Mental fit durch den Alltag: So bleibt die Psyche stark

Während man mit physischen Beschwerden offen umgeht, ist die psychische Gesundheit oft ein Tabuthema. Depressionen, Panikattacken und Angststörungen begleiten viele durch den Alltag. Laut Studien ist rund ein Viertel der deutschen Bevölkerung betroffen. Wie man sieht, ist mentale Gesundheit also nicht selbstverständlich. Dennoch gibt es Mittel und Wege, um den Geist fit und gesund zu halten. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie psychischen Erkrankungen vorbeugen und auf Dauer mehr Freude im Leben erfahren.


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Online-Redaktion

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Zuletzt aktualisiert: 1. April, 2023



Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

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Wann spricht man von einer psychischen Erkrankung?

Das Thema psychische Erkrankungen ist ein sensibles und wichtiges Thema, das oft noch tabuisiert wird. Aber wann spricht man eigentlich von einer psychischen Erkrankung? Generell handelt es sich um einen Zustand, in dem das psychische Wohlbefinden einer Person über einen längeren Zeitraum gestört ist. Dabei können unterschiedliche Symptome auftreten, wie zum Beispiel anhaltende Traurigkeit, Angstzustände oder Persönlichkeitsveränderungen. Psychische Erkrankungen beeinträchtigen dabei das Wohlbefinden und die Funktionsfähigkeit von betroffenen Personen immens. Hierbei ist es auch wichtig zu betonen, dass psychische Erkrankungen genauso ernst zu nehmen sind wie körperliche Erkrankungen. Betroffene sollten sich also nicht scheuen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um die Symptome zu heilen oder zumindest zu lindern.

Mentale Fitness

Darunter leiden die Deutschen

Von Panikattacken bis hin zu Bipolaren Störungen. Psychische Erkrankungen haben verschiedene Gesichter und äußern sich auf unterschiedliche Weise. Es gibt unzählige mentale Krankheiten. Manche davon sind stärker vertreten. Andere kommen nur selten vor. Im folgenden Abschnitt beschäftigen wir uns mit den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland:
 

Depressionen liegen auf Platz 1

Depressionen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Doch was genau verbirgt sich eigentlich hinter diesem Begriff, der mittlerweile so präsent ist? Eine Depression bedeutet nicht einfach nur Traurigkeit oder ein vorübergehendes Stimmungstief. Viel mehr ist sie eine ernst zu nehmende Erkrankung, die das gesamte Leben des Betroffenen beeinflussen kann. Symptome wie Antriebslosigkeit, Interessenverlust, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen und sogar Suizidgedanken können auftreten. Es ist keine Seltenheit, dass Menschen im Laufe ihres Lebens mindestens einmal an einer Depression leiden. Die Ursachen hierfür können vielfältig sein und reichen von Stress und Überlastung bis hin zu genetischen Prädispositionen. Es ist wichtig, die Erkrankung ernst zu nehmen und Hilfe durch professionelle Beratung sowie möglicherweise medikamentöse Behandlung in Anspruch zu nehmen.
 

Angststörungen kommen direkt danach

Auch Angststörungen kommen häufig vor. Angststörungen sind Erkrankungen, die sich durch anhaltende und unangemessene Ängste auszeichnen. Betroffene erleben eine übermäßige Angst oder Panik, die oft ohne ersichtlichen Grund auftritt. Diese Erkrankung kann das alltägliche Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen und sogar zu sozialer Isolation führen. Warum so viele Menschen darunter leiden, ist nicht eindeutig geklärt. Es gibt jedoch verschiedene Faktoren, die eine Rolle spielen können, darunter genetische Veranlagungen, ungünstige Erfahrungen in der Kindheit oder eine gesteigerte Empfindlichkeit des Nervensystems. Auch hier gilt: Wenn man vermutet, unter einer Angststörung zu leiden, sollte man professionelle Hilfe suchen, um die Symptome zu lindern.
 

Auch Panikattacken machen vielen Deutschen das Leben schwer

Neben Depressionen und Angststörungen sind auch Panikattacken und Panikstörungen weitverbreitet. Panikattacken treten plötzlich auf und können extrem beängstigend sein. Eine Panikattacke ist eine intensive körperliche und psychische Reaktion auf eine empfundene Bedrohung, die in vielen Fällen unvorhersehbar und irrational ist. Die Symptome können von Herzrasen und Schwindel bis hin zu schweren Atembeschwerden und Todesangst reichen. Warum so viele Menschen von Panikattacken betroffen sind, ist noch unklar, es gibt jedoch Hinweise darauf, dass genetische Faktoren, Stress und traumatische Erfahrungen einen Einfluss haben können. Es ist wichtig zu wissen, dass Panikattacken behandelbar sind und dass es viele effektive Behandlungsmöglichkeiten gibt, um Betroffenen zu helfen, ein normales Leben zu führen.

