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Chemisches Peeling

Chemisches Peeling

Falten, Akne oder Narben können das Wohlbefinden spürbar beeinträchtigen, und genau hier setzt das chemische Peeling als nicht-invasive Methode der ästhetischen Medizin an.

Dauer
15-60 Minuten
Klinik
Max. eine Nacht
Ausfallzeit
Keine bis zwei Wochen
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Was ist ein chemisches Peeling?

Das chemische Peeling ist eine Form der Faltenbehandlung. Anders als bei mechanischen Peelings, die durch Schleifkörper abgestorbene Hautzellen entfernen, regen chemische Peelings die Hauterneuerung durch die enthaltenen Säuren an. Durch verschiedene Substanzen, die ein Experte auf die Haut aufträgt, sterben die obersten Hautschichten ab. Dies sorgt in weiterer Folge dafür, dass der Körper die alten Hautschichten durch neue ersetzt. Dadurch können – je nach Eindringtiefe der verwendeten Säure – kleine Fältchen, Falten, Akne, Sonnenschäden und Narben verschwinden. In den meisten Fällen wünschen sich Patienten eine Behandlung der Gesichtshaut, jedoch ist auch ein chemisches Peeling des Dekolletees, Rückens oder des Handrückens möglich.

Chemisches Peeling - Was ist ein chemisches Peeling?

Wie wirkt ein chemisches Peeling?

Der Name des chemischen Peelings ist Programm. Denn das Wort „Peeling“ kommt aus dem Englischen und kann mit abschälen übersetzt werden. Die verwendeten Säuren erzeugen eben diesen Effekt. Sie dringen in die Haut ein und sorgen dafür, dass die betroffenen Hautschichten abschilfern und sich anschließend regenerieren. Dies macht sich durch ein sichtbares Abschälen der Haut bemerkbar. In den meisten Fällen tritt dies ungefähr zwei bis drei Tage nach der Behandlung ein. Je nach Stärke der Säure dringt die Substanz in unterschiedlich tiefe Hautregionen ein. Bei oberflächlichen Peelings schält sich nur die oberste Hautschicht ab, weshalb die Hauterneuerung rasch abläuft. Hierbei vermindern sich jedoch nur oberflächliche Hautveränderungen wie leichte Akne oder oberflächliche Narben. Mitteltiefe Peelings oder tiefe Peelings brauchen mehrere Tage bis Wochen für eine vollständige Hautregeneration, helfen allerdings auch bei der Beseitigung tiefer Falten.

Wann kommt ein chemisches Peeling zum Einsatz?

Chemisches Peeling - Wann kommt ein chemisches Peeling zum Einsatz?

Für die Behandlung mit einem chemischen Peeling gibt es vielerlei Indikationen. Häufig leiden Betroffene unter Unreinheiten, Akne oder Narben, ältere Patienten wünschen sich hingegen meist eine Verminderung ihrer Falten und ein ebeneres Hautbild. Auch bei Sonnenschäden oder Pigmentflecken kann ein chemisches Peeling zu einem gleichmäßigen Teint verhelfen. Je nach individuellem Wunsch kann die Behandlung ausschließlich in verschiedenen Hautarealen und mit unterschiedlichen Säuren stattfinden.

Welche Formen des chemischen Peelings gibt es?

Chemisches Peeling - Welche Formen des chemischen Peelings gibt es?

Wie bereits erwähnt teilt der Experte chemische Peelings in oberflächlich, mitteltief oder tief wirksam ein. Diese unterscheiden sich in ihrer Eindringtiefe und demnach auch in ihrem Einsatzgebiet.

Je nach Zusammensetzung der angewandten Säure penetriert das chemische Peeling unterschiedliche Hautschichten. Der Mediziner teilt die Haut nämlich grob in drei Schichten: die Oberhaut oder Epidermis, die Lederhaut oder Dermis und die Unterhaut oder Subkutis.

 

Die Epidermis ist die dünnste der Hautschichten und besteht zu einem Großteil aus bereits abgestorbenen Zellen, die eine Hornschicht bilden. In der Regel ist sie 0,1 Millimeter dick, was ungefähr der Dicke eines Blatt Papiers entspricht. An der Handinnenfläche und der Fußsohle kann die Hornschicht allerdings bis zu fünf Millimeter betragen. Talgdrüsen, Haarwurzeln, Gefäße und Nerven befinden sich in der Dermis, die aus straffem Bindegewebe besteht. Die Subcutis besteht aus lockerem Bindegewebe und eingelagertem Fett. Sie sorgt unter anderem für die wärmeregulierende Funktion der Haut.

