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Submuskuläre (subpektorale) Implantation

Submuskuläre (subpektorale) Implantation

Viele Frauen empfinden ihre Brust als zu klein oder in ihrer Form als unschön.

Dauer
75-90 Minuten
Klinik
4-6 Wochen
Ausfallzeit
1-2 Tage
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Was ist eine submuskuläre Implantation?

Bei der submuskulären Implantation setzt Dein Facharzt das Implantat komplett unter Deinen großen Brustmuskel, sodass es dort wie in einer Tasche platziert ist. Die Implantate erweisen sich als äußerst stabil und rutschfest, weshalb Mediziner bei dieser Methode auch häufig von einem „inneren BH“ sprechen. Dein Brustmuskel verdeckt das Implantat zudem sehr gut, weshalb grundsätzlich auch keine oder im Vergleich zu anderen Techniken weniger Implantatsränder sichtbar werden. Nach einer submuskulären Implantation kannst Du mit einer natürlich geformten Brust rechnen.

Das Brustimplantat kommt bei der klassischen submuskulären Technik unterhalb des M. pectoralis major zum Liegen und ist im kranialen Implantatpol mit Muskulatur bedeckt. Eine vollständige Bedeckung des Implantats ist bei dieser Technik nur in Ausnahmefällen möglich, nämlich dann, wenn vorher eine Expander-Therapie durchgeführt wurde und die Brustvergrößerung nur mit sehr kleinen Implantaten geplant ist oder umliegende Muskeln mit einbezogen werden. Diese Methode der Implantation benötigt keine subglanduläre Präparation, sondern die Präparation erfolgt direkt auf der Thoraxwand unter dem M. pectoralis major.

Die Sonderform der Muskelkappentechnik eignet sich besonders gut für dünne, muskulöse Patientinnen. Das Implantat wird dabei von der Muskelkappe in Position gehalten und der größte Teil der Muskelfunktion kann erhalten werden. Diese Implantatplatzierung hat sowohl Vorteile als auch Nachteile: Durch ein Auffüllen des medikaudalen Quadranten kann das Implantat in seiner Position gehalten werden, jedoch ist diese Technik ab einer gewissen Größe nicht möglich. In diesen Fällen wird Dir Dein Arzt alternative Methoden zur Brustvergrößerung empfehlen.

Submuskuläre (subpektorale) Implantation - Was versteht die Medizin unter einer submuskulären Implantation?

Wie kann ein Implantat sonst noch platziert werden?

Spezialisten der Plastischen, Ästhetischen und Rekonstruktiven Chirurgie können Brustimplantate zudem in einer Kombination der subglandulären und subpektoralen Methode einsetzen. Im Zuge dieser sogenannten Dual-Plane- oder Double-Layer-Technik platziert Dein Chirurg das Implantat teilweise unter dem Muskel und teilweise unter dem Drüsengewebe. Er kann dadurch das Implantat sehr präzise platzieren und den unteren Teil Deiner Brust genau formen. Außerdem erhält Deine Brust eine sehr natürliche Form, da Dein Facharzt auch etwaige Dellen im oberen Brustbereich kaschieren kann. Außerdem zeichnen sich auch relativ selten Implantatsränder ab.

Als weitere Methode kann Dein Chirurg das Implantat auch subglandulär, also über Deinen Brustmuskel und unter Dein Drüsengewebe, einsetzen. Diese Technik zeichnet sich durch einen sehr raschen Heilungsprozess und ein relativ geringes Komplikationsrisiko aus. Wer sich für eine möglichst planbare Erholung interessiert, findet weitere Informationen zum Rapid-Recovery-Konzept bei der Brustvergrößerung. Auch die Schmerzen nach der Operation fallen meist deutlich milder aus als bei anderen Methoden. Dennoch eignet sich die subglanduläre Implantation nur für Frauen mit ausreichend Drüsengewebe, da es sonst zu Implantatsabzeichnungen und Bottoming-Out, also dem Verrutschen des Implantats, kommen kann. Mehr zu Korrekturen und Wechsel-OPs findest Du auch bei Brustimplantate wechseln.

Submuskuläre (subpektorale) Implantation - Doppellagen Technik
Submuskuläre (subpektorale) Implantation - Subglanduläre

Wie läuft die submuskuläre Brustvergrößerung ab?

