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Periorale Dermatitis (Mundrose)

Periorale Dermatitis (Mundrose)

Rötungen, kleine Pickelchen und Pusteln rund um den Mund können ein Hinweis auf eine periorale Dermatitis, auch Mundrose genannt, sein.

Dauer
6-12 Wochen
Klinik
Nicht notwendig
Ausfallzeit
Keine
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Was ist eine periorale Dermatitis?

Der Mediziner versteht unter einer perioralen Dermatitis, auch Mundrose oder Stewardessen-Krankheit genannt, eine entzündliche Hauterkrankung im Mundbereich. Die erkrankte Haut ist dabei gerötet und weist Pickelchen, Papeln oder Pusteln auf. Obwohl dies für die Betroffenen meist kosmetisch sehr störend ist, handelt es sich bei der perioralen Dermatitis um eine ungefährliche und nicht ansteckende Krankheit.

Die Mundrose ist eine häufige Hauterkrankung von jungen Frauen im Alter von 20 bis 50 Jahren. Insbesondere Damen, die sehr viel Hautpflegeprodukte und Make-up verwenden, sind häufiger von der perioralen Dermatitis betroffen. Aus diesem Grund hat die Hauterkrankung auch den Beinamen „Stewardessen-Krankheit“ bekommen, da Flugbegleiterinnen sehr auf ihr äußeres Erscheinungsbild achten mussten und dementsprechend häufig zu Kosmetika griffen. Außerdem hatten die Stewardessen vereinfachten Zugriff auf kortisonhaltige Pflegeprodukte aus den Vereinigten Staaten, die ebenso als Auslöser einer Mundrose angesehen werden.

Nicht jede Hautreaktion auf Kosmetik ist eine periorale Dermatitis. Bei wiederkehrenden Beschwerden lohnt sich ein Blick auf die Duftstoffe in der Pflegeroutine. Wie Sie eine Parfumallergie oder Hautirritation erkennen, erfahren Sie im verlinkten Beitrag.

Periorale Dermatitis (Mundrose) - Was versteht die Medizin unter einer perioralen Dermatitis?

Was sind die Symptome einer perioralen Dermatitis?

Periorale Dermatitis (Mundrose) - Was sind die Symptome einer perioralen Dermatitis?

Die Mundrose zeigt sich anfangs durch vermehrtes Auftreten von Pickelchen im Hautbereich um den Mund, in der Nasen-Lippen-Falte oder am Kinn. Zudem können die betroffenen Stellen gerötet erscheinen und kleine Knötchen, sogenannte Papeln, aufweisen.

Kleine Eiterpickel (Pusteln) können im weiteren Verlauf zu großen, schuppenden Plaques zusammenlaufen. Die Betroffenen berichten außerdem häufig von einem Juckreiz und Spannungsgefühl des entzündeten Areals.

Das Entstehen der Mundrose ist sukzessive und lange andauernd. Ohne richtige Behandlung kann es außerdem mehrere Monate dauern, bis die Entzündung abheilt. Zusätzlich kann es zu einer Chronifizierung der perioralen Dermatitis kommen, die sich entweder durch lang anhaltende Beschwerden oder ein schubhaftes Auftreten der Erkrankung zeigt.

Aufgrund der Schwächung der natürlichen Hautbarriere kann es zusätzlich zur Mundrose noch zu einer mikrobiellen Superinfektion kommen, die mit passenden Medikamenten behandelt werden sollte.

Welche Körperstellen sind bei einer Mundrose betroffen?

In den meisten Fällen der Mundrose ist der Hautbereich rund um den Mund betroffen. Dies wird auch durch den lateinischen Begriff „perioral“, also rund um den Mund, beschrieben. Klassischerweise treten erste Pickelchen in den Falten zwischen den Nasenflügeln und den Mundwinkeln auf. Auch das Kinn ist häufig mitbetroffen. Eine zusätzliche Entzündung der Nasenhaut oder der Wangen kann ebenso vorkommen. Klassischerweise ist jedoch die Haut, die direkt an das Lippenrot grenzt, nicht erkrankt, da in diesem Bereich keine Haarfollikel vorhanden sind und dadurch die Entzündung nicht stattfindet.

