Gürtelrose (Herpes Zoster)

Die Gürtelrose ist eine durch Viren ausgelöste Infektionserkrankung. Der sogenannte Herpes Zoster äußert sich typischerweise in einem roten Hautausschlag, der schmerzt und juckt. Die Erkrankung kann Dich nur betreffen, wenn Du bereits irgendwann in Deinem Leben Windpocken hattest. Hier erfährst Du alles über die Gürtelrose – wie sie entsteht, welche Symptome sie auslöst, wie die Diagnose und Behandlung verlaufen und wie Du der Krankheit vorbeugen kannst.


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Medizinische Expertin

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Online-Redaktion

Dieser Text wurde nach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst und von Medizinern geprüft.


Zuletzt aktualisiert: 18. Juni, 2021

INHALTSVERZEICHNISInhaltsverzeichnis

Eine Gürtelrose, auch bekannt als Herpes Zoster, ist eine Infektionserkrankung, die ausschließlich bei Personen auftritt, die bereits an Windpocken erkrankt sind. Die Gürtelrose tritt vor allem ab einem Alter von 50 Jahren auf. Sie kann jedoch auch bei der Geburt von der Mutter auf das Neugeborene übertragen werden.

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Sowohl eine Gürtelrose als auch die Windpocken, die eine Gürtelrose erst möglich machen, können an Mitmenschen übertragen werden. Während Herpes Zoster über eine Schmierinfektion weitergegeben wird, erfolgt die Ansteckung mit Windpocken über eine sogenannte Tröpfcheninfektion. Durch diese Art der Übertragung besteht ein besonders hohes Risiko, sich mit den Viren anzustecken.

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Eine Gürtelrose äußert sich durch einen typischen roten Hautausschlag, der gürtelförmig angeordnet ist. Herpes Zoster kann im Grunde jede Stelle des Körpers betreffen, jedoch tritt sie meist auf eine Körperstelle begrenzt sowie nur auf einer Körperseite auf. Bei Herpes Zoster treten zudem eine Reihe von weiteren Beschwerden auf.

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Eine Gürtelrose wird durch das Varicella-Zoster-Virus ausgelöst. Diese Viren ruhen nach einer Windpockenerkrankung ein Leben lang im Körper. Neben einer Schwäche des Immunsystems gibt es weitere Risikofaktoren, die eine Reaktivierung der Varicella-Zoster-Viren begünstigen.

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Mögliche Komplikationen einer Gürtelrose sind Infektionen anderer Hautareale, Lähmungen, Empfindungsstörungen und Hirn- oder Hirnhautentzündungen. Eine schwerwiegende Komplikation stellt die disseminierte Herpes Zoster dar.

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Der richtige Ansprechpartner bei Verdacht auf eine Gürtelrose ist ein Dermatologe. Dieser erkennt eine Gürtelrose in der Regel an dem ihr typischen roten Hautausschlag. Außerdem wird er Dich nach einer vergangenen Windpockenerkrankung fragen.

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Eine Gürtelrose bildet sich in der Regel nach zwei bis vier Wochen von selbst zurück, eine medikamentöse Therapie ist dennoch ratsam. Dazu kommen neben fiebersenkenden und schmerzlindernden Medikamenten auch Arzneimittel infrage, die gezielt gegen das Varicella-Zoster-Virus wirken. Salben, Cremes und Puder können gegen den Hautausschlag verschrieben werden.

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Ausreichend Ruhe und viel Schlaf wirken sich positiv auf die Genesung aus. Außerdem solltest Du Kleidung tragen, die nicht an der betroffenen Stelle scheuert und die Bläschen ja nicht aufkratzen. Zudem gibt es einige Hausmittel, mit denen Du die Beschwerden einer Gürtelrose lindern kannst.

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Bei zwei Drittel der Betroffenen ist die Prognose gut, es treten also keine schwerwiegenden Komplikationen auf. Im Prinzip ist ein mehrmaliger Ausbruch der Gürtelrose möglich, in den meisten Fällen erkranken Personen jedoch nur einmal an Herpes Zoster. Bei manchen Patienten kann es zu einer anhaltenden Nervenschädigung kommen, der sogenannten Post-Zoster-Neuralgie.

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Eine Impfung gegen das Varicella-Zoster-Virus erfolgt in zwei Sitzungen, zwischen denen mindestens zwei Wochen und maximal sechs Monate liegen dürfen. Sie empfiehlt sich sowohl im Kindesalter als auch für Personen ab 50 Jahren oder mit einem schwachen Immunsystem. Schwere Nebenwirkungen treten in der Regel nicht auf.

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Im Normalfall übernimmt die Krankenkasse sämtliche Kosten für die Diagnose und Behandlung einer Gürtelrose. Ein Sonderfall sind die Kosten für eine Impfung gegen das Varicella-Zoster-Virus: Wende Dich hierzu am besten an Deinen Arzt oder Deinen Versicherungsträger!

