Akne inversa ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, die trotz ihres Namens wenig mit gewöhnlicher Akne zu tun hat. Fachleute sprechen auch von Hidradenitis suppurativa. Betroffen sind vor allem Achseln, Leisten, der Genitalbereich und andere Körperregionen, in denen immer wieder schmerzhafte Knoten, Abszesse und im weiteren Verlauf auch drainierende Tunnel und Narben entstehen können.
Die Erkrankung wird häufig erst spät erkannt, weil die ersten Knoten leicht mit einzelnen Abszessen oder Furunkeln verwechselt werden. Bis zur richtigen Diagnose vergehen oft mehrere Jahre. Die aktuelle deutsche Leitlinie nennt eine durchschnittliche Diagnoseverzögerung von etwa zehn Jahren. Angaben zur Häufigkeit schwanken je nach Untersuchungsmethode deutlich. Für die deutsche erwerbstätige Bevölkerung wurde bei alleiniger Berücksichtigung entzündlicher Veränderungen eine Punktprävalenz von etwa 0,3 Prozent beschrieben.
Das Wichtigste in Kürze
Akne inversa, auch Hidradenitis suppurativa genannt, ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Haarfollikelapparats. Typisch sind wiederkehrende schmerzhafte Knoten und Abszesse sowie bei fortgeschrittener Erkrankung Tunnelgänge und Narben. Betroffen sind besonders Achseln, Leisten, Genital und Analregion, Gesäß sowie der Bereich unter der Brust. Die Veränderungen treten bevorzugt in Körperregionen mit Haarfollikeln und apokrinen Drüsen auf.
Rauchen, Übergewicht beziehungsweise Adipositas und eine familiäre Veranlagung sind mit Akne inversa verbunden. Die Erkrankung ist nicht ansteckend und wird nicht durch mangelnde Hygiene verursacht. Die Behandlung richtet sich nach Krankheitsaktivität und vorhandenen dauerhaften Gewebeveränderungen. Zum Einsatz kommen unter anderem Medikamente, Biologika und operative Verfahren.
Was ist Akne inversa?
Akne inversa ist eine chronisch wiederkehrende entzündliche Erkrankung des Haarfollikelapparats. Nach heutigem Verständnis stehen Veränderungen im oberen Bereich des Haarfollikels und ausgeprägte Entzündungsprozesse im Mittelpunkt. Eine verstärkte Verhornung kann den Follikel verschließen und weitere entzündliche Veränderungen begünstigen. Im Verlauf können daraus schmerzhafte Knoten, Abszesse, Tunnelgänge und Narben entstehen.
Der Begriff Hidradenitis suppurativa bedeutet sinngemäß eiternde Entzündung der Schweißdrüsen. Diese Bezeichnung stammt aus einer Zeit, in der apokrine Schweißdrüsen als Ausgangspunkt der Erkrankung angesehen wurden. Heute gelten sie nicht mehr als primärer Ursprung. Im Mittelpunkt steht vielmehr der terminale Haartalgdrüsenapparat. Akne inversa und Hidradenitis suppurativa bezeichnen dieselbe Erkrankung.
Typisch ist ein chronisch wiederkehrender Verlauf. Auf Phasen mit schmerzhaften Entzündungen können ruhigere Zeiten folgen. Bei manchen Betroffenen bleibt die Erkrankung über längere Zeit begrenzt, bei anderen entstehen zunehmend Tunnelgänge und Narben. Nicht jeder einzelne Schub hinterlässt jedoch zwangsläufig Narben. Akne inversa ist nicht ansteckend und kein Zeichen mangelnder Körperpflege.
Wie unterscheidet sich Akne inversa von Akne, Abszess und Furunkel?
Die Verwechslungsgefahr ist besonders zu Beginn groß. Bei gewöhnlicher Akne treten typischerweise Mitesser, entzündliche Pickel und teilweise auch tiefere Knoten vor allem im Gesicht, am Rücken und am Brustkorb auf. Akne inversa betrifft dagegen bevorzugt Achseln, Leisten, Genital und Analregion sowie andere typische Körperfalten. Für die Diagnose ist vor allem wichtig, dass schmerzhafte Knoten oder Abszesse dort wiederholt auftreten.
Ein Abszess ist eine umschriebene Eiteransammlung und kann aus unterschiedlichen Gründen entstehen. Ein Furunkel ist eine tiefe, meist bakterielle Entzündung eines Haarfollikels. Beide können einzeln oder wiederholt auftreten. Typisch für Akne inversa ist dagegen die Kombination aus charakteristischen Veränderungen, typischen Körperregionen und einem chronisch wiederkehrenden Verlauf.
