Pannikulitis

Das Unterhautfettgewebe des Körpers dient sozusagen als Isolierschicht vor Auskühlung und auch vor zu starker Überwärmung. Im Unterhautfettgewebe liegen somit auch die einzelnen Arterien und Venen, die für die Blutzufuhr zuständig sind. Bei der Pannikulitis kommt es zu einer Entzündung dieses Unterhautfettgewebes. Hierbei können verschiedene Ursachen zugrunde liegen, daher richtet sich die Behandlung je nach Ursache.


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Zuletzt aktualisiert: 6. Oktober, 2021

INHALTSVERZEICHNISInhaltsverzeichnis

Bei einer Pannikulitis handelt es sich um eine Entzündung des Unterhautfettgewebes, die zwar nicht gefährlich ist, aber für Betroffene äußerst unangenehm ist. Das Unterhautfettgewebe, auch panniculus adiposus genannt, dient dazu, den Körper vor Kälte zu schützen.

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Das Hautsymptom einer Pannikulitis sind weiche Knoten in den Extremitäten, die auch im Bereich des Bauchs, Brust, Gesicht und Gesäß auftreten können. Diese Knoten empfinden Betroffene meist als schmerzhaft, außerdem können sich verschiedene Begleitsymptome entwickeln.

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Einer Pannikulitis können verschiedene Ursachen zugrunde liegen. Häufig sind es jedoch Infektionen, wobei auch nicht-infektiöse Erkrankungen eine Pannikulitis auslösen können.

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Der Arzt kann eine Pannikulitis meist bereits anhand einer klinischen Untersuchung diagnostizieren. Unter Umständen entnimmt der Arzt eine Gewebeprobe, um den Verdacht auf eine Pannikulitis bestätigen zu können.

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Eine Pannikulitis wird in der Regel konservativ behandelt. Dabei ist es zunächst wichtig, sich körperlich zu schonen und Kortison-Salben anzuwenden, um die Schmerzen zu lindern. In den meisten Fällen folgt außerdem eine Kompressionstherapie mit medizinischen, elastischen Binden. Nur in seltenen Fällen ist eine OP notwendig, beispielsweise wenn die Erkrankung mit einem Tumor zusammenhängt.

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Du kannst einer Pannikulitis nicht direkt vorbeugen, aber einige Maßnahmen ergreifen, um bei einer vorliegenden Entzündung des Unterhautfettgewebes Abhilfe zu schaffen. Dazu zählen vor allem eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung.

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Eine Pannikulitis ist zwar nicht lebensgefährlich, aber ist für Betroffene aufgrund der Muskel- und Gelenkschmerzen äußerst unangenehm. Außerdem tritt eine Entzündung des Unterhautfettgewebes oft auch mit anderen Erkrankungen wie Rheuma auf.

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Da es sich bei der Therapie einer Pannikulitis um eine medizinisch notwendige Behandlung handelt, kommen die Krankenkassen in der Regel auch für sämtliche Kosten der Diagnose und Behandlung auf.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Bei der Pannikulitis kommt es zu einer Entzündung des Unterhautfettgewebes Sie zeichnet sich durch weiche Knötchen in den Extremitäten und in Bauch, Brust, Gesicht oder Gesäß aus.


Die Ursachen für eine Pannikulitis sind sehr häufig Infektionen, wobei auch nicht-infektiöse Erkrankungen dazu führen können.


Am häufigsten sind Oberschenkel und Gesäß betroffen· Die konservative Behandlung beginnt in erster Linie mit körperlicher Schonung und der lokalen Anwendung von Kortison-Salben zur Schmerzlinderung.


Operative Methoden werden meist nur eingesetzt, wenn die Pannikulitis mit einem vorliegenden Tumor zusammenhängt· In der Regel sind Frauen deutlich häufiger betroffen als Männer.

Was versteht die Medizin unter einer Pannikulitis?

