Was ist Hyaluronsäure?
Hyaluronsäure, oder Hyaluron, ist ein Mehrfachzucker, in der Fachsprache Polysaccharid genannt, der fast überall natürlich in unserem Körper vorkommt. Vor allem in der Haut, in den Knochen, den Bandscheiben, in der Gelenkflüssigkeit und im Glaskörper unserer Augen lassen sich große Mengen an Hyaluronsäure finden. Da Zucker die Eigenschaft hat, Wasser zu binden, trägt Hyaluron zu einem frischen, jugendlichen und prallen Aussehen bei. Ein Gramm Hyaluronsäure kann bis zu sechs Liter Wasser binden. Die Kombination aus Wasser und Hyaluron führt zu einem gelartigen Material, welches als Hauptbestandteil unserer Gelenkflüssigkeit für die nötige Schmiere unserer Gelenke sorgt. Neben der Wasserspeicher- und Schmierfunktion sorgt Hyaluronsäure aber auch für einen störungsfreien Stoffwechsel. Sie hält die Wege für einen reibungslosen Austausch von Botenstoffen zwischen den Zellen frei. Darüber hinaus ist die Substanz noch an weiteren Körperprozessen in den Bandscheiben, Augen und im Gehirn sowie der Zellteilung beteiligt.
Was ist unter Natriumhyaluronat zu verstehen?
Natriumhyaluronat, oder umgangssprachlich Natriumsalz, ist ein Bestandteil von Hyaluronsäure und kommt natürlich in unserer Haut vor.
Welche Wirkung ruft Hyaluronsäure im Körper und auf der Haut hervor?
Aufgrund seiner räumlichen Struktur kann Hyaluronsäure viel Wasser binden und sorgt so für eine stabile und reibungsfreie Mechanik der Gelenke. Auf die Haut wirkt die Substanz straffend. Sie erhöht deutlich den Feuchtigkeitsgehalt in der Haut und beugt damit einer frühen Faltenbildung aufgrund des natürlichen Alterungsprozesses vor. Der Wirkstoff dringt tief in die Haut ein und verbessert nicht nur die Hautelastizität, sondern fördert auch die Wundheilung. Wird Hyaluronsäure zum Auftragen als Kosmetikum verwendet, kann sich unter anderem das Spannungsgefühl der Haut bei verschiedenen Hautkrankheiten verringern. Der Wirkstoff wirkt auch gegen Rötungen der Haut und Verbrennungen.
Welche unterschiedlichen Arten von Hyaluronsäure gibt es?
Im Groben lassen sich zwei verschiedene Varianten von Hyaluronsäure unterscheiden, die als Medizinprodukt unterschiedlich wirken:

Die langkettige, oder hochmolekulare Hyaluronsäure Eine mögliche Anwendung der hochmolekularen Hyaluronsäure ist die Behandlungen von Gelenkbeschwerden. Sie bindet direkt an den vorhandenen Gelenkknorpel und kann damit dessen Funktion ergänzen und die Gleitfähigkeit im Gelenk steigern. Da sie jedoch Entzündungen im Gelenk verstärken kann, wird diese Variante nur in das reizfreie Gelenk injiziert. Langkettige Hyaluronsäure wirkt nur kurzfristig und bildet im Bereich der Hautpflege, wie beispielsweise in Form von Cremes oder Seren, nur einen feuchtigkeitsspendenden Film an der Hautoberfläche.
Die kurzkettige, oder niedermolekulare Hyaluronsäure Diese Form der Hyaluronsäure wird vor allem bei einer akut entzündeten, schmerzhaften und zu Schwellungen führenden Arthrose direkt in das Gelenk eingespritzt. Bei der Hautpflege kann eine langfristige Anti-Falten-Wirkung beobachtet werden, da die Substanz tief in die Hautstrukturen einzieht und im Bindegewebe gespeichert wird.
