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Seborrhoisches Ekzem

Seborrhoisches Ekzem

Rötungen, Schuppen und gelegentlicher Juckreiz auf der Kopfhaut, im Gesicht oder am Rücken können auf ein seborrhoisches Ekzem hinweisen, eine häufige Hauterkrankung, die viele Menschen betrifft.

Dauer
Ca. 4 Wochen
Klinik
Nicht notwendig
Ausfallzeit
Keine
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Was ist ein seborrhoischen Ekzem?

Unter einem seborrhoischen Ekzem,
auch seborrhoische Dermatitis genannt,
versteht der Mediziner einen schuppenden Hautausschlag, der meist im Gesicht, auf der Kopfhaut, im Rücken- oder Brustbereich vorkommt.

Die genaue Ursache für die Entstehung dieser Hautkrankheit ist noch nicht vollständig geklärt, jedoch wissen Spezialisten, dass die seborrhoische Dermatitis nicht ansteckend ist.
Allerdings ist die Erkrankung häufig chronisch oder rezidivierend. Das bedeutet, dass die Betroffenen häufig immer wiederkehrende Symptome beschreiben.

Das Auftreten der Erkrankung weist zwei Altersgipfel auf. Einerseits sind häufig Babys im Alter von unter drei Monaten von einer Art des seborrhoischen Ekzems betroffen.
Andererseits zeigt sich ein zweiter Erkrankungsanstieg im vierten bis sechsten Lebensjahrzehnt. Insgesamt schätzen Wissenschaftler, dass rund fünf Prozent der Gesamtbevölkerung von der Hautkrankheit betroffen sind.
Da Personen mit einer erworbenen Immunschwäche, beispielsweise durch eine HIV-Infektion, ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines seborrhoischen Ekzems haben, erkranken rund 30 bis 80 Prozent dieser Patientengruppe an der Hautkrankheit.
Außerdem sind grundsätzlich Männer häufiger betroffen als Frauen.

Seborrhoisches Ekzem - Was versteht die Medizin unter einem seborrhoischen Ekzem?

Welche Formen der seborrhoischen Dermatitis gibt es?

Die seborrhoische Dermatitis bei Säuglingen, besser unter dem Namen Kopfgneis bekannt, ist deutlich von der Hautkrankheit bei Erwachsenen abzugrenzen.
Denn die Hauterkrankung bei Babys tritt fast ausschließlich an der Kopfhaut auf, während das Gesicht oftmals nicht betroffen ist.
Außerdem ist bei den Säuglingen meist keine Therapie notwendig und das Ekzem verheilt von selbst.
Auch die Ursache für die Hauterkrankung bei Säuglingen unterscheidet sich von der bei Erwachsenen.

Bei Erwachsenen kann der Mediziner zwischen verschiedenen Formen des seborrhoischen Ekzems unterscheiden. Viele davon beschreiben untypische Lokalisationen der schuppigen Areale.
Bei der intertriginösen Form berichten Patienten von einem Hautausschlag im Leisten-, Genital- oder Achselbereich, während das disseminierte seborrhoische Ekzem an allen Stellen des Körpers vorkommen kann.
Die herdförmige seborrhoische Dermatitis beschreibt den klassischen Verlauf der Erkrankung. Dabei sind die deutlich umschriebenen Erkrankungsherde namensgebend.
Bei der pityriasiformen seborrhoischen Dermatitis ist die Abgrenzung zu einer anderen Hauterkrankung namens Pityriasis rosea sehr schwierig, da die Herde hierbei oval-rund und stammbetont auftreten und den Effloreszenzen der Pityriasis rosea sehr ähneln.

Seborrhoisches Ekzem - Welche Formen der seborrhoischen Dermatitis gibt es?

Was sind die Symptome bei einem seborrhoischen Ekzem?

Seborrhoisches Ekzem - Was sind die Symptome bei einem seborrhoischen Ekzem?

Häufig bemerken Betroffene zuerst scharf begrenzte, gerötete Hautareale, die in weiterer Folge schuppende Plaques aufweisen.
Die Schuppen erscheinen meist gelblich und fettig; ist die Kopfhaut betroffen, bemerken Patienten oftmals verstärkt fettige Haare.
Nur selten berichten Betroffene von leichtem Juckreiz.

