Zum Hauptinhalt springen
Trendmagazin
Mein MOOCI
Spezialist:innen finden

Neueste Beiträge

Alle ansehen
Kategorien
Longevity Neu Plastische Chirurgie Dermatologie Zahnmedizin Ästhetische Dermatologie Alle Themen von A-Z
Über MOOCI Qualitätssicherung Für Ärzt:innen Einloggen
Spezialist:innen Mit MIA chatten
MOOCI › Allgemeine Dermatologie › Dornwarzen
Dornwarzen KI-generiertes Bild

Dornwarzen

Dornwarzen erkennen, selbst behandeln oder vom Hautarzt entfernen lassen: Ursachen, Methoden, Kosten und Tipps gegen…

Anzeige
War dieser Beitrag hilfreich für Dich?

Eine Dornwarze macht sich oft erst bemerkbar, wenn das Auftreten schmerzt. Durch den ständigen Druck an der Fußsohle wächst eine Plantarwarze häufig nicht deutlich nach außen, sondern wird flach in die Haut gedrückt und von einer Hornschicht bedeckt. Dadurch kann sie auf das darunterliegende schmerzempfindliche Gewebe drücken und sich beim Gehen anfühlen, als hättest Du einen kleinen Stein im Schuh. Ausgelöst werden Dornwarzen durch bestimmte humane Papillomviren. Die Viren können durch direkten Hautkontakt oder über kontaminierte Oberflächen übertragen werden. Feuchte Gemeinschaftsbereiche wie Schwimmbäder, Duschen oder Umkleiden können eine Übertragung begünstigen. Dornwarzen sind gutartig, können aber hartnäckig sein und auch nach einer Behandlung erneut auftreten.

Dornwarzen: Ursachen, Behandlung und was wirklich hilft KI-generiertes Bild

Das Wichtigste in Kürze

Dornwarzen sind gutartige Warzen an der Fußsohle, die durch bestimmte humane Papillomviren entstehen. Durch die Belastung beim Stehen und Gehen bleiben sie häufig flach und können schmerzhaft sein. Typisch sind unterbrochene Hautlinien und kleine dunkle oder rötliche Punkte, die durch kleine Blutgefäße entstehen. Ein Hühnerauge kann ebenfalls schmerzen, sodass der Schmerz allein keine sichere Unterscheidung ermöglicht.

Präparate mit Salicylsäure gehören zu den gebräuchlichen Möglichkeiten der Selbstbehandlung und müssen meist über mehrere Wochen konsequent angewendet werden. Auch Vereisungsprodukte für zu Hause sind erhältlich, ihre Wirkung kann jedoch geringer sein als eine Kryotherapie mit flüssigem Stickstoff. Bei stark schmerzhaften, hartnäckigen oder unklaren Hautveränderungen ist eine ärztliche Untersuchung sinnvoll. Bei Diabetes, Durchblutungsstörungen oder einer verminderten Empfindlichkeit an den Füßen sollte auf eine eigenständige Behandlung mit Säuren oder Vereisung verzichtet werden.

Was ist eine Dornwarze genau?

Eine Dornwarze ist eine gutartige, durch humane Papillomviren verursachte Hautveränderung an der Fußsohle. Der medizinische Oberbegriff lautet Plantarwarze oder Verruca plantaris. Besonders an belasteten Stellen kann sie beim Gehen oder Stehen deutlich schmerzen.

Durch den Druck des Körpergewichts wächst eine Plantarwarze häufig flacher als gewöhnliche Warzen an anderen Körperstellen. Darüber kann sich eine ausgeprägte Hornschicht bilden. Einen eigentlichen „Dorn“ oder eine tief reichende Wurzel besitzt die Warze jedoch nicht. Der Druck auf das umliegende und darunterliegende Gewebe kann trotzdem Schmerzen verursachen.

Plantarwarzen gehören zu den durch humane Papillomviren verursachten Hautwarzen. Auch gewöhnliche Warzen an Händen und Fingern werden durch bestimmte HPV Typen verursacht. Mehr zu den verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten findest Du unter Warzen entfernen.

Davon zu unterscheiden sind Dellwarzen. Trotz ihres Namens werden sie nicht durch humane Papillomviren, sondern durch ein Virus aus der Familie der Pockenviren verursacht.

