Computertomografie (CT)

Die Computertomografie ist ein medizinisches Verfahren zur Darstellung der menschlichen Körperstrukturen. Diese Methode ist nicht nur schnell, sondern vor allem effektiv. Mit diesem Verfahren kann man innerhalb weniger Minuten den gesamten menschlichen Körper von innen abbilden, um etwaige Verletzungen oder Erkrankungen, von Krebs über Leberzirrhose bis hin zu Gefäßerweiterungen, diagnostizieren. Aus diesem Grund sind CTs heutzutage aus den verschiedensten Bereichen der Medizin nicht mehr wegzudenken. In diesem Artikel erfährst Du alles Wissenswerte über die Computertomografie.


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Zuletzt aktualisiert: 23. September, 2020



Was versteht die Medizin unter einer Computertomografie?

Unter einer Computertomografie, kurz auch CT oder CT-Scan genannt, versteht man ein bildgebendes Verfahren, das auf Röntgenstrahlen basiert. Dies funktioniert, indem sich eine rotierende Röntgenröhre um den liegenden Patienten dreht. Daher kommt auch die Bezeichnung Spiral-CT.
 
Im Normalfall besteht ein neuartiges CT-Gerät aus einer Röntgenröhre, welche einen Fächerstrahl erzeugt und mehreren Detektoren, die die Strahlen erfassen. Die Röntgenquelle rotiert dann um das Körperteil, das untersucht werden soll und nimmt die verschiedenen Gewebe aus vielen unterschiedlichen Richtungen auf. Die gegenüberliegenden Detektoren fangen die Röntgenstrahlung auf und anschließend berechnet ein Computer aus den einzelnen Schnittbildern ein dreidimensionales Gesamtbild.

Ein CT-Gerät besteht aus einer Röntgenröhre und mehreren Detektoren, die die Strahlen erfassen.

Was lässt sich mit einem CT abbilden?

Mit dieser Untersuchungsmethode können Ärzte komplexe Knochenbrüche, Knochenerkrankungen und anderweitige Erkrankungen wie Darmentzündungen, Leber- oder Lungenerkrankungen oder auch Krebserkrankungen diagnostizieren. In erster Linie kommt die Computertomografie jedoch bei Knochenbrüchen zum Einsatz, denn die Untersuchung verläuft mit dieser Methode um einiges schneller als bei einem MRT. So nutzen Ärzte ein beispielsweise ein CT, um eine Notfalluntersuchung nach einem Unfall durchzuführen. Die CT-Untersuchung nach einem Unfall nennt sich Traumspirale oder Schockraum-CT.
 
Mithilfe dieses bildgebenden Verfahrens ist es den Medizinern möglich Knochenbrüche schnell und deutlich zu erkennen und so auf verschiedene Verletzungen schließen. So ist beispielsweise davon auszugehen, dass es bei einer Beckenfraktur zu massiven Blutungen im Körper kommt.
 
Die Blutungen selbst, oder auch Organe lassen sich mit einem CT zwar erkennen, trotzdem eignet sich dazu besser das MRT. Nur in Notfällen kommt eine Computertomografie zum Einsatz, um nach möglichen Blutungen zu schauen oder einen Herzinfarkt zu diagnostizieren. Hierzu ist allerdings die Verwendung eines Kontrastmittels notwendig.
 
Der Körper wird von den Röntgenstrahlen durchleuchtet und diese werden, je nach Dichte des Gewebes, unterschiedlich stark abgeschwächt. Gewebe mit niedriger Dichte, also beispielsweise Lungengewebe, erscheint auf der Aufnahme dunkel, während Gewebe mit einer hohen Dichte, wie Knochengewebe, hell dargestellt ist.
 
Außerdem ermöglicht die Computertomografie eine selektive Darstellung einzelner Gewebe. Dies bezeichnet man als Fensterung und man kann damit beispielsweise die Lunge oder andere Organe deutlich besser beurteilen. CT-Geräte der neusten Generation sind bereits so schnell, dass sie auch bewegende Organe wie zum Beispiel das Herz in ausgezeichneter Qualität darstellen können. Für bestimmte Bereiche benötigen Ärzte ein Kontrastmittel, das der Patient in die Vene bekommt. Dies sorgt für noch aussagekräftigere Aufnahmen.
 

