Krätze (Skabies / Scabies)

Du leidest an starkem Juckreiz und rötlich-braunen, leicht brennenden Pusteln? Dahinter können viele Hautkrankheiten stecken. Dass es sich dabei häufig um die Krätze handelt, erkennen viele erst recht spät oder gar nicht. Bis Du die Krätze erkannt hast oder deren Symptome wahrnimmst, kannst Du bereits andere Menschen angesteckt haben. Die gute Nachricht dabei: Die Krätze lässt sich recht einfach behandeln und hat im Normalfall keine schweren gesundheitlichen Folgen.


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Zuletzt aktualisiert: 17. Juni, 2021

INHALTSVERZEICHNISInhaltsverzeichnis

Die Krätze (Skabies oder Scabies) ist eine ansteckende Hauterkrankung, die durch winzige Parasiten, sogenannte Krätzemilben, hervorgerufen wird. Diese Milben graben sich in die obere Hornschicht der Haut und bilden dort kleine Gänge. Deine Haut entzündet sich und fängt an zu jucken.

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Die Krätze äußert sich durch starken Juckreiz, der in der Nacht und bei Wärme stärker wird. Dabei fangen auch die betroffenen Hautstellen an, zu brennen und sich zu röten. Es bilden sich dann stecknadelkopfgroße Knötchen, die einem Hautausschlag sehr ähneln.

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Die Inkubationszeit, also der Zeitraum vom Eindringen der Milbe bis zum Auftreten der Symptome, kann bei der Krätze mehrere Wochen betragen. Typische Symptome treten erst nach zwei bis sechs Wochen nach der ersten Infektion auf. Bei erneuten Ansteckungen zeigen sich die Krankheitszeichen schon nach wenigen Tagen.

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Die Krätze lässt sich in den meisten Fällen recht gut, schmerzlos und unkompliziert behandeln. Dafür verschreibt Dir Dein Facharzt Anti-Milben-Mittel zum Auftragen oder Einnehmen. Das Ziel der Therapie ist es, alle vorhandenen Krätzmilben in und auf der Haut abzutöten. Viele Präparate können allerdings Nebenwirkungen hervorrufen, weshalb Du Dich von einem Spezialisten beraten lassen und genau an ärztliche Anweisungen halten solltest.

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Grundsätzlich gibt es keine Hausmittel, die die Krätze nachweislich heilen können. Du kannst aber begleitend zur medikamentösen Behandlung diverse Methoden anwenden, die unangenehme Symptome lindern und den Heilungsprozess unterstützen können.

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Im Zuge der Behandlung solltest Du die Anweisungen Deines Facharztes genauestens befolgen. Auch vorgegebene Kontrollen solltest Du unbedingt einhalten. Außerdem sollten sich auch Deine engen Kontaktpersonen, vor allem Familienmitglieder und Partner, schnellstmöglich untersuchen und mitbehandeln lassen.

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Wirklich schützen kannst Du Dich vor der Krätze (zum Beispiel durch eine Impfung) nicht. Um die Krätze vorzubeugen, solltest Du engen Körperkontakt mit anderen Personen vermeiden. Mediziner empfehlen eine Handvoll an Verhaltensregeln, mit denen Du einen Milbenbefall vermeiden kannst.

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Da Juckreiz und schuppige Haut sowie Ausschlag-artige Hautveränderungen auch bei anderen Hauterkrankungen auftreten, können Fachärzte die Krätze meist nur dann diagnostizieren, wenn andere mögliche Ursachen ausgeschlossen sind. Eine sichere Diagnose können Mediziner erst bei einem Milbennachweis stellen.

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Die Kosten zur Behandlung der Krätze sind je nach Ausprägung und Art der Behandlung von Patient zu Patient unterschiedlich. Grundsätzlich übernimmt Dein Sozialversicherungsträger die Kosten für alle notwendigen und zweckmäßigen Diagnose- und Therapiemaßnahmen. Bei bestimmten Leistungen kann allerdings ein Selbstbehalt oder Kostenbeitrag anfallen.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Die Krätze (Scabies) ist eine ansteckende Hauterkrankung, die durch winzige Parasiten, sogenannte Krätzemilben, hervorgerufen wird. Diese Milben graben sich in die obere Hornschicht der Haut und bilden dort kleine Gänge. Deine Haut entzündet sich und fängt zu jucken an.


Bis Deine Haut auf die Milben reagiert und sich rötlich-bräunliche Quaddeln bilden, vergehen meist zwei bis sechs Wochen. In dieser Zeit kannst Du schon andere Menschen anstecken. Die rötlichen Milbengänge entstehen dann hauptsächlich an warmen Körperstellen wie dem seitlichen Oberkörper, zwischen den Fingern und Zehen sowie im Genitalbereich und an den Oberschenkeln oder Oberarmen.


Die Übertragung der Krätze erfolgt von Mensch zu Mensch durch direkten Hautkontakt. Dieser muss allerdings mindestens fünf Minuten anhalten, weshalb die Krätze häufig beim gemeinsamen Schlafen, Spielen, Kuscheln oder in Pflegeeinrichtungen zwischen Patienten und Betreuern übertragen wird.


Vermeiden oder impfen kannst Du Dich gegen die Krätze nicht. Gute Körperhygiene kann die Krätze zwar vorbeugen, aber nicht komplett davor schützen. In den meisten Fällen empfehlen Fachärzte eine Behandlung mit Anti-Milben-Cremes. Kleidungsstücke sowie Bettwäsche und Möbelstücke, mit denen Du während der Erkrankung Kontakt hattest, solltest Du umgehend mit 60 Grad waschen oder gründlich reinigen lassen.

Was ist unter Krätze zu verstehen?

Die Krätze (Skabies oder Scabies) ist eine ansteckende Hauterkrankung, die durch winzige Parasiten hervorgerufen wird. Diese Milben graben sich in die obere Hornschicht der Haut und bilden dort kleine Gänge. Deine Haut entzündet sich und fängt an zu jucken.

Krätze (Skabies/ Scabies) - Was ist unter Krätze zu verstehen?

Welcher Erreger ist für die Krätze verantwortlich und wo kommt dieser am häufigsten vor?

Die Erreger der Krätze sind kleine Parasiten, sogenannte Krätzemilben, die sich in die obere Hornschicht der Haut graben und dort kleine Gänge bilden. Hauptverursacher sind die weiblichen Krätzemilben. Die Parasiten und deren Ausscheidungen lösen eine allergische Reaktion mit Ausschlag und starkem Juckreiz aus. Die Milben bohren sich kleine Gänge in Deine Haut, um dort ihre Eier abzulegen. Dafür suchen sie sich vor allem Hautstellen aus, die sehr dünn und besonders warm sind. Die millimeterlangen Gänge sind mit freiem Auge sichtbar und zeichnen sich als feine rötliche Linien auf der Haut ab. Darin legen sie ihre Eier, aus denen nach zwei bis vier Tagen Larven schlüpfen, die sich innerhalb von zwei bis drei Wochen in geschlechtsreife Milben umwandeln. Die männlichen Krätzmilben sind kleiner als die weiblichen und haben eine kürzere Lebensdauer. Die Weibchen werden etwa vier bis sechs Wochen alt.
 