Bei der submuskulären Implantation wird das Implantat von allen Brustmuskeln, also von Deinem großen und kleinen sowie von Deinen seitlichen Sägemuskeln komplett eingeschlossen. Dafür hebt Dein Facharzt die beteiligten Muskeln in einem Stück auf Höhe der Brustwandrippen und dehnt diese leicht vor. Dabei entsteht ein Hohlraum, in den Dein Chirurg das Silikonimplantat einsetzt. In den meisten Fällen verschließt er diesen sogenannten „inneren BH“ dann mit einer einfachen Naht. Die komplett muskuläre Brustvergrößerung garantiert Dir somit äußerst guten Halt und eine sichere Lage der Implantate, da Deine Brustmuskeln das Implantat komplett überdecken.

Submuskuläre (subpektorale) Implantation - Wie läuft die submuskuläre Brustvergrößerung ab?

Welche Komplikationen können bei einer subpektoralen Implantation auftreten?

Submuskuläre (subpektorale) Implantation - Welche Komplikationen können bei einer subpektoralen Implantation auftreten?

Die submuskuläre Implantation stellt zwar die beliebteste Technik dar, um Brustimplantate zu platzieren, dennoch kann es – wie bei jedem Eingriff – zu gewissen Komplikationen kommen.

Außerdem kann die subpektorale Technik auch bei größeren Implantaten verwendet werden, dennoch solltest Du bedenken, dass jede Brust in ihrem Platz limitiert ist. Eine mögliche Komplikation ist die sogenannte Double-Bubble Deformation – dieses Phänomen ist jedoch auf einen technischen Fehler zurückzuführen und kann bei jeder Technik auftreten. Dabei wird das Implantat von außen sichtbar und es bilden sich zwei Erhebungen, die die Form Deines Busens von allen Seiten sehr stark beeinflussen. Die Erhebungen erkennst Du dann zwischen Deinem Warzenhof und der Unterbrustfalte. Wenn es zu Korrekturen kommt, findest Du weitere Infos bei Brustimplantate wechseln.

Wenn möglich, greifen Ärzte immer auf die submuskuläre Implantation zurück, da diese mit wenig Komplikationen einhergeht und sehr beliebt ist. Sollte etwas gegen diese Methode sprechen, bietet sich die Doppellagen-Technik an oder alternativ die subglanduläre Methode. Bei Spitzensportlern sollte im Vorfeld jedoch der Kraftverlust besprochen werden, da die Implantate bei Anspannung rutschen und sich dadurch verformen können. Dies wird Dein Arzt jedoch im Vorfeld ausführlich mit Dir besprechen.

Auch eine Kapselfibrose kann als Komplikation nach einer subpektoralen Implantation auftreten. Dabei erkennt Dein Körper das Implantat als Fremdkörper und kapselt es durch Verhärtungen und Vernarbungen ab. Als Folge kann sich das Silikonkissen verhärten, was Deine Brust verformen kann und in manchen Fällen auch Schmerzen herbeiführt.

Submuskuläre (subpektorale) Implantation - Kapselfibrose

Was sind Vorteile einer submuskulären Implantatsetzung?

Submuskuläre (subpektorale) Implantation - Was sind Vorteile einer submuskulären Implantatsetzung?

Bei der submuskulären Implantatsetzung ist das Implantat unter dem Brustmuskel wie in einer Tasche geschützt platziert. Die Lage des Implantats ist dabei besonders stabil und sicher vor etwaigem Verrutschen, weshalb Mediziner bei dieser Methode häufig von einem inneren BH sprechen.

Auch Implantatsränder zeichnen sich nur sehr selten ab, da der Brustmuskel das Implantat gut verdeckt. Somit besteht nur ein sehr geringes Risiko des sogenannten Ripping, bei dem die Kanten des Implantats hervorscheinen. Zudem ist auch das Risiko einer Kapselfibrose, also einer Verhärtung des Bindegewebes um das Implantat, deutlich geringer.

Auch die postoperative Brustkrebsvorsorge sowie weitere Untersuchungen am Brustgewebe lassen sich nach der Brustoperation sehr gut durchführen. Denn das Implantat liegt unter dem eigentlichen Drüsengewebe Deiner Brust, sodass Dein jeweils zuständiger Facharzt auch Ultraschalluntersuchungen, Mammographien und Tastuntersuchungen ohne Hindernisse durchführen kann. Die submuskuläre Implantation ist zudem weniger anfällig für Nachkorrekturen, also neuerlichen Eingriffen nach der ersten Brustvergrößerung, da die Implantate relativ rutschsicher platziert sind. Wenn zusätzlich gestrafft werden soll, siehe auch Bruststraffung.

