Akne

Akne ist eine der weltweit am häufigsten auftretenden Hautkrankheiten. Die charakteristischen Mitesser, Pickel und Pusteln wirken sich nicht nur schlecht auf die Haut der Patienten, sondern auch auf deren Psyche aus. Deshalb ist eine frühzeitige Diagnose und eine gezielte, an die Ausprägungsform der Erkrankung angepasste Therapie unabdingbar. Erfahre hier, was wir genau als Akne einstufen, wie viele Formen es gibt und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.


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Medizinischer Experte

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Online-Redaktion

Dieser Text wurde nach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst und von Medizinern geprüft.


Zuletzt aktualisiert: 15. März, 2021

INHALTSVERZEICHNISInhaltsverzeichnis

Akne ist eine vorwiegend in der Pubertät auftretende Hauterkrankung, bei der die Ausführungskanäle der Talgdrüsen in der Haut durch Verhornung oder eine übermäßige Talgproduktion verstopft sind. Dadurch entstehen Mitesser, Pickel oder Pusteln, die für das Krankheitsbild der Akne charakteristisch sind.

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Wir unterscheiden zwischen mehreren Formen der Akne-Erkrankung. Dazu gehören unter anderem die Akne vulgaris, die Akne inversa, die Mallorca-Akne, die Neugeborenen- oder Säuglingsakne sowie die Medikamenten- und Kontakt-Akne.

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Aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes lässt sich Akne in der Regel leicht diagnostizieren – Mitesser, Pickel oder Pusteln sind meist ein eindeutiges Symptom. Mittels verschiedener Untersuchungen kann der Hautarzt schließlich genau feststellen, um welche Form von Akne es sich konkret handelt.

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Im Grunde gibt es keine universelle Behandlungsmöglichkeit gegen Akne, da für jeden Hauttyp unterschiedliche Therapieformen zu empfehlen sind. Daher richtet sich eine Akne-Behandlung in erster Linie auch nach der Ausprägungsform der Akne.

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Solltest Du erste Anzeichen einer Akne wahrnehmen, dann ist ein Besuch bei Deinem Hautarzt unabdingbar. Denn nur er kann Dir erklären, welche Behandlungsmethode für Dich die passendste ist – versuche deshalb lieber gar nicht verschiedene Therapieformen miteinander zu kombinieren, denn viele davon vertragen sich nämlich überhaupt nicht miteinander.

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Im Rahmen einer Behandlung von Akne ist auch die eigene Hautpflege sehr wichtig. Dazu solltest Du Dein Gesicht mindestens zweimal täglich mit einer milden Seife waschen (pH-Wert der Seife sollte nicht über 5,5 liegen) und Pflegeprodukte sowie Kosmetika auf Wasserbasis verwenden.

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Bei der Behandlung von Akne spielt selbstverständlich auch die Ernährung eine große Rolle. Achte deshalb auf eine ausgewogene Ernährung, sorge für eine ausreichende Vitamin- und Flüssigkeitszufuhr und vermeide zuckerhaltige und fettreiche Nahrungsmittel.

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Unterschiedliche Hausmittel wie Heilerde, Teebaumöl oder Salbeiöl haben sich als hilfreiche Substanzen erwiesen, die die Behandlung von Akne oft sehr gut unterstützen können. Außerdem wirkt sich beispielsweise auch ein Kamillendampfbad positiv auf die betroffene Haut aus, denn es öffnet die Poren und wirkt entzündungshemmend.

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In den meisten Fällen heilt die Akne bis zum 25. Lebensjahr von allein wieder ab. Allerdings kann sie in manchen Fällen auch länger bestehen bleiben – und zwar bis ins hohe Alter hinaus. Dabei spielen Stress und eine gewisse psychische Belastung eine große Rolle.

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Je nach Größe, Form und Lage der Aknenarben am Körper kommen unterschiedliche Methoden zu ihrer Entfernung zum Einsatz. Dazu gehören unter anderem die Lasertherapie, die chirurgische Narbenkorrektur, die Vereisungsbehandlung, die Schleifbehandlung, das chemische Peeling, die Dermabrasion, die Microdermabrasion, die Unterspritzung mit Kortison sowie das Injizieren von Kollagen.

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Die Ursachen von Akne sind vielfältig – in den meisten Fällen ist die Akne hormonell bedingt. Hierbei gelten die männlichen Geschlechtshormone, die sogenannten Androgene mit dem Hauptvertreter Testosteron, als Verursacher der Hauterkrankung.

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Um Akne vorzubeugen, ist eine tägliche und typgerechte Reinigung der Gesichtshaut unabdingbar. Dazu eignet sich zum Beispiel ein sanfter Cleansing-Schaum, verschiedene Waschgels oder Peelings.

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Je nachdem, für welche Behandlungsmöglichkeit sich die Patienten entscheiden, variieren dementsprechend auch die damit verbundenen Kosten. Die Kosten einer kosmetischen Akne-Behandlung bewegen sich zwischen vierzig Euro für eine einmalige Gesichtsreinigung bis hin zu über Tausend Euro für eine Therapie, bei der der Experte die Hauterkrankung in mehreren Sitzungen behandelt oder sogar großflächige, tiefe Narben beseitigt.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Akne ist eine vorwiegend in der Pubertät auftretende Hauterkrankung, bei der sich der Ausführungskanal einer Talgdrüse in der Haut durch Verhornung oder eine übermäßige Talgproduktion verstopft und sich dadurch Pickel, Mitesser oder Pusteln bilden.


Die unreine Haut bildet sich vorwiegend im Gesicht, und zwar an der Stirn, am Kinn und am Nasenrücken, jedoch kann Akne aber auch am Rücken, im Dekolleté oder an den Wangen entstehen.


Die Ursachen sind vielfältig, allerdings ist häufig eine hormonelle Umstellung der Grund für die Entstehung der Hautkrankheit.


In der Regel übernimmt die Krankenkasse die anfallenden Kosten einer Behandlung von Akne, jedoch ist es ratsam, sich bei dem eigenen Sozialversicherungsträger zu informieren, inwieweit dieser die Kosten der Therapie deckt oder nicht.

Was versteht die Medizin unter Akne?

Unter Akne verstehen wir eine vorwiegend in der Pubertät auftretende Hauterkrankung, die aufgrund ihrer Inzidenz zu den am häufigsten vorkommenden Hauterkrankungen weltweit zählt.
Die Medizin unterscheidet zwischen leichter, mittlerer und schwerer Akne. Leichte Ausprägungsformen der Hauterkrankung lassen sich in der Regel oft mit Wasch- und Pflegeserien aus der Drogerie oder aus der Apotheke auch selbst behandeln. Je stärker die Form der Akne, desto ratsamer ist es, dass Betroffene einen Hautarzt (Dermatologen) aufsuchen, um eine passende Behandlung zu erhalten. Denn nur eine möglichst frühzeitige Diagnose und eine gezielte Behandlung können dazu beitragen, den weiteren Krankheitsverlauf von Akne und die zusammenhängende Lebensqualität zu verbessern.
 
Die Erkrankung ist bei männlichen Betroffenen meistens stärker ausgeprägt, jedoch kann sie sowohl bei Männern als auch bei Frauen in etwa gleich häufig vorkommen. Fast jeder Jugendliche ist mehr oder weniger stark von Akne betroffen, denn der Zeitraum der Pubertät kennzeichnet unter anderem eine hormonelle Umstellung, was die Entstehung der Akne begünstigt. Allerdings gibt es auch Menschen im Erwachsenenalter, die von der Hauterkrankung betroffen sind – laut Studien tritt sie bei etwa 54 Prozent der Frauen und bei etwa 40 Prozent der Männer über 25 Jahre auf und verbessert sich meist erst nach dem 45. Lebensjahr. Darüber hinaus können in seltenen Fällen aber auch Neugeborene und Kleinkinder an Akne erkranken.

Akne - Was versteht die Medizin unter Akne?

Bei Symptomen wie großen, wunden Pickeln, bei einer plötzlichen Verschlechterung des Hautbilds, bei einer schweren psychischen Belastung durch die Pickel sowie bei bereits entstandenen Aknenarben, solltest Du unbedingt einen Hautarzt, also einen Dermatologen, aufsuchen.

Wie unterscheidet sich Akne von Pickeln?