Die mentale Gesundheit unterstützen

Unabhängig von Alter, Geschlecht und sozialen Status können psychische Erkrankungen jede Person betreffen. Aus diesem Grund ist es wichtig, diesen Krankheiten vorzubeugen. Meist braucht es auch gar nicht viel, um den Geist gesund und fit zu halten. Bereits mit kleinen Angewohnheiten im Alltag kann man die Psyche stärken und wieder mehr Freude erfahren:
 

Bewegung hilft

Bewegung ist nicht nur gut für den Körper, sondern hat auch positive Auswirkungen auf die geistige Gesundheit. Es gibt zahlreiche Studien, die belegen, dass regelmäßige körperliche Aktivität das Risiko für psychische Erkrankungen verringern kann. Durch Bewegung werden Endorphine freigesetzt, die für ein besseres Wohlbefinden sorgen und Stress abbauen. Zudem trägt Sport dazu bei, dass der Körper besser mit Stress umgehen kann und das Selbstbewusstsein gestärkt wird. Wer sich regelmäßig bewegt, tut somit nicht nur etwas für seine körperliche Gesundheit, sondern auch für seine seelische Balance.

Mentale Fitness

Achtsam im Alltag sein

Psychischen Erkrankungen vorbeugen kann eine Herausforderung sein. Insbesondere da die Ursachen oft komplex und vielseitig sind. Eine weitere Möglichkeit, diese Erkrankungen zu verhindern oder zu minimieren, ist jedoch die Praxis der Achtsamkeit. Achtsamkeit bezieht sich auf die Fähigkeit, im Moment präsent und bewusst zu sein, ohne dabei zu urteilen oder abzuschweifen. Durch das Erlernen und Anwenden von Achtsamkeitstechniken können wir uns selbst besser verstehen und unsere negativen Gedankenmuster aufdecken. Indem wir uns selbst besser kennen und unsere Emotionen besser regulieren können, können wir psychischen Erkrankungen vorbeugen. Es ist ein einfacher, aber kraftvoller Prozess, der uns helfen kann, unser geistiges Wohlbefinden zu erhalten oder zu verbessern.
 

Stress vermeiden, wo es nur geht

Stress ist eine der Hauptursachen für psychische Probleme. Daher ist es von großer Bedeutung, ihn zu vermeiden, wo es nur geht. Dies kann bedeuten, eine Pause einzulegen, bevor man sich überfordert fühlt. Doch auch Spaziergänge in der Natur beruhigen den Geist. Stressreduktion kann auch bedeuten, auf ausreichend Schlaf und gesunde Ernährung zu achten. Indem wir uns um unser Wohlbefinden kümmern und uns vor übermäßigem Stress schützen, können wir unser Risiko für psychische Krankheiten reduzieren und ein ausgeglicheneres Leben führen.

Die Coronapandemie im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen

Die Coronapandemie hatte nicht nur Auswirkungen auf unsere körperliche Gesundheit, sondern auch auf unser seelisches Wohlbefinden. Besonders für Menschen mit bereits vorhandenen psychischen Erkrankungen war die Situation eine massive Belastung. Durch die Einschränkung sozialer Kontakte, die Veränderung des Arbeitsalltags und die generelle Unsicherheit wurden Ängste verstärkt und Depressionen begünstigt. Aber auch für Menschen ohne Vorerkrankungen wurden die Herausforderungen zu einer Belastung. Studien zufolge kam es während der Pandemie zu einem enormen Anstieg von psychischen Krankheiten. Alleine im ersten Pandemiejahr ist die Anzahl der Betroffenen um 25 Prozent gestiegen. Zwar ist die Krise nun vorüber. Die betroffenen Personen haben jedoch nach wie vor mit den Spätfolgen der Pandemie zu kämpfen.


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Über den Autor: Dr. med. Benjamin Gehl

Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie


Als Facharzt für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie liegt die Leidenschaft von Dr. Gehl schon immer im Bereich der medizinischen Contentproduktion.

Aufgrund seiner Ausbildung, einer langjährigen Einsatzzeit in der rekonstruktiven und plastischen Chirurgie, sowie zahlreichen Auslandseinsätzen in Indien, Afrika und Amerika weiß er, welche Techniken und Behandlungen für medizinische Indikationen international Anwendung finden und State of the art sind.

Weiterhin beschäftigt er sich täglich mit neuen Trends und Techniken in der operativen und nicht-operativen Chirurgie. Fortbildungen sowie Studien zählen genauso zu seiner Leidenschaft wie die Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten zu den neuesten fachspezifischen Themen.

Bitte beachte, dass sämtliche zur Verfügung gestellten Inhalte zu den einzelnen Behandlungen, Abläufen, Preisen etc. generelle Informationen sind und je nach Ärzt*in und individuellem Fall und Ausgangslage variieren können.

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