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MOOCI Ästhetische Dermatologie Niacinamid
Niacinamid

Niacinamid

Niacinamid ist ein vielseitiger Hautwirkstoff, der Poren verfeinert, Rötungen mindert und die Hautbarriere stärkt.

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Niacinamid, auch bekannt als Vitamin B3 oder Nicotinamid, ist einer der vielseitigsten Wirkstoffe in der Hautpflege. Er kann gleichzeitig bei mehreren Hautthemen ansetzen und lässt sich deshalb gut in viele Routinen integrieren. Der Wirkstoff kann helfen, die Haut zu beruhigen, die Hautbarriere zu stärken, Unreinheiten zu reduzieren und den Hautton gleichmäßiger wirken zu lassen. Gerade weil Niacinamid als gut verträglich gilt, eignet er sich auch für empfindlichere Hauttypen.

Niacinamid Vitamin B3 Serum Hautpflege

Wirkstoff Icon

Was ist Niacinamid?

Niacinamid, auch Nicotinamid genannt, ist eine Form von Vitamin B3 und ein wasserlöslicher Wirkstoff. Er beeinflusst unter anderem die Talgproduktion, stärkt die Hautbarriere und kann dazu beitragen, Pigmentflecken und Rötungen zu reduzieren. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Niacinamid frei in kosmetischen Produkten erhältlich, häufig in Seren oder Cremes in Konzentrationen zwischen zwei und zehn Prozent. Für die meisten Hauttypen liegt der sinnvolle Bereich bei etwa fünf bis zehn Prozent.

Wie wirkt Niacinamid auf der Haut?

Hautbarriere Icon

Stärkung der Hautbarriere

Ein wichtiger Effekt von Niacinamid ist die Unterstützung der Hautbarriere. Der Wirkstoff regt die Bildung von Hautlipiden an, vor allem von Ceramiden. Diese sind entscheidend dafür, dass Deine Haut Feuchtigkeit speichern kann und besser vor äußeren Einflüssen geschützt ist. Wenn die Hautbarriere gestärkt ist, verliert die Haut weniger Feuchtigkeit und reagiert insgesamt weniger empfindlich.

Pigment Icon

Wirkung auf Poren, Pigmentflecken und Rötungen

Niacinamid kann die Talgproduktion der Haut regulieren. Wenn weniger überschüssiger Talg produziert wird, wirken Poren oft weniger sichtbar. Außerdem beeinflusst Niacinamid den Transport von Pigment innerhalb der Haut, wodurch dunklere Stellen nach und nach heller wirken können. Der Wirkstoff hat auch eine entzündungshemmende Wirkung – er kann Rötungen reduzieren und die Haut beruhigen. Besonders relevant ist das bei unreiner Haut, sensibler Haut oder bei Neigung zu Rötungen und Rosacea.

Wofür wird Niacinamid eingesetzt?

Ölige Haut und vergrößerte Poren

Niacinamid kann die Talgproduktion regulieren, wodurch die Haut weniger fettig wirkt und Poren mit der Zeit feiner erscheinen. Dieser Effekt entwickelt sich nicht sofort, sondern zeigt sich meist erst nach einigen Wochen regelmäßiger Anwendung.

Unreinheiten und Akne

Auch bei unreiner Haut kann Niacinamid unterstützen. Der Wirkstoff wirkt entzündungshemmend und kann helfen, Rötungen zu reduzieren und das Hautbild zu beruhigen. Besonders in Kombination mit Retinol oder Azelainsäure lässt sich dieser Effekt oft verstärken.

Hyperpigmentierung und ungleichmäßiger Hautton

Niacinamid kann den Transport von Pigment in der Haut beeinflussen, sodass Pigmentflecken mit der Zeit weniger sichtbar wirken. Gerade bei empfindlicher Haut ist das ein Vorteil gegenüber stärkeren Wirkstoffen. Für intensive Hyperpigmentierungen kann ergänzend ein professionelles Verfahren wie der IPL-Laser oder der Pikosekundenlaser sinnvoll sein.

Empfindliche Haut und Rosacea

Niacinamid eignet sich auch für empfindliche oder reaktive Haut und kann bei Rötungen oder Hautzuständen wie Rosacea unterstützend eingesetzt werden, ohne die Haut zusätzlich zu reizen. Ergänzend kann auch Couperose durch regelmäßige Anwendung von Niacinamid positiv beeinflusst werden.

Niacinamid und Hautalterung

Niacinamid unterstützt die Hautstruktur und hilft, die Haut widerstandsfähiger zu machen. Dadurch kann die Haut glatter wirken und feine Linien erscheinen weniger ausgeprägt. In Kombination mit Wirkstoffen wie Retinol wird dieser Effekt oft noch verstärkt. Für intensivere Regeneration eignen sich ergänzend auch Behandlungen mit Polynukleotiden oder Exosomen. Auch Kupferpeptide (GHK-Cu) lassen sich gut mit Niacinamid kombinieren, da sie die Kollagensynthese und Wundheilung unterstützen.

Niacinamid Wirkung Hautbarriere Poren Pigmentflecken

Wie wird Niacinamid angewendet?

