Dialyse (Blutwäsche)

Eine Dialyse ist ein Verfahren, welches die Funktion der Nieren ersetzt, wenn bereits Schäden an den Nieren vorliegen. Dabei wird das Blut unter anderem von Giftstoffen und Ausscheidungsprodukten gereinigt, da es sonst zu lebensgefährlichen Komplikationen kommen könnte. Daher wird eine Dialyse umgangssprachlich oft auch als Blutwäsche bezeichnet. In den nachfolgenden Absätzen erfährst Du mehr über die Dialyse.


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Zuletzt aktualisiert: 12. August, 2020



ICD-10-GM-2020 Z49

Welche Aufgabe übernimmt die Niere im menschlichen Körper?

Jeder Mensch besitzt im Normalfall zwei Nieren. Im menschlichen Körper übernehmen die Nieren viele verschiedene Aufgaben. Zur Hauptfunktion zählt die Blutreinigung. Dabei filtern die Nieren vor allem giftige Stoffe und Stoffwechselendprodukte und scheiden sie mit überschüssigem Wasser durch den Harn aus dem Körper aus. Dadurch wird der Flüssigkeits- und Säure-Basen-Haushalt reguliert und spielt daher eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung des Blutdrucks. Zudem übernehmen die Nieren wichtige Aufgaben im Hormon- und Vitaminhaushalt.
 
Wurde eine Niere im Rahmen einer OP entfernt, so kann die andere Niere die Funktion allein übernehmen. Sind jedoch beide Nieren von einer Krankheit betroffen und die Entgiftungsfunktion eingeschränkt, so ist eine Dialyse als Nierenersatztherapie notwendig.
 
Die Nieren übernehmen eine wichtige Aufgabe im Körper. Funktionieren beide nicht mehr, muss eine Dialyse erfolgen

Was versteht die Medizin unter einer Dialyse?

In der Medizin gilt die Dialyse als künstliche Blutwäsche, welche schädliche Stoffe aus dem Blut entfernt. So kommt eine Dialyse hauptsächlich bei einer Störung der Nierenfunktion zum Einsatz, unabhängig davon, ob sie akut oder chronisch ist, denn der menschliche Körper produziert jeden Tag giftige Stoffwechselprodukte, welche die Nieren ausscheiden. Wenn die Nieren jedoch aufgrund eines Schadens, diese Stoffe nicht ausscheiden können, sammeln sie sich im Körper an, was für die Betroffenen eine Lebensgefahr darstellen kann.

Was ist der Unterschied zwischen einer Dialyse und einer Apherese?

Oft werden Dialyse und Apherese umgangssprachlich als Blutwäsche bezeichnet, wobei es einige Unterschiede zwischen beiden gibt.
 
Im Grunde dienen beide Verfahren zur Reinigung des Blutes außerhalb des Körpers. Die Dialyse kommt jedoch nur bei Patienten mit schweren Einschränkungen der Niere oder bei einem vollständigen Verlust der Funktion zum Einsatz. Diese künstliche Filterung befreit das Blut von schädlichen Stoffen.
 
Bei einer Apherese hingegen muss nicht zwangsläufig eine Nierenfunktionsstörung vorliegen. Die Apherese kommt zum Einsatz, wenn krankheitsverursachende Substanzen entfernt oder bestimmte Blutbestandteile aus dem Blut gewonnen werden sollen.

Wann ist eine Dialyse notwendig?

Die künstliche Blutwäsche lässt sich sowohl für kurze Zeit bei akuten Indikationen als auch bei einer langfristigen Behandlung bei chronischen Ursachen einsetzen.
 
Akute Dialyse
Eine akute Blutwäsche ist insbesondere bei einer Vergiftung oder einem akuten Nierenversagen notwendig. Vor allem wenn die Kaliumwerte steigen und eine deutliche Überwässerung vorliegt, deutet dies auf ein akutes Nierenversagen hin. In solch einem Fall kann eine Dialyse lebensrettend sein.
 
Chronische Dialyse
Bei chronischen Schäden der Nieren hingegen ist die Nierenfunktion stark eingeschränkt, daher kommt die Dialyse meist als lebenslange Behandlung zum Einsatz. Hierbei erfolgt die künstliche Blutwäsche regelmäßig, meist jeden zweiten Tag.

Für wen ist eine Dialyse geeignet?

