Was ist ein Nagelpilz?
Nagelpilz, auch bekannt als Onychomykose, Tinea unguium oder Nagelmykose, ist eine durch Pilze verursachte chronische Infektion der Nägel. Etwa zehn Prozent der Bevölkerung leidet einmal im Leben unter einer Onychomykose. Besonders stark davon betroffen sind ältere Personen und Menschen mit einer Abwehrschwäche aufgrund von Krankheiten wie Diabetes oder Leukämie. Nagelmykose kann sowohl die Fußnägel als auch die Zehennägel betreffen. An den Zehen kommt es allerdings aufgrund der feuchteren und wärmeren Bedingungen häufiger zu einer Infektion. Zu Beginn ist nur ein kleiner Teil des Nagels betroffen und verfärbt sich. Wird die Nagelmykose allerdings nicht behandelt, so dringt der Pilz tiefer in den betroffenen Nagel ein, breitet sich aus und infiziert auch andere Nägel.

Was sind die Symptome von Nagelpilz?
Die Symptome bei Nagelpilz variieren stark und hängen von den verschiedenen Formen ab. Zu diesen zählen die distolaterale subunguale Onychomykose (DSO), die weiße superfizielle Onychomykose (WSO), die proximale subunguale Onychomykose (PSO), die Candida-Paronychie und die Endonyx-Onychomykose.
In der Regel treten vor allem im fortgeschrittenen Stadium Symptome wie Glanzlosigkeit des Nagels, weiße oder gelbliche Verfärbungen am Nagelrand sowie eine Verdickung der Nagelplatte auf. Teilweise wird der Nagel brüchig und zerbröselt. In manchen Fällen klagen Betroffene über Beschwerden beim Gehen, Tragen von Schuhen oder beim längeren Stehen. All diese Krankheitsanzeichen hängen zwar von der Art des Fußpilzes ab, aber es muss bei allen Formen zu einer rechtzeitigen Behandlung kommen, da sonst der ganze Nagel vom Pilz befallen und völlig zerstört wird (total-dystrophische Onychomykose).
Wie macht sich eine distolaterale subunguale Onychomykose (DSO) bemerkbar?
Die distolaterale subunguale Onychomykose ist die häufigste Form von Nagelpilz und macht etwa 90 Prozent aller Nagelpilzerkrankungen aus. Der Erreger hierbei ist meistens der Fadenpilz Trichophyton rubrum, welcher am freien Ende des Nagels unter der Nagelplatte eindringt und sich an der Unterseite in Richtung Nagelwurzel ausbreitet. Zu Beginn ist die Nagelplatte stumpf und glanzlos. Im weiteren Verlauf verfärbt sie sich weiß-gelblich und der Nagel beginnt sich zu verdicken und vom Nagelbett abzulösen. Die übermäßige Verhornung der Nagelplatte kann bei manchen Patienten Schmerzen verursachen, da diese auf das darunterliegende Nagelbett drückt. Insbesondere beim Tragen enger Schuhe und beim Gehen macht sich dies bemerkbar. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass sich Bakterien im geschädigten Gewebe ansiedeln und eine Nagelbettentzündung verursachen. Im letzten Stadium ist der Nagel rissig, brüchig und krümelig.
Wie erkenne ich eine weiße superfizielle Onychomykose (WSO)?
Die weiße oberflächliche Onychomykose, auch Leukonychia trichophytica, ist eine sehr seltene Form des Nagelpilzes. Bei dieser Erkrankung dringt der Erreger in die oberen Schichten des Nagelkeratins ein und der betroffene Bereich verfärbt sich weiß.
Was sind die Anzeichen einer proximalen subungualen Onychomykose (PSO)?
Der Auslöser der proximalen subungualen Onychomykose ist meistens der Fadenpilz Trichophyton rubrum. Dieser dringt am Nagelwall, wo der Nagel herauswächst, über die Haut in die Nagelplatte und das Nagelbett ein. Der Nagel verfärbt sich weißlich und zeigt eine Trübung. Diese Art des Nagelpilzes tritt ebenfalls selten auf und betrifft vorwiegend Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.
Was sind die Symptome einer Candida-Paronychie?