Wie entstehen Dornwarzen und wie steckt man sich an?

Verantwortlich für Dornwarzen sind bestimmte humane Papillomviren, kurz HPV. Zu den bei Plantarwarzen häufig nachgewiesenen Typen gehören unter anderem HPV 1, 2, 4, 27 und 57. Diese kutanen HPV Typen gelten als niedrig riskant und sind von den HPV Typen zu unterscheiden, die mit bestimmten Krebserkrankungen in Zusammenhang stehen.

Auch Feigwarzen werden durch HPV verursacht. Die klassischen Feigwarzen entstehen jedoch überwiegend durch die Niedrigrisikotypen HPV 6 und 11. Sie sollten deshalb nicht mit den sogenannten Hochrisikotypen gleichgesetzt werden.

Die Viren gelangen über kleine Verletzungen oder aufgeweichte Hautstellen in die oberste Hautschicht. Übertragen werden sie durch direkten Kontakt mit infizierter Haut oder indirekt über kontaminierte Oberflächen und Gegenstände. Feuchte Böden in Schwimmbädern, öffentlichen Duschen oder Umkleidekabinen können die Übertragung begünstigen. Auch gemeinsam benutzte Handtücher, Socken oder Schuhe kommen als mögliche Übertragungswege infrage.

Zwischen dem Kontakt mit dem Virus und dem Auftreten einer sichtbaren Warze können mehrere Monate liegen. Deshalb lässt sich im Nachhinein meistens nicht feststellen, wo genau die Ansteckung stattgefunden hat.

Kinder und Jugendliche sind häufiger von Warzen betroffen als Erwachsene. Auch bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem können Warzen häufiger auftreten oder hartnäckiger verlaufen. Aufgeweichte oder verletzte Haut erleichtert dem Virus das Eindringen.

Wie erkennt man eine Dornwarze? KI-generiertes Bild

Wie erkennt man eine Dornwarze?

Eine Dornwarze zeigt sich häufig als rundliche, verhornte Stelle mit rauer Oberfläche. Durch die Belastung an der Fußsohle kann sich darüber eine dickere Hornschicht bilden.

Typisch sind kleine schwarze, dunkelrote oder bräunliche Punkte innerhalb der Warze. Dabei handelt es sich um kleine Blutgefäße beziehungsweise Einblutungen und thrombosierte Kapillaren. Ein weiteres wichtiges Merkmal ist, dass die natürlichen Hautlinien im Bereich einer Plantarwarze meist unterbrochen sind.

Dornwarzen können beim Stehen und Gehen schmerzen, insbesondere wenn sie sich an stark belasteten Stellen befinden. Seitlicher Druck kann ebenfalls unangenehm sein. Der sogenannte seitliche Druckschmerz ist allerdings nur ein Hinweis und reicht allein nicht aus, um eine Dornwarze sicher von einem Hühnerauge oder einer anderen Verhornung zu unterscheiden.

Manchmal treten mehrere Plantarwarzen dicht nebeneinander auf und bilden ein größeres zusammenhängendes Feld. Diese werden als Mosaikwarzen bezeichnet. Sie sind häufig flacher als einzelne tiefere Plantarwarzen und können unterschiedlich starke Beschwerden verursachen.

Wie unterscheidet sich eine Dornwarze vom Hühnerauge?

Dornwarze und Hühnerauge können ähnlich aussehen und beide beim Auftreten schmerzen. Einige Merkmale helfen bei der Unterscheidung.

Bei einer Dornwarze sind die natürlichen Hautlinien meist unterbrochen. Außerdem können kleine rötliche, braune oder schwarze Punkte sichtbar sein, die kleinen Blutgefäßen beziehungsweise Einblutungen entsprechen. Bei einem Hühnerauge bleiben die Hautlinien dagegen typischerweise erhalten. In der Mitte befindet sich häufig ein fester, durchscheinender Hornkern.

Auch die Art des Schmerzes kann einen Hinweis geben. Klassischerweise reagieren Plantarwarzen häufiger empfindlich auf seitlichen Druck, während Hühneraugen besonders bei direktem Druck von oben schmerzen können. Dieses Merkmal ist jedoch nicht zuverlässig genug, um die Diagnose allein danach zu stellen.

