Prurigo nodularis

Prurigo nodularis ist eine sehr seltene Hautkrankheit. Patienten leiden dabei an charakteristisch starkem Juckreiz und erfahren oftmals eine wahre Odyssee von Arzt zu Arzt, bis die Ursache geklärt ist. Für die wahren Gründe besteht in der Wissenschaft aber noch Unsicherheit. Eine Genesung kann Monate bis Jahre in Anspruch nehmen, sodass Patienten viel Geduld aufweisen müssen. Die Folgeerscheinung ist eine geschädigte Haut durch ständiges Kratzen und auch psychische Probleme können damit einhergehen.


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Zuletzt aktualisiert: 28. Oktober, 2021

INHALTSVERZEICHNISInhaltsverzeichnis

Die Prurigo nodularis ist eine seltene Hautkrankheit mit juckenden Hautknötchen, welche an den Gliedmaßen vorzufinden sind. Es erkranken meistens Menschen über 50 Jahre daran, Frauen sind etwas häufiger betroffen. Unter Medizinern wird die Prurigo nodularis als maximale Ausprägung und Folgeerscheinung von chronischem Juckreiz bezeichnet. Durch das ständige Kratzen wird die Haut immer weiter geschädigt.

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Die sehr stark juckenden Knötchen sind dick, verhornt und sehen je nach Hauttyp hellrot bis blassrot aus. Die Knötchen sind einige Millimeter groß, können aber auch zwei bis drei Zentimeter erreichen. Sie zeigen oft ein symmetrisches Auftreten, vor allem auf den Streckseiten von Armen und Beinen sowie am Rumpf. Auch am Kreuzbein und Bauchbereich kommen die Knötchen vor. In der Regel sind Gesicht, Fußsohlen und Handflächen nicht betroffen.

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Für die genaue Ursache von Prurigo herrscht in der Wissenschaft noch Unsicherheit. Mediziner gehen davon aus, dass Prurigo nodularis unterschiedliche Auslöser hat. Prurigo nodularis kann als Folge anderer Hauterkrankungen sowie innerer oder neurologischer Erkrankungen entstehen. Auch Medikamente können den Juckreiz auslösen, psychische Probleme scheinen dies zusätzlich zu begünstigen.

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Viele Patienten mit chronischem Juckreiz sind ohne Diagnose, die Betroffenen bringen daher fast immer eine jahrelange Leidensgeschichte mit. Der ständige Juckreiz und die Knötchen stellen zuerst einen Anfangsverdacht dar. In einer mikroskopischen Probe erkennt der Arzt typische Veränderungen wie einer erhöhten Anzahl von Immunzellen, stark großflächigen verhornten Stellen der Ober- und Unterhaut und einer erhöhten Anzahl an Nervenzellen.

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Die Behandlung von Prurigo nodularis ist langwierig und erfordert von den Betroffenen ein sehr hohes Maß an Geduld und Disziplin, da sie oft Monate bis Jahre dauert. Die Behandlung erfolgt immer individuell durch medikamentöse und systemische Therapien. Dabei kommen Hautcremes und Antihistaminika zum Einsatz. Einige Betroffenen setzen ebenfalls auf alternative Methoden und nehmen Psychotherapien in Anspruch.

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Leider gibt es keine kausale Therapie und die Behandlung erfolgt oftmals symptomatisch, um in erster Linie den Juckreiz zu reduzieren und Folgen wie Wunden und sekundäre Infektionen zu verhindern und zu therapieren. Ein neuer Ansatz aber besteht in der Behandlung mit Nemolizumab, das 2020 in einer Studie der Universitätsklinik Münster getestet wurde. Das Medikament ist derzeit noch nicht zugelassen, erzielte bislang jedoch gute Ergebnisse in der Behandlung.

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Sofern es sich um einen Kassenfacharzt handelt, werden die Untersuchungen von den Krankenversicherungsanstalten übernommen. Bei einer Behandlung durch einen Wahlarzt kann die Rechnung bei der Krankenkasse eingereicht werden, um einen Teil der Kosten zurückerstattet zu bekommen.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Prurigo nodularis ist eine sehr seltene Hautkrankheit. Patienten leiden dabei an charakteristisch starkem Juckreiz und roten Knötchen auf der Haut. Oftmals gehen auch weiter Hauterkrankungen oder Folgeinfektionen einher.


