Oberarmstraffung

Die Haut verliert mit zunehmendem Alter an Elastizität. Ebenso kann es nach einer starken Gewichtsreduktion vorkommen, dass ein größerer Hautlappen zurückbleibt. Mit einer Oberarmstraffung erhalten erschlaffte Oberarme wieder ein jugendlicheres und strafferes Aussehen. Wir verraten Dir alle wichtigen Informationen, die Du rund um eine Oberarmstraffung wissen solltest und verraten Dir, wie eine Oberarmstraffung abläuft.


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Dieser Text wurde nach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst und von Medizinern geprüft.


Zuletzt aktualisiert: 21. Juni, 2021

INHALTSVERZEICHNISInhaltsverzeichnis

Bei einer Oberarmstraffung entfernt der Arzt erschlafftes und überschüssiges Haut- sowie Fettgewebe. Auch eine Kombination mit anderen chirurgischen Verfahren ist möglich.

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Eine Oberarmstraffung kommt zum Einsatz, wenn sich Patienten ein jugendlicheres und strafferes Aussehen der Oberarme wünschen.

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Vor einer Oberarmstraffung solltest Du für mehrere Wochen den Konsum von Alkohol und Nikotin einstellen. Ebenso musst Du auf die Einnahme blutverdünnender Medikamente verzichten. Eine Oberarmstraffung erfolgt unter Vollnarkose, deshalb musst Du vor der OP nüchtern sein.

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Der Arzt nimmt einen Schnitt an der Innenseite des Oberarms vor und entfernt überschüssiges Haut- und Fettgewebe. Anschließend vernäht er die Wunde und legt eine Drainage. Je nachdem, welches Ergebnis gewünscht ist, kann eine Oberarmstraffung auch mit anderen Methoden kombiniert werden.

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Achte in der ersten Zeit nach der OP auf körperliche Schonung und darauf, Deinen Oberkörper möglichst wenig zu bewegen. Nach einer Oberarmstraffung musst Du für einige Wochen Kompressionskleidung tragen. Verzichte auch nach der OP auf den Konsum von Alkohol und Nikotin, um die Wundheilung nicht zu stören.

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Nicht zwingend ist eine OP nötig, um den Oberarmen wieder zu einem strafferen und jugendlicheren Aussehen zu verhelfen. Die Wirkung von nicht-invasiven Methoden im Rahmen einer Oberarmstraffung sind jedoch teilweise umstritten, weshalb Du Dich mit einem erfahrenen Arzt beraten solltest, der entscheidet, ob alternative Methoden in Deinem Fall Sinn machen.

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Im Zuge einer Oberarmstraffung kommt es nur selten zu Komplikationen. In sehr seltenen Fällen kann es zu einer Wundheilungsstörung oder einer Infektion kommen.

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Etwa zwei bis drei Monate nach dem Eingriff ist das Endergebnis sichtbar.

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Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Sport und Bewegung können dazu beitragen, die Straffheit der Oberarme zu erhalten. Besonders Krafttraining eignet sich, um die Oberarme in Form zu halten.

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Einerseits ist das Erschlaffen der Haut und somit auch der Oberarme eine normale Alterserscheinung, andererseits können aber auch erbliche Faktoren oder eine starke Reduktion des Körpergewichts der Auslöser sein.

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Die Kosten belaufen sich auf 2.000 bis 6.000 Euro. Da es sich meistens um keinen medizinisch notwendigen Eingriff handelt, übernimmt die Krankenkasse die Kosten in der Regel nicht. Ausnahme bildet beispielsweise ein starker Gewichtsverlust.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Bei einer Oberarmstraffung entfernt der Arzt unter Vollnarkose erschlafftes und überschüssiges Haut- sowie Fettgewebe.


Nach der OP musst Du Dich körperlich schonen und für mehrere Wochen Kompressionskleidung tragen.


Je nach beruflicher Tätigkeit bist Du frühestens nach ein bis zwei Wochen wieder arbeitsfähig.


Komplikationen treten bei einer Oberarmstraffung nur selten auf. Blutergüsse und Schwellungen unmittelbar nach der Operation sind aber normal und verschwinden innerhalb kurzer Zeit von selbst wieder.

Was ist eine Oberarmstraffung?