Sehr selten kann auch die Haut im Augenbereich erkranken, hierbei sprechen Spezialisten jedoch von einer periorbitalen Dermatitis.

Periorale Dermatitis (Mundrose) - Welche Körperstellen sind bei einer Mundrose betroffen?

Wie entsteht eine Mundrose?

Periorale Dermatitis (Mundrose) - Wie entsteht eine Mundrose?

Die genaue Ursache für die Entstehung einer Mundrose ist noch nicht vollständig geklärt. Allerdings fällt bei den Betroffenen gehäuft auf, dass sie die Haut „überpflegen“. Das bedeutet, dass eine verstärkte Anwendung von Pflegeprodukten und Make-up häufig als Auslöser der perioralen Dermatitis angesehen wird.

Dies führt nämlich in weiterer Folge zu einer Schwächung der Hautbarriere. Dadurch kann die Haut Feuchtigkeit nur insuffizient speichern und trocknet aus. Außerdem können sich Bakterien, Viren und Pilze besser ansiedeln und die Symptomatik verstärken. Um der Trockenheit entgegenzuwirken, greifen viele Patienten vermehrt zu Feuchtigkeitscremes. Oftmals enthalten diese zusätzlich Kortison, was die Symptomatik anfangs zu bessern scheint. Jedoch bemerken die Betroffenen eine massive Verschlechterung der Haut beim Versuch, die Kortisoncreme abzusetzen, weshalb sie erneut zu dem Wirkstoff greifen. Dies führt zu einem Teufelskreis, der nur schwer durchbrochen werden kann.

Periorale Dermatitis (Mundrose) - Was versteht die Medizin unter einer perioralen Dermatitis?

Welche Faktoren begünstigen eine periorale Dermatitis?

Viele Faktoren scheinen einen Einfluss auf das Entstehen einer perioralen Dermatitis zu haben. Dabei scheint eine gewisse genetische Prädisposition eine Rolle zu spielen. So erkranken Personen, die grundsätzlich eine sensiblere Haut oder eine Allergieneigung haben, häufiger an der Mundrose. Auch verstärkte Sonnenexposition oder eine zugrunde liegende gesteigerte Talgproduktion erhöhen die Wahrscheinlichkeit, eine periorale Dermatitis zu entwickeln. Weibliche Geschlechtshormone, die durch das Einnehmen der Pille verstärkt vorhanden sind, und Magen-Darm-Störungen scheinen ebenso das Risiko für die Hauterkrankung zu steigern. Wie bei sehr vielen Hautkrankheiten ist auch bei der Mundrose die Psyche zu beachten. Vermehrter Stress, Lebensumstellungen oder andere emotionale Belastungen können das Auftreten der perioralen Dermatitis beeinflussen.

In der Fachrichtung der Psychodermatologie wird außerdem ein enger Zusammenhang zwischen Haut und Psyche beobachtet. Emotionale Belastungen, Angstzustände oder chronischer Stress gelten mittlerweile als potenzielle Trigger für periorale Dermatitis und andere entzündliche Hauterkrankungen.

Welche Ursachen hat eine periorale Dermatitis bei Kindern?

Kinder können ebenso von einer perioralen Dermatitis betroffen sein, auch wenn dies seltener als bei Erwachsenen vorkommt. Die Geschlechterverteilung ist allerdings ähnlich – Mädchen erkranken häufiger als Jungen.