Welche Arten der Computertomografie gibt es?

Ärzte nutzen Computertomografien, um unterschiedliche Krankheiten und Verletzungen diagnostizieren zu können. Abhängig von dem zu untersuchenden Körperteil unterscheidet man zwischen verschiedenen Arten von CTs. Auf der einen Seite gibt es sogenannte Ganzkörper-CTs und auf der anderen steht nur ein bestimmter Bereich im Fokus.
 
Eine Form ist das Schädel-CT. Bei dem Verdacht auf beispielsweise eine Hirnblutung, einen Tumor oder Gefäßfehlbildungen im Gehirn setzen Spezialisten auf eine Computertomografie des Kopfes. Damit kann man sowohl das Gehirn als auch die Schädelknochen gut darstellen. Diese Form nennt sich auch kraniales CT. Sie ist beispielsweise die Basisdiagnostik eines Schlaganfalls oder auch Schädel-Hirn-Traumas.
 
Die Organe im Brustraum werden im Normalfall mit einem Thorax-CT oder einem Kardio-CT untersucht. Das Kardio-CT bezieht sich dabei allerdings nur auf das Herz, während das Thorax-CT für die Lunge und auch die Aorta und Hohlvene verwendet wird. Man kann sich hierbei in Form eines Lungen-CTs auch nur auf dieses Organ fokussieren. Experten untersuchen hier den Patienten meist auf Lungenkrebs, eine Lungenentzündung oder auch auf koronare Herzerkrankungen.
 
Die Bauchorgane, also Darm, Magen, Leber, Niere, Milz und Pankreas, kann man mit einem Abdomen-CT beurteilen. Spezialisten nutzen dies vor allem bei unklaren Bauchschmerzen, um beispielsweise auf Nierensteine, Leberzirrhoseoder Gefäßverletzungen schließen zu können.
 
Im Gegensatz dazu ist ein CT-Angiografie eine Computertomografie der Blutgefäße. Dieses CT hilft bei der Diagnose von Gefäßerkrankungen oder -verletzungen. Darunter fällt beispielsweise die „Schaufensterkrankheit“ oder auch eine gefährliche Gefäßaufweitung. Bei diesem CT arbeiten die Spezialisten mit einem Kontrastmittel, welches vor den Aufnahmen in die Vene gespritzt wird. Dadurch werden die erkrankten oder verletzten Gefäße deutlicher sichtbar.
 
Auf ein Ganzkörper-CT greifen Spezialisten im Normalfall in Notfallsituationen zurück. Dies tritt vor allem dann ein, wenn der Patient verschiedene und teilweise auch lebensgefährliche Verletzungen hat, wie beispielsweise nach einem Unfall. So kann der Verunglückte schnell und auch schmerzfrei untersucht werden. Mit dieser Methode können innerhalb weniger Minuten selbst die inneren Verletzungen festgestellt und demzufolge auch behandelt werden.
 
Ein CT mit Kontrastmittel ist wie bereits kurz erklärt, für bestimmte Bereiche notwendig, um diese besser sichtbar zu machen. Das Mittel wird dem Patienten entweder mit einer Spritze verabreicht oder dieser muss eine Trinklösung zu sich nehmen. Zweiteres ist bei der Untersuchung des Magen-Darm-Traktes notwendig. Gängig ist heutzutage ein jodhaltiges Kontrastmittel. Dieses Mittel greift jedoch die Nieren an, weshalb Personen mit bereits vorhandenen Nierenschäden vorsichtig damit sein müssen. Das Mittel kann außerdem auch bei Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen gefährlich sein.
 
Die Arten von Computertomografien lassen sich noch auf eine andere Weise unterscheiden. So gibt es die Form des HR-CTs. Dieses liefert hochauflösende Bilder, mit denen Feinstrukturen, wie beispielsweise die der Lunge, besonders gut abgebildet werden können.
 
Auch die Skelett-CT ist eine spezielle Form. Wie der Name schon sagt, lassen sich damit vor allem die Strukturen der Knochen ablichten. Dies eignet sich speziell für die Diagnostik von Knochenbrüchen.
 