Eine Oberarmstraffung ist ein plastisch-chirurgischer Eingriff, bei dem der Arzt erschlafftes und überschüssiges Haut- sowie Fettgewebe entfernt. Mediziner nennen den Eingriff auch Armstraffung, Oberarmlifting oder Brachioplastik. Hängende Hautpartien haben häufig keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit, jedoch kann es auch zu Entzündungen in den Hautfalten kommen – hängende Hautpartien an den Oberarmen können somit durchaus einen Krankheitswert haben und sind nicht nur ein rein ästhetisches Problem. Viele Betroffene leiden aber darunter, dass sie sich mit erschlafften Oberarmen nicht mehr schön finden. Nicht immer reichen Sport und eine gesunde Ernährung aus, um die Oberarme in Form zu bringen. Manchmal bleibt die Haut trotz aller Anstrengung schlaff und nicht zuletzt ist das Erschlaffen der Haut auch Teil der Hautalterung. Je nach individueller Situation des Patienten entscheidet der Arzt, welches Verfahren zum Einsatz kommt – auch eine Kombination mit anderen chirurgischen Verfahren ist möglich.

Oberarmstraffung - Was ist eine Oberarmstraffung?

Wann kommt eine Oberarmstraffung zum Einsatz?

Mit steigendem Alter erschlafft zunehmend auch die Haut an den Oberarmen, denn im Zuge des Alterungsprozesses werden die elastischen Fasern des Bindegewebes abgebaut. Ebenso kann eine besonders rasche Reduktion des Gewichts oder genetische Veranlagung schlaffe Oberarme zur Folge haben. Nicht selten kommt es auch bei Patienten nach einer Magenbandoperation zur Entstehung von sogenannten Winkearmen. Der Körper baut Fett- und Hautzellen nicht im selben Tempo ab. Aber auch eine Überdehnung des Hautgewebes kann dazu führen, dass sich die Haut nicht mehr zurückbildet. Wünschen sich Patienten ein strafferes oder jugendlicheres Aussehen der Oberarme kann eine Oberarmstraffung Abhilfe leisten.
 
Eine Oberarmstraffung geht mit einigen Kontraindikationen einher, die gegen einen Eingriff sprechen. Bei Gefäßerkrankungen, Blutgerinnseln oder Venenstauung muss von einer Oberarmstraffung beispielsweise abgesehen werden. Auch Krankheiten, die die Wundheilung erschweren, erhöhen das Risiko, das mit einer Oberarmstraffung verbunden ist. Eine Oberarmstraffung wird nur bei volljährigen Patienten durchgeführt. Das Alter an sich ist für den Eingriff nicht ausschlaggebend, jedoch kommt es auf die Elastizität der Haut an. Während der Schwangerschaft ist eine Oberarmstraffung nicht möglich. Auch das Gewicht des Patienten muss stabil sein. Es macht keinen Sinn eine Oberarmstraffung vorzunehmen, wenn Du vorhast, noch größere Mengen Gewicht loszuwerden.

Worauf muss ich vor einer Oberarmstraffung achten?

Oberarmstraffung - Ausführliches Beratungsgespräch mit Deinem Spezialisten über Ablauf & Wahl der Methode

Ausführliches Beratungsgespräch mit Deinem Spezialisten über Ablauf & Wahl der Methode

Oberarmstraffung - Verzichte mindestens vier Wochen vor dem Eingriff auf Nikotin

Verzichte mindestens vier Wochen vor dem Eingriff auf Nikotin

Oberarmstraffung - Verzischte mindestens fünf Tage vor der OP auf blutverdünnende Medikamente

Verzichte mindestens fünf Tage vor der OP auf blutverdünnende Medikamente

Oberarmstraffung - Sechs Stunden vor dem Eingriff solltest Du auf das Essen und Trinken verzichten

Sechs Stunden vor dem Eingriff solltest Du auf das Essen und Trinken verzichten

Vor einer Oberarmstraffung findet ein ausführliches Beratungsgespräch statt, in dem der Arzt alle Deine Fragen beantwortet und Dich über den genauen Ablauf und die Wahl der Methode informiert.
 