Pickel entstehen, ähnlich wie Mitesser, als Folge von verstopften Talgdrüsen. Dabei kommt es zu einer Bildung von entzündlichen Pickeln, wenn weiße Mitesser nicht aufbrechen, der im Inneren angehäufte Talg nicht austreten kann und sich somit Bakterien vermehren und ausbreiten können, bis schließlich die Entzündung auftritt.
Der größte Unterschied zwischen Pickeln und Akne liegt hauptsächlich im Schweregrad der Hautveränderungen. Denn Pickel können zum Beispiel auch alleine durch eine verwachsene Haarwurzel entstehen, Akne dagegen ist eine Hauterkrankung, die in der Regel einer medizinischen Behandlung bedarf.

Eines haben Akne und Pickel allerdings auch gemeinsam – für beide gilt, dass das Ausdrücken nicht hilft, denn dieses erhöht nur das Risiko, dass sich die Entzündungen noch weiter verschlimmern. Stattdessen sollten die Patienten die betroffene Hautstellen regelmäßig mit milden Reinigungsmitteln pflegen, auf eine gute Hygiene achten und die Haut wöchentlich mit natürlichen Gesichtsmasken sowie feuchten, lauwarmen Kompressen schonen. Bei wiederkehrenden und mehrfachen Pickeln sollten die Betroffenen jedoch rechtzeitig einen Hautarzt aufsuchen, um Entzündungen zu vermeiden, denn in solchen Fällen handelt es sich meist um eine Form der Akne-Erkrankung.

Akne - Wie unterscheidet sich Akne von Pickeln?

Was ist der Unterschied zwischen Akne und Rosacea?

Bei Akne kommt es zu offenen oder geschlossenen Mitessern (=Komedonen), die dadurch entstehen, dass der Talg, den die Haut produziert, nicht auf natürliche Weise aus den sogenannten Talgdrüsenfollikeln abwandern kann. Bei Akne kommt es also zu einer Verhornung oder einem Verschluss dieser Kanäle aufgrund einer übermäßigen Talgproduktion.
Im Gegensatz dazu bekommen Rosacea-Patienten keine Mitesser, sondern (im Anfangsstadium) anfallartige rötliche Flecken, die im Verlauf der Erkrankung länger anhalten können oder auch dauerhaft bestehen bleiben können. Darüber hinaus kann es im späteren Stadium der Erkrankung auch zu sogenannten Teleangiektasien kommen, also permanenten Gefäßerweiterungen. Infolgedessen haben die Betroffenen kleine Äderchen im Gesicht, die dauerhaft zu sehen sind.
Ein weiterer Unterschied zwischen Akne und Rosacea lässt sich bereits am Alter der Betroffenen erkennen. Während Akne gewöhnlich auf das Jugendalter beschränkt ist und spätestens zum Anfang des dritten Lebensjahrzehnts abklingt, betrifft Rosacea vor allem Menschen über dem 30. Lebensjahr. Außerdem sind vorwiegend Frauen von der Rosacea-Erkrankung betroffen, während Akne beide Geschlechter gleichermaßen betrifft.

Akne - Was ist der Unterschied zwischen Akne und Rosacea?

Welche Formen von Akne gibt es?

Die Medizin unterscheidet zwischen mehreren Formen der Akne – der Akne vulgaris, der Akne inversa, der Mallorca-Akne der Neugeborenen- oder Säuglings-Akne und weiteren Formen wie der fungalen Akne, der hormonellen Akne, der Altersakne, der Kontakt-, Kosmetik- oder Chlor-Akne, der Akne medicamentosa (Medikamenten-Akne) oder der Doping-Akne.

Wie äußert sich die Akne vulgaris?

Die Akne vulgaris ist die bekannteste Akne-Form, da sie am häufigsten vorkommt, weshalb sie Ärzte auch oft als „gewöhnliche Akne“ bezeichnen. Ihr Auslöser liegt in hormonellen Veränderungen, vorwiegend während der Pubertät, wobei von dieser sogenannten Pubertätsakne Jungen meist stärker betroffen sind als Mädchen.
Je nach Schweregrad unterteilen wir die Akne vulgaris in drei Unterformen – Akne comedonica, Akne papulopustulosa und Akne conglobata. Bei Ersterer handelt es sich um die leichteste Krankheitsform einer Akne, die vor allem das Gesicht (Stirn, Nase und Wangen) betrifft. In seltenen Fällen macht sie sich auch am Rücken bemerkbar. Die Akne comedonica ist durch Mitesser geprägt, die sich häufig entzünden können, wenn sie der Betroffene ausdrückt.

Akne - Wie äußert sich die Akne vulgaris?

Bei der Akne papulopustulosa handelt es sich um eine mittelschwere Form der Akne-Erkrankung, die durch Mitesser und entzündete Pickel gekennzeichnet ist, und oft das Gesicht und den Rücken betrifft.
Die Akne conglobata ist die schwerste Form der Hauterkrankung. Hierbei bilden sich aus den entstandenen Pickeln richtige Knoten, die sich sehr leicht entzünden und beim Abheilen sichtbare Narben hinterlassen.
Bei einer guten Behandlung heilt die Akne vulgaris, ungeachtet dessen, um welchen Schweregrad der Hauterkrankung es sich handelt, in der Regel schnell ab. Unbehandelt bildet sie sich jedoch meist bis zum 25. Lebensjahr von allein zurück. In einzelnen Fällen können die Symptome der Akne-Erkrankung jedoch auch noch bis zum 40. Lebensjahr und darüber hinaus bestehen bleiben.

Was ist eine Akne inversa?

Akne - Was ist eine Akne inversa?

Bei einer Akne inversa handelt es sich um eine schwere Form der Akne, die sich durch großflächige Entzündungen vor allem im Achsel-, Leisten- und Genitalbereich sowie in den Bauchfalten und den Falten unter der weiblichen Brust bemerkbar macht. Im Prinzip also in Regionen, in denen sich leicht Hautfalten bilden können.

In diesen Bereichen kommt es zu großflächigen Entzündungen und damit einhergehenden Eiteransammlungen (=Abszessen). Zunächst entzünden sich an den betroffenen Hautarealen nur die Haarwurzeln und die damit verbundenen Talg- und Schweißdrüsen. Dabei bilden sich tastbare Knoten und Verdickungen, die wie vergrößerte Mitesser aussehen. Durch die Entstehung der Eiteransammlungen kommt es zu einer Zerstörung des Drüsengewebes. All dies geht mit starken Schmerzen einher. Außerdem können sich in manchen Fällen verzweigte Gänge in tiefere Gewebeschichten bilden, die wir als Fisteln bezeichnen. Die bereits erwähnten Eiteransammlungen können sich darüber hinaus auch spontan entleeren und Eiter, Talg oder ein schlecht riechendes Sekret freigeben. Nach einigen Jahren sind die betroffenen Regionen meist durch eine Vielzahl von Narben früherer Entzündungsherde gekennzeichnet.
 
Diese Form der Akne verläuft unbehandelt meist chronisch, denn sie breitet sich immer weiter aus. So kann die Erkrankung im Endeffekt die gesamte Haut und das Unterhautfettgewebe der betroffenen Regionen in Mitleidenschaft ziehen. Dies führt in weiterer Folge auch zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität der Betroffenen.
 
Da nur sehr wenige Menschen daran leiden, ist diese schwerwiegende Form der Hauterkrankung bis heute nur wenig bekannt. In den meisten Fällen tritt diese Form der Akne nach der Pubertät und vor dem 30. Lebensjahr das erste Mal auf, wobei Frauen häufiger erkranken als Männer. In vielen Fällen geht die Akne inversa auch zusammen mit der bereits erwähnten Form der Akne vulgaris einher.

Worum handelt es sich bei der sogenannten Mallorca-Akne?

Die Akne aestivalis, die sogenannte Mallorca-Akne, ist eine Sonderform, denn sie ist keine typische Akne-Erkrankung. Im Prinzip handelt es sich hierbei nämlich um eine Lichtallergie beziehungsweise um eine Sonderform des Sonnenekzems, also einer polymorphen Lichtdermatose.
 