Kommen oberflächliche Peelings zum Einsatz, lösen sie nur die abgestorbenen Hautzellen der Epidermis ab und sorgen dadurch für ein reineres Hautbild. Diese Eindringtiefe ist besonders bei leichter Akne, flachen Aknenarben, kleineren Fältchen oder unregelmäßiger Pigmentierung empfohlen. In diesen Bereich fallen – je nach verwendeter Säurekonzentration – AHA- oder BHA-Peelings. Retinol-Peelings stellen eine Zwischenstufe zwischen oberflächlichen und mittleren Peelings dar. Denn das hoch konzentrierte Vitamin A sorgt für einen schälenden Effekt in der Epidermis, dringt allerdings weiter in die Dermis ein, um dort die Kollagensynthese anzuregen.

Mitteltiefe Peelings durchdringen bereits die gesamte Epidermis und erreichen ihre maximale Eindringtiefe in der oberflächlichen Schicht der Dermis (ungefähr 0,45 Millimeter tief). Typischerweise verwendet der Dermatologe hierfür Trichloressigsäure-Peelings. Diese sind beliebt im Kampf gegen stärkere Akne und tiefere Narben. Ebenso erzeugt ein mittleres Peeling eine deutlichere Hautverjüngung und kann dementsprechend faltenmildernd wirken.

Tiefe Peelings mit Phenol sind in Europa noch nicht so verbreitet wie beispielsweise in den USA. Dennoch erfreuen sie sich auch in unseren Breitengraden immer größerer Beliebtheit. Hierbei sorgen Phenol-Lösungen für ein Eindringen bis in die tiefe Dermis und regen dadurch die Hauterneuerung an. Diese Methode ist die aggressivste und geht mit einer mehrere Monate dauernden Heilung einher. Allerdings sind die Resultate der Phenol-Peelings oftmals mit denen eines Facelifts zu vergleichen; selbst tief sitzende Falten bügelt das Phenol aus. Doch mit der Eindringtiefe und der Aggressivität des Phenols sind auch ein höheres Komplikationsrisiko, vermehrte Schmerzen und eine längere Regenerationsdauer verbunden. Aufgrund der starken Schmerzen während der Behandlung erfolgen tiefe Peelings oftmals in einem Dämmerschlaf. Da tiefe Peelings eine intensivere Nachbehandlung bedürfen, verbringen die Patienten meist eine Nacht in der Klinik, wo am Tag nach der Behandlung ein Verbandswechsel stattfindet.

Chemisches Peeling - Was ist ein BHA-Peeling?

Was ist ein BHA-Peeling?

Beta-Hydroxysäure-Peelings enthalten die sogenannte Salicylsäure. Diese ist nah verwandt mit der Acetylsalicylsäure, also dem Wirkstoff von Aspirin, weshalb diese Peeling-Art bei einer Aspirinunverträglichkeit keine Anwendung finden sollte. Verträgt ein Patient diesen Wirkstoff allerdings gut, kann ein BHA-Peeling Hautunreinheiten, Akne, oberflächliche Narben oder kleine Fältchen verbessern. Die Beta-Hydroxysäure ist außerdem besonders fettliebend, weshalb sie vor allem die mit fettigem Talg verstopften Poren reinigen kann. Gleichzeitig ist die BHA entzündungshemmend, weshalb Behandelte seltener Hautirritationen als beispielsweise bei Fruchtsäurepeelings erleben.


Was versteht die Medizin unter einem AHA-Peeling?

Die Gruppe der Alpha-Hydroxysäure-Peelings beinhaltet Behandlungen mit Fruchtsäuren wie beispielsweise Zitronen- oder Glykolsäure, Mandelsäure oder Milchsäure. Sie zählen ebenfalls zu den oberflächlichen Peelings, können aber von einem Dermatologen auch in höheren Konzentrationen Anwendung finden und dadurch etwas tiefer in die Haut eindringen. Je nach der individuellen Situation passt der behandelnde Experte die Konzentration und auch die eingesetzte Säure oder Säurenkombination an. Ein AHA-Peeling hat ähnliche Effekte wie eine BHA-Behandlung, weshalb sich auch die Einsatzgebiete überlappen.


