Bauchdeckenstraffung

Nach einer Schwangerschaft oder starken Gewichtsreduzierung bleibt oftmals eine unschöne Hautschürze zurück. Bei einer Bauchdeckenstraffung kann ein plastischer Chirurg diese überschüssige Haut entfernen und den Bauch straffen. Wie diese genau abläuft und was Du dabei beachten solltest, liest Du hier!


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Zuletzt aktualisiert: 21. April, 2021

INHALTSVERZEICHNISInhaltsverzeichnis

Als Bauchdeckenstraffung bezeichnen Ärzte einen Eingriff, bei dem unter Vollnarkose überschüssige Haut am Bauch entfernt wird. Dabei wird der Bauch gestrafft. Je nach Ausgangslage und Wunsch des Patienten kann die Operation mit mehreren unterschiedlichen Techniken durchgeführt werden.

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Eine Bauchdeckenstraffung kommt dann zum Einsatz, wenn nach einer Gewichtsreduktion oder Schwangerschaft am Bauch viel überschüssige Haut zurückbleibt. Diese sogenannte Haut- oder Fettschürze kann nicht mit Sport oder gesunder Ernährung bekämpft werden und muss somit operativ entfernt werden.

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Die Bauchdeckenstraffung kann bei Männern und Frauen durchgeführt werden, die an erschlafftem Gewebe im Bauchbereich leiden. Die Voraussetzung ist, dass die Patienten volljährig sind und sich in einem körperlich einwandfreien Gesundheitszustand befinden.

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Vor dem Eingriff musst Du blutverdünnende und gerinnungshemmende Medikamente absetzen. Außerdem solltest Du in der Zeit vor der Operation auf Alkohol und Nikotin verzichten.

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Vor einer Bauchdeckenstraffung erfolgt eine umfassende Anamnese durch Deinen Chirurgen. Außerdem ist eine Operationsfreigabe durch Deinen Anästhesisten, Hausarzt oder Internisten notwendig, denn der Eingriff kann nur durchgeführt werden, wenn Du Dich in einem einwandfreien Gesundheitszustand befindest.

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Die Operation verläuft unter Vollnarkose und dauert etwa zwei bis vier Stunden. Der Chirurg setzt dabei einen bogenförmigen Schnitt über der Bikinizone, entfernt überschüssige Haut und Fettpolster und zieht die Haut des Oberbauchs in die Leistengegend. Er positioniert schließlich den Nabel und vernäht die Wunden.

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Zwei Tage nach dem Eingriff kannst Du die Klinik verlassen, nach etwa zwei Wochen bist Du wieder arbeitsfähig. Nach der Bauchdeckenstraffung ist es wichtig, dass Du Deinen Körper schonst und die Narben der Operation möglichst wenig dehnst. Es empfiehlt sich außerdem das Tragen von Kompressionsverbänden. Blutverdünnende Medikamente, ebenso wie Alkohol und Nikotin, sind nach der Operation tabu, da sie die Wundheilung negativ beeinflussen können.

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Die Bauchdeckenstraffung ist wie jeder medizinische Eingriff mit gewissen Risiken verbunden. Dazu zählen Wundinfektionen, Empfindungsstörungen nach dem Eingriff oder wulstige Narbenbildungen. Wenn Du die Operation von einem gut ausgebildeten Spezialisten durchführen lässt, kannst Du das Risiko von Komplikationen verringern.

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Eine Veränderung kannst Du direkt nach der Operation sehen, bis alle Schwellungen verheilt sind und das endgültige Ergebnis der Bauchdeckenstraffung sichtbar wird, dauert es allerdings ein paar Wochen.

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Mit Muskeltraining und Lymphdrainagen kannst Du die Festigkeit Deines Gewebes zwar positiv beeinflussen, die Rückbildung einer Hautschürze kannst Du damit allerdings nicht erreichen. In diesem Fall ist eine operative Entfernung des Hautüberschusses die einzige Möglichkeit, um dauerhafte, signifikante Erfolge zu erzielen.

