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MOOCI Allgemeine Dermatologie Ekzem
Ekzem

Ekzem

Juckende, gerötete und teils nässende Hautstellen können auf ein Ekzem hinweisen, eine Entzündung der obersten Hautschicht.

Dauer
Bis zu 7 Tagen
Klinik
Nicht notwendig
Ausfallzeit
Keine
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Was ist ein Ekzem?

Unter dem Begriff Ekzem oder Dermatitis fassen Mediziner juckende, in manchen Fällen auch nässende Entzündungen der obersten Hautschicht zusammen. Der Grund für einen solchen Ausschlag kann etwa der Kontakt mit hautreizenden Stoffen wie Seife oder Desinfektionsmittel sein. Aber auch allergieauslösende Stoffe wie Reinigungsmittel, Nickel oder verschiedene Duftstoffe können zu einem Ekzem führen. Ekzeme sind auch eine Begleiterscheinung von Neurodermitis, einer Reaktion des Immunsystems. In vielen Fällen heilt ein Ekzem innerhalb von wenigen Tagen von selbst ab. Mit einer entzündungshemmenden Creme oder einem Antihistaminikum kann die Heilung unterstützt werden. Mehr dazu liest Du in unserem Beitrag über allergischen Hautausschlag.

Ekzeme sind sehr häufig – etwa jeder Fünfte ist davon betroffen, zudem ist eine familiäre Häufung erkennbar. Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens zumindest einmal an einem Ekzem zu erkranken, liegt bei nahezu 100 Prozent. Bei manchen Betroffenen entwickelt sich bereits im Kindesalter eine Sonderform des Ekzems, die atopische Dermatitis, besser bekannt unter dem Namen Neurodermitis.

Ekzem - Was versteht die Medizin unter einem Ekzem?

Sind Ekzeme ansteckend?

Ekzeme werden nicht von Viren und Bakterien ausgelöst, sondern stehen im Normalfall im Zusammenhang mit einer Beschädigung der Haut. Ein Ekzem ist daher nicht ansteckend.

Welche Arten von Ekzem gibt es?

Grundsätzlich unterscheiden Mediziner zwischen zwei Arten des Ekzems: Kontaktekzeme und Ekzeme, die mit dem Immunsystem in Verbindung stehen. Jene, die am häufigsten vorkommen, sind Kontaktekzeme. Wie der Name vermuten lässt, treten sie nach dem Kontakt mit bestimmten Substanzen auf. Das können zum Beispiel Reinigungs- oder Lösungsmittel sein, aber auch allergieauslösende Stoffe können ein Kontaktekzem verursachen. Zu den allergieauslösenden Stoffen, die am häufigsten in Verbindung mit einem Kontaktekzem stehen, gehören Nickel, Textilfarbstoffe und Konservierungsmittel.

Tritt das Ekzem nach dem Kontakt mit einem bestimmten Stoff auf, handelt es sich entweder um ein allergisches oder ein toxisches Kontaktekzem. Beide sind auf den jeweiligen Körperbereich, der mit der auslösenden Substanz in Berührung gekommen ist, beschränkt. In den meisten Fällen zeigen sich die Symptome etwa 24 bis 72 Stunden nach dem Kontakt. In besonders schweren Fällen können sich zusätzlich zur Rötung und zum Juckreiz Bläschen bilden, die mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt sind.

Häufige Auslöser allergischer Kontaktekzeme sind Duftstoffe in Kosmetik, Pflege und Parfum. Mehr dazu, wie eine Parfumallergie entsteht und wann ein Epikutantest sinnvoll ist, finden Sie in unserem Ratgeber.

Ekzem - Welche Arten von Ekzem gibt es?

Eine Sonderform des allergischen Ekzems ist das nummuläre Ekzem. Dabei bilden sich münzgroße, juckende Flecken in erster Linie an Armen und Beinen, aber auch am restlichen Körper. Die Ursache ist nicht eindeutig geklärt. Vermutlich steht sie aber im Zusammenhang mit einer Allergie oder dem Austrocknen der Haut.


Von einem phototoxischen oder einem photoallergischen Ekzem sprechen Mediziner, wenn die Symptome durch eine Wechselwirkung zwischen chemischen Stoffen, wie bestimmten Medikamenten, und der Sonneneinstrahlung auf die Haut kommt. Die Symptome sind auf jenen Bereich, der der Sonne ausgesetzt wurde, beschränkt und sind scharf begrenzt.