Was ist ein TCA-Peeling?

TCA steht für Trichloressigsäure und bezeichnet den Wirkstoff des oberflächlich bis mitteltief wirksamen Peelings. Die Eindringtiefe hängt hierbei stark von der eingesetzten Konzentration ab. Bei einer TCA-Konzentration von 10 bis 15 Prozent erwartet der Experte nur einen oberflächlichen Schäl-Effekt, während eine 30 bis 35-prozentige Lösung bereits die Dermis erreicht. Dementsprechend ist das TCA-Peeling aggressiver als die zuvor genannten AHA- oder BHA-Behandlungen und sollte daher nur von ausgebildeten Ärzten durchgeführt werden. Aufgrund der mitteltiefen Wirkung hilft das TCA-Peeling bei der Faltenreduktion und auch der optischen Verbesserung von Aknenarben.


Was ist das Besondere bei einem Fruchtsäurepeeling?

Fruchtsäurepeelings, also Behandlungen mit einigen Vertretern der AHA-Gruppe, erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Dies ist nicht zuletzt auf die guten Ergebnisse der nicht-invasiven Behandlung zurückzuführen. Das Besondere an der Fruchtsäure ist nämlich, dass sie nicht nur die oberste Hautschicht zur Erneuerung anregt, sondern auch in der Dermis peelende Effekte hat. Dort fördert sie die Zellteilung und stimuliert dadurch die Bildung neuer Zellen. Als ein Resultat davon verdickt sich die Epidermis und die Haut kann Flüssigkeiten besser speichern. Dadurch wirkt das Gesicht frischer und die Haut elastischer. Weiters stimuliert die Fruchtsäure die Kollagenbildung, was sich positiv auf Falten auswirkt. Ein weiterer Vorteil der Fruchtsäurepeelings ist die nebenwirkungsarme Anwendung. Narben oder bleibende Pigmentflecken entstehen bei dieser Peeling-Art nämlich so gut wie nie.

Chemisches Peeling - Was ist das Besondere bei einem Fruchtsäurepeeling? KI-generiertes Bild

Für wen ist ein chemisches Peeling geeignet?

Ein chemisches Peeling ist grundsätzlich für die Leute geeignet, die Hautunreinheiten, leichte Narben, Pigmentunregelmäßigkeiten, Sonnenschäden oder erste Hautalterungszeichen behandeln lassen wollen. Oberflächliche Peelings sind in der Regel nebenwirkungsärmer als tiefere, weshalb selten etwas gegen diese Behandlung spricht, gleichzeitig ist jedoch auch das Anwendungsgebiet oberflächlicher Peelings begrenzt. Extreme Hautveränderungen, wie sie durch Phenol-Peelings erreichbar sind, sind hierbei zudem nicht zu erwarten.

Wann ist ein chemisches Peeling nicht zu empfehlen?

Sind Unverträglichkeiten gegenüber Kosmetika oder eine sehr empfindliche Haut bekannt, sollte eine Säure-Behandlung nur nach Absprache mit einem Spezialisten erfolgen. Leidet ein Patient unter erweiterten Äderchen im Gesichtsbereich (Couperose), ist ebenfalls Vorsicht geboten, da es zu Blutungen kommen kann. In jedem Falle sind Peelings bei Personen mit akuten Entzündungen im zu behandelnden Hautareal nicht zu empfehlen, dazu zählen unter anderem Fieberblasen, infektiöse Hautausschläge oder Viruswarzen. Oberflächliche Peelings sind in der Regel für alle Hauttypen geeignet, wenn sie nicht zu hoch dosiert sind. Mittlere oder tiefe Peelings sind bei dunkleren Teints nicht empfohlen, da das Risiko für folgende Pigmentstörungen erhöht ist. Auch Schwangere und Stillende sollten die Finger von den tieferen Peelings lassen, ebenso wie Patienten mit verstärkter Narbenbildung. Bei den tiefen Phenol-Peelings muss der behandelnde Arzt ausschließen, dass seine Patienten unter Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) leiden, da dies das Risiko einer Infektion erhöht. Auch schwere Nieren-, Leber- und Herzerkrankungen bedeuten, dass ein tiefes Peeling nicht durchführbar ist. Dasselbe gilt für die Einnahme von Antibiotika, Ciscutan oder anderen Medikamenten – Dein Arzt wird Dich im Vorfeld genau darüber aufklären, ob und welches Peeling bei Dir möglich ist.