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Du kannst die Bauchdeckenstraffung mit einem Body Lift oder gezielten Straffungen einzelner Körperteile, zum Beispiel der Arme, Beine oder Brust, kombinieren. So kannst Du ein ganzheitliches Ergebnis erzielen. Diese Eingriffe werden, so wie die Bauchdeckenstraffung, unter Vollnarkose von einem plastischen Chirurgen durchgeführt.

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Bei einer Bauchdeckenstraffung musst Du mit Kosten von etwa 4.000 bis 8.000 Euro rechnen. Diese variieren je nach Aufwand, gewählter Klinik und Honorar des Arztes und werden in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Bei der Bauchdeckenstraffung entfernt ein plastischer Chirurg überschüssiges Hautgewebe und Fettpolster im Bauchbereich. Der Eingriff wird in einer Klinik unter Vollnarkose durchgeführt.


Überschüssige Haut kann nach starken Gewichtsreduktionen, Schwangerschaften oder im Alter entstehen. Bei besonders stark erschlaffter Haut leiden Betroffene an einer sogenannten Fett- oder Hautschürze.


Die Voraussetzung für den Eingriff ist, dass Du volljährig bist und Dich körperlich in einem einwandfreien Gesundheitszustand befindest. Je nach Ausgangslage und Zielsetzung gibt es verschiedene Operationstechniken.


Nach der Operation musst Du zwei Tage in der Klinik bleiben, nach rund zwei Wochen bist Du wieder arbeits- und gesellschaftsfähig. Eine Veränderung kannst Du direkt nach dem Eingriff sehen, das endgültige Ergebnis ist in der Regel nach sechs Monaten sichtbar.

Was ist eine Bauchdeckenstraffung?

Wenn Ärzte von einer Bauchdeckenstraffung sprechen, bezeichnen sie einen operativen Eingriff, bei dem überschüssiges Gewebe am Bauch entfernt wird. Der Eingriff erfolgt meist unter Vollnarkose und wird von einem plastischen Chirurgen durchgeführt. Durch die Entfernung der Hautschürze und des Unterbauchfetts wird der Bauch gestrafft. Je nach Patient kann der Arzt im Rahmen dieses Eingriffs auch Abweichungen der geraden Bauchmuskeln und Bauchwandeinbrüche korrigieren. Das Vorgehen wird in der Medizin auch als Abdominoplastik oder Bauchstraffung bezeichnet und kann auf mehrere verschiedene Arten durchgeführt und mit der Korrektur einer Rektusdiastase verbunden werden.

Bauchdeckenstraffung - Was ist eine Bauchdeckenstraffung?

Welche Formen der Abdominoplastik gibt es?

Bei der klassischen Bauchstraffung führt der Chirurg einen Schnitt oberhalb der Schambehaarung durch und führt diesen bis an die äußeren Seiten des Bauchs. Daraus entfernt er die überschüssige Haut sowie das Fettgewebe des Unterbauchs. Er schneidet um den Nabel herum, damit er diesen im Anschluss mit dem nach unten gestrafften Teil der Haut verbinden kann und er in seiner ursprünglichen Position bleibt. Falls Bedarf besteht, führt der Mediziner zusätzlich dazu die auseinander gewichenen, geraden Bauchmuskeln zusammen, sodass diese verstärkt werden.

Von der klassischen Bauchstraffung grenzt sich die sogenannte Mini-Abdominoplastik ab. Diese Methode wenden Ärzte an, wenn nur eine kleine Straffung des Unterbauchs notwendig ist, da der Hautschnitt bei dieser Form wesentlich kürzer ausfällt. Der Chirurg entfernt bei der Mini-Abdominoplastik ein kleines Hautareal am Unterbauch und strafft damit die Haut. Der Nabel wird allerdings auch bei dieser Methode nicht versetzt.

Von den ersten beiden Methoden unterscheidet sich die Bauchdeckenplastik mit alternativer Schnittführung. Je nach individueller Ausgangssituation des Patienten kann der Chirurg den Schnitt bei der Operation auch vertikal oder in der Bauchmitte durchführen. Das kann beispielsweise dann notwendig sein, wenn eine klassische Schnittführung aufgrund bestimmter Narben des Patienten nicht möglich ist. Bei der Fleur-de-lis-Technik setzt der Chirurg hingegen zusätzlich zum horizontalen noch einen vertikalen Schnitt, sodass die Form eines Ankers entsteht.

