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Implantate, Schnitttechnik und Implantatplatzierung!

Implantate, Schnitttechnik und Implantatplatzierung!

Viele Frauen wünschen sich mehr Volumen und ein volleres Dekolleté, um sich in ihrem Körper rundum wohlzufühlen.

Dauer
60-120 Minuten
Klinik
1 Nacht
Ausfallzeit
2-7 Tage
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Wie lässt sich die Brust vergrößern?

Bei den meisten Brustvergrößerungen kommen Brustimplantate zum Einsatz, denn diese bieten einen angenehmen Tragekomfort, geben der Brust eine schöne Form und sorgen für ein lang anhaltendes Ergebnis. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, sich die Brust mit Eigenfett vergrößern zu lassen, hierfür müssen jedoch besondere Bedingungen gegeben sein, wie beispielsweise genügend eigene Fettreserven. Oftmals ist es zudem schwieriger mit Eigenfett eine ästhetisch schöne Form zu erreichen.

Implantate, Schnitttechnik und Implantatplatzierung! - Wie lässt sich die Brust vergrößern?

Welche Unterschiede gibt es bei den Implantaten?

Die heutigen Brustimplantate gibt es in verschiedenen Formen und Größen und sind entweder mit Silikon oder einer Kochsalzlösung gefüllt. Die Oberfläche variiert ebenfalls von Implantat zu Implantat, wobei die Implantatoberfläche entweder in glatt oder strukturiert unterteilt wird. Allerdings gibt es innerhalb dieser beiden Oberflächentypen erneut verschiedene Stufen. Seit der Erfindung der Implantate wurden diese ständig weiterentwickelt, um die Sicherheit und den Tragekomfort zu erhöhen. So kann es sein, dass Implantate der älteren Generation nicht so sicher oder komfortabel sind wie neuere, modernere Implantate.

Unterschiedliche Implantatgrößen

Zunächst einmal findest Du gemeinsam mit Deinem Arzt die für Dich richtige Implantatgröße heraus. Bei der Größe gibt es das Volumen, die Breite und die Projektion zu berücksichtigen. Diese Faktoren spielen eine wichtige Rolle, denn die Wahl des Implantats muss gut durchdacht sein und zu Deiner individuellen Statur passen, damit Du am Ende eine schöne und natürliche Brust erhältst.

Implantate, Schnitttechnik und Implantatplatzierung! - Unterschiedliche Implantatgrößen

Das Volumen der Implantate variiert und reicht von 105cc (Kubikzentimeter) bis zu 1050cc. Die Breite des Implantats wird so gewählt, dass sie der Breite Deiner Brust entspricht. Ist das Implantat breiter als Deine Brust, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Brustgewebe dehnt und es zu einer Verschiebung des Implantats kommt. Das sollte natürlich nicht passieren, weshalb das Brustimplantat genau an Dich angepasst werden muss, um das beste Ergebnis zu erzielen.

Die Projektion des Implantats gibt an, wie weit das Implantat aus der Brust herausragt und wird verwendet, um mehr Volumen hinzuzufügen, ohne die Breite des Implantats zu vergrößern. Implantate gibt es in vier verschiedenen Projektionen, um einer Vielzahl von Körperformen gerecht zu werden:

  • Mini: die niedrigste Projektion
  • Demi: eine mäßig-niedrige Projektion
  • Full: eine mittelhohe Projektion
  • Corsé: die höchste Projektion

Unterschiedliche Implantatformen

Kommen wir nun zu den verschiedenen Formen der Implantate. Hier stehen Dir grundsätzlich zwei Varianten zur Auswahl:

Runde Implantate

Runde Implantate sorgen für eine besonders voll aussehende Brust, da sie sowohl im oberen als auch im unteren Bereich für Fülle sorgen.