Die Ursache ist ungeklärt und eine Genesung kann Monate bis Jahre in Anspruch nehmen. Betroffene leiden psychisch sehr stark unter der Krankheit und müssen oft Therapien in Anspruch nehmen.


Die Behandlung erfolgt durch medikamentöse und systemische Therapien. Dabei kommen Hautcremes und Antihistaminika zum Einsatz. Grundsätzlich geht es bei der Therapie um die Erkennung der Ursache und die Minimierung der Beschwerden.


Derzeit laufen Studien rund um das Medikament Nemolizumab, welches Erfolge im Kampf gegen Prurigo nodularis verspricht.

Was versteht die Medizin unter einer Prurigo nodularis?

Die Prurigo nodularis ist eine seltene Hautkrankheit mit juckenden (Prurigo) Hautknötchen, welche an den Gliedmaßen vorzufinden sind. Die Krankheit ist durch sehr starken Juckreiz charakterisiert. Es erkranken meistens Menschen über 50 Jahre daran, Frauen sind etwas häufiger betroffen. Unter Mediziner wird die Prurigo nodularis als maximale Ausprägung und Folgeerscheinung von chronischem Juckreiz bezeichnet. Durch das ständige Kratzen wird die Haut immer weiter geschädigt.

Prurigo nodularis - Was versteht die Medizin unter einer Prurigo nodularis?

Welche Formen von Prurigo gibt es?

Prurigo nodularis - Welche Formen von Prurigo gibt es?

Prurigo nodularis ist eine Unterform der chronischen Prurigo und wird als Maximalform der Prurigo simplex subacuta angesehen. Unter allen Formen des Juckreizes gilt sie als die stärkste. Erst bei andauerndem Juckreiz von länger als sechs Wochen sprechen Mediziner von einem chronischen Verlauf.

Zudem unterscheiden Experten den Juckreiz auf nicht-entzündlicher Haut sowie auf bereits entzündeter Oberfläche mit oder ohne Kratzspuren. Diese Form des Juckreizes tritt bei Frauen gehäuft zwischen dem 20. und 30., bei Männern erst nach dem 60. Lebensjahr auf.

Was sind die Symptome einer Prurigo nodularis?

Prurigo nodularis - Was sind die Symptome einer Prurigo nodularis?

Die sehr stark juckenden Knötchen sind dick, verhornt und mit Wundschorf bedeckt oder aufgekratzt, und sehen je nach Hauttyp hellrot bis blassrot aus. Die Knötchen sind einige Millimeter groß, können aber auch zwei bis drei Zentimeter erreichen.

Selten treten nur einige Knötchen auf, es können bis zu mehreren Hundert Knötchen vorkommen. Außerdem treten die Knötchen nicht nur in einer Region auf, meist verteilen sich die juckenden Stellen. Dann zeigt sich oft ein symmetrisches Auftreten vor allem auf den Streckseiten von Armen und Beinen sowie am Rumpf. Auch am Kreuzbein und Bauchbereich kommen die Knötchen oft vor. In der Regel sind Gesicht, Fußsohlen und Handflächen nicht betroffen. Bei einer Prurigo nodularis kann es oftmals auch zu sekundären Infektionen kommen, die durch das ständige Kratzen entstehen. Dadurch werden aber auch die Symptome verstärkt, da sich durch das Bearbeiten der Knoten mit Händen und Nägeln neue Knoten bilden, die jucken, beißen und brennen.

Prurigo nodularis - Welche Ursachen hat eine Prurigo nodularis?

Welche Ursachen hat eine Prurigo nodularis?

Obwohl intensiv daran geforscht wird, gibt es noch keine eindeutige Ursache für das Auftreten des schwerwiegenden Juckreizes. Die meisten Mediziner gehen davon aus, dass Prurigo nodularis unterschiedliche Auslöser hat beziehungsweise mit anderen Hautkrankheiten zusammenfällt. Mehrheitlich leiten die Experten Prurigo nodularis aus einem chronischen Pruritus (Juckreiz) ab. Es wird vermutet, dass Prurigo nodularis auch als Folge anderer Erkrankungen hervorgerufen werden kann.

