Was ist das Poland-Syndrom?
Welche Ursache hat das Poland-Syndrom?
Bis jetzt sind die Ursachen des Poland-Syndroms noch nicht ausreichend geklärt. Spezialisten und Ärzte gehen jedoch von einer Unterbrechung der Blutzufuhr aus, zu der es in der sechsten oder siebten Schwangerschaftswoche kommen kann. Das Poland-Syndrom ist genetisch zwar nicht vererbbar, dennoch lässt sich eine familiäre Häufung beobachten.
Kann man das Poland-Syndrom bereits bei einem Baby feststellen?
Das Poland-Syndrom kann oft erst mit der Zeit diagnostiziert werden, da sich die Brust und die dazugehörige Muskulatur erst im Laufe des Lebens entwickelt und diese Asymmetrie das deutlichste Symptom ist.
Doch auch die Fehlbildungen an Händen und Füßen, die von Geburt an ersichtlich sind, können als Indiz ausreichen und den Arzt dazu veranlassen, weitere Untersuchungen durchzuführen. Dafür eignet sich beispielsweise der Ultraschall oder die bildgebende Diagnostik, mit denen Anomalien an den Organen festgestellt werden können.
Wie unterscheidet sich das Marfan-Syndrom vom Poland-Syndrom?
Das Marfan-Syndrom ist, im Gegensatz zum Poland-Syndrom, eine erblich bedingte Krankheit. Das Bindegewebe, das im Körper beinahe überall vorkommt, kann durch einen genetischen Fehler nicht normal gebildet werden. Daher sind bei diesem Syndrom, im Unterschied zum Poland-Syndrom, oft viele verschiedene Organe und auch Körperstrukturen wie Knochen, Gelenke, Augen, Blutgefäße und auch das Herz von der Fehlbildung betroffen. Die Krankheit wird unabhängig vom Geschlecht vererbt, Männer und Frauen sind in der Regel gleich häufig betroffen. Viele Anzeichen des Marfan-Syndroms zeigen sich im Kindesalter noch nicht, sondern entwickeln sich erst mit der Zeit. Typische Symptome sind Ausweitungen der Gefäße, vor allem der Hauptschlagader, Risse der Gefäße, Herzklappenfehler und auch Entzündungen der Herzklappen. Oftmals haben Betroffene sehr lange, schmale Finger, Arme, Füße und Beine. Auch ein schmaler Körperbau, Hochwuchs, Wirbelsäulenverkrümmungen, Plattfüße und Zahnfehlstellungen sind keine Seltenheit.
Was ist der Unterschied zwischen einer Amastie und dem Poland-Syndrom?
Während beim Poland-Syndrom der Brustmuskel fehlt oder unterentwickelt ist, handelt es sich bei einer Amastie um das völlige Fehlen der Brust. Dies bezieht sich auf die Brustdrüsenkörper und die Brustwarze. Es handelt sich dabei um eine seltene Anlagestörung der Brust. Diese Fehlbildung kann sowohl ein- als auch beidseitig auftreten. Auch wenn sie keine oder nur sehr geringe gesundheitliche Risiken birgt, so kann bei Betroffenen dennoch ein enormer Leidensdruck entstehen. Häufig wird diese Störung im Erwachsenenalter im Rahmen einer Brustrekonstruktion behandelt.
Was ist der Unterschied zwischen einer Trichterbrust und dem Poland-Syndrom?
Eine Trichterbrust ist eine meist schon angeborene Fehlbildung des Brustkorbs. Im Bereich der vorderen Brustwand kommt es zu einer Störung des Knochen- und Knorpelwachstums. Dabei wölbt sich das Brustbein, also das Sternum, nach innen. Dadurch entsteht, von vorne gesehen, die Form eines Trichters im Brustkorb. Diese Deformierung sorgt nur sehr selten zu Beschwerden wie Atemnot oder Herzrasen. Viel häufiger gehen psychische Probleme wie ein geringeres Selbstwertgefühl damit einher. In Ausnahmefällen kann eine Trichterbrust auch als Folge einer Operation auftreten.
Wie unterscheiden sich die Kielbrust und das Poland-Syndrom?
Bei der sogenannten Kielbrust handelt es sich um eine Fehlbildung des Brustkorbs, bei der das Brustbein weit nach vorne reicht. Einschränkungen gibt es durch diese Deformierung kaum und auch die Entwicklung der Organe verläuft in der Regel normal. In stark ausgeprägten Fällen kann sie jedoch bei vermehrter körperlicher Anstrengung zu einer unregelmäßigen Atmung oder auch zu häufigen Atemwegsinfekten führen. Dies kommt allerdings sehr selten vor. Somit ist die Deformität des Brustkorbs aus medizinischer Sicht meistens ungefährlich. Dennoch leiden viele Betroffene an den psychischen Folgen, die mit der Fehlbildung einhergehen, wie beispielsweise ein schwaches Selbstbewusstsein.
Wie ist eine tubuläre Brust vom Poland-Syndrom zu unterscheiden?
Die tubuläre Brust, auch Schlauch- oder Rüsselbrust genannt, zählt genau wie das Poland-Syndrom zu der Familie der Brustfehlbildungen. Zu dieser Fehlbildung kann es jedoch nur bei Frauen kommen. Bei dieser Erkrankung sind die unteren Brustanteile unterentwickelt, was zur typischen schlauchförmigen Form der Kielbrust führt. Die Unterbrustfalte ist leicht bis stark angehoben, wodurch die Brüste zusätzlich stärker herabhängen. Begleitsymptome sind oftmals übergroße Warzenhöfe, vorgefallenes Drüsengewebe und knotig verdickte Brustdrüsen. Auch wenn diese Fehlbildung kein gesundheitliches Risiko an sich darstellt, so trägt sie doch maßgeblich zum psychischen Unwohlsein bei.
Bringt das Poland-Syndrom Einschränkungen mit sich?
Kann ich mit dem Poland-Syndrom stillen?
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