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Gürtelrose ist eine Infektionserkrankung, die durch das Varicella-Zoster-Virus entsteht. Diese Erreger lösen beim Erstkontakt Windpocken aus und bleiben anschließend ein Leben lang im Körper. Dort ruhen sie, können aber zum Beispiel aufgrund eines geschwächten Immunsystems erneut aktiv werden. Dadurch kommt es zu Herpes Zoster. Es können also ausschließlich Personen an Gürtelrose erkranken, die bereits Windpocken hatten.


Das erste Anzeichen von Herpes Zoster ist ein allgemeines Krankheitsgefühl. Erst einige Tage danach tritt das Leitsymptom der Erkrankung auf – ein schmerzender, roter, gürtelförmiger Hautausschlag mit flüssigkeitsgefüllten Bläschen. Kommen andere Personen mit deren Inhalt in Kontakt, können sie sich mit dem Virus anstecken.


Eine Gürtelrose bildet sich in der Regel innerhalb von zwei bis vier Wochen von selbst wieder zurück. Um mögliche Komplikationen und Spätfolgen zu vermeiden, ist aber dennoch eine möglichst rasche medikamentöse Therapie ratsam. Den Heilungsprozess kannst Du mit gewissen Hausmitteln unterstützen.


Zur Vorbeugung einer Gürtelrose gibt es eine Impfung. Diese ist für alle Personen ab 60 Jahren empfohlen und für Menschen mit geschwächtem Immunsystem bereits ab 50 Jahren.

Was ist eine Gürtelrose?

Der medizinische Fachbegriff für die Gürtelrose lautet Herpes Zoster. Die altgriechischen Wörter „herpein“ und „zoster“ bedeuten übersetzt in etwa kriechender oder schleichender Gürtel.
 
Die Infektionserkrankung entsteht durch das Varicella-Zoster-Virus (VZV), welches bestimmte Nerven befällt. Das äußert sich typischerweise in einem Hautausschlag. Dieser kann überall am Körper auftreten, verursacht Schmerzen und zeichnet sich durch Rötungen und Bläschen aus. Um Komplikationen oder Spätfolgen zu vermeiden, ist dennoch eine frühe medizinische Behandlung der Gürtelrose sinnvoll.

Gürtelrose (Herpes Zoster) - Was ist eine Gürtelrose?

Wer ist von häufig von Herpes Zoster betroffen?

Es können ausschließlich Personen an einer Gürtelrose erkranken, die bereits Windpocken hatten. Kinder und junge Erwachsene sind selten betroffen, Menschen ab einem Alter von rund 50 Jahren hingegen häufig. Das kommt daher, da diese den Krankheitserreger mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits in sich tragen. Hinzu kommt, dass das Immunsystem mit zunehmender Lebenszeit schwächer wird, wodurch das Virus leichter ausbrechen kann. Aus diesem Grund haben auch Menschen mit Vorerkrankungen wie zum Beispiel AIDS oder Krebs ein höheres Risiko, Herpes Zoster zu bekommen.

In welchem Zusammenhang stehen Gürtelrose und Windpocken?

Gürtelrose (Herpes Zoster) - In welchem Zusammenhang stehen Gürtelrose und Windpocken?

Die Gürtelrose und Windpocken sind auf dieselbe Ursache zurückzuführen: Das Varicella-Zoster-Virus, das sich der Gruppe der Herpesviren zuordnen lässt.

Beim ersten Kontakt bekommen Infizierte Windpocken – das passiert meist bereits im Kindesalter. Auch wenn diese Erkrankung prinzipiell überstanden ist, bleibt ein Teil der Erreger im Körper zurück. Dort sind die Viren in den Nervenknoten oft über lange Zeit oder sogar für immer inaktiv. Es kann aber passieren, dass sie wieder aktiv werden, zum Beispiel aufgrund eines geschwächten Immunsystems. Bei rund zehn bis zwanzig Prozent der mit dem Varicella-Zoster-Virus infizierten Personen kommt es dadurch zum Ausbruch von Herpes Zoster. Im Gegensatz zu den Windpocken betrifft der schmerzende Ausschlag dann aber meist nur ein einzelnes Hautsegment.

Was bedeutet eine Gürtelrose in der Schwangerschaft für Mutter und Kind?