Der Lokalisation der Hautveränderungen ist typischerweise in Gebieten mit vermehrten Talgdrüsen angesiedelt. Dazu zählen die Kopfhaut, die Haut zwischen den Augenbrauen, die Wangen und die Nasolabialfalten.
Auch der Brust- oder Rückenbereich weisen häufig schuppende Areale auf. Manchmal finden sich auch Effloreszenzen in Hautfalten wie beispielsweise unter der Brust.

Wie äußert sich eine seborrhoische Dermatitis bei Säuglingen?

Der Kopfgneis bei Säuglingen zeigt sich durch große gelbliche oder weiße Schuppen. Am stärksten betroffen ist die Kopfhaut der Kinder, jedoch können Plaques auch manchmal im Bereich der Ohren oder im Gesicht auftreten.
Die Haare des Babys erscheinen zudem sehr fettig und strähnig. Dem Kind selbst geht es jedoch im Normalfall gut, das Essverhalten ist in der Regel nicht gestört.

Seborrhoisches Ekzem - Wie äußert sich eine seborrhoische Dermatitis bei Säuglingen?

Welche Ursachen hat ein seborrhoisches Ekzem?

Die genaue Ursache für die Entstehung des seborrhoischen Ekzems ist bis dato nicht vollständig geklärt. Experten vermuten allerdings eine Kombination mehrerer Faktoren.
Unter anderem scheint hierbei eine genetische Prädisposition eine wichtige Rolle zu spielen, da familiäre Häufungen beobachtet wurden.

Eine verstärkte Talgproduktion scheint unter anderem krankheitsrelevant zu sein. Die Talgdrüsen befördern dadurch vermehrt Fettsäuren an die Hautoberfläche.
Diese dienen einem Hefepilz namens Malassezia furfur als Nahrungsquelle, weshalb sich der eigentlich unschädliche Hautbesiedler übermäßig vermehren kann.
Die Reaktion des Immunsystems auf das Pilzwachstum löst eine Entzündung der Haut aus. Allerdings sind eine übermäßige Talgproduktion oder eine Überbesiedelung von Hefepilzen nicht bei jedem Patienten mit seborrhoischer Dermatitis nachweisbar,
weshalb diese Krankheitsentstehungstheorie nicht bei allen Fällen zutrifft.

Die Entstehung des seborrhoischen Ekzems beim Säugling erklären Mediziner durch Rückstände von mütterlichen Hormonen, die die Talgproduktion fördern.
In den ersten Lebensmonaten baut der Säugling diese Hormone jedoch ab, weshalb der Knopfgneis in der Regel noch innerhalb des ersten Lebensjahrs von selbst verschwindet.

Welche Risikofaktoren begünstigen eine seborrhoische Dermatitis?

Seborrhoisches Ekzem - Welche Risikofaktoren begünstigen eine seborrhoische Dermatitis?

Neben den bereits genannten Entstehungstheorien gibt es einige Faktoren, die das Auftreten eines seborrhoischen Ekzems zu begünstigen scheinen.
Hierbei sind unter anderem Vorerkrankungen, die das Immunsystem schwächen, wie es beispielsweise bei einer
AIDS-Erkrankung der Fall ist, zu nennen.
Doch auch im Zuge von einigen neurologischen Krankheiten wie Morbus Parkinson
lässt sich eine Häufung der seborrhoischen Dermatitis erkennen.

Auch die Einnahme gewisser Medikamente scheint das Risiko für die Entstehung eines seborrhoischen Ekzems zu erhöhen. Hierbei sind gewisse Krebstherapeutika wie Erlotinib und Sorafenib sowie Neuroleptika zu erwähnen.
Eine noch ungeklärte Rolle spielt die UV-Strahlung, da die meisten Betroffenen von einer Besserung im Sommer berichten, allerdings einige Personen erst nach einer
UV-Lichttherapie (PUVA)
Symptome der seborrhoischen Dermatitis aufweisen. Zudem verschlechtert sich die Hauterkrankung bei vielen Patienten durch Kälte oder übermäßigem Stress.

Seborrhoisches Ekzem - UV-Lichttherapie (PUVA) KI-generiertes Bild

Wie wird ein seborrhoisches Ekzem diagnostiziert?

Seborrhoisches Ekzem - Wie wird ein seborrhoisches Ekzem diagnostiziert?