Bei der Mallorca-Akne bilden sich kleine Pusteln und zwar vorwiegend im Dekolleté, auf den Armen und auf den Beinen (sehr selten auch im Gesicht). Als unangenehmer Nebeneffekt geht die Erkrankung mit Juckreiz und einer starken Rötung einher, die allerdings nur in manchen Fällen auftreten. Die Ursache der Mallorca-Akne liegt in der Reaktion von Sonnenlicht, beziehungsweise der UV-Strahlung, mit dem Talg der Haut oder mit den Fetten in Sonnenschutzcremes. Aus diesem Grund bildet sich die Mallorca-Akne meist am Anfang eines Urlaubes oder in den ersten Tagen des Sommers, da die Haut zu dem Zeitpunkt noch nicht an die Sonnenstrahlung gewöhnt ist. Durch diese Reaktionen mit der UV-Strahlung entstehen für die Haut schädliche Substanzen, die zu den bereits erwähnten Pusteln führen. Darüber hinaus gehen Wissenschaftler aber auch von der Vermutung aus, dass die Erkrankung einer genetischen Veranlagung zugrunde liegen könnte.

Akne - Worum handelt es sich bei der sogenannten Mallorca-Akne?

Es gibt keine konkreten Behandlungsmöglichkeiten, da die Mallorca-Akne in der Regel innerhalb weniger Tage von allein wieder abheilt. Wichtig ist es jedoch, dass die Betroffenen in diesen Tagen eine erneute Sonneneinstrahlung vermeiden. Bei Menschen, die eine genetische Veranlagung zu Akne generell haben, kann eine hornhautlösende (=keratolytische) Therapie die Abheilung der Pusteln unterstützen.
In erster Linie sollten Betroffene vor allem aber auf die Vorsorge achten. Dazu gehört, dass Du Deine Haut langsam an die Haut gewöhnst und fetthaltige Lotionen oder Sonnencremes meidest. Im Gegensatz dazu, solltest Du eher spezielle Sonnenschutzprodukte für allergische Haut verwenden, die eine Vorbeugung von Mallorca-Akne unterstützen. Solltest Du einen fettigen Hauttyp aufweisen, solltest Du umso vorsichtiger sein, denn am meisten gefährdet sind vor allem junge Menschen mit fettigem Hauttyp, wobei Frau häufiger betroffen sind als Männer.

Was sind die Symptome der Neugeborenenakne?

Bei der Neugeborenenakne, in der Medizin auch Akne neonatorum und umgangssprachlich „Babyakne“ genannt, entstehen kleine Mitesser vor allem auf den Wangen. Sie bilden sich entweder bereits vor der Geburt oder entstehen im Verlauf der ersten Lebenswochen des Neugeborenen. Da sich die Neugeborenenakne innerhalb einiger Wochen von allein zurückbildet, ist keine Therapie notwendig. In der Regel sind Jungen häufiger betroffen als Mädchen, wobei etwa 20 Prozent aller Neugeborenen an dieser Form von Akne erkranken.

Im Gegensatz dazu tritt die Säuglingsakne, in der Medizin auch Akne infantum und umgangssprachlich „Kleinkindakne“ genannt, erst zwischen dem dritten und dem zwölften Lebensmonat auf. Jungen sind in der Regel häufiger betroffen als Mädchen. Die Säuglingsakne ist geprägt durch kleine gelbliche Pickelchen, die sich vorwiegend auf der Stirn und auf den Wangen bilden. Im Verlauf der Hauterkrankung können sich aus diesen Pickelchen Narben entwickeln. Aus diesem Grund bedarf die Säuglingsakne in jedem Fall einer ärztlichen Behandlung. Außerdem ist zu beachten, dass die meisten Betroffenen mit einer Säuglingsakne im späteren Leben eine Akne vulgaris entwickeln.

Akne - Was sind die Symptome der Neugeborenenakne?

Was sind weitere Formen der Akne?

Zu den weiteren Formen der Akne gehören unter anderem die fungale Akne, die hormonelle Akne, die Altersakne, die Kontakt-, Kosmetik- oder Chlor-Akne, die Medikamenten-Akne oder die Doping-Akne.
Als eine fungale Akne bezeichnen wir in der Medizin die Malassezia Folliculitis (MF). Im Grunde zählt sie nicht direkt zu den Akne-Erkrankungen, weist mit ihnen jedoch große Ähnlichkeiten auf. Die Ursache liegt in den Hefepilzen, die jeder Menschen auf seiner Haut trägt. Unter bestimmten Umständen kann aus einer übermäßigen Besiedelung dann die fungale Akne entstehen – kleine Pickel im Gesicht und eine gestörte Hautflora sind die Folgen.

Akne - Was sind weitere Formen der Akne?

Die hormonelle Akne kann vielseitig sein, da im Grunde die Ursache für die meisten Akne-Formen in der Veränderung des Hormonspiegels liegt. Deshalb tritt die hormonelle Akne insbesondere in der Pubertät auf, aber auch während der Schwangerschaft, nach dem Absetzen der Anti-Baby-Pille zur Verhütung sowie in den Wechseljahren. Das Phänomen der Hormonumstellung ist in der Regel auch für die sogenannte Altersakne zuständig.
 
Die Kontakt-, Kosmetik- oder Chlor-Akne, die Medikamenten-Akne (=Akne medicamentosa) oder die Doping-Akne sind Sonderformen einer allergischen Reaktion, die sich gezielt bekämpfen lassen, indem die Betroffenen den Stoff, auf den die Haut allergisch reagiert, absetzen. Dabei kann es sich um bestimmte Stoffe handeln, die in Pflegeprodukten, Medikamenten oder Nahrungsmitteln enthalten sind, und die der Betroffene nicht verträgt. Um die Ursache der Erkrankung zu finden, helfen dem Arzt hierbei unter anderem also auch Allergietests.

Wie lässt sich Akne diagnostizieren?

Akne - Wie lässt sich Akne diagnostizieren?

Solltest Du den Verdacht haben, dass Du unter einer Form von Akne leidest, solltest Du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dabei ist ein Facharzt für Hautkrankheiten, also ein Dermatologe, die perfekte Ansprechperson, denn er kann eine andere Hauterkrankung ausschließen. Aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes ist Akne in der Regel leicht zu diagnostizieren, da die Mitesser, Pickel und Pusteln meist ein eindeutiges Symptom sind.

Um schwere Verlaufsformen zu verhindern und einer potenziellen Narbenbildung vorzubeugen, ist eine frühe Diagnose unerlässlich. Der Facharzt kann mittels verschiedener Untersuchungen schließlich feststellen, um welche Form von Akne es sich handelt und welche die beste Therapie ist. Deutet die Erkrankung auf Komplikationen oder schwere Verläufe hin, kann der Hautarzt eine mikrobielle oder eine Hormonuntersuchung anordnen.
 
Eine genaue Untersuchung im Hinblick auf die Mikrobiologie der Hautveränderung ist üblicherweise nicht nötig und empfiehlt sich nur in schweren Fällen von Akne. Aber auch zum Beispiel dann, wenn bereits eine Behandlung stattgefunden hat, die jedoch ohne eine positive Wirkung geblieben ist. Vermutet der Arzt, dass eine Infektion vorliegt, so entnimmt er etwas Sekret aus den Mitessern, um es analysieren zu lassen. Dabei zeigt sich, ob und wenn ja, welche Bakterien für die Infektion zuständig sind. Nach dem vorliegenden Ergebnis kann der Experte dann die darauffolgende Behandlung entsprechend abstimmen.
 
Eine hormonelle Untersuchung, die sogenannte Hormondiagnostik, führt der Arzt nur dann durch, wenn bei Frauen eine gewisse „Vermännlichung“ eintritt, wie zum Beispiel ein Bartwuchs oder starke Zyklusunregelmäßigkeiten. Auch bei Frauen ab dem 40. Lebensjahr kann eine Hormondiagnostik sinnvoll sein, da bei ihnen oft eine hormonell bedingte Akne auftreten kann. Darüber hinaus empfiehlt sich die Untersuchung auch bei erwachsenen Frauen, bei denen eine Therapie bisher wirkungslos geblieben ist.

Wie wird Akne behandelt?

Eine Akne-Behandlung richtet sich in erster Linie nach der Ausprägungsform der Akne. Dabei muss der Arzt auch berücksichtigen, ob Du besonders empfindliche Haut hast oder auf bestimmte Stoffe allergisch reagierst. In schweren Fällen solltest Du immer einen Facharzt, in diesem Fall also einen Dermatologen, aufsuchen und mit ihm die Akne-Behandlung abklären! Im Grunde gibt es keine universelle Behandlungsmöglichkeit gegen Akne, da für jeden Hauttyp unterschiedliche Therapieformen zu empfehlen sind.