Implantate, Schnitttechnik und Implantatplatzierung! - Unterschiedliche Implantatformen

Ergonomische Implantate
Das tropfenförmige Implantat passt sich dank spezieller Materialeigenschaften perfekt an Deinen Körper und Deine Bewegungen an. Liegst Du also auf dem Rücken, liegen die Implantate rund auf Deinem Brustkorb auf, genau wie die natürliche Brust, während sie beim Stehen wieder in ihre Tropfenform zurückkehren. Diese Form sorgt für ein sehr natürliches Aussehen Deiner Brust, da im oberen Bereich etwas weniger Volumen vorhanden ist als im unteren Bereich. Aber nicht nur das Aussehen, sondern auch das Gefühl kommt dem einer natürlichen Brust am nächsten.

Unterschiedliche Oberflächentypen

Wie bereits erwähnt, gibt es auch bei den Oberflächen der Implantate Unterschiede. Diese haben sich im Laufe der Jahrzehnte aufgrund der Weiterentwicklung der Brustimplantate immer wieder verändert. Obwohl die Oberflächen gemeinhin als glatt oder strukturiert kategorisiert werden, lassen sie sich nochmals weiter unterteilen.

Die “traditionelle” glatte Oberfläche wurde in den 1960er-Jahren entwickelt, allerdings wurden die glatten Implantate mit einer hohen Rate an Kapselkontrakturen in Verbindung gebracht.

In den 1980er-Jahren kam es zur Entwicklung einer texturierten, also rauen, Oberfläche. Damit wollte man das Risiko zweier häufig auftretenden Komplikationen verringern, und zwar das einer Kapselfibrose und einer Verschiebung der Brustimplantate, die häufig durch einen “Klettetffekt” des Implantates und des Brustgewebes auftrat.

Doch leider können auch texturierte Implantate verschiedene Komplikationen, wie zum Beispiel Implantatfaltenbildungen, Traktionsrippling, Implantatrupturen, Kapselfibrosen, späte Serome und Doppelkapseln hervorrufen. Neuerdings besteht ebenfalls der Verdacht, dass die Entstehung einer seltenen Krebserkrankung des Immunsystems, das Brustimplantat-assoziierte anaplastische großzellige Lymphom (BIA-ALCL), mit der texturierten Oberfläche der Implantate zusammenhängen könnte.

Implantate, Schnitttechnik und Implantatplatzierung! - Unterschiedliche Oberflächentypen

Damit die Implantate für Dich so wenige Risiken wie möglich bergen, wird stetig an der Weiterentwicklung der Implantate gearbeitet. Das betrifft ebenfalls die Oberfläche der Silikonkissen. Vor allem bei den neuesten Brustimplantaten kommt in der Regel eine verbesserte Oberfläche zum Einsatz, um das Risiko für Komplikationen zu minimieren.

Moderne Implantate verfügen über innovative, biokompatible Oberflächen, die ohne den Einsatz von Fremdstoffen wie Salz oder Zucker auskommen. Diese spezielle Struktur ist so konzipiert, dass sie vom Körper nicht als “fremd” wahrgenommen wird, wodurch das Implantat eine sehr niedrige Komplikationsrate aufweist.

Unterschiedliche Implantat-Füllung

Neben der Form und der Oberflächenstruktur gibt es ebenfalls unterschiedliche Füllungen. Die meisten denken bei Brustimplantaten direkt an Silikon, allerdings kommen auch heute noch Implantate mit einer Kochsalzlösung zum Einsatz, wenn auch nicht mehr ganz so oft. Das liegt daran, dass sich mit Kochsalzimplantaten nicht so schöne und vor allem beständige Ergebnisse erreichen lassen. Sollte das Implantat jedoch reißen, besteht keine Gefahr für Dich, denn Dein Körper scheidet die Lösung auf natürlichem Wege wieder aus.

Silikonimplantate sind mit einer klebrigen Substanz gefüllt, welche menschlichem Fettgewebe ähnelt. Moderne Implantate bieten unterschiedliche Arten von Silikongelen an. Beide Gele sind kohäsiv, also sehr elastisch, und sorgen so für zusätzliche Stabilität, wodurch das Risiko eines Implantatbruchs verringert wird und gleichzeitig das Aussehen und die Haptik einer natürlichen Brust entsteht. Die Verwendung der Silikongele ist unterschiedlich. Während das eine Gel mehr Volumen im unteren Teil des Implantats bietet und so für ein natürlicheres Aussehen sorgt, bietet das andere Gel der weiblichen Brust ein volleres, jugendlicheres Aussehen.

