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Transaxillärer Zugang

Transaxillärer Zugang

Viele Frauen träumen von einer Brustvergrößerung, die nicht nur ein schönes Ergebnis liefert, sondern auch möglichst wenig sichtbare Narben hinterlässt.

Dauer
60-120 Minuten
Klinik
1 Nacht
Ausfallzeit
2-7 Tage
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Was ist ein transaxillären Zugang?

Um bei einer Brustvergrößerung das Implantat zu platzieren, muss sich der zuständige Chirurg mithilfe eines Schnittes Zugang zum Gewebe verschaffen. Dieser Schnitt kann entweder in der Brustfalte, entlang des Brustwarzenhofs oder in der Achsel gesetzt werden. Das eingesetzte Implantat wird dann je nach Brustform und Beschaffenheit des Drüsen- und Weichteilgewebes über oder unterhalb des Brustmuskels platziert.

Der transaxilläre Zugang ist eine der drei möglichen Schnittführungstechniken. Dabei setzt der Chirurg einen etwa drei Zentimeter langen Schnitt in der Achselhöhle, in den er einen kleinen Trichter einführt, welcher bis zur Brust reicht. So kann er ein Brustimplantat einsetzen, ohne sichtbare Narben im Brustbereich zu hinterlassen. Der Name dieser Technik leitet sich von axilla, dem lateinischen Begriff für die Achselhöhle ab.

Mit dem transaxillären Zugang können jedoch neben der Brustvergrößerung noch andere Operationen, wie beispielsweise Lymphknotenentfernungen, durchgeführt werden. Die Entfernung der Lymphknoten aus der Achselhöhle erfolgt normalerweise im Rahmen der chirurgischen Therapie eines Mammakarzinoms (Brustkrebs), um Metastasen in diesem Bereich nachzuweisen beziehungsweise zu entfernen.

Transaxillärer Zugang - Was versteht die Medizin unter einem transaxillären Zugang?

Welche Schnittführungen gibt es neben dem axillären Zugang?

Neben dem axillären Zugang können bei der Brustvergrößerung auch ein inframammärer Zugang oder ein periareolärer Zugang zum Einsatz kommen. Bei ersterer Schnittführungstechnik verschafft sich der Chirurg über einen Schnitt in der Brustfalte unter dem Busen Zugang zum Brustgewebe. So kann das Implantat schnell und sicher entweder über oder unter dem Brustmuskel platziert werden.

Diese Methode gilt zurzeit als gängigste Operationstechnik bei Brustvergrößerungen, da sie die wenigsten Komplikationen mit sich bringt und somit am sichersten ist. Der Nachteil hierbei ist, dass eine Narbe im Brustbereich unumgänglich ist. Sie kann jedoch so in der Brustfalte platziert werden, dass sie nachher kaum sichtbar ist.


Bei der periareolären Technik setzt der Chirurg den Schnitt halbmondförmig um den Brustwarzenhof herum und führt das Implantat mithilfe einer präparierten Tasche in die Brust ein. Das Implantat wird bei dieser Technik meist auf dem Brustmuskel platziert. Der periareoläre Zugang eignet sich nur für kleine Implantate oder leere Kissen, die erst im Nachhinein befüllt werden. Ein großer Nachteil dieser Technik ist die sichtbare Narbe entlang des Warzenhofs, die vor allem bei dunkler pigmentierten Frauen relativ auffällig sein kann.

Welche Schnittführung für Deine Brustoperation verwendet wird, entscheidest Du gemeinsam mit Deinem Arzt. Bei der Entscheidungsfindung spielen vor allem die Form und Größe der Brust und des Warzenhofs sowie die Größe und das Material des eingesetzten Implantats eine Rolle. Wünschst Du Dir zusätzlich zu einer Brustvergrößerung auch eine Bruststraffung, kommt nur der periareoläre Zugang in Frage, da hierbei auch die Brustwarzenhöfe neu positioniert werden können.

Transaxillärer Zugang - Welche Schnittführungen gibt es neben dem axillären Zugang?

