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Handekzem

Handekzem

Kommen Deine Hände häufig mit Wasser oder reizenden Substanzen in Kontakt, kann die natürliche Schutzbarriere der Haut gestört werden und ein Handekzem entstehen.

Dauer
Mehrere Wochen bis Monate
Klinik
Nicht notwendig
Ausfallzeit
Keine
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Was ist ein Handekzem?

Bei einem Handekzem handelt es sich um eine entzündliche Hautreaktion, die an den Händen sichtbar wird. Bei Ekzemen im Allgemeinen liegt eine entzündliche Veränderung der Haut vor, die jedoch nicht ansteckend und auch nicht gefährlich ist. Denn gefährlich wird das Ekzem erst, wenn es von Bakterien besiedelt wird, indem die Keime in die Wunden eindringen und die Entzündung verschlimmern. Dies passiert vor allem, wenn Du die juckende Stellen aufkratzt.

Ein Handekzem entsteht in der Regel durch eine Schädigung der Hautbarriere, die das Eindringen von hautreizenden Stoffen erleichtert. Folglich können Schwellungen, Rötungen und Bläschen auftreten, die meist einen großen Leidensdruck zur Folge haben. Vor allem, wenn das Handekzem chronisch wird, kann die Haut sehr schmerzen und brennen. Darüber hinaus kann der Juckreiz für die betroffenen Personen sehr quälend sein.

Häufig ist der berufsbedingte Kontakt zu reizenden Stoffen der Auslöser. Deshalb sind auch einige Berufsgruppen, wie beispielsweise Reinigungskräfte oder Friseure, häufiger davon betroffen.

Handekzem - Was versteht die Medizin unter einem Handekzem?

Welche Formen unterscheiden wir bei einem Handekzem?

Handekzem - Welche Formen unterscheiden wir bei einem Handekzem?

In der Medizin unterscheiden Experten vor allem zwischen drei verschiedenen Formen dieser Hauterkrankung. Häufig handelt es sich um Mischformen, jedoch kann ebenso eine isolierte Form auftreten.

Irritativ-toxisches Handekzem

Diese Form tritt sehr häufig auf und wird vor allem durch reizende Substanzen hervorgerufen. Dies können unter anderem bestimmte Seifen oder Desinfektionsmittel sein. Auch häufiges Händewaschen und stundenlanges Tragen von Handschuhen führen zu einer Störung der Schutzbarriere der Haut und begünstigen so die entzündliche Reaktion.

Atopisches Handekzem

Diese Art steht meistens mit Neurodermitis in Verbindung und tritt daher gehäuft bei Menschen auf, die eine genetische Veranlagung zu Neurodermitis haben. Der Grund hierfür ist, dass die genetisch geschwächte Hautbarriere die Haut anfälliger für äußere Einflüsse macht. Besonders häufig leiden die Betroffenen zusätzlich an Heuschnupfen oder Asthma.

Kontaktallergisches Handekzem

Durch den ständigen Kontakt mit allergieauslösenden Substanzen kommt es zu einem kontaktallergischen Handekzem. Die Reaktion der Haut beginnt häufig mit einem Juckreiz und bei einigen Personen kommt es zusätzlich zu Bläschen an den Fingerseiten und auf den Handflächen. In einigen Fällen handelt es sich um eine Kontaktallergie.

Was sind die Symptome bei einem Handekzem?

Handekzem - Was sind die Symptome bei einem Handekzem?

Die typischen Merkmale eines Handekzems sind eine raue und schuppende Haut. Oft steht dies auch mit einem starken Juckreiz in Verbindung. Zudem können hierbei gerötete Fingerspitzen und Bläschen sichtbar werden. Ein ebenso typisches Anzeichen ist eine besonders trockene Haut, die in der Folge zu schmerzhaften Hautrissen an den Händen führen kann.

Welche Ursachen hat ein Handekzem?