Krätze tritt hauptsächlich in den Bereichen zwischen den Fingern und Zehen (Interdigitalfalten), an den inneren Fußrändern, am seitlichen Oberkörper, an den Oberarmen und Oberschenkeln, in der Genitalregion, der Analfalte, an den Handgelenken, der Achselgegend sowie in den Bereichen um den Nabel und um die Brustwarze auf. Der Rücken, sowie Kopf und Nacken sind dabei selten befallen. Bei Säuglingen kann die Krätze aber auch Kopf, Gesicht sowie Handflächen und Fußsohlen betreffen.
 
Die typischen Symptome wie Juckreiz und gerötete Haut treten hauptsächlich dort auf, wo die Milben sitzen. Die durch die Krätze hervorgerufenen Hautausschläge (Exantheme) können in manchen Fällen allerdings auch den ganzen Körper betreffen.

Wie erkennt man Krätze?

Die Krätze äußert sich durch starken Juckreiz, der in der Nacht und bei Wärme stärker wird. Dabei fangen auch die betroffenen Hautstellen an zu brennen und sich zu röten. Es bilden sich dann stecknadelartige Knötchen, die einem Hautausschlag sehr ähneln.

Krätze (Skabies/ Scabies) - Was ist die Scharlach-Angina?

Wie sehen Symptome bei Krätze im Anfangsstadium aus?

Symptome im Überblick

Krätze (Skabies/ Scabies) - Starker Juckreiz der sich über Nacht und bei Wärme verstärkt

Starker Juckreiz der sich über Nacht und bei Wärme verstärkt

Krätze (Skabies/ Scabies) - Gereizte, gerötete Hautstellen, zum Teil schuppig-krustig

Gereizte, gerötete Hautstellen, zum Teil schuppig-krustig

Krätze (Skabies/ Scabies) - Stecknadelgroße Knötchen bzw. Bläschen, sogenannte Milbenhügel

Stecknadelgroße Knötchen bzw. Bläschen, sogenannte Milbenhügel

Krätze (Skabies/ Scabies) - Bogenförmig gewundene Bohrgänge der Krätzemilben

Bogenförmig gewundene Bohrgänge der Krätzemilben

Zu typischen klinischen Zeichen sowie anfänglichen Symptomen der Krätze gehört starker Juckreiz, der sich in der Nacht und bei Wärme verstärkt, da Milben bei Wärme aktiver werden. An den betroffenen Hautstellen ist die Haut gerötet und kann leicht brennen. Dort bilden sich rund ein Zentimeter lange, winklige, stecknadelgroße Knötchen oder rötliche Linien, die bei kleinen Kindern auch wie Bläschen aussehen können. Deren Enden weisen eine gelbliche Erhebung auf, die sogenannten Milbenhügel. Diese Hügel sind der Aufenthaltsort der Milbe, wo sie ihre Eier ablegt. Da die befallenen Hautstellen sehr jucken, können bei zusätzlichem Kratzen auch entzündete Kratzspuren entstehen. Daher solltest Du das Kratzen so gut es geht vermeiden, da sich sonst Schuppen oder Krusten bilden können.
 
Manchmal weichen die Symptome aber auch von dem klassischen Krankheitsbild ab, und neben dem Hautausschlag können auch bogenförmig gewundene Bohrgänge entstehen. In seltenen Fällen kannst Du die Krätzemilben sogar selbst in der Haut sehen. Häufig ist die Haut auch wie bei Neurodermitis schuppig-krustig entzündet und es können Bläschen, Knötchen oder Pusteln erscheinen. Die Bläschen sind mit Flüssigkeit oder Eiter gefüllt, enthalten aber keine Milben. Sie können in Gruppen oder einzeln auftreten. Krusten entstehen nach Aufplatzen der mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen.

Wie ist der weitere Verlauf von Krätze und wie macht sie sich im Endstadium bemerkbar?

Direkte Krätze-Symptome, die sich nach der Inkubationszeit zeigen, sind die sogenannten Milbengänge. Die Parasiten graben dabei kleine Tunnel in die obere Hautschicht, die maximal zwei bis drei Zentimeter lang sind und sich unregelmäßig winden. Wenn Du sie mit bloßem Auge erkennen kannst, erscheinen sie meist bräunlich-rötlich. In vielen Fällen lassen sich die Milbengänge gar nicht entdecken, da sie von anderen Hauterscheinungen überdeckt werden oder Du sie bei dunkler Hautfarbe schwer erkennen kannst.

Krätze (Skabies/ Scabies) - Wie ist der weitere Verlauf von Krätze und wie macht sie sich im Endstadium bemerkbar?

Die Zahl der Milbengänge kann je nach Krankheitsstadium variieren. Ein grundsätzlich sehr gesunder Mensch hat normalerweise zehn bis zwölf Milbengänge. Bei immungeschwächten Patienten können sogar mehrere zehntausend oder sogar Millionen Gänge vorhanden sein. Dies ist bei der Sonderform Scabies crustosa der Fall.
 
Drei bis vier Monate nach der Ansteckung können auch bei gesunden Menschen einige hundert Milbengänge auftreten. Diese gehen aber nach kurzer Zeit wieder stark zurück.

Welche Ursachen hat die Krätze und welche Risikofaktoren tragen dazu bei?

Die Krätzmilben übertragen sich durch Hautkontakt von Mensch zu Mensch. Risikoreich sind deshalb Orte, an denen viele Menschen zusammenkommen und schlechte Hygiene herrscht. Enger, mindestens fünfminütiger Körperkontakt zu infizierten Personen kann die Krätzmilben von einem Wirt zum nächsten übertragen. Gute Körperhygiene kann den Krankheitsverlauf der Krätze lindern, allerdings nicht vollkommen vor Krätze schützen. Mangelnde Hygiene erhöht somit das Risiko, sich die Krätze einzufangen.

Wie überträgt sich die Erkrankung und wie nicht?

Krätze (Skabies/ Scabies) - Wie überträgt sich die Erkrankung und wie nicht?

Die Krätze wird von Mensch zu Mensch durch direkten Hautkontakt übertragen. In der Regel gibt es keinen (tierischen) Zwischenwirt wie bei anderen Parasitenerkrankungen. Kurze Berührungen, wie das Händeschütteln, reichen für eine Ansteckung normalerweise nicht aus.

Da sich die Krätzmilben nur sehr langsam bewegen, können sie nur über einen längeren, großflächigen Hautkontakt von Wirt zu Wirt wechseln. Der Körperkontakt muss mindestens fünf bis zehn Minuten andauern. Typische Übertragungsszenarien sind Kuscheln, gemeinsames Schlafen in einem Bett, Geschlechtsverkehr oder diverse pflegerische Tätigkeiten. Deshalb stecken sich häufig Partner, Eltern, Kleinkinder, Geschwister sowie pflegebedürftige Personen und deren Betreuer untereinander an. Die Krätze kann demnach auch in Kindergärten oder Pflegeeinrichtungen ausbrechen.
 