Niacinamid lässt sich unkompliziert in die tägliche Hautpflege integrieren. Nach der Reinigung wird der Wirkstoff meist als Serum aufgetragen, entweder auf leicht feuchte oder trockene Haut. In der Reihenfolge gehört Niacinamid zu den leichteren Schritten – nach Toner oder Essence und vor reichhaltigeren Cremes oder Ölen. Die Anwendung ist ein- bis zweimal täglich möglich. Da Niacinamid nicht lichtempfindlich ist, kannst Du ihn flexibel einsetzen. Wenn Du ihn gegen Pigmentflecken verwendest, ist tagsüber Sonnenschutz wichtig.

Erste Ergebnisse zeigen sich meist nach etwa vier bis acht Wochen. Für eine sichtbare und stabile Verbesserung ist eine regelmäßige Anwendung über mehrere Monate sinnvoll.

Kann Niacinamid mit anderen Wirkstoffen kombiniert werden?

Niacinamid ist einer der unkompliziertesten Wirkstoffe, wenn es um Kombinationen geht. Besonders sinnvoll sind Kombinationen mit Azelainsäure bei Unreinheiten und Pigmentflecken oder mit Retinol, da Niacinamid helfen kann, mögliche Reizungen abzumildern. Auch in Kombination mit Hyaluronsäure funktioniert er gut, da die Haut gleichzeitig mit Feuchtigkeit versorgt wird. Vitamin C kann ebenfalls kombiniert werden.

Was kostet Niacinamid?

Niacinamid-Produkte sind in der DACH-Region sehr breit verfügbar und bereits für unter 15 Euro erhältlich. Hochwertigere Seren mit zusätzlichen Wirkstoffen können zwischen 30 und 80 Euro kosten. Da Niacinamid frei erhältlich ist, entstehen keine Rezeptkosten.

Niacinamid Serum tägliche Anwendung Hautpflege

Für wen eignet sich Niacinamid?

Niacinamid ist ein sehr vielseitiger Wirkstoff und für die meisten Hauttypen geeignet. Besonders sinnvoll ist er bei öliger oder Mischhaut, bei unreiner Haut, bei Rötungen oder empfindlicher Haut sowie bei einem ungleichmäßigen Hautton. Auch bei ersten Anzeichen von Hautalterung kann er unterstützend wirken. Durch seine gute Verträglichkeit wird Niacinamid oft auch bei sensibler Haut eingesetzt. In vielen Fällen gilt er auch während Schwangerschaft und Stillzeit als unproblematisch.

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Häufige Fragen

Was bewirkt Niacinamid für die Haut?
Niacinamid stärkt die Hautbarriere, hilft dabei, Feuchtigkeit besser zu speichern, und kann Rötungen sowie Unreinheiten reduzieren. Außerdem kann er dazu beitragen, dass Poren feiner wirken und der Hautton gleichmäßiger erscheint.
Welche Konzentration ist sinnvoll?
Für die meisten Hauttypen sind Konzentrationen zwischen fünf und zehn Prozent gut geeignet. Niedrigere Konzentrationen sind oft besonders gut verträglich.
Kann man Niacinamid täglich verwenden?
Ja, Niacinamid kann problemlos täglich angewendet werden, sowohl morgens als auch abends. Der Wirkstoff ist nicht lichtempfindlich.
Kann man Niacinamid mit anderen Wirkstoffen kombinieren?
Niacinamid lässt sich gut mit den meisten Wirkstoffen kombinieren. Besonders sinnvoll sind Kombinationen mit Azelainsäure oder Retinol.
Wann sieht man erste Ergebnisse?
Erste Veränderungen zeigen sich meist nach etwa vier bis acht Wochen. Für ein stabiles Ergebnis ist eine regelmäßige Anwendung über mehrere Monate wichtig.
Redaktionelle Verantwortung

Dieser Beitrag wurde von der internen MOOCI-Redaktion erstellt, inhaltlich geprüft und freigegeben. Bei der Recherche und Aufbereitung setzen wir auch KI-gestützte Werkzeuge ein; jeder Text wird vor der Veröffentlichung von unserer Redaktion fachlich gegengelesen. Die redaktionelle Verantwortung trägt Nadja Sukalia, Content Managerin bei MOOCI. Die medizinische Prüfung erfolgt durch Ärztinnen und Ärzte aus unserem Fachnetzwerk.

Dr. med. Kerstin Ortlechner

Dr. med. Kerstin Ortlechner

Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten

Dr. Kerstin Ortlechner ist Fachärztin für Dermatologie mit Zusatzkompetenzen in Allgemein-, Sport- und Notfallmedizin. Nach dem Medizinstudium in Innsbruck und der Facharztausbildung in der Dermatologie am KH Hietzing bei Univ.-Prof. Dr. Andreas Steiner sammelte sie prägende Erfahrungen u. a. bei Dr. Peter Caspari (Plastische Chirurgie, München) und David A. Colbert, M.D. (New York Dermatology Group). 2018 eröffnete sie ihre eigene Praxis in Wien. Ihr Schwerpunkt liegt auf moderner, natürlicher Anti-Aging-Medizin und hautärztlicher Prävention – mit hoher Präzision, Evidenz und einem Blick für Ästhetik.

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Dr. med. Kerstin Ortlechner
Letzte Aktualisierung: 11.09.2026

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