Handekzeme sind entzündliche Hautveränderungen, die verschiedene Auslöser haben. Jedoch können auch mehrere Ursachen gleichzeitig der Grund für die Entstehung des Ekzems sein. Diese Erkrankung hängt aber oftmals mit dem jeweiligen Beruf zusammen. Denn wie bereits erwähnt, sind bestimmte Berufsgruppen durch ihren ständigen Kontakt mit Wasser und Chemikalien besonders gefährdet. Allerdings kann auch Stress die Entstehung eines Handekzems begünstigen.

Im Allgemeinen wird dabei die Hautbarriere an den Händen geschädigt und somit können sogenannte Schadstoffe leichter in die Haut eindringen und ein Ekzem verursachen. Zu diesen Stoffen gehören unter anderem scharfe Reinigungsmittel oder starke Chemikalien. Jedoch greift ebenso der ständige Kontakt mit Wasser Deinen natürlichen Hautschutz an. In einigen Fällen handelt es sich um eine Kontaktallergie. Dies bedeutet, das Ekzem ist allergisch bedingt. Zu den auslösenden Faktoren zählen unter anderem Klebstoffe, die eine allergische Reaktion hervorrufen können.

Handekzem - Welche Ursachen hat ein Handekzem?

Wann sollte ich mit einem Handekzem zum Arzt gehen?

Handekzem - Wann sollte ich mit einem Handekzem zum Arzt gehen?

Um eine langfristige Hilfeleistung zu gewährleisten, sollte in allen Fällen eine genaue Abklärung durch den Hautarzt erfolgen. Dabei ist eine ausführliche Aufnahme der Krankengeschichte notwendig, um die jeweilige Form diagnostizieren zu können.

Daher schließt der Mediziner ebenso eine Berufsanamnese ein, um einen Zusammenhang zwischen der Entstehung des Ekzems und beruflich bedingten Ursachen feststellen zu können. Bei der Diagnose kann Dich Dein Arzt daher fragen, ob das Ekzem durch die Berufsausübung entstanden ist oder sich dadurch möglicherweise verschlechtert hat. Entscheidend ist hierbei auch, wie sich die Ekzeme während den Urlaubszeiten verändern. Denn für die Abklärung ist es wichtig zu wissen, welche Stoffe im Zusammenhang mit den Beschwerden stehen. Liegt hingegen der Verdacht auf eine Allergie vor, so kann zusätzlich ein Allergietest durchgeführt werden.

Wie lässt sich ein Handekzem behandeln?

Bei der Behandlung der Hautentzündung spielt vor allem der Ausprägungsgrad des Ekzems eine Rolle. Zudem unterscheiden Ärzte zwischen akuten und chronischen Handekzemen.

Handekzem - Salben

Im Regelfall erfolgt die Therapie des Ekzems mit äußerlich anwendbaren Cremen oder Salben. Oftmals verschreibt der Hautarzt spezielle kortisonhaltige Salben, die juckreizstillend wirken und die Entzündung lindern. Sprechen die Betroffenen nicht auf die rein äußerliche Behandlung an oder ist das Handekzem besonders schwer ausgeprägt, so kann zusätzlich eine medikamentöse Therapie in Form von Tabletten nötig sein. Es handelt sich dabei um eine spezielle Form von hoch dosiertem Vitamin A.


Handekzem - Phototherapie

In besonders schweren Fällen ist meistens eine Phototherapie vorgesehen. Hierbei werden die betroffenen Stellen der Hand mit UV-Strahlen bestrahlt, um die Abheilung des Ekzems auf der Hand zu beschleunigen. Diese Therapie wird etwa dreimal pro Woche für einen Zeitraum von mehreren Wochen durchgeführt. Bei Handekzeme hingegen, die durch Kontaktallergien entstanden sind, ist es in erster Linie wichtig, die auslösenden Faktoren konsequent zu vermeiden.

Handekzem - Wie lässt sich ein Handekzem behandeln?

Welche Hausmittel helfen bei einem Handekzem?

Handekzem - Welche Hausmittel helfen bei einem Handekzem?