Weniger häufig aber dennoch möglich ist die Übertragung der Krätze über Wäsche oder intensiv genutzte Gegenstände. Auf diese Weise können sich zum Beispiel Reisende bei Übernachtungen in ungepflegten Unterkünften anstecken. Diese Art der Ansteckung kommt allerdings weniger häufig vor, da Krätzmilben nur relativ kurze Zeit ohne ihren Wirt überleben können und bei Raumtemperatur innerhalb weniger Stunden ihre Infektiosität verlieren.

Können Haustiere die Krätze auf den Menschen übertragen?

Krätze (Skabies/ Scabies) - Können Haustiere die Krätze auf den Menschen übertragen?

Haustiere sind nur selten Überträger der Krätze. Hunde und Katzen sind oft selbst Opfer der Krätzmilben. Diese können beim Spielen oder Kuscheln auf den Menschen übergehen, sie sterben hier meist aber schnell wieder ab. Die Hautreizungen verschwinden in der Regel nach kurzer Zeit von selbst.

Was versteht die Medizin unter einer „gepflegten“ Krätze?

Die Krätze zeigt sich bei Betroffenen, die eine intensive Körperpflege betreiben und viele Kosmetika verwenden, häufig nur sehr dezent, was die Diagnose erheblich erschwert. Mediziner bezeichnen diese Ausprägung der Hauterkrankung als gepflegte Krätze.

Welche weiteren Formen der Krätze gibt es?

Zu den Sonderformen gehört auch die Krätze bei Neugeborenen und Säuglingen. Hier sind häufig vor allem die Fußsohlen, Handflächen und die Kopfhaut von den Krätzmilben betroffen.

Die nodöse Scabies zeichnet sich durch stark juckende, rötlich-braune Knötchen aus. In diesen befinden sich keine Milben. Die Knoten bleiben manchmal sogar Monate nach der Abtötung der Krätzmilben noch erhalten.

Bei der bullösen Scabies bilden sich im Rahmen der Hauterkrankung sehr viele kleinere und größere Blasen, sogenannte Vesiculae oder Bullae. Dieser Verlauf zeigt sich häufig bei Kindern.

Die Borkenkrätze oder Scabies norvegica/crustosa unterscheidet sich von den anderen Krätzearten durch ihren massiven Milbenbefall. Bei der Borkenkrätze kommt es zu einer Rötung des gesamten Körpers (Erythrodermie) und es bilden sich kleine bis mittelgroße Schuppen. An den Hand- und Fußflächen entstehen sehr dicke Hornhautschichten, sogenannte Hyperkeratosen. Auch an den Fingern, Handrücken, Handgelenken und Ellenbogen können sich bis zu 15 Millimeter dicke Borken bilden. Unter diesen Krusten erscheint die Haut rot und feucht glänzend. Sie begrenzen sich meist jedoch nur auf ein bestimmtes Areal, können sich aber auch Richtung Kopfhaut, Rücken, Ohren und Fußsohlen ausbreiten. Im Fall der Scabies norvegica/crustosa kann der Juckreiz, also das typischste Symptom der Krätze, oft völlig ausbleiben.

 

Bei dieser hochansteckenden Form der Krätze ist die Übertragung auch durch kürzeren Körperkontakt und über Gegenstände möglich, weshalb Du in diesem Fall stationär behandelt wirst.

Wer ist am häufigsten von der Erkrankung betroffen?

Krätze (Skabies/ Scabies) - Wer ist am häufigsten von der Erkrankung betroffen?

Die Krätze ist vor allem dort verbreitet, wo viele Menschen auf kleinem Raum unter schlechten hygienischen Bedingungen leben. Besonders gefährdet sind Personen mit einer geschwächten Immunabwehr wie etwa ältere Menschen. Aber auch in Krankenhäusern oder Pflegeheimen kann die Krätze aufgrund des engen Körperkontakts zwischen Patienten und Pflegepersonal vorkommen. Doch auch Schulen oder Kindergärten sind meist ein idealer Übertragungsort der Krätzmilben, da Kinder oftmals beim Spielen recht eng beieinander sitzen und viel Körperkontakt haben.

Manchmal kann sich die Krätze auch über Decken oder Kleidung übertragen, weshalb sich auch Reisende bei Übernachtungen in unhygienischen Unterkünften anstecken können. Auch bei mangelnder Körperhygiene ist die Anzahl an Milben auf der Haut recht hoch, wodurch sich das Risiko erhöht, dass sich die Krätze von Wirt zu Wirt überträgt.
 
Wie häufig die Krätze auftritt, hängt von der Bevölkerungsdichte, der medizinischen Versorgung, dem Gesundheitszustand sowie den hygienischen Verhältnissen eines Landes ab.

Krätze (Skabies/ Scabies) - Wichtig

Wichtig: Ein Krätzemilbenbefall ist aber nicht automatisch ein Beweis für mangelnde Körperhygiene!

Welche unangenehmen Folgen kann die Krätze für die Betroffenen haben?

Die Hauterkrankung Krätze ist im Allgemeinen sehr lästig, aber grundsätzlich harmlos, da die Milben keine Krankheitsüberträger sind. Sollten allerdings durch den starken Juckreiz Kratzwunden entstehen, so können sich diese durch Eiter und Hautpilze entzünden. Dies kann eitrige Wunden mit einer Schwellung der örtlichen Lymphknoten oder sogar eine Blutvergiftung hervorrufen.

Krätze (Skabies/ Scabies) - Welche unangenehmen Folgen kann die Krätze für die Betroffenen haben?

Neben den typischen Krankheitssymptomen können bei der Krätze auch Komplikationen wie Superinfektionen entstehen. Damit bezeichnen Fachärzte die zusätzliche Ansteckung mit weiteren Erregern. Bei der Krätze können zum Beispiel verschiedene Bakterien leichter in die Haut eindringen und dort Infektionen verursachen (Impetiginisierung). Diese Bakterien verursachen in ungünstigen Fällen:

  • Erysipel oder Wundrosen: Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Haut innerhalb eines begrenzten Hautbereichs. Begleiterscheinungen sind Fieber und Schüttelfrost.

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  • Eine Entzündung der Lymphgefäße (Lymphangitis) und eine starke Schwellung von Lymphknoten (Lymphadenopathie).

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  • Rheumatisches Fieber sowie eine bestimmte Form einer Nierenentzündung (Glomerulonephritis). Diese Komplikationen können einige Wochen nach der Infektion mit den Bakterien Streptokokken der Gruppe A auftreten, was aber recht selten vorkommt.

Wenn Bakterien in die Blutbahn geraten, besteht die Gefahr einer Blutvergiftung.
Außerdem können Anti-Milben-Mittel bei betroffenen Personen einen Hautausschlag (Ekzem) verursachen. Dabei ist die Haut gerötet und meist auch rissig. Dies ist dann aber keine Folge der Krätze, sondern ein austrocknender Effekt der Anti-Milben-Mittel. Auch dabei kannst Du ein leichtes Brennen oder Jucken verspüren.