Chemisches Peeling - Wann ist ein chemisches Peeling nicht zu empfehlen?

Wie läuft ein chemisches Peeling ab?

Vor der Behandlung mit einem chemischen Peeling solltest Du den richtigen Spezialisten für Dich suchen. Hierbei ist zu beachten, dass Du mitteltiefe und tiefe Peelings ausschließlich von erfahrenen Ärzten durchführen lassen solltest, da diese mit einer höheren Komplikationsrate einhergehen. Für oberflächliche Peelings kannst Du auch bei einem erfahrenen Kosmetiker oder anderen Fachkräften anfragen.

Vor der jeweiligen Behandlung bekommst Du in der Regel eine Creme, die Du ungefähr zwei Wochen vor dem eigentlichen Termin benutzen sollst. Diese enthält eine niedrig konzentrierte Säure, die schließlich auch bei Deiner Behandlung zum Einsatz kommt. Dadurch soll sich Deine Haut an die Säure langsam gewöhnen, um beim eigentlichen Peeling starken Hautirritationen entgegenzuwirken.

Bei der Behandlung reinigt der Spezialist zuerst Deine Haut und entfettet sie. Anschließend trägt er die gewünschte Säure mit einem Wattebausch auf und lässt diese einige Minuten lang einwirken. Dies kann zwar leicht brennen, sollte aber im Normalfall nicht mit allzu starken Schmerzen verbunden sein. Danach wäscht er die Säure ab oder neutralisiert sie und pflegt Deine Haut mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme und einem Sonnenschutz.

Bei tiefen Peelings, wie etwa Phenol-Behandlungen, weicht der Behandlungsablauf etwas ab, da die Patienten meist im Dämmerschlaf sind und nach dem Eingriff einen Verband angelegt bekommen.

Bei oberflächlichen und mitteltiefen Peelings bist Du im Normalfall nach der Behandlung sofort wieder einsatzfähig, jedoch kommt es nach ein bis zwei Tagen zur Abschälung der Haut. Diese ist bei oberflächlichen Behandlungen schwächer und dauert kürzer als bei mitteltiefen. Nach einer Woche ist die alte Haut jedoch auch bei TCA-Peelings abgeschält und die neue, frische Epidermis zeigt sich. Bei tiefen Peelings empfehlen Experten in der Regel einen Aufenthalt in der Klinik. Bei dieser Behandlung kommt es nämlich zu einer starken Krustenbildung der behandelten Areale, die erst nach einer Woche nachlässt. Weiters ist die Haut hierbei anfälliger für Infektionen, weshalb ein hygienischer Verbandswechsel in der Klinik empfohlen ist. Normalerweise reicht eine Nacht in stationärer Behandlung aus, auf Patientenwunsch können diese bis zu einer Woche in der Klinik bleiben. In der Woche nach dem Phenol-Peeling ist Schonung angesagt.

Chemisches Peeling - Wie läuft ein chemisches Peeling ab?

Was muss ich nach einem chemischen Peeling beachten?

Das Wichtigste nach allen chemischen Peelings ist der Sonnenschutz. Die Haut reagiert nämlich in der Regenerationsphase sehr sensibel auf Sonnenstrahlen – Sonnenbrände und andere Schäden der Haut können folgen. Dementsprechend empfehlen alle Spezialisten einen möglichst hohen Lichtschutzfaktor und das Meiden von direkter Sonnenexposition nach einem chemischen Peeling – Sauna, Schwimmbäder und Solarium sind somit tabu.

Chemisches Peeling - Was muss ich nach einem chemischen Peeling beachten?