Wenn eine schwangere Frau an Gürtelrose erkrankt, ist das zunächst nicht gefährlich. Solange das Kind im Mutterleib ist, ist eine Ansteckung mit dem Virus so gut wie ausgeschlossen. Anders sieht die Sache aber bei der Geburt aus. Infiziert sich das Baby dabei mit den Erregern, stellt das ein großes Gesundheitsrisiko für das Neugeborene dar.
Besonders kritisch ist außerdem ein erstmaliger Ausbruch der Varicella-Zoster-Viren bei der Mutter in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft. In dieser Phase hat der Körper der Frau noch keine Antikörper gegen die Windpocken gebildet, wodurch das Kind im Bauch die Infektion ebenfalls bekommen kann. Das führt in manchen Fällen zu Missbildungen oder Fehlgeburten. Mediziner sprechen in diesem Zusammenhang vom Kongenitalen Varizellensyndrom (CVS). Um dieses zu verhindern, sollten Schwangere, die noch nie Windpocken hatten und auch nicht gegen die Erreger geimpft sind, den Kontakt zu Menschen mit Windpocken oder Gürtelrose tunlichst vermeiden.

Gürtelrose (Herpes Zoster) - Was bedeutet eine Gürtelrose in der Schwangerschaft für Mutter und Kind?

Ist eine Gürtelrose ansteckend?

Das Varicella-Zoster-Virus ist ausschließlich für Personen, die die Erreger noch nicht selbst im Körper tragen oder dagegen immun sind, ansteckend. Hattest Du also bereits Windpocken oder hast zur Vorbeugung eine Impfung in Anspruch genommen, stellt der Kontakt zu Erkrankten keine Gefahr dar.
Bei Windpocken ist das Ansteckungsrisiko besonders hoch. In diesem Fall werden die Viren nämlich hauptsächlich per Tröpfcheninfektion übertragen, also vor allem beim Sprechen, Niesen oder Husten. Auch bei der Berührung des Ausschlags oder von kontaminierten Gegenständen kannst Du Dich infizieren. 90 Prozent der Menschen, die mit einem Betroffenen Kontakt haben, stecken sich an.
Bei einer Gürtelrose ist hingegen nur eine sogenannte Schmierinfektion möglich. Kommst Du mit dem flüssigen Inhalt der Bläschen oder Krusten in Kontakt, können die Viren auf Dich übergehen. Dann bekommst Du zunächst Windpocken und eventuell irgendwann später auch Herpes Zoster.

Wie lange ist Herpes Zoster ansteckend?

Erkrankte Personen sind ansteckend, sobald die ersten Hautbläschen auftreten. Die Infektionsgefahr endet erst nach rund fünf bis sieben Tagen, wenn der Ausschlag vollständig verkrustet ist. Bis zur vollständigen Regenerierung der Haut dauert es aber noch einmal rund zwei bis drei Wochen. Windpocken-Patienten können im Vergleich dazu auch schon einige Zeit vor dem Einsetzen der ersten Symptome andere Menschen mit den Erregern infizieren.

Lässt sich bei der Gürtelrose eine Inkubationszeit bestimmen?

Die Zeitspanne der Inkubationszeit beginnt mit der Ansteckung mit dem Krankheitserreger und endet mit dem Auftreten der ersten Symptome. Bei einer Gürtelrose sind die Viren aber bereits seit der Erstinfektion im Körper eingenistet und ruhen. Ob und wie lange nach der Windpockenerkrankung eine weitere Erkrankung entsteht, kann niemand feststellen. Aus diesem Grund lässt sich bei der Gürtelrose keine Inkubationszeit bestimmen. Das geht lediglich bei den Windpocken, wo sie in der Regel rund zwei Wochen beträgt.

Was sind die Symptome einer Gürtelrose?

Gürtelrose (Herpes Zoster) - Was sind die Symptome einer Gürtelrose?

Nicht jeder Betroffene weist dieselben Symptome auf. Es gibt leichtere und gravierendere Fälle: Je nach dem Schweregrad variieren also die Beschwerden. Dennoch folgt die Gürtelrose in der Regel einem typischen Verlauf.

Wie erkenne ich eine Gürtelrose frühzeitig?

Noch bevor der charakteristische rötliche Hautausschlag sichtbar ist, können sich erste Anzeichen der Gürtelrose bemerkbar machen. Zu Beginn klagen Patienten meist über ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Müdigkeit, Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Fieber und manchmal auch Schmerzen im Rücken, im Kopf oder an den Zähnen. Circa zwei Tage später treten häufig brennende Schmerzen sowie Empfindungsstörungen und ein Kribbeln in jenem Körperbereich auf, den der infizierte Nerv versorgt.

Gürtelrose (Herpes Zoster) - Wie erkenne ich eine Gürtelrose frühzeitig?

Welche Beschwerden treten bei Herpes Zoster typischerweise auf?