Bei unklarem Befund kann der Hautarzt die Stelle genauer untersuchen. Eine Dermatoskopie kann dabei helfen, die typischen Gefäßstrukturen einer Warze und den Verlauf der Hautlinien zu erkennen.

Sind Dornwarzen gefährlich oder heilen sie von selbst?

Gewöhnliche Dornwarzen sind gutartige Hautveränderungen und werden durch kutane HPV Typen verursacht. Viele verschwinden mit der Zeit auch ohne Behandlung, weil das Immunsystem die Infektion kontrolliert. Bei Kindern geschieht dies häufiger und meist schneller als bei Erwachsenen. Plantarwarzen können allerdings hartnäckig sein und über Monate oder länger bestehen bleiben.

Wenn eine Dornwarze keine Beschwerden verursacht, ist deshalb auch Abwarten eine mögliche Vorgehensweise. Eine Behandlung kann sinnvoll sein, wenn die Warze schmerzt, größer wird, sich ausbreitet oder im Alltag stört. Keine der verfügbaren Behandlungen garantiert jedoch, dass die Warze sofort oder dauerhaft verschwindet.

Eine ungewöhnlich aussehende, blutende, sich deutlich verändernde oder trotz Behandlung hartnäckig bestehende Veränderung an der Fußsohle sollte ärztlich untersucht werden. Andere Hautveränderungen können gelegentlich ähnlich wie eine Plantarwarze aussehen.

Besondere Vorsicht ist bei Diabetes, Durchblutungsstörungen, Nervenschäden mit vermindertem Gefühl an den Füßen oder einer geschwächten Immunabwehr notwendig. In diesen Fällen solltest Du Dornwarzen nicht eigenständig mit Säuren, Vereisung oder mechanischem Abtragen behandeln.

Was kann man selbst gegen Dornwarzen tun?

Bei einer kleinen, eindeutig erkennbaren und wenig schmerzhaften Dornwarze kann zunächst eine Selbstbehandlung infrage kommen. Zu den gebräuchlichsten rezeptfreien Mitteln gehören Präparate mit Salicylsäure. Daneben sind Vereisungsprodukte für die Anwendung zu Hause erhältlich.

Behandlung mit Salicylsäure

Salicylsäure wird beispielsweise als Lösung, Gel oder Pflaster angeboten und löst nach und nach die verdickte Hornschicht der Warze. Je nach Präparat wird sie regelmäßig über mehrere Wochen angewendet. Die genaue Anwendung und Behandlungsdauer richten sich nach dem jeweiligen Produkt. Die umliegende gesunde Haut sollte vor der Säure geschützt werden.

Vorsichtiges Entfernen der Hornhaut

Vor dem Auftragen kann es je nach Produkt sinnvoll sein, die Warze in warmem Wasser aufzuweichen und abgestorbene Hornhaut vorsichtig zu entfernen. Dafür kann beispielsweise eine ausschließlich für diese Stelle verwendete Einmalfeile genutzt werden. Starkes Schneiden oder Abschaben solltest Du vermeiden. Feilen oder Bimssteine, die mit einer Warze in Kontakt gekommen sind, sollten nicht anschließend an gesunder Haut verwendet oder mit anderen Personen geteilt werden.

Vereisung zu Hause

Vereisungssets für zu Hause kühlen das Warzengewebe ebenfalls stark ab. Sie erreichen jedoch nicht dieselben Temperaturen wie flüssiger Stickstoff beim Arzt. Ob sie bei einer Plantarwarze ausreichend wirken, ist individuell unterschiedlich. Auch die ärztliche Kryotherapie ist nicht bei jeder Dornwarze erfolgreicher als eine konsequente Behandlung mit Salicylsäure.

Schneiden und Aufkratzen vermeiden

Von Versuchen, die Warze mit Nagelschere, Messer oder Nadel selbst herauszuschneiden, ist abzuraten. Dadurch können Verletzungen, Infektionen, Narben und eine weitere Verbreitung des Virus entstehen. Dornwarzen enthalten keine „virushaltige Flüssigkeit“ wie ein Bläschen. Das Virus befindet sich in infizierten Hautzellen, weshalb auch Kratzen und Manipulieren die Verbreitung auf benachbarte Haut begünstigen können.