Wie läuft die Brustvergrößerung mit dem transaxillären Zugang ab?

In einem Beratungsgespräch klärst Du mit Deinem Arzt zunächst die Ausgangssituation und die weitere Vorgehensweise. Mithilfe von modernster Technik wie einem 3D-Scanner kann das mögliche Ergebnis auch bereits vor der Operation simuliert werden. Außerdem kannst du spezielle Implantate im BH probe tragen, um Dich für eine bestimmte Größe und Form zu entscheiden.

Bei dem Platzieren der Implantate unter dem Brustmuskel, wie es bei dem transaxillären Zugang meist der Fall ist, kommen sowohl runde als auch tropfenförmige anatomische Implantate in Frage. Bei einer erstmaligen Brustvergrößerung mit Zugang über die Achsel gibt es jedoch ein Größenlimit von 400 bis 450 Milliliter pro Implantat, um zu verhindern, dass Deine Haut Schäden davonträgt. Im Rahmen einer Folgeoperation können die Implantate jedoch vergrößert werden.

Die Operation selbst verläuft unter Vollnarkose und dauert etwa 90 Minuten. Vor dem Eingriff zeichnet Dein Chirurg zunächst eine Markierung in einer natürlichen Hautfalte Deiner Achselhöhle. Danach setzt er einen kleinen Einschnitt entlang der Markierung und führt das Implantat über einen Trichter in die Brust ein. Dabei kommt auch ein vergrößerndes Kamerasystem zum Einsatz. Der Schnitt erfolgt außerhalb wichtiger Strukturen wie Nerven und Lymphknoten, weshalb das Risiko von Schädigungen dieser Strukturen weitgehend minimiert werden kann.

Das Implantat wird bei dieser Technik meist unter den Brustmuskel gelegt und seitlich vom Serratus-Muskel begrenzt. Im unteren Bereich liegt das Implantat teilweise unter dem Ausläufer der Bauchmuskulatur. Bei dieser Technik bleiben Muskeln, Brustgewebe und Brustdrüsen vollständig intakt.

Nach dem Platzieren des Implantats vernäht Dein Chirurg die Wunde im Achselbereich und legt eine Drainage. Dadurch wird das Abfließen von Blut und Gewebeflüssigkeiten ermöglicht. Um die Brust nach dem Eingriff zu stützen, legt Dein Arzt einen straffen Verband an. Danach bleibst du für eine Nacht in der Klinik und bist nach vier bis fünf Tagen wieder gesellschaftsfähig.

Transaxillärer Zugang - Wie läuft die Brustvergrößerung mit dem transaxillären Zugang ab?

Transaxillärer Zugang - Nach dem Platzieren des Implantats KI-generiertes Bild

Welche Komplikationen können beim transaxillären Zugang auftreten?

Transaxillärer Zugang - Welche Komplikationen können beim transaxillären Zugang auftreten?

Der größte Nachteil dieser Operationstechnik ist, dass die OP mit dieser Technik vergleichsweise größere postoperative Schmerzen mit sich bringen kann als bei Zugang über die Brustfalte oder den Brustwarzenhof. Außerdem gibt es beim transaxillären Zugang nicht die Möglichkeit, die Brust gleichzeitig zu straffen.

Der Eingriff ist für den Chirurgen auch technisch am anspruchsvollsten, da er das Operationsgebiet nicht so gut im Blick hat, wie beim Zugang über die Unterbrustfalte oder den Brustwarzenhof. Durch die vermehrten Schweiß- und Talgdrüsen in der Achsel und die Dichte der Haarfollikel besteht die Gefahr, dass sich die Narbe entzündet oder schlecht heilt. Das exakte Platzieren des Implantats ist bei dieser Technik vergleichsweise schwierig, da Dein Chirurg die Tasche für das Implantat mit einem längeren Stab formen muss.

