Oberschenkelstraffung

Überschüssige Haut an den Oberschenkeln ist für Patienten meist eine große Belastung. Durch den Eingriff wirken die Beine wesentlich straffer und fester, was den Patienten wieder mehr Selbstbewusstsein verleiht.


AUTOR

Medizinischer Experte

CO-AUTOR

Online-Redaktion


Zuletzt aktualisiert: 3. Dezember, 2019



Wichtig: Eine Oberschenkelstraffung ist keine Fettabsaugung! Bei der Fettabsaugung saugt der Chirurg nur das Fett ab. Bei einer Oberschenkelstraffung wird hingegen überschüssiges Gewebe entfernt. Es besteht allerdings die Möglichkeit beide Eingriffe zu kombinieren, um ein noch besseres Ergebnis zu erzielen.

Wann ist eine Oberschenkelstraffung sinnvoll?

Eine Oberschenkelstraffung ist dann sinnvoll, wenn die Oberschenkel an Kontur verloren haben und der Wunsch nach straffen und glatten Oberschenkeln besteht. Die Gründe für schlaffe Haut an den Oberschenkeln können vielfältig sein. Meist ist aber die natürliche Hautalterung, erbliche Veranlagung oder eine starke Gewichtsabnahme Ursache für unschöne Oberschenkel und einen Elastizitätsverlust der Haut.

Oberschenkelstraffung

Was muss vor der Operation beachtet werden?

Vor der Operation führt der Arzt mit dem Patienten ein ausführliches Beratungsgespräch, um alle Fragen zu beantworten. Dabei bespricht der Chirurg auch, welche Technik bei der Oberschenkelstraffung sinnvoll ist. Dies hängt ganz von dem vorliegenden Hautüberschuss ab. Raucher sollten etwa zwei Wochen vor der Operation den Konsum von Tabak und Zigaretten einstellen, da es sonst zu Durchblutungs- und Wundheilungsstörungen kommen kann. Auch blutverdünnende Medikamente, wie zum Beispiel Aspirin, sollten etwa eine Woche vor der Operation nicht mehr eingenommen werden. Da die Operation unter Vollnarkose durchgeführt wird, darf der Patient sechs Stunden vor dem Eingriff nichts mehr essen und trinken.

Wie verläuft eine Oberschenkelstraffung?

Bei der Oberschenkelstraffung gibt es zwei Techniken. Je nach Hautüberschuss entscheidet der Arzt, ob eine Ein-Schnitt-Technik oder eine Zwei-Schnitt-Technik zur Anwendung kommt. Bei der Ein-Schnitt-Technik setzt der Chirurg den Schnitt in der Leiste an und zieht diesen bis zum Beginn der Pofalte. Dadurch kann der Oberschenkel nach oben gestrafft werden. Diese Variante kommt dann zum Einsatz, wenn nur wenig überschüssige Haut zu entfernen ist. Bei der Zwei-Schnitt-Technik setzt der Arzt den Schnitt zunächst wie bei der oben genannten Technik. Zusätzlich zieht er einen zweiten Schnitt in der Mitte der Oberschenkelinnenseite. Dadurch kann der Chirurg die Haut rund um den Schenkel straffen. Zum Schluss vernäht er die Wunden und verbindet diese. Je nach Aufwand dauert der Eingriff etwa ein bis zwei Stunden.

Kann ich die Oberschenkelstraffung mit einem Bodylift kombinieren?

Ja, das ist möglich. Entscheidest Du Dich zum Beispiel für einen unteren Bodylift (Lower Bodylift), dann ist es dem Chirurgen möglich, nicht nur Deine Oberschenkel zu straffen, sondern ebenfalls das Gesäß, den Bauch und den Intimbereich. Dabei geht der Spezialist so vor, dass er das Gewebe an der Oberschenkel-Außenseite von der Muskelfasie löst, welche sich darunter befindet. Der Schnitt geht bis etwa zehn Zentimeter oberhalb des Kniebereichs. Der Chirurg entfernt überschüssiges Fett und das Zuviel an Haut, zudem bringt er das abgesunkene Gewebe wieder an seine ursprüngliche Position. Anschließend schließt er die Wunde mit einem mehrschichtigen Wundverschluss. Insgesamt legt Dir der Arzt zum Schluss sechs Drainagen.