Achte nach einer Behandlung auf ausreichenden Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor

Direkt nach der Behandlung können Rötungen und Schwellungen auftreten, die meist nach einigen Stunden wieder abklingen. Weiters gilt es zu beachten, dass sich die oberflächliche Hautschicht nach ein bis zwei Tagen abschält. Dies kann kosmetisch störend sein, ist aber bei oberflächlichen Peelings nur für einen oder zwei Tage zu ertragen. Mitteltiefe Peelings sorgen für einen länger dauernden Schäleffekt; eine Woche nach der Behandlung sollten jedoch auch hier die abgestorbenen Hautschüppchen verschwunden sein. Die Nachbehandlung bei einem tiefen Peeling gestaltet sich weitaus komplizierter, da der Arzt direkt nach dem Verfahren einen Tapeverband anlegt und diesen erst nach 24 Stunden durch eine Pudermaske ersetzt. Nach einer Woche kann der Patient diese lösen und mit ihr die dunkle Kruste, die sich im behandelten Hautareal bildet. Dem abschälenden Effekt kannst Du zu Hause beiwirken, indem Du die Peelings weiter führst und den Erneuerungseffekt damit beschleunigst. In den darauffolgenden zwei bis drei Wochen sind Schwellungen und Rötungen zu erkennen, danach zeigt sich die Haut in ihrem neuen Glanz. Auch hier ist ein ausreichender Sonnenschutz ein absolutes Muss.

Wann sind die Ergebnisse des chemischen Peelings sichtbar?

Wann Du die Ergebnisse eines chemischen Peelings siehst, hängt hauptsächlich von der angewandten Peeling-Art ab. Bei oberflächlichen Peelings wirkt die Haut bereits zwei bis vier Tage nach der Behandlung jünger und strahlender. Dieses Ergebnis ist allerdings nur temporär. Um eine möglichst langfristige Wirkung zu erreichen, solltest Du die Behandlung mehrmals wiederholen. Je nach Hauttypen, Hautproblem und individuellem Ansprechen solltest Du alle zwei bis sechs Wochen zu einer Peeling-Session gehen. Die Häufigkeit der Behandlungen ist ebenfalls individuell zu bestimmen, da beispielsweise Pigmentflecken mehr Peeling-Sitzungen benötigen als Akne. Generell empfehlen Spezialisten ungefähr drei bis sechs Einheiten, Du kannst ein chemisches Peeling allerdings grundsätzlich beliebig oft wiederholen.

Chemisches Peeling - Wann sind die Ergebnisse des chemischen Peelings sichtbar?

Bei einem mitteltiefen Peeling mit TCA dauert die Schälung der Haut etwas länger, weshalb Du erst nach ungefähr einer Woche eine verbesserte Hautqualität siehst. In der Regel musst Du diese Peelings nicht so häufig wiederholen wie oberflächliche, um einen längerfristigen Effekt zu erhalten. Bei einigen Personen sind die Resultate bereits nach einer Behandlung zufriedenstellend.

Ein tiefes Phenol-Peeling hat die längste Heilungsdauer, weshalb erste Ergebnisse erst nach zwei bis drei Wochen sichtbar sind. Zu diesem Zeitpunkt weisen Patienten jedoch häufig noch Rötungen und Schwellungen auf, die erst ungefähr sechs Wochen nach dem Eingriff komplett verschwinden. Die Heilungsdauer der Dermis kann zwischen zwei und sechs Monaten betragen, weshalb die tatsächlichen Endergebnisse erst nach diesem Zeitfenster akkurat beurteilbar sind. Da die Behandlung mit Phenol die aggressivste der drei Peeling-Arten ist, ist in der Regel keine Wiederholung des Eingriffes notwendig und die Resultate sind permanent.

Welche Komplikationen können bei einem chemischen Peeling auftreten?

Chemisches Peeling - Welche Komplikationen können bei einem chemischen Peeling auftreten?

Je nach Eindringtiefe gibt es bestimmte Komplikationen, die bei einem chemischen Peeling zu beachten sind. Hierbei gilt: je oberflächlicher das Peeling, desto geringer das Komplikationsrisiko.

Oberflächliche Peelings weisen außer temporären Rötungen und Schwellungen grundsätzlich keine Risiken auf. Sollten allerdings Unverträglichkeiten gegenüber einer verwendeten Substanz bestehen, kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Dies testet der Experte jedoch meist vorab durch eine Hautprobe am Unterarm aus.

Neben den bereits erwähnten Komplikationen können beim mitteltiefen Peeling stärkere Hautirritationen oder Pigmentstörungen auftreten. Letzteres ist besonders bei Personen mit einem dunkleren Hautton möglich. Selten kann es auch zu einer Narbenbildung oder einer Infektion der Haut kommen.

