsweise ein Glas Orangensaft zum Essen trinken, um sicherzugehen, dass Dein Körper die Vitamine in Deiner Nahrung auch gut resorbieren kann.

Sowohl bei der Behandlung einer Anämie als auch deren Prävention ist die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und Vitaminen ein wichtiger Bestandteil.

Wie kann ich einer Anämie vorbeugen?

Bestimmten Formen der Blutarmut kannst Du durch eine ausgewogene Ernährung vorbeugen. Du solltest beispielsweise darauf achten, vitaminreiche Lebensmittel zu essen und auch ausreichend Folsäure zu Dir zu nehmen. Für eine gedeckte Folsäureversorgung empfehlen sich verschiedene Gemüsesorten wie etwa Spargel, Spinat oder Kopfsalat.
 
Ebenso wichtig ist es, dass Du ausreichend Vitamin B12 zu Dir nimmst. Dieses kannst Du über Fisch, Fleisch, Eier oder Milchprodukte Deinem Körper zuführen. Wenn Du in Deiner Ernährung auf tierische Lebensmittel verzichten möchtest, kannst Du auch auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen.
 
Neben Folsäure und Vitamin B12 ist auch eine gedeckte Eisenversorgung essenziell zur Vorbeugung einer Anämie. Insbesondere für Frauen ist eine eisenreiche Ernährung wichtig, denn über die Monatsblutung verlieren sie regelmäßig große Mengen des wichtigen Spurenelements. Besonders, wenn Du an starken, lang andauernden Monatsblutungen leidest, solltest Du verstärkt darauf achten, genug Eisen zu Dir zu nehmen, denn dann bist Du besonders anfällig für eine Blutarmut. Mit eisenreichen Lebensmitteln wie rotem Fleisch, Vollkorngetreide, Nüssen oder Hülsenfrüchten kannst Du in diesem Fall Abhilfe schaffen.

Wie viel kostet die Behandlung einer Anämie?

Die Kosten für die Behandlung einer Anämie variieren je nach Aufwand. Je nachdem, welche diagnostischen Schritte Dein Arzt einleiten muss, um eine Blutarmut festzustellen, entstehen unterschiedliche Kosten. Zudem hängen die Kosten davon ab, welche Behandlung in Deinem Fall notwendig ist.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Anämie?

In der Regel übernimmt die Krankenkasse die Kosten für stationäre sowie ambulante Behandlungen einer Anämie. Dies umfasst einerseits die Untersuchung durch einen Arzt, sofern Du bei der Arztwahl darauf achtest, dass dieser auch einen Vertrag mit der Versicherung hat, bei der Du gemeldet bist.
 
Selbiges gilt für die Kosten für etwaige Medikamente, die Dein Arzt Dir verschreibt; es ist lediglich die Rezeptgebühr zu entrichten. Allerdings hängt die Erstattung der Kosten auch davon ab, welche Behandlungsmethoden Du und Dein Arzt wählen. Für die Kosten alternativmedizinische Behandlungsmethoden kommt die Krankenkasse nur in Ausnahmefällen auf.


Dauer Dauer

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Ausfallzeit Ausfallzeit

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Stationärer Aufenthalt Stationär

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Das Wichtigste zusammengefasst

Unter einer Anämie versteht man den Mangel an rotem Blutfarbstoff, der sich Hämoglobin nennt, sich in den roten Blutkörperchen befindet und für die Versorgung des menschlichen Organismus mit Sauerstoff zuständig ist. Bei einem zu geringen Vorkommen von Hämoglobin kann der Körper nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden und es kommt zu einer sogenannten Anämie, die auch Blutarmut genannt wird.


Es gibt unterschiedliche Ursachen, die zu einer Anämie führen können. Dazu gehören beispielsweise ein Mangel an Folsäure oder Eisen, aber auch chronische Blutungen oder Gendefekte. Zu den Symptomen zählen unter anderem Blässe, Leistungsminderung und Konzentrationsschwäche, eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte, aber auch roter Stuhl oder Urin.


Häufig betroffen sind Frauen mit lang anhaltenden, starken Regelblutungen, Leistungssportler und Personen, die an Vorerkrankungen wie Diabetes oder Leukämie leiden. Ebenso zur Risikogruppe gehören schwangere Frauen oder Personen, die aufgrund von zu nährstoffarmer Ernährung einen Mangel an Folsäure Eisen, oder Vitamin B12 aufweisen.


Um einer Anämie vorzubeugen, solltest Du auf eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung achten, die den Folsäure- und Eisenbedarf Deines Körpers deckt. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen bei Deinem Arzt können sinnvoll sein, um eine etwaige Erkrankung frühzeitig erkennen und behandeln zu können.

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