Durch eine Infektion mit Hefepilzen, häufig Candida albicans, entwickelt sich eine chronische Entzündung des proximalen und später des seitlichen Nagelwalls. Typische Anzeichen für eine Candida-Paronychie sind eine Rötung und Schwellung des Nagelwalls. Im weiteren Verlauf verfärbt sich die Nagelplatte im Randbereich und an den Seiten. Die Farbe variiert und reicht von gelblich über bräunlich bis grünlich. Wird der Nagelpilz nicht behandelt, breitet sich dieser auch auf die Nagelmatrix und das Nagelbett aus. Häufig betroffen von dieser Form des Nagelpilzes sind Personen, die mit den Händen in feuchter oder nasser Umgebung arbeiten.
Wie zeigt sich eine Endonyx-Onychomykose?
Diese Art des Nagelpilzes ist sehr therapieresistent und wird durch Fadenpilze der Gattung Trichophyton ausgelöst. Diese dringen dabei zwischen die Schichten der Nagelplatte ein und breiten sich dort aus. Die Nagelplatte wirkt glanzlos, verfärbt sich weißlich und splittert lamellenförmig ab. Das Nagelbett bleibt in der Regel intakt und es kommt zu keiner Verdickung oder Ablösung der Nagelplatte vom Nagelbett.
Welche Ursachen hat Nagelpilz?
Nagelpilz ist eine erregerbedingte Erkrankung. Es gibt drei Pilzarten, welche Nagelpilz hervorrufen können. Dazu zählen Dermatophyten (Fadenpilze), Hefepilze (insbesondere Candida albicans) und Schimmelpilze. Die Dermatophyten sind allerdings für 60 bis 80 Prozent der Nagelpilzerkrankungen verantwortlich; in diesen Fällen sprechen Mediziner auch von einer Dermatophytose.

Welche Risikofaktoren begünstigen eine Tinea unguium?
Es gibt bestimmte Faktoren, die das Risiko einer Nagelmykose erhöhen. Das Alter spielt hierbei eine wichtige Rolle. Die Erkrankungshäufigkeit bei über 60-Jährigen ist doppelt so hoch wie die durchschnittliche Prävalenz und verdoppelt sich bei den über 70-Jährigen nochmals. Personen mit Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen, Nagelekzemen oder Nagelpsoriasis sind besonders anfällig für eine Pilzerkrankung. Weitere Risikofaktoren sind Krankheiten wie AIDS, eine Chemotherapie oder die Einnahme von Antibiotika, da diese bestimmte Schutzfunktionen des Immunsystems unterdrücken und das Erkrankungsrisiko dadurch erhöht ist. Neuesten Untersuchungen zufolge kann die Empfindlichkeit einer Tinea unguium auch genetisch bedingt sein. Besonders begünstigend für eine Nagelpilzinfektion ist darüber hinaus ein feucht-warmes Milieu, wie jenes in lange getragenen Schuhen. Da sich Dermatophyten hier besonders gut vermehren können, sind Zehennägel häufiger betroffen als Fingernägel.
Ist eine Nagelmykose ansteckend?
Nagelpilz ist ansteckend und kommt durch Pilzsporen über die Haut. Diese Sporen sind mikroskopisch klein und die Übertragung kann direkt oder indirekt erfolgen. Der häufigste Übertragungsweg ist von Mensch zu Mensch, allerdings ist eine Ansteckung auch über verunreinigte und gemeinsam benutze Gegenstände wie Handtücher, Badematten, Teppiche und Betten möglich.
Ursachen und typische Erscheinungsformen
Ein Befall entsteht meist durch Dermatophyten, also Pilze, die die Nagelplatte schrittweise zerstören. Sowohl bei Befall der Fußnägel als auch bei Befall der Fingernägel entwickelt sich die Infektion oft schleichend.
Die Verfärbung beginnt an den Rändern, später kommt es zu Verdickungen und Brüchigkeit.
In diesem Stadium können Betroffene meist ihren Nagelpilz erfolgreich behandeln, indem sie einen speziellen wasserlöslichen Lack auftragen, der den Nagel gut durchdringt und einen enthaltenen Wirkstoff tief hinein bis zum Nagelbett transportiert.
Wie diagnostiziert der Arzt einen Nagelpilz?
Besteht der Verdacht einer Infektion mit Nagelpilz, solltest Du Dich an Deinen Hausarzt oder Dermatologen wenden. Dieser wird zuallererst eine Anamnese durchführen und sich erkundigen, seit wann die Nagelveränderungen bestehen, ob Du unter chronischen Erkrankungen wie Diabetes leidest oder jemand in Deiner Familie eine Pilzinfektion hat.