Diese Technik kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn ein ausgeprägter Hautüberschuss in der Mitte des Bauchs oder oberhalb des Bauchnabels besteht. Manche Chirurgen bieten auch die Methode der Bauchhochzugplastik an. Diese ist eine sinnvolle Option, wenn sich der Hautüberschuss besonders im oberen Bauchbereich manifestiert. In diesem Fall führt der Mediziner einen Schnitt knapp unterhalb der Brust durch und zieht die erschlafften Hautteile hinauf.

Eine weitere Variante der Bauchdeckenstraffung ist die Abdominoplastik nach Avelar. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass die Fettschicht des gesamten Bauchs durch Fettabsaugung ausgedünnt wird. Anschließend wird die Haut entfernt und gestrafft.
Ist bei der Bauchstraffung keine Entfernung der Hautlappen erforderlich, spricht die Medizin von der endoskopischen Bauchdeckenstraffung. Bei dieser setzt der Chirurg einen sehr kleinen Schnitt und strafft nur die Bauchmuskeln. Nach der Operation sind kaum Narben sichtbar. Diese Methode kommt allerdings nur sehr selten zum Einsatz.

Wann kommt eine Bauchdeckenstraffung zum Einsatz?

Eine Bauchdeckenstraffung kommt dann zum Einsatz, wenn das Hautgewebe am Bauch erschlafft ist und hängt. Dafür kann es verschiedene Gründe geben. Viele Patienten leiden in Folge einer starken Gewichtsreduktion an erschlaffter Haut im Bereich des Bauchs. Durch die Fettabnahme entsteht ein großer Hautüberschuss, der sich nicht mit Sport oder gesunder Ernährung zurückbilden lässt. Um ihn zu entfernen, bleibt nur die Option einer Operation.
Ein solcher Hautüberschuss, der auch als Hauttasche oder Hautschürze bezeichnet wird, kann auch mit zunehmendem Alter entstehen, da die Haut dann ihre Elastizität verliert. In diesem Fall kann ebenso eine Bauchstraffung zur Korrektur eingesetzt werden.

Bauchdeckenstraffung - Wann kommt eine Bauchdeckenstraffung zum Einsatz?

Auch bei einer Schwangerschaft wird das Gewebe des Bauchs stark gedehnt und in einigen Fällen bildet es sich nach der Geburt nicht vollständig zurück. Der entstandene Hautlappen kann dann operativ entfernt werden. Auch nach einem Kaiserschnitt sind Bauchstraffungen nicht selten, da dabei unregelmäßige Narben in einem ungleichmäßigen Hautbild resultieren können. Überschüssige Haut ist für viele Patienten ein kosmetisches Problem, das dazu führt, dass sich die Betroffenen in ihrem Körper nicht mehr wohl fühlen und sogar an psychischen Problemen leiden können. Ein vermindertes Selbstwertgefühl bis hin zu Depressionen sind die Folge.
 
Neben dem optischen Aspekt ist eine Fettschürze aber auch aus pflegerischen Gründen problematisch. Das Aufeinanderliegen der überschüssigen Haut bedarf einer sehr aufwendigen Körperpflege und kann selbst bei konsequenter Hygiene in wiederkehrenden Hautentzündungen resultieren.

Wie entsteht überschüssige Haut am Bauch?

Es gibt mehrere Gründe für das Nachlassen der Hautelastizität. In den meisten Fällen ist es ein bedeutender Gewichtsverlust, der dazu führt, dass sich zu stark ausgedehnte Haut nicht mehr zurückbilden kann und in weiterer Folge schlaff wirkt. Im schlimmsten Fall, wenn ein sehr großer Hautüberschuss vorhanden ist, hängt das erschlaffte Gewebe sogar als Fettschürze herab. Auch nach Schwangerschaften oder im Alter erschlafft das Gewebe am Bauch, sodass es sich in vielen Fällen auch durch Sport und gesunde Ernährung nicht mehr zurückbildet.

Für wen eignet sich eine Bauchdeckenstraffung?

Bauchdeckenstraffung - Für wen eignet sich eine Bauchdeckenstraffung?