Pannikulitis ist eine Entzündung des Unterhautfettgewebes, die sich durch weiche Knötchen in den Extremitäten und manchmal in Bauch, Brust, Gesicht oder Gesäß auszeichnet. In seltenen Fällen können die Knötchen auch Mesenterium, Lunge und Schädel befallen. Diese entzündlichen Knoten sind jedoch hauptsächlich an Oberschenkeln, Gesäß und Hüften zu sehen. Dieses Unterhautfettgewebe wird panniculus adiposus genannt und dient dazu, den Körper vor Kälte zu schützen. In der Regel sind Frauen deutlich häufiger betroffen als Männer. Vor allem Frauen in den Wechseljahren entwickeln häufiger eine Pannikulitis als andere Frauen.
 
Bei einem Pfeifer-Weber-Christian-Syndrom tritt die Pannikulitis nur schubweise auf, aber zeichnet sich ebenso durch Knoten im unteren Fettgewebe der Haut aus. Dabei treten die Pannikulitis-Schübe fast immer im Zusammenhang mit Fieber auf. Die Abheilung dauert dabei Wochen oder Monate und hinterlässt lokale Hautdellen.

Pannikulitis - Was versteht die Medizin unter einer Pannikulitis?

Was sind die Symptome bei einer Pannikulitis?

Pannikulitis - Was sind die Symptome bei einer Pannikulitis?

Die Pannikulitis äußert sich durch entzündliche Knoten in der Haut, die vor allem im Hüft- und Oberschenkelbereich sichtbar sind. Meist sind die Knoten schmerzhaft und erscheinen rötlich oder violett.

Bei einigen Pannikulitis-Arten entwickeln sich auch Blutergüsse, die sichtbar sind. Darüber hinaus können Begleitsymptome, wie zum Beispiel Muskel- und Gelenkschmerzen, auftreten. Aber auch die üblichen Anzeichen einer Entzündung wie Fieber, Schmerzen und Übelkeit sind häufige Symptome. Grundsätzlich kann jedes Unterhautfettgewebe des Körpers betroffen sein, wobei Oberschenkeln und Gesäß am häufigsten betroffen sind.

Welche Ursachen hat eine Pannikulitis?

Die Ursachen für eine Pannikulitis sind sehr häufig Infektionen, wobei auch nicht-infektiöse Erkrankungen dazu führen können. Mögliche Ursachen sind bakterielle oder durch Pilze hervorgerufene Entzündungen wie beispielsweise Hals- oder Lungenentzündungen. Auch Autoimmunerkrankungen, die das Bindegewebe und die Blutgefäße betreffen, wie beispielsweise Morbus Crohn, können zu einer Entstehung beitragen. In einigen Fällen stellen auch Tumore des Lymphgewebes und Leukämie die Ursache für die Erkrankung dar.

Wie diagnostiziert der Arzt Pannikulitis?

Pannikulitis - Wie diagnostiziert der Arzt Pannikulitis?

Der Arzt diagnostiziert eine Pannikulitis meist schon bei der klinischen Untersuchung. Nur in seltenen Fällen entnimmt der Arzt eine kleine Gewebeprobe, um sie zu untersuchen. Das wichtigste hierbei ist, die Ursache der Pannikulitis festzustellen. Je nach Verdacht können somit auch weitere Untersuchungen notwendig sein.

Wie lässt sich eine Pannikulitis behandeln?

Die nicht-operative Behandlung beginnt in erster Linie mit körperlicher Schonung und der lokalen Anwendung von Kortison-Salben zur Linderung der Schmerzen. In den meisten Fällen folgt danach eine Kompressionstherapie mit medizinischen, elastischen Binden. Der Arzt verordnet sehr oft auch Arzneimittel zur Schmerz- und Entzündungslinderung. Eine Antibiotikatherapie ist nur dann sinnvoll, wenn eine bakterielle Infektion dahintersteckt.

Pannikulitis - Wie lässt sich eine Pannikulitis behandeln?

Wann ist eine Operation sinnvoll?

Pannikulitis - Wann ist eine Operation sinnvoll?

Die konservative Therapie ist die einzige Behandlungsmethode bei einer vorliegenden Pannikulitis. Operative Methoden werden meist nur eingesetzt, wenn die Pannikulitis mit einem vorliegenden Tumor zusammenhängt.

