Ikterus (Gelbsucht)

Eine gelbliche Verfärbung von Augen, Haut und Schleimhäuten ist ein Krankheitsbild, dem in der Medizin besondere Bedeutung zugestanden wird, denn es deutet auf gravierende, grundlegende Erkrankungen im Verdauungstrakt hin. Das Symptom, das im medizinischen Sprachgebrauch als „Ikterus“ oder „Gelbsucht“ bezeichnet wird, tritt häufig mit weiteren Begleiterscheinungen auf und sollte in jedem Fall von einem Arzt behandelt werden. Welche Krankheiten dem Ikterus zugrunde liegen, wann Grund zur Sorge besteht und Du einen Arzt aufsuchen solltest und wie Du der Gelbsucht vorbeugen kannst, liest Du hier!


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Zuletzt aktualisiert: 9. September, 2020



ICD-10-GM-2020 R79.8

Was versteht die Medizin unter einem Ikterus?

Unter einem Ikterus versteht die Medizin die Gelbfärbung von Haut, Augen und Schleimhäuten, die sich auch in einer Verfärbung von Stuhl und Urin manifestiert. Bei besonders schwerwiegenden Fällen bringt der Ikterus sogar eine gelbliche Verfärbung der Organe mit sich. Es handelt sich dabei nicht um eine eigenständige Krankheit, sondern um ein Symptom, das begleitend zu gewissen Erkrankungen auftritt. Auslöser ist eine Störung des Bilirubinstoffwechsels.
 
Ein Ikterus, zu Deutsch auch „Gelbsucht“ genannt, tritt meistens als Begleitsymptom von schwerwiegenden Erkrankungen der Leber, Galle oder Bauchspeicheldrüse auf. Da die gelblichen Verfärbungen häufig zu den ersten Erscheinungen einer Krankheit gehören, empfiehlt es sich, rasch einen Arzt aufzusuchen, wenn sich Anzeichen eines Ikterus bemerkbar machen. In manchen Fällen tritt die Gelbsucht allerdings auch ohne Grunderkrankung auf, beispielsweise bei harmlosen, erblich bedingten Leiden wie etwa Morbus Meulengracht.

Eine Gelbsucht weist auf eine ernsthafte Erkrankung hin.

Welche Formen der Gelbsucht gibt es?

Ärzte differenzieren drei verschiedene Formen der Gelbsucht. Der Unterschied dieser drei Typen liegt in der Ursache des Symptoms.
 
Die erste Form ist der sogenannte hämolytische Ikterus, der von Ärzten auch als prähepatische Gelbsucht bezeichnet wird. Die Betroffenen leiden in diesem Fall meistens an Blutkrankheiten, bei denen die Lebenszeit der roten Blutkörperchen verkürzt ist und diese daher vermehrt abgebaut werden. Das können beispielsweise bestimmte Medikamente oder künstliche Herzklappen ausglösen, aber auch gewisse Virusinfekte ziehen diese Funktionsstörung mit sich.
 
Die Leber kann dann nicht schnell genug arbeiten, um die gesteigerte Menge an Bilirubin zügig abzubauen. In weiterer Folge lagert es sich in den Körperzellen an und führt dann zu einer Gelbfärbung des Gewebes. Da diese Form des Symptoms nicht durch die Leber selbst bedingt wird, sondern durch vorangehende Faktoren, bezeichnen Mediziner dieses Krankheitsbild als „prähepatisch“, zu Deutsch „vor der Leber“.
 
Der zweite Typ des Ikterus wird auch hepatische Gelbsucht genannt. In diesem Fall löst eine verminderte Leistung der Leber selbst die Weiterverarbeitung des Bilirubins aus. In weiterer Folge bewirkt dies, dass sich das Bilirubin im Blut anstaut und schließlich im Gewebe ablagert. Dann spricht man von hepatischer, also „leberbedingter“ Gelbsucht. Die mangelnde Leistung der Leber und die damit einhergehende Störung der Weiterverarbeitung des Bilirubins kann mehreren Ursachen zugrunde liegen. Meistens handelt es dabei sich um Krankheiten oder Infektionen.
 