Besonders auffallend bei Kindern ist der starke Zusammenhang mit vorliegenden Allergien und anderen Hauterkrankungen. So tritt die Mundrose besonders in Verbindung mit Neurodermitis oder allergischem Asthma auf. Außerdem haben über die Hälfte der betroffenen Kinder vor dem Erstauftreten der perioralen Dermatitis Kortisonpräparate verwendet. Aus diesem Grund achten Ärzte bei Kindern besonders auf das Vermeiden einer „Überpflegung“. Zusätzlich achten Dermatologen auf parfümfreie Pflegeprodukte und den Verzicht auf Feuchttücher mit Duftstoffen, da diese die empfindliche Kinderhaut zusätzlich reizen können.

Welche Hausmittel helfen bei einer Mundrose?

Periorale Dermatitis (Mundrose) - Welche Hausmittel helfen bei einer Mundrose?

Den größten Behandlungserfolg bei einer Mundrose hat die Therapie, bei der die Patienten auf jegliche Kosmetika verzichten. Das bedeutet auch, dass Waschlotionen oder Make-up-Entferner zu vermeiden sind.

Stattdessen sollte die Gesichtsreinigung mit lauwarmem Wasser und eventuell einem Mikrofasertuch erfolgen. Zusätzlich kannst Du Deine Symptome durch Kompressen mit Grün- oder Schwarztee lindern, da diese durch die enthaltenen Gerbstoffe entzündungshemmend wirken.

Was kann ich sonst noch bei einer Mundrose tun?

Periorale Dermatitis (Mundrose) - Achte auf eine gesunde Ernährung und vermeide stark verarbeitete Lebensmittel

Achte auf eine gesunde Ernährung und vermeide stark verarbeitete Lebensmittel

Periorale Dermatitis (Mundrose) - Verzichte so gut wie möglich auf Make-up und alles was die Haut reizen könnte

Verzichte so gut wie möglich auf Make-up und alles was die Haut reizen könnte

Zusätzlich zu den lokalen Behandlungsmaßnahmen kann auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung der Haut guttun. Dabei gilt: je naturbelassener, desto besser. Du solltest auf viel Gemüse und Obst zurückgreifen und stark verarbeitete Lebensmittel, die Farb- und Konservierungsstoffe beinhalten, vermeiden.

Da die Mundrose Betroffene häufig kosmetisch stark stört, möchten sie diese durch Make-up abdecken. Da die Anwendung von Schminke jedoch die Symptome verschlechtern und die Heilung verzögern kann, sollte dies so gut wie möglich vermieden werden. Besteht dennoch der starke Wunsch zum Kaschieren der entzündeten Hautstellen, kannst Du beim Arzt oder der Apotheke nach dafür geeigneten Produkten fragen.

Periorale Dermatitis (Mundrose) - Was kann ich sonst noch bei einer Mundrose tun?

Wie wird eine periorale Dermatitis diagnostiziert?

Periorale Dermatitis (Mundrose) - Wie wird eine periorale Dermatitis diagnostiziert?

Besteht ein Ausschlag der Haut im Mundbereich über Wochen hinweg, ist eine Abklärung durch einen Arzt sinnvoll. Als erste Anlaufstelle dienen hierbei entweder Dein Hausarzt oder ein Dermatologe.

Letzterer ist spezialisiert auf Hauterkrankungen, weshalb dieser in der Regel häufiger mit der perioralen Dermatitis in Berührung kommt.

Meist ist die Diagnosestellung bereits nach einer Inspektion des betroffenen Hautareals aufgrund des typischen Verteilungsmusters der Mundrose möglich. Der Befall des Mundbereichs mit der scharf begrenzten Aussparung der direkt an die Lippen angrenzenden Haut lässt den Spezialisten sehr rasch an die periorale Dermatitis denken. Zusätzlich ist ein Patientengespräch oftmals zielführend. Dabei informiert sich der Arzt darüber, wie lange die Hautauffälligkeit besteht, ob Du Kosmetika verwendest, die eventuell sogar Kortison enthalten und ob Allergien bekannt sind. Nur in sehr seltenen Fällen ist eine Hautprobe notwendig, um die definitive Diagnose stellen zu können.