Im Körper liegen meist langkettige Verbindungen von Hyaluronsäure vor, die eine hohe Molekülmasse aufweisen. Da jedoch kleinere Hyaluronketten eine niedrigere Molekülmasse besitzen, können diese tiefer in den Körper eindringen. Aufgrund der effektiveren Wirksamkeit wird in der Kosmetik deshalb eher auf kurzkettige Hyaluronsäure zurückgegriffen. Neben den beiden Hauptvarianten gibt es noch die sogenannte Oligo-Hyaluronsäure, die kleinste Verbindung mit extrem kurzkettigen Molekülen. Diese zieht am tiefsten in die Haut ein und ist relativ neu am Markt. Derzeit ist sie nur in ausgewählten Produkten zu finden und sehr hochpreisig.
Wieso verringert sich der Anteil von Hyaluron im Körper mit dem Alter?
Aufgrund des natürlichen Alterungsprozesses verliert unser Körper immer mehr an Hyaluron. Der Rückgang beginnt bereits ab dem 25. Lebensjahr und schreitet kontinuierlich voran – bis um das 60. Lebensjahr nur noch rund zehn Prozent der ursprünglichen Menge an Hyaluronsäure in unserem Körper vorhanden ist.
Was für Folgen kann ein Mangel an Hyaluronsäure haben?
Ein Mangel an Hyaluronsäure kann im Körper unterschiedliche Folgen haben. Die Haut und das Bindegewebe in etwa verlieren an Spannkraft und Elastizität. Unsere Augen fühlen sich trockener an und können dadurch leichter gereizt werden. Das kann sich auch auf unsere Sehkraft auswirken. Zu wenig Hyaluronsäure kann zudem zu einer verzögerten Wundheilung und einer eingeschränkten Beweglichkeit führen, da die Schmier- und Dämpffähigkeit in den Gelenken nachlässt. Neben den körperlichen Einschränkungen hinterlässt ein Mangel an Hyaluronsäure sichtbare Spuren in unserem Gesicht. Das erschlaffte Bindegewebe lässt unsere Gesichtsstrukturen absinken und Falten entstehen.
Kann ich den Abbau von Hyaluronsäure verhindern?
Verhindern kannst Du den Abbau von Hyaluronsäure nicht, jedoch kannst Du ihn verlangsamen. Neben den Genen spielen unterschiedliche Umweltfaktoren, wie Nikotin und UV-Strahlung eine bedeutende Rolle für unseren Hyaluronsäurehaushalt. Das bedeutet, dass Rauchen zu einem schnelleren Abbau des Wirkstoffs führt und sich UV-Strahlung negativ auf Deine Hautalterung auswirkt. Zudem solltest Du wenig Alkohol konsumieren, auf eine ausreichende Vitamin-Versorgung und generell auf eine gesunde Ernährung achten. Zu wenig Schlaf und zu viel Stress sowie Drogen wirken sich ebenfalls negativ auf Deinen Hyaluronsäurehaushalt aus. Daneben spielt auch der Hormonspiegel eine bedeutende Rolle. Forschungen zeigten, dass Östrogenbehandlungen einen positiven Effekt auf die Produktion von Hyaluronsäure hatten, da Östrogen die Verwertung von Zink und Magnesium steigert.
Wie wird der Filler hergestellt?
Hyaluronsäure gehört zu den biologischen Fillern, welche als besonders verträglich gelten. Sie werden je nach erwarteten Ergebnis für verschiedene Hautschichten produziert. Der Wirkstoff wurde schon 1934 erstmals von Karl Meyer und John Palmer chemisch isoliert, fand aber erst 1981 in Form von Präparaten seinen Weg auf den freien Markt. Damals wurde die Substanz noch aus tierischen Quellen wie Hahnenkämmen gewonnen, was bei manchen Menschen allergische Reaktionen hervorgerufen hat. Seit 1997 wird der Wirkstoff mithilfe von Bakterien hergestellt, was das allergene Potenzial deutliche reduziert. Oft wird das Produkt dieser biotechnologischen Herstellung „vegetarische Hyaluronsäure“ genannt. Bei dem Verfahren werden Proteine mithilfe von Bakterien aus Hefe fermentiert und anschließend mithilfe von mehreren Filtern gereinigt.