Was bedeutet kohäsiv bei Implantaten?

Kohäsiv bei Silikonimplantaten bedeutet, dass das verwendete Füllmaterial, in diesem Fall also Silikon, aus einer festen Masse besteht. Sollte das Implantat in einem sehr unwahrscheinlichen Fall einmal reißen, tritt das Silikon nicht in Deinem Körper aus und verteilt sich somit auch nicht in Deinem Organismus. Du kannst Dir das Innere eines Silikonimplantates in etwa so vorstellen wie das eines aufgeschnittenen Gummibärchens.

Implantate, Schnitttechnik und Implantatplatzierung! - Was bedeutet kohäsiv bei Implantaten?

Wie treffe ich die richtige Wahl für ein Implantat?

Welches Implantat am besten zu Dir passt, besprichst Du mit Deinem Chirurgen, denn hier gibt es einige Punkte zu beachten, damit Du hinterher auch ein wirklich schönes und natürliches Ergebnis erhältst. Ein erfahrener Arzt kann Dir beispielsweise anhand Deines Körperbaus ganz genau sagen, welche Größe und welche Form zu Dir passt, damit es nicht sofort ersichtlich ist, dass Du Brustimplantate unter der Haut trägst. Dazu schaut er sich unter anderem die Breite Deines Brustkorbes, das bestehende Volumen Deiner natürlichen Brust, die Symmetrie Deines Körpers und auch Deine Hautbeschaffenheit an. Anhand dieser Anhaltspunkte spricht der Chirurg seine Empfehlungen aus.

Natürlich liegt die Entscheidung letztendlich vollkommen bei Dir, der Spezialist steht Dir jedoch jederzeit beratend zur Seite.

Für welche weiteren Brustoperationen kommen Implantate häufig noch zum Einsatz?

Beim Begriff „Brustimplantate“ denken die meisten von uns wahrscheinlich direkt an eine Brustvergrößerung, allerdings kommen die Implantate auch gern bei weiteren Brustoperationen zum Einsatz. Gerade Frauen, die sich aufgrund einer Brustkrebserkrankung einer Mastektomie unterziehen lassen mussten, profitieren bei einer Brustrekonstruktion von den Silikonimplantaten. Die Rekonstruktion der Brust ist für die betroffenen Frauen häufig ein großer Schritt, um nicht nur die Erkrankung etwas besser verarbeiten zu können, sondern um sich im eigenen Körper auch wieder wohlzufühlen.

Implantate, Schnitttechnik und Implantatplatzierung! - Für welche weiteren Brustoperationen kommen Implantate häufig noch zum Einsatz?

Auch bei einer Bruststraffung kann die Verwendung von Implantaten teilweise sinnvoll sein, nämlich dann, wenn der Chirurg eine sehr große Menge an überschüssiger Haut entfernen musste, sodass die Brust massiv an Volumen eingebüßt hat. Zudem sind Implantate nicht selten bei der Behebung von Brustfehlbildungen, wie beispielsweise bei einer tubulären Brust oder beim Poland-Syndrom, behilflich.

Ablauf der Operation

Die Brustvergrößerung selbst findet unter Vollnarkose statt und dauert in der Regel zwischen 60 und 120 Minuten. Bei der Vergrößerung der Brust kann der Chirurg nicht nur verschiedene Schnitttechniken anwenden, sondern auch verschiedene Methoden, um die Implantate unter die Haut zu bringen. Welche dieser Methoden zum Einsatz kommt, besprichst Du mit dem Facharzt während des Vorgesprächs. Im nächsten Abschnitt erfährst Du mehr über die Techniken und auch, welche Vor- und Nachteile sie haben.