Auch eine Follikulitis und einzelne Eiterpickel können frühen Veränderungen ähneln. Wiederkehrende schmerzhafte Knoten oder Abszesse an typischen Stellen über mehrere Monate sollten deshalb an Akne inversa denken lassen. Die aktuelle Leitlinie beschreibt mindestens zwei entsprechende Läsionen an typischen Stellen innerhalb der vergangenen sechs Monate als starken diagnostischen Hinweis.
Welche Ursachen und Risikofaktoren stecken dahinter?
Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt. Im Mittelpunkt stehen Veränderungen des Haarfollikelapparats und eine ausgeprägte Entzündungsreaktion. Wahrscheinlich wirken genetische Faktoren, Immunreaktionen und verschiedene äußere Einflüsse zusammen. Bei bis zu etwa 30 Prozent der Betroffenen lässt sich eine familiäre Häufung feststellen.
Rauchen und Übergewicht beziehungsweise Adipositas sind deutlich mit Akne inversa assoziiert. Bei höherem Körpergewicht können unter anderem stärkere mechanische Reibung in Hautfalten und entzündliche Stoffwechselprozesse hinzukommen. Beim Rauchen besteht ebenfalls ein klarer statistischer Zusammenhang mit der Erkrankung. Wie stark Rauchstopp oder Gewichtsabnahme den Verlauf bei einem einzelnen Betroffenen verbessern, lässt sich allerdings nicht sicher vorhersagen.
Auch hormonelle Einflüsse werden diskutiert, da Akne inversa typischerweise nach der Pubertät beginnt und sich Beschwerden bei manchen Frauen im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus verändern. Mechanische Reibung kann die Haut zusätzlich belasten. Mangelnde Hygiene ist dagegen keine Ursache der Erkrankung. Für einzelne Lebensmittel gibt es ebenfalls keinen Nachweis als allgemeine Ursache von Akne inversa.
Akne inversa tritt häufiger gemeinsam mit bestimmten anderen Erkrankungen auf. Dazu gehören unter anderem Adipositas und das metabolische Syndrom sowie chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Auch Depressionen, Angststörungen und andere psychische Belastungen treten häufiger auf. Psychische Beschwerden sollten deshalb bei der Behandlung ebenfalls berücksichtigt werden.
Woran erkennt man Akne inversa?
Typisch sind wiederkehrende, tief sitzende und häufig stark schmerzhafte entzündliche Knoten. Daraus können sich Abszesse entwickeln, die sich spontan entleeren und Sekret abgeben. Der Ausfluss kann unangenehm riechen. Besonders charakteristisch ist, dass solche Veränderungen an denselben oder benachbarten typischen Körperstellen immer wieder auftreten.
Bevorzugt betroffen sind Achselhöhlen, Leistenregion, Genital und Analbereich, Gesäß sowie der Bereich unter der Brust. Im Verlauf können sich unter der Haut Tunnelgänge bilden, aus denen wiederholt Sekret austritt. Bei länger bestehender Erkrankung können außerdem strangartige oder eingezogene Narben entstehen. Ausgeprägte Narbenzüge können beispielsweise in den Achseln die Beweglichkeit beeinträchtigen.
Neben Schmerzen können nässende Stellen, Geruch und sichtbare Veränderungen die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Auch Scham, sozialer Rückzug oder psychische Beschwerden kommen vor und sollten bei der Behandlung berücksichtigt werden.
Was bedeuten die Hurley Stadien?
Die Hurley Einteilung beschreibt dauerhafte strukturelle Veränderungen der Akne inversa in drei Stadien. Sie wird weiterhin verwendet, eignet sich nach der aktuellen Leitlinie aber vor allem zur Einordnung von Körperregionen und zur Planung chirurgischer Behandlungen. Für die aktuelle entzündliche Krankheitsaktivität wird heute insbesondere der IHS4 verwendet.
Hurley Stadium I
Es bestehen einzelne oder mehrere Abszesse beziehungsweise entzündliche Veränderungen, ohne dass bereits Tunnelgänge oder Narben vorhanden sind.
Hurley Stadium II
Es treten wiederkehrende Abszesse auf, und es sind bereits Tunnelgänge und Narben vorhanden. Die betroffenen Bereiche sind jedoch noch voneinander getrennt.