Eine Bauchdeckenstraffung eignet sich für Patienten, die unter stark hängenden Hautpartien leiden. Da viele Betroffene psychisch stark unter ihrem erschlafften Gewebe leiden, kann eine Bauchdeckenstraffung zu einer Stärkung des Selbstbewusstseins führen und dazu beitragen, dass die Patienten wieder zu einem komplett neuen Lebensgefühl finden.

Die Bauchdeckenstraffung eignet sich sowohl für Frauen als auch für Männer und wird bei Chirurgen in der Regel ab einem Alter von 18 Jahren durchgeführt. In sehr seltenen Fällen machen Ärzte eine Ausnahme, dann aber auch nur, wenn es dringend notwendig ist. Dazu ist allerdings eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten notwendig. Eine wichtige Voraussetzung für den Eingriff ist, dass Du Dich gesundheitlich in einem guten Zustand befindest. So lassen sich gewisse Risiken und Komplikationen schon von vornherein ausschließen.

Worauf muss ich vor einer Bauchdeckenstraffung achten?

Bauchdeckenstraffung - Setze nach Rücksprache mit Deinem Arzt rechtzeitig bestimmte Medikamente ab

Setze nach Rücksprache mit Deinem Arzt rechtzeitig bestimmte Medikamente ab

Bauchdeckenstraffung - Verzichte vor dem Eingriff auf Alkohol & Nikotin

Verzichte vor dem Eingriff auf Alkohol & Nikotin

Falls Du regelmäßig Medikamente zu Dir nimmst, solltest Du diesbezüglich vor der Operation unbedingt mit Deinem Arzt Rücksprache halten. Blutgerinnungshemmende oder blutverdünnende Medikamente musst Du etwa eine Woche vor der Operation absetzen. Bitte beachte, dass auch manche Schmerzmittel, die Du ohne Rezept in der Apotheke kaufen kannst, blutverdünnend wirken. Auch diese darfst Du vor dem Eingriff nicht mehr einnehmen. Am besten besprichst Du direkt mit Deinem Arzt, welche Präparate Du trotz Eingriff zu Dir nehmen darfst, denn so kann er sich ein Bild von Deiner Medikamenteneinnahme machen und Dir gegebenenfalls Alternativen empfehlen.
Außerdem solltest Du in der Zeit vor der Bauchdeckenstraffung auf Alkohol und Nikotin verzichten, denn diese Substanzen können die Blutgerinnung stören und somit bei der Operation zu Komplikationen führen.

Bauchdeckenstraffung - Worauf muss ich vor einer Bauchdeckenstraffung achten?

Was macht der Arzt vor einer Bauchdeckenstraffung?

Bauchdeckenstraffung - Was macht der Arzt vor einer Bauchdeckenstraffung?

Wenn Du eine Bauchdeckenstraffung durchführen lassen möchtest, kannst Du Dich dafür an einen plastischen und ästhetischen Chirurgen wenden. Zunächst wird Dich der Arzt zu einem Vorgespräch einladen. Nach einer Anamnese untersucht Dich der Mediziner und begutachtet dabei genau die erschlafften Hautpartien, die Du entfernen lassen möchtest.

Anschließend erklärt Dir Dein Chirurg, welche Operationstechnik er in Deinem Fall anwenden möchte und erläutert Dir genau den Vorgang der Bauchdeckenstraffung. Weiterhin wird Dich Dein Arzt darüber aufklären, was Du vor der Operation beachten solltest und welche Risiken bei dem Eingriff entstehen könnten. Außerdem bietet Dir dieses Vorgespräch die Möglichkeit, alle offenen noch Fragen zu stellen. Du kannst Dich mit allen Bedenken und Unsicherheiten an Deinen Arzt wenden.
 
Im Anschluss an das Gespräch stellt Dich Dein Chirurg dem Anästhesisten vor. Dieser wird ebenfalls an dem Termin teilnehmen, denn Du wirst bei der Bauchdeckenstraffung unter Vollnarkose gesetzt. Der Anästhesist stellt Dir Fragen zu Deinem Gesundheitszustand und zu vorherigen operativen Eingriffen. Erst wenn der Narkosearzt grünes Licht gibt, steht der Bauchstraffung nichts mehr im Weg. Alternativ dazu kannst Du die Operationsfreigabe auch von Deinem Hausarzt oder Internisten einholen. Wichtig ist nur, dass Dein Gesundheitszustand vor dem Eingriff überprüft wird, denn Du kannst Dich der Operation nur unterziehen, wenn Du körperlich gesund bist.