Wenn Du Raucher bist, ist es ratsam, ab mindestens vier Wochen vor der OP nicht mehr zu rauchen. Tabak und Zigarettenkonsum begünstigen die Entstehung einer Wundrandnekrose. Auch Durchblutungs- und Wundheilungsstörungen sind möglich. Verzichte ab mindestens fünf Tage vor der Operation auf die Einnahme blutverdünnender Medikamente wie Aspirin. Falls Du regelmäßig andere Medikamente einnimmst, solltest Du Deinen Arzt bereits im ersten Gespräch darauf ansprechen. Für eine Oberarmstraffung ist eine Vollnarkose nötig, weshalb Du nüchtern sein musst. Verzichte daher ab mindestens sechs Stunden vor dem Eingriff aufs Essen oder Trinken.
 
Um ein ideales Ergebnis zu bekommen, ist es ratsam, bereits bei der Wahl des Chirurgen einige Punkte zu beachten. Informiere Dich darüber, ob bzw. wie viele Oberarmstraffungen der Arzt schon vorgenommen hat. Informiere Dich auch selbst über die zur Auswahl stehenden Methoden und kläre alle offenen Fragen mit Deinem Arzt. Unter Umständen ist es auch sinnvoll, eine Zweitmeinung einzuholen.

Oberarmstraffung - Wie läuft eine Oberarmstraffung ab?

Wie läuft eine Oberarmstraffung ab?

Vor der Operation findet ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem behandelnden Arzt statt. In diesem Gespräch kannst Du alle Deine Fragen stellen. Der Chirurg bespricht, welche Technik am sinnvollsten ist, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen und ob weitere Verfahren mit der Oberarmstraffung kombiniert werden sollen. Das Aufklärungsgespräch dient auch dazu, mögliche Risiken zu besprechen und all Deine Fragen zu klären.
 
Häufig ist eine Oberarmstraffung mit großen Hautschnitten verbunden, Narben lassen sich somit nur schwer vermeiden. Die Narbe verläuft an der Innen- oder der Hinterseite des Oberarms und ist somit nicht sehr sichtbar. Der Arzt kann im Zuge des Eingriffs aber große Mengen an überschüssigem Gewebe entfernen. Die Körperproportionen wirken dadurch wieder straffer, sportlicher und jugendlicher.

Oberarmstraffung - Vor der eigentlichen Operation

Vor der eigentlichen Operation markiert der Arzt die Schnittführung an den Innenseiten der Oberarme und in der Achselhöhle. Den genauen Schnittverlauf legt der Arzt gemeinsam mit Dir fest.

Anschließend wirst Du in den OP-Raum gebracht, vom Anästhesisten narkotisiert und dann geht es auch schon los. Der Chirurg nimmt den Schnitt an der eingezeichneten Linie vor, entfernt die überschüssige Haut und das darunter liegende Fettgewebe.
 
Der Arzt vernäht die Wunde und legt eine Drainage. Diese stellt sicher, dass das Blut und Gewebeflüssigkeiten ungehindert abfließen können. Eine Oberarmstraffung nimmt für gewöhnlich in etwa eineinhalb Stunden in Anspruch und erfolgt unter Vollnarkose.

Mit welchen Methoden lässt sich eine Oberarmstraffung kombinieren?

Eine Oberarmstraffung eignet sich gut zur Kombination mit anderen Methoden. Welche in Frage kommen, ist vom gewünschten Ergebnis abhängig. Der behandelnde Arzt legt diese individuell fest. Eine Oberarmstraffung wird häufig mit einer Fettabsaugung im Bereich des Oberarms kombiniert. Dafür spritzt der Arzt vor der Operation eine Kochsalz-Betäubungsmittel-Lösung in den zu behandelnden Bereich. Über kleine Kanülen saugt er etwa eine halbe Stunde die aus dem Fettgewebe gelösten Fettzellen ab.

Ein weiteres Verfahren, das mit einer Oberarmstraffung kombiniert werden kann, ist ein Bodylift. Bei einem oberen Bodylift beispielsweise strafft der Chirurg somit nicht nur die Oberarme, sondern auch die Brüste, den Bauch und den Rücken. Ein solcher Eingriff dauert zwei bis fünf Stunden. Du musst mit einem stationären Aufenthalt von bis zu einer Woche rechnen. Zudem ist eine Ausfallzeit von etwa zwei bis vier Wochen einzuplanen, denn Dein Körper braucht nach diesem großen Eingriff seine Zeit, bis er sich davon erholt hat.

Oberarmstraffung - Mit welchen Methoden lässt sich eine Oberarmstraffung kombinieren?