Für wen ist eine Behandlung mit Hyaluronsäure geeignet?
Hyaluronsäure ist ein körpereigener Wirkstoff und demnach grundsätzlich für jeden geeignet. Vor allem Menschen, die unter den Zeichen der Hautalterung leiden, aber auch solche mit Gelenkerkrankungen können von einer Behandlung mit Hyaluronsäure profitieren.
Die Schönheit eines Gesichts liegt in seiner Natürlichkeit. Hyaluronsäure ermöglicht es uns, die Jugendlichkeit des Gesichts zu bewahren, ohne seine Essenz zu verändern. Mit 40 Jahren besitzen wir nur noch die Hälfte unserer Hyaluronsäure-Reserven, was zu tiefen Falten und vermindertem Volumen im Gesicht führen kann. Durch gezielte Unterspritzungen, beispielsweise zur Reduktion von Augenringen, können wir diesen Prozess wirksam verlangsamen und die Frische des Gesichts erhalten. Eine frühzeitige und korrekte Anwendung ist dabei entscheidend. Auch die Behandlung der Tränenrinne kann je nach Befund sinnvoll sein.
Ab welchem Alter sollte man mit Hyaluronsäure anfangen?
Da unsere Haut schon ab dem 25. Lebensjahr an Hyaluronsäure und damit an Feuchtigkeit und Spannkraft verliert, empfehlen viele Experten, bereits ab diesem Alter Produkte mit dem Wirkstoff zu verwenden.
Ist Hyaluron schlecht für junge Haut?
Laut Expertenmeinungen kann Hyaluronsäure schon ab den 20ern eingesetzt werden, da der Wirkstoff die Haut mit viel Feuchtigkeit versorgt. Vor dem zwanzigsten Lebensjahr ist die Nutzung eher nicht notwendig, da der Körper den Stoff noch selbst in einem hohen Maße herstellt. Zwar sind Kosmetikprodukte mit Hyaluron bei junger Haut nicht notwendig, Du wirst aber auch keinen Schaden davon tragen.
Wann sollte eine Behandlung mit Hyaluron lieber nicht durchgeführt werden?
Menschen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen müssen oder eine erhöhte Blutungsneigung haben, sollten von einer Behandlung mit Hyaluronsäure absehen. Auch bei Autoimmunerkrankungen oder einer akuten Entzündung oder Infektion der Haut, solltest Du keine Produkte verwenden, die diese Substanz enthalten. Bei Hyaluronsäure-Präparaten aus tierischen Rohstoffen kann es bei manchen Personen zu allergischen Reaktionen kommen. Hier könnte zu synthetisch hergestellten Produkten zurückgegriffen werden.
Darf ich mir während einer Schwangerschaft Hyaluron spritzen lassen?
Ärzte raten grundsätzlich von jeglichen unnötigen Behandlungen während der Schwangerschaft ab. Dazu gehören auch Unterspritzungen der Falten mit Hyaluronsäure. Diese Empfehlung seitens der Ärzte liegt jedoch meist an den enthaltenen Betäubungsmitteln als an der Hyaluronsäure an sich. Es gibt jedoch auch Produkte, die frei von potenziell schädlichen Wirkstoffen für Schwangere sind und somit laut Studien problemlos angewandt werden dürfen.
Welche Vorteile birgt eine Unterspritzung mit Hyaluronsäure?
Im Gegensatz zu normalen Kosmetikprodukten mit Hyaluronsäure verspricht eine Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure einen deutlichen und lang anhaltenden Verjüngungseffekt. Dieser ist sofort nach der Behandlung sichtbar. Im Vergleich zu einer Botox®-Behandlung bleibt die natürliche Mimik erhalten und der typische „Maskeneffekt“ bleibt aus. Darüber hinaus ist der Wirkstoff Hyaluron gut verträglich. Selten kommt es zu Nebenwirkungen oder Komplikationen. Da die Hyaluronsäure ein körperverwandter Stoff ist, baut der Körper ihn nach und nach ab, was jedoch bedeutet, dass die Behandlung von Zeit zu Zeit wiederholt werden muss.