Ist der Auslöser eines Ekzems die Austrocknung der Haut, handelt es sich um ein Austrocknungs- oder Exsikkationsekzem. Die Symptome treten nach übermäßigem Kontakt mit Wasser oder alkoholischen Lösungen auf. Die Haut wird rissig und es kommt leichter zu Entzündungen. Durch übermäßiges Baden oder Duschen begünstigst Du die Symptome. Übertriebene Hygiene im Intimbereich begünstigt die Entstehung eines Analekzems. Häufig ist auch die betroffene Hautstelle namensgebend. So tritt ein Handekzem wie der Name vermuten lässt, auf den Händen auf, die Ursachen dafür sind vielfältig.


Ekzeme, die im Zusammenhang mit dem Immunsystem stehen, entstehen aufgrund einer überschießenden Immunantwort des Körpers. Ein Beispiel dafür ist Neurodermitis, einer chronischen Form des Ekzems. Mediziner sprechen auch vom atopischen Ekzem. Meist tritt sie bereits im Säuglings- oder Kindesalter auf und verschwindet im Zuge der Pubertät. In manchen Fällen sind aber auch ältere Personen von Neurodermitis betroffen. Betroffene leiden meist an einer Veranlagung zu einer leicht irritierbaren und sensiblen Haut. Es kommt zu einer familiären Häufung. Aber auch äußere Faktoren, die die Schutzfunktion der Haut herabsetzen, wie der Kontakt mit bestimmten Seifen, können die Symptome einer Neurodermitis begünstigen. Häufig treten gemeinsam mit der Neurodermitis Lebensmittelallergien, etwa auf Eier, Milch, Soja, Weizen oder Nüsse, oder eine Allergie auf Hausstaub, Tierhaare oder Pollen auf. Hinweise auf eine Tierhaarallergie können ebenfalls relevant sein.


Die Ursachen für das seborrhoische Ekzem sind nicht eindeutig geklärt. Mögliche Auslöser sind etwa der Hefepilz Malassezia furfur oder auch eine übermäßige Talgproduktion. Typisch für das seborrhoische Ekzem sind die betroffenen Hautstellen. In erster Linie sind talgdrüsenreiche Bereiche betroffen, also zum Beispiel der Haaransatz oder im Bereich des Gesichts.


Auch Probleme mit den Venen, etwa eine chronisch-venöse Insuffizienz, ist ein Auslöser für ein Ekzem. Ein sogenanntes Stauungsekzem wird durch geschädigte Blutgefäße und Blutstauungen, etwa im Bereich der Unterschenkel, ausgelöst. Es kommt zu Entzündungen, die zu einer Rötung der Haut und zu Juckreiz führen.

Was sind die Symptome bei einem Ekzem?

Ekzem - Was sind die Symptome bei einem Ekzem?

Sobald die oberste Hautschicht geschädigt ist und mit bestimmten Stoffen in Kontakt kommt, kann der Körper mit einer Entzündung darauf reagieren – Mediziner sprechen in solchen Fällen von einer Dermatitis. Es kommt zu einer Art Schwellung auf der betroffenen Hautstelle. Mediziner unterteilen den Krankheitsverlauf bei einem Ekzem in drei Stadien:

Stadium 1: Unmittelbar nach dem Kontakt mit einem hautschädigenden Stoff tritt eine stark juckende Rötung auf. Die betroffene Hautstelle erwärmt sich. Die Rötung ist scharf begrenzt.

Stadium 2: In leichten Fällen erfolgt eine Abheilung. Die oberste Schicht der Haut schuppt ab. Wurde die Haut stärker beschädigt, bilden sich Bläschen, die etwa von der Größe eines Stecknadelkopfs sind. Sie sind mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt. Die Bläschen können jucken und brennen.

Stadium 3: Im weiteren Verlauf kommt es zum Aufplatzen der Bläschen, wodurch sich die Haut in Folge verkrustet. Den meisten Betroffenen macht auch in diesem Stadium der Juckreiz zu schaffen. Nach und nach kommt es aber zu einer spontanen Abheilung und Abschuppung der obersten Hautschicht.