Wann und welchen Arzt sollte man bei Krätze aufsuchen?

Krätze (Skabies/ Scabies) - Wann und welchen Arzt sollte man bei Krätze aufsuchen?

Noch bevor Du Symptome verspürst, also schon in der Inkubationszeit der Krankheit, kannst Du die Krätzmilben an andere Personen weitergeben. Darum solltest Du nach einer möglichen Ansteckung so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen. Hier kannst Du entweder zu Deinem Hausarzt gehen oder direkt einen Dermatologen (Hautarzt) aufsuchen. Dieser entscheidet dann darüber, ob auch symptomlose, enge Kontaktpersonen gleichzeitig eine vorbeugende Therapie durchführen sollen.

Wie erfolgt die Diagnose bei Krätze?

Die Diagnose der Krätze ist recht schwierig, denn die klassischen Symptome wie der Befall typischer Hautstellen und auffälliger nächtlicher Juckreiz können durchaus auch bei anderen Hautkrankheiten auftreten. Die Diagnose ist allerdings umso wahrscheinlicher, wenn auch Familienangehörige oder nahestehende Personen des Patienten an ähnlichen Beschwerden leiden.
 
Mithilfe eines Dermatoskops (Auflichtmikroskop), einem lupenähnlichen Gerät mit integrierter Beleuchtung, kann Dein Spezialist die Krätzemilben und die typischen Gänge erkennen. Im besten Fall kann er die Milbe, Eier oder Kotballen der Milben aus den Gängen schaben und das Material anschließend unter dem Mikroskop untersuchen. In der Praxis ist diese Diagnose allerdings sehr schwierig, denn in der Regel befinden sich höchstens zehn Milben in der Haut des Betroffenen. Außerdem sind die Milben und ihre Eier so winzig, dass sie Dein Facharzt auch mithilfe eines Auflichtmikroskops oft nur schwer erkennen kann. Daher diagnostizieren Fachärzte die Krätze meistens anhand von klinischen Anzeichen, wie juckenden Hautveränderungen an typischen Stellen.

Krätze (Skabies/ Scabies) - Wie erfolgt die Diagnose bei Krätze?

Wie lange ist die Inkubationszeit bei Krätze?

Die Inkubationszeit, also der Zeitraum vom Eindringen der Milbe bis zum Auftreten der Symptome, kann bei der Krätze mehrere Wochen betragen. Typische Symptome treten erst nach zwei bis sechs Wochen nach der ersten Infektion auf. Bei erneuten Ansteckungen zeigen sich die Krankheitszeichen schon nach wenigen Tagen.

Ist Krätze ansteckend und wenn ja, wie lange?

Die Krätze ist insofern ansteckend, als dass sie durch direkten, längeren Hautkontakt von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Zur Ansteckung ist allerdings ein Körperkontakt von mindestens fünf bis zehn Minuten notwendig. Einfaches Händeschütteln oder kurzer Hautkontakt sind somit in der Regel nicht bedenklich.
 
Scabies ist schon bevor Du Krankheitszeichen auf Deiner Haut bemerkst ansteckend und solange, wie sich lebende Krätzmilben auf Deiner Haut befinden.

Ist Krätze meldepflichtig?

Weder in Österreich noch in Deutschland oder der Schweiz besteht bei einem Krätzebefall eine Meldepflicht. Aus diesem Grund lassen sich auch nur schwer Schätzungen abgeben, wie viele Menschen jährlich von der Krätze betroffen sind.

Wie lässt sich Krätze behandeln?

Behandlung im Überblick

Krätze (Skabies/ Scabies) - Medizinische Untersuchung & Diagnose durch Deinen Facharzt

Medizinische Untersuchung & Diagnose durch Deinen Facharzt

Krätze (Skabies/ Scabies) - Behandlung mittels Anti-Milben-Mittel zum Auftragen oder Einnehmen

Behandlung mittels Anti-Milben-Mittel zum Auftragen oder Einnehmen

Krätze (Skabies/ Scabies) - Therapie durch ein Ganzkörper-Bad

Therapie durch ein Ganzkörper-Bad

Krätze (Skabies/ Scabies) - Nach erster Behandlung mit Anti-Milben-Cremes kein Ansteckungsrisiko mehr

Nach erster Behandlung mit Anti-Milben-Cremes kein Ansteckungsrisiko mehr

Die Krätze lässt sich in den meisten Fällen recht gut, schmerzlos und unkompliziert behandeln. Dafür verschreibt Dir Dein Facharzt Anti-Milben-Mittel zum Auftragen oder Einnehmen. Das Ziel der Therapie ist es, alle vorhandenen Krätzemilben in und auf der Haut abzutöten.
 
In vielen Fällen kann die Therapie aber auch Schwierigkeiten hervorrufen, wenn beispielsweise mehrere Menschen einer Gemeinschaftseinrichtung betroffen sind. Auch das Immunsystem der betroffenen Personen spielt eine große Rolle bei der Behandlung der Krätze und wirkt sich erheblich auf den Heilungsprozess aus.

Kann die Krätze auch von allein wieder verschwinden?

Ohne Therapie kann die Krätze grundsätzlich nicht vollständig heilen. Dennoch sind bis dato einige Fälle von spontanen Heilungen bekannt.

Welche Medikamente kommen zur Behandlung der Krätze infrage?

Das wichtigste Ziel der Behandlung ist die Abtötung der Parasiten, die die Krankheit verursachen. Dafür kann Dir Dein Arzt mehrere Anti-Milben-Mittel verschreiben. Manche Präparate können allerdings starke Nebenwirkungen hervorrufen, weshalb Du Dich ausführlich von einem Facharzt beraten lassen und Dich genau an seine Anweisungen halten solltest. Als Anti-Milben-Mittel stehen mehrere Medikamente zur Verfügung, die Du, mit einer Ausnahme, alle direkt auf die Haut auftragen kannst:

  • Permethrin ist ein Insektizid, das Du als Creme auf die gesamte Körperfläche aufträgst. In den meisten Fällen wird Dir dieses Mittel als Erstes verschrieben. Nur in Ausnahmen greifen Fachärzte zu Alternativen.

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  • Allethrin setzen Mediziner häufig in Kombination mit Piperonylbutoxid als Spray ein. Dieses Spray kann aber Komplikationen hervorrufen, weshalb es Fachärzte nur verschreiben, wenn eine Therapie mit Permethrin nicht möglich ist. Allethrin kann bei Personen mit Vorerkrankungen der Bronchien und Lungen zu ernsthaften Komplikationen im Bereich der Atemwege führen. In diesen Fällen greifen Fachärzte zu alternativen Behandlungsmethoden.

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  • Benzylbenzoat hat eine sehr hohe Wirksamkeit gegen Milben. Fachärzte verschreiben es aufgrund seiner komplizierten Anwendung jedoch nur in Ausnahmefällen.

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  • Ivermectin ist ein Wurmmittel, das Du, im Gegensatz zu den anderen Anti-Milben-Mitteln, als Tablette einnehmen musst. Die Tablette solltest Du zweimal im Abstand von acht Tagen einnehmen.