Einige Tage nach den ersten Anzeichen entsteht der für Herpes Zoster typische Hautausschlag. Er ist häufig gürtel- oder streifenförmig, da die Viren entlang bestimmter Nervenbahnen wandern – daher auch der Name Gürtelrose. Durch seine rote Farbe sticht er in der Regel direkt ins Auge. Aus den anfangs noch kleinen Knötchen entwickeln sich schnell Bläschen, die schmerzen und jucken. In ihnen befindet sich eine Flüssigkeit, die die Varicella-Zoster-Viren enthält. Sie ist zunächst klar und wird im weiteren Verlauf der Krankheit immer trüber. Die Pusteln bleiben bis zu fünf Tage lang bestehen und platzen schließlich auf. Dann trocknen sie aus und es bilden sich gelbliche Krusten. Diese fallen nach einiger Zeit ab. Nach rund vier Wochen sollte sich die Haut vollständig regeneriert haben – es kann aber sein, dass Narben oder Pigmentstörungen zurückbleiben.
 
Es kann außerdem passieren, dass eine Gürtelrose zwar mit Schmerzen einhergeht, aber kein Ausschlag sichtbar ist. Mediziner bezeichnen dieses Phänomen als „Zoster sine herpete“.

Welche Körperregionen sind von Herpes Zoster betroffen?

Anders als bei den Windpocken ist die Gürtelrose normalerweise auf eine Stelle begrenzt. Der Ausschlag tritt meist nur auf einer Seite des Körpers auf. Kommt es in seltenen Fällen doch zu einer Überschreitung der Mittellinie, sprechen Mediziner von einem Zoster duplex. Am häufigsten sind die Brust, der Bauch, die Gliedmaßen oder der Rücken betroffen, die Bläschen können sich aber prinzipiell überall am Körper bilden. Wenn eine Gürtelrose sich auf großen Teilen der Haut entwickelt, ist sie vom Aussehen her kaum von Windpocken zu unterscheiden.

Gürtelrose (Herpes Zoster) - Welche Körperregionen sind von Herpes Zoster betroffen?

Kann Herpes Zoster auch das Gesicht betreffen?

Nisten sich die Varicella-Zoster-Viren in den Hirnnerven ein, kann das schlimme Folgen haben. Wenn der Gesichtsnerv (Nervus trigeminus) befallen ist, kommt es zu einem Ausschlag an den Augen, der Nase, der Stirn und der Kopfhaut einer Gesichtshälfte. Dadurch können sich die Horn- oder Bindehaut des Auges entzünden. Im schlimmsten Fall beschädigt die Gesichtsrose (Zoster ophthalmicus) sogar den Sehnerv, was zu einer Erblindung führen kann.
 
Eine Spezialform von Herpes Zoster ist der Zoster oticus, bei dem das Ohr betroffen ist. Bei einem Sechstel der Betroffenen mündet sie in einer halbseitigen Gesichtslähmung, Schwindel und Hörproblemen. In manchen Fällen bilden sich diese Komplikationen zwar von selbst wieder zurück, bei einer Gürtelrose im Kopfbereich solltest Du aber zur Sicherheit auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

Wie lange dauert ein gewöhnlicher Verlauf der Gürtelrose?

Gürtelrose (Herpes Zoster) - Wie lange dauert ein gewöhnlicher Verlauf der Gürtelrose?

Verläuft die Gürtelrose mild, ist die Erkrankung nach zwei bis vier Wochen überstanden und die Haut wieder vollständig regeneriert. Die Bläschen des Ausschlags verhärten zwar bereits nach sieben bis zehn Tagen, aber bis die Krusten abfallen dauert es danach noch einige Zeit. Treten Komplikationen oder Folgen wie die Post-Zoster-Neuralgie auf, kann sich die Dauer aber stark verlängern. Aus diesem Grund solltest Du so früh wie möglich einen Arzt aufsuchen.

Welche Ursachen hat eine Gürtelrose?

Der Auslöser der Gürtelrose ist das Varicella-Zoster-Virus. Es ruht nach einer Windpockenerkrankung für das restliche Leben in den Nervenwurzeln des Rückenmarks o der des Gehirns. Irgendwann kann es zu einer Reaktivierung der Erreger kommen und als Folge davon entsteht Herpes Zoster. Ärzte können nicht immer genau feststellen, warum die Viren nach langer Zeit plötzlich wieder aktiv sind und sich vermehren. Meist ist aber eine Schwäche des Immunsystems der Grund dafür.

Welche Risikofaktoren begünstigen Herpes Zoster?

Es gibt einige Risikofaktoren, die die Entstehung von Herpes Zoster begünstigen. Dazu zählen beispielsweise:

  • zunehmendes Alter

  • eine HIV-Infektion und AIDS

  • Krebserkrankungen

  • angeborene oder erworbene Immundefekte

  • Stress und psychische Belastung

  • starke UV-Strahlung

  • grippale Infekte

  • die Einnahme von bestimmten Medikamenten (Immunsuppressiva)

All diese Tatbestände schwächen die Abwehrkräfte des Körpers und schaffen somit gute Voraussetzungen für einen erneuten Ausbruch der schlummernden Viren.

Gürtelrose (Herpes Zoster) - Welche Risikofaktoren begünstigen Herpes Zoster?

Welche Komplikationen können bei einer Gürtelrose auftreten?