Die Phenol-Peelings weisen die höchste Komplikationsrate der chemischen Peelings auf. Alle zuvor genannten Probleme können auch hier zutreffen. Zusätzlich ist das Risiko der Narbenbildung und auch das einer Infektion erhöht, da das tiefe Peeling eine stärkere Verletzung der Haut auslöst. Äußerst selten kann es bei einer Phenol-Behandlung zu einer toxischen Komplikation des Herzens kommen. Dazu zählen Herzrhythmusstörungen, die auftreten, wenn zu viel Phenol in den Blutkreislauf gelangt.

Was sind die Vorteile eines chemischen Peelings?

Chemisches Peeling - Was sind die Vorteile eines chemischen Peelings?

Der größte Vorteil von chemischen Peelings ist der Effekt ohne chirurgischen Eingriff. Bei regelrechter Anwendung kann die Haut auch ohne Facelift jünger und straffer wirken. Besonders beim Phenol-Peeling zeigt sich ein deutliches faltenglättendes Ergebnis, das ohne Skalpell erreichbar ist.

Vorteile der oberflächlichen und mittleren Peelings sind deren gute Ergebnisse in Kombination mit einem geringen Nebenwirkungsrisiko. So könnte ein chemisches Peeling der medikamentösen Akne-Behandlung oder einer Lasertherapie bei Narben oder einer Behandlung mit Polynukleotide als gute Alternative gegenüberstehen. Weiters benötigen Personen während einer oberflächlichen und mitteltiefen Behandlung keine Anästhesie, da die verspürten Schmerzen im Normalfall auszuhalten sind und nur für einige Minuten andauern. Phenol-Behandlungen gehen mit mehr Schmerzen einher, weshalb das Peeling in einem Dämmerschlaf stattfindet. In den darauffolgenden 24 Stunden kann es weiterhin zu Schmerzen kommen, die in der Regel jedoch mit gewöhnlichen Schmerzmitteln überbrückbar sind.

Nachteile des chemischen Peelings sind einerseits die Kosten und andererseits mögliche, vorab erwähnte Nebenwirkungen. Weiters kann eine bleibende Empfindlichkeit der Haut aus einer Behandlung resultieren.

Chemisches Peeling - Wie sinnvoll ist ein chemisches Peeling für Zuhause?

Wie sinnvoll ist ein chemisches Peeling für Zuhause?

Ein chemisches Peeling zu Hause kann eine gute Unterstützung bei der Hautverbesserung sein. Hierbei ist jedoch unbedingt auf die korrekte Anwendung und niedrig dosierte Produkte zu achten. Beispielsweise bieten Drogerie-Marken BHA-Peelings mit zwei prozentiger Dosierung oder AHA-Produkte mit acht prozentiger Konzentrierung an. Wenn diese Produkte dermatologisch getestet sind, sind sie in der Regel unbedenklich und können auch von Laien angewendet werden. Beachte allerdings, dass es sich auch bei niedrig dosierten Produkten um wirksame Säuren handelt, die nicht zu unterschätzen sind. Die Finger solltest Du auf jeden Fall von hoch dosierten Präparaten lassen, da diese bei falscher Anwendung gravierende Folgen, wie beispielsweise Narbenbildung, Verätzungen oder Pigmentstörungen, haben können. Bist Du Dir bezüglich eines Präparats unsicher, solltest Du einen Experten konsultieren. Dieser kann Dir Produkte empfehlen und Dich genauestens auf deren Anwendung schulen.

Was kostet ein chemisches Peeling und übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Chemisches Peeling - Kosten

Die Kosten eines chemischen Peelings variieren stark. Diese sind abhängig von den angewendeten Säuren, der Behandlungsdauer und auch der behandelten Region. Ein oberflächliches Peeling kostet durchschnittlich zwischen 80 und 180 Euro, ein mitteltiefes circa 400 bis 500 Euro.

Am teuersten sind tiefe Peelings, die oftmals über 1.000 Euro ausmachen können. Für genaue Informationen über die Preisgestaltung solltest Du Dich an die jeweiligen Einrichtungen wenden. Nachdem es sich bei chemischen Peelings nicht um medizinisch notwendige Behandlungen handelt, übernimmt die Krankenkasse keinen Anteil, die Kosten müssen die Patienten selbst tragen.