Welche Salben und Cremes helfen bei Krätze?

Krätze (Skabies/ Scabies) - Welche Salben und Cremes helfen bei Krätze?

Permethrin ist ein Insektizid, das Du als Creme auf die gesamte Körperfläche aufträgst. In den meisten Fällen wird Dir dieses Mittel als erstes verschrieben. In vielen Fällen können auch die Wirkstoffe Crotamiton oder Benzylbenzoat zur äußerlichen Behandlung der Krätze eingesetzt werden. Nach der Anweisung Deines zuständigen Facharztes trägst Du das Mittel am besten großflächig auf und lässt es acht bis zwölf Stunden einwirken, bevor Du es sorgfältig mit Wasser abwäschst. Solltest Du als nicht betroffene Person einem Angehörigen das Mittel auftragen, so empfiehlt es sich, dabei Handschuhe zu tragen. Die betroffene Person sollte im Anschluss an die Behandlung frische Wäsche anziehen und die Bettwäsche wechseln.

 

Bei Permethrin genügt grundsätzlich einmaliges Auftragen, wobei Du dabei Deine gesamte Körperoberfläche mit der Creme behandeln sollst. Schleimhäute und Körperöffnungen solltest Du vermeiden, da an diesen Stellen keine Milben vorhanden sind und Dein Körper dort wesentlich sensibler ist. Auch der Kopf und die Gesichtshaut solltest Du nicht mit der Creme behandeln. Mediziner empfehlen die Behandlung mit der Permethrin-Creme abends. Am besten lässt Du die Creme über Nacht einwirken und wäschst sie am nächsten Morgen ab.

 

Normalerweise ist Permethrin zur Behandlung von Krätze gut verträglich. In großen Mengen ist es allerdings giftig, weshalb Du Dich bei der Therapie genau an die Anweisungen Deines Facharztes halten solltest. Außerdem sollte das Mittel nicht auf Wunden aufgetragen werden. Ist Deine Haut durch die Krätze sehr stark entzündet, so kann Dir Dein behandelnder Arzt vor der eigentlichen Behandlung eine entzündungshemmende, kortisonhaltige Salbe verordnen.

 

Bei Allethrin und Benzylbenzoat ist das Anwendungsschema sehr ähnlich. In manchen Fällen musst Du den Wirkstoff allerdings häufiger auftragen.

 

Auch wenn Anti-Milben-Mittel die Milben in Deiner Haut erfolgreich bekämpft haben, kann der Juckreiz und die Hautveränderungen noch einige Wochen bestehen bleiben. Fachärzte bezeichnen dies als postskabiöses Ekzem, also als eine Entzündung der Haut, die in der Zeit nach der Krätze auftritt. Selbst wenn alle Milben abgetötet wurden, können Bestandteile der Parasiten in Deiner Haut zurückbleiben und die Entzündung aufrechterhalten. Zur Behandlung verschreibt Dir Dein Facharzt meist antientzündliche Salben und Cremes. Zusätzlich solltest Du für einige Wochen rückfettende Pflegecremes auf die betroffenen Stellen auftragen, damit sich Deine Haut schneller erholt.

Kann ein Besuch in der Sauna die Krätzemilben abtöten?

Die Krätzemilben sterben bei hoher Hitze ab, weshalb ein Sauna-Besuch durchaus förderlich sein kann. Allerdings solltest Du bedenken, dass das Besuchen der Sauna mit einer Krätze-Erkrankung zu weiteren Ansteckungen führen kann. Die Sauna mit Krätze zu besuchen ist daher ein Tabu.

Was muss man bei der Behandlung besonders beachten und wie oft finden Nachkontrollen beim Arzt statt?

Die Therapie der Krätze beginnt grundsätzlich mit einem Ganzkörper-Bad. Anschließend solltest Du das von Deinem Facharzt verordnete Therapiemittel anwenden. Deine Haut muss dafür aber komplett trocken sein. Je nach Absprache mit Deinem Arzt solltest Du das Antikrätzemittel vor dem Zubettgehen dünn auftragen. Grundsätzlich solltest Du dabei Deinen ganzen Körper in die Behandlung mit einbeziehen, außer Dein Gesicht und die behaarten Stellen Deines Kopfes. Spezialisten empfehlen, die Anti-Milben-Mittel intensiv auf jene Stellen aufzutragen, die für Milben-Befall besonders anfällig sind.

Krätze (Skabies/ Scabies) - Was muss man bei der Behandlung besonders beachten und wie oft finden Nachkontrollen beim Arzt statt?

Kinder unter vier Jahren, ältere Patienten über 65 Jahre oder auch Fälle von Scabies crustosa/norvegica müssen unter Umständen auch die Kopfhaut, das Gesicht und den Nacken in die Behandlung mit einbeziehen.
 
Solltest Du es nicht vermeiden können, eine behandelte Körperstelle zu waschen, so ist es ratsam, die Creme auf den gewaschenen Bereich erneut aufzutragen. Zum Abschluss der Creme-Behandlung solltest Du, je nach Krätzemittel, acht bis 24 Stunden nach der Behandlung ein Bad nehmen.
 
Manchmal reicht eine Therapieeinheit mit dem Wirkstoff leider nicht aus. Sollten die Anzeichen der Krätze nach zwei Wochen immer noch vorhanden sein, so raten Spezialisten dazu, das Auftragen der Anti-Milben-Creme zu wiederholen. Weitere ärztliche Kontrollen finden üblicherweise noch bis zu vier Wochen nach Beginn der Therapie statt, um ein Wiederaufleben der Krankheit auszuschließen.
 
Bei erneutem Befall solltest Du die Behandlung nach 14 Tagen wiederholen. Der Behandlungszeitraum kann sich allerdings je nach gewähltem Anti-Milben-Mittel unterscheiden. Die genaue Dosierung und Anwendungsdauer verschreibt Dir Dein zuständiger Facharzt.
 
Zur Nachbehandlung eignen sich spezielle Salben, die entzündungshemmend, juckreizstillend und heilend wirken. Auch diverse Pflegesalben und Cremes empfehlen sich als abschließende Therapiemaßnahmen, um den Heilungsprozess der betroffenen Stellen zu unterstützen.
 
Bei grundsätzlich sehr gesunden Menschen ohne Immunschwäche besteht bereits nach der ersten ordnungsgemäßen Krätze-Behandlung mit Anti-Milben-Cremes kein Ansteckungsrisiko mehr. Kinder und Erwachsene können also grundsätzlich nach der ersten acht- bis zwölfstündigen Behandlung wieder in die Schule oder zur Arbeit gehen. Allerdings ist es immer empfehlenswert, noch einmal einen Arzt aufzusuchen und überprüfen zu lassen, ob die Behandlung wirklich erfolgreich war. Ärztliche Nachkontrollen sind zwar keine Pflicht, trotzdem solltest Du in den ersten vier Wochen nach der Behandlung regelmäßig zum Arzt gehen und überprüfen lassen, dass auch wirklich keine Milben mehr vorhanden sind.