Die Multidetektor-Computertomografie erlaubt es große Körperregionen abzubilden und eignet sich dadurch hervorragend für das bereits erklärte Ganzkörper-CT oder die Angiografie-Aufnahme. Auch bei der Tumordiagnostik spielen CTs eine wichtige Rolle. Es können mit dem Gerät beispielsweise Tumore im Gehirn, im Rückenmark, in der Schilddrüse, in den Nieren, der Lunge oder auch in den Lymphknoten entdeckt werden. Diese Technik kommt also auch zur Nachsorge einer Tumorbehandlung zum Einsatz.
 

Was ist der Unterschied zwischen einer Computertomografie (CT) und einer Magnetresonanztomografie (MRT)?

Eine Magnetresonanztomografie, auch MRT oder Kernspintomografie genannt, arbeitet im Gegensatz zu einem CT nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit der Hilfe von Radiowellen und Magnetfeldern. Dies ist auch der größte Vorteil des MRTs, denn der Patient wird dadurch keiner Strahlung ausgesetzt.
 
Der sogenannte Kernspin beschreibt, dass sich alle Atomkerne in Deinem Körper um ihre eigene Achse drehen. Durch diese Drehung erzeugen sie ein minimales Magnetfeld. Vor allem die Wasserstoffkerne sind hierbei relevant, da sie am häufigsten in Deinem Körper vorkommen. Die magnetische Ausrichtung dieser Kerne ist unter natürlichen Umständen rein zufällig. Wenn Deinem Körper nun allerdings von außen ein starkes Magnetfeld angelegt wird, dann ordnen sich die Atomkerne alle in der gleichen Richtung an – in Längsrichtung Deines Körpers.
 
Dieses Prinzip nutzt man in der Magnetresonanztomografie. In dem Gerät befindet sich nämlich ein äußerst starkes, aber für den Menschen absolut ungefährliches, Magnetfeld. Abgesehen von diesem Feld gibt die Maschine zeitgleich zur Messung noch Radiowellen mit hoher Frequenz auf Deinen Körper ab, die die Ausrichtung der Wasserstoffkerne im Magnetfeld verändern. Die Kerne senden bei ihrer Wieder-Ausrichtung Signale aus, die in der Untersuchung gemessen und vom Computer zu Bildern zusammengesetzt werden. Dies ist jedoch noch nicht ausreichend, um Schichtaufnahmen zu erhalten. Zusätzliche Magnetfelder, die mithilfe von Spulen an den Körper gelegt werden, ermöglichen es, eine Körperregion aus verschiedenen Blickwinkeln abzubilden.
 
Basierend auf dem unterschiedlichen Gehalt von Wasserstoffkernen im Gewebe sendet der Körper auch verschiedene Signale. Experten können dadurch Gewebetypen voneinander abgrenzen. Das MRT ist heutzutage bei vielen diagnostischen Fragestellungen unverzichtbar. So lässt sich mit diesem Verfahren beispielsweise klären, ob Rückenschmerzen durch eine Entzündung oder einen Bandscheibenvorfall verursacht werden.
 
Sie eignet sich vor allem dazu, Weichteilgewebe zu untersuchen, also Muskel-, Binde- oder Nervengewebe. Auch das Gehirn und Organe fallen in den Bereich von MRTs. Zusätzlich lassen sich flüssigkeitsgefüllte Hohlräume, wie das Herz, Blutgefäße und Gallen- oder Bauchspeicheldrüsengänge, mithilfe der Magnetresonanztomografie darstellen.
 
MRTs können zur Diagnose von Verletzungen, Veränderungen und Erkrankungen verschiedenster Organe und Gewebe beitragen. Dazu zählt der Kopf, das Gehirn, das Rückenmark, alle Gelenke, die Wirbelsäule, Muskeln, Bänder, Knorpel, sämtliche Organe und vieles mehr.

Ein CT kann zur Diagnose und Untersuchung von verschiedenen medizinischen Problemen verwendet werden.

Was ist der Unterschied zwischen einer Computertomografie und dem Röntgen?