Danach folgt die körperliche Untersuchung. Der Mediziner begutachtet die betroffenen Nägel und das umliegende Gewebe. Verdickte und verfärbte Nagelplatten können zwar ein Hinweis auf Nagelpilz sein, allerdings kann es auch andere Auslöser dafür geben wie Hautekzeme, Knötchenflechte, Durchblutungsstörungen oder Schilddrüsenerkrankungen. Auch Menschen mit chronischem Krampfaderleiden oder einem Eisen-, Kalzium- oder Vitaminmangel leiden häufig unter verdickten und verfärbten Zehennägeln.
Um all diese anderen möglichen Ursachen ausschließen zu können, führt der Experte einen Nagelpilz-Test durch. Er desinfiziert dafür den betroffenen Nagel mit Alkohol und schabt etwas von der Nagelplatte ab. Diese Nagelspäne werden unter dem Mikroskop nach Pilzsporen untersucht. Sollte der Arzt welche entdecken, so handelt es sich um Nagelpilz. Der Mediziner kann jedoch nicht feststellen, um welche Art von Pilz es sich handelt. Diese Information ist allerdings notwendig, um dem Patienten die entsprechenden Anti-Nagelpilz-Tabletten zu verschreiben. Daher wird aus der Gewebeprobe im Labor eine Pilzkultur angezüchtet. Dieses Verfahren dauert zwar drei bis vier Wochen, somit ist aber endgültig der Erregertyp feststellbar.
Wenn der Nagelpilz bereits sehr stark ausgeprägt ist, beginnt der Experte schon vor der endgültigen Diagnose eine antimykotische Therapie, die gegen eine Vielzahl an Pilzen wirkt. In besonderen Fällen werden weitere Tests wie eine histologische Untersuchung des Nagelgewebes im Labor durchgeführt.
Wie lässt sich Nagelpilz behandeln?
Zur Behandlung von Nagelpilz steht eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Auswahl. Du kannst den betroffenen Nagel mittels topischer (äußerlich angewandt), physikalischer (mechanische Abtragung oder Laserbehandlung) oder systemischer Therapie (Tabletten) behandeln. Anhand verschiedener Kriterien entscheidet der Arzt, ob eine rein topische Variante ausreicht oder ob sie mit einer oralen Therapie kombiniert werden muss. Bei der weißen superfiziellen Onychomykose sowie der weitverbreiteten distolateralen subungualen Onychomykose reicht in der Regel eine äußerliche Behandlung mit Antipilz-Nagellack, Antipilz-Salbe oder Nagelpilzstift aus. Alle anderen Formen von Nagelpilz verlangen die Einnahme von Medikamenten. Die Lasertherapie ist eine weitere Möglichkeit, welche jedoch relativ teuer ist und nicht von der Krankenkasse übernommen wird.
Eine Methode, die Ärzte heutzutage nicht mehr anwenden, ist die chirurgische Entfernung des Nagels. Aufgrund der Nebenwirkungen wie Schmerzen und des hohen Rückfallrisikos führen Mediziner diesen Eingriff kaum noch durch. Neben all diesen Optionen kannst Du natürlich auch auf Hausmittel zurückgreifen, die allerdings nur bei einem schwachen Pilzbefall wirksam sind und nie als Ersatz einer schulmedizinischen Behandlung anzuwenden sind.
Was können Anti-Nagelpilzlacke, -cremes und -stifte?
Eine Therapie mit Anti-Nagelpilzlacken, -cremes oder -stiften können Patienten selbstständig zu Hause durchführen. Diese drei Behandlungsmethoden eignen sich besonders bei leichteren Fällen von Nagelpilz, also wenn nur ein Nagel und maximal die Hälfte der Nagelfläche befallen sind und die Nagelwurzel nicht infiziert ist.