 
Unter Umständen kann es auch Sinn machen, die Oberarmstraffung mit Needling oder einer Radiofrequenzbehandlung zu kombinieren. Needling kann Streifen reduzieren, Radiofrequenz hingegen soll die Haut noch zusätzlich straffen. Ob eine Kombination mit diesen Behandlungen in Deinem Fall Sinn macht, solltest Du gemeinsam mit Deinem Arzt besprechen. Eine Kombination mit diesen Methoden ist nämlich umstritten, weshalb immer individuell entschieden werden muss, was Sinn macht und was nicht.

Was muss ich nach einer Oberarmstraffung beachten?

Die Ausfallzeit ist nach einer Oberarmstraffung von Patient zu Patient verschieden. Entscheidend ist, wie schnell und gut die Wunden verheilen und ob Folgebehandlungen notwendig sind. Halte Dich möglichst genau an die Vorgaben Deines Arztes, um das bestmögliche Behandlungsergebnis zu erhalten.

Oberarmstraffung - Was muss ich nach einer Oberarmstraffung beachten?

In der Regel kannst Du das Krankenhaus bereits am selben Tag verlassen, da eine Oberarmstraffung heutzutage nämlich hauptsächlich ambulant durchgeführt wird. Bei einem stationären Aufenthalt kannst Du in der Regel nach einem Tag wieder nach Hause. Nach wenigen Tagen entfernt der Arzt auch die Drainagen. Du erhältst einen Kompressionsverband, den Du für mindestens sechs Wochen tragen musst. Achte auf körperliche Schonung und darauf, Deinen Oberkörper möglichst ruhig zu halten. Wir empfehlen die Oberarmstraffung im Winter durchführen zu lassen, da das Tragen der Kompressionswäsche im Sommer sehr unangenehm sein kann und es ein erhöhtes Risiko für Infekte oder Schwellungen gibt. Auch die Wundheilung kann dadurch beeinträchtigt werden. Die Fäden entfernt der Chirurg nach etwa zehn bis 14 Tagen. Sobald die Fäden gezogen sind, darfst Du wieder Duschen.
 
Sofern Du keine körperlich anstrengende berufliche Tätigkeit ausübst, kannst Du nach etwa zwei Wochen wieder zur Arbeit gehen. Verzichte die ersten vier bis sechs Wochen nach dem Eingriff auf Sport und körperliche Anstrengungen. Ebenso lange sind Alkoholkonsum, Rauchen sowie der Besuch von Sauna oder Solarium tabu.

Wie lange habe ich nach einer Oberarmstraffung Schmerzen?

Ganz ohne Schmerzen kommt eine Oberarmstraffung nicht aus. Direkt nach der OP sind leichte Schmerzen völlig normal. Wenn die Schmerzen zu stark sind, kann Dein Arzt Dir in den ersten zwei bis drei Tagen nach der Behandlung auch Schmerzmittel verschreiben. Nach wenigen Tagen sollten die Schmerzen verschwunden sein. Leichte Schwellungen oder Entzündungen sind möglich, diese verschwinden aber nach wenigen Tagen von selbst. Um eine bestmögliche Heilung zu gewährleisten, musst Du nach einer Oberarmstraffung für mindestens sechs Wochen Kompressionskleidung tragen. Diese fördert unter anderem die Wundheilung und trägt zum Abklingen der Schwellungen bei. Auf Sport musst Du für vier bis sechs Wochen verzichten.

Lassen sich Oberarme auch ohne OP straffen?

Oberarmstraffung - Lassen sich Oberarme auch ohne OP straffen?

Es ist nicht immer zwingend eine OP nötig, um den Oberarmen wieder zu einem strafferen und jugendlicheren Aussehen zu verhelfen. Laser, Fadenlifting, Fett-weg-Spritze, Radiofrequenztherapie oder Kryolipolyse werden im Internet beispielsweise in Kombination mit einer Oberarmstraffung angeboten und angepriesen.

Bei der Oberarmstraffung mit Laser beispielsweise zerstört der Arzt gezielt Fettzellen. Die Wellenlänge passt er dabei individuell an die Form des Gewebes und die Hautfalten an. Die Oberarmstraffung mit Laser kommt nur bei leicht ausgeprägten Hautlappen in Frage. Sind diese schon stark ausgeprägt ist eine operative Oberarmstraffung nötig. Bei einer Oberarmstraffung mit Laser kommt ein Beruhigungsmittel zum Einsatz, eine Vollnarkose ist nicht notwendig.
 