 

Die verschiedenen Möglichkeiten der Aknebehandlung teilen wir grob in eine lokale (=äußere, örtliche oder topische) Akne-Behandlung, wie zum Beispiel durch Salben oder Peelings, und in eine systemische (=ganzheitliche) Akne-Behandlung mit innerlich anzuwendenden Medikamenten.

 

Akne - Wie wird Akne behandelt?

Zu der lokalen Akne-Behandlung gehören, wie bereits erwähnt, Salben, Peelings, Waschlotionen und vieles mehr. Diese sind in Supermärkten und Drogeriemärkten sowie rezeptfrei in der Apotheke frei erhältlich und dienen zur selbstständigen Akne-Behandlung. Bei leichten Akne-Formen helfen in der Regel bereits solche antibakteriellen (=antiseptischen) Wasch- und Pflegeserien. In schweren Fällen von Akne bieten sie allerdings leider keine ausreichende Hilfe. Wenn die Akne also über einen längeren Zeitraum bestehen bleibt, sich das Hautbild beständig verschlechtert, und Du unter der Hauterkrankung psychisch leidest, solltest Du unbedingt einen Hautarzt aufsuchen.

 

Eine andere Möglichkeit der systemischen Akne-Behandlung sind Vitamin-A-Säure-Derivate (=Retinoide). Diese bekämpfen Pickel und Mitesser, helfen jedoch nicht bei einer bakteriellen Infektion. Häufig kommt hierbei der Wirkstoff Isotretinoin zum Einsatz. Da die Ursache der Akne häufig in den männlichen Geschlechtshormonen (=Androgene) liegt, können weibliche Geschlechtshormone und Anti-Androgene zu einer Verbesserung des Hautbilds beitragen. Aus diesem Grund verschreiben Ärzte betroffenen Frauen häufig die Anti-Baby-Pille, aber auch spezielle Präparate, die auf Anti-Androgenen basieren. Nicht alle Verhütungspillen sind nämlich zur Akne-Behandlung geeignet, vor allem ist die Anti-Baby-Pille für Frauen mit einem Kinderwunsch nicht geeignet.

Welche Tabletten und Medikamente helfen bei Akne?

Akne - Welche Tabletten und Medikamente helfen bei Akne?

Eine Therapie mithilfe von Tabletten und Medikamenten ist dann sinnvoll, wenn eine lokale Behandlung erfolglos verlaufen ist. Je nach Art der Akne kommen unterschiedliche Medikamente zum Einsatz.

Am häufigsten verschreibt der Arzt Antibiotika. Hierzu zählen unter anderem Substanzen wie Tetracyclin, Doxycyclin, Minocyclin oder Erythromycin. Systemische Antibiotika verhindern nicht nur die Besiedelung der Talgdrüsenfollikel mit dem Bakterium Propionibacterium acnes, sondern wirken darüber hinaus auch entzündungshemmend.
 
Wenn eine systemische Antibiotika- beziehungsweise eine topische Therapie versagt, so empfiehlt sich die Einnahme von Isotretinoin. Dieser findet besonders bei schwerer Akne Anwendung. Isotretinoin ist sowohl ein Medikament, als auch ein natürlich vorkommendes Vitamin-A-Derivat, der die Bildung neuer Mitesser vermindert, die Größe der Talgdrüse reduziert, die Talgproduktion verringert und die Entzündungsprozesse hemmt, indem es die Bakterienproduktion verringert.
Außerdem gibt es die Möglichkeit der Therapie mit Anti-Androgenen. Die in der Pille enthaltenen Substanzen beeinflussen die Talgproduktion und können die Überproduktion um bis zu 65 Prozent verringern. Darüber hinaus können die Medikamente auch das Testosteron um bis zu 50 Prozent senken. Weiter ist in Sonderfällen und bei schwierigen Krankheitsverläufen auch eine systemische Therapie mit Glukokortikoiden, Dapson oder Zink möglich. Diese Behandlungsmethoden sind jedoch nur nach eingehender Diagnose möglich, denn grundsätzlich sind sie nicht zu empfehlen.
 


Wie lässt sich Akne lokal mit einer Creme behandeln?

Akne - Wie lässt sich Akne lokal mit einer Creme behandeln?

Die Therapie der Akne mit Cremes und Salben bezeichnen wir als die lokale Therapie. Diese sieht eine Behandlung der betroffenen Hautareale nicht nur mit Cremes und Salben, sondern auch mithilfe von Tinkturen, Lotionen, Lösungen und Ähnlichem vor.

Eine Lokaltherapie mit Benzoylperoxid (BPO) wirkt entzündungshemmend und verhindert, dass es zu Resistenzbildungen der Erregerkeime kommt. Die Wirkung der BPO beruht auf oxidativen Abbauvorgängen und der Entwicklung von freien Radikalen. Diese Mechanismen führen zur Verhinderung beziehungsweise zur Verringerung der Entstehung von bestimmten Erregerbakterien. Darüber hinaus unterdrückt das Benzoylperoxid die Freisetzung bestimmter Sauerstoff-Komponenten, bei den entzündlichen Reaktionen eine große Rolle spielen.
 
Weiter stehen den Patienten topische Retinoide, wie das Tretinoin, das Isotretinoin und das Adapalen in Form von Gels, Cremen, Lotionen oder Lösungen zur Verfügung. All diese Substanzen wirken nicht auf die Talgdrüsenaktivität, sondern verhindern die Neubildung von Mitessern und Entzündungen. Die Therapie dauert üblicherweise bis zu zwölf Wochen, kombiniert der Arzt diese noch mit anderen Präparaten, kann die Behandlung unter Umständen bis zu zwölf Monate in Anspruch nehmen.
Außerdem gibt es die lokalen (topischen) Antibiotika wie Erythromycin, Clindamycin, Nadifloxacin und Tetracyclin. All diese Substanzen sind Antibiotika, die eine Entzündung verhindern sollen. Allerdings muss der Patient sie entsprechend lange anwenden, damit sich die Erreger nicht mehr weiter vermehren können.
 
Bei der Behandlung von mittelschweren und schweren Formen von Akne eignet sich die Azelainsäure. Diese kommt meist auch in der Kombination mit BPO, Antibiotika, Retinoiden und/oder systemischen Antibiotika zum Einsatz. Die Azelainsäure an sich verringert beziehungsweise verhindert die Bildung von Mitessern, wirkt entzündungshemmend und antimikrobiell (=reduziert die Vermehrungsfähigkeit beziehungsweise die Infektiosität von Mikroorganismen, tötet sie ab oder reduziert zumindest deren Menge). Auch hierbei muss die Therapie mindestens über einen Zeitraum von zwölf Wochen erfolgen.
 


Wie läuft eine Lasertherapie bei Akne ab?

Akne - Wie läuft eine Lasertherapie bei Akne ab?

Das Ziel der Lasertherapie ist die Bekämpfung der entzündungsverursachenden Bakterien sowie die Rückbildung der Größe und der Produktionsmenge der Talgdrüsen. Zu Beginn des Verfahrens reinigt der Experte die Haut professionell und entfettet diese, damit das Blitzlicht optimal in die geplanten Hautschichten eindringen kann.

Danach trägt er ein Ultraschall-/Kontaktgel auf die Haut auf, um diese zu kühlen und die Energie der IPL (=Intensed-Pulsed-Light) Blitzlicht-Technologie übertragen zu können. Anschließend folgt der Laser, das IPL. Dabei gibt der Laser kurze, sichere Impulse eines intensiv gepulsten Lichts auf die Haut ab. Der Laser reduziert die Talgproduktion und normalisiert die fettige Haut. Dadurch nehmen die Entzündungen ab und mit jeder Behandlung verbessert sich das Hautbild stetig. Ein typischer Verlauf der Therapie umfasst vier Behandlungen, die in etwa einen zeitlichen Abstand von jeweils drei Wochen haben sollten.
 


Welche chemischen Peelings helfen bei Akne?

Akne - Welche chemischen Peelings helfen bei Akne?

Chemische Peelings, die die Haut erneuern, können die lokale Behandlung der Akne gut unterstützen. Dabei trägt der Experte eine säurehaltige Substanz auf die Haut auf, um die sonnenbelastete Haut und die verdickte Hautoberfläche zu entschuppen.