Eine Computertomografie und Röntgen gehören eigentlich zusammen. Ersteres ist nämlich im Endeffekt eine computergestützte Röntgenuntersuchung. Bei einem klassischen Röntgen entsteht ein zweidimensionales Bild von Deinem Körper oder einem Deiner Körperteile, während bei einem CT ein Schnittbild davon entsteht. Mit diesen Schnittaufnahmen können dann die Strukturen des Körperinneren dreidimensional dargestellt werden. Dadurch können Spezialisten nicht nur Krankheiten oder Verletzungen erkennen, sondern auch ihre Ausmaße und ihre Lage.
 
Kurz gesagt: Bei einem Röntgen wird ein Schattenbild erzeugt, während bei einem CT ein Schnittbild entsteht. Viele Schnittbilder aneinander gereiht ergeben wiederum ein 3D-Bild.
 

Wann ist eine Computertomografie notwendig?

Spezialisten setzen in verschiedenen Bereichen auf die Computertomografie. Eines dieser Felder ist die Krebsdiagnostik. Heutzutage ist dieses Instrument nicht nur zur Feststellung oder zum Ausschluss einer Krebserkrankung unverzichtbar, sondern auch zur Kontrolle der Therapieverläufe. Dadurch dass das Verfahren Einblicke in alle Körperbereiche zulässt und äußerst präzise Bilder liefert, ist es speziell bei der Erkennung von Tumoren oder auch Metastasen, also den Tochtergeschwülsten, essenziell. Mithilfe eines CTs lässt sich die genaue Position und Ausdehnung eines Tumors bestimmen.
 
Auch beim Verdacht auf Hirnblutungen, einen Schlaganfall oder einen Schädelbruch setzen Spezialisten auf das Gerät. Zusätzlich werden CTs bei zahlreichen anderen Fragestellungen genutzt. Das Verfahren eignet sich nämlich bestens zur Untersuchung von sämtlichen inneren Organen. Vor allem Herzkranzgefäße können mit der Technik untersucht werden. Durch die rasante Entwicklung in den letzten Jahren setzen viele Krankenhäuser die Computertomografie auch auf Unfallstationen ein, um sich einen guten Überblick über sämtliche inneren Verletzungen machen zu können.
 

Bei welchen Vorerkrankungen sollte keine Computertomografie durchgeführt werden?

Wie bereits erwähnt solltest Du, falls Du an Nierenschäden oder einer Schilddrüsenerkrankung leidest, bei einem CT mit Kontrastmittel aufpassen. Du solltest den behandelnden Arzt auf jeden Fall darüber aufklären, damit er über alle Umstände informiert ist und diese auch miteinbeziehen kann. Bei einem CT kommt es zu einer hohen Strahlenbelastung. Aus diesem Grund dürfen schwangere Frauen mit diesem Verfahren nicht untersucht werden, da sonst das ungeborene Kind bleibende Schäden davontragen kann.
 
Zum Vergleich: Ein CT des Thorax hat in etwa eine 80-mal höhere Strahlenbelastung als ein klassisches Röntgenbild des Thorax.
 

Wie bereite ich mich am besten auf eine Computertomografie vor?

Eine Computertomografie ist weder schmerzhaft noch gefährlich, darum ist auch keine besondere Vorbereitung notwendig. Abhängig von dem Körperteil, der untersucht werden soll, kann es sein, dass Du am Tag der Untersuchung keine Speisen zu Dir nehmen darfst.
 
Zusätzlich werden Dich die Spezialisten darum bitten, sämtlichen Schmuck, Brillen, eventuell Zahnprothesen oder Ähnliches zu entfernen. Außerdem ist es wichtig, dass, falls Du ein Kontrastmittel bekommst und Schwellungen oder Schmerzen damit einhergehen, Du dies unbedingt sofort Deinem Arzt mitteilst.
 
Du wirst jedoch vor der Untersuchung ein ausführliches Gespräch mit Deinem behandelnden Arzt haben. Dabei sollte er oder auch Du unbedingt die Risiken der Untersuchung, Deine Medikamente, eventuelle Vorerkrankungen, Dir bekannte Unverträglichkeiten oder Allergien und vor allem auch das Thema Schwangerschaft ansprechen.
 