Bei Diabetes, Durchblutungsstörungen, vermindertem Gefühl an den Füßen oder einer geschwächten Immunabwehr solltest Du eine Selbstbehandlung vorher ärztlich abklären.

Wie entfernt der Arzt eine Dornwarze? KI-generiertes Bild

Wie entfernt der Arzt eine Dornwarze?

Wenn die Selbstbehandlung nicht anschlägt, die Warze stark schmerzt, sich ausbreitet oder die Diagnose unklar ist, ist der Hautarzt die richtige Anlaufstelle. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt unter anderem von Größe, Lage, Dauer und bisherigen Therapieversuchen ab.

Eine Podologie kann bei der Fußpflege und bei begleitenden Verhornungen unterstützen. Die Diagnose und gezielte medizinische Behandlung einer Dornwarze sollte jedoch ärztlich erfolgen. In Deutschland gehört die Behandlung von Warzen beispielsweise nicht zu den regulären Indikationen, für die podologische Heilmittel zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnet werden.

Vereisung mit flüssigem Stickstoff

Bei der Kryotherapie wird die Dornwarze mit flüssigem Stickstoff behandelt. Durch die starke Kälte wird das Warzengewebe geschädigt. Anschließend können sich eine Kruste oder eine Blase bilden. Die Behandlung kann vorübergehend brennen oder schmerzen.

Häufig sind mehrere Sitzungen erforderlich. Sie werden meist in Abständen von etwa zwei bis vier Wochen durchgeführt. Eine vollständige Entfernung lässt sich jedoch nicht garantieren. Bei Plantarwarzen zeigte eine größere randomisierte Studie zudem keinen Vorteil der Kryotherapie gegenüber einer konsequenten Behandlung mit Salicylsäure.

Vorsichtiges Abtragen

Bei stark verhornter Oberfläche kann der Arzt überschüssige Hornhaut vorsichtig abtragen. Eine operative Ausschabung, die sogenannte Kürettage, kommt ebenfalls infrage, wird bei Dornwarzen an der belasteten Fußsohle aber zurückhaltend eingesetzt. Dabei entsteht eine Wunde, und es besteht ein Risiko für Schmerzen und Narben.

Welche Methode sinnvoll ist, muss deshalb individuell abgewogen werden. Ein zusätzlich aufgetragener Wirkstoff kann je nach Behandlungsverfahren eingesetzt werden. Es gibt jedoch kein Mittel, das anschließend zuverlässig alle verbliebenen Viren beseitigt.

Laser und weitere Verfahren

Bei hartnäckigen Dornwarzen können auch Laserbehandlungen eingesetzt werden. Je nach Lasertyp wird Warzengewebe abgetragen oder die Blutversorgung des Gewebes beeinflusst. Solche Verfahren kommen insbesondere infrage, wenn einfachere Behandlungen keinen ausreichenden Erfolg gebracht haben.

Auch andere Verfahren wie Elektrokoagulation oder verschiedene lokale und immunologisch wirkende Behandlungen werden bei schwer behandelbaren Warzen eingesetzt. Die wissenschaftliche Datenlage ist je nach Methode unterschiedlich, und auch nach einer Laserbehandlung können Warzen wiederkehren. Welches Verfahren geeignet ist, entscheidet der Hautarzt gemeinsam mit Dir.

Warum kommen Dornwarzen immer wieder?

Dornwarzen können nach einer scheinbar erfolgreichen Behandlung erneut auftreten. Das bedeutet nicht, dass das Virus grundsätzlich „tief in der Haut sitzt“ und deshalb nicht entfernt werden kann. Humane Papillomviren vermehren sich in infizierten Hautzellen. Bleiben infizierte Zellen zurück oder wird die Infektion vom Immunsystem noch nicht vollständig kontrolliert, kann erneut Warzengewebe entstehen.

Auch eine erneute Ansteckung oder die Übertragung auf benachbarte Hautbereiche ist möglich. Deshalb benötigt die Behandlung hartnäckiger Dornwarzen häufig Zeit und manchmal mehrere Behandlungsversuche.