Oberschenkelstraffung

Die Narbenbildung ist trotz der umfangreichen Operation letztendlich nicht allzu groß. Es verbleibt eine zirkuläre Narbe am Bauch und am Gesäß. Der Eingriff dauert je nach Aufwand etwa zwei bis fünf Stunden und Du musst Dich auf einen stationären Aufenthalt von bis zu einer Woche einstellen. Insgesamt solltest Du eine Ausfallzeit von etwa zwei bis vier Wochen einplanen, denn Dein Körper braucht nach diesem großen Eingriff seine Zeit, bis er sich davon erholt hat.

Was muss nach der Oberschenkelstraffung beachtet werden?

Nach der Operation bleibt der Patient meist eine Nacht zur Beobachtung in der Klinik. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass Krankenhaus nach wenigen Stunden wieder zu verlassen. In den Tagen nach der Operation können Schwellungen auftreten, welche sich aber durch Kühlen gut behandeln lassen. Nach etwa zwei Wochen entfernt der Arzt die Nähte. Für ein möglichst optimales Ergebnis, ist es besonders wichtig die Kompressionswäsche etwa vier bis sechs Wochen zu tragen. Diese minimiert nicht nur Schwellungen, sondern fördert auch die Wundheilung. Nach etwa zwei Wochen ist man wieder einsatzfähig und darf arbeiten gehen. Auf Sport sollte der Patient etwa vier bis sechs Wochen verzichten.

Welche Risiken und Gefahren birgt die Oberschenkelstraffung?

Wie bei jeder Operation kann es auch bei einer Oberschenkstraffung zu Komplikationen kommen. Eine häufige Beschwerde ist beispielsweise ein Taubheitsgefühl im operierten Bereich nach dem Eingriff. Dies ist ganz normal und verschwindet nach einigen Wochen bis Monaten wieder vollständig. Um Wundheilungsstörungen und Infektionen zu vermeiden, ist es sehr wichtig, dass sich der Patient streng an die Hygienevorschriften hält. Bei einer schlechten Wundheilung können sich unter Umständen auch Flüssigkeitsansammlung bilden.

Wie lange sind die Narben nach einer Oberschenkelstraffung sichtbar?

Der Chirurg wird grundsätzlich versuchen, die Narben so gering wie möglich zu halten. Wird nur ein Schnitt gesetzt, so lässt sich die Narbe sehr gut verstecken und ist auch generell wenig sichtbar. Bei der Zwei-Schnitt-Technik wird die Narbe des Längsschnitts immer sichtbar und je nach Aufwand auch unterschiedlich lang sein. Durch Salben kann die Narbe aber gut behandelt werden. Bei einer Verhärtung oder Verdickung besteht auch die Möglichkeit Silikonpflaster zu verwenden sowie eine Cortison- oder Lasertherapie durchzuführen.

Oberschenkelstraffung

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Da es sich hierbei in der Regel um einen ästhetischen Eingriff handelt, zahlen die Kassen normalerweise nicht. Allerdings kann es zu Ausnahmen kommen, wenn Du ein medizinisches Gutachten hast.


Dauer Dauer

1-2 Stunden

Ausfallzeit Ausfallzeit

1 Woche

Stationärer Aufenthalt Stationär

1 Nacht

Top Ärzte auf diesem Fachgebiet

Plastische Chirurgie
Dr. med. Stephan Valina

Dr. med. Stephan Valina

Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie

An der Untertrave 91-94 , Lübeck

Plastische Chirurgie
PD Dr. med. Reto Wettstein

PD Dr. med. Reto Wettstein

Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie sowie Handchirurgie

Utoquai 41 , Zürich

Plastische Chirurgie
Dr. med. Stefan Kalthoff

Dr. med. Stefan Kalthoff

Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie sowie Handchirurgie

Heidelberger Landstraße 18-20 , Darmstadt

Das Wichtigste zusammengefasst

Eine Straffung ist dann sinnvoll, wenn die Oberschenkel an Kontur verloren haben und ein starker Hautüberschuss vorhanden ist. Bei der Straffung kann die überschüssige Haut mittels Ein- oder Zwei-Schnitt-Technik entfernt werden


Nach einer Oberschenkelstraffung muss für mehrere Wochen Kompressionswäsche getragen werden. Die Ausfallszeit nach einer Oberschenkelstraffung beträgt etwa zwei Wochen.


Eine Oberschenkelstraffung ist keine Fettabsaugung


Es kann nach dem Eingriff zu einem Taubheitsgefühl, Blutergüssen und Schwellungen kommen. In seltenen Fällen können Wundheilungsstörungen sowie vermehrte Flüssigkeitsansammlungen auftreten

Arzt finden
×