Gürtelrose (Herpes Zoster) - Welche Komplikationen können bei einer Gürtelrose auftreten?

Im Zuge der Erkrankung können verschiedene Komplikationen vorkommen. Es kann beispielsweise passieren, dass sich die beschädigten Hautbereiche zusätzlich mit Bakterien infizieren oder dass sich bei den betroffenen Körperstellen Lähmungen oder Empfindungsstörungen entwickeln. Sind die Nerven im Schädel von den Varicella-Zoster-Viren befallen, kann es zu Hirnhaut– oder Hirnentzündungen kommen.

Eine äußerst gravierende Komplikation stellt der disseminierte Herpes Zoster dar. Dabei breiten sich die Erreger im gesamten Körper aus und befallen sogar innere Organe wie die Lunge oder die Leber. Menschen mit einer Immunschwäche – zum Beispiel ausgelöst durch Krebs oder AIDS – sind besonders anfällig für solch schwere Verläufe.

Wie diagnostiziert der Arzt eine Gürtelrose?

Gürtelrose (Herpes Zoster) - Wie diagnostiziert der Arzt eine Gürtelrose?

Je früher die Behandlung einer Gürtelrose beginnt, desto wirksamer sind auch die Arzneimittel. Deshalb solltest Du am besten direkt einen Arzt aufsuchen, sobald Du die oben beschriebenen ersten Anzeichen oder den typischen Hautausschlag der Gürtelrose bemerkst.

Zu welchem Arzt soll ich bei Verdacht auf Gürtelrose gehen?

Der richtige Ansprechpartner bei einem Verdacht auf Herpes Zoster ist ein Hautarzt, also ein Dermatologe. Viele Patienten suchen zunächst einen Allgemeinmediziner auf, was auch keinen Fehler darstellt. Bei einer Gesichtsrose, die insbesondere die Ohren oder Augen betrifft, empfiehlt sich der Besuch bei einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt.

Welche Untersuchungen sind für die Diagnose einer Gürtelrose notwendig?

Zu Beginn führt der Arzt eine sogenannte Anamnese durch. Das bedeutet, dass er Dich zu Deinen Beschwerden und Deiner Krankheitsgeschichte befragt. Bei einem Verdacht auf Herpes Zoster erkundigt er sich insbesondere danach, ob Du bereits irgendwann in Deinem Leben Windpocken hattest. Danach wirft er einen Blick auf Deine Haut. In der Regel kann er die Gürtelrose direkt erkennen, sobald er den typischen Hautausschlag sieht.

Gürtelrose (Herpes Zoster) - Welche Untersuchungen sind für die Diagnose einer Gürtelrose notwendig?

Problematisch ist die Diagnose nur dann, wenn sich die roten Bläschen auf der Haut noch nicht gebildet haben oder ein Zoster sine herpete (Gürtelrose ohne Ausschlag) vorliegt. In diesem Fall kommen bestimmte Tests zum Einsatz. Zum direkten Nachweis macht der Arzt einen Wundabstrich, den er in ein Labor schickt. Dort lässt sich das Varicella-Zoster-Virus mithilfe der sogenannten PCR (Polymerase-Kettenreaktion) feststellen. Eine indirekte Bestimmung ist im Zuge einer Blutuntersuchung möglich. Dabei sucht der Mediziner nach bestimmten Antikörpern gegen den Erreger der Windpocken und der Gürtelrose. Befürchtet der Arzt, dass auch das Gehirn befallen sein könnte, kann er zusätzlich eine Probe des Nervenwassers (Liquors) entnehmen und im Labor analysieren lassen.

Gürtelrose (Herpes Zoster) - PCR (Polymerase-Kettenreaktion)

Wie wird eine Gürtelrose behandelt?

Gürtelrose (Herpes Zoster) - Wie wird eine Gürtelrose behandelt?

Eine Gürtelrose bildet sich in der Regel innerhalb von zwei bis vier Wochen von selbst wieder zurück. Um mögliche Komplikationen und Spätfolgen zu vermeiden, ist aber dennoch eine medikamentöse Therapie ratsam. Diese sollte möglichst frühzeitig nach dem Auftreten der ersten Anzeichen beginnen.

Die Behandlung einer Gürtelrose zielt hauptsächlich darauf ab, die Beschwerden zu lindern. Der Arzt kann Dir dazu schmerzlindernde und fiebersenkende Medikamente zur Einnahme verschreiben. Den Hautausschlag musst Du in der Regel von außen bekämpfen. Dazu kannst Du bestimmte Salben, Gele oder Puder auftragen, die Gerbstoffe, Zink, Menthol oder Polidocanol enthalten. Diese verschaffen bei Juckreiz Abhilfe, trocknen die Bläschen aus und fördern das Ablösen der Krusten.
 