Wie jeder Eingriff birgt auch die transaxilläre Brustvergrößerung gewisse Risiken. Dazu zählen vor allem Blutungen während oder nach der Operation, Wundheilungsstörungen im Operationsgebiet durch Infektionen, Keloidbildung (wulstige Narben mit Hautverfärbung) sowie Gefühlsstörungen im Bereich der Narbe. Eine schwere Infektion kann unter Umständen die Entfernung der Implantate erforderlich machen. Durch die Lagerung auf dem Operationstisch kann es zu Lagerungsschäden an Weichteilen oder Nerven kommen, welche in sehr seltenen Fällen zu Lähmungen führen können. Außerdem können Allergien auf das Narkosemittel, auf verwendete Medikamente oder auf das Material des Implantats auftreten.

Auch das Risiko einer Thrombose mit der möglichen Folge einer Embolie ist, wie bei jeder anderen Operation auch, bei der transaxillären Brustvergrößerung gegeben. Das Austreten von Füllmaterial zählt ebenfalls zu den möglichen Komplikationen des Eingriffs. Als Reaktion auf das eingesetzte Implantat kann es auch zu einer Kapselfibrose kommen. Darunter versteht die Medizin die Bildung einer harten, bindegewebeartigen Kapsel, die Schmerzen auslösen kann. Das Risiko einer Kapselfibrose ist bei der transaxillären Technik jedoch vergleichsweise gering. Der axilläre Zugang geht mit vielen Vorteilen, aber auch großen Risiken einher, weshalb es einen erfahrenen Chirurgen und äußerst präzises Vorgehen benötigt.

Transaxillärer Zugang - Kapselfibrose

Was sind die Vorteile der transaxillären Schnittführung?

Transaxillärer Zugang - Was sind die Vorteile der transaxillären Schnittführung?

Der größte Vorteil der transaxillären Schnittführung ist, dass keine Narbe im Brustbereich entsteht und auch die Narbe in der Achselfalte kaum sichtbar ist. Der Schnitt in der Achselhöhe ist maximal vier Zentimeter lang und nach erfolgter Narbenheilung nur bei erhobenem Arm leicht sichtbar.

Entgegen der weitverbreiteten Meinung kann auch für eventuelle Folgeoperationen der gleiche Zugang gewählt werden und Nachbesserungen können somit über die Achselhöhle erfolgen. Bei einem Einsetzen der Implantate durch einen Zugang in der Brustfalte können bei Nachbesserungen sichtbare Narben entstehen, da die Narbe bei Vergrößerungen des Implantats nach oben beziehungsweise bei Verkleinerungen deutlich nach unten wandern kann.

Ein weiterer Vorteil der transaxillären Technik ist, dass es nur in äußerst seltenen Fällen zu einer postoperativen Sensibilitätsstörung in der Brust kommt. Eventuell auftretende Blutungen sind minimal und heilen meist von selbst wieder. Die weibliche Brustdrüse wird komplett geschont, weshalb auch die Stillfähigkeit in der Regel nicht beeinträchtigt wird. Der Eingriff ist also als Ganzes vergleichsweise schonend und sicher und bietet auch optisch ein schönes Ergebnis.

Bei der axillären Brustvergrößerung wird das Implantat meist unter den Brustmuskel gelegt. Dies hat den Vorteil, dass das Implantat gegen ein mögliches Absinken gesichert ist. Außerdem sinkt so das Risiko einer Kapselfibrose und der Rand des Implantats kann auch nicht von außen sichtbar werden. Die axilläre Brustvergrößerung ist für jede Frau geeignet, besonders jedoch für jene, die keine Narben im Brustbereich haben möchten und die Brustoperation geheim halten wollen. Chirurgen empfehlen diese Schnittführungs- und Operationstechnik vor allem für Frauen, die sich kleine Implantate wünschen und keine zusätzliche Bruststraffung benötigen.