Wie läuft eine Bauchdeckenstraffung ab?

Die Operation verläuft in Vollnarkose und wird stationär in einer Klinik durchgeführt.
Nachdem Du von Deinem Anästhesisten in den Tiefschlaf versetzt wurdest und von dem Eingriff nichts mehr mitbekommst, setzt Dein Chirurg einen bogenförmigen Schnitt knapp über der Bikinizone. Er umschneidet Deinen Nabel, sodass er dann die umliegende, erschlaffte Haut lösen kann. Anschließend präpariert er die Haut in Richtung Rippen, wobei er die überschüssige Haut sowie das darunter liegende Fettgewebe entfernt. Dann zieht er den präparierten Teil Deines Oberbauchs nach unten in die Leistengegend, wo er die Hautstücke miteinander vernäht. Dieser Vorgang strafft Deinen Bauch. Je nach angewandter Operationstechnik kann die Lage des Hautschnitts auch etwas abweichen. Details dazu findest Du weiter oben in diesem Beitrag.

Bauchdeckenstraffung - Wie läuft eine Bauchdeckenstraffung ab?

Nachdem die Hautstücke fast vollständig miteinander vernäht wurden, setzt der Mediziner Deinen Bauchnabel an seine neue Position. Dieser Schritt ist sehr wichtig und muss äußerst präzise durchgeführt werden, denn die Position des Nabels ist ausschlaggebend für die optische Harmonie Deines Bauchs. Gegebenenfalls kann der Chirurg in einem weiteren Schritt Abweichungen der geraden Bauchmuskeln, sogenannte Rektusdiastasen, oder auch Hernien, also Bauchwandeinbrüche, korrigieren. Auch die Korrektur überschüssiger Fettpolster an den Flanken oder dem Oberbauch ist möglich. Ob das notwendig ist, ist je nach Patient individuell.
 
Dein Chirurg beendet die Bauchdeckenstraffung mit einer umfassenden Versorgung der Operationswunde. Dazu verlegt er zwei bis sechs Wunddrainagen in der Narbe, die den Abfluss von Wundsekret ermöglichen und somit Blutergüssen und Schwellungen entgegenwirken. Er schließt den operativen Zugang schließlich mit feinen Nähten und verklebt diese mit speziellen Strips, die die Spannung an den Wundrändern mindern.
 
Insgesamt dauert der Eingriff etwa zwei bis viereinhalb Stunden. Die genaue Dauer hängt davon ab, wie umfangreich der Hautüberschuss ist, ob zusätzlich Hernien oder Rektusdiastasen korrigiert werden müssen, und welche Methode der Bauchstraffung bei Dir zum Einsatz kommt. Nach dem Eingriff musst Du noch etwa zwei Tage in der Klinik bleiben, damit Du die erste Zeit nach der Operation ärztlich betreut werden kannst.

Was muss ich nach einer Bauchdeckenstraffung beachten?

Bauchdeckenstraffung - Verzichte etwa acht Wochen auf heiße Bäder, Saunagänge, Infrarotkabinen oder Sonnenbäder

Verzichte etwa acht Wochen auf heiße Bäder, Saunagänge, Infrarotkabinen oder Sonnenbäder

Bauchdeckenstraffung - Verzichte sechs Wochen auf Sport & vermeide Spannung an der Operationsnarbe

Verzichte sechs Wochen auf Sport & vermeide Spannung an der Operationsnarbe

Bauchdeckenstraffung - Vermeide starke Sonneneinstrahlung & trage spezielle Kompressionskleidung

Vermeide starke Sonneneinstrahlung & trage spezielle Kompressionskleidung

Bauchdeckenstraffung - Verzichte auch nach dem Eingriff auf gerinnungshemmende, blutverdünnende Medikamente, sowie auf Alkohol & Nikotin

Verzichte auch nach dem Eingriff auf gerinnungshemmende, blutverdünnende Medikamente, sowie auf Alkohol & Nikotin

Nach der Bauchdeckenstraffung solltest Du einige Dinge zu beachten, um eine optimale Heilung der Wunden zu fördern. Beim Eingriff wird Dein Chirurg die Naht mit einem sterilen Verband versorgen. Dieser sollte bis zum Entfernen der Nähte auf den Wunden verbleiben, da er diese vor Keimen und anderen Umwelteinflüssen schützt. Zwei Tage nach der Operation kannst Du die Klinik verlassen. Gesellschaftsfähig bist Du bereits nach der Entlassung, arbeiten kannst Du nach rund ein bis zwei Wochen wieder.
 