Mit einer Dialyse können Betroffene jahrelang mit einer fortgeschrittenen Nierenerkrankung leben. Wie gut das gelingt, hängt allerdings davon ab, ob weitere Erkrankungen vorliegen. Daher ist die Dialyse für jeden Betroffenen geeignet, unabhängig davon, ob es sich um eine akute oder chronische Ursache handelt. Da es verschiedene Dialyseformen gibt, kann die Nierenersatztherapie entweder zu Hause oder ambulant erfolgen.

Wie hoch ist die Lebenserwartung von Dialysepatienten?

Grundsätzlich hängt die Lebenserwartung von Dialysepatienten von unterschiedlichen Faktoren ab, wobei sie deutlich geringer ist, als bei gesunden Menschen. Insbesondere wenn zusätzliche Begleiterkrankungen, wie etwa Diabetes mellitus, entstehen oder die Niereninsuffizienz mit schwerwiegenden Folgekomplikationen einhergeht, kann die Lebenserwartung deutlich sinken. Dabei kann sie bis zu 20 Jahre unter der durchschnittlichen Lebenserwartung liegen.
 
Die Dialyse wird auch Blutwäsche genannt, denn das Gerät filtert die Schadstoffe aus dem Blut heraus

Welche Arten der Dialyse gibt es?

Bei einer Dialyse unterscheiden Ärzte vorwiegend zwischen zwei verschiedenen Arten.
 
Hämodialyse
Dies ist die häufigste Dialyseform. Dabei erfolgt die Blutreinigung über ein bestimmtes Dialysegerät. Das Gerät besteht hauptsächlich aus einem Dialysator, der das Blut wie ein Filter reinigt.
 
Peritonealdialyse
Diese Art wird oft als Bauchfelldialyse bezeichnet, da das Bauchfell als Filter zum Einsatz kommt, womit sich die schädlichen Stoffe aus dem Blut filtern lassen.
 
Welches Verfahren für die Betroffenen infrage kommt, entscheidet der Arzt bei jedem Patienten individuell. Dabei spielen vor allem die jeweiligen Grund- und Begleiterkrankungen, aber auch die verbliebene Nierenfunktion eine bedeutende Rolle. Zudem berücksichtigt der Arzt in solch einem Fall den allgemeinen Gesundheitszustand und Deine häusliche Situation.

Wo findet die Dialyse statt?

Die Dialyse lässt sich entweder in einem Dialysezentrum oder zu Hause durchführen. Dies hängt jedoch vom individuellen Zustand des Betroffenen und vom Dialyseverfahren ab.
 
Eine Hämodialyse wird jedoch nur ambulant in einem Krankenhaus durchgeführt. Dabei findet bei der Langzeitdialyse etwa dreimal wöchentlich etwa fünf Stunden lang eine Blutwäsche statt. Eine Heimdialyse hingegen kommt nur bei einer Peritonealdialyse infrage. Diese Methode hat den Vorteil, dass Du unabhängig bist und somit nicht extra ins Dialysezentrum musst. So kannst Du die Blutwäsche selbstständig zu Hause durchführen.

Was muss ich vor einer Dialyse beachten?

Bei einer Hämodialyse strömen jede Minute einige Milliliter Blut aus dem Körper und wieder zu Dir zurück. Diesem hohen Blutfluss können die Venen nicht standhalten. Zusätzlich würden die Venen dieses regelmäßige Anstechen nicht vertragen.
 
Daher kommt bei jedem Betroffenen, der langjährig oder gar lebenslang auf die Hämodialyse angewiesen ist, ein sogenannter Shunt zum Einsatz. Ein Shunt ist eine Verbindung, die der Arzt zwischen einer Arterie und einer Vene im Rahmen eines kurzen Eingriffs künstlich anlegt. Meist erfolgt dies direkt am Unterarm. Durch diese künstliche Verbindung verdickt sich die Venenwand infolge des erhöhten Drucks und ist somit widerstandsfähiger. Somit kann ein mehrmaliges Anstechen problemlos erfolgen und auch nicht schaden.
 
Ein Shunt kann über viele Jahre für die Hämodialyse zum Einsatz kommen. Nur wenn die Venen an den Unterarmen für das Anlegen eines Shunts ungeeignet sind, ist es möglich, dass der Arzt eine künstliche Gefäßprothese implantieren muss. Allerdings ist dies nur selten der Fall.
 