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Häufige Fragen

Wie lange hält das Ergebnis einer submuskulären Brustvergrößerung?
Bei hochwertigen Implantaten und guter Nachsorge kann das Ergebnis einer submuskulären Brustvergrößerung viele Jahre halten – oft sogar ein Leben lang. Die moderne Implantatentwicklung sorgt für langlebige, formstabile Ergebnisse. Trotzdem kann es im Laufe der Zeit zu natürlichen Veränderungen der Brustform kommen, etwa durch Alter, Schwangerschaft oder Gewichtsschwankungen. In diesen Fällen ist eine Nachkorrektur möglich.
Welche BHs sollte ich nach einer submuskulären Implantation tragen?
Direkt nach dem Eingriff bekommst Du vom Arzt in der Regel einen speziellen Kompressions-BH. Dieser unterstützt die Heilung, schützt die Implantate und sorgt für eine stabile Formgebung. Je nach Verlauf der Wundheilung solltest Du diesen BH etwa sechs Wochen lang rund um die Uhr tragen. Auf Bügel-BHs und Push-ups solltest Du in dieser Zeit vollständig verzichten. Dein behandelnder Facharzt gibt Dir individuelle Empfehlungen zur Tragedauer und -art.
Kann die submuskuläre Methode mit einer Bruststraffung kombiniert werden?
Ja, die submuskuläre Implantation lässt sich gut mit einer Bruststraffung (Mastopexie) kombinieren, besonders dann, wenn die Haut an Spannkraft verloren hat oder die Brust abgesunken ist. Dabei wird nicht nur Volumen aufgebaut, sondern gleichzeitig die Form optimiert. Dein Chirurg entscheidet im persönlichen Beratungsgespräch, ob und in welcher Technik eine Kombination für Dich sinnvoll ist.
Wann kann ich nach einer submuskulären Brustvergrößerung wieder Sport machen?
Sportarten mit starker Brustmuskelaktivität solltest Du mindestens sechs Wochen lang vermeiden. Dazu zählen etwa Krafttraining, Schwimmen oder intensives Yoga. Leichte Bewegung wie Spazierengehen ist meist schon wenige Tage nach der Operation möglich. Dein Arzt wird Dir individuell sagen, wann Du wieder in Deinen gewohnten Trainingsrhythmus zurückkehren kannst.
Sind die Implantate bei körperlicher Aktivität spürbar?
Bei submuskulärer Platzierung sind die Implantate besonders gut geschützt, selbst bei sportlicher Aktivität oder starker Beanspruchung. Manche Patientinnen berichten jedoch in den ersten Monaten nach der OP über ein leichtes „Ziehen“ beim Anspannen des Brustmuskels. Diese Empfindungen nehmen mit zunehmender Heilung in der Regel vollständig ab.
Redaktionelle Verantwortung

Dieser Beitrag wurde von der internen MOOCI-Redaktion erstellt, inhaltlich geprüft und freigegeben. Bei der Recherche und Aufbereitung setzen wir auch KI-gestützte Werkzeuge ein; jeder Text wird vor der Veröffentlichung von unserer Redaktion fachlich gegengelesen. Die redaktionelle Verantwortung trägt Nadja Sukalia, Content Managerin bei MOOCI. Die medizinische Prüfung erfolgt durch Ärztinnen und Ärzte aus unserem Fachnetzwerk.

Dr. med. Stefan Gärner

Dr. med. Stefan Gärner

Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie

Dr. Stefan Gärner schloss 2002 sein Medizinstudium an der Universität Wien ab. Am Unfallkrankenhaus Lorenz Böhler in Wien absolvierte er die Facharztausbildung für Unfallchirurgie. Zudem hat er den Facharzt für Plastische Chirurgie und Handchirurgie am Züricher Universitätsspital abgelegt. Zusätzlich hat Dr. Gärner im Wilhelminenspital in Wien 2011 die Facharztausbildung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie abgeschlossen. Die Spezialgebiete von Dr. Gärner sind die ästhetische und rekonstruktive Brustchirurgie, Liposuktion und Bodysculpting sowie die Gesicht-, Hand- und Tumorchirurgie. Zudem zählen auch Botox-, Filler- und Lipofiller-Behandlungen zu seinem Leistungsspektrum. Dr. Stefan Gärner ist Mitglied der österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, der österreichischen Gesellschaft für Senologie und der österreichischen Gesellschaft für Handchirurgie.

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Letzte Aktualisierung: 30.03.2026

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