Dabei steht im Vordergrund, dass es durch das chemische Peeling zu einer Anregung der Kollagenproduktion für eine straffere Haut kommt. Besonders gut eignen sich die chemischen Peelings zur Behandlung der Haut im Gesicht, am Hals, im Dekolleté-Bereich, aber auch am Handrücken. In der Anwendung unterscheiden sich die chemischen Peelings dadurch, dass sie stärker als herkömmliche Peelings aus der Drogerie wirken. Dadurch ermöglichen die chemischen Peelings eine nachhaltige Verbesserung des Hautbilds, denn die Pigmentierung erscheint regelmäßiger und die Haut wirkt frischer.
 
Um die Haut auf die chemischen Peelings einzustellen, empfiehlt es sich, die Haut zu Hause mit fruchtsäurehaltigen Cremes etwa zehn Tage davor vorzubereiten. Vor der tatsächlichen Behandlung verschreibt der Arzt meist eine täglich zu verwendende Prä-Peel Creme, die sowohl bleichende,als auch exfoliative Bestandteile enthält. Dadurch kann das chemische Peeling tiefer in die Hautschichten vordringen. Unmittelbar vor der tatsächlichen Behandlung reinigt der Experte die zu behandelnden Hautstellen und entfettet diese. Danach trägt er entweder eine auf natürlichen Fruchtsäuren basierende Alpha-Hydroxysäure (AHA), eine Trichloressigsäure (TCA) oder ein Phenol auf die Haut auf. Dadurch fängt die Haut an, sich langsam abzuschälen, was vom Empfinden her in etwa einem leichten bis starken Sonnenbrand ähnelt. Nach dem Abschälen der Haut kommt es durch den Heilungsprozess zu einer Anregung der Bildung von Kollagen. Die neu gebildete Haut wirkt schließlich straffer, ebenmäßiger und glatter. Die Art, Stärke und die Anzahl der anschließenden Peeling-Behandlungen richten sich dabei nach dem Hautbild und dem erwünschten Ergebnis. Grundsätzlich sind in etwa drei bis sechs Sitzungen nötig, um ein deutliches Ergebnis zu erzielen. Im Anschluss an die Behandlung empfiehlt sich eine therapiebegleitende Feuchtigkeitspflege, um Hautirritationen und Rötungen zu beruhigen.
 


Wie funktioniert die Behandlung von Akne mittels Lichttherapie?

Eine relativ neue Therapieform der Akne ist die Lichttherapie. Dabei behandelt der Experte die betroffenen Hautareale mittels eines Geräts mit blauen Lichtwellen. Da es sich als besonders effektiv erwiesen hat, verwenden die Therapeuten inzwischen eine Kombination aus blau- und rotwelligem Licht, wobei die Therapie ohne schädliche UV-Strahlung auskommt. Eine Bestrahlungsperiode dauert dabei ungefähr 30 Minuten. Das blaue Licht (UVA; Wellenlänge von 420 bis 480 nm) hilft die Entzündungen zu mildern beziehungsweise das für die entzündete Pickel verantwortliche Bakterium Propionibacterium acnes zu zerstören. Das rote Licht (UVB; Wellenlänge von 630 bis 790 nm) hingegen soll die anschließende Wundheilung anregen.

Akne - Wie funktioniert die Behandlung von Akne mittels Lichttherapie?


Wie verläuft die Akne Behandlung mittels Mikrodermabrasion?

Akne - Wie verläuft die Akne Behandlung mittels Mikrodermabrasion?

Im Rahmen einer Mikrodermabrasion schießt der Experte feine Kristalle mit hohem Druck auf die Haut. Dadurch beseitigt er Verhornungen und strafft die Haut.
Vor der Mikrodermabrasion an sich erläutert der Experte dem Patienten in einem persönlichen Beratungsgespräch den genauen Ablauf.

Dabei erklärt er nicht nur die Behandlungsmöglichkeiten, sondern weist auch auf mögliche Risiken und Nebenwirkungen hin. Außerdem analysiert er den aktuellen Zustand der Haut und hält diesen gegebenenfalls auch fotografisch fest. Die Behandlung selbst beginnt anschließend mit einer gründlichen Hautreinigung. Hierzu verwendet der Therapeut spezielle Pflegeprodukte, die die Haut entfetten und die Wirkung des Peelings unterstützen. Danach wählt er den passenden Diamantaufsatz und beginnt mit der eigentlichen Mikrodermabrasion. Dazu führt er den Behandlungskopf über die Haut, löst die oberen Hautzellen und saugt sie über eine Vakuumpumpe ab. Nach der Behandlung reinigt er noch einmal die Haut professionell und trägt ein passendes Pflegeserum auf. Durch die Mikrodermabrasion kann die Haut die darin enthaltenen Wirkstoffe besser aufnehmen. Um die Behandlung auch im Nachhinein zu unterstützen, sollte der Patient die Haut in den darauffolgenden Tagen mit einer speziell dafür angepassten Hautpflege versorgen und keine hautreizenden Produkte verwenden.
 
In den Tagen nach der Mikrodermabrasion können unter Umständen leichte Schuppen oder ganz selten Krusten auftreten und die Haut leicht gerötet sein. Bei sachgemäßer Nachsorge klingen solche Begleiterscheinungen jedoch schnell von selbst ab. Das heißt also auch, dass der Patient in der Regel direkt nach der Behandlung der Mikrodermabrasion wieder vollkommen gesellschaftsfähig ist.
 


Wann ist bei Akne eine OP notwendig?

Akne - Wann ist bei Akne eine OP notwendig?

Bei bestimmten Formen von Akne, wie zum Beispiel bei der Akne inversa, ist unter gewissen Umständen eine Operation nötig. Besonders bei wiederkehrenden Abszessen kann ein Chirurg diese in lokaler Betäubung herausschneiden und die Wunden anschließend vernähen.

Allerdings verhindert diese Methode nicht, dass in der benachbarten Haut später neue Entzündungsherde entstehen. Das chirurgische Abtragen des gesamten Abszess-Daches ist jedoch mit einer deutlich geringeren Wahrscheinlichkeit des Wiederkehrens verbunden. Dabei bleibt nur der Abszess-Boden über und die Wunde verschließt sich mit der Zeit von selbst. Diese Technik bezeichnen wir in der Chirurgie auch als Abdeckelung (=Deroofing oder Unroofing).
 
Außerdem kann der Chirurg auch Narbenzüge und Fistelgänge (also die chronisch-entzündete Haut), die in Folge einer Akne inversa entstehen können, chirurgisch entfernen. Dabei kommt bei großflächigen Läsionen meist eine Vollnarkose zum Einsatz, der Eingriff an sich dauert circa eine Stunde. Auch hier kann der Chirurg die Methode der Abdeckelung anwenden oder er schneidet alle Läsionen im Fettgewebe komplett aus (=Exzision). Dadurch entsteht eine große Wundfläche, die er mittels Wundauflagen oder mithilfe von Vakuumsystem zur Ausheilung bringt. Der Heilungsprozess an sich kann mehrere Monate lang andauern und kann sich durch eine anschließende (etwa zwei Wochen nach dem Herausschneiden) Hauttransplantation noch etwas verringern.

Was muss ich rund um die ärztliche Behandlung meiner Akne beachten?

Wenn Du erste Anzeichen einer Akne wahrnimmst, solltest Du zu einem Hautarzt gehen und mit ihm die für Dich besten Behandlungsmethoden besprechen. Versuche nicht selber, die verschiedenen Behandlungsmethoden miteinander zu kombinieren, denn viele dieser Therapiemöglichkeiten vertragen sich nämlich überhaupt nicht miteinander. Zum Beispiel kann die Einnahme von Antibiotika in Kombination mit einer UV-Strahlung schwerwiegende Nebenwirkungen haben und auch sonstige Medikamente können die Behandlung der Akne beeinflussen. Informiere deshalb Deinen Arzt über alle Medikamente, die Du einnimmst, damit dieser die Behandlung der Akne so passend wie möglich einstellen kann.

Akne - Was muss ich rund um die ärztliche Behandlung meiner Akne beachten?