Schnitt in der Unterbrustfalte (Inframammär)

Die inframammäre Schnittführung eignet sich zwar für die meisten Implantate, ist jedoch vor allem für größere Implantate die bessere Wahl. Zudem kommt diese Technik häufig bei einer bereits sehr straffen oder bei einer kleinen Brust zum Einsatz. Der Chirurg setzt direkt in der Falte unter Deiner Brust einen halbkreisförmigen Schnitt und kann nun auf eine sehr einfache Weise die Innenseite Deiner Brust erreichen. Die Technik ist dabei sehr schonend, da keine großen Schäden am umliegenden Gewebe entstehen. Im nächsten Schritt kann der Chirurg nun das Implantat vorsichtig durch den Schnitt in Deiner Brust einbringen. Anschließend vernäht er die Wunde wieder.

Implantate, Schnitttechnik und Implantatplatzierung! - Schnitt in der Unterbrustfalte (Inframammär)

Der Vorteil des Schnittes in der Unterbrustfalte ist, dass dieser nicht sehr groß ist, was sich wiederum positiv auf die Wundheilung auswirken kann und Du mit keiner langen Ausfallzeit rechnen musst. Solltest Du zudem in ein paar Jahren die Implantate austauschen oder komplett entfernen lassen wollen, ist es kein Problem, einen erneuten Schnitt an genau der gleichen Stelle zu setzen und damit die Bildung mehrerer Narben zu verhindern. In diesem Fall ist auch das Risiko, die Empfindlichkeit der Brustwarze zu verändern, sehr gering.

Der Nachteil ist, dass, je nach verwendetem Implantat, die Narbe sichtbar sein kann, wenn Du auf dem Rücken liegst. Neuere Implantate sind jedoch so konzipiert, dass das Implantat auch nur durch einen sehr kleinen Schnitt eingesetzt werden kann, womit die Narbe kleiner ausfällt.

Schnitt unterhalb der Brustwarze (Periareolär)

Solltest Du Dich für eine Kombination aus Bruststraffung und Brustvergrößerung entschieden haben, dann greifen Chirurgen oftmals auf die periareoläre Schnittführung zurück, zur reinen Brustvergrößerung kommt diese Methode nur sehr selten zum Einsatz. Dabei setzt der Spezialist einen halbkreisförmigen Schnitt an der unteren Seite des Warzenhofs und kann nun die überschüssige Haut und das Zuviel an Gewebe entfernen, anschließend das Implantat einsetzen und die Wunde vorsichtig wieder vernähen.

Implantate, Schnitttechnik und Implantatplatzierung! - Schnitt unterhalb der Brustwarze (Periareolär)

Da auch hier der Schnitt relativ klein ist, besteht die Möglichkeit, dass die Wundheilung recht schnell verläuft und Du bereits nach kurzer Zeit wieder fit bist und Deinem Alltag nachgehen kannst. Zudem ist auch der Austausch oder die Entfernung des Silikonkissens durch den gleichen Einschnitt wieder möglich. Nachteile können unter anderem in einer Verringerung der Brustwarzenempfindlichkeit liegen und dass die Narbe deutlicher zu sehen ist als bei der Schnittsetzung in der Unterbrustfalte. Auch ist es möglich, dass die Stillfähigkeit beeinträchtigt wird.

Schnitt in der Achselhöhle (Transaxillär)

Bei der transaxillären Technik setzt der Arzt den Schnitt direkt in die Falte der Achselhöhle und kann nun das Implantat einbringen. Die Vorteile sind, dass das Brustdrüsengewebe nicht allzu sehr in Mitleidenschaft gezogen wird, keine direkt sichtbaren Narben entstehen und die Brustwarzenempfindlichkeit nur selten gestört wird. Nachteile sind jedoch, dass im Fall einer erneuten Operation der Einschnitt eventuell an einer anderen Stelle erfolgen muss, was wiederum zu einer weiteren Narbe führt. Für den Chirurgen kann es außerdem deutlich schwieriger sein, durch den axillären Zugang eine „Tasche“ für das Implantat zu erstellen.