Wie funktioniert die Unterspritzung mit Hyaluron?
Eine Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure gehört zu den einfachsten und schnellsten Verfahren, Falten zu beseitigen. Je nach Umfang nimmt die Behandlung zwischen 30 und 60 Minuten in Anspruch – und das ohne Skalpell oder Operation. Der Arzt injiziert den Filler je nach Behandlungsziel in oberflächlichere oder tiefere Hautstrukturen. In manchen Fällen ist es sinnvoll, den Wirkstoff in mehrere Hautschichten einzubringen. Die Menge und die Konsistenz des Fillers kann dabei variieren, weshalb entweder eine feine Nadel oder eine stumpfe Kanüle zum Einsatz kommt.
Wer darf Hyaluron spritzen?
Um Verletzungen, Infektionen oder unschöne Ergebnisse zu vermeiden, dürfen nur speziell ausgebildete Ärzte, wie Dermatologen oder Chirurgen, eine Hyaluron-Injektion verabreichen. Du solltest immer darauf achten, dass Du Dich in erfahrende Hände begibst: Gelangt Hyaluronsäure nämlich in ein Gefäß, kann dies zum Absterben führen. Der Irrglaube, dass Hyaluron sicherer sei als Botulinumtoxin, ist somit falsch. Auch wenn die Preise in manchen Kosmetikstudios oder bei Heilpraktikern verlockend klingen, solltest Du die Finger davon lassen, denn sie haben die Befugnis für eine Unterspritzung mit Hyaluronsäure nicht. Mit der Popularität von Hyaluron-Unterspritzungen wachsen leider auch die Betrugsmaschen rund um die Hyaluron-Behandlungen. Vorsicht bei der Auswahl des Anbieters ist eine wichtige Voraussetzung für eine seriöse Behandlung.
Was muss ich vor der Hyaluron-Behandlung beachten?
Zwei Wochen vor der Behandlung keine Antibiotika oder Kortison einnehmen
Blutverdünnende Medikamente & Ginkopräparate absetzen
Verzichte auf Alkohol & Nikotin
Komme ungeschminkt zur Behandlung
Die letzte Impfung oder Laserbehandlung sollte mindestens vier Wochen her sein. Zwei Wochen vor einer Unterspritzung solltest Du keine Antibiotika oder Kortison mehr einnehmen. Etwa eine Woche vor einer Behandlung mit Hyaluronsäure solltest Du eine eventuelle Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten oder Schmerzmitteln mit einer blutverdünnenden Wirkung stoppen. Auch solltest Du von einer Einnahme von Ginkopräparaten absehen. Einen Tag vor dem Eingriff solltest Du nicht mehr rauchen oder Alkohol trinken. Iss und trinke ausreichend, damit Dein Kreislauf in Schwung bleibt. Außerdem ist es wichtig, dass Du ungeschminkt zur Behandlung kommst.
Wie geht der Arzt bei der Injektion der Hyaluronsäure vor?
Eine Unterspritzung mit Hyaluronsäure ist ein minimal-invasiver Eingriff und wird ambulant bei Deinem Arzt durchgeführt. In einem Vorgespräch werden eventuelle Unverträglichkeiten oder Vorerkrankungen abgeklärt. Weiters klärt Dich der Mediziner über mögliche Risiken und Nebenwirkungen auf. Der Arzt schaut sich das Behandlungsareal im Vorfeld ganz genau an, um eine geeignete Injektionsstelle zu finden. Je nach Hautbeschaffenheit, Position und Tiefe der Falten wählt er die richtige Stärke der Substanz aus. Bei Wunsch kann er die Stelle vorab mit einer betäubenden Creme behandeln, damit Du den Einstich nicht spürst. Je nach gewünschtem Ergebnis bringt der Arzt dann die Hyaluronsäure mithilfe einer Nadel oder einer Kanüle in das zu behandelnde Areal ein. Nach der Injektion massiert er den Wirkstoff mit leichtem Druck in die Haut ein, um eine optimale Verteilung zu garantieren. Um Schmerzen oder Schwellungen zu vermeiden, kannst Du die Einstichstelle kühlen.