Außerdem solltest Du vorsichtig sein, was Du im Internet liest, und unbedingt Deinem Hautarzt vertrauen können. Denn viele Internetseiten empfehlen beispielsweise eine Akne-Behandlung mit UV-Strahlung unter der Sonnenbank oder in Form von Sonnenbädern. Da die UV-Strahlung die Pickel zwar austrocknet, vermuten viele, dass es eine erfolgreiche Methode ist. Es ist aber zu beachten, dass die Pickel dadurch nicht verschwinden, die UV-Strahlung Deine Haut zudem schneller altern lässt und das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, sich erhöht. Deshalb gilt, wie auch bei jeder anderen Behandlung, lass Dich stets nur von einem geprüften Arzt untersuchen und behandeln, denn nur er kann die Therapie so ansetzen, dass sie mit der Zeit auch tatsächlich zum Erfolg führt.

Was kann ich selbst bei Akne tun?

Im Rahmen einer Behandlung von Akne ist auch die eigene Hautpflege sehr wichtig. Dazu solltest Du Dein Gesicht mindestens zweimal täglich mit einer milden Seife waschen, wobei der pH-Wert der Seife nicht über 5,5 liegen sollte. In diesem Sinne solltest Du auch Deine Haare öfter waschen (aber wiederum auch nicht zu oft) und darauf achten, dass sie nicht ins Gesicht hängen und die betroffenen Hautstellen berühren.

 

Anschließend solltest Du Dein Gesicht mit Produkten pflegen, die Fruchtsäure (wie Salicylsäure oder Milchsäure) enthalten, denn diese unterstützen die Behandlung von Akne sehr gut. Feuchtigkeitscremes, Sonnenschutz und Kosmetika sollten auf Wasserbasis sein, da fett- oder ölhaltige Cremes und Kosmetika die Poren verstopfen und so die Akne noch fördern und verschlechtern können. Bei einer leichten Form der Akne können auch rezeptfreie Pflegeserien aus der Apotheke sehr hilfreich sein. Lass Dich am besten von einem Apotheker aufklären und beraten, welches Produkt für Deine Haut am besten in Frage kommen könnte.

Im Überblick:

  • Verwende die richtige Hautpflege (auf Wasserbasis)

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  • Drücke Pickel niemals selber aus

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  • Schütze Deine Haut vor Kälte & direkter Sonneneinstrahlung

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  • Achte auf eine gesunde & vitaminreiche Ernährung

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  • Trinke ausreichend Wasser

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  • Achte auf ausreichend Bewegung & vermeide Stress

Ganz wichtig ist, dass Du die bereits entstandenen Pickel nicht selber ausdrückst. Denn wenn Du die Pickel unprofessionell behandelst, können sie sich leicht entzünden und dies führt letztendlich zu einer gesteigerten Anregung des Wachstums neuer Mitesser. Der bessere Weg ist hier der Gang zu einem Kosmetiker. Dieser kann die Mitesser gut behandeln, bevor sie sich entzünden und Dich zudem bei der individuellen Hautpflege aufklären und beraten.
 
Außerdem solltest Du Deine Haut vor starker Kälte und direkter Sonneneinstrahlung schützen, denn beides kann die Akne langfristig verschlechtern und bereits erzielte Erfolge der Akne-Behandlung sogar rückgängig machen.
 
Auch ein gewisses Wohlbefinden spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Akne. Dazu gehört eine Ernährung mit gesunden, vitaminreichen Lebensmitteln, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und regelmäßige Bewegung. Versuche zudem, Stress und Aufregung zu vermeiden, denn nur wenn Du Dich körperlich und seelisch wohlfühlst, kann auch die Behandlung der Akne langfristig erfolgreich sein.

Welche Ernährung wirkt sich positiv auf Akne aus?

Akne - Welche Ernährung wirkt sich positiv auf Akne aus?

Bei der Behandlung von Akne spielt selbstverständlich auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Wissenschaftler gehen davon aus, dass vor allem Milchprodukte und eine hochglykämische Ernährung (also zuckerhaltige Speisen wie Schokolade, Honig oder fettige Speisen wie Chips) das Hautbild verschlechtern können.

Zucker fördert Akne durch die Ausschüttung von Insulin im Körper, welches einen Nährboden für Entzündungen liefert und die Produktion von männlichen Geschlechtshormonen, den Androgenen, fördert, die letztendlich zur übermäßigen Talgproduktion beitragen. Darüber hinaus steht Milch im Verdacht durch die beinhalteten Hormone zur Bildung von Akne beizutragen. Außerdem haben neuere Studien gezeigt, dass beispielsweise Milchproteinshakes, die vor allem Sportler gerne zum Aufbau von Muskelmasse nach dem Sport konsumieren, bei einer Neigung zu Akne das Hautbild noch weiter verschlimmern können.
 
Da diese Art der Ernährung allerdings nicht bei allen Menschen negative Auswirkungen auf das Hautbild zeigt, ist es bis heute nicht möglich, exakt zu bestimmen, bei wem die Ernährung einen Einfluss auf das Hautbild hat, und bei wem nicht. Dennoch empfiehlt es sich, dass Du während der Behandlung von Akne auf Deine Ernährung achtest. In diesem Sinne solltest Du Dich ausgewogen ernähren, für eine ausreichende Vitaminzufuhr sorgen und außerdem solltest Du allzu zuckerhaltige und fettreiche Nahrungsmittel meiden. Bestimmte Mikronährstoffe wie Zink und Vitamin A wirken entzündungshemmend und können demnach gegen die Infektionen von Mitessern hilfreich sein.

Akne - Zucker fördert Akne durch die Ausschüttung von Insulin im Körper

Welche Hausmittel helfen bei Akne?

Akne - Welche Hausmittel helfen bei Akne?

Mittlerweile haben sich auch unterschiedliche Hausmittel wie Heilerde, Teebaumöl oder Salbeiöl als hilfreich erwiesen, die die Behandlung von Akne oft sehr gut unterstützen können.

Das bekannteste Hausmittel gegen Akne ist die Heilerde. Bei einer Akne-Behandlung kommt sie häufig in Ergänzung zu einer bestehenden medikamentösen Therapie zum Einsatz. Sie ist als fertige Paste oder auch als Pulver erhältlich, das die Patienten mit Wasser anrühren müssen, bevor sie es auf die Haut auftragen. Nach dem Auftragen auf die Haut sollten die Betroffenen die Heilerde so lange einwirken lassen, bis sie vollständig getrocknet ist. Während des Vorgangs befreit die Heilerde die Haut von Fett, Talg und überschüssigen Hautschuppen und regt zu einer vermehrten Durchblutung an. Andererseits ist aber zu beachten, dass die Heilerde die Haut auch stark austrocknet. Deshalb sollten Menschen mit empfindlicher und von Natur aus trockener Haut das Gesicht nach der Behandlung mit der Heilerde unbedingt gut eincremen, um einer potenziellen Austrocknung entgegenzusteuern.
Teebaumöl ist ein natürliches, ätherisches Öl aus dem Teebaum, das antibakteriell wirkt. Im Rahmen einer Akne-Behandlung sollten es die Betroffenen direkt auf die entzündeten oder geröteten Hautstellen auftragen, um eine Besserung zu erzielen. Der Nachteil des Teebaumöls ist allerdings der intensive Geruch des Öls und die Tatsache, dass er die Haut unter gewissen Umständen stark reizen kann.
 
Auch das Salbeiöl wirkt sehr gut gegen die Bakterien, die an den Hautentzündungen beteiligt sind. Im Rahmen der Akne-Behandlung kannst Du zehn Teile Olivenöl mit einem Teil Salbeiöl vermischen und einige Tropfen dieser Mischung auf einen Wattebausch geben und damit die entzündeten Stellen betupfen. Um eine positive Wirkung zu erzielen, müssen die Patienten das Ganze mehrmals täglich wiederholen.
 
Außerdem wirkt sich auch ein Kamillendampfbad, das sonst auch bei Erkältungskrankheiten zum Einsatz kommt, positiv auf die betroffene Haut aus, denn es öffnet die Poren und wirkt entzündungshemmend (eine ähnliche Wirkung hat auch Hamamelis).
 