Bei einer Peritonealdialyse hingegen ist zwar vor Beginn der Behandlung ebenso ein kleiner Eingriff nötig, jedoch wird hierbei ein spezieller Katheter durch die Bauchdecke in die Bauchhöhle gelegt. Über diesen Schlauch lässt sich die Dialyseflüssigkeit keimfrei in die Bauchhöhle leiten und folglich wieder ablassen.
 
Die Dialyse kann stationär erfolgen, teilweise ist sie jedoch auch daheim möglich

Wie funktioniert eine Dialyse?

Hämodialyse
Bei der Hämodialyse ist Dein Blutkreislauf über Schläuche mit einem Gerät verbunden. Ein Schlauch leitet das entnommene Blut weiter, es findet eine Filterung im sogenannten Dialysator statt und über einen weiteren Schlauch gelangt das gereinigte Blut wieder in Deinen Körper zurück. Allerdings muss ein Arzt bereits vor der ersten Sitzung am Unterarm einen Shunt im Rahmen einer kleinen Operation anlegen.
 
Der Dialysator filtert die Giftstoffe aus dem Blut heraus, ohne dabei die lebenswichtigen Blutbestandteile zu beeinträchtigen. In diesem Dialysator befindet sich ebenso eine bestimmte Membran. Die Trennmembran normalisiert die Salzzusammensetzung im Blut, während die Entfernung der Giftstoffe aus dem Blut erfolgt. Diesen Vorgang steuert das Dialysegerät.
 
Peritonealdialyse
Bei der Peritonealdialyse kommt das Bauchfell als Filter zum tragen. Dabei übernimmt das Bauchfell die Entgiftungsfunktion der Niere. Vor Beginn der Behandlung legt der Chirurg einen sogenannten Katheter operativ in die Bauchhöhle ein. So entsteht ein Zugang in das Innere des Bauchraums und das äußere Ende verbleibt sichtbar. Danach schließt der Arzt einen speziellen Beutel mit einer Dialyselösung an den Schlauch an. Auf diese Weise lässt sich die Spüllösung direkt in die Bauchhöhle leiten, damit den Blutgefäßen die Schad- und Giftstoffe entzogen werden können.
 
Zudem befindet sich in der Dialyselösung ebenso ein gewisser Zuckeranteil, der dafür verantwortlich ist, dass überschüssiges Wasser im Körper in die Bauchhöhle gesogen werden kann. Etwa vier bis sechs Stunden später, findet eine Weiterleitung der verbrauchten Lösung, die mit Stoffwechselabbauprodukten angereichert ist, in den äußeren Auslaufbeutel statt. So erfolgt dies ähnlich einem künstlichen Filter. Denn das ausgekleidete Bauchfell kann bestimmte Stoffe durch seine Poren hindurchlassen und andere wiederum davon abhalten.
 
Dieser Vorgang findet bei einer ambulanten Peritonealdialyse etwa vier- bis sechsmal statt. Bei der Peritonealdialyse zu Hause übernimmt eine Maschine diesen Ablauf. Meistens erfolgt dies nachts automatisch. Hierbei ist es besonders wichtig, dass Du auf eine größtmögliche Hygiene rund um die Austrittsstelle des Katheters achtest. Denn es kann sich eine Bauchfellentzündung entwickeln, indem Keime über den Schlauch in die Bauchhöhle gelangen und sich auf die gesamte Bauchhöhle auswirken. Diese Bauchfellentzündungen können lebensbedrohlich sein, da sie zu einer Blutvergiftung führen können. Jedoch kannst Du dies gut vermeiden, wenn Du die hygienischen Maßnahmen befolgst und einhältst.
 
Eine Peritonealdialyse gilt als kontinuierliche Dialysemethode und ist im Vergleich zu der Hämodialyse etwas schonender, jedoch eignet sie sich nicht für alle Dialysepatienten.

Wie lange dauert eine Dialyse und wie oft muss diese stattfinden?

Wie oft eine Blutwäsche notwendig ist und wie lang eine Sitzung dauert, hängt vor allem von der individuellen Nierenfunktion ab. Bei einer chronischen Nierenerkrankung ist die Nierenersatztherapie in der Regel dreimal pro Woche notwendig. Der Grund hierfür ist, dass sich die Schadstoffe nach und nach wieder im Blut ansammeln. Dabei dauert jede Dialyse-Sitzung etwa vier bis fünf Stunden. Allerdings gibt es auch die kontinuierliche Hämodialyse, bei der die Blutwäsche täglich stattfindet und etwa zwei Stunden dauert.
 