Ekzem - Stadium 3

Bei wiederkehrenden Ekzemen oder chronischen Verläufen ist zu beobachten, dass es meist zu einem schubhaften Verlauf kommt. Im Frühjahr und Sommer bessern sich die Symptome, während sie wieder zunehmen, sobald die Temperaturen sinken.

Symptome einer Dermatitis können sich an fast allen Körperstellen zeigen. Besonders häufig treten sie aber im Gesicht, auf der Kopfhaut sowie an den Händen und Armen auf. Auch Körperstellen, die zwischen zwei Hautfalten liegen, sind häufig betroffen.

Ekzem - Welche Ursachen hat ein Ekzem?

Welche Ursachen hat ein Ekzem?

Eine Dermatitis kann sowohl äußere (exogene), also auch innere (endogene) Ursachen haben. Zu den inneren Faktoren zählt die Atopie, die erbliche Veranlagung zu bestimmten Krankheiten. Neben Heuschnupfen und Asthma handelt es sich auch bei der Neurodermitis um eine Atopie. Sie erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ekzem auftritt, maßgeblich. Eine weitere innere Ursache ist starke Schweißbildung. Symptome zeigen sich vor allem an den Füßen und Händen. Es besteht der Verdacht, dass der Schweiß Allergene aus Socken, Schuhen oder Handschuhen löst, wodurch ein Ekzem begünstigt wird. Auch eine überhöhte Talgbildung kann zu einem (seborrhoischen) Ekzem führen.

Äußere Ursachen für eine Dermatitis sind vielfältig. Verschiedene allergieauslösende Stoffe wie Nickel, Latex oder Duftstoffe in Cremen oder Parfüms können Kontaktallergie verursachen. Auch auslaugende Substanzen wie Seifen oder Desinfektionsmittel oder sehr häufiges (Hände-)Waschen können dazu führen, dass die Haut überstrapaziert wird und sich ein Ekzem bildet.

Bei einer wiederkehrenden Dermatitis liegt die Ursache meist in einer Fehlfunktion der Hautbarriere, die zur Folge hat, dass die Haut trockener ist. Allergieauslösende Stoffe können somit leichter in die Haut eindringen und zu einer Immunreaktion führen. In einem solchen Fall handelt es sich um ein allergisches bzw. ein toxisches Ekzem. So können vermeintlich harmlose Reize wie Schwitzen, zu heißes Baden, der übermäßige Kontakt mit Staub oder Wolle zu einem juckenden Hautausschlag führen.

Welche Risikofaktoren begünstigen ein Ekzem?

Ekzem - Welche Risikofaktoren begünstigen ein Ekzem?

Alles, was die Schutzfunktion der Haut herabsetzt, kann das Risiko für das Auftreten eines Ekzems begünstigen. So kann etwa der Kontakt mit bestimmten Reinigungs- oder Lösungsmitteln die Barrierefunktion der Haut stören. Dadurch können Schadstoffe leichter in die Haut eindringen und dort Entzündungen verursachen.

Wie wird ein Ekzem diagnostiziert?

Ekzem - Wie wird ein Ekzem diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt entweder durch einen Allgemeinmediziner oder einen Hautarzt durch die Analyse des Hautbilds der betroffenen Stellen. Rötungen und Bläschenbildung sind für eine Dermatitis typische Zeichen.

Um ein Wiederauftreten der Symptome zu vermeiden, ist es für den Arzt wichtig, den Auslöser zu finden. Umso detaillierter Du Deinem Arzt mitteilen kannst, mit welchen Stoffen Du in Kontakt warst, umso leichter kann er weitere Schritte einleiten, um die Ursache festzustellen.

Da Ekzeme häufig mit Allergien in Zusammenhang stehen, ist bei der Diagnose unter Umständen auch ein Epikutantest, auch Patch-Test genannt, sinnvoll. Dabei klebt der Arzt kleine Pflaster, die verschiedene allergieauslösende Stoffe enthalten, auf Deine Haut und überprüft, ob es zu einer allergischen Reaktion kommt.

Wie lässt sich ein Ekzem behandeln?

Ekzem - Wie lässt sich ein Ekzem behandeln?

Wesentlich bei der Behandlung eines Ekzems ist es zu klären, ob es eine spezielle Ursache wie etwa eine Kontaktallergie gibt, mit der das Ekzem in Verbindung steht. Das kann der Arzt beispielsweise mit einem Allergietest feststellen.