Du solltest jedoch immer beachten, dass nicht-invasive Methoden in diesem Bereich umstritten sind und auch nicht bei allen Patienten funktionieren, weshalb sich oft auch keine zufriedenstellende Ergebnisse erzielen lassen. Auch hier gilt: Lass Dich von einem erfahrenden und gut ausgebildeten Arzt beraten und teile ihm zum Beispiel auch mit, wenn Du lieber auf eine OP verzichtest. Dein Arzt kann Dir dann ehrlich und offen sagen, was in Deinem individuellen Fall Sinn macht und welche Ergebnisse Du von nicht-invasiven Behandlungen erwarten kannst.

Oberarmstraffung - nicht-invasive Methoden

Welche Komplikationen können bei einer Oberarmstraffung auftreten?

Oberarmstraffung - Welche Komplikationen können bei einer Oberarmstraffung auftreten?

Auch bei einer Oberarmstraffung sind, wie bei jeder anderen Operation, Komplikationen möglich. Nach einer Oberarmstraffung ist es normal, dass es zu Blutergüssen und Schwellungen im operierten Bereich kommt. Auch ein Taubheitsgefühl kann nach dem Eingriff auftreten.

Dies verschwindet aber in der Regel in den ersten sechs Monaten nach der Operation zur Gänze. Infektionen und Wundheilungsstörungen versucht der Arzt bereits durch das Setzen von Drainagen zu verringern. Bei einer schlechten Wundheilung können sich aber dennoch Flüssigkeitsansammlungen bilden, welche der Arzt bei einer starken Ausprägung punktieren muss. Um Wundheilungsstörungen und Infektionen zu vermeiden, ist es sehr wichtig, dass Du Dich streng an die Hygienevorschriften hältst.
 
Sofern Dein Arzt keine selbst auflösenden Fäden verwendet hat, ist etwa zwei Wochen nach der Operation ein Besuch beim Arzt fällig, um die Fäden zu ziehen. Zu diesem Zeitpunkt haben sich im Normalfall schon Narben an der Innenseite der Arme gebildet. Ein erfahrener Chirurg kann dazu beitragen, dass die Narben besser verheilen, jedoch sind Narben nach einer Oberarmstraffung meist unschön und auch sichtbar. Hier bietet sich jedoch eine Narbenbehandlung an, mit der sich Narben wirkungsvoll behandeln und somit sehr gute Ergebnisse erzielen lassen.
 
Halte Dich möglichst genau an die postoperativen Vorgaben, die Dein Arzt Dir gibt. So kannst Du dazu beitragen, dass die Narben möglichst gut verheilen. Wenn die Wunde nachblutet, sich infiziert oder aus einem anderen Grund schlecht verheilt, ist die zurückbleibende Narbe oft stärker zu sehen. Schone Deine Arme, bis Dein Arzt sein okay gibt. Durch zu frühe Belastung der Arme kannst Du die Wundheilung stören, wodurch deutlichere Narben zurückbleiben. Achte auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung und vermeide Alkohol und Nikotin so gut wie möglich.

Wann ist das Ergebnis einer Oberarmstraffung sichtbar?

Etwa zwei bis drei Monate nach dem Eingriff ist das Endergebnis sichtbar. Blutergüsse und Schwellungen sind dann vollkommen verschwunden. Das Ergebnis einer operativen Oberarmstraffung ist dauerhaft. Nicht-operative Oberarmstraffungen beispielsweise mit Fadenlifting halten maximal ein Jahr und liefern in der Regel nicht die gewünschten Ergebnisse.

Oberarmstraffung - Wann ist das Ergebnis einer Oberarmstraffung sichtbar?

Was kann ich selbst gegen schlaffe Oberarme tun?

Oberarmstraffung - Was kann ich selbst gegen schlaffe Oberarme tun?

Ein gesunder Lebensstil kann wesentlich zur Verbesserung des Hautbildes beitragen. Regelmäßiger Sport und eine gesunde Ernährung helfen dabei, ein Normalgewicht zu erreichen bzw. zu halten. Diese Maßnahmen tragen auch dazu bei, die Oberarme straff zu halten, indem sie die Produktion von Muskelmasse anregen. Regelmäßige Wechselduschen regen die Durchblutung im Bindegewebe an.