Häufig hilft auch Zink gegen Akne, genauer gesagt das Zinkoxid. Das Zinkoxid wirkt desinfizierend und ist entweder als Salbe oder in Tablettenform erhältlich. Auch hierbei ist zu beachten, dass die Zinksalben stark austrocknend wirken, deshalb müssen vor allem Betroffene mit einer von Natur aus trockener Haut dem Gesicht im Nachhinein viel Feuchtigkeit spenden. Bei Zink in Tablettenform besteht die Gefahr, im Körper einen Zinküberschuss hervorzurufen. Zink verdrängt nämlich andere Mineralien und kann letztendlich schwerwiegende Nebenwirkungen hervorrufen. Deshalb solltest Du dies immer zuerst mit Deinem Arzt absprechen, wenn Du Dich für die Einnahme von Zinktabletten entscheiden solltest.

Darüber hinaus kommt oft auch Homöopathie in der Akne-Behandlung zum Einsatz, auch wenn Studien bisher noch keinen eindeutigen Beweis für eine Wirksamkeit liefern konnten. Dabei finden vor allem Schüssler Salze häufig Anwendung, von denen mindestens zwölf speziell gegen schlechte Haut wirken sollen. Bevor Du Dich für diese Methoden entscheidest, ist es jedoch ratsam, dass Du dies mit Deinem Arzt besprichst.

Akne - Das bekannteste Hausmittel gegen Akne ist die Heilerde

Wie lange dauert die Heilung bei Akne?

Akne - Wie lange dauert die Heilung bei Akne?

In den meisten Fällen heilt die Akne bis zum 25. Lebensjahr von allein wieder ab. Allerdings kann sie in manchen Fällen auch länger bestehen bleiben. Dabei spielen Stress und eine gewisse psychische Belastung eine große Rolle, denn sie können den Krankheitsverlauf stark beeinflussen. So kann es bis ins hohe Alter in akuten Stresssituationen zu einem erneuten Ausbruch der Akne kommen (Acne tarda).

Im Prinzip gilt aber, dass eine frühzeitige Diagnose notwendig ist, damit es zu einer positiven Beeinflussung des Krankheitsverlaufs kommt. Denn Akne bedarf in den meisten Fällen einer medizinischen Behandlung. Je nachdem für welche Behandlungsform der Patient infrage kommt, sind erste Anzeichen der Besserung frühestens in sechs bis acht Wochen zu erwarten. Die Patienten müssen also viel Zeit in die Therapie investieren und vor allem viel Geduld haben.

Welche Folgen und Auswirkungen hat Akne auf Betroffene?

Akne lässt sich heutzutage gut behandeln, dennoch kann die Hauterkrankung für Betroffene auch schwerwiegende Folgen haben. Dazu gehören zum einen die Bildung von tiefen Narben. In dieser Hinsicht ist es wichtig zu erwähnen, dass diese sich nicht immer vorbeugen lassen. Allerdings ist es in jedem Fall hilfreich, dass der Betroffene die Pickel und Mitesser nicht selber ausdrückt, denn dadurch entstehen meist „selbstgemachte“ Entzündungsherde der Haut, die oft Narben hinterlassen können.
Zum anderen leiden viele der Patienten an einem verminderten Selbstwertgefühl, da die Krankheit äußerlich zu sehen ist. Da die seelische Belastung vor allem bei Jugendlichen sehr hoch ist, ist es wichtig, dass die Betroffenen gegen Vorurteile ankämpfen und bei Bedarf eine psychologische Betreuung in Anspruch nehmen.

Akne - Welche Folgen und Auswirkungen hat Akne auf Betroffene?

Wie werden Aknenarben behandelt?

Nach schweren Fällen von Akne oder nach einer unprofessionellen Behandlung der Hauterkrankung bilden sich oft Aknenarben. Sie entstehen meist im Gesicht und können das Alltagsleben des Betroffenen stark beeinflussen, denn unbehandelt können sie eine lebenslange Belastung darstellen. Je nach Größe, Form und Lage der Aknenarben am Körper kommen unterschiedliche Methoden zu ihrer Entfernung zum Einsatz. Zu den Therapiemöglichkeiten von Aknenarben gehören unter anderem die Lasertherapie, die chirurgische Narbenkorrektur, die Vereisungsbehandlung, die Schleifbehandlung, das chemische Peeling, die Dermabrasion, die Mikrodermabrasion, die Unterspritzung mit Kortison sowie das Injizieren von Kollagen.
 
Im Rahmen einer Narbenkorrektur beseitigt der Chirurg mit einer speziellen Schnitttechnik das überschüssige Gewebe, legt die Wundränder eng aneinander an und vernäht sie miteinander. Allerdings ist dabei nicht auszuschließen, dass dabei ebenfalls eine, wenn auch viel kleinere, Narbe zurückbleibt. Deshalb führt der Arzt eine chirurgische Narbenkorrektur nur bei eher großen Aknenarben durch.
 
In der Regel führt die Behandlungsmethoden ein Dermatologe oder ein plastischer Chirurg durch. Behandelt der Facharzt sehr große Aknenarben, so kann je nach Verfahren manchmal ein stationärer Aufenthalt im Krankenhaus notwendig sein. In der Regel erfolgt die Behandlung der Aknenarben jedoch ambulant und meist im Rahmen von mehreren Sitzungen. Je nach Behandlungsmethode ist eine aufwendige Nachsorge nötig – wie zum Beispiel bei chirurgischen Narbenkorrekturen, bei Vereisungsbehandlungen oder bei der Lasertherapie. Der Patient kann nach der Behandlung demnach für ein paar Tage im Berufs- und Privatleben ausfallen.

Dr. med. Kaan Harmankaya

Aknenarben lassen sich verhindern, wenn bereits sehr früh mit einer speziellen medizinischen Aknetherapie begonnen wird. Ein Appell an Eltern von Jugendlichen: Leidet Ihr Kind unter Akne, sollten Sie mit ihm so bald wie möglich einen Dermatologen aufsuchen, um eine passende ärztliche Therapie durchführen zu lassen. Wenn Aknenarben einmal da sind, ist es viel schwieriger, diese wieder loszuwerden.

Dr. med. Kaan Harmankaya

Was sind die Ursachen für Akne?

Akne - Was sind die Ursachen für Akne?

Akne kann verschiedenste Ursachen haben. In den meisten Fällen ist die Akne hormonell bedingt. Hierbei gelten die männlichen Geschlechtshormone, die sogenannten Androgene mit dem Hauptvertreter Testosteron, als Verursacher der Hauterkrankung. Diese Androgene produzieren nicht nur Männer, sondern in geringem Maße auch Frauen, vor allem während der Pubertät. Hier erklärt sich auch der Grund, wieso Männer stärker von Akne vulgaris betroffen sind – einfach, weil bei ihnen Testosteron in größerer Menge vorkommt.

Diese Androgene regen die Talgdrüsen der Haut zu einer vermehrten Talgproduktion an. Im Normalfall kommt es zu einer Abgabe des Talgs über die Poren in der Haut. Während einer hormonellen Umstellung in der Pubertät nimmt aber auch die Produktion von Hornmaterial in der Haut zu. Dies führt schließlich dazu, dass sich die Ausführungsgänge verschließen. Dadurch staut sich der Talg unter der Hautoberfläche und es entstehen sogenannte geschlossene Mitesser, in denen sich der weißlich aussehende Talg ergießen kann. Mit der Zeit reißt die Haut am Ausführungsgang irgendwann letztendlich auf und der Mitesser färbt sich durch den Kontakt mit dem Luftsauerstoff schwarz. Aufgrund des Talgs in den Mitessern kommen schließlich auch Bakterien hinzu, die den Talg zersetzen und Spaltprodukte produzieren, die die Entzündungsreaktionen fördern und die Bildung neuer Mitesser anregen.

Dr. med. Kaan Harmankaya

Die Ursache für den Ausbruch der Akne liegen meist in einer Veränderung des Hormonhaushaltes, wie beispielsweise in der Pubertät, während einer Schwangerschaft oder während den Wechseljahren. Aber auch Die Einnahme von hormonhaltigen Medikamenten kann zu Akne führen.

Dr. med. Kaan Harmankaya

Was beeinflusst eine hormonelle Akne?

Wie der Name schon andeutet, spielen bei der hormonellen Akne Hormone eine große Rolle. Diese Form der Akne entsteht aufgrund hormoneller Veränderungen im Körper – das heißt zum Beispiel in der Pubertät, nach dem Absetzen der Anti-Baby-Pille zur Verhütung, während einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. Aber auch während der Menstruation, wenn die Haut verstärkt fettig ist, kommt es bei Frauen oft zu einem Ausbruch von Akne.