Es gibt einige Hausmittel, die dabei helfen, den Juckreiz einzudämmen und den pH-Wert der Haut wieder ins Gleichgewicht bringen. So ist Honig zum Beispiel aufgrund seiner desinfizierenden Wirkung bei Ekzemen ein wunderbares Hausmittel, um den Juckreiz zu lindern. Du kannst ganz einfach ein wenig Honig auf das Ekzem auftragen und ihn bis zu einer halben Stunde einwirken lassen.

Auch Apfelessig eignet sich besonders gut, da er durch die enthaltenen Substanzen entzündungshemmend und desinfizierend wirkt. Apfelessig hilft dabei, den Juckreiz deutlich zu stillen. Überdies wirkt Kamille beruhigend und entzündungshemmend. Hierzu lässt Du einen Kamillentee etwas abkühlen und tränkst anschließend ein Handtuch damit. Diesen Kamillenwickel kannst Du dann für ungefähr 10 Minuten auf die Haut legen und so ein wenig einwirken lassen. Grundsätzlich gilt aber, dass eine konsequente Pflege äußerst wichtig ist, um die Hautbarriere zu stabilisieren.

Wie kann ich einem Handekzem vorbeugen?

Vor allem Beschäftigte in Gesundheitsberufen haben ein erhöhtes Risiko für chronische Handekzeme, da ihre Hände meist über längere Zeit mit Wasser oder chemischen Stoffen in Berührung kommen. Um eine allergische Reaktion zu verhindern, gibt es daher einige vorbeugende Maßnahmen, die Du beachten solltest.

Wenn Du Deine Hände stark belastest oder eine empfindliche Haut hast, musst Du Deine Haut täglich mit einer sogenannten Basistherapie eincremen. So kannst Du Handekzemen nicht nur vorbeugen, sondern auch die Abheilung akuter Ekzeme unterstützen. Da auch ein häufiges Händewaschen die Haut angreifen und ein Handekzem fördern kann, sollten die verwendeten Reinigungsmittel möglichst mild sein. Um Keime zu entfernen, empfehlen Spezialisten eher Desinfektionsmittel zu verwenden, da die Hautfette sonst nicht abgewaschen werden.

Was kostet die Behandlung von einem Handekzem und übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Handekzem - Kosten

Die Kosten der Behandlung hängen von der jeweiligen Behandlungsmethode und somit auch vom individuellen Ausmaß der Entzündung an der Haut ab. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die anfallenden Kosten für die Therapie nicht in allen Fällen. Denn die Kostenübernahme ist meist nur dann möglich, wenn das Handekzem berufsbedingt entstanden ist. Allerdings kannst Du Dich schon im Vorfeld bei Deinem zuständigen Versicherungsträger genauer darüber informieren.