Im Normalfall erkennt der geübte Spezialist das seborrhoische Ekzem an dem klassischen klinischen Bild. Am besten wenden sich Patienten mit oben genannten Symptomen an einen Hautarzt.
Dieser führt zunächst ein ausführliches Gespräch und befragt den Patienten zu eingenommenen Medikamenten, Vorerkrankungen und Details zum Auftreten des Hautausschlags.

Anschließend folgt eine körperliche Untersuchung, bei der sich der Arzt die Hautauffälligkeiten genau anschaut. Möglicherweise nimmt er das sogenannte Dermatoskop zur Hand, welches als eine Art Lupe fungiert.
Aufgrund der typischen Erscheinung und der Lokalisation ist das Stellen einer Diagnose meist ab diesem Zeitpunkt möglich.

Nur in sehr seltenen Fällen ist eine weitere Untersuchung notwendig. Um gewisse infektiöse Hauterkrankungen auszuschließen, kann ein Abstrich angefertigt werden, der Aufschluss über mögliche Bakterien, Viren oder
Pilze gibt.
Zusätzlich kann bei unklaren Befunden eine Hautbiopsie notwendig sein.

Von welchen Krankheiten muss eine seborrhoische Dermatitis abgegrenzt werden?

Grundsätzlich können mehrere andere Hautkrankheiten ähnliche Symptome verursachen wie das seborrhoische Ekzem. In den meisten Fällen kann der Arzt durch die spezifischen Läsionen und die Lokalisation gut zwischen den Differenzialdiagnosen unterscheiden,
manchmal ist jedoch eine weiterführende Diagnostik notwendig.

Besonders relevante Krankheiten, die in der Diagnosestellung berücksichtigt werden müssen, sind die
Neurodermitis,
Schuppenflechte und
Kleienpilzflechte.
All diese Hautkrankheiten können mit schuppigen Arealen auf rotem Grund einhergehen, weshalb die Betrachtung einzelner Läsionen nicht immer zielführend ist.
Vielmehr unterscheiden sich die Erkrankungen durch die verschiedenen Lokalisationen, spezifischen Symptome und die gesamte Krankheitsgeschichte der Patienten.
Neurodermitis verursacht beispielsweise einen sehr starken Juckreiz, was für die seborrhoische Dermatitis eher untypisch ist.

Zusätzlich zu beachten sind allergische Kontaktekzeme,
Impetigo contagiosa,
Röschenflechte,
Rosazea sowie andere
Pilzerkrankungen.
Auch die Autoimmunerkrankung Lupus erythematodes kann ähnliche Hautläsionen verursachen.

Bei Säuglingen sollte der Kinderarzt genau zwischen Kopfgneis und dem Milchschorf unterscheiden,
da Letzteres häufig ein Vorbote für Neurodermitis ist. Der Milchschorf verursacht rote, nässende und verkrustete Ausschläge, die mit starkem Juckreiz einhergehen.

Seborrhoisches Ekzem - Von welchen Krankheiten muss eine seborrhoische Dermatitis abgegrenzt werden?

Wie lässt sich ein seborrhoisches Ekzem behandeln?

Seborrhoisches Ekzem - Antipilzmittel z.B.: als Shampoo oder Creme

Antipilzmittel z.B.: als Shampoo oder Creme

Seborrhoisches Ekzem - Ketoconazol, Selen, Zink, Teer, Harnstoff oder Salicylsäure zur äußerlichen Therapie

Ketoconazol, Selen, Zink, Teer, Harnstoff oder Salicylsäure zur äußerlichen Therapie

Seborrhoisches Ekzem - Bei bakterieller Superinfektion wird eine antibiotische Therapie eingesetzt

Bei bakterieller Superinfektion wird eine antibiotische Therapie eingesetzt


Der Mediziner unterscheidet bei der Behandlung der seborrhoischen Dermatitis zwischen einer äußerlichen (topischen) und einer innerlichen (systemischen) Therapie.
Der Großteil der Patienten benötigt ausschließlich eine topische Behandlung, nur in sehr stark ausgeprägten oder therapierefraktären Fällen muss der Arzt Tabletten verschreiben.