Hurley Stadium III
Ein größerer Bereich ist flächig betroffen und von miteinander verbundenen Tunnelgängen, Abszessen und Narben durchzogen.
Für die Beurteilung der aktuellen Entzündungsaktivität reicht diese Einteilung allein nicht aus. Der International Hidradenitis Suppurativa Severity Score System, kurz IHS4, berücksichtigt die Anzahl entzündlicher Knoten, Abszesse und drainierender Tunnel. Die aktuelle Leitlinie empfiehlt ihn insbesondere zur Dokumentation der Krankheitsaktivität und des Verlaufs.
Wie wird Akne inversa diagnostiziert?
Die Diagnose wird in erster Linie anhand des Hautbildes und des bisherigen Verlaufs gestellt. Der Hautarzt achtet dabei auf schmerzhafte entzündliche Knoten, Abszesse, Tunnelgänge und Narben sowie auf die typischen Körperregionen. Zusätzlich wird gefragt, wie häufig die Veränderungen auftreten und ob Akne inversa bereits in der Familie vorkommt.
Besonders verdächtig sind wiederkehrende typische Veränderungen an Achseln, unter der Brust, in den Leisten sowie im Genital und Dammbereich. Nach der aktuellen Leitlinie sprechen mindestens zwei entsprechende Läsionen innerhalb der vergangenen sechs Monate an typischen Stellen mit hoher Genauigkeit für Akne inversa.
Aufwendige Laboruntersuchungen sind für die eigentliche Diagnose meist nicht notwendig. Ein Abstrich ist nicht routinemäßig erforderlich, kann aber bei Verdacht auf eine zusätzliche bakterielle Infektion sinnvoll sein. Dabei sollte das Material bei Verdacht auf eine Superinfektion aus tiefer betroffenem Gewebe und nicht nur von der Hautoberfläche gewonnen werden.
Eine hochauflösende Ultraschalluntersuchung kann helfen, tiefer liegende beziehungsweise von außen nicht vollständig sichtbare Veränderungen und Tunnelgänge zu beurteilen. Sie kann beispielsweise vor einer geplanten Operation hilfreich sein.
Ein häufiges Problem bleibt die verzögerte Diagnose. Die aktuelle deutsche Leitlinie gibt für Deutschland eine durchschnittliche Verzögerung von rund zehn Jahren an. Bei wiederkehrenden schmerzhaften Knoten oder Abszessen an typischen Körperstellen ist deshalb eine frühzeitige dermatologische Untersuchung sinnvoll.
Was kann man selbst tun?
Auch wenn Akne inversa eine ärztliche Behandlung braucht, kannst Du mit einigen Maßnahmen den Umgang mit der Erkrankung unterstützen.
Rauchverzicht
Da Rauchen deutlich mit Akne inversa verbunden ist, wird ein Rauchstopp empfohlen. Wie stark sich dadurch die Beschwerden bei einem einzelnen Betroffenen verbessern, lässt sich allerdings nicht sicher vorhersagen. Unterstützung bieten Hausärzte und Programme zur Tabakentwöhnung.
Gewichtsreduktion bei Übergewicht
Bei Übergewicht kann eine Gewichtsreduktion sinnvoll sein. Sie kann unter anderem die Reibung in Hautfalten verringern und wirkt sich zusätzlich positiv auf Begleiterkrankungen wie das metabolische Syndrom aus. Wie stark sich dadurch die Akne inversa verbessert, ist individuell unterschiedlich.
Reibung und Hautreizungen vermeiden
Locker sitzende Kleidung, die nicht an den betroffenen Stellen scheuert, kann mechanische Reizung reduzieren. Bei der Körperpflege solltest Du aggressives Schrubben und andere Hautreizungen vermeiden. Regelmäßige, hautschonende Pflege kann die Hautbarriere unterstützen.
Auch Rasieren kann betroffene Stellen zusätzlich reizen. Welche Methode der Haarentfernung geeignet ist, hängt deshalb vom Zustand der Haut ab.
Entzündete Knoten nicht ausdrücken
Entzündete Knoten solltest Du nicht selbst ausdrücken oder aufstechen. Dadurch kann die Haut zusätzlich verletzt werden und Schmerzen, Entzündungen oder Infektionen können verstärkt werden.
Bei akuten Schmerzen können kühlende Umschläge individuell als angenehm empfunden werden. Geeignete Schmerzmittel können bei Bedarf mit dem Arzt abgestimmt werden.