In manchen Fällen wird der Verlauf der Hautveränderungen zusätzlich fotodokumentiert, um den Therapieerfolg zu überwachen. Auch digitale Dermatoskopie kann unterstützend eingesetzt werden, vor allem wenn andere Diagnosen in Betracht gezogen werden müssen.

Von welchen Krankheiten muss eine Mundrose abgegrenzt werden?

Periorale Dermatitis (Mundrose) - Von welchen Krankheiten muss eine Mundrose abgegrenzt werden?

Obwohl die Mundrose meist ein klinisch eindeutiges Erkrankungsbild zeigt, müssen auch andere Hautkrankheiten, die ähnliche Symptome verursachen können, in Betracht gezogen werden.

Dazu zählt einerseits die Akne, eine ebenso entzündliche Hauterscheinung, die durch Pickel, Mitesser und eventuell Narben gekennzeichnet ist. Der Unterschied zur Mundrose besteht unter anderem in der Verteilung der Hautauffälligkeiten, da diese bei der Akne öfters an der Stirn, den Wangen und dem Kinn vorkommen. Außerdem weisen Akne-Patienten sogenannte Komedone (ausgeprägte Mitesser) auf, die bei der perioralen Dermatitis nicht krankheitstypisch sind.

Ekzeme, wie beispielsweise das seborrhoische Ekzem, können ähnliche Beschwerden verursachen. Diese fallen jedoch stärker durch flächenhafte Veränderungen und eine verstärkte Schuppung auf. Die Rosazea ist ebenso als Differenzialdiagnose zur Mundrose zu betrachten. Bei dieser handelt es sich um eine entzündliche Hauterkrankung, die durch Rötungen, Papeln und eine verstärkte Gefäßzeichnung auffällt. Allerdings ist die Rosazea meist in der Gesichtsmitte und weniger im perioralen Bereich vorzufinden.

Um auszuschließen, dass es sich bei dem Hautausschlag um eine Kontaktallergie handelt, befragt Dich der Arzt zu etwaigen Auslösern. Im Zweifelsfalle kann ein Haut-Allergie-Test (Epikutantest) sinnvoll sein.

Den Namen Mundrose erhält die periorale Dermatitis aufgrund ihrer Ähnlichkeit zur Gürtelrose. Diese ist eine Manifestation einer Herpes-Erkrankung und tritt häufig bei älteren Menschen am Körperstamm auf. Doch auch im Gesicht kann sich der sogenannte Herpes Zoster zeigen. Zu unterscheiden ist die Gürtelrose durch die Lokalisation, da sie meist nur auf einer Gesichtshälfte und scharf begrenzt in einem Hautbereich befindet. Außerdem berichten Patienten von starken Schmerzen, die bei der Mundrose im Normalfall nicht auftreten.

Periorale Dermatitis (Mundrose) - Wie lässt sich eine periorale Dermatitis behandeln? KI-generiertes Bild

Wie lässt sich eine periorale Dermatitis behandeln?

Die erste Behandlungsmaßnahme bei einer Mundrose ist die sogenannte Nulltherapie. Dabei empfiehlt der Spezialist, jegliche Kosmetikprodukte, wie etwa Waschgels, Masken, Feuchtigkeitscremes und Make-up, für sechs bis zwölf Wochen zu vermeiden. Auch Weichspüler für Polsterbezüge, Raumsprays oder Parfums können gegebenenfalls die Symptomatik der Betroffenen verschlechtern und sollten demnach pausiert werden. Dieser Schritt ist für viele Patienten sehr schwer, da in den ersten Wochen oftmals eine Verschlechterung der Haut eintritt. Die Versuchung, die Hautareale dann erneut zu pflegen, ist in dem Falle sehr groß. Aus diesem Grund muss der Arzt klar erklären, dass nur ein mehrwöchiges Enthalten der Pflegeroutine zum Erfolg führen kann, die Betroffenen begeben sich durch weiteres Pflegen nämlich in einen Teufelskreis. Nach ungefähr drei Wochen der Nulltherapie klingen die Hautveränderungen langsam ab und erste Ergebnisse sind sichtbar. Im Falle von leichten Formen der perioralen Dermatitis reicht diese Behandlung alleinstehend für eine vollständige Heilung aus.