Wo lässt sich die Hyaluronsäure anwenden?
Hyaluron lässt sich in vielen Bereichen unterschiedlich anwenden. So verwendet die ästhetische Medizin Hyaluronsäure-Cremes und Hyaluronsäure-Spritzen für die Behandlung von Falten und zur Korrektur und Formung von Gesäß, Lippen oder Brüsten, etc. Im Bereich der orthopädischen Medizin wird der Wirkstoff vor allem in der Behandlung von Arthrosen eingesetzt. Laut Studien hat Hyaluronsäure eine entzündungshemmende Eigenschaft, kann Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern. Doch auch die Allgemeinmedizin profitiert von den Feuchtigkeits-bindenden Eigenschaften von Hyaluronsäure. So enthalten viele medizinische Produkte, wie Augentropfen oder Nasensprays diese Substanz. Auch die Kosmetikindustrie baut auf den verjüngenden Effekt des Wirkstoffs, weshalb dieser vor allem Anti-Aging Produkten beigesetzt wird.
Wie lässt sich Hyaluronsäure im Gesicht anwenden?
Zu den klassischen Anwendungsbereichen von Hyaluronsäure gehören Unterspritzungen im unteren Gesichtsdrittel. Neben der Faltenbehandlung zählen Korrekturen der Nase sowie des Kinns oder der Wangen zu den häufigsten kosmetischen Behandlungen. Doch auch die Zeichen der Hautalterung können mit einer gezielten Hyaluron-Therapie verringert werden. Zudem wird eine allgemeine Verbesserung der Hautqualität erreicht.
Mit einer Unterspritzung von Hyaluronsäure kann der Arzt nicht nur hängende Mundwinkel, sondern auch die Lippenform und das Volumen korrigieren. Dadurch bekommt Dein Gesicht einen freundlicheren Ausdruck. Deine Lippen sind danach regelmäßiger geschwungen, voller und haben klarere Konturen, wodurch sie sinnlicher und verführerischer wirken. Asymmetrien lassen sich ebenso korrigieren wie eventuelle Oberlippenfältchen.

Wo kann man Hyaluronsäure am Körper anwenden?
Doch nicht nur im Gesicht, sondern auch am restlichen Körper sowie in den Gelenken kann Hyaluronsäure zu einem wahren Wundermittel werden.
In welchen Produkten der Allgemeinmedizin ist Hyaluronsäure häufig enthalten?
In der Allgemeinmedizin findet der Wirkstoff vor allem bei lokalen Behandlungen Anwendung. So findet sich Hyaluronsäure in handelsüblichen Nasensprays, da die Substanz die Funktion der Nasenschleimhaut unterstützen und damit einer Austrocknung vorbeugt. In der gleichen Weise wirkt Hyaluronsäure in Augentropfen. Nach der Anwendung bildet sich ein dünner, wasserbindender Film über dem Auge und hält es feucht. Frauen, die unter einer Trockenheit der Scheide leiden, können Milchsäurezäpfchen mit Hyaluronsäure gegen vaginale Beschwerden verwenden. Die Kombination aus Milchsäure und Hyaluron reguliert sowohl die Feuchtigkeit der Vagina, also auch deren pH-Wert.
Was muss ich nach der Behandlung beachten?
Du kannst die betroffene Stelle kühlen
Trinke in den ersten zwei Wochen ausreichend Wasser
Verzichte eine Woche auf Sauna- oder Solariumbesuche
Verzichte auf Alkohol & Nikotin
Verzichte in den ersten 48 Stunden auf Sport
Vermeide zwei Wochen Gesichtsmassagen oder Behandlungen im Gesicht
Bei Bedarf kannst Du die behandelnden Stellen mit einem Cool-Pad kühlen, wobei Du darauf achten solltest, dass es nicht zu kalt ist. Trinke in den nächsten zwei Wochen viel Wasser, um den Effekt der Feuchtigkeitsspeicherung zu unterstützen. Bei Unebenheiten an der behandelnden Stelle kannst Du Dir vom Arzt eine Massagetechnik zeigen lassen, um diese weg zu massieren. Verzichte für zumindest zwei Stunden nach der Behandlung auf Nikotin und trinke am selben Tag keinen Alkohol mehr. Erst nach etwa 48 Stunden kannst Du wieder Sport machen. Auf Sauna und Solarium solltest Du für etwa eine Woche verzichten. Auch solltest Du für etwa ein bis zwei Wochen keine Gesichtsmassage oder andere Behandlungen im Gesicht durchführen lassen.