Je nach verwendetem Nahtmaterial und Nahttechnik wird Dein Arzt nach etwa einer Woche die Nähte entfernen. Nachdem die Nähte entfernt wurden, kannst Du die frischen Narben mit einer schützenden Salbe pflegen, damit diese rasch verheilen. Duschen darfst Du bereits nach dem Entfernen der Nähte, auf heiße Bäder, Saunagänge, Infrarotkabinen oder Sonnenbäder musst Du allerdings für etwa acht Wochen nach der Bauchdeckenstraffung verzichten.
 
Um Spannung an den Nähten zu verhindern, solltest Du nach dem Eingriff für einige Zeit mit erhöhtem Oberkörper und leicht angewinkelten Beinen schlafen. Wenn Du Dich nach dem Aufstehen aufrichtest, ist es wichtig, dass Du Dich nicht streckst, denn auch dabei könnte ein Zug an den frischen Narben entstehen. Auch Sport kann Spannung an den Operationsnarben verursachen, weshalb Du körperliche Tätigkeiten erst nach frühestens sechs Wochen wieder durchführen darfst.

Bauchdeckenstraffung - Was muss ich nach einer Bauchdeckenstraffung beachten?

Zum Schutz der Narben solltest Du außerdem in der Zeit nach dem Eingriff starke Sonneneinstrahlung meiden, denn wenn Du die frisch vernarbte Haut starker UV-Strahlung aussetzt, kann es zu Pigmentierungen kommen. Je nach Umfang des Eingriffs solltest Du etwa sechs Wochen nach der Operation Kompressionskleidung tragen.
 
Je nach Ausgangssituation und möglichen Vorerkrankungen wird Dir Dein Chirurg nach dem Eingriff eine Thromboseprophylaxe verschreiben. Diese dient der Prävention von Komplikationen und muss für fünf bis zehn Tage eingenommen werden. Auch nach der Operation ist es wichtig, dass Du die Einnahme sämtlicher Medikamente mit Deinem Arzt besprichst. Du solltest vor allem gerinnungshemmende und blutverdünnende Medikamente meiden, ebenso wie Präparate, die Acetylsalicylsäure enthalten.
 
Auch nach einer Bauchdeckenstraffung solltest Du auf Alkohol und Nikotin verzichten, da diese Substanzen die Wundheilung stören können. Außerdem solltest Du beachten, dass es nach dem Eingriff vorübergehend zu Gefühlsminderungen der Bauchregion kommen kann. Das ist allerdings kein Grund zur Sorge, denn dies normalisiert sich meistens nach einigen Monaten wieder.

Welche Risiken und Komplikationen birgt eine Bauchdeckenstraffung?

Bauchdeckenstraffung - Welche Risiken und Komplikationen birgt eine Bauchdeckenstraffung?

Wie jede Operation ist auch die Bauchdeckenstraffung mit gewissen Risiken verbunden. Beispielsweise kann es nach dem Eingriff zu Wundheilungs- oder Durchblutungsstörungen im Nahtbereich oder am Nabel kommen, es kann aber auch passieren, dass die Wunde aufreißt und ein neuerliches Vernähen der Operationsnarbe notwendig ist.

Ebenso können nach einer Bauchdeckenstraffung Infektionen entstehen, weshalb es wichtig ist, dass Du den behandelten Bereich gut pflegst und Dich an die Vorgaben Deines Arztes hältst.
 