Um die Patienten bei der Nulltherapie zu unterstützen, kann ein Hautarzt gegebenenfalls sehr sanfte Waschlotionen oder Cremen verschreiben. Diese sind besonders bei Personen sinnvoll, die sehr stark an ihrer Pflegeroutine hängen und sich ohne diese unwohl fühlen. Einige Dermatologen empfehlen inzwischen unterstützend probiotische Hautpflegeprodukte, die bestimmte Bakterienstämme wie Lactobacillus ferment enthalten. Diese sollen helfen, das Gleichgewicht des Hautmikrobioms wiederherzustellen und die Hautbarriere zu stärken.

Bei stärkeren Formen der Mundrose können gewisse wirkstoffhaltige Cremen zum Behandlungserfolg beitragen. So können zum Beispiel antibiotische Salben bei bakteriellen Infektionen zum Einsatz kommen. Auch entzündungshemmende Wirkstoffe wie Tacrolimus finden bei schweren Verläufen Anwendung. Sehr selten sind lokale Therapien mit Vitamin-A-Derivaten oder Azelainsäure notwendig. Wichtig zu beachten bei einer topischen Behandlung der perioralen Dermatitis ist das dringende Vermeiden von Kortison, da dieses langfristig nur zur Verschlechterung der Erkrankung führt.

Zeigt sich nach mehreren Wochen der Therapie noch keine Besserung, kann eine systemische Therapie durch Tabletten Abhilfe schaffen. Dafür kommen häufig Antibiotika wie Tetracycline zum Einsatz. In moderneren Behandlungsansätzen wird Doxycyclin in niedriger, subantibiotischer Dosierung (z. B. 40 mg täglich) eingesetzt. Diese Dosis wirkt entzündungshemmend, ohne die Darmflora wesentlich zu beeinflussen, und hat sich als gut verträglich bei chronischen Verläufen gezeigt.

Wann ist bei einer Mundrose eine Lichttherapie sinnvoll?

Periorale Dermatitis (Mundrose) - Wann ist bei einer Mundrose eine Lichttherapie sinnvoll?

In gewissen Fällen kann eine LED-Lichttherapie zusätzlich zur Nulltherapie angedacht werden. Dies ist besonders für Betroffene eine Option, die sich eine aktivere Form der Behandlung wünschen.

Die Lichttherapie (Phototherapie) besteht aus der regelmäßigen Bestrahlung der betroffenen Hautstellen mit Licht einer bestimmten Wellenlänge. Dieses wirkt entzündungshemmend und kann sich positiv auf die Heilung der Mundrose auswirken. In Studien hat sich insbesondere blaues LED-Licht mit einer Wellenlänge von etwa 415 nm als wirksam gegen entzündliche Hautprozesse gezeigt. Diese Form der Lichttherapie wirkt antimikrobiell und entzündungshemmend, ohne die Hautbarriere zusätzlich zu belasten. Die Lichttherapie sollte hierbei nur von Spezialisten durchgeführt werden, da gewisse Wellenlängen, wie beispielsweise die der UV-Strahlung, zu einer Verschlechterung der Symptome führen.

Periorale Dermatitis (Mundrose) - Wie kann ich einer perioralen Dermatitis vorbeugen?

Wie kann ich einer perioralen Dermatitis vorbeugen?