Zum Beispiel kann der Auslöser eine Virushepatitis sein. Diese Virusinfektion kann zu Leberentzündungen führen, die sich bei den Betroffen durch Müdigkeit, Übelkeit, Gewichtsverlust und Gelbsucht bemerkbar macht. Ein weiterer Entstehungsgrund für eine hepatische Gelbsucht ist Leberzirrhose, verursacht durch Alkoholabhängigkeit oder Hepatitisinfektionen. Darunter verstehen Ärzte eine chronische Lebererkrankung, die die Leberoberfläche verändert und deren äußerste Gewebeschicht vernarbt. Das führt dazu, dass die Leber ihre Aufgaben nicht mehr in vollem Ausmaß erfüllen kann. Auch Leberkrebs oder Metastasen in diesem Organ können eine hepatische Gelbsucht auslösen.
 
Des Weiteren können Vergiftungen oder Medikamente, die die Funktionsweise der Leber stören, einen hepatischer Ikterus verursachen. Hepatische Gelbsucht kann allerdings auch auf andere Erkrankungen, wie Schwangerschaftsvergiftungen, Pfeiffersches Drüsenfieber oder Rechtsherzinsuffizienz hindeuten.
 
Eine angeborene Erhöhung des Bilirubinspiegels kann ebenso zu einem hepatischen Ikterus führen. Bei manchen Menschen ist von Geburt an die Produktion des Leberenzyms, das den Bilirubinabbau katalysiert, nicht vollständig ausgeprägt, weshalb die Leber dieses nicht ausreichend weiterverarbeiten kann. Die einzigen Beschwerden, die sich bei den Betroffenen in diesem Fall bemerkbar machen, sind die gelbliche Verfärbung von gewissen Körperregionen. Auch eine Fettleber, ausgelöst durch Fehlernährung, oder Leberversagen können einen hepatischen Ikterus auslösen.
 
Als dritte Form der Gelbsucht differenzieren Spezialisten den sogenannten cholestatischen Ikterus, der auch als „posthepatische“ Gelbsucht bezeichnet wird. Wenn im Körper der Hauptgallengang blockiert ist, staut sich das Bilirubin in der Gallenblase und kann nicht in den Darm abgegeben werden. Da diese Störung nicht in der Leber, sondern erst danach auftritt, handelt es sich um eine „posthepatische“ Ursache. Auf Deutsch übersetzt bedeutet dies „nach der Leber“.
 
Der Gallenabfluss kann durch mehrere Faktoren gestört werden. Beispielsweise können Gallensteine in der Gallenblase oder dem Gallengang verhindern, dass das Bilirubin abfließen kann, aber auch Tumore in der Bauchspeicheldrüse, dem Darm oder der Gallenblase können die Abgabe der Flüssigkeit verhindern. Meistens ist Gelbsucht das erste Symptom, dass sich bei einer solchen Tumorerkrankung bemerkbar macht.

Welche Ursachen hat eine Gelbsucht?

Die Entstehung von Gelbsucht wird beim Abbau der roten Blutkörperchen ausgelöst. In unserem Blut findet sich eine Vielzahl von verschiedenen Stoffen, die alle eine spezielle Funktion erfüllen. Rote Blutkörperchen sind für den Sauerstofftransport im Blut zuständig. Sie werden im Knochenmark gebildet und normalerweise nach etwa 120 Tagen in der Leber und der Milz abgebaut.
 
Als Nebenstoff entsteht bei diesem Prozess das sogenannte Bilirubin, ein wasserunlöslicher, gelblich-brauner Farbstoff. Bilirubin wird im Blut an ein Eiweißmolekül, Albumin, gebunden und bis in die Leber transportiert. Von dort aus wird es weiter in die Gallenblase gebracht, wo es sich mit Gallenflüssigkeit mischt. Bei der Verdauung wird Gallenflüssigkeit in den Darm abgegeben, wobei ebenso ein Teil des Bilirubins in den Darm gelangt. Dieser wird in weiterer Folge mit dem Stuhl ausgeschieden und erklärt deren braune Farbe.
 
Ein weiterer Teil des Bilirubins wird dem Urin beigemengt, färbt dieses gelblich und wird dann über den Harnweg ausgeschieden. Üblicherweise sondert der Körper das Bilirubin also vom Körper aus, weshalb der Gehalt dieses Stoffs im Blut gering ist. Wenn die Konzentration allerdings aufgrund verschiedener Faktoren zu hoch ist, lagert sich der Farbstoff im Gewebe ab und es kommt zu den für Gelbsucht typischen Verfärbungen.