Prurigo nodularis - Andere Hauterkrankungen als Auslöser von Prurigo nodularis

Andere Hauterkrankungen als Auslöser von Prurigo nodularis

Häufig entsteht der Juckreiz in Zusammenhang mit Neurodermitis, Schuppenflechte oder Nesselsucht. Bei diesen Krankheiten leiden Betroffene unter sehr trockener Haut, die leicht entzündlich ist.

Auch können Milben, welche die Krätze übertragen, für einen starken Juckreiz verantwortlich sein. Als weitere Ursachen kommen Pilze, eine Sonnenallergie, Altersjucken bei älteren Menschen oder das sogenannte Winterjucken bei einem schnellen Temperaturwechsel in Frage. Ebenfalls kann übermäßiger Wasserkontakt bei sehr trockener Haut zu Juckreiz führen.
 


Prurigo nodularis - Innere Erkrankungen als Auslöser von Prurigo nodularis

Innere Erkrankungen als Auslöser von Prurigo nodularis

Untersuchungen zeigen, dass Prurigo nodularis auch durch innere Erkrankungen ausgelöst werden kann. Darunter fallen chronischen Nierenprobleme wie in etwa bei Dialysepatienten, Lebererkrankungen, Diabetes und Funktionsstörungen der Schilddrüse.

Auch bei einem Eisenmangel oder einer Magersucht kann es zu Hautveränderungen kommen und vor allem HIV-Patienten haben ein erhöhtes Risiko, an Prurigo nodularis zu erkranken.
 


Prurigo nodularis - Neurologische Erkrankungen als Auslöser von Prurigo nodularis

Neurologische Erkrankungen als Auslöser von Prurigo nodularis

Eine Prurigo nodularis kann auch auf neurologische Beeinträchtigungen zurückzuführen sein. So können beispielsweise Multiple Sklerose, Nervenschmerzen oder eine Gürtelrose den chronischen Juckreiz auslösen.

Werden die Nerven im Bereich des Rückenmarks komprimiert oder liegen Veränderungen der Halswirbelsäule vor, kann es zu einem Jucken an der Außenseite des rechten Unterarms kommen, was Mediziner als brachioradialer Pruritus bezeichnen. Sollte der Juckreiz am Rücken oder direkt neben der Wirbelsäule auftauchen, sprechen Ärzte von der Notalgia paraesthetica, welche durch eine Störung der Nerven in diesem Bereich oder im Rückenmark ausgelöst wird.
 


Prurigo nodularis - Medikamente als Auslöser von Prurigo nodularis

Medikamente als Auslöser von Prurigo nodularis

Immer wieder liest man in Beipackzetteln, dass bestimmte Medikamente einen Juckreiz als mögliche Nebenwirkung aufweisen. Vor allem bei einer Langzeiteinnahme oder Unverträglichkeit kann ein Juckreiz die Folge sein und die Entstehung von Hautknötchen begünstigen. Dazu zählen etwa Antibiotika, Entzündungshemmer, bestimmte Psychopharmaka oder Blutgerinnungsmittel.


Prurigo nodularis - Psychische Erkrankungen als Ursache von Prurigo nodularis

Psychische Erkrankungen als Ursache von Prurigo nodularis

Zuletzt darf die psychische Komponente nicht vergessen werden. Depressionen, Zwangsstörungen wie ein Waschzwang oder Halluzinationen können einen starken Juckreiz hervorrufen und damit die Bildung von Hautknoten begünstigen.

Prurigo nodularis - Wie wird eine Prurigo nodularis diagnostiziert?

Wie wird eine Prurigo nodularis diagnostiziert?

Viele Patienten mit chronischem Juckreiz sind ohne Diagnose, die Betroffenen bringen daher fast immer eine jahrelange Leidensgeschichte mit. Im histologischen Befund der chronischen Prurigo zeigen sich typische Veränderungen der Hautarchitektur in Ober- und Mittelhautgewebe. Die Epidermis (Oberhaut) ist dabei stark verbreitert und verhornt. Der ständige Juckreiz und die Knötchen stellen zuerst einen Anfangsverdacht dar. In einer mikroskopischen Probe erkennt der Arzt typische Veränderungen wie:

Prurigo nodularis - eine erhöhte Anzahl an Immunzellen
  • eine erhöhte Anzahl an Immunzellen