Eine Pannikulitis muss nicht nur das Unterhautfettgewebe betreffen, sondern kann sich auch bis ins Körperinnere ausbreiten. Zusätzlich werden meist Arzneimittel verabreicht, die das Immunsystem unterdrücken, sogenannte Immunsuppressiva, oder auch Chemotherapien durchgeführt.

Kann ich einer Pannikulitis vorbeugen?

Pannikulitis - Achte auf ausreichend Bewegung

Achte auf ausreichend Bewegung

Pannikulitis - Achte auf eine gesunde Ernährung und eine erhöhte Vitamin-C-Zufuhr

Achte auf eine gesunde Ernährung und eine erhöhte Vitamin-C-Zufuhr

Einer Pannikulitis kannst Du nicht direkt vorbeugen, da es in den meisten Fällen mit anderen Erkrankungen zusammenhängt. Wird die Ursache behandelt, dann verschwinden in der Regel ebenfalls die unangenehmen Symptome. Du kannst Deinem Körper bei einer vorliegenden Pannikulitis aber sehr wohl helfen, indem Du auf ausreichende Bewegung achtest und Dich gesund ernährst. Das heißt, Du solltest genügend Obst und Gemüse zu Dir nehmen und auf eine erhöhte Vitamin-C-Zufuhr achten, um Dein Immunsystem zu stärken.

Welche Folgen hat eine Pannikulitis für Betroffene?

Eine Pannikulitis äußert sich durch entzündliche Knoten, die meist auf der Hautoberfläche sichtbar sind. In vielen Fällen treten sie auch in Zusammenhang mit Muskel- und Gelenkschmerzen auf. Durch Druck auf diese Knoten treten meist starke Schmerzen und eine sichtbare Rötung auf. Häufig ist Pannikulitis die Folge anderer Entzündungserkrankungen, beispielsweise Rheumaerkrankungen. Wenn die Pannikulitis jedoch ohne eine solche Entzündungserkrankung auftritt, so wird sie als „idiopathisch” bezeichnet.

Pannikulitis - Welche Folgen hat eine Pannikulitis für Betroffene?

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Behandlung einer Pannikulitis?

Pannikulitis - Kosten

In den meisten Fällen werden die Therapieverfahren von den Krankenkassen übernommen. Bei den Operationen hängt es von der genauen Art der Erkrankung und der Notwendigkeit des Eingriffs, aus medizinischer Sicht, ab. Daher solltest Du Dich vor dem jeweiligen Eingriff bei Deiner Krankenkasse über die Kostenübernahme informieren.


Über den Autor: Dr. med. Benjamin Gehl

Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie


Als Facharzt für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie liegt die Leidenschaft von Dr. Gehl schon immer im Bereich der medizinischen Contentproduktion.

Aufgrund seiner Ausbildung, einer langjährigen Einsatzzeit in der rekonstruktiven und plastischen Chirurgie, sowie zahlreichen Auslandseinsätzen in Indien, Afrika und Amerika weiß er, welche Techniken und Behandlungen für medizinische Indikationen international Anwendung finden und State of the art sind.

Weiterhin beschäftigt er sich täglich mit neuen Trends und Techniken in der operativen und nicht-operativen Chirurgie. Fortbildungen sowie Studien zählen genauso zu seiner Leidenschaft wie die Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten zu den neuesten fachspezifischen Themen.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Bei der Pannikulitis kommt es zu einer Entzündung des Unterhautfettgewebes Sie zeichnet sich durch weiche Knötchen in den Extremitäten und in Bauch, Brust, Gesicht oder Gesäß aus.


Die Ursachen für eine Pannikulitis sind sehr häufig Infektionen, wobei auch nicht-infektiöse Erkrankungen dazu führen können.


Am häufigsten sind Oberschenkel und Gesäß betroffen· Die konservative Behandlung beginnt in erster Linie mit körperlicher Schonung und der lokalen Anwendung von Kortison-Salben zur Schmerzlinderung.


Operative Methoden werden meist nur eingesetzt, wenn die Pannikulitis mit einem vorliegenden Tumor zusammenhängt· In der Regel sind Frauen deutlich häufiger betroffen als Männer.

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