Wie sieht die Behandlung bei Kindern und Schwangeren aus?

Krätze (Skabies/ Scabies) - Wie sieht die Behandlung bei Kindern und Schwangeren aus?

Da die Behandlung der Krätze mit Anti-Milben-Mitteln diverse Nebenwirkungen hervorrufen kann, sollten Kleinkinder und Säuglinge nur unter strenger Kontrolle eines Facharztes behandelt werden. In der Schwangerschaft sind alle verfügbaren Krätze-Medikamente problematisch. Mediziner verschreiben sie deshalb nur, wenn sie zwingend notwendig sind, und auch dann erst nach dem ersten Drittel der Schwangerschaft.

Schwangere sollten den Wirkstoff Permethrin vermeiden oder nur unter genauer Absprache mit dem behandelnden Facharzt verwenden. Obwohl bis dato keine konkreten Hinweise auf schädliche Wirkungen des Anti-Milben-Mittels bekannt sind, kann der Wirkstoff unter Umständen Nebenwirkungen und Schädigungen des Embryos oder Fötus verursachen. Auch stillende Frauen sollten den Wirkstoff Permethrin nur unter strenger ärztlicher Kontrolle einnehmen, da er in die Muttermilch übergehen kann. In solchen Fällen dosieren die behandelnden Fachärzte den Wirkstoff deutlich reduzierter, damit weniger Permethrin in den Körperkreislauf der betroffenen Person gelangt. Für Schwangere gilt außerdem ein striktes Anwendungsverbot der Wirkstoffe Allethrin und Ivermectin.

Die Therapie für Neugeborene sowie Kleinkinder unter drei Jahren läuft ebenso unter strenger Kontrolle sowie mit deutlich reduzierter Dosis des Wirkstoffes Permethrin ab. Bei Kleinkindern unter vier Jahren sollte die Anti-Milben-Creme gleichmäßig auf den ganzen Körper aufgetragen werden. Dazu zählen die Handflächen, Fußsohlen, der Hals, das Gesicht, die Ohren sowie die Kopfhaut. Hautstellen um den Mund und die Augen sollten dabei allerdings vermieden werden, da Kinder die Creme so leicht ablecken oder in die Augen bekommen können.

Krätze (Skabies/ Scabies) - Die Therapie für Neugeborene sowie Kleinkinder unter drei Jahren

Fachärzte empfehlen außerdem, Kindern Handschuhe anzuziehen, damit die Creme nicht in Berührung mit Augen oder Mund kommt. Aus Sicherheitsgründen sollten Kinder nicht zu warm baden, bevor sie das Anti-Milben-Mittel auf die betroffenen Stellen auftragen. Denn durch die Wärme wird die Haut stärker durchblutet, wodurch sie größere Mengen des Wirkstoffes aufnehmen könnte.
Als Alternative zu Permethrin empfehlen Mediziner bei Kindern den Wirkstoff Crotamiton. Bei Schwangeren verschreiben Fachärzte als Alternative eher Benzylbenzoat.

Was passiert, wenn man die Krätze nicht behandeln lässt?

Die Krätze ist normalerweise keine schwere Erkrankung und lässt sich gut behandeln. Wenn sie jedoch unbehandelt bleibt, kann sie am ganzen Körper einen sehr lästigen und unschönen Hautausschlag hervorrufen.

Krätze (Skabies/ Scabies) - Was passiert, wenn man die Krätze nicht behandeln lässt?

Wie lange ist man bei Krätze krankgeschrieben?

Von der Ansteckung bis zu den ersten Symptomen vergehen etwa zwei bis sechs Wochen. In dieser Zeit bist Du hochansteckend und solltest engen Körperkontakt zu anderen Personen vermeiden. Die Ansteckungsgefahr bleibt so lange bestehen, wie sich die Krätzemilben in Deiner Haut befinden. Selbst nach Beginn der Therapie kannst Du noch ansteckend sein. Du solltest deshalb erst wieder zur Arbeit gehen oder Dein Kind in die Schule schicken, wenn die Erkrankung vollkommen geheilt ist. Konsultiere am besten Deinen zuständigen Facharzt und versichere Dich nach einer Kontrolle, ob nach wie vor eine Ansteckungsgefahr besteht.

Gibt es Hausmittel, die ebenfalls bei Krätze helfen können?

Grundsätzlich gibt es keine Hausmittel, die die Krätze nachweislich heilen können. Du kannst aber begleitend zur medikamentösen Behandlung diverse Methoden anwenden, die unangenehme Symptome lindern und den Heilungsprozess unterstützen können.
 
Zu diesen Hausmitteln zählen unter anderem Essig, Teebaumöl, Lavendelöl, Zwiebelschalen oder Rosmarin-Öl in einem Vollbad. Bedenke hierbei jedoch, dass Du die Krätze nur mit Hausmitteln nicht besiegen kannst. Für eine effektive Behandlung und schnellstmögliche Heilung solltest Du unbedingt einen Facharzt konsultieren!

Welche Verhaltensregeln gelten bei Krätze?

Augenbrauenlifting - Enge Kontaktpersonen, Familienmitglieder und Partner mitbehandeln lassen

 

Enge Kontaktpersonen, Familienmitglieder und Partner mitbehandeln lassen

Augenbrauenlifting - Vermeide es entzündete Stellen zu kratzen um die Haut nicht noch mehr zu schädigen

 

Vermeide es entzündete Stellen zu kratzen um die Haut nicht noch mehr zu schädigen

Augenbrauenlifting - Wechsle täglich Kleidung, Bettwäsche und Handtücher und wasche sie bei 60 Grad

 

Wechsle täglich Kleidung, Bettwäsche und Handtücher und wasche sie bei 60 Grad

Im Zuge der Behandlung solltest Du die Anweisungen Deines Facharztes genauestens befolgen. Auch vorgegebene Kontrollen solltest Du unbedingt einhalten. Außerdem sollten sich auch Deine engen Kontaktpersonen, vor allem Familienmitglieder und Partner, schnellstmöglich untersuchen und mitbehandeln lassen.
 
Fachärzte raten unbedingt dazu, das Kratzen der entzündeten Stellen zu vermeiden. Deshalb sollten erkrankte Personen ihre Fingernägel kurzhalten, damit etwaiges Kratzen der Haut nicht noch weiteren Schaden zufügt.
 
Als Hygienemaßnahmen solltest Du nach jedem Behandlungszyklus Deine Kleidung, Bettwäsche und Handtücher wechseln und bestenfalls sofort bei 60 Grad waschen. Intensive Körperhygiene verhindert außerdem die Vermehrung der Krätzmilben in Deiner Haut. Auch Polstermöbel und Matratzen solltest Du täglich absaugen und den Staubsaugerbeutel anschließend sofort entsorgen. Du solltest diese Einrichtungsgegenstände dann für mindestens 48 Stunden nach der Reinigung nicht benutzen. Gebrauchsgegenstände wie Stofftiere, Schuhe oder Textilien, die Du nicht saugen oder waschen kannst, solltest Du in Plastiksäcke verpacken oder in Folie einschweißen und für 72 Stunden bei mindestens 21 Grad lagern. Alternativ kannst Du sie auch bei mindestens -25 Grad einfrieren. Handelsübliche Gefrierschränke kühlen allerdings meistens nur auf minus acht Grad Celsius.