Anti-Nagelpilzlacke sind rezeptfrei erhältlich sowie schnell und einfach zu benutzen. Es gibt zwei unterschiedliche Arten dieser Nagellacke, die unterschiedlich anzuwenden sind. Die wasserlöslichen Nagellacke sind einmal täglich aufzutragen. Nach dem Auftragen darf der Nagel sechs Stunden lang keinen Kontakt mit Wasser haben, danach lassen sich die Lackreste einfach mit Wasser abwaschen. Wasserfeste Anti-Nagelpilzlacke hingegen sind je nach Wirkstoff unterschiedlich oft aufzutragen. Enthält der Lack den Wirkstoff Amorolfin, so reicht es aus, diesen ein- bis zweimal pro Woche aufzutragen. Wenn der Wirkstoff Ciclopirox enthalten ist, musst Du diesen im ersten Monat jeden zweiten Tag, im zweiten Monat mindestens zweimal pro Woche und im dritten Monat mindestens einmal pro Woche anwenden. Die Lackreste sind im Gegensatz zum wasserlöslichen Produkt nur mit Alkohol oder Nagellackentferner zu entfernen. Bei beiden Arten von Anti-Nagelpilzlacken raten Ärzte von künstlichen Nägeln und kosmetischen Lacken ab, da durch diese der Verlauf des Nagelpilzes schlechter zu beobachten ist.
Nagelpilzcremes sind ebenfalls rezeptfrei erhältlich und eignen sich gut bei verdickten Nägeln und Pilzinfektionen unter der Nagelplatte. In den Cremes ist der Wirkstoff Bifonazol enthalten, welcher antibakteriell und entzündungshemmend wirkt. Einige dieser Salben enthalten zusätzlich Harnstoff, welcher den Nagel auflöst, um diesen entfernen zu können. Bei dieser Behandlungsmethode musst Du den betroffenen Nagel etwa zehn Minuten lang in warmem Wasser einweichen und danach gut abtrocknen. Danach cremst Du den Nagel mit der harnstoffhaltigen Salbe ein und schützt diesen mit einem Pflaster. Nach 24 Stunden solltest Du dieses entfernen und den Nagel in warmes Wasser halten. Die nun aufgeweichte Schicht des Nagels musst Du mit einem Spatel, der meistens bei den Cremes enthalten ist, abschaben, den Nagel erneut eincremen und mit einem Pflaster verbinden. Diese Behandlung musst Du für zwei Wochen durchführen. Wenn der infizierte Teil des Nagels danach vollständig weggeschabt ist, wird die darunterliegende Haut für weitere vier Wochen mit einer Bifonazol-Creme behandelt.
Eine weitere Möglichkeit, Nagelpilz zu behandeln, sind Anti-Nagelpilzstifte. Diese sind ohne Rezept erhältlich und einfach anzuwenden. Je nach Produkt ist der Stift über einen Zeitraum von vier Wochen ein- bis zweimal täglich aufzutragen. Die darin enthaltenen Wirkstoffe nehmen dem Pilz den Nährboden und töten ihn schließlich ab. Auch bei diesen Produkten raten Mediziner allerdings von der zeitgleichen Verwendung von kosmetischem Nagellack ab.
Wie funktioniert die Behandlung der Nagelmykose mit einem Laser?
Eine weitere Behandlungsmethode stellt die Lasertherapie dar. Dabei durchdringt ein gepulster Infrarotlaser die befallenen Nägel und inaktiviert die vorhandenen Pilzstrukturen. Der Nagel wird dabei nicht geschädigt und es treten kaum Nebenwirkungen auf. Manche Patienten verspüren lediglich ein Wärmegefühl oder leichtes Stechen in dem behandelten Bereich. Diese Therapieform ist allerdings sehr teuer und wird nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Solltest Du privat versichert sein, musst Du einen Nachweis über die medizinische Notwendigkeit erbringen.
Welche Medikamente helfen gegen Nagelpilz?
Wenn eine selbstständige Nagelpilz-Behandlung mit Hausmitteln oder Antipilz-Nagellacken nicht wirksam ist bzw. viele Nägel oder größere Nagelflächen betroffen sind, solltest Du einen Arzt aufsuchen. Dieser verschreibt Dir antimykotische Tabletten, deren Wirkstoff auf den Erregertyp abgestimmt ist.
Bei der Auswahl des Wirkstoffes, darunter Terbinafin, Itraconazol und Fluconazol, muss der Mediziner wichtige Aspekte beachten. Schwangere Frauen sollten kein Terbinafin einnehmen, ältere Personen jedoch sollten genau mit diesem Wirkstoff behandelt werden. Bei Terbinafin ist nämlich das Risiko von Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten geringer als bei Itraconazol und Fluconazol. Besonders für ältere Menschen ist das wichtig, da sie meistens verschiedene Medikamente wie Blutdruckmittel einnehmen müssen. Daher sollten Betroffene den Arzt unbedingt über Erkrankungen oder gesundheitliche Beschwerden informieren. Im Falle einer Leberfunktionsstörung sollte der Mediziner aufgrund des geringen Risikos für Leberschäden keine Medikamente mit Itraconazol oder Terbinafin verschreiben. Weitere Nebenwirkungen von Itraconazol sind Kopfschmerzen, Schwindel, Magen-Darm-Probleme und Hautausschläge. Terbinafin kann ebenfalls Magen-Darm-Probleme auslösen. In der Regel treten Nebenwirkungen aber nur selten auf und die Mehrzahl der Patienten verträgt die Medikamente gut.