Darüber hinaus gibt es Arzneimittel, die direkt gegen das Varicella-Zoster-Virus wirken. Die sogenannten Virustatika beinhalten zum Beispiel die Wirkstoffe Aciclovir, Famciclovir, Valaciclovir oder Brivudin, welche die Vermehrung der Erreger hemmen. Diese Medikamente empfehlen Mediziner insbesondere bei älteren Personen, einer Gesichtsrose, einem geschwächten Immunsystem oder schweren Verläufen mit Komplikationen. Sie senken außerdem das Risiko der Entstehung einer Post-Zoster-Neuralgie.
 
Kommt es durch die Erkrankung zu einer anhaltenden Schädigung der Nerven, verschreiben Ärzte Arzneien, die beispielsweise Pregabalin, Gabapentin, Carbamazepin, Desipramin oder Amitriptylin enthalten. Diese gehören zur Gruppe der Antiepileptika beziehungsweise Antidepressiva, welche nicht nur bei psychischen Erkrankungen zum Einsatz kommen, sondern eben auch bei chronischen Schmerzen Anwendung finden können.

Wie lange bin ich mit Herpes Zoster krankschreiben?

Bei einer Gürtelrose ist es aus mehreren Gründen wichtig, dass Du Dich krankschreiben lässt. Erstens verhilft es Dir zu Ruhe und fördert so den Genesungsprozess. Zweitens verhindert es, dass Du andere Leute mit dem Varicella-Zoster-Virus ansteckst, was insbesondere für schwangere Frauen, vorerkrankte Menschen oder ältere Personen gefährlich sein kann. Wie lange Du nicht arbeiten gehen kannst, hängt vom Verlauf und der Schwere der Erkrankung ab. Die Krankschreibung sollte mindestens jenen Zeitraum abdecken, in dem die Bläschen mit Flüssigkeit gefüllt und somit infektiös sind. Bis der Hautausschlag ausgetrocknet ist, dauert es in der Regel sieben bis zehn Tage. Je nach Heilungsverlauf kann sich die Frist verkürzen oder auch verlängern.

Gürtelrose (Herpes Zoster) - Wie lange bin ich mit Herpes Zoster krankschreiben?

Was kann ich selbst bei einer Gürtelrose tun?

Du kannst auch selbst einige Dinge tun, um den Heilungsverlauf zu beschleunigen. Schone Deinen Körper und sorge für ausreichend Ruhe und Schlaf. Die von Herpes Zoster betroffenen Hautstellen sind sehr empfindlich. Pflege sie gut und trage am besten ein lockeres Gewand, das nicht scheuert.
Die für den Ausschlag typischen Bläschen solltest Du auf keinen Fall abkratzen oder aufstechen. Wenn Du das tust, können sich zusätzlich Bakterien in der Haut einnisten. Um eine solche Superinfektion zu verhindern, solltest Du auf eine gute Hygiene achten. Wasch regelmäßig Deine Hände und wechsle häufig Deine Kleidung und die Bettwäsche. Das ist auch wichtig, um eine Ansteckung von anderen Personen zu vermeiden. Wenn Du an Herpes Zoster erkrankt bist, solltest Du, solange die Bläschen noch nicht vollständig vertrocknet sind, auf engen Kontakt mit schwangeren Frauen, Babys und Kleinkindern sowie alten und kranken Menschen verzichten.

Welche Hausmittel helfen bei Herpes Zoster?

Gürtelrose (Herpes Zoster) - Welche Hausmittel helfen bei Herpes Zoster?

Bei einer leichten Form der Gürtelrose kannst Du eine Behandlung mit Hausmitteln erwägen. Informiere trotzdem Deinen Arzt über Deine Behandlung, damit er seine Therapie daran anpassen und Dir beratend zur Seite stehen kann.

Naturjoghurt soll das unangenehme Jucken lindern, Kohlwickel sind ein gutes Hausmittel, um die Bläschen auszutrocknen. Eine vitaminreiche Ernährung stärkt Dein Immunsystem und wirkt sich positiv auf den Heilungsverlauf aus. Vor allem Vitamin C, welches in Zitrusfrüchten enthalten ist, hat sich als Hausmittel bewährt. Dabei kannst Du die Vitamine über die Ernährung aufnehmen, aber auch von außen als sanddornhaltige Salbe zuführen. Dies lindert das Jucken und hat einen kühlenden Effekt. Beim Auftragen der Salben solltest Du darauf achten, die Bläschen nicht zu öffnen.
Weitere Hausmittel, die das Abheilen der Bläschen beschleunigen, sind zum Beispiel Cantharis, Cantharidenpflaster, Anagallis arvensis, ölhaltige Tinkturen und Magnesium. Gegen die Schmerzen und den Juckreiz eignen sich beispielsweise Chilipflaster oder -wickel, alternativ kannst Du auch ein Heizkissen verwenden. Du musst allerdings die Bläschen vorher mit einem Stofftuch bedecken, da sie durch den erhöhten Druck platzen und die infektiöse Flüssigkeit austritt. Du wirst schnell eine Besserung der Beschwerden bemerken, allerdings kommt es manchmal vor, dass vor der Besserung eine Erstverschlimmerung auftritt. Dabei verstärkt sich zunächst die Intensität der Gürtelrose-Symptome.

