Was muss man beim Bettenkauf beachten?

Der Schlaf ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Lebens. Wir benötigen Schlaf, um uns zu erholen und neue Kraft zu schöpfen. Obwohl die Erholung und Regeneration im Schlaf so wichtig sind, kommt sie häufig zu kurz. Allerdings liegt das nicht immer daran, dass wir zu spät ins Bett gehen. Häufig ist das Bett selbst die Ursache dafür, dass wir nicht ausreichend beziehungsweise schlecht schlafen. Wir zeigen, welchen Anforderungen dein Bett gerecht werden sollte und worauf du beim Bettenkauf zukünftig achten solltest.


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Medizinischer Experte

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Online-Redaktion

Dieser Text wurde nach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst und von Medizinern geprüft.


Zuletzt aktualisiert: 5. April, 2022



Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Eine Matratze sollte nach spätestens 8 Jahren ausgetauscht werden.


Bei schlechten Betten kann es mit der Zeit zu Rückenschmerzen, Verspannungen und Bandscheibenproblemen kommen.


Zusätzliche Ergonomie bietet eine flexible Unterfederung, die sich auf Druck entsprechend anpasst.


Auch bei der Handhabung erweisen sich getrennte Matratzen von Vorteil, denn hier ist das Wenden und Lüften wesentlich einfacher als bei einem durchgehenden Modell.

Bettenkauf: Keine Anschaffung fürs Leben

Das Bett ist durch die tägliche Nutzung ebenfalls einem Verschleiß ausgesetzt. Auch wenn du das perfekte Bett gefunden hast, ist nicht gewährleistet, dass du dauerhaft gut schläfst. Durch die Abnutzung ist es daher erforderlich das Bett regelmäßig auszutauschen beziehungsweise Lattenrost und Matratze zu erneuern. Für die Unterfederung des Bettes – also den Lattenrost oder das Boxspring – wird eine Nutzungsdauer von etwa 10 Jahren empfohlen. Die Matratze hingegen sollte nach spätestens 8 Jahren ausgetauscht werden. Falls es jedoch krankheitsbedingt zu körperlichen Einschränkungen kommt, kann es ratsam sein, das Bett früher gegen ein besser geeignetes Modell auszutauschen.

Ergonomie: Richtig liegen und erholt schlafen

In Bezug auf die bevorzugte Liegeposition gehen die Vorlieben auseinander. Während manche Menschen in jeder Position schlafen können, benötigen andere wiederum eine bestimmte Körperhaltung, um überhaupt einschlafen zu können. Egal, ob du am liebsten in Seiten-, Bauch- oder Rückenlage schläfst, wichtig ist, dass die natürliche Haltung der Wirbelsäule durch das Bett gefördert wird. Auch im Liegen sollte die Wirbelsäule gerade und die Wirbel übereinander aufgerichtet sein. Dies entspricht der gleichen Form wie beim aufrechten Stehen. Ist dies nicht der Fall, kann es mit der Zeit zu Rückenschmerzen, Verspannungen und Bandscheibenproblemen kommen. Damit es nicht dazu kommt, muss das Bett hier Unterstützung leisten und die natürliche Haltung der Wirbelsäule stützen. Eine optimale Haltung kann jedoch nur erreicht werden, wenn die Schlafunterlage an den erforderlichen Stellen nachgibt und dort abstützt, wo die Wirbelsäule Unterstützung benötigt. Mit der optimalen Unterstützung und der idealen Körperhaltung können sowohl Körper als auch Geist zur Ruhe kommen und sich im Schlaf regenerieren. Zudem werden Fehlbelastungen vermieden, die sich langfristig auf die Muskulatur und die Bandscheiben auswirken können.

Die Anforderungen an das Bett: Anpassungsfähigkeit ist erforderlich

Beim Bettenkauf gilt: Ein gutes Bett passt sich an den Nutzer an, nicht umgekehrt. Ist das nicht der Fall, dann sollte das Bett nicht gekauft werden. Damit sich das Bettsystem optimal an den Nutzer anpassen kann, benötigt es verschiedene Zonen mit unterschiedlicher Funktion. Wenn du zum Beispiel bevorzugt auf der Seite schläfst, benötigst du eine Matratze, die das Einsinken der Schultern ermöglicht. Der untere Rücken hingegen benötigt in der Seitenlage eine Unterstützung. Da niemand immer in der gleichen Position schläft, ist es empfehlenswert eine Matratze zu wählen, die Einzelzonen aufweist, die sich individuell anpassen können.