Die Antimykotika sind über einen längeren Zeitraum konsequent einzunehmen. Tabletten, welche Terbinafin enthalten, sind über maximal vier Monate anzuwenden, jene mit Itraconazol etwas kürzer, also etwa drei Monate lang. Diese beiden Antimykotika können entweder durchgehend einmal am Tag oder mit Behandlungspausen angewendet werden. Die Therapie mit Fluconazol dauert etwa sechs bis zwölf Monate und erfordert eine wöchentliche Einnahme.
Bei dieser Behandlung des Nagelpilzes hängt der Erfolg sehr stark von der kontinuierlichen Einnahme der Tabletten ab. Am besten sollte die systemische Behandlung mit einer äußerlichen kombiniert werden und solange erfolgen, bis der befallene Nagelanteil komplett herausgewachsen ist. Bei einer Therapie rein mit Antimykotika liegt die Rezidivquote, also die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls, nämlich zwischen fünf und 40 Prozent. Dies liegt unter anderem am langsamen Nagelwachstum im Alter, ungünstigen anatomischen Gegebenheiten oder einer geringen Bereitschaft der Patienten, die Therapie durchzuführen.

Gibt es Hausmittel gegen Nagelpilz?
Viele Menschen bevorzugen Hausmittel im Kampf gegen den Nagelpilz. Besonders häufig kommen Essig, Zitrone, Ringelblumen und Aloe vera zum Einsatz. Auch Teebaumöl oder mentholhaltige Salben sind eine Möglichkeit.
All diese Hausmittel gelten als sanfte Hilfen gegen die Pilzinfektion und sind daher bei einem sehr starken Befall wenig nützlich. Wissenschaftler konnten darüber hinaus noch nicht beweisen, dass Essig oder Teebaumöl wirklich wirksam sind. Deshalb solltest Du diese Hausmittel nicht als Ersatz, sondern zusätzlich zur schulmedizinischen Behandlung anwenden.
Was muss ich bei Nagelpilz beachten?
Solltest Du unter Nagelpilz leiden, ist es wichtig, viel Geduld zu haben und die Therapie konsequent über mehrere Monate durchzuführen. Da der Zehennagel bei der Behandlung herauswachsen muss, aber pro Monat nur etwa einen Millimeter wächst, nimmt die Therapie viel Zeit in Anspruch. Darüber hinaus solltest Du verhindern, dass sich auch die gesunden Nägel infizieren. Daher ist es besonders wichtig, die Hände immer zu waschen, nachdem Du einen infizierten Nagel angefasst hast. Sterilisiere das zur Nagelpflege benutzte Werkzeug und wasche Deine Socken bei mindestens 60 °C. Du solltest ebenfalls Dein eigenes Handtuch benutzen und dieses sogar täglich wechseln. Wenn Du auf diese Hinweise achtest, kannst Du das Risiko minimieren, dass sich Deine Mitmenschen bei Dir anstecken.
Wie kann ich einem Nagelpilz vorbeugen?
Vermeide es geschlossene Schuhe zu tragen, in denen die Füße stark schwitzen
Vermeide bei Socken und Strümpfen synthetische Stoffe und greife eher zu Baumwolle, Wolle oder Baumwollmischungen
Achte auf die richtige Fußpflege und trockne gut die Zehenzwischenräume nach dem Duschen ab
Wechsle regelmäßig Handtücher, Bettwäsche, Duschvorleger, Socken und Strümpfe und wasche sie bei mind. 60°C
Bei stark veränderten oder verdickten Nägeln ist die Podologie die richtige Anlaufstelle. Die medizinische Fußpflege trägt befallene Nagelanteile fachgerecht ab und unterstützt so die Therapie.
Quellen
Auch bei künstlichen Nägeln ist Sorgfalt wichtig: Worauf Du bei Gelnägeln im Hinblick auf Pflege und Nagelgesundheit achten solltest, liest Du im eigenen Beitrag.
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