Wie ist die Prognose einer Gürtelrose?

Die Prognose von Herpes Zoster fällt bei den meisten Patienten gut aus. Zwei Drittel der Betroffenen erleiden keine schwerwiegenden Komplikationen oder Folgen. In der Regel erkranken Menschen nur einmal in ihrem Leben an Gürtelrose. Prinzipiell ist aber auch eine mehrmalige Reaktivierung der im Körper ruhenden Varicella-Zoster-Viren möglich, da selbst eine medikamentöse Behandlung mit Virustatika die Erreger nicht vollständig abtötet, sondern nur ihre Vermehrung hemmt.

Gürtelrose (Herpes Zoster) - Wie ist die Prognose einer Gürtelrose?

Welche Folgen hat Herpes Zoster für Betroffene?

Der Ausschlag der Gürtelrose kann Einblutungen, Narben und Pigmentstörungen zurücklassen. Letzteres bedeutet, dass die betroffenen Hautstellen heller oder dunkler als der Rest der Haut verbleiben. Gesichtsrose führt außerdem in manchen Fällen zu einer dauerhaften Erblindung, Taubheit oder Beeinträchtigungen des Gleichgewichts.
 
Manche Patienten spüren einige Monate nach dem Abklingen des charakteristischen Hautausschlags noch immer starke Schmerzen. In diesem Fall vermuten Ärzte die Entwicklung einer sogenannten Post-Zoster-Neuralgie (PZN), einer anhaltenden Nervenschädigung. Jeder zehnte Erkrankte trägt diese schwerwiegende Folge davon. Mediziner bezeichnen sie auch als postzosterische oder postherpetische Neuralgie. Die Betroffenen erleiden anhaltende Schäden an den Nerven und spüren das an den wiederkehrenden Beschwerden. Durch eine schnelle Therapie lässt sich die Post-Zoster-Neuralgie gut bekämpfen. Bleibt sie jedoch über ein Jahr hinweg unbehandelt, ist die Aussicht auf eine vollständige Heilung schlecht. Manche Erkrankte haben dann ihr restliches Leben lang mit starken Schmerzen zu kämpfen.

Kann ich einer Gürtelrose mit einer Impfung vorbeugen?

Gürtelrose (Herpes Zoster) - Kann ich einer Gürtelrose mit einer Impfung vorbeugen?

Sowohl in Österreich, Deutschland als auch in der Schweiz ist eine Impfung gegen das Varicella-Zoster-Virus möglich. Bei Menschen, die die Erreger noch nicht im Körper tragen, beugt sie sowohl Windpocken als auch einer Gürtelrose vor.

Bei allen anderen senkt sie zumindest die Wahrscheinlichkeit, dass die ruhenden Viren wieder aktiv werden und vermindert das Risiko von Komplikationen. Sie bietet aber keinen hundertprozentigen Schutz vor dem Ausbruch einer Gürtelrose.
 
Seit 2018 ist ein sogenannter Totimpfstoff das Mittel der Wahl. Im Gegensatz zum zuvor genutzten Lebendimpfstoff besteht dieser aus abgetöteten Erregern, hat eine stärkere Wirkung und ist auch für Patienten mit einem geschwächten Immunsystem anwendbar. Für einen guten Schutz muss Dir der Arzt den Wirkstoff in zwei Sitzungen in den Oberarmmuskel injizieren. Zwischen den beiden Terminen sollten mindestens zwei, höchstens aber sechs Monate liegen. Da der Totimpfstoff noch recht neu ist, lässt sich noch nicht eindeutig sagen, wie lange die Wirkung aufrecht bleibt. Forscher rechnen aber mit mindestens vier Jahren.

Für wen empfiehlt sich eine Impfung gegen Herpes Zoster?

Ärzte empfehlen eine Impfung gegen das Varicella-Zoster-Virus bereits im Kindesalter. So kann diese sowohl Windpocken als auch eine spätere Gürtelrose verhindern. Besonders Risikopatienten, die die Erreger noch nicht in sich tragen, sollten eine Vorbeugung in Erwägung ziehen. Das betrifft zum Beispiel Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere, Vorerkrankte mit beeinträchtigten Abwehrkräften sowie Menschen, denen eine Organtransplantation bevorsteht.
Für Patienten, die bereits irgendwann in ihrem Leben Windpocken hatten, ist eine Impfung ab 60 Jahren sinnvoll. Personen mit einem erhöhten gesundheitlichen Risiko sollten sich aber bereits ab 50 Jahren impfen lassen. Dieses entsteht beispielsweise durch:

Eine Impfung gegen Gürtelrose kann auch für Menschen sinnvoll sein, die die Erkrankung bereits einmal durchlebt haben. Der Wirkstoff verhindert, dass die Erreger sich nochmals reaktivieren.