Die topische Behandlung beinhaltet fast immer ein Antipilzmittel (Antimykotikum). Dieses dient zur Verminderung der Malassezia furfur Besiedelung.
In den meisten Fällen verschreiben Ärzte eine Therapie mit Ketoconazol-haltigen Shampoos beim Befall der Kopfhaut und Cremes mit demselben Wirkstoff für weitere Hautareale.
Die Betroffenen sollen ihre Haare für rund vier Wochen ungefähr jeden zweiten Tag mit dem wirkstoffhaltigen Shampoo waschen und anschließend im Zuge einer Langzeittherapie einmal wöchentlich auf dieses Shampoo zurückgreifen.
Dies vermindert das Risiko für ein Wiederauftreten der Hautkrankheit.

Neben dem Wirkstoff Ketoconazol können auch Selen, Zink, Teer, Harnstoff oder Salicylsäure zur äußerlichen Therapie des seborrhoischen Ekzems Anwendung finden.
Diese wirken allesamt unspezifisch gegen Pilz-Befall, lösen die Schuppen auf und beugen etwaigen weiteren Infektionen vor. In Studien schneiden diese Inhaltsstoffe jedoch nicht so gut ab wie Ketoconazol-Produkte.

Bei schweren Verläufen kann eine Kombinationstherapie mit Kortisonpräparaten sinnvoll sein. Diese mindern nämlich die Immunantwort und die Entzündungsreaktion.
Anders als Ketoconazol sind kortisonhaltige Shampoos, Cremes oder Lotionen jedoch nicht für eine Langzeittherapie geeignet und sollten dementsprechend nur bei der Behandlung akuter
Ekzeme Einsatz finden.
Calcineurin-Hemmer wie Tacrolimus und Pimecrolimus haben eine ebenso immunsupprimierende Wirkung und können bei der äußerlichen Therapie der seborrhoischen Dermatitis als Zusatz in Erwägung gezogen werden.

Sollte es aufgrund der geschädigten Hautbarriere zu bakteriellen Superinfektionen der betroffenen Areale kommen, ist in der Regel eine antibiotische Therapie zielführend.
Grundsätzlich gilt außerdem, dass die Betroffenen eine spezielle Hautpflege einhalten sollen. Da eine übermäßige Talgproduktion häufig eine Ursache für die Entstehung des seborrhoischen Ekzems darstellt, sollte in der Hautpflege auf fettende Produkte verzichtet werden.

Seborrhoisches Ekzem - Wie lässt sich ein seborrhoisches Ekzem behandeln? KI-generiertes Bild

Wann ist bei einer seborrhoischen Dermatitis eine innerliche Therapie sinnvoll?

Nur in sehr seltenen Fällen muss eine systemische Gabe von Medikamenten zur Behandlung der seborrhoischen Dermatitis erfolgen.
Sind die Hautläsionen jedoch an vielen verschiedenen Körperstellen anzutreffen, handelt es sich um eine disseminierte Form der Erkrankung, die mithilfe von Tabletten behandelt werden sollte.
Auch bei Patienten, die im Zuge einer HIV-Infektion an einer seborrhoischen Dermatitis erkranken, sind in der Regel systemisch zu behandeln.

Tritt nach mehreren Wochen der topischen Behandlung keine Besserung auf, sollte der Hautarzt zuerst die Diagnose eines seborrhoischen Ekzems sichern und anschließend mit einer systemischen Therapie beginnen.
Ähnlich wie bei der äußerlichen Behandlung kommt Ketoconazol auch zur innerlichen Therapie zum Einsatz. Das Antimykotikum nehmen die Betroffenen eine Woche lang täglich und danach für mehrere Monate nur ein- bis zweimal monatlich.

Auch Kortisontabletten und Calcineurin-Hemmer können bei kurzfristiger Anwendung bei akuten Schüben eine Symptomlinderung erreichen.
Besteht eine ausgeprägte bakterielle Superinfektion der geschädigten Hautregionen, können auch Antibiotika systemisch gegeben werden.
Zur Hemmung der Talgproduktion kann außerdem das Anti-Akne-Mittel Isotretinoin Anwendung finden.

Wie wird ein seborrhoisches Ekzem bei Säuglingen behandelt?

Seborrhoisches Ekzem - Wie wird ein seborrhoisches Ekzem bei Säuglingen behandelt?