Wie lässt sich die Erkrankung vorbeugen und gibt es eine Impfung dagegen?

Wirklich schützen kannst Du Dich vor der Krätze (zum Beispiel durch eine Impfung) nicht. Um die Krätze vorzubeugen, solltest Du engen Körperkontakt mit anderen Personen vermeiden. Mediziner empfehlen dennoch verschiedene Verhaltensregeln, mit denen Du einen Krätzemilbenbefall vermeiden kannst.
 
Da vor allem Gemeinschaftseinrichtungen sowie Kinder und Jugendliche häufig einem Milbenbefall ausgesetzt sind, sollte man aktiv Anzeichen beobachten sowie Anweisungen zur Verhütung und Bekämpfung der Krätze befolgen, um die Erkrankung frühzeitig zu erkennen und eine Verbreitung zu vermeiden. Bei verdächtigen Symptomen solltest Du sofort zu einem Arzt gehen, denn ein Erstbefall kann sonst viele Wochen unbemerkt bleiben.

Krätze (Skabies/ Scabies) - Wie lässt sich die Erkrankung vorbeugen und gibt es eine Impfung dagegen?

Zur Vorbeugung eines Milbenbefalls solltest Du vor allem engen Hautkontakt mit infizierten Personen vermeiden. Bei der Pflege einer infizierten Person solltest Du Handschuhe verwenden und Deine Hände gründlich desinfizieren. Auch Haushalts- sowie Körperhygiene und Fitness des Immunsystems tragen zur Vorbeugung der Krätze bei. Denn ein starkes Immunsystem sowie häufiges Baden oder Duschen kann die Vermehrung von Milben stoppen. Ganz aufhalten kannst Du die Erkrankung dadurch allerdings nicht.
 
Weitere Maßnahmen zur Vorbeugung einer Krätze-Infektion kannst Du beim Reisen treffen: Versuche, Billig-Unterkünfte zu vermeiden, da mangelnde Hygiene wie unsaubere Bettwäsche und Handtücher eine Krätze-Übertragung ermöglichen können. Auch das Tragen von langer Kleidung kann Dich vor einem möglichen Milbenbefall schützen, da Du so den direkten Hautkontakt zu Menschen in Deiner Umgebung vermeiden kannst.

Wie unterscheidet sich die Krätze von anderen Erkrankungen?

Da Juckreiz und schuppige Haut sowie Ausschlag-artige Hautveränderungen auch bei anderen Hauterkrankungen auftreten, können Fachärzte die Krätze meist nur dann diagnostizieren, wenn andere mögliche Ursachen ausgeschlossen sind. Eine sichere Diagnose können Mediziner erst bei einem Milbennachweis stellen.

 

Andere Hauterkrankungen unterscheiden sich in einigen Faktoren vom Krankheitsverlauf der Krätze, weisen aber in manchen Fällen auch viele Gemeinsamkeiten auf.

Auch wie bei der Krätze ist häufiges Kratzen ein Indiz für Flöhe. Flöhe bevorzugen in der Regel ein bestimmtes Wirtstier wie Hund, Katze oder den Menschen. Dennoch kann es auch vorkommen, dass ein Hunde- oder Katzenfloh auf den Menschen übertragen wird. Flohbisse bleiben vorerst unbemerkt, denn erst im Nachhinein entsteht ein Juckreiz, da das Sekret im Speichel des Flohs eine Art Schmerzmittel und Blutgerinnungsstopper enthält. Typische Flohbisse sind eng aneinander liegende Rötungen und Quaddeln. Die Stiche liegen meistens in Reihen, sogenannten Flohstraßen.

Auch Bettwanzen unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von der Krätze. Die Bettwanze (Cimex lectularius) ist ein nachtaktiver Parasit, der ein Vielfaches seines Körpergewichts an Blut saugt. Bettwanzen sind nicht leicht zu diagnostizieren. Deren Anwesenheit ist zwar sehr unangenehm, kann aber im Gegensatz zur Krätze keine schweren gesundheitlichen Folgen nach sich ziehen. Die Stiche der Bettwanzen ähneln anfänglich Mückenstichen, weshalb sie häufig erst recht spät erkannt werden. Bei einem Bettwanzenbefall kommt es zu sogenannten Straßenbildungen von juckenden Blasen an Armen, Beinen und auf dem Rücken sowie im Gesicht. Die Stiche der Bettwanzen sind Schmerzlos. Allerdings kann das Eiweiß im Speichel der Wanzen allergische Hautreaktionen ihres Wirtes hervorrufen. Zur Bekämpfung von Bettwanzen raten Experten, betroffene Kleidungsstücke mit 60 Grad zu waschen und anschließend bei minus 18 Grad mindestens drei Tage lang einzufrieren. Auch Koffer und Taschen, in denen sich etwaige infizierte Kleidung befindet, solltest Du in dicht verschlossene Plastiktüten verpacken und mit einem insektizid behandeln.

Krätze (Skabies/ Scabies) - Auch Bettwanzen unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von der Krätze.

Im Gegensatz zu Krätzemilben sind Grasmilben, oder auch Herbstgrasmilben, Parasiten, die Tiere und Menschen befallen und sich von deren Lymphflüssigkeit und Zellsaft ernähren. Sie leben in der Erde und auf Rasen, wobei sie sich vor allem auf spitzen Grashalmen aufhalten. Im Frühjahr kommen sie aus dem Boden und verweilen dort bis in den Herbst. Sobald ein Tier oder Mensch durch das Gras läuft, versuchen sie sich an einer Stelle festzubeißen. Ihre Bisse sind für Menschen und Tiere unangenehm. Du erkennst sie durch gerötete, juckende Hautstellen und kleine Quaddeln. Grasmilben-Stiche kommen häufig an den Fesseln, Kniekehlen und anderen Hautfalten vor. Grundsätzlich ist die Behandlung mit einem Desinfektionsspray, hochprozentigem Alkohol oder mit Hausmitteln wie aufgeschnittenen Zwiebeln oder Zitronensaft sehr hilfreich. Sollte Deine Haut allerdings stark auf die Milbenbisse reagieren, so solltest Du einen Facharzt um kortisonhaltige Cremen bitten.

Das Hautbild der Krätze in Form von rötlichen Quaddeln und Pusteln erinnert häufig an Nesselsucht (Urtikaria). Im Gegensatz zur Krätze ist die Nesselsucht allerdings nicht ansteckend und kann viele Ursachen haben. Sie ist eine Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems, wobei die Mastzellen, die sogenannten Wächterzellen, aktiviert werden. Sie schütten dann vermehrt Histamin und entzündungsfördernde Botenstoffe aus. Die Auslöser der Nesselsucht unterscheiden sich von Patient zu Patient. Körperliche Anstrengung, lang anhaltender Druck auf ein bestimmtes Hautareal sowie Histaminintoleranz, bei der das über die Nahrung aufgenommene Histamin nur unzureichend abgebaut wird, können Nesselsuchtsymptome entstehen lassen. Auch Kälte sowie der Hautkontakt zu bestimmten, nicht verträglichen Substanzen wie Nahrungsmitteln, Medikamenten, Kosmetika, Industriestoffen, tierische Stoffe wie Insektengifte oder Textilien zählen zu möglichen Auslösern.