Bei der Vorbeugung der perioralen Dermatitis gilt der Ausspruch „weniger ist mehr“. Damit ist gemeint, dass eine simple Pflegeroutine, die wenige Produkte enthält und die Du gut verträgst, die beste Prophylaxe der Mundrose ist. Vermeiden solltest Du häufiges Wechseln von Feuchtigkeitscremen und vor allem kortisonhaltige Präparate, wenn diese nicht ausdrücklich von einem Arzt verschrieben sind. Auch eine gesunde Ernährung, Sport und Stressreduzierung dienen als vorbeugende Maßnahmen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung einer perioralen Dermatitis?

Periorale Dermatitis (Mundrose) - Kosten

Medizinisch notwendige Untersuchungen und Therapien übernimmt die Krankenkasse in der Regel vollständig. Möglicherweise kann es zu gewissen Selbstkosten kommen, weshalb wir empfehlen, sich vorher bei der jeweiligen Sozialversicherung zu informieren.

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Häufige Fragen

Was hilft schnell bei perioraler Dermatitis?
Verzichte konsequent auf Kosmetika (Nulltherapie) und nutze lauwarmes Wasser zur Reinigung. Bei Bedarf kann ein Hautarzt antibakterielle oder entzündungshemmende Cremes verschreiben.
Wie sieht eine periorale Dermatitis aus?
Typisch sind rote, entzündete Pickelchen und Papeln rund um den Mund, meist mit Aussparung des direkten Lippenrots. Es kann spannen oder jucken.
Ist periorale Dermatitis ansteckend?
Nein, die Mundrose ist nicht ansteckend. Sie ist eine nicht infektiöse, entzündliche Hauterkrankung.
Was verschlimmert periorale Dermatitis?
Die Verwendung von Pflegeprodukten, Make-up und insbesondere kortisonhaltigen Cremes verschlechtert den Zustand oft erheblich.
Wie lange dauert es, bis periorale Dermatitis abheilt?
Ohne Behandlung kann sie über Monate bestehen bleiben. Bei Nulltherapie zeigen sich oft nach 2–3 Wochen erste Verbesserungen.
Kann man periorale Dermatitis dauerhaft heilen?
Mit der richtigen Therapie heilt die Mundrose in den meisten Fällen vollständig aus. Rückfälle sind jedoch möglich.
Darf ich Make-up bei perioraler Dermatitis verwenden?
Besser nicht. Make-up kann die Symptome verstärken. Für den Übergang gibt es spezielle medizinische Abdeckprodukte, die Du nur in Absprache mit dem Hautarzt verwenden solltest.
Redaktionelle Verantwortung

Dieser Beitrag wurde von der internen MOOCI-Redaktion erstellt, inhaltlich geprüft und freigegeben. Bei der Recherche und Aufbereitung setzen wir auch KI-gestützte Werkzeuge ein; jeder Text wird vor der Veröffentlichung von unserer Redaktion fachlich gegengelesen. Die redaktionelle Verantwortung trägt Nadja Sukalia, Content Managerin bei MOOCI. Die medizinische Prüfung erfolgt durch Ärztinnen und Ärzte aus unserem Fachnetzwerk.

Dr. med. Kerstin Ortlechner

Dr. med. Kerstin Ortlechner

Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten

Dr. Kerstin Ortlechner ist Fachärztin für Dermatologie mit Zusatzkompetenzen in Allgemein-, Sport- und Notfallmedizin. Nach dem Medizinstudium in Innsbruck und der Facharztausbildung in der Dermatologie am KH Hietzing bei Univ.-Prof. Dr. Andreas Steiner sammelte sie prägende Erfahrungen u. a. bei Dr. Peter Caspari (Plastische Chirurgie, München) und David A. Colbert, M.D. (New York Dermatology Group). 2018 eröffnete sie ihre eigene Praxis in Wien. Ihr Schwerpunkt liegt auf moderner, natürlicher Anti-Aging-Medizin und hautärztlicher Prävention – mit hoher Präzision, Evidenz und einem Blick für Ästhetik.

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Dr. med. Kerstin Ortlechner
Letzte Aktualisierung: 28.09.2026

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