 

Zusätzliche Ergonomie bietet eine flexible Unterfederung, die sich auf Druck entsprechend anpasst. Hier überzeugen vor allem die Boxspringbetten, da diese im Gegensatz zum verhältnismäßig starren Lattenrost einen flexiblen Federkern aufweisen und sich so optimal an den Nutzer anpassen können. Bei einem Doppelbett, wie zum Beispiel einem Boxspringbett in 200×200 cm empfiehlt es sich getrennte Matratzen zu wählen. Dadurch kann jeder Nutzer den für ihn passenden Härtegrad wählen und muss in puncto Schlafkomfort keine Kompromisse eingehen. Auch bei der Handhabung erweisen sich getrennte Matratzen von Vorteil, denn hier ist das Wenden und Lüften wesentlich einfacher als bei einem durchgehenden Modell.

Bettgröße: Wie groß sollte das Bett sein?

Wer sich viel im Schlaf bewegt, wird oftmals als unruhiger Schläfer bezeichnet. Doch auch im Schlaf ist ausreichende Bewegung wichtig. In der Regel verändert ein gesunder Mensch seine Liegeposition etwa 40- bis 60-mal im Schlaf. Die Bewegungen werden von uns jedoch nicht bewusst durchgeführt. Während wir uns drehen und wenden, schlafen wir friedlich weiter. Dennoch ist die Bewegung überaus wichtig für den Körper. Durch die Bewegungen wird die Durchblutung gefördert, die Muskulatur bleibt locker und Schlackstoffe können besser abtransportiert werden.

 

Damit die Beweglichkeit im Schlaf nicht eingeschränkt ist, sollte das Bett ausreichend groß sein. Ideal ist eine Breite von 100 cm oder mehr, damit genug Platz zum Bewegen vorhanden ist. Aber natürlich sollte auch der zur Verfügung stehende Platz im Schlafzimmer bei der Auswahl der passenden Größe berücksichtig werden. Nicht nur die Breite, auch die Länge ist entscheidend. Die richtige Länge weist ein Bett auf, wenn es mindestens 20 cm länger ist als der Nutzer. Bei einer Körpergröße von 180 cm sollte das Bett also mindestens 200 cm lang sein.

 

And last but not least: Auch die Betthöhe sollte bei der Auswahl bedacht werden. Ab einem gewissen Alter oder bei krankheitsbedingten Bewegungseinschränkungen ist in der Regel ein höheres Modell praktischer als ein niedriges Bett, da das Aufstehen und Hinlegen bei einem höheren Bett mit weniger körperlicher Anstrengung verbunden ist.

Verstellbares Kopf- und Fußteil: Zusatzfunktionen erhöhen den Komfort

Mit einem verstellbaren Kopf- und Fußteil kann das Bett noch zusätzlich angepasst werden, um eine optimale Lagerung des Kopfes zu gewährleisten. Durch die optimale Position der Halswirbelsäule können Nackenschmerzen und Verspannungen vorgebeugt werden. Gerade Verspannungen im Nacken sind häufig Ursache für Kopfschmerzen. Auch, wenn du gerne in Bett liest oder aus Krankheitsgründen das Bett hüten musst, ist es von Vorteil, wenn du eine sitzende Haltung einnehmen kannst und sich das Bett entsprechend verstellen lässt.


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Über den Autor: Dr. med. Benjamin Gehl

Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie


Als Facharzt für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie liegt die Leidenschaft von Dr. Gehl schon immer im Bereich der medizinischen Contentproduktion.

Aufgrund seiner Ausbildung, einer langjährigen Einsatzzeit in der rekonstruktiven und plastischen Chirurgie, sowie zahlreichen Auslandseinsätzen in Indien, Afrika und Amerika weiß er, welche Techniken und Behandlungen für medizinische Indikationen international Anwendung finden und State of the art sind.

Weiterhin beschäftigt er sich täglich mit neuen Trends und Techniken in der operativen und nicht-operativen Chirurgie. Fortbildungen sowie Studien zählen genauso zu seiner Leidenschaft wie die Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten zu den neuesten fachspezifischen Themen.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Eine Matratze sollte nach spätestens 8 Jahren ausgetauscht werden.


Bei schlechten Betten kann es mit der Zeit zu Rückenschmerzen, Verspannungen und Bandscheibenproblemen kommen.


Zusätzliche Ergonomie bietet eine flexible Unterfederung, die sich auf Druck entsprechend anpasst.


Auch bei der Handhabung erweisen sich getrennte Matratzen von Vorteil, denn hier ist das Wenden und Lüften wesentlich einfacher als bei einem durchgehenden Modell.

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