 

Bei der hormonellen Akne scheinen die männlichen Sexualhormone, die Androgene, die Hauptverursacher zu sein. Doch auch Insulin und Wachstumshormone regen das Zellwachstum an und fördern die Talgproduktion des Körpers, was wiederum zu Verstopfungen in den Poren führt und Akne verursacht.
Um festzustellen, ob die Betroffenen auch tatsächlich unter einer hormonellen Akne leiden, gibt es spezielle Hormontests beim Hautarzt.

Akne - Was beeinflusst eine hormonelle Akne?

Welche Rolle spielt Akne in der Schwangerschaft?

Gerade in dem ersten Schwangerschaftsdrittel klagen Frauen häufig über unreine Hautveränderungen. Über 40 Prozent aller schwangeren Frauen leiden in diesem Zeitraum unter vermehrter Pickelbildung. Die Ursache liegt in der kompletten Umstellung des Hormonhaushalts der werdenden Mütter. Durch den veränderten Stoffwechsel produziert der Körper vermehrt Androgene, also die männlichen Geschlechtshormone, die die Talgproduktion der Haut verstärken. Im Normalfall halten die Talgdrüsen die Haut weich und geschmeidig, während der Schwangerschaft kann es jedoch zu einer Überproduktion und zu einer darauffolgenden Verstopfung der Poren kommen, wodurch sich Schweiß und jegliche Verschmutzungen nicht ableiten können und Hautunreinheiten entstehen. Das Ergebnis sind schließlich Mitesser und Pickel vor allem am Anfang der Schwangerschaft.

Wie entsteht die sogenannte Altersakne?

Die sogenannte Altersakne kann verschiedene Gründe haben und ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Zum einen hängt dieses Phänomen mit einer genetischen Veranlagung zusammen. Zum anderen kann aber auch der Hormonhaushalt ausschlaggebend sein. Dazu zählen auch Faktoren wie das Absetzen der Anti-Baby-Pille zur Verhütung, die Menstruation beziehungsweise der Anfang der Wechseljahre. Denn durch die Veränderungen im Hormonhaushalt steigt die Wahrscheinlichkeit von Hautverunreinigungen. Solltest Du erste Anzeichen von Altersakne verspüren, dann zweifle nicht und lass Dich von Deinem Hautarzt beraten, um eine passende Möglichkeit der Behandlung für Dich zu finden.

Welche Risikofaktoren lösen Akne aus?

Akne - Welche Risikofaktoren lösen Akne aus?

Nicht nur Hormone sind für die Entstehung der Akne verantwortlich, sondern auch zahlreiche weitere Risikofaktoren. Studien zeigen, dass eine erbliche Veranlagung, eine starke psychische Belastung sowie Stress die Entstehung der Hauterkrankung begünstigen können.

Darüber hinaus können Fette in Kosmetikprodukten, Inhaltsstoffe von Medikamenten und bestimmte Nahrungsmittel die Talgproduktion anregen oder zu einer Verstopfung der Ausführungsgänge beitragen. Medikamente, die eine Akne hervorrufen können, sind unter anderem Kortikosteroide (=Kortison), Anabolika, Adrenocorticotropin (ACTH), bestimmte Psychopharmaka, Schlaf- und Beruhigungsmittel, die Brom enthalten, Neuroleptika (=Medikamente gegen verschiedene psychische Erkrankungen), Halogene als Desinfektionsmittel, Antibiotika, die Vitamine B2, B6 und B12 sowie bestimmte Arzneimittel zur Krebsbehandlung (EGF-Rezeptoragonisten).
 
Bei manchen Menschen kann darüber hinaus auch die Ernährung die Entstehung von Akne begünstigen. Diesbezüglich haben vor allem sehr fettreiche Nahrungsmittel sowie Schokolade einen schlechten Ruf. Allerdings konnten Experten bisher noch keinen Zusammenhang nachweisen. Verschiedene Faktoren wie Feuchtigkeit, Zigarettenrauch und das Kratzen an den bereits entstandenen Pickeln können die Symptome noch weiter verschlimmern.

Akne - Wie kann ich Akne vorbeugen?

Wie kann ich Akne vorbeugen?

Um Akne vorzubeugen, müssen die Betroffenen darauf achten, dass sie ihre Haut täglich und typgerecht reinigen. Dazu eignet sich zum Beispiel ein sanfter Cleansing-Schaum oder Waschgel. Noch effektiver wirken verschiedene Peelings, denn diese lösen alte Hautschüppchen und lassen den Talg leichter aus den Poren fließen. Außerdem ist zu beachten, dass ein hoher Kalkgehalt im Wasser kontraproduktiv sein kann – sollte Dein Leitungswasser also viel Kalk enthalten, so solltest Du eher Reinigungsprodukte verwenden, die auch ohne Wasser auskommen. Gegen die Mitesser solltest Du außerdem höchst sorgfältig und äußerst gründlich vorgehen, denn in den kleinen Talgansammlungen mit abgestorbenen Zellen vermehren sich Bakterien, woraufhin sich die Haut entzündet, die Poren sich verstopfen und eine ideale Basis für Pickel entsteht. Deshalb wirken auch Methoden wie chemische und mechanische Peelings, die Mikrodermabrasion oder das Hydrafacial vorbeugend. Für zu Hause empfehlen sich aber auch schon gewöhnliche Peelings, die Du regelmäßig anwenden solltest.

Was kostet die Behandlung von Akne?

Akne - Kosten

Je nachdem, für welche Möglichkeit der Therapie sich der Patient entscheidet, variieren dementsprechend auch die damit verbundenen Kosten. Die Kosten einer kosmetischen Akne-Behandlung bewegen sich im Endeffekt zwischen ungefähr vierzig Euro für eine einmalige Gesichtsreinigung bis hin zu über Tausend Euro für eine Therapie, bei der der Experte die Hauterkrankung in mehreren Sitzungen behandelt oder sogar großflächige, tiefe Narben beseitigt.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung von Akne?

In der Regel übernehmen die Sozialversicherungsträger die Kosten der Behandlung von Akne. Allerdings empfehlen wir Dir, Dich zuvor bei Deiner Krankenkasse zu informieren und abzuklären, inwieweit sie die Kosten übernimmt. Denn eventuell kann es passieren, dass die Krankenkasse nicht alle Kosten decken und Du entweder die komplette Behandlung oder zumindest Teile davon selber zahlen musst, denn rein kosmetische Behandlungen übernimmt die Krankenkasse beispielsweise nicht.

 


Über den Autor: Dr. med. Benjamin Gehl

Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie


Als Facharzt für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie liegt die Leidenschaft von Dr. Gehl schon immer im Bereich der medizinischen Contentproduktion.

Aufgrund seiner Ausbildung, einer langjährigen Einsatzzeit in der rekonstruktiven und plastischen Chirurgie, sowie zahlreichen Auslandseinsätzen in Indien, Afrika und Amerika weiß er, welche Techniken und Behandlungen für medizinische Indikationen international Anwendung finden und State of the art sind.

Weiterhin beschäftigt er sich täglich mit neuen Trends und Techniken in der operativen und nicht-operativen Chirurgie. Fortbildungen sowie Studien zählen genauso zu seiner Leidenschaft wie die Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten zu den neuesten fachspezifischen Themen.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Akne ist eine vorwiegend in der Pubertät auftretende Hauterkrankung, bei der sich der Ausführungskanal einer Talgdrüse in der Haut durch Verhornung oder eine übermäßige Talgproduktion verstopft und sich dadurch Pickel, Mitesser oder Pusteln bilden.


Die unreine Haut bildet sich vorwiegend im Gesicht, und zwar an der Stirn, am Kinn und am Nasenrücken, jedoch kann Akne aber auch am Rücken, im Dekolleté oder an den Wangen entstehen.


Die Ursachen sind vielfältig, allerdings ist häufig eine hormonelle Umstellung der Grund für die Entstehung der Hautkrankheit.


In der Regel übernimmt die Krankenkasse die anfallenden Kosten einer Behandlung von Akne, jedoch ist es ratsam, sich bei dem eigenen Sozialversicherungsträger zu informieren, inwieweit dieser die Kosten der Therapie deckt oder nicht.

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