Implantate, Schnitttechnik und Implantatplatzierung! - Schnitt in der Achselhöhle (Transaxillär)

Eine weitere Gefahr besteht, wenn die notwendigen Muskelfasern im Bereich der Achseln nicht sorgfältig durchtrennt werden, denn dann kann es vorkommen, dass die Implantate zu weit oben sitzen und das Ergebnis komplett unnatürlich aussieht. Anders als bei den beiden zuvor genannten Schnitttechniken, ist hier die Erholungszeit nicht verkürzt, sodass Du mit einer längeren Ausfallzeit rechnen musst.

Ist der Schnitt erst einmal gesetzt, bringt der Chirurg nun vorsichtig das Implantat in Deiner Brust ein. Hierfür kommen drei Methoden infrage.

Subglandulär

Unter einer subglandulären Implantatplatzierung ist zu verstehen, dass der Spezialist das Implantat direkt unter dem Brustgewebe einbringt. Diese Technik ist vor allem bei der Verwendung von strukturierten Implantaten empfohlen und kommt am häufigsten zum Einsatz. Vorteile sind, dass sich die Operationszeit bei dieser Methode verkürzt und auch die Erholungs- und damit die Ausfallzeit schneller verläuft. Zudem sind die Schmerzen nach der Operation oftmals etwas geringer und dem Chirurgen ist es möglich, die obere Brustform besser zu kontrollieren, sodass Du zum Schluss ein schönes Ergebnis erhältst.

Zu den Nachteilen gehört unter anderem, dass bei der subglandulären Technik ein höheres Risiko für die Ausbildung einer Kapselfibrose besteht. Zudem kann es durchaus vorkommen, dass sich das Implantat bei Patientinnen unschön abzeichnet, da die darüber liegende Haut zu dünn ist. Dies kann jedoch mit speziellen Eingriffen wie einer Hybrid-Technik überwunden werden, indem die Brust mit Eigenfett stärker abgedeckt wird. Zu beachten ist ebenfalls, dass das Implantat bei einer Mammographie in manchen Fällen zu Schwierigkeiten führen kann.

Implantate, Schnitttechnik und Implantatplatzierung! - Subglandulär
Implantate, Schnitttechnik und Implantatplatzierung! - Subpektoral (Submuskulär)

Subpektoral (Submuskulär)

Anders als bei der subglandulären Technik, setzt der Chirurg das Implantat bei der submuskulären Implantation nicht unter dem Brustgewebe, sondern unter dem Brustmuskel ein, was einen recht komplexen Eingriff darstellt, der nicht selten mit einer längeren und schmerzhafteren Erholungszeit einhergeht. Der Chirurg muss hierfür einen Teil des Muskels ablösen, damit er das Implantat einbringen kann. Zusätzlich müssen einige Fasern vom Muskel abgetrennt werden, denn ansonsten

besteht die Gefahr, dass sich das Implantat bei gewissen Muskelbewegungen unschön zusammendrückt. Trotzdem überwiegen die Vorteile jedoch deutlich, denn die Implantate sind durch den Brustmuskel besser geschützt und es ergibt sich eine natürlichere Form. Außerdem ist das Risiko für die Entstehung einer Kapselfibrose deutlich geringer, das Implantat zeichnet sich nicht so stark unter der Haut ab und auch eine Mammographie gestaltet sich meist einfacher. Bei strukturierten Implantaten ist diese Methode nicht unbedingt empfehlenswert, denn es besteht die Gefahr eines erhöhten Abriebs und damit die Entstehung eines Seroms (Hohlraum gefüllt mit Lymphflüssigkeit oder Blutserum).