Wie verläuft eine Computertomografie?

Wie bereits erklärt, kannst Du Dich kaum auf eine CT vorbereiten. Doch wie läuft die eigentliche Computertomografie ab? Während der Untersuchung liegst Du in der ringförmigen Öffnung des Gerätes, der sogenannten Gantry. Abhängig von Deinen Beschwerden, der Fragestellung, der zu untersuchenden Körperregion und der Leistung des Gerätes, dauert das Ganze zwischen fünf und 30 Minuten. Während der Untersuchung befindet sich aufgrund der hohen Röntgenstrahlung außer Dir niemand im Raum. Du kannst dennoch mit dem medizinischen Personal kommunizieren. Dies funktioniert über eine Gegensprechanlage, die Dir vor Beginn noch kurz erklärt wird.
 
Das Röntgengerät fährt dann automatisch Schicht für Schicht den betreffenden Bereich ab und erstellt Aufnahmen. Diese beinhalten Schichtdicken, die im Normalfall zwischen ein und fünf Millimetern liegen. Während diesem Prozedere solltest Du Dich möglichst nicht bewegen. Ansonsten könnten die CT-Aufnahmen unscharf und somit nicht aussagekräftig werden. Für den Fall, dass die Spezialisten Deine Lunge oder Deinen Oberbauch untersuchen müssen, kann es notwendig sein, dass Du, auf Anweisung des medizinischen Personals, die Luft für kurze Zeit anhalten musst.
 

Was muss ich nach einer Computertomografie beachten?

Ein CT hat grundsätzlich keine direkt spürbaren Auswirkungen auf Deinen Körper. Somit musst Du nach der Untersuchung keine besonderen Dinge berücksichtigen. Falls Du ein Kontrastmittel bekommen hast, empfehlen Spezialisten möglichst viel zu trinken, damit Du dieses möglichst rasch wieder ausscheidest und die Niere nicht zu stark belastet wird.
 

Welche Vorteile hat eine Computertomografie?

Im Vergleich zu der herkömmlichen Röntgenuntersuchung hat die CT den Vorteil, dass naturgetreue und vor allem überlagerungsfreie Darstellungen der einzelnen Organe möglich sind. Dies ist vor allem bei der Beurteilung von inneren Krankheiten, wie zum Beispiel der Größe und Lage eines Lungentumors, von großer Bedeutung.
 
Doch auch bei der Untersuchung von Verletzungen und der genauen Planung von Operationen spielt das CT eine wesentliche Rolle. Die Computertomografie wird zusätzlich auch noch in Rahmen weitergehender Untersuchungen genutzt. Beispiele hierfür sind die Kontrolle einer gezielten Entnahme von Gewebeproben und auch die Ableitung von Flüssigkeitsansammlungen, einer sogenannten Punktion.
 
Falls Du unter Klaustrophobie, also Raumangst, leidest, brauchst Du Dir keine Gedanken zu machen. Anders als bei einem MRT hast Du durch die kurzen, ringförmigen Tunnel immer freie Sicht nach außen.
 

Welche Risiken birgt eine Computertomografie?

Das Hauptrisiko der Computertomografie ist die Röntgenstrahlung, die Dein Gewebe verändert und so zu bösartigen Tumoren führen kann. Heutzutage ist man im Rahmen dieser Untersuchungen der Strahlung jedoch nur noch in geringen Dosen ausgesetzt, wodurch  das Risiko nahezu gegen null geht.
 
Für den Fall, dass die Untersuchung mit einem Kontrastmittel durchgeführt wird, kann es in einigen Fällen zu sogenannten Überempfindlichkeitsreaktionen kommen. Diese zeigen sich in Form von Schwindel, Niesreiz, Übelkeit oder auch Kopfschmerzen.
 
Lebensbedrohliche Komplikationen als Folge des Einsatzes von Kontrastmittel kommen weltweit kaum vor, sind also äußerst selten. Dennoch musst Du, falls Du an einer Schilddrüsen- oder Nierenerkrankung leidest, dies unbedingt Deinem Arzt mitteilen.