Wie lange sollte man nach der Behandlung mit Hyaluron die Lippen massieren?
Nach etwa drei Tagen solltest Du bei einer Unterspritzung der Lippen mit kleinen Massagen beginnen. Dazu solltest Du vorab unbedingt Deine Hände waschen und auch desinfizieren. Massiere die Lippen von innen nach außen.
Wann darf man nach der Unterspritzung mit Hyaluron wieder küssen?
Im Prinzip ist 30 Minuten nach einer Lippenvergrößerung mit Hyaluronsäure wieder alles erlaubt. Da Deine Lippen direkt nach der Behandlung noch sehr empfindlich sind, solltest Du in den ersten Stunden nach der Behandlung auf das Küssen verzichten, um Infektionen vorzubeugen und das Ergebnis nicht negativ zu beeinflussen.
Wieso sollte man nach einer Hyaluron-Behandlung nicht direkt zum Zahnarzt?
Du solltest in den nächsten zwei Wochen nach der Behandlung keine Zahnbehandlung durchführen lassen, da es zu Rötungen und Schwellungen sowie kleinen blauen Flecken kommen kann. Diese sollten jedoch innerhalb der nächsten Tage abklingen. Zudem ist Dein Mundbereich nach der Behandlung recht empfindlich.
Mit welchen Behandlungen lässt sich eine Hyaluron-Injektion kombinieren?
Hyaluron lässt sich mit unterschiedlichen Behandlungsmethoden wie in etwa Botoxspritzen, Fadenlifting, Microneedling oder Polynukleotide kombinieren.
Kann ich Botox® und Hyaluron gleichzeitig spritzen lassen?
Botulinumtoxin und Hyaluron können unterschiedlich eingesetzt werden. Nasolabialfalten in etwa werden immer nur mit Hyaluronsäure behandelt, bei Krähenfüßen und Zornesfalten hingegen hat sich Botox® mehr bewährt. Bei einigen Falten behandeln Ärzte die zu behandelnde Stelle zuerst mit Botulinumtoxin und können das Ergebnis bei Bedarf mit Hyaluronsäure etwas anpassen.
Ist es möglich ein Fadenlifting mit Hyaluron zu kombinieren?
Beim Fadenlifting werden selbst auflösende Fäden in das Hautgewebe eingebracht. Damit sollen erschlaffte Partien angehoben und geglättet werden. Zudem regen die Fäden die körpereigene Kollagenproduktion an. Eine Alternative sind Biostimulatoren wie Sculptra, die statt sofortigem Volumen die langfristige Kollagenneubildung fördern. Das Gesicht wirkt frischer und vitaler. Die Lifting-Methode kann mit einer Hyaluron-Unterspritzung kombiniert werden.
Wie kann eine Kombination aus Microneedling und Hyaluronsäure erfolgen?
Beim Microneedling wird die Haut mit winzig kleinen Nadeln an der Oberfläche verletzt. Dadurch wird die Haut besser durchblutet, der Wundheilungsprozess eingeleitet und die Haut wird aufnahmefähiger für andere kosmetische Wirkstoffe. In Kombination mit Hyaluronsäure konnten vor allem in der Behandlung von Dehnungsstreifen gute Erfolge erzielt werden. Du kannst das Microneedling auch zu Hause in etwa mit einem Dermaroller durchführen.
Welche Nebenwirkungen kann Hyaluronsäure haben?