Bei fast allen Babys mit Kopfgneis verschwindet die Hauterkrankung ohne Behandlung innerhalb des ersten Lebensjahres.
Unterstützend können die Bezugspersonen Mandel- oder Olivenöl auf die kindliche Kopfhaut auftragen und über Nacht einwirken lassen.
Dies löst die Schuppen und ermöglicht nach mehrfacher Behandlung ein sanftes Entfernen ebendieser.
Sollten diese Maßnahmen nicht helfen und der Kopfgneis sich verschlechtern, ist der Weg zum Kinderarzt sinnvoll. Dieser verschreibt bei schweren Fällen antimykotische Shampoos oder Cremen.

Was kann ich selbst bei einem seborrhoischen Ekzem tun?

Seborrhoisches Ekzem - Was kann ich selbst bei einem seborrhoischen Ekzem tun?

Wichtig bei einem seborrhoischen Ekzem oder einer dazu neigenden Haut ist eine sanfte Hautpflege, die Entfettung fördert.
Dafür gibt es verschiedenste Produkte in der Apotheke, die nach Absprache mit dem Arzt langfristig eine Besserung erzielen können.

Zusätzlich können die Betroffenen durch Lösungen von Apfelessig und Wasser den pH-Wert der Haut senken und die Heilung der Hautläsionen fördern.
Auch Weizenkleie oder Haferstrohextrakt werden eine heilungsfördernde Wirkung zugeschrieben. Sollten Patienten zu Hausmitteln greifen wollen, raten wir dazu, das Vorgehen mit dem behandelnden Arzt zu besprechen.

Da sich Betroffene häufig kosmetisch durch die schuppenden Hautregionen gestört fühlen, greifen besonders Frauen gerne zu abdeckendem Make-up.
Dies sollte jedoch so gut wie möglich vermieden werden, da Make-up oftmals zu vermehrter Talgbildung führt und dadurch das Krankheitsgeschehen verlängert.
Passend dazu: Sonnenschutz mit Make-Up – Schutz oder Mythos?

Bestehen bei Männern Hautläsionen im Bereich des Bartes, kann eine Rasur heilungsfördernd sein. Denn durch die verminderte Barriere aufgrund der fehlenden Barthaare können Cremes besser zur Haut gelangen und das betroffene Areal kann besser trocknen.

Zudem ist ein gesundes Ausmaß an Sonnenstrahlen empfohlen. So könnte beispielsweise ein täglicher, fünfzehnminütiger Spaziergang an der frischen Luft und Sonne dem seborrhoischen Ekzem entgegenwirken.
Vergiss dabei nicht, einen entsprechenden Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor aufzutragen.

Da die Psyche auch bei dieser Hautkrankheit eine sehr wichtige Rolle spielt, empfehlen Ärzte ihren Patienten Stressfaktoren, wenn möglich, zu meiden.
Umstritten ist bis dato noch die Rolle der Ernährung. Tierische Fette und Lebensmittel mit Zuckerzusatz sollen angeblich die Hauterkrankung verstärken, dies konnte jedoch durch Studien noch nicht nachgewiesen werden.

Eine spezifische Vorbeugung gegen die seborrhoische Dermatitis gibt es nicht. Jedoch kann die richtige Hautpflege für den individuellen Hauttyp sowie eine Sonnenexposition in Maßen das Risiko für die Erkrankung mindern.

Seborrhoisches Ekzem - sowie eine Sonnenexposition in Maßen das Risiko für die Erkrankung mindern

Wie ist die Prognose bei einem seborrhoischen Ekzem?

Seborrhoisches Ekzem - Wie ist die Prognose bei einem seborrhoischen Ekzem?

Die Heilungschancen einer seborrhoischen Dermatitis mithilfe einer individuell angepassten Therapie sind grundsätzlich sehr gut. Die meisten Patienten sind nach ungefähr einem Monat der Behandlung symptomfrei.

Allerdings verläuft das seborrhoische Ekzem häufig chronisch und tritt nach erfolgreicher Behandlung bei knapp der Hälfte aller Betroffenen innerhalb eines halben Jahres erneut auf.
Um diesen sogenannten Rezidiven entgegenzuwirken, empfehlen Dermatologen eine Langzeittherapie zwischen den akuten Erkrankungsperioden. Dies kann beispielsweise durch das Verwenden eines Ketoconazol-Shampoos einmal wöchentlich erfolgen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten bei einem seborrhoischen Ekzem?