Gürtelrose (Herpes Zoster) - Für wen empfiehlt sich eine Impfung gegen Herpes Zoster?

Welche Nebenwirkungen können bei einer Impfung gegen Gürtelrose auftreten?

Mit schweren Nebenwirkungen musst Du bei einer Impfung gegen Gürtelrose nicht rechnen. Es kann aber vereinzelt vorkommen, dass Dein Körper auf den Wirkstoff mit Schmerzen, Rötungen oder Schwellungen an der Einstichstelle reagiert. Gelegentlich treten auch Ausschläge, Fieber, Müdigkeit und Kopfschmerzen auf. Diese Beschwerden bestehen aber in der Regel nur für kurze Zeit und verschwinden wieder von selbst.

Gibt es auch andere Möglichkeiten, um einer Gürtelrose vorzubeugen?

Abgesehen von der Impfung kannst Du einer Gürtelrose nur vorbeugen, indem Du den Kontakt zu an Windpocken oder Herpes Zoster erkrankten Personen vermeidest. Das bringt aber nur etwas, wenn Du das Virus noch nicht selbst im Körper hast. Um die Wahrscheinlichkeit zu senken, dass die schlummernden Erreger wieder aktiv werden, ist ein starkes Immunsystem hilfreich. Das kannst Du zwar nicht direkt steuern, aber eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Sport und einer ausgewogenen Ernährung kann den Abwehrkräften auf keinen Fall schaden.

Was kostet die Behandlung und übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Gürtelrose (Herpes Zoster) - Kosten

Wie viel die Therapie einer Gürtelrose kostet, hängt vom Verlauf und vom Schweregrad der Erkrankung ab. Die Krankenkasse übernimmt alle notwendigen Maßnahmen zur Diagnose und Behandlung einer Gürtelrose. Bekommst Du Medikamente dagegen verschrieben, musst Du in der Regel nur die Rezeptgebühr begleichen.

Ein Sonderfall sind die Kosten für eine Impfung gegen das Varicella-Zoster-Virus. Fällst Du in die Gruppe, für die sich eine Vorbeugung empfiehlt, kommen die meisten gesetzlichen Krankenkassen dafür auf. Wenn Du nähere Informationen dazu haben möchtest, ob Du den finanziellen Aufwand in Deiner individuellen Situation selbst stemmen musst oder nicht, wendest Du Dich am besten direkt an Deinen Sozialversicherungsträger.

 


Über die Autorin: Dr. Simone Hermanns

Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe


Dr. med. Simone Hermanns ist als Fachärztin am Universitätsspital Zürich tätig und unterstützt MOOCI seit Februar 2020 als medizinische Expertin für den Bereich der Gynäkologie und Geburtshilfe.

Seit nunmehr 7 Jahren arbeitet sie voller Energie und Lebenslust als Ärztin in verschiedenen klinischen Fachbereichen in Deutschland und der Schweiz. Die Liebe zur Medizin entdeckte Sie besonders im operativen Bereich,da die Vielfältigkeit dieses Bereichs immer wieder aufs Neue fasziniert.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Gürtelrose ist eine Infektionserkrankung, die durch das Varicella-Zoster-Virus entsteht. Diese Erreger lösen beim Erstkontakt Windpocken aus und bleiben anschließend ein Leben lang im Körper. Dort ruhen sie, können aber zum Beispiel aufgrund eines geschwächten Immunsystems erneut aktiv werden. Dadurch kommt es zu Herpes Zoster. Es können also ausschließlich Personen an Gürtelrose erkranken, die bereits Windpocken hatten.


Das erste Anzeichen von Herpes Zoster ist ein allgemeines Krankheitsgefühl. Erst einige Tage danach tritt das Leitsymptom der Erkrankung auf – ein schmerzender, roter, gürtelförmiger Hautausschlag mit flüssigkeitsgefüllten Bläschen. Kommen andere Personen mit deren Inhalt in Kontakt, können sie sich mit dem Virus anstecken.


Eine Gürtelrose bildet sich in der Regel innerhalb von zwei bis vier Wochen von selbst wieder zurück. Um mögliche Komplikationen und Spätfolgen zu vermeiden, ist aber dennoch eine möglichst rasche medikamentöse Therapie ratsam. Den Heilungsprozess kannst Du mit gewissen Hausmitteln unterstützen.


Zur Vorbeugung einer Gürtelrose gibt es eine Impfung. Diese ist für alle Personen ab 60 Jahren empfohlen und für Menschen mit geschwächtem Immunsystem bereits ab 50 Jahren.

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