Wiederkehrende Warzen sind allein noch kein Grund für eine umfassende Untersuchung des Immunsystems. Treten allerdings ungewöhnlich viele, ausgedehnte oder besonders hartnäckige Warzen auf, vor allem zusammen mit anderen Hinweisen auf eine Immunschwäche, kann eine weitere ärztliche Abklärung sinnvoll sein.

Nicht alle Hautveränderungen, die „Warze“ heißen, gehören übrigens zu den HPV bedingten Warzen. Stielwarzen sind trotz ihres Namens keine Viruswarzen, sondern gutartige Hautanhängsel.

Wie kann man Dornwarzen vorbeugen?

Einen sicheren Schutz vor Dornwarzen gibt es nicht. Da HPV über direkten Hautkontakt und über kontaminierte Oberflächen übertragen werden kann, ist es sinnvoll, in Gemeinschaftsduschen, Schwimmbädern und Umkleiden Badeschuhe zu tragen. Wie stark einzelne Maßnahmen das Infektionsrisiko tatsächlich reduzieren, ist allerdings nicht genau untersucht.

Kleine Hautverletzungen und aufgeweichte Haut erleichtern dem Virus das Eindringen. Deshalb solltest Du Verletzungen an den Füßen möglichst vermeiden und die Füße nach dem Duschen oder Schwimmen gut abtrocknen.

Handtücher, Socken, Schuhe sowie Feilen oder andere Gegenstände, die mit einer bestehenden Warze in Kontakt gekommen sind, solltest Du nicht mit anderen Personen teilen. Kratzen oder Schneiden an der Warze kann außerdem dazu beitragen, dass sich das Virus auf benachbarte Hautstellen verteilt.

Besteht bereits eine Dornwarze, kann sie beispielsweise beim Schwimmen mit einem geeigneten wasserfesten Pflaster abgedeckt werden. Ein vollständiger Schutz vor einer Übertragung lässt sich dadurch allerdings nicht gewährleisten.

Wann sollte man mit einer Dornwarze zum Arzt?

In vielen Fällen ist eine Dornwarze harmlos und kann zunächst beobachtet oder selbst behandelt werden. Ärztlicher Rat ist sinnvoll, wenn die Warze stark schmerzt, sich vermehrt, deutlich verändert oder trotz konsequenter Selbstbehandlung bestehen bleibt.

Auch wenn Du nicht sicher bist, ob es sich tatsächlich um eine Dornwarze oder beispielsweise um ein Hühnerauge handelt, sollte die Veränderung untersucht werden. Das gilt besonders bei ungewöhnlichem Aussehen, Blutungen oder anderen Veränderungen, die nicht typisch für eine Warze sind.

Bei Diabetes, Durchblutungsstörungen, Nervenschäden mit vermindertem Gefühl an den Füßen oder einer geschwächten Immunabwehr solltest Du auf eine eigenständige Behandlung mit Säuren, Vereisungsprodukten oder mechanischem Abtragen verzichten und vorher ärztlichen Rat einholen.

Auch bei Kindern sollte darauf geachtet werden, nur für das jeweilige Alter geeignete Präparate zu verwenden. Da sich Warzen bei Kindern häufig spontan zurückbilden, ist eine aggressive Behandlung nicht automatisch notwendig.

Über MOOCI findest Du Hautärzte und spezialisierte Praxen in Deiner Nähe, die Dornwarzen beurteilen und geeignete Behandlungsmöglichkeiten mit Dir besprechen können.

Was kostet die Entfernung einer Dornwarze und übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Die Kosten hängen von der gewählten Behandlung, der Anzahl der Warzen und davon ab, ob eine medizinische Notwendigkeit besteht.

In Deutschland übernehmen gesetzliche Krankenkassen eine ärztliche Warzenbehandlung nicht automatisch. Ist die Entfernung medizinisch notwendig, kann sie Kassenleistung sein. Bei rein kosmetischer Behandlung oder bestimmten Verfahren wie einer gewünschten Lasertherapie können dagegen Selbstzahlerkosten entstehen. Die neue GOÄ sieht für eine Laserbehandlung von Warzen als ärztliche Privatleistung einen Gebührensatz von rund 63 Euro je Läsion vor, zu dem je nach Behandlung weitere Kosten kommen können. In der Praxis sind für eine Warzenbehandlung deshalb ungefähr 60 bis 200 Euro oder mehr realistisch.