Die endoskopische Brustvergrößerung über die Achselhöhle hat viele Vorteile. Anders als beim Unterbrust- oder Brustwarzenrandschnitt bleibt die Brust selbst komplett narbenfrei und lässt eine OP quasi nicht erkennen. Gerade deswegen kommen viele Patientinnen zu uns, die sich mehr Weiblichkeit, aber dennoch einen natürlichen Look wünschen. Die moderne HD-Endoskopie-Technologie macht diese Art der Brustvergrößerung mit Implantaten zu einem der sichersten und schonendsten Verfahren. Durch die verwendete Kamera kann ich exakt in das Innere der Brust sehen, feinste Gefäße und Nerven erkennen und die Implantate ganz gezielt platzieren. Wir bevorzugen die submuskuläre Lage unter dem Brustmuskel, um so die Natürlichkeit beizubehalten.

Dr. med. Markus Klöppel

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Häufige Fragen

Ist der transaxilläre Zugang für jede Frau geeignet?
Grundsätzlich eignet sich der transaxilläre Zugang für viele Frauen, insbesondere für jene, die keine sichtbaren Narben im Brustbereich wünschen. Nicht geeignet ist er jedoch für Patientinnen, die gleichzeitig eine Bruststraffung benötigen oder extrem große Implantate einsetzen lassen möchten.
Wie schmerzhaft ist eine Brustvergrößerung über die Achsel?
Da das Implantat unter dem Brustmuskel platziert wird, berichten viele Patientinnen von etwas stärkeren Schmerzen in den ersten Tagen nach dem Eingriff. Diese lassen sich jedoch gut mit Schmerzmitteln behandeln und klingen meist innerhalb einer Woche ab.
Bleiben sichtbare Narben nach dem transaxillären Zugang?
Der kleine Schnitt wird in eine natürliche Falte der Achsel gelegt und ist nach vollständiger Abheilung kaum sichtbar, insbesondere, wenn die Arme nicht gehoben sind. Im Brustbereich entsteht keine sichtbare Narbe.
Kann ich nach der OP noch stillen?
Da beim transaxillären Zugang keine Brustdrüsengänge verletzt werden, bleibt die Stillfähigkeit in der Regel vollständig erhalten. Diese Schnitttechnik gilt deshalb als besonders gewebeschonend.
Wie lange dauert die Heilung nach dem transaxillären Zugang?
Die erste Heilphase dauert etwa zehn bis 14 Tage, bis Du wieder gesellschaftsfähig bist. Sportliche Aktivitäten solltest Du für mindestens vier bis sechs Wochen vermeiden. Die Narbenheilung in der Achsel dauert insgesamt bis zu drei Monate.
Ist eine Korrektur-OP bei der Achseltechnik möglich?
Auch Folgeeingriffe wie ein Implantatwechsel oder eine Nachkorrektur lassen sich über denselben Zugang in der Achsel durchführen. Dies macht den transaxillären Zugang besonders vorteilhaft für diskrete Eingriffe.
Kann die transaxilläre Methode rückgängig gemacht werden?
Ein Implantatwechsel oder die komplette Entfernung der Implantate ist auch bei der Achselschnitttechnik möglich. Die vorhandene Narbe kann dabei meist wiederverwendet werden, ohne zusätzliche Einschnitte in der Brust.
Redaktionelle Verantwortung

Dieser Beitrag wurde von der internen MOOCI-Redaktion erstellt, inhaltlich geprüft und freigegeben. Bei der Recherche und Aufbereitung setzen wir auch KI-gestützte Werkzeuge ein; jeder Text wird vor der Veröffentlichung von unserer Redaktion fachlich gegengelesen. Die redaktionelle Verantwortung trägt Nadja Sukalia, Content Managerin bei MOOCI. Die medizinische Prüfung erfolgt durch Ärztinnen und Ärzte aus unserem Fachnetzwerk.

Dr. med. Markus Klöppel

Dr. med. Markus Klöppel

Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Dr. med. Markus Klöppel ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie sowie Leiter von BREASTetics und der Praxisklinik „THERESIUM │ DR. KLOEPPEL“ in München. Seit 2005 ist er dort niedergelassen und spezialisiert sich seit über 20 Jahren auf die endoskopische Brustvergrößerung über den Achselschnitt („3.0 nach Klöppel“).

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Letzte Aktualisierung: 28.09.2026

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