Offene und nässende Stellen versorgen
Bei offenen oder nässenden Stellen können saugfähige Wundauflagen Sekret aufnehmen, die Kleidung schützen und Reibung verringern. Welche Auflagen geeignet sind, hängt unter anderem von der Menge des Wundsekrets und der betroffenen Körperregion ab.
Manchen Betroffenen hilft außerdem ein Beschwerdetagebuch, in dem Du Schübe, mögliche Auslöser und den Erfolg verschiedener Maßnahmen festhältst. So lassen sich Veränderungen im Verlauf leichter mit dem behandelnden Arzt besprechen.
Wie wird Akne inversa behandelt?
Die Behandlung richtet sich nach der aktuellen Entzündungsaktivität und danach, ob bereits dauerhafte Veränderungen wie Tunnelgänge und Narben entstanden sind. Ziel ist es, Entzündungen und Schmerzen zu verringern, neue entzündliche Veränderungen zu begrenzen und bestehende Tunnelgänge oder Narben gezielt zu behandeln. Medikamente und operative Verfahren werden je nach Befund auch miteinander kombiniert.
Medikamentöse Behandlung
Bei milder Akne inversa kann beispielsweise Clindamycin als Lösung auf die Haut aufgetragen werden. Da Akne inversa keine primär bakterielle Infektionskrankheit ist und bei längerer Anwendung von Antibiotika Resistenzen entstehen können, sollte die Behandlung nach ärztlicher Empfehlung erfolgen.
Bei mittelschweren oder schweren Verläufen können systemische Antibiotika eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise Tetrazykline oder in bestimmten Situationen Clindamycin in Kombination mit Rifampicin. Diese Behandlungen werden normalerweise zeitlich begrenzt und ihr Erfolg sollte regelmäßig überprüft werden. Antibiotika wirken bei Akne inversa nicht ausschließlich gegen Bakterien, sondern können auch entzündungshemmende Effekte haben.
Bei ausgewählten Patienten können außerdem hormonelle beziehungsweise antiandrogene Behandlungen erwogen werden, beispielsweise bei Frauen mit einem polyzystischen Ovarialsyndrom. Die Auswahl erfolgt individuell.
Für mittelschwere bis schwere aktive Akne inversa stehen Biologika zur Verfügung. Dazu gehört der TNF alpha Hemmer Adalimumab. Für Erwachsene sind außerdem die gegen Interleukin 17 gerichteten Wirkstoffe Secukinumab und Bimekizumab zugelassen, wenn eine konventionelle systemische Behandlung nicht ausreichend gewirkt hat. Diese Medikamente greifen gezielt in Entzündungsprozesse des Immunsystems ein und werden unter ärztlicher Kontrolle angewendet.
Operative Verfahren
Haben sich dauerhafte Tunnelgänge und ausgeprägte Narben gebildet, können Medikamente allein diese strukturellen Veränderungen meist nicht beseitigen. Dann kommen operative Verfahren infrage.
Ein akut schmerzhafter Abszess kann eröffnet und entlastet werden. Eine einfache Eröffnung und Drainage lindert zwar kurzfristig den Druck, hat bei Akne inversa aber eine hohe Rückfallrate und gilt deshalb nicht als dauerhafte Behandlung der Erkrankung.
Bei begrenzten Tunnelgängen kann ein sogenanntes Deroofing eingesetzt werden. Dabei wird das Dach des Tunnelgangs entfernt, während der Boden erhalten bleibt und anschließend abheilt. Bei ausgedehnten, dauerhaft geschädigten Arealen kann eine vollständige operative Entfernung des betroffenen Gewebes notwendig sein. Auch nach einer Operation sind erneute Veränderungen möglich.
Laserbehandlung
Auch verschiedene Laserverfahren können eingesetzt werden. Ein CO2 Laser kann krankhaft verändertes Gewebe abtragen und stellt bei bestimmten Befunden eine Alternative zu klassischen chirurgischen Verfahren dar. Langgepulste Nd:YAG Laser werden unter anderem eingesetzt, um Haarfollikel zu behandeln und dadurch möglicherweise weitere entzündliche Veränderungen zu reduzieren. Welches Verfahren geeignet ist, hängt vom jeweiligen Befund ab.
Nach größeren operativen Eingriffen kann die Wunde offen verheilen. Geeignete Wundauflagen und in bestimmten Fällen eine Vakuumtherapie können die Wundbehandlung unterstützen.