Was sind die Symptome bei einer Gelbsucht?

Das charakteristischste Symptom der Gelbsucht ist die gelbliche Verfärbung verschiedener Körperbereiche. Ein Anstieg des Bilirubin-Spiegels im Blut löst diese Gelbfärbung aus. Zunächst macht sich diese in den Augen bemerkbar, in einem nächsten Schritt bekommt die Haut einen gelblichen Farbton.
 
Wenn die Konzentration des Bilirubins im Blut weiterhin ansteigt, verfärben sich in einem letzten Schritt auch die Schleimhäute gelb. Bei einer besonders drastischen Ausprägung kann es sogar zu einer Gelbfärbung der Organe kommen und auch die unübliche Verfärbung von Stuhl und Urin gehört zu den Anzeichen. Der Stuhl kann beinahe farblos bis lehmfarben aussehen, der Urin verfärbt sich hingegen stark dunkel. Das ist insbesondere beim cholestatischen Ikterus und bei Hepatitisinfektionen der Fall.
 
Ebenso zu den Beschwerden gehören Appetitlosigkeit, starker Mundgeruch und ungewollter Gewichtsverlust, aber auch Bewusstseinstrübung oder Verwirrtheit bis hin zur Desorientierung. Diese Anzeichen machen sich meist bei einem hepatischen Ikterus bemerkbar und gehen Hand in Hand mit Müdigkeit. Die Betroffenen leiden außerdem an verminderter Leistungsfähigkeit und häufig treten auch ein zunehmender Bauchumfang oder Ödeme in den Beinen auf, die durch Flüssigkeitseinlagerungen ausgelöst werden. Neben der Verfärbung der Haut, Augen und Schleimhäute zählt auch Juckreiz der Haut am ganzen Körper, Fettstuhl oder Fieber zur typischen Symptomatik des Ikterus.

Einen Ikterus erkennst Du unter anderem an einer Gelbfärbung Deiner Augen.

Auf welche Krankheiten kann eine Gelbsucht hinweisen?

Da die Leber bei der Entstehung der Gelbsucht eine essenzielle Rolle spielt, kann eine Lebererkrankung der Grund für einen Ikterus sein. Ärzte unterscheiden die Ursachen für das Auftreten einer leberbedingten Gelbsucht je nach Entstehungsort. Während die prähepatische Gelbsucht ihre Ursache vor der Leber findet, entsteht die hepatische Gelbsucht in der Leber und der posthepatische Gelbsucht liegen Faktoren zugrunde, die sich im Verdauungstrakt nach der Leber befinden.
 
Leberzirrhose, Fettleber, Leberversagen, Tumore oder andere Krankheitsbilder der Leber manifestieren sich häufig durch Gelbsucht, wobei diese meistens zu den ersten Symptomen zählt.
 
Obgleich ein Ikterus oft als Symptom einer Lebererkrankung auftritt, ist das nicht immer der Fall, denn auch im Rahmen von anderen Krankheiten können gelbliche Verfärbungen der Haut, Schleimhaut und Augen auftreten. Zu diesen gehören beispielsweise EHEC oder Hepatitis, aber auch Gallengangsentzündungen oder Bandwurminfektionen. Oftmals treten die gelblichen Verfärbungen schon in frühen Stadien dieser Erkrankungen auf. Deshalb ist es sehr wichtig, rasch einen Arzt aufzusuchen, sobald sich ein Ikterus bemerkbar macht, denn er könnte gravierenden Krankheiten zugrunde liegen.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Wenn Du bemerkst, dass sich Deine Haut, Deine Augen oder Deine Schleimhäute gelblich färben, dann solltest Du rasch einen Arzt aufsuchen. In diesem Fall liegt nämlich der Verdacht nahe, dass Du an Gelbsucht leidest. Insbesondere wenn sich zusätzlich zu den gelben Verfärbungen auch noch andere Symptome des Ikterus bemerkbar machen, solltest Du zeitnah um einen Termin bei Deinem Hausarzt bitten.
 
Das ist sehr wichtig, denn wenn Du an Gelbsucht leidest, kann das auf eine zugrunde liegende Krebserkrankung oder andere schwerwiegende Erkrankungen hindeuten, selbst wenn Du keine weiteren Symptome oder Schmerzen hast. In diesem Fall solltest Du keine Zeit verlieren, um sicherzugehen, dass ein Arzt eine etwaige Krankheit frühzeitig erkennen und behandeln kann.