Wenn eine Allergie der Auslöser ist, ist die effektivste Therapie den Kontakt mit dem allergieauslösenden Stoff einzustellen. Dann kommt es auch zu einer Besserung der Symptome. Oft heilt das Ekzem dann von alleine ab.

Wenn Du unter besonders starkem Juckreiz leidest, kann Dir der Arzt eine leicht entzündungshemmende Kortisonsalbe verschreiben. Diese lindert die Symptome bei einem Kontaktekzem. Vor allem bei Austrocknungsekzemen eignen sich für die Behandlung rückfettende Cremen. Diese helfen der Haut dabei, ihre natürliche Schutzfunktion wieder aufzubauen.

Auch im Falle einer Neurodermitis erfolgt die Behandlung mit kortisonhaltigen und anderen entzündungshemmenden Salben, wenn es zu einem Schub kommt. Wesentlich ist es hier aber auch, die Schutzfunktion der Haut in Form einer guten Basistherapie zu stärken, wenn keine oder kaum Symptome auftreten. Dadurch kannst Du einem neuerlichen Schub entgegenwirken. Zu diesem Zweck kannst Du in der Apotheke rückfettende Ölbäder oder Cremes erwerben. Sie verhindern das Austrocknen der Haut. Als besonders wirksam hat sich der Inhaltsstoff Urea (Harnstoff) erwiesen. Er hilft der Haut dabei, Feuchtigkeit besser zu speichern und weniger auszutrocknen.

In den meisten Fällen reicht die Behandlung der Symptome in Form einer Salbe und durch die Eliminierung des Auslösers. In schweren Fällen ist eine systemische Therapie sinnvoll. Das heißt, es erfolgt auch eine innerliche Therapie, etwa durch die Einnahme von Kortisonpräparaten.

Ekzem - Wie lässt sich ein Ekzem behandeln?

Was kann ich selbst bei einem Ekzem tun?

Bei der Behandlung und Vorbeugung von Ekzemen ist Dein Handeln entscheidend. Mit einer guten Basistherapie kannst Du nicht nur wesentlich dazu beitragen, die Symptome schnell abklingen zu lassen, sondern auch dazu, dass es gar nicht erst zu geschädigten Hautstellen kommt.

Achte darauf, dass Deine Haut nicht zu sehr austrocknet. Eine kurze, kühle Dusche ist besser als ein heißes Bad. Eine Dusche pro Tag reicht vollkommen. Schäumende Badezusätze trocknen die Haut zusätzlich aus. Verwende zur Reinigung milde, pH-neutrale Reinigungsmittel. Verwende sie sparsam – Deine Haut wird es Dir danken. Sei auch nach dem Duschen sanft zu Deiner Haut, es ist besser sie vorsichtig abzutupfen, anstatt sie trocken zu rubbeln. Sobald Du trocken bist, empfiehlt sich das Auftragen einer fetthaltigen Creme oder Lotion. Dadurch gibst Du Deiner Haut Fette zurück, die beim Waschen verloren gegangen sind. Das Eincremen nach dem Duschen führt dazu, dass Feuchtigkeit, die die Haut während des Waschens aufgenommen hat „versiegelt“ wird, also in der Haut verbleibt. Vor allem für Menschen mit Neurodermitis ist eine gute Basispflege der Haut wichtig.

Ekzem - Was kann ich selbst bei einem Ekzem tun?

Wichtig ist zu beobachten, unter welchen Umständen die Symptome ausbrechen. In weiterer Folge kannst Du den Kontakt mit diesen hautschädigenden Stoffen vermeiden. Vielen Patienten hilft es zur Ursachenfindung ein Tagebuch zu führen, in dem sie eintragen, welche Hautsymptome auftreten und mit welchen Stoffen sie davor Kontakt hatten. Bei akutem Juckreiz kannst Du Dir mit kalten Umschlägen Linderung verschaffen.

Welche Hausmittel können bei einem Ekzem Linderung verschaffen?

Ergänzend zur ärztlichen Behandlung können Hausmittel dazu beitragen, den Juckreiz zu lindern und die Hautbarriere zu unterstützen. Sie ersetzen jedoch keine medizinische Therapie, insbesondere nicht bei akuten Schüben.