In bestimmten Situationen darf ein CT nicht durchgeführt werden, zum Beispiel wenn Du an Klaustrophobie leidest.

Wie gefährlich sind die Röntgenstrahlen bei einer Computertomografie?

Bei den heutigen CTs ist die Strahlenbelastung schon relativ gering. Neue Programme ermöglichen es, dass noch weniger Strahlung für die Untersuchung notwendig ist. Dennoch ist es eine Tatsache, dass jede Computertomografie das Risiko einer Zellveränderung mit sich bringt und damit auch das Risiko auf einen bösartigen Tumor erhöht.
 
Aus diesem Grund sollten Ärzte immer im Interesse des Patienten handeln und unnötige CTs vermeiden, außer sie sind medizinisch gesehen unbedingt notwendig. In vielen Fällen kann man auch auf Methoden wie einen Ultraschall oder konventionelle Röntgenaufnahmen zurückgreifen, die Deinen Körper wesentlich weniger belasten. Dein Arzt sollte immer Nutzen und Risiko gegeneinander abwiegen und die Vor- und Nachteile der einzelnen Verfahren vergleichen.
 
Du als Patient solltest alte CT-Aufnahmen aufbewahren – egal ob als Bild oder in digitaler Form. Dein Arzt kann mithilfe dieser Daten Wiederholungsuntersuchungen vermeiden und auch diverse Krankheitsverläufe nachvollziehen.
 
Wie hoch die tatsächliche Strahlenbelastung bei einem CT ist, kannst Du, falls es Dich interessiert, bei dem behandelnden Radiologen erfragen. Es ist jedoch schwierig eine allgemeingültige Aussage zu treffen, da die Dosis von verschiedenen Faktoren abhängt. Dazu zählt die Anzahl und die Dicke der Schichtaufnahmen, die Größe des Bereichs und auch die unterschiedliche Empfindlichkeit des verschiedenen Gewebes.
 
Durch die technischen Innovationen ist die Strahlenexposition heutzutage deutlich geringer als früher. Dazu zählt niedriger Röhrenstrom mit Dosisreduktion, allerdings ohne Verluste an der diagnostischen Aussagekraft. Außerdem findet eine automatische Dosisanpassung entsprechend der individuellen Anatomie statt. In der Mitte des Brustkorbes benötigt man beispielsweise eher eine geringe Dosis, während der Schultergürtel eine hohe erfordert.
 
Auch die modernen Festkörperdetektoren reduzieren die Dosis, indem sie, trotz gleichbleibender Qualität, das Bildrauschen verringern. Die technische Weiterentwicklung der Geräte hat außerdem zur Folge, dass die Untersuchungsdauer für die Patienten immer kürzer wird und auch das lange Stillliegen ist nur mehr bedingt nötig. Durch die steigende Aufnahmequalität können Spezialisten immer kleinere Veränderungen im Körper sichtbar machen.
 

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Computertomografie?

Damit Du eine CT-Untersuchung durchführen lassen kannst, benötigst Du zuallererst eine Zuweisung oder Überweisung von Deinem behandelnden Haus- oder Facharzt. Diese ist dann ab dem Ausstellungstag für einen Monat gültig. Die Kosten für eine Computertomografie übernimmt Deine Krankenkasse.

 


Dauer Dauer

5-30 Minuten

Ausfallzeit Ausfallzeit

Keine

Stationärer Aufenthalt Stationär

Nicht notwendig

Das Wichtigste zusammengefasst

Die Computertomografie ist ein bildgebendes Verfahren, das mit Röntgenstrahlen und Detektoren arbeitet.


Mithilfe eines CTs können Spezialisten das Innere von dem jeweiligen Patienten genaustens auf Verletzungen, Krankheiten oder Außergewöhnliches untersuchen.


Je nach dem Bereich der Verletzung oder der Erkrankung unterscheidet man zwischen unterschiedlichen Arten von Computertomografien.


Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen, da man für die Untersuchung auf jeden Fall eine Überweisung des behandelnden Arztes benötigt.

Dr. Benjamin Gehl

Dr. Simone Hermanns

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