Wie diagnostiziert der Arzt eine Gelbsucht?

Wenn Du den Verdacht hast, an Gelbsucht zu leiden und einen Arzt aufsuchst, wird er zunächst Deine Krankengeschichte aufnehmen. Diese sogenannte Anamnese ist wichtig, damit Dein Arzt sich einen Überblick über Deinen Lebensstil, Medikamentenkonsum und Vorerkrankungen machen kann. Das ist der erste Schritt, um den Zustand Deiner Leber einschätzen zu können und in weiterer Folge die Ursache Deiner Erkrankung identifizieren zu können.
 
In einem nächsten Schritt wird Dein Arzt eine körperliche Untersuchung durchführen. Dabei tastet er Galle, Milz und Leber durch die Bauchdecke. Wenn er im Rahmen dieser Untersuchung bereits Unregelmäßigkeiten an Deiner Leber feststellen kann, weist das auf eine Funktionsstörung hin. Wenn Du hingegen beim Abtasten der Gallenblase Schmerzen verspürst, kann das auf eine Erkrankung hindeuten und wenn die Milz durch die Bauchdecke hindurch vergrößert erscheint, kann Dein Arzt eventuell auf einen gesteigerten Blutabbau schließen, der die Gelbsucht ausgelöst haben könnte.
 
Nach der Tastuntersuchung wird der Arzt vermutlich ein sogenanntes bildgebendes Verfahren durchführen, um eine genauere Diagnose machen zu können. Dazu gehört die komplett schmerzfreie Ultraschalluntersuchung der Bauchhöhle oder, bei der Verdacht auf einen Tumor, eine Magnetresonanztomografie (MRT) oder eine Computertomografie (CT).
 
Schließlich wird Dir Dein Arzt Blut abnehmen und dieses zur Analyse in ein Labor senden. Dort können Spezialisten die Leber- und Bilirubinwerte kontrollieren, aber auch analysieren, ob Deine Symptome einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse zugrunde liegen oder ob die Wahrscheinlichkeit besteht, dass sich in Deinem Körper ein Tumor ausbreitet.
 
In manchen Fällen ist zur Diagnostik außerdem eine Gewebeprobe notwendig. Diese kann ein Spezialist in einer kleinen Operation aus dem Bauchraum entnehmen. Anschließend untersucht ein Pathologe die Gewebeprobe auf Unregelmäßigkeiten. Dieses diagnostische Verfahren ist speziell dann wichtig, wenn der Verdacht auf einen Tumor besteht.

Wie behandelt der Arzt einen Ikterus?

Wenn Dein Arzt einen Ikterus diagnostiziert, erfolgt eine ursachenorientierte Behandlung. Diese kann entweder durch Deinen Hausarzt selbst erfolgen, oder durch einen Spezialisten, an den Dein Arzt Dich weiter verweist. Gegebenenfalls kann er Dir auch raten, Dich für die Behandlung in eine Klinik zu begeben. Das hängt davon ab, welcher Störung oder Erkrankung der Ikterus zugrunde liegt. Da es sich bei der Gelbsucht nicht um eine eigenständige Krankheit, sondern lediglich um ein Symptom einer anderen Erkrankung handelt, gibt es je nach Grunderkrankung verschiedene Therapiemöglichkeiten.

Eine Gelbfärbung der Haut ist ein klares Zeichen für einen Ikterus.

Wie kann ich einer Gelbsucht vorbeugen?

Um einem Ikterus vorzubeugen, kannst Du gewisse Maßnahmen treffen. Die wichtigste Prophylaxe ist Deine Ernährung, denn die Erkrankungen in Galle, Leber und Bauchspeicheldrüse, die eine Gelbsucht zur Folge haben, werden meistens durch ungesunde und fettreiche Ernährung ausgelöst.
 
Eine ausgewogene, fettarme Ernährung ist essenziell, um eine uneingeschränkte Funktion der Organe des Verdauungstrakts gewährleisten zu können. Gleichzeitig kannst Du dadurch anderen gesundheitsschädigenden Folgen wie Übergewicht oder Herzproblemen vorbeugen. Wichtig ist es, so viel wie möglich auf tierische Fette und Kohlenhydrate ohne Ballaststoffanteil zu verzichten und im Gegenzug häufiger zu frischen Zutaten wie Obst und Gemüse zu greifen.
 