Seborrhoisches Ekzem - Kosten

Die Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für die Diagnose und Behandlung einer Krankheit, sofern dies medizinisch notwendig ist.
Je nach Versicherungsträger musst Du die Kosten für bestimmte Therapieformen vollständig oder teilweise übernehmen.
Besonders bei medikamentösen oder alternativen Behandlungen fällt für Dich ein Selbstbehalt an oder Du musst alles selbst bezahlen.

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Häufige Fragen

Kann ich ein seborrhoisches Ekzem durch Ernährung beeinflussen?
Ein direkter Zusammenhang zwischen Ernährung und seborrhoischem Ekzem ist bislang nicht eindeutig wissenschaftlich belegt. Dennoch berichten einige Betroffene, dass eine ausgewogene, zuckerarme und fettarme Ernährung die Symptome positiv beeinflusst. Insbesondere hochverarbeitete Lebensmittel oder stark fetthaltige Speisen könnten bei empfindlicher Haut das Hautbild verschlechtern. Auch ausreichend Flüssigkeit kann helfen, die Hautbarriere zu stabilisieren.
Ist das seborrhoische Ekzem ansteckend?
Nein, das seborrhoische Ekzem ist nicht ansteckend. Weder durch Körperkontakt noch über Gegenstände wie Kämme oder Handtücher kann die Erkrankung übertragen werden. Die Ursache liegt meist in einer individuellen Veranlagung und einem gestörten Gleichgewicht der Hautflora, nicht in einer Infektion im klassischen Sinne.
Welche Haarpflegeprodukte sollte ich bei einem seborrhoischen Ekzem verwenden?
Verwende möglichst milde, pH-neutrale Shampoos ohne Duft- und Konservierungsstoffe. Medizinalshampoos mit Ketoconazol, Zinkpyrithion oder Selen können dabei helfen, die Symptome gezielt zu lindern. Vermeide Stylingprodukte wie Haarsprays oder Gels, da sie die Kopfhaut zusätzlich reizen können. Auch tägliches Föhnen mit hoher Hitze solltest Du möglichst reduzieren.
Wie lange dauert die Behandlung eines seborrhoischen Ekzems?
Die Behandlungsdauer variiert je nach Ausprägung und individueller Hautreaktion. In vielen Fällen lassen sich die Symptome bei konsequenter Anwendung innerhalb von zwei bis vier Wochen deutlich verbessern. Bei chronischem Verlauf kann eine dauerhafte Erhaltungstherapie sinnvoll sein, um Rückfälle zu vermeiden.
Können Hausmittel gegen seborrhoisches Ekzem helfen?
Einige Hausmittel wie verdünnter Apfelessig, Teebaumöl oder Aloe Vera werden oft als lindernd beschrieben. Allerdings ist die medizinische Wirksamkeit dieser Mittel nicht eindeutig belegt. Falls Du Hausmittel anwenden möchtest, solltest Du das immer mit Deinem Arzt abklären, vor allem bei empfindlicher oder vorgeschädigter Haut.
Redaktionelle Verantwortung

Dieser Beitrag wurde von der internen MOOCI-Redaktion erstellt, inhaltlich geprüft und freigegeben. Bei der Recherche und Aufbereitung setzen wir auch KI-gestützte Werkzeuge ein; jeder Text wird vor der Veröffentlichung von unserer Redaktion fachlich gegengelesen. Die redaktionelle Verantwortung trägt Nadja Sukalia, Content Managerin bei MOOCI. Die medizinische Prüfung erfolgt durch Ärztinnen und Ärzte aus unserem Fachnetzwerk.

Dr. med. Kerstin Ortlechner

Dr. med. Kerstin Ortlechner

Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten

Dr. Kerstin Ortlechner ist Fachärztin für Dermatologie mit Zusatzkompetenzen in Allgemein-, Sport- und Notfallmedizin. Nach dem Medizinstudium in Innsbruck und der Facharztausbildung in der Dermatologie am KH Hietzing bei Univ.-Prof. Dr. Andreas Steiner sammelte sie prägende Erfahrungen u. a. bei Dr. Peter Caspari (Plastische Chirurgie, München) und David A. Colbert, M.D. (New York Dermatology Group). 2018 eröffnete sie ihre eigene Praxis in Wien. Ihr Schwerpunkt liegt auf moderner, natürlicher Anti-Aging-Medizin und hautärztlicher Prävention – mit hoher Präzision, Evidenz und einem Blick für Ästhetik.

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