In zwei Ebenen (Dual-Plane- oder Double-Layer-Technik)

Die Doppellagen-Technik ist eine Kombination aus der subglandulären und der subpektoralen Methode, das bedeutet also, dass der Chirurg das Implantat teilweise unter dem Muskel und gleichzeitig teilweise unter dem Gewebe platziert. Auch wenn der Eingriff und die damit verbundene Erholungszeit eventuell etwas länger ausfallen können, überwiegen bei dieser Technik dennoch ganz klar die Vorteile. Dem Spezialisten ist es möglich, eine sehr präzise Platzierung des Implantats durchzuführen und den unteren Teil der Brust schön zu formen. Zudem erhält die gesamte Brust durch die beiden Ebenen eine natürliche Neigung und mögliche Dellen im oberen Bereich werden geschickt kaschiert und auch das Fühlen und Erkennen der Implantatkante ist sehr unwahrscheinlich und auch ein versehentliches Verrutschen wird mit dieser Technik minimiert. Zusätzlich ist auch hier das Risiko für eine Kapselfibrose geringer und bei einer Mammographie sollte das Implantat nicht weiter stören.

Implantate, Schnitttechnik und Implantatplatzierung! - In zwei Ebenen (Dual-Plane- oder Double-Layer-Technik)

Interessant zu wissen: Um das Einsetzen der Implantate zu erleichtern und den Schnitt so klein wie möglich zu halten, kommen spezielle, trichterförmige Einführungshülsen zum Einsatz. Der Vorteil ist, dass dem Chirurgen bereits ein kleiner Schnitt genügt, um das Brustimplantat mithilfe der Einführungshülse in Deine Brust einzubringen. Das bedeutet eine minimale Berührung des Implantats, was wiederum die Bakterienbelastung reduzieren kann.

Dies funktioniert, indem er die Spitze des Beutels passend auf die Größe des Implantats zuschneidet. Anschließend gibt der Chirurg das Silikonkissen in den Beutel und führt die Öffnung in den zuvor getätigten Hautschnitt. Nun kann er das Implantat ganz einfach und vorsichtig durch die Spitze der Einführungshülse hindurch in die vorbereitete Implantattasche schieben. Dieser Vorgang erleichtert dem Arzt das Einsetzen und spart zudem noch Zeit. Somit sind mit dieser Methode eine kürzere Operationsdauer und eine kleinere Narbenbildung möglich.

Kann es zu Komplikationen kommen?

Implantate, Schnitttechnik und Implantatplatzierung! - Kann es zu Komplikationen kommen?

Dank der weit fortgeschrittenen Medizin sind Komplikationen bei Operationen heutzutage nur noch selten. Trotzdem muss Dir bewusst sein, dass ein chirurgischer Eingriff für Deinen

Körper sehr anstrengend ist und sich mögliche Risiken und Komplikationen leider nie zu 100% ausschließen lassen können. Leichte Blutungen, Rötungen und Schwellungen sind kein Grund zur Sorge, sondern in den ersten Tagen und Wochen nach der Operation vollkommen normal. Ernster ist hingegen die Ausbildung einer Kapselfibrose, denn diese kann für Deine Gesundheit negative Konsequenzen mit sich bringen.

Wann werden die Fäden nach einer Brustoperation entfernt?

In der Regel zieht der Chirurg die Fäden nach etwa 10-14 Tagen. In den meisten Fällen kommen heutzutage jedoch selbstauflösende Fäden zum Einsatz.

Implantate, Schnitttechnik und Implantatplatzierung! - Wann werden die Fäden nach einer Brustoperation entfernt?

Wieso sitzen die Brüste direkt nach der OP so weit oben?

Es kann durchaus vorkommen, dass Du nach der Operation aufwachst und Dich erst einmal erschreckst, da Deine neue Brust sehr weit oben angesetzt wurde. Du musst Dir jedoch keine Sorgen machen, denn dies ist aufgrund der Muskel- und Gewebereaktion des chirurgischen Eingriffs völlig normal. Während des Heilungsprozesses senkt sich die Brust immer ein ganzes Stück weit nach unten. Diesen Vorgang berechnet der Arzt zuvor mit ein. Nach Abschluss der Heilung ist die Brust schließlich in ihrer Ausgangsposition angekommen und wirkt natürlich.

Es ist übrigens möglich, dass Deine eine Brust schneller heilt, als die andere und es bis zu einem Jahr dauert, bis sie sich vollständig gesetzt haben. Dies hängt immer auch von Deinem körpereigenen Heilungsprozess ab.

Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, dass es absolut wichtig ist, dass Du Dich nach einem Spezialisten umschaust, denn nur dann sinkt das Risiko für eventuelle Komplikationen und es steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Du zum Schluss mit dem Ergebnis absolut zufrieden bist.

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Häufige Fragen

Was sind die verschiedenen Methoden zur Brustvergrößerung?
Zur Brustvergrößerung kann man Implantate oder Eigenfett verwenden. Implantate gibt es in unterschiedlichen Formen, Größen und Füllungen, während die Eigenfett-Methode besondere Voraussetzungen benötigt, wie ausreichend Fettgewebe.
Was sind die Vorteile von Brustimplantaten?
Brustimplantate bieten langanhaltende Ergebnisse, eine schöne Form und können individuell angepasst werden, um das gewünschte Aussehen zu erreichen.
Was ist der Unterschied zwischen runden und tropfenförmigen Implantaten?
Runde Implantate bieten eine gleichmäßige Fülle sowohl im oberen als auch im unteren Bereich der Brust. Tropfenförmige Implantate hingegen sorgen für ein natürlicheres Aussehen, indem sie im oberen Bereich weniger Volumen haben.
Wie lange dauert eine Brustvergrößerung-Operation?
Die Brustvergrößerung dauert in der Regel zwischen 60 und 120 Minuten, je nach gewählter Methode und Implantatgröße.
Was sind die Risiken bei Brustimplantaten?
Mögliche Risiken sind Kapselfibrose, Implantatverschiebung, Infektionen oder das seltene Brustimplantat-assoziierte anaplastische großzellige Lymphom (BIA-ALCL), insbesondere bei texturierten Implantaten.
Wie wird die Brust bei einer Mastektomie rekonstruiert?
Brustimplantate werden häufig zur Rekonstruktion der Brust nach einer Mastektomie verwendet, um das ursprüngliche Aussehen der Brust wiederherzustellen und das Wohlbefinden zu fördern.
Was passiert, wenn ein Brustimplantat kaputt geht?
Bei einem Riss eines Silikonimplantats tritt das Silikon nicht aus, da es kohäsiv ist. Bei einem Kochsalzimplantat wird die Lösung vom Körper auf natürliche Weise absorbiert.
Redaktionelle Verantwortung

Dieser Beitrag wurde von der internen MOOCI-Redaktion erstellt, inhaltlich geprüft und freigegeben. Bei der Recherche und Aufbereitung setzen wir auch KI-gestützte Werkzeuge ein; jeder Text wird vor der Veröffentlichung von unserer Redaktion fachlich gegengelesen. Die redaktionelle Verantwortung trägt Nadja Sukalia, Content Managerin bei MOOCI. Die medizinische Prüfung erfolgt durch Ärztinnen und Ärzte aus unserem Fachnetzwerk.

Dr. med. Stefan Gärner

Dr. med. Stefan Gärner

Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie

Dr. Stefan Gärner schloss 2002 sein Medizinstudium an der Universität Wien ab. Am Unfallkrankenhaus Lorenz Böhler in Wien absolvierte er die Facharztausbildung für Unfallchirurgie. Zudem hat er den Facharzt für Plastische Chirurgie und Handchirurgie am Züricher Universitätsspital abgelegt. Zusätzlich hat Dr. Gärner im Wilhelminenspital in Wien 2011 die Facharztausbildung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie abgeschlossen. Die Spezialgebiete von Dr. Gärner sind die ästhetische und rekonstruktive Brustchirurgie, Liposuktion und Bodysculpting sowie die Gesicht-, Hand- und Tumorchirurgie. Zudem zählen auch Botox-, Filler- und Lipofiller-Behandlungen zu seinem Leistungsspektrum. Dr. Stefan Gärner ist Mitglied der österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, der österreichischen Gesellschaft für Senologie und der österreichischen Gesellschaft für Handchirurgie.

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Letzte Aktualisierung: 30.03.2026

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