In Österreich werden notwendige und zweckmäßige diagnostische und therapeutische Maßnahmen grundsätzlich von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Je nach Leistung und Versicherung können Selbstbehalte anfallen. Bei Wahlärzten oder nicht übernommenen Laserbehandlungen entstehen dagegen private Kosten. Aktuelle Wiener Preislisten zeigen für die Entfernung von Warzen etwa 100 bis 300 Euro, abhängig von Anzahl und Verfahren.

In der Schweiz können medizinisch notwendige ärztliche Behandlungen grundsätzlich über die obligatorische Krankenpflegeversicherung abgerechnet werden, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Dabei fallen Franchise und Selbstbehalt an. Selbst bezahlte Laserbehandlungen liegen aktuell häufig bei ungefähr 150 bis 300 Franken für einzelne oder wenige Hautveränderungen, können bei größerem Aufwand aber deutlich teurer sein.

Eine normale podologische Selbstzahlerbehandlung kostet in Deutschland derzeit häufig ungefähr 35 bis 70 Euro. Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Podologie eine Dornwarze eigenständig medizinisch entfernen darf oder dass eine solche Behandlung von der Krankenkasse übernommen wird. Die gezielte Warzentherapie sollte vorher ärztlich abgeklärt werden.

Vor einer Laserbehandlung oder anderen privaten Verfahren solltest Du Dir deshalb einen Kostenvoranschlag geben lassen und bei medizinischer Indikation vorab mit Deiner Krankenversicherung klären, welche Leistungen übernommen werden.

Quellen

Cockayne, S., Hewitt, C., Hicks, K. et al. (2011): Cryotherapy versus salicylic acid for the treatment of plantar warts (verrucae): a randomised controlled trial. BMJ, 342(jun07 1), d3271–d3271. DOI: 10.1136/bmj.d3271

Kwok, C.S., Gibbs, S., Bennett, C. et al. (2012): Topical treatments for cutaneous warts. Cochrane Database of Systematic Reviews, 2020(12). DOI: 10.1002/14651858.CD001781.pub3

García‐Oreja, S., Álvaro‐Afonso, F.J., Tardáguila‐García, A. et al. (2022): Efficacy of cryotherapy for plantar warts: A systematic review and meta‐analysis. Dermatologic Therapy, 35(6). DOI: 10.1111/dth.15480

Xu, Y., Wang, Y., Huang, K. et al. (2024): Topical antimitotic treatments for plantar warts are more beneficial: A Bayesian network meta‐analysis of randomized controlled trials. Journal of Evidence-Based Medicine, 17(1), 37–53. DOI: 10.1111/jebm.12586

Bruggink, S.C., de Koning, M.N., Gussekloo, J. et al. (2012): Cutaneous wart-associated HPV types: Prevalence and relation with patient characteristics. Journal of Clinical Virology, 55(3), 250–255. DOI: 10.1016/j.jcv.2012.07.014

Hogendoorn, G., Bruggink, S., de Koning, M. et al. (2018): Morphological characteristics and human papillomavirus genotype predict the treatment response in cutaneous warts. British Journal of Dermatology, 178(1), 253–260. DOI: 10.1111/bjd.15758

War dieser Beitrag hilfreich für Dich?
Deine Frage ist nicht dabei?

Stell sie anonym. Die MOOCI-Redaktion prüft jede Frage und holt die Antwort einer Fachärztin oder eines Facharztes ein. Beantwortete Fragen erscheinen hier auf der Seite, ohne Namen. Bei akuten Beschwerden wende Dich bitte direkt an Deine Praxis oder den ärztlichen Notdienst.