Kühle Umschläge

Feuchte, kühle Umschläge mit klarem Wasser oder abgekühltem Schwarztee lindern akuten Juckreiz. Die Gerbstoffe im Schwarztee wirken zusammenziehend und beruhigen die entzündete Haut. Die Umschläge sollten etwa 15 bis 20 Minuten auf der betroffenen Stelle verbleiben.

Haferflockenbad

Kolloidales Hafermehl bindet Feuchtigkeit und beruhigt gereizte Haut. Für ein Haferflockenbad gibst Du etwa 200 Gramm fein gemahlene Haferflocken in lauwarmes Badewasser und badest 15 bis 20 Minuten darin. Die Wassertemperatur sollte 37 Grad Celsius nicht überschreiten, da heißes Wasser die Haut zusätzlich austrocknet.

Kokosöl

Kaltgepresstes Kokosöl enthält Laurinsäure, die antibakteriell wirkt. Dünn auf die betroffenen Stellen aufgetragen, kann es die Hautbarriere stärken und trockene, schuppige Haut geschmeidiger machen. Bei nässenden Ekzemen ist Kokosöl allerdings nicht geeignet.

Nachtkerzenöl

Nachtkerzenöl ist reich an Gamma-Linolensäure, die bei Ekzem-Betroffenen häufig vermindert vorkommt. Das Öl kann äußerlich auf trockene Hautstellen aufgetragen oder als Nahrungsergänzung eingenommen werden. Die Wirkung zeigt sich in der Regel erst nach mehreren Wochen regelmäßiger Anwendung.

Kamille und Ringelblume

Kamillentee-Kompressen wirken entzündungshemmend und können den Juckreiz lindern. Ringelblumensalbe (Calendula) unterstützt die Wundheilung und pflegt trockene Ekzem-Haut. Beide Pflanzen gehören jedoch zur Familie der Korbblütler – bei einer Allergie gegen Korbblütler solltest Du sie meiden.

Wichtig: Hausmittel eignen sich vor allem bei leichten Ekzemen und zur Pflege zwischen den Schüben. Bei starkem Juckreiz, nässenden oder großflächigen Ekzemen, bakterieller Superinfektion oder wenn sich die Beschwerden verschlechtern, ist eine ärztliche Behandlung notwendig.

Wie ist die Prognose bei einem Ekzem?

Die Prognose bei einem Hautekzem ist im Normalfall gut. Vor allem bei Kontaktekzemen verschwinden die Symptome häufig innerhalb weniger Tage von selbst, sobald der Kontakt mit Auslöser eingestellt wird. Selbiges gilt für photoallergische und phototoxische Ekzeme.

Atopische Ekzeme, wie beispielsweise Neurodermitis, können hingegen nie vollständig geheilt werden. Betroffene haben oft im Kleinkindalter mit besonders schweren Symptomen zu kämpfen. Häufig bessern sich diese etwa im Alter von fünf Jahren. Dennoch kommt es im Jugend- und Erwachsenenalter bei einigen Betroffenen immer wieder zu Krankheitsschüben.

Wie kann ich einem Ekzem vorbeugen?

Ekzem - Wie kann ich einem Ekzem vorbeugen?

Mit der richtigen Hautpflege kannst Du einem Ekzem gut vorbeugen. Rückfettende und feuchtigkeitsspendende Cremen tragen nicht nur zur Linderung der Symptome bei, sondern helfen bei konsequenter Anwendung auch dabei, weiteren Krankheitsschüben vorzubeugen.

Vermeide es zu lange und zu heiß zu duschen, das trocknet die Haut aus. Nach dem Waschen ist es besser, die Haut trocken zu tupfen, anstatt sie trocken zu rubbeln.

Wichtig ist auch, darauf zu achten, mit Stoffen, die ein Ekzem auslösen, möglichst nicht in Kontakt zu kommen. Hauterkrankungen wie das Ekzem stehen häufig auch im Zusammenhang mit Stress. Versuche daher emotionalen Stress möglichst zu vermeiden. Nimm Dir bewusst Zeit für Dich, um auszuspannen und einen Ausgleich zu finden. Viele finden auch Techniken wie Progressive Muskelentspannung oder Meditation hilfreich.

Was kostet die Behandlung von einem Ekzem und übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Ekzem - Kosten

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Diagnose und Therapie eines Ekzems. Je nach Versicherungsträger kann ein Selbstbehalt anfallen. Genauere Informationen dazu erhältst Du direkt von Deiner Krankenkasse oder von Deinem behandelnden Arzt.