  • stark großflächig verhornte Stellen der Ober- und Unterhaut

  • eine erhöhte Anzahl an Nervenfasern

Die Diagnose von Prurigo nodularis stellt für viele Ärzte eine Herausforderung dar, da der starke Juckreiz ein sehr allgemeines Krankheitszeichen ist und auf eine Vielzahl von Hautkrankheiten zurückzuführen ist. Dies macht die Abgrenzung mitunter selbst für Experten sehr schwer. Nichtsdestotrotz sind andere Prurigo-Formen wie Prurigo chronica mulitformis, Prurigo simplex subacuta, atopisches Ekzem, Lichen planus verrucosus und die Prurigo-Form des bullösen Pemphigoids abzugrenzen. Bei Letzterem handelt es sich um eine sehr ähnlich aussehende blasenbildende Hautkrankheit. Dabei treten pralle Blasen auf, die sich auf geröteter oder normaler Haut bilden können.

Wie lässt sich eine Prurigo nodularis behandeln?

Die Behandlung von Prurigo nodularis ist langwierig und erfordert von den Betroffenen ein sehr hohes Maß an Geduld und Disziplin, da sie oft Monate bis Jahre dauert. Bei so vielen möglichen Ursachen und Begleitsymptomen von Prurigo ist klar, dass eine Behandlung immer individuell erfolgen muss. Grundsätzlich werden bei der Therapie aber immer zwei Ziele verfolgt: Die Erkennung der Ursache und die Minimierung der Beschwerden. Die Behandlung erfolgt auf verschiedenen Wegen, wobei die Beseitigung der Ursache stets im Fokus steht.

Prurigo nodularis - Wie lässt sich eine Prurigo nodularis behandeln?

Hautpflege
Die konventionelle Medizin sieht in erster Linie einen Mix aus Tabletten und Salben vor, wobei Letztere sogar mehrfach täglich auf die Knoten und Verhärtungen aufgetragen werden sollten. Gängige Präparate sind Salben, Cremes und Lotionen, welche die Entzündungen hemmen, zum Beispiel mit dem Wirkstoff Kortison, welche die trockene Haut wieder befeuchten sollen.
 


 
Medikamentöse Therapie
Mögliche weitere Arzneien und Hilfsmittel im Kampf gegen Prurigo sind Antihistaminika zur Behandlung allergischer Reaktionen. Hinzuzufügen sind bei Bedarf UV-Therapien, Antidepressiva oder Immunsuppressiva.
 


 
Systemische Therapie
Daneben gilt es für Betroffene, Handlungen zu vermeiden, die nachweislich schlecht für die Haut sind und die Prurigo verschlimmern könnten. Dazu zählt beispielsweise, sich nicht in überhitzte Räume zu begeben, welche nicht ausreichend befeuchtet sind (beispielsweise ein Besuch in der Sauna). Außerdem sollten keine Pflegeprodukte für die Haut verwendet werden, die Alkohol beinhalten, da dieser die Haut austrocknet. Als gleichermaßen schädlich gilt das übermäßig häufige Duschen mit sehr heißem Wasser.
 


 
Psychologische Begleitung
Besonders bei der Prurigo nodularis leiden Patienten vermehrt unter Angst, Depressionen und haben vermehrt Suizidgedanken. Hierbei kann möglicherweise die Verordnung von Antidepressiva Linderung verschaffen. Betroffene, die psychisch unter der Erkrankung sehr leiden, sollten demnach Stress im Alltag vermeiden und diesem zum Beispiel durch autogenes Training oder regelmäßige sportliche Betätigung vorbeugen. Auch eine Ernährungsumstellung beziehungsweise die Vermeidung bestimmter Lebensmittel helfen. Bewusst zu leben kann dabei helfen, inneres Gleichgewicht zu finden und das Hautbild verbessern.
 


 
Alternative Methoden
Manche Patienten empfinden die Behandlung mit Medikamenten und Salben als noch belastender und greifen auf naturheilkundliche Maßnahmen zurück. Dabei solltest Du mit einer Darmsanierung beginnen, um Deinen Körper auf die folgende Behandlung vorzubereiten. Neben einer Eigenbluttherapie kommen auch Akupunktur und Kolloide zum Einsatz. Das sind Teilchen oder Tröpfchen, die meist in Flüssigkeit fein verteilt sind.