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Häufige Fragen

Welche ersten Anzeichen hat ein Handekzem?
Zu den ersten Anzeichen gehören trockene, gerötete Haut, Juckreiz und kleine Bläschen. Oft treten Risse und Schuppenbildung auf, die zu Schmerzen führen können.
Ist ein Handekzem ansteckend?
Nein, ein Handekzem ist nicht ansteckend. Es handelt sich um eine nichtinfektiöse Hauterkrankung, die durch äußere oder innere Faktoren verursacht wird.
Wie lange dauert ein Handekzem?
Die Dauer eines Handekzems hängt von der Ursache und der Behandlung ab. Akute Handekzeme können innerhalb weniger Wochen abheilen, während chronische Formen über Monate oder Jahre bestehen bleiben können.
Welche Berufsgruppen sind besonders gefährdet?
Menschen, die häufig mit Wasser, Chemikalien oder reizenden Substanzen arbeiten, sind besonders gefährdet. Dazu gehören Friseure, Reinigungskräfte, medizinisches Personal und Köche.
Welche Hausmittel helfen bei einem Handekzem?
Hausmittel wie Kamillenbäder, Kokosöl, Aloe Vera oder Honig können helfen, die Haut zu beruhigen und die Heilung zu unterstützen. Wichtig ist jedoch eine konsequente Pflege.
Welche Creme hilft am besten gegen ein Handekzem?
Fettende und feuchtigkeitsspendende Cremes mit Inhaltsstoffen wie Urea, Panthenol oder Ceramiden können die Hautbarriere stärken. Bei starken Entzündungen verschreiben Ärzte oft kortisonhaltige Salben.
Welche Lebensmittel können ein Handekzem verschlimmern?
Bestimmte Lebensmittel wie Milchprodukte, Gluten oder stark verarbeitete Lebensmittel können bei empfindlichen Personen eine Verschlechterung hervorrufen. Eine individuelle Ernährungsberatung kann sinnvoll sein.
Welche Seife sollte ich bei einem Handekzem verwenden?
Milde, parfümfreie Seifen mit rückfettenden Eigenschaften sind ideal. Alternativ können syndetische Reinigungsmittel mit einem hautneutralen pH-Wert verwendet werden.
Gibt es eine Salbe ohne Kortison für Handekzeme?
Es gibt kortisonfreie Alternativen wie Cremes mit Zink, Hamamelis oder Dexpanthenol, die entzündungshemmend und heilungsfördernd wirken.
Kann Stress ein Handekzem auslösen?
Stress kann eine Verschlechterung oder sogar das Auftreten eines Handekzems begünstigen. Entspannungstechniken wie Meditation oder Yoga können helfen.
Welche Handschuhe sollte ich bei einem Handekzem tragen?
Baumwollhandschuhe sind ideal für den Alltag. Bei Arbeiten mit Wasser oder Chemikalien sollten ungepuderte, latexfreie Handschuhe mit Baumwollfütterung verwendet werden.
Wie oft sollte ich meine Hände eincremen?
Mehrmals täglich, insbesondere nach dem Händewaschen und vor belastenden Tätigkeiten. Eine reichhaltige Pflege hilft, die Hautbarriere zu stabilisieren.
Wann sollte ich mit einem Handekzem zum Arzt gehen?
Wenn das Ekzem trotz Pflege nicht abheilt, sich verschlimmert oder zu starken Schmerzen führt, sollte ein Hautarzt konsultiert werden. Auch bei Verdacht auf eine Allergie ist eine ärztliche Abklärung ratsam.
Kann ein Handekzem von alleine heilen?
In leichten Fällen kann ein Handekzem mit der richtigen Pflege von selbst abheilen. Chronische oder schwere Formen benötigen jedoch meist eine gezielte Behandlung.
Redaktionelle Verantwortung

Dieser Beitrag wurde von der internen MOOCI-Redaktion erstellt, inhaltlich geprüft und freigegeben. Bei der Recherche und Aufbereitung setzen wir auch KI-gestützte Werkzeuge ein; jeder Text wird vor der Veröffentlichung von unserer Redaktion fachlich gegengelesen. Die redaktionelle Verantwortung trägt Nadja Sukalia, Content Managerin bei MOOCI. Die medizinische Prüfung erfolgt durch Ärztinnen und Ärzte aus unserem Fachnetzwerk.

Dr. med. Kerstin Ortlechner

Dr. med. Kerstin Ortlechner

Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten

Dr. Kerstin Ortlechner ist Fachärztin für Dermatologie mit Zusatzkompetenzen in Allgemein-, Sport- und Notfallmedizin. Nach dem Medizinstudium in Innsbruck und der Facharztausbildung in der Dermatologie am KH Hietzing bei Univ.-Prof. Dr. Andreas Steiner sammelte sie prägende Erfahrungen u. a. bei Dr. Peter Caspari (Plastische Chirurgie, München) und David A. Colbert, M.D. (New York Dermatology Group). 2018 eröffnete sie ihre eigene Praxis in Wien. Ihr Schwerpunkt liegt auf moderner, natürlicher Anti-Aging-Medizin und hautärztlicher Prävention – mit hoher Präzision, Evidenz und einem Blick für Ästhetik.

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Letzte Aktualisierung: 12.03.2026

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