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Häufige Fragen

Was bewirkt ein chemisches Peeling?
Ein chemisches Peeling trägt abgestorbene Hautzellen ab und regt die Hauterneuerung an. Dadurch können Falten, Akne, Pigmentflecken oder Narben gemildert werden. Die Haut wirkt nach der Behandlung frischer, glatter und ebenmäßiger.
Welche Arten von chemischen Peelings gibt es?
Chemische Peelings werden in oberflächliche, mitteltiefe und tiefe Peelings unterteilt. Je nach Säurekonzentration und Eindringtiefe haben sie unterschiedliche Wirkungen. Fruchtsäure-Peelings (AHA), Salicylsäure-Peelings (BHA) oder TCA-Peelings sind gängige Varianten.
Ist ein chemisches Peeling schmerzhaft?
Das Schmerzempfinden hängt von der Intensität des Peelings ab. Oberflächliche Peelings verursachen meist nur ein leichtes Kribbeln oder Brennen. Mitteltiefe und tiefe Peelings können unangenehmer sein, tiefe Peelings werden häufig unter Dämmerschlaf durchgeführt.
Wie lange dauert die Heilung nach einem chemischen Peeling?
Je nach Peeling-Art variiert die Regenerationszeit. Nach einem oberflächlichen Peeling ist die Haut meist nach wenigen Tagen erholt. Mitteltiefe Peelings erfordern rund eine Woche Heilungszeit. Tiefe Peelings können mehrere Wochen in Anspruch nehmen.
Für wen ist ein chemisches Peeling geeignet?
Ein chemisches Peeling eignet sich für Personen, die unter Hautunreinheiten, Pigmentflecken, Sonnenschäden oder ersten Alterserscheinungen leiden. Besonders oberflächliche Peelings sind für nahezu alle Hauttypen geeignet.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Nach einem chemischen Peeling kann es zu Rötungen, Schwellungen oder Hautschuppungen kommen. Bei mitteltiefen und tiefen Peelings besteht ein höheres Risiko für Pigmentveränderungen oder Infektionen. Eine fachgerechte Durchführung minimiert das Risiko.
Was muss ich nach einem chemischen Peeling beachten?
Die Haut ist nach der Behandlung empfindlich gegenüber Sonnenlicht. Ein hoher Sonnenschutz (LSF 50) ist daher unerlässlich. Außerdem sollten Sauna, Schwimmbad und intensive Hautpflegeprodukte in den ersten Tagen gemieden werden.
Wie oft kann ein chemisches Peeling durchgeführt werden?
Die Häufigkeit hängt von der Art des Peelings ab. Oberflächliche Peelings können alle paar Wochen wiederholt werden, während mitteltiefe und tiefe Peelings in größeren Abständen durchgeführt werden sollten. Ein Hautspezialist berät individuell zur optimalen Behandlungsfrequenz.
Redaktionelle Verantwortung

Dieser Beitrag wurde von der internen MOOCI-Redaktion erstellt, inhaltlich geprüft und freigegeben. Bei der Recherche und Aufbereitung setzen wir auch KI-gestützte Werkzeuge ein; jeder Text wird vor der Veröffentlichung von unserer Redaktion fachlich gegengelesen. Die redaktionelle Verantwortung trägt Nadja Sukalia, Content Managerin bei MOOCI. Die medizinische Prüfung erfolgt durch Ärztinnen und Ärzte aus unserem Fachnetzwerk.

Dr. med. Kerstin Ortlechner

Dr. med. Kerstin Ortlechner

Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten

Dr. Kerstin Ortlechner ist Fachärztin für Dermatologie mit Zusatzkompetenzen in Allgemein-, Sport- und Notfallmedizin. Nach dem Medizinstudium in Innsbruck und der Facharztausbildung in der Dermatologie am KH Hietzing bei Univ.-Prof. Dr. Andreas Steiner sammelte sie prägende Erfahrungen u. a. bei Dr. Peter Caspari (Plastische Chirurgie, München) und David A. Colbert, M.D. (New York Dermatology Group). 2018 eröffnete sie ihre eigene Praxis in Wien. Ihr Schwerpunkt liegt auf moderner, natürlicher Anti-Aging-Medizin und hautärztlicher Prävention – mit hoher Präzision, Evidenz und einem Blick für Ästhetik.

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Letzte Aktualisierung: 28.09.2026

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