Prurigo nodularis - Wie ist die Prognose bei einer Prurigo nodularis?

Wie ist die Prognose bei einer Prurigo nodularis?

Leider gibt es keine kausale Therapie und die Behandlung erfolgt oftmals symptomatisch, um in erster Linie den Juckreiz zu reduzieren und Folgen wie Wunden und sekundäre Infektionen zu verhindern und zu therapieren. Bei fast allen Patienten versagen Kortisonsalben nach anfänglichen leichten Erfolgen und auch Antihistaminika sind unwirksam. Viele Patienten erfahren kaum Linderung, was dann oft mit unerwünschten Wirkungen verbunden ist.
 
Die Forschung rund um die Behandlung der Prurigo nodularis ist noch lange nicht abgeschlossen. Ein neuer Ansatz aber besteht in der Behandlung mit Nemolizumab, das 2020 in einer Phase II Studie der Universitätsklinik Münster getestet wurde. Das Medikament ist derzeit noch nicht zugelassen, erzielte jedoch gute Ergebnisse in der Behandlung. Das Präparat wurde wöchentlich injiziert, in Folge sank der Juckreiz und die Knötchen zeigten sich mehr abgeheilt. Dadurch verbesserte sich die Schlaf- und Lebensqualität der Betroffenen deutlich. Fast 38 Prozent der Probanden waren nach einem Monat ganz oder nahezu geheilt. Komplett ohne Nebenwirkungen verlief die Behandlung nicht: Die Teilnehmer klagten teilweise über Bauchschmerzen oder Durchfall. Die Forschungsgruppe sieht daher noch größer angelegte Langzeitstudien als notwendig an. Diese sollen untersuchen, wie sicher die Behandlung mit Nemolizumab langfristig ist – und ob sie als reguläre Therapie für Betroffene infrage kommt.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Prurigo nodularis?

Prurigo nodularis - Kosten

Sofern es sich um einen Kassenfacharzt handelt, werden die Untersuchungen von den Krankenversicherungsanstalten übernommen. Ebenfalls können Psychotherapie-Plätze über einen Kassenvertrag angemeldet werden. Für einen Kassenplatz ist allerdings immer mit langen Wartezeiten zu rechnen. Andernfalls besteht auch die Möglichkeit, einen Teil der Rechnung bei der Krankenkasse einzureichen, um eine Rückzahlung zu erhalten.


Über die Autorin: Dr. Simone Hermanns

Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe


Dr. med. Simone Hermanns ist als Fachärztin am Universitätsspital Zürich tätig und unterstützt MOOCI seit Februar 2020 als medizinische Expertin für den Bereich der Gynäkologie und Geburtshilfe.

Seit nunmehr 7 Jahren arbeitet sie voller Energie und Lebenslust als Ärztin in verschiedenen klinischen Fachbereichen in Deutschland und der Schweiz. Die Liebe zur Medizin entdeckte Sie besonders im operativen Bereich,da die Vielfältigkeit dieses Bereichs immer wieder aufs Neue fasziniert.

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Dauer Dauer

Monate bis Jahre

Ausfallzeit Ausfallzeit

Je nach Ausprägung

Stationärer Aufenthalt Stationär

Nicht notwendig

Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Prurigo nodularis ist eine sehr seltene Hautkrankheit. Patienten leiden dabei an charakteristisch starkem Juckreiz und roten Knötchen auf der Haut. Oftmals gehen auch weiter Hauterkrankungen oder Folgeinfektionen einher.


Die Ursache ist ungeklärt und eine Genesung kann Monate bis Jahre in Anspruch nehmen. Betroffene leiden psychisch sehr stark unter der Krankheit und müssen oft Therapien in Anspruch nehmen.


Die Behandlung erfolgt durch medikamentöse und systemische Therapien. Dabei kommen Hautcremes und Antihistaminika zum Einsatz. Grundsätzlich geht es bei der Therapie um die Erkennung der Ursache und die Minimierung der Beschwerden.


Derzeit laufen Studien rund um das Medikament Nemolizumab, welches Erfolge im Kampf gegen Prurigo nodularis verspricht.

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