In seltenen Fällen kann es außerdem nach dem Eingriff zu wulstigen Narben, Bürzelbildungen, Hautunregelmäßigkeiten oder Serombildungen kommen. Gelegentlich können auch Gefühlsminderungen und Fettgewebsnekrosen auftreten. Auch Thrombosen oder Entzündungen zählen zu den möglichen Komplikationen. Diese Risiken lassen sich allerdings senken, wenn Du den Eingriff von einem gut geschulten Spezialisten durchführen lässt.

Wann sind die Ergebnisse einer Bauchdeckenstraffung sichtbar?

Eine Veränderung ist direkt nach dem Eingriff sichtbar, erste Ergebnisse kannst Du allerdings erst nach einigen Wochen oder Monaten beurteilen, da es eine gewisse Zeit braucht, bis die Narben verheilt und alle Schwellungen abgeheilt sind. Die Heilungsdauer richtet sich auch nach dem Umfang des Eingriffs. Je umfassender Dein Chirurg bei der Bauchdeckenstraffung gearbeitet hat, desto langwieriger kann die Zeit bis zum endgültigen Ergebnis ausfallen. In der Regel ist das endgültige Ergebnis einer Bauchdeckenstraffung nach sechs Monaten sichtbar.

Bauchdeckenstraffung - Wann sind die Ergebnisse einer Bauchdeckenstraffung sichtbar?

Die Narbenbildung ist allerdings selbst nach größeren Bauchdeckenstraffungen bei vielen Patienten eher gering. Bei vielen Patienten fällt die Narbe sehr dünn aus, sodass sie nach vollständiger Heilung kaum noch sichtbar ist. Sie verläuft von einem Beckenknochen zum anderen unterhalb des Bauches und verschwindet meist im Schambereich. Jedoch ist die Narbenbildung bei jedem Patienten verschieden, weshalb bei Dir die Narben unter Umständen stärker auffallen. Dies ist jedoch kein Grund zur Sorge, da es verschiedene Möglichkeiten der Narbenkorrektur gibt. Auch mit einer Lasertherapie lassen sich sichtbare und störende Narben sehr gut behandeln.

Lässt sich der Bauch auch ohne OP straffen?

Bauchdeckenstraffung - Lässt sich der Bauch auch ohne OP straffen?

Es gibt verschiedene Alternativen, die Du statt einer Bauchdeckenstraffung in Erwägung ziehen kannst, allerdings versprechen diese nur bedingte Erfolge. Mit regelmäßigem Muskeltraining, gezielten Massagen und Lymphdrainagen kannst Du Deine körperliche Gesundheit und auch Dein Wohlbefinden stärken.

Obwohl Du damit einer Erschlaffung der Haut entgegenwirken kannst und auch das Gewebe in gewissem Maße festigen kannst, ist es nicht möglich, mithilfe dieser Maßnahmen bereits erschlaffte Haut und übermäßig vorliegende Fettpolster zu beseitigen. Auch Bruchpforten in der Bauchwand und Dehnungsstreifen kannst Du damit leider nicht beikommen.
 
Je nach Ausgangslage kannst Du Deinen Bauch auch mit einer Fettabsaugung straffen lassen. Dabei kann Dein Chirurg überschüssiges Fett entfernen und auch kleinere Hauterschlaffungen aufheben, da bei dem Eingriff kleine Vernarbungen entstehen, die zu einer Straffung der Haut führen. Wenn an Deinem Bauch allerdings viel überschüssige Haut vorhanden ist oder Du sogar an einer Fettschürze leidest, ist eine Bauchdeckenstraffung die effektivste Behandlung.

Bauchdeckenstraffung - Mit welchen Verfahren kann eine Bauchdeckenstraffung kombiniert werden?

Mit welchen Verfahren kann eine Bauchdeckenstraffung kombiniert werden?

Du kannst die Bauchdeckenstraffung mit verschiedenen medizinischen Verfahren kombinieren. Um nicht nur den Bauch zu straffen, sondern den gesamten Körper, bietet sich das sogenannte Body Lift an. Bei diesem operativen Eingriff können sämtliche Körperregionen, an denen überschüssige Haut besteht, gestrafft werden. So kannst Du auch Deine Oberschenkel, Arme oder Brust straffen lassen. Selbstverständlich ist auch eine gezielte Straffung von einzelnen Körperarealen möglich. Diese Eingriffe erfolgen, ebenso wie die Bauchdeckenstraffung, unter Vollnarkose und werden von einem plastischen Chirurgen durchgeführt, der je nach Ausgangssituation und Wunsch des Patienten einen gezielten Schnitt setzt und anschließend überschüssiges Gewebe entfernt.
 