Besonders wichtig ist auch regelmäßiger Sport. Um straffere Oberarme zu bekommen, ist es wichtig, Muskelmasse in den Oberarmen aufzubauen. Am besten geht das, indem Du Deine Kraftausdauer trainierst, versuche deshalb, ein regelmäßiges Workout in Deinen Alltag zu integrieren. Ein kleines Workout etwa direkt nach dem Aufstehen ist das beste Mittel für einen aktiven Start in den Tag. Du wirst Dich danach den ganzen Tag über gut fühlen. Der Einstieg ist für viele schwer, sei deshalb nicht zu hart mit Dir. Es ist besser, mit einem geringeren Ausmaß zu starten, das zwar herausfordernd ist, Du aber trotzdem gut bewältigen kannst. Im Laufe der Zeit kannst Du Deine Aktivität langsam steigern. So kann das Ganze nach nur wenigen Sporteinheiten anfangen, richtig Spaß zu machen. Die Motivation kommt dann ganz von allein.

Was sind die Ursachen für schlaffe Oberarme?

Das Erschlaffen der Haut ist eine normale Alterserscheinung. Die Spannkraft und die Elastizität des Bindegewebes nehmen mit fortschreitendem Alter ab. Das führt dazu, dass die Haut in bestimmten Körperbereichen zu hängen beginnt. An den Oberarmen beispielsweise äußert sich das dann in Form sogenannter Winkearme. Erbliche Veranlagung oder eine starke Gewichtsabnahme können zu einem überdurchschnittlichen Verlust der Elastizität der Haut führen.

Was kostet eine Oberarmstraffung?

Oberarmstraffung - Kosten

Die genauen Kosten einer Oberarmstraffung hängen vom individuellen Behandlungsplan und somit auch von der gewählten Technik ab. Die Hautmenge, die entfernt werden soll, hat darauf genau so einen Einfluss,wie mögliche zusätzliche Behandlungen. Durchschnittloch belaufen sich die Kosten für eine Oberarmstraffung auf 2.000 bis 6.000 Euro.

Der Preis für eine Oberarmstraffung setzt sich unter anderem aus den Kosten für die Vor- und Nachsorgeuntersuchungen, Operationskosten, Materialien für die Operation, Medikamenten, Miete des OP-Saals und dem Krankenhausaufenthalt zusammen. Bei dem Beratungsgespräch macht Dir der Arzt einen individuellen Kostenvoranschlag.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Oberarmstraffung?

Da es sich bei einer Oberarmstraffung um einen ästhetischen, in der Regel medizinisch nicht notwendigen Eingriff handelt, kommen die Kassen meistens nicht für die Kosten auf. In einigen Fällen, wie beispielsweise nach einer starken Gewichtsabnahme, übernehmen die Krankenkasse alle oder zumindest einen Teil der anfallenden Kosten.

 


Über den Autor: Dr. med. Benjamin Gehl

Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie


Als Facharzt für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie liegt die Leidenschaft von Dr. Gehl schon immer im Bereich der medizinischen Contentproduktion.

Aufgrund seiner Ausbildung, einer langjährigen Einsatzzeit in der rekonstruktiven und plastischen Chirurgie, sowie zahlreichen Auslandseinsätzen in Indien, Afrika und Amerika weiß er, welche Techniken und Behandlungen für medizinische Indikationen international Anwendung finden und State of the art sind.

Weiterhin beschäftigt er sich täglich mit neuen Trends und Techniken in der operativen und nicht-operativen Chirurgie. Fortbildungen sowie Studien zählen genauso zu seiner Leidenschaft wie die Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten zu den neuesten fachspezifischen Themen.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Bei einer Oberarmstraffung entfernt der Arzt unter Vollnarkose erschlafftes und überschüssiges Haut- sowie Fettgewebe.


Nach der OP musst Du Dich körperlich schonen und für mehrere Wochen Kompressionskleidung tragen.


Je nach beruflicher Tätigkeit bist Du frühestens nach ein bis zwei Wochen wieder arbeitsfähig.


Komplikationen treten bei einer Oberarmstraffung nur selten auf. Blutergüsse und Schwellungen unmittelbar nach der Operation sind aber normal und verschwinden innerhalb kurzer Zeit von selbst wieder.

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