Im Gegensatz zur Krätze wird Neurodermitis, oder atopisches Ekzem, nicht von Erregern, die ihren Wirt befallen, ausgelöst. Bei Neurodermitis handelt es sich um eine chronische oder chronisch-wiederkehrende Hauterkrankung, die in Schüben und fast immer schon in der frühen Kindheit auftritt. Symptome sind quälender Juckreiz, trockene Haut sowie häufig auch nässende Ekzeme (Hautausschläge), die in akuten Schüben vorkommen. Mediziner konnten bislang noch keine genauen Ursachen der Krankheit feststellen.

Krätze (Skabies/ Scabies) - Im Gegensatz zur Krätze wird Neurodermitis

Bei der Entstehung der Krankheit spielen allerdings mehrere Faktoren mit, wie eine geschwächte oder gestörte Hautbarriere des Patienten. Außerdem ist die Neigung zu Neurodermitis vererblich. Um Trigger und akute Auslöser eines Hautausschlages durch Neurodermitis zu vermeiden, solltest Du unverträgliche Textilien wie Wolle, Infektionen, bestimmte Nahrungsmittel sowie schwüle Temperaturen und Kälte, aber auch Stress und andere psychisch belastenden Faktoren vermeiden.

Auch bei Hitzepickeln handelt es sich nicht um Parasiten, die sich bei ihrem Wirt einnisten und dadurch Hautausschläge verursachen. Hitzepickel entstehen dann, wenn sich die Wärme in Deinem Körper staut. Dies hat unterschiedliche Gründe, wie zum Beispiel zu warme, eng anliegende oder nicht atmungsaktive Kleidung. Auch der Aufenthalt in tropischen Ländern mit hoher Luftfeuchtigkeit kann Hitzepickel hervorrufen. Der Schweiß kann nämlich auf Deiner Haut nicht verdunsten, wodurch sich die Ausführungsgänge der Schweißdrüsen verengen und die Poren verstopfen. Dadurch entstehen kleine Pickel auf der Haut. Besonders häufig findest Du Hitzepickel an Körperstellen mit vielen Schweißdrüsen, wie in den Achseln, am Dekolleté, am Rücken sowie an den Oberschenkeln.

Ekzeme (Juckflechte oder Dermatitis) zählen zu den häufigsten Hauterkrankungen. Fast jeder Mensch erkrankt zumindest einmal im Leben daran. Die Bezeichnung Ekzem ist ein Sammelbegriff für entzündliche, juckende aber nicht ansteckende Hautkrankheiten, die in verschiedenen Formen auftreten. Sie können von äußeren (exogenen) oder inneren (endogenen) Einflüssen hervorgerufen werden. Zu exogenen Ekzemen zählen allergische Reaktionen auf ein Kontaktallergen oder eine Irritation auf eine toxische oder reizende Substanz, wie bestimmte Pflanzeninhaltsstoffe oder synthetische Verbindungen.
Endogene Ekzeme beruhen hingegen auf einer erblichen Veranlagung und betreffen rund zehn Prozent der Bevölkerung. Das häufigste endogene Ekzem ist das atopische Ekzem, die Neurodermitis.

Was kostet die Behandlung von Krätze und übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Krätze - Kosten

Die Kosten zur Behandlung der Krätze sind je nach Ausprägung und Art der Behandlung von Patient zu Patient unterschiedlich. Grundsätzlich übernimmt Deine Krankenkasse die Kosten für alle notwendigen und zweckmäßigen Diagnose- und Therapiemaßnahmen. Bei einem gewöhnlichen Skabies-Fall ist eine stationäre Behandlung meist nicht notwendig. Solltest Du allerdings außerordentlich stark von Milben befallen sein, wie es bei der hochansteckenden Borkenkrätze der Fall ist, so lässt sich ein Krankenhausaufenthalt nicht vermeiden. In diesem Fall wird der Aufenthalt über die Krankenhauskosten abgerechnet, wobei Du pro Tag einen Kostenbeitrag entrichten musst. Die weiter medikamentöse Behandlung zu Hause erfolgt dann per Rezept durch Deinen Allgemeinmediziner oder Facharzt.


Über den Autor: Dr. med. Benjamin Gehl

Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie


Als Facharzt für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie liegt die Leidenschaft von Dr. Gehl schon immer im Bereich der medizinischen Contentproduktion.

Aufgrund seiner Ausbildung, einer langjährigen Einsatzzeit in der rekonstruktiven und plastischen Chirurgie, sowie zahlreichen Auslandseinsätzen in Indien, Afrika und Amerika weiß er, welche Techniken und Behandlungen für medizinische Indikationen international Anwendung finden und State of the art sind.

Weiterhin beschäftigt er sich täglich mit neuen Trends und Techniken in der operativen und nicht-operativen Chirurgie. Fortbildungen sowie Studien zählen genauso zu seiner Leidenschaft wie die Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten zu den neuesten fachspezifischen Themen.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Die Krätze (Scabies) ist eine ansteckende Hauterkrankung, die durch winzige Parasiten, sogenannte Krätzemilben, hervorgerufen wird. Diese Milben graben sich in die obere Hornschicht der Haut und bilden dort kleine Gänge. Deine Haut entzündet sich und fängt zu jucken an.


Bis Deine Haut auf die Milben reagiert und sich rötlich-bräunliche Quaddeln bilden, vergehen meist zwei bis sechs Wochen. In dieser Zeit kannst Du schon andere Menschen anstecken. Die rötlichen Milbengänge entstehen dann hauptsächlich an warmen Körperstellen wie dem seitlichen Oberkörper, zwischen den Fingern und Zehen sowie im Genitalbereich und an den Oberschenkeln oder Oberarmen.


Die Übertragung der Krätze erfolgt von Mensch zu Mensch durch direkten Hautkontakt. Dieser muss allerdings mindestens fünf Minuten anhalten, weshalb die Krätze häufig beim gemeinsamen Schlafen, Spielen, Kuscheln oder in Pflegeeinrichtungen zwischen Patienten und Betreuern übertragen wird.


Vermeiden oder impfen kannst Du Dich gegen die Krätze nicht. Gute Körperhygiene kann die Krätze zwar vorbeugen, aber nicht komplett davor schützen. In den meisten Fällen empfehlen Fachärzte eine Behandlung mit Anti-Milben-Cremes. Kleidungsstücke sowie Bettwäsche und Möbelstücke, mit denen Du während der Erkrankung Kontakt hattest, solltest Du umgehend mit 60 Grad waschen oder gründlich reinigen lassen.

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