Den meisten Patienten wird vor dem Beginn einer Dialyse ein Shunt gelegt, damit die Venen keinen Schaden davontragen

Welche Risiken birgt eine Dialyse?

Obwohl die Dialyse als Standardverfahren bei Nierenschäden gilt, birgt sie dennoch einige Risiken.
 
Im Allgemeinen stellt eine Dialyse eine große Belastung für den Organismus dar, daher kommt es häufig zu einem starken Blutdruckabfall. Um einem Abfall des Blutdrucks entgegenzuwirken, senken Ärzte meist die Temperatur des Blutes in der Dialysemaschine. Somit lässt sich der Blutdruck besser stabilisieren, da die Körpertemperatur niedrig bleibt.
 
Wenn der Blutdruck jedoch zu stark abfällt, kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen, vor allem dann, wenn die Dialyse mehrere Stunden andauert.
 
Auch Kopfschmerzen sind eine Nebenwirkung dieser Therapiemethode. Dabei verschreibt der Arzt oft schmerzstillende Medikamente verschrieben, um die Beschwerden zu lindern.
 
Zusätzlich kann es durch die Nierenersatztherapie zu Muskelkrämpfen kommen, denn die Blutwäsche entzieht dem Körper viele Mineralien und begünstigt so das Verkrampfen der Muskeln. Oft verabreicht der Arzt daher ein muskelentspannendes Arzneimittel, um dies zu verhindern.
 
Bei einer Hämodialyse besteht zusätzlich die Gefahr einer erhöhten Blutungsneigung, da das Blut im Inneren des Shunts gerinnen kann. Aus diesem Grund mengt der Mediziner oftmals ein blutverdünnendes Medikament bei. Liegen weitere Erkrankungen vor, so kann es möglich sein, dass eine dauerhafte Blutverdünnung in Form von Arzneimittel notwendig ist. In diesem Zusammenhang ist ebenso das Risiko für innere Blutungen, vor allem nach Unfällen, erhöht.
 
Auch Kreislaufprobleme sind nicht selten, da der besonders rasche Flüssigkeitsentzug aus dem Kreislauf, den starken Blutdruckabfall begünstigt. Weitere mögliche Nebenwirkung sind Fieber, Bewusstseinsstörungen, Rückenschmerzen und Herzrhythmusstörungen.

Was muss ich nach einer Dialyse beachten?

Da dieses Therapieverfahren erheblich in den Alltag eingreift, wirkt sich eine Dialyse genauso auf das soziale und berufliche Leben aus. Um dies leicht zu bewältigen, kann eine Unterstützung durch Familie und Freunde sehr hilfreich sein.
 
Vor allem die Ernährung spielt hierbei eine große Rolle, daher solltest Du Dich an die Empfehlungen des Arztes halten und Dich von einem Diätassistenten unterstützen lassen. Dieser kann Dir einen individuellen Speiseplan zusammenstellen.
 
Auch wenn es um eine Urlaubsplanung geht, kann der Verlust an Mobilität etwas einschränken. Allerdings können Betroffene dennoch Urlaub machen, denn in vielen Ländern im Ausland ist es möglich einen Platz für eine Dialyse zu organisieren. Als neuer Dialysepatient empfehlen Ärzte jedoch, nicht in den Urlaub zu fahren, da der Körper anfangs Zeit braucht, bis er sich an die Behandlung gewöhnt hat.

Was sollte ich bei der Ernährung beachten?

Bei Nierenerkrankungen, bei denen eine Blutwäsche notwendig ist, kommt es häufig zu einer verminderten Ausscheidung von harnpflichtigen Substanzen. Jedoch werden bei der Nierenersatztherapie einige Stoffe aus dem Blut gefiltert, die dem Körper wieder zugeführt werden müssen. Um die Therapie zu unterstützen und den Verlauf der schweren Erkrankung positiv zu beeinflussen, solltest Du einiges bei der Ernährung beachten.
 
Wenn die Nierenfunktion deutlich abnimmt und die Niere schwächer wird, wird dadurch weniger Wasser aus dem Körper ausgeschieden. Dadurch kann es zu Wasseransammlungen, sogenannten Ödemen, kommen. Da in diesem Zuge ebenso der Blutdruck stark abfallen kann, solltest Du Deine Flüssigkeitszufuhr entsprechend anpassen, damit sich keine Überwässerungen entwickelt.
 