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Häufige Fragen

Ist ein Ekzem eine Allergie?
Nicht immer. Manche Ekzeme, wie das Kontaktekzem, entstehen durch Allergien. Andere Formen, etwa Neurodermitis oder ein Exsikkationsekzem, haben genetische oder umweltbedingte Ursachen.
Kann ein Ekzem von selbst verschwinden?
Leichte Ekzeme heilen oft von allein ab, wenn die Haut nicht weiter gereizt wird. Chronische Formen benötigen jedoch eine langfristige Pflege.
Sind Ekzeme ansteckend?
Ekzeme sind nicht ansteckend, da sie nicht durch Viren oder Bakterien verursacht werden. Sie entstehen durch Hautreizungen oder immunologische Prozesse.
Welche Ursachen hat ein Ekzem?
Ekzeme können durch innere oder äußere Faktoren verursacht werden. Zu den inneren Ursachen gehören genetische Veranlagung, Allergien und Neurodermitis. Äußere Faktoren sind Reizstoffe wie Seifen oder Chemikalien sowie Allergene wie Nickel oder Latex. Auch übermäßiges Waschen kann die Haut reizen und ein Ekzem begünstigen.
Welche Hausmittel helfen gegen Ekzeme?
Bei Ekzemen helfen feuchtigkeitsspendende Cremes ohne Duftstoffe, kühle Umschläge zur Linderung von Juckreiz, Haferbäder zur Beruhigung der Haut sowie Kokosöl oder Sheabutter zur Pflege trockener Haut.
Kann Stress ein Ekzem auslösen?
Stress kann Ekzeme verschlimmern, insbesondere bei Neurodermitis. Entspannungstechniken wie Meditation oder Atemübungen können helfen, Stress zu reduzieren und dadurch die Haut zu beruhigen.
Welche Creme hilft bei Ekzemen?
Rückfettende Cremes mit Urea oder speziellen Inhaltsstoffen lindern Trockenheit und stärken die Hautbarriere. Bei starkem Juckreiz können kortisonhaltige Cremes oder Antihistaminika helfen.
Wie lange dauert es, bis ein Ekzem heilt?
Das hängt von der Ursache ab. Leichte Ekzeme verschwinden oft innerhalb weniger Tage, während chronische Formen immer wieder auftreten können und eine kontinuierliche Pflege erfordern.
Wie kann man Ekzemen vorbeugen?
Bereits eine gute Hautpflege kann helfen, Ekzemen vorzubeugen. Dazu gehören beispielsweise feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte, das Meiden von Reizstoffen, die Verwendung milder, pH-neutraler Reinigungsmittel und eine bewusste Stressbewältigung.
Redaktionelle Verantwortung

Dieser Beitrag wurde von der internen MOOCI-Redaktion erstellt, inhaltlich geprüft und freigegeben. Bei der Recherche und Aufbereitung setzen wir auch KI-gestützte Werkzeuge ein; jeder Text wird vor der Veröffentlichung von unserer Redaktion fachlich gegengelesen. Die redaktionelle Verantwortung trägt Nadja Sukalia, Content Managerin bei MOOCI. Die medizinische Prüfung erfolgt durch Ärztinnen und Ärzte aus unserem Fachnetzwerk.

Dr. Benjamin Gehl

Dr. Benjamin Gehl

Facharzt für plastische, ästhetische & rekonstruktive Chirurgie

Als Facharzt für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie liegt die Leidenschaft von Dr. Gehl schon immer im Bereich der medizinischen Contentproduktion. Aufgrund seiner Ausbildung, einer langjährigen Einsatzzeit in der rekonstruktiven und plastischen Chirurgie, sowie zahlreichen Auslandseinsätzen in Indien, Afrika und Amerika weiß er, welche Techniken und Behandlungen für medizinische Indikationen international Anwendung finden und State of the art sind. Weiterhin beschäftigt er sich täglich mit neuen Trends und Techniken in der operativen und nicht-operativen Chirurgie. Fortbildungen sowie Studien zählen genauso zu seiner Leidenschaft wie die Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten zu den neuesten fachspezifischen Themen.

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Letzte Aktualisierung: 13.07.2026

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