Um die Narbenheilung positiv zu beeinflussen, kannst Du die Bauchdeckenstraffung auch mit einer Laserbehandlung kombinieren. Diese führt Dein ästhetischer Chirurg längere Zeit nach dem Eingriff durch, wenn die Operationswunden bereits komplett verheilt sind und alle Schwellungen abgeklungen sind. Obgleich die bei der Bauchdeckenstraffung entstehenden Narben meistens sehr diskret ausfallen, kannst Du sie mit einer Laserbehandlung weiterhin verkleinern und verblassen lassen.

Was kostet eine Bauchdeckenstraffung?

Bauchdeckenstraffung - Kosten

Die Preise einer Bauchdeckenstraffung hängen davon ab, welcher Aufwand mit der Operation verbunden ist, also wie groß die erschlafften Hautareale sind und ob zusätzlich Fettpolster, Hernien oder andere Unregelmäßigkeiten entfernt werden. Auch das Honorar Deines Arztes und die gewählte Klinik spielen eine entscheidende Rolle bei der Berechnung der Kosten. Insgesamt musst Du mit rund 4.000 bis 8.000 Euro rechnen, eine genaue Kosteneinschätzung kann allerdings nur der behandelnde Arzt treffen. Findet die Bauchstraffung in Kombination mit einer Fettabsaugung statt, steigen die Kosten auf bis zu 12.000 Euro an.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Bauchstraffung?

Da es sich bei der Bauchdeckenstraffung um einen rein kosmetischen Eingriff handelt, werden die Kosten dafür in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen. Unter Umständen ist jedoch eine Kostenübernahme seitens der Krankenkasse möglich, beispielsweise nach einem Magenbypass oder nach einem Gewichtsverlust von über 30 Kilogramm. Stellt ein Arzt bei Dir psychische Belastungen aufgrund der Fettschürzen fest, dann kannst Du bei Deinem Versicherungsträger einen Antrag auf Kostenübernahme stellen, den Deine Krankenkasse bestätigen muss. Diesen Antrag kannst Du allerdings ausschließlich im Vorhinein stellen.

 


Über den Autor: Dr. med. Benjamin Gehl

Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie


Als Facharzt für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie liegt die Leidenschaft von Dr. Gehl schon immer im Bereich der medizinischen Contentproduktion.

Aufgrund seiner Ausbildung, einer langjährigen Einsatzzeit in der rekonstruktiven und plastischen Chirurgie, sowie zahlreichen Auslandseinsätzen in Indien, Afrika und Amerika weiß er, welche Techniken und Behandlungen für medizinische Indikationen international Anwendung finden und State of the art sind.

Weiterhin beschäftigt er sich täglich mit neuen Trends und Techniken in der operativen und nicht-operativen Chirurgie. Fortbildungen sowie Studien zählen genauso zu seiner Leidenschaft wie die Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten zu den neuesten fachspezifischen Themen.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Bei der Bauchdeckenstraffung entfernt ein plastischer Chirurg überschüssiges Hautgewebe und Fettpolster im Bauchbereich. Der Eingriff wird in einer Klinik unter Vollnarkose durchgeführt.


Überschüssige Haut kann nach starken Gewichtsreduktionen, Schwangerschaften oder im Alter entstehen. Bei besonders stark erschlaffter Haut leiden Betroffene an einer sogenannten Fett- oder Hautschürze.


Die Voraussetzung für den Eingriff ist, dass Du volljährig bist und Dich körperlich in einem einwandfreien Gesundheitszustand befindest. Je nach Ausgangslage und Zielsetzung gibt es verschiedene Operationstechniken.


Nach der Operation musst Du zwei Tage in der Klinik bleiben, nach rund zwei Wochen bist Du wieder arbeits- und gesellschaftsfähig. Eine Veränderung kannst Du direkt nach dem Eingriff sehen, das endgültige Ergebnis ist in der Regel nach sechs Monaten sichtbar.

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