Nebenwirkungen aufgrund von Hyaluron kommen eher selten vor. Nur wenige der Patienten klagen über Schmerzen und Schwellungen an der Einstichstelle der Injektion. In sehr seltenen Fällen kann eine Infektion im Gelenk auftreten, weshalb von einer Injektionsbehandlung bei einer bestehenden oder beginnenden Entzündung des Gelenkes abgesehen werden sollte. Auch selten können blaue Flecken, ein Brennen oder Rötungen im behandelnden Bereich auftreten.
Sind Knubbel nach der Behandlung mit Hyaluron normal?
Das Auftreten von Knötchen oder Knubbeln nach einer Behandlung mit Hyaluronsäure kommt zwar selten vor, ist aber normal. In der Regel verschwinden diese innerhalb der nächsten 14 Tage von selbst. Sollten eingekapselte, tastbare Ansammlungen von Füllstoffen entstehen, können diese enzymatisch oder durch eine Kapselöffnung entfernt werden. Eine weitere Möglichkeit stellt die sogenannte Hylase dar. Dabei handelt es sich um ein Enzym, das Hyaluronsäure auflöst und in eine flüssige, wasserartige Substanz umwandelt.
Kann man auf Hyaluronsäure allergisch reagieren?
In manchen Fällen kommt es zu allergischen Reaktionen. Dies jedoch hauptsächlich dann, wenn die Hyaluronsäure aus tierischen Rohstoffen hergestellt wurde. Manche Patienten reagieren allergisch auf Lidocain, also auf das enthaltene Betäubungsmittel. Es ist besonders wichtig, dass eine Allergie auf Lidocain ausgeschlossen wird, da diese eine starke allergische Reaktion auslösen und beispielsweise bei einer Lippenunterspritzung zum Tod führen kann.
Wann entfaltet Hyaluronsäure seine volle Wirkung?
Erste Ergebnisse kannst Du direkt nach der Behandlung sehen. Nach etwa fünf Tagen entfaltet Hyaluronsäure seine volle Wirksamkeit.
Wann kann ich das endgültige Ergebnis sehen?
Auch wenn Du bereits gleich nach der Behandlung einen Unterschied sehen kannst, ist das noch nicht das fertige Ergebnis, denn nicht selten ist die unterspritzte Stelle noch leicht geschwollen. Nach nur wenigen Tagen sollten diese jedoch verschwunden sein. Spätestens nach drei Wochen hat die Hyaluronsäure dann ihre volle Wirkung freigesetzt.

Wie lange hält die Wirkung von Hyaluronsäure an?
Je nach Anwendung und Menge der injizierten Hyaluronsäure braucht der Körper in etwa vier bis zehn Monate, bis er die Substanz vollständig abgebaut hat. Manche Präparate besitzen eine längere Wirkungszeit von 12 bis 18 Monaten. Danach musst Du die Behandlung wiederholen.
Wieso baut sich die Hyaluronsäure bei manchen schneller ab als bei anderen?
Die Haltbarkeit des Verjüngungseffekts hängt stark vom verwendeten Präparat und der Menge ab. Je stärker die Wasserbindungsfähigkeit, desto stärker ist der Effekt und desto länger hält das Präparat.
Was kann man machen, damit sich das Hyaluron möglichst langsam abbaut?
Die Wirksamkeit von Hyaluronsäure ist abhängig von der Körperregion und den Anwendungswiederholungen. Das bedeutet: Je öfter Du eine Behandlung mit Hyaluron durchführen lässt, desto länger hält die Wirkung an. Außerdem solltest Du auf einen gesunden Lebensstil achten, denn auch Nikotin oder Alkohol können unter Umständen dazu beitragen, dass Dein Körper das Hyaluron schneller abbaut.
In welchen Abständen muss man Hyaluron nachspritzen lassen?
Je nach Behandlung empfiehlt es sich, Behandlungen mit Fillern in einem Abstand von zwei bis vier Wochen durchführen zu lassen. So vollzieht sich der Wandel zu einem jüngeren Aussehen nach und nach. Bei Injektionen in Gelenke empfehlen Ärzte oft eine dreimalige Wiederholung der Behandlung im Abstand von zumindest einer Woche. Sobald das gewünschte Ergebnis erreicht wurde, empfehlen Ärzte, Hyaluronsäure alle vier bis sechs Monate nachspritzen zu lassen. So schadest Du nicht Deiner Gesundheit und profitierst trotzdem von einem natürlich wirkenden Ergebnis, da der allmähliche Abbau der Hyaluronsäure so kaschiert wird.