Wie viel Flüssigkeit Du täglich zu Dir nehmen kannst, ist von Person zu Person unterschiedlich und hängt insbesondere von der verbliebenen Nierenfunktion ab. Dabei solltest Du jedoch nicht nur Deine Trinkmenge, sondern ebenso die Menge an flüssigen Speisen wie Suppen oder Soßen unter Kontrolle halten.
 
Nach einer Dialyse gibt es einige Dinge zu beachten, nicht nur bei der Ernährung
 
Doch auch beim Speiseplan gibt es einiges zu beachten. So solltest Du Dich vor allem vitamin- und eiweißreich ernähren. Die künstliche Blutwäsche entzieht Deinem Körper eine besonders große Menge an Eiweiß. Überdies erfolgt unter anderem die Aktivierung von Vitamin D in der Niere, daher haben Betroffene oftmals einen deutlich verminderten Spiegel an Vitamin D.
 
So gibt es aber ebenso einige Inhaltsstoffe, die Du bei einer dialysepflichtigen Nierenerkrankungen vermeiden solltest, um mögliche Komplikationen und Folgen zu verhindern. Das heißt, Du solltest Dich vorwiegend natriumarm ernähren. Denn bei einem hohen Natriumwert kann es durch den Blutdruckanstieg zu Wasseransammlungen kommen. Dadurch kann eine zusätzliche Belastung der Nieren stattfinden. Auch den Kaliumgehalt in Deinem Körper solltest Du so gering wie möglich halten, da sich an den dialysefreien Tagen Kalium stark anhäufen kann. In weiterer Folge kann dies lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen begünstigen. Außerdem solltest Du Fleisch, Fisch und Milchprodukte nur in geringen Mengen essen, da sie viel Phosphat enthalten. Meist ist der Phosphatwert bei Dialysepatienten erhöht, da es nicht zu einer ausreichenden Ausscheidung kommt. Somit solltest Du versuchen, phosphathaltige Lebensmittel zu vermeiden, da dies sonst zu Durchblutungsstörungen und Gefäßverkalkungen führen kann.
 
Es gibt jedoch keine einheitliche Diät, die für alle Betroffenen geeignet ist. So kannst Du Dich aber bei einem Diätassistenten individuell beraten lassen, da er Dir einen geeigneten Speiseplan erstellen kann, der individuell auf Deine gesundheitlichen Zustände abgestimmt ist.

Gibt es eine Alternative zur Dialyse?

Liegt ein chronisches Nierenversagen vor, welches schon ins Endstadium fortgeschritten ist, dann stellt eine Nierentransplantation die einzige Alternative zur Blutwäsche dar.
 
Ohne eine Dialyse oder Nierentransplantation ist ein Nierenversagen lebensbedrohlich und kann somit zum Tod führen, da sich der Körper dadurch selbst vergiftet. Auch bei einem langsamen Nierenversagen kann es durch die hohen Blutkaliumsalze zu großen Wasseransammlungen und folglich zu einem Herzstillstand kommen.

Was kostet eine Dialyse?

Die Kosten der Dialysetherapie sind äußerst hoch, da das Verfahren aufwendig und zeitintensiv ist. Daher kommt die Krankenkasse für die Kosten der Behandlung vollständig auf. Genauso kommt der Versicherungsträger bei Transportkosten für die Kosten auf.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten einer Dialyse?

Im Regelfall übernimmt die Krankenkasse die Kosten einer Dialyse vollständig. Ebenso übernimmt der Versicherungsträger die anfallenden Kosten bei einer Heimdialyse, falls diese nötig ist, zur Gänze.

 


Dauer Dauer

Bis zu 8 Stunden

Ausfallzeit Ausfallzeit

Bis zu 8 Stunden

Stationärer Aufenthalt Stationär

Nicht notwendig

Das Wichtigste zusammengefasst

Eine Dialyse ist ein Verfahren, welches die Nierenfunktion ersetzt, wenn bereits Schäden an den Nieren vorliegen und sie somit nicht mehr ihren Aufgaben nachkommen können


Die Nierenersatztherapie kann entweder in einem Dialysezentrum, als auch zu Hause durchgeführt werden


Bei einer chronischen Nierenkrankheit wird die Blutwäsche im Regelfall etwa dreimal pro Woche wiederholt und dauert pro Sitzung etwa vier Stunden


Wenn bereits ein chronisches Nierenversagen vorliegt, dann stellt eine Nierentransplantation die einzige Alternative zur künstlichen Blutwäsche dar

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