Analog zu einer gesunden Ernährung solltest Du Alkohol nur in Maßen genießen. Übermäßiger Alkoholkonsum schädigt unter anderem die Leber und kann in Gelbsucht resultieren. Als Frau kannst Du täglich ungefähr ein Glas Wein oder ein kleines Bier genießen, für Männer gilt in etwa die doppelte Menge als risikoarm.
 
Da Gelbsucht auch ein Symptom einer Hepatitisinfektion ist, solltest Du versuchen, einer potenziellen Erkrankung mit dem Virus vorzubeugen. Dein Hausarzt kann Dir eine Impfung gegen Hepatitis A und Hepatitis B verabreichen, die Dein Risiko, einen Ikterus zu erleiden, mindert.
 
Wenn Du häufig reist, solltest Du Dich informieren, ob Dein Reiseziel zu den Hepatitis-Risikogebieten zählt. In tropischen Ländern übertragen beispielsweise Stechmücken den Virus. Der Erreger kann sich aber auch aufgrund mangelnder Hygiene in verunreinigten Nahrungsmitteln befinden. Dein Hausarzt kann Dich über die Risiken in Deinem Reiseziel beraten. Da Du Dich auch beim Geschlechtsverkehr mit Hepatitis anstecken kannst, ist es wichtig, dass Du Dich dabei stets mit einem Kondom vor einer etwaigen Ansteckung schützt. Das gilt insbesondere beim Sex mit neuen Partnern.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung eines Ikterus?

Wenn Du den Verdacht hast, eine Gelbsucht entwickelt zu haben, solltest Du zunächst einen Arzt aufsuchen, um Deine Beschwerden diagnostizieren zu lassen. Dazu kannst Du Dich an Deinen Hausarzt wenden.
 
Je nach Ursache des Ikterus wird Dein Arzt Dir Maßnahmen für die Behandlung verschreiben oder Dich an einen Spezialisten verweisen. In der Regel übernimmt die Krankenkasse alle Kosten, die bei der Untersuchung und Behandlung anfallen. Das ist auch der Fall, wenn Du dafür eine Klinik aufsuchen musst. Wenn Dein Arzt Dir Medikamente verschreibt, die Du einnehmen musst, kommt die Krankenkasse auch dafür auf. Die Rezeptgebühr für die erforderlichen Präparate musst Du allerdings selbst entrichten.

 


Dauer Dauer

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Ausfallzeit Ausfallzeit

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Stationärer Aufenthalt Stationär

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Das Wichtigste zusammengefasst

Als Ikterus bezeichnet man in der Medizin die gelbliche Verfärbung von Haut, Schleimhaut und Augen. Es handelt sich dabei nicht um eine eigenständige Krankheit, sondern um ein Symptom, das sich im Rahmen unterschiedlicher Erkrankungen bemerkbar macht.


Ausgelöst wird der Ikterus, der im deutschen Sprachgebrauch auch als Gelbsucht bezeichnet wird, durch eine Stoffwechselstörung des Bilirubins, das als Nebenprodukt aus dem Abbau der roten Blutkörperchen hervorgeht und in gesunden Metabolismen über Stuhl und Harn ausgeschieden wird. Wenn der Stoffwechsel des Bilirubins nicht uneingeschränkt erfolgen kann, lagert es sich im Gewebe an und es kommt zu den gelblichen Verfärbungen.-


Ärzte unterscheiden je nach Ursprungsort der Störung den prähepatischen Ikterus, der im Verdauungstrakt vor der Leber ausgelöst wird, den hepatischen Ikterus, der einer verminderten Leistung der Leber selbst zugrunde liegt, und den sogenannten posthepatischen Ikterus, der in Folge an Funktionsstörungen im Verdauungstrakt auftritt, die sich nach der Leber befinden.


Wenn Du gelbliche Verfärbungen an Deiner Haut oder Deinen Augen bemerkst, solltest Du rasch einen Arzt konsultieren, denn Gelbsucht kann schwerwiegenden Erkrankungen zugrunde liegen, die so schnell wie möglich diagnostiziert und behandelt werden sollten. Eine Selbsttherapie ist nicht möglich, die Behandlung der Ursprungserkrankung sollte in jedem Fall durch einen Arzt erfolgen. Die Kosten dafür deckt in der Regel die Krankenkasse.

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