Lässt sich Hyaluronsäure wieder auflösen?
Unter Umständen kann es passieren, dass zu viel Hyaluronsäure verwendet wurde oder Du mit dem Ergebnis nicht zufrieden bist. Um die Hyaluronsäure schneller aus Deinem Körper zu bekommen, kannst Du mit Sport oder Massagen Deinen Stoffwechsel ankurbeln. Zudem kannst Du die Substanz mit dem Gegenmittel Hylase wieder auflösen.
Wie funktioniert die Hylase?
Hylase ist ein Enzym zur Auflösung von Hyaluronsäure, welches stärker als körpereigenes Hyaluron ist und Hyaluronsäure in eine flüssige, wasserartige Substanz umwandelt. Bei einer Überdosierung kann Hylase auch körpereigenes Gewebe angreifen, weshalb es nur in Notfällen und von Spezialisten angewandt werden sollte. Wenn Du die Hyaluronsäure-Behandlung von einem erfahrenen Arzt durchführen lässt, sollte der Einsatz von Hylase nicht notwendig sein.
Wann kann ich nach einer Hylase wieder Hyaluronsäure spritzen lassen?
Um dem Körper Zeit zur Erholung zu geben, solltest Du Dir frühestens nach zwei Wochen wieder Hyaluronsäure spritzen lassen.
Was kostet eine Behandlung mit Hyaluron?
Die Kosten für eine Hyaluron-Behandlung können je nach Aufwand stark variieren. Sie setzen sich aus den Materialkosten sowie dem eigentlichen Arbeitsaufwand des Facharztes zusammen. Das Beratungsgespräch, die Vor- und Nachuntersuchungen sind im Preis enthalten.
Je nach Faltentyp braucht der Arzt mehr oder weniger Hyaluronsäure. Die Preise beginnen für eine Korrektur der Jawline, des Kinns oder der Lippen bei etwa 250 bis 400 Euro pro Sitzung. Ab etwa 300 bis 400 Euro pro Sitzung kannst Du Deine Wangen aufbauen oder die Nasolabialfalte korrigieren lassen. Augenringe oder Tränensäcke sowie eine Nasenkorrektur sind erst ab 200 Euro möglich. Injektionen bei Gelenkbeschwerden kosten in der Regel zwischen 20 und 40 Euro. Hinzu kommen die Kosten des verwendeten Produkts. Die Gesamtkosten einer Vollbehandlung liegen im Durchschnitt bei 200 bis 300 Euro, wobei der genaue Preis variieren kann. Kapseln bekommst Du für etwa 30 Euro pro 90 Stück im Handel.
Werden Hyaluronspritzen von der Krankenkasse bezahlt?
Da es sich bei einer Behandlung mit Hyaluron in der Regel nicht um einen medizinisch notwendigen Eingriff handelt, übernehmen die Kassen die Kosten im Normalfall nicht. Es gibt wenige Ausnahmen, bei denen Du um eine Kostenübernahme oder -beteiligung bei Deinem Krankenversicherungsträger ansuchen kannst. Besteht in etwa eine Grunderkrankung, die mit einer deutlichen Gewichtsabnahme oder Schwankungen einhergeht, könnte die Krankenkasse die Kosten zumindest teilweise abdecken. Solltest Du eine private Krankenversicherung haben, könnte es sein, dass diese die Behandlung bezahlt. Frage am besten bei Deinem Versicherungsträger nach.
Ein weniger bekanntes Einsatzgebiet von Hyaluronsäure sind dünn gewordene, faltige Ohrläppchen, die mit etwas Volumen wieder glatter wirken. Wann stattdessen ein kleiner Eingriff sinnvoller ist, erfährst Du auf unserer Seite zur Ohrläppchenkorrektur.
Fragen aus der Praxis: Hyaluronsäure
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