Psychische Unterstützung
Neben der körperlichen Behandlung sollte auch die seelische Belastung berücksichtigt werden. Schmerzen, wiederkehrendes Nässen, Geruch, Narben und Veränderungen an intimen Körperstellen können Alltag, Partnerschaft und Beruf erheblich beeinträchtigen.
Wenn Dich die Erkrankung psychisch belastet, kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein. Auch Selbsthilfegruppen und spezialisierte Sprechstunden können eine zusätzliche Anlaufstelle bieten.
Wann sollte man zum Arzt?
Du solltest ärztlichen Rat suchen, wenn in Achseln, Leisten, unter der Brust, im Genital oder Analbereich oder am Gesäß wiederholt schmerzhafte Knoten oder Abszesse auftreten. Besonders verdächtig ist es, wenn die Beschwerden immer wieder an denselben oder benachbarten Stellen auftreten. Eine frühe Diagnose ermöglicht es, gezielt zu behandeln, bevor sich ausgeprägte Tunnelgänge und Narben entwickeln.
Zeitnah ärztlich abgeklärt werden sollten außerdem starke Schmerzen, rasch zunehmende Schwellungen oder eine deutliche Verschlechterung der Beschwerden. Treten hohes Fieber, Schüttelfrost oder eine sich ausbreitende Rötung hinzu, kann zusätzlich eine Infektion vorliegen, die rasch untersucht werden sollte.
Auch eine erhebliche psychische Belastung, Einschränkungen im Beruf oder Probleme in Partnerschaft und Sexualität sind gute Gründe, Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Der Hautarzt kann die Diagnose stellen, den Schweregrad beurteilen und eine passende Behandlung einleiten. Über MOOCI findest Du Fachleute in Deiner Nähe, die auf chronisch entzündliche Hauterkrankungen spezialisiert sind.
Quellen
Zouboulis, C.C., Bechara, F.G., Fritz, K. et al. (2024): S2k-Leitlinie zur Therapie der Hidradenitis suppurativa/Acne inversa (ICD-10-Code: L73.2). Aktuelle Dermatologie, 50(01/02), 30–83. DOI: 10.1055/a-2225-7983
Jemec, G.B.E., Villumsen, B., van Straalen, K.R. et al. (2026): European S2k guidelines for hidradenitis suppurativa/acne inversa Part 1. Epidemiology, diagnosis and clinical assessment. Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology, jdv.70638. DOI: 10.1111/jdv.70638
Zouboulis, C.C., Bechara, F.G., Benhadou, F. et al. (2025): European S2k guidelines for hidradenitis suppurativa/acne inversa part 2: Treatment. Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology, 39(5), 899–941. DOI: 10.1111/jdv.20472
Kirsten, N., Zander, N., Augustin, M. (2021): Prevalence and cutaneous comorbidities of hidradenitis suppurativa in the German working population. Archives of Dermatological Research, 313(2), 95–99. DOI: 10.1007/s00403-020-02065-2
Kimball, A.B., Jemec, G.B.E., Alavi, A. et al. (2023): Secukinumab in moderate-to-severe hidradenitis suppurativa (SUNSHINE and SUNRISE): week 16 and week 52 results of two identical, multicentre, randomised, placebo-controlled, double-blind phase 3 trials. The Lancet, 401(10378), 747–761. DOI: 10.1016/S0140-6736(23)00022-3
European Medicines Agency (o. J.): Bimzelx (Bimekizumab) – EPAR. Zur Webseite
Stell sie anonym. Die MOOCI-Redaktion prüft jede Frage und holt die Antwort einer Fachärztin oder eines Facharztes ein. Beantwortete Fragen erscheinen hier auf der Seite, ohne Namen. Bei akuten Beschwerden wende Dich bitte direkt an Deine Praxis oder den ärztlichen Notdienst.
Häufige Fragen
Dieser Beitrag wurde von der internen MOOCI-Redaktion erstellt, inhaltlich geprüft und freigegeben. Bei der Recherche und Aufbereitung setzen wir auch KI-gestützte Werkzeuge ein; jeder Text wird vor der Veröffentlichung von unserer Redaktion fachlich gegengelesen. Die redaktionelle Verantwortung trägt Nadja Sukalia, Content Managerin bei MOOCI. Die medizinische Prüfung erfolgt durch Ärztinnen und Ärzte aus unserem Fachnetzwerk.