Häufige Fragen

Wie bekommt man eine Dornwarze am schnellsten weg?
Eine Methode, mit der Dornwarzen zuverlässig besonders schnell verschwinden, gibt es nicht. Salicylsäure gehört zu den am besten untersuchten Behandlungsmöglichkeiten und muss konsequent über mehrere Wochen angewendet werden. Auch eine Vereisung beim Hautarzt kann versucht werden, war bei Plantarwarzen in einer randomisierten Studie aber nicht wirksamer als Salicylsäure.
Sind Dornwarzen ansteckend?
Ja. Dornwarzen entstehen durch humane Papillomviren, die durch direkten Hautkontakt und über kontaminierte Oberflächen oder Gegenstände übertragen werden können. Feuchte Haut und kleine Verletzungen erleichtern eine Infektion. Schwimmbäder, Gemeinschaftsduschen und Umkleiden sind deshalb mögliche Übertragungsorte.
Was passiert, wenn man eine Dornwarze nicht behandelt?
Eine Dornwarze kann auch ohne Behandlung von selbst verschwinden. Das kann innerhalb von Monaten geschehen, manchmal bleibt sie jedoch deutlich länger bestehen. Solange sie keine Beschwerden verursacht, ist deshalb auch Beobachten eine mögliche Vorgehensweise.
Kann man eine Dornwarze selbst herausschneiden?
Nein. Du solltest eine Dornwarze nicht mit Schere, Messer oder Nadel herausschneiden. Dadurch können Verletzungen, Infektionen und Narben entstehen. Außerdem kann infiziertes Hautmaterial auf benachbarte Bereiche gelangen.
Wie unterscheidet man eine Dornwarze von einem Hühnerauge?
Bei einer Dornwarze sind die natürlichen Hautlinien typischerweise unterbrochen. Außerdem können kleine rote, braune oder schwarze Punkte sichtbar sein, die kleinen Blutgefäßen beziehungsweise Einblutungen entsprechen. Bei einem Hühnerauge verlaufen die Hautlinien dagegen meist weiter, und häufig ist ein fester Hornkern zu erkennen.
Redaktionelle Verantwortung

Dieser Beitrag wurde von der internen MOOCI-Redaktion erstellt, inhaltlich geprüft und freigegeben. Bei der Recherche und Aufbereitung setzen wir auch KI-gestützte Werkzeuge ein; jeder Text wird vor der Veröffentlichung von unserer Redaktion fachlich gegengelesen. Die redaktionelle Verantwortung trägt Nadja Sukalia, Content Managerin bei MOOCI. Die medizinische Prüfung erfolgt durch Ärztinnen und Ärzte aus unserem Fachnetzwerk.

Dr. Benjamin Gehl

Dr. Benjamin Gehl

Facharzt für plastische, ästhetische & rekonstruktive Chirurgie

Als Facharzt für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie liegt die Leidenschaft von Dr. Gehl schon immer im Bereich der medizinischen Contentproduktion. Aufgrund seiner Ausbildung, einer langjährigen Einsatzzeit in der rekonstruktiven und plastischen Chirurgie, sowie zahlreichen Auslandseinsätzen in Indien, Afrika und Amerika weiß er, welche Techniken und Behandlungen für medizinische Indikationen international Anwendung finden und State of the art sind. Weiterhin beschäftigt er sich täglich mit neuen Trends und Techniken in der operativen und nicht-operativen Chirurgie. Fortbildungen sowie Studien zählen genauso zu seiner Leidenschaft wie die Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten zu den neuesten fachspezifischen Themen.

Zum Profil
Weitere Inhalte zum Thema
Aktuelle Trends
Unser medizinischer Prozess
Jeder Artikel wird von medizinischen Fachexpert:innen geprüft, um höchste Qualität und Aktualität sicherzustellen.
Recherche

Analyse aktueller Studien und Fachliteratur

Erstellung

Verfassung durch med. Fachjournalist:innen

Facharzt-Review

Prüfung durch praktizierende Fachärzt:innen

Aktualisierung

Regelmäßige Überprüfung und Updates

Fachärztlich geprüft
Dr. Benjamin Gehl
Letzte Aktualisierung: 27.10.2026

MIA

KI-Assistentin · MOOCI Informational Agent

Hallo! Ich bin MIA, die KI-Assistentin von MOOCI. 👋

Damit Du es weißt: Du schreibst hier mit einer künstlichen Intelligenz, nicht mit einem Menschen. Meine Antworten können Fehler enthalten und ersetzen keine ärztliche Beratung.

Wie kann ich Dir heute helfen?
Gerade eben

Arzt in deiner Nähe finden

🩺

MIA

Deine KI-Beratung von MOOCI

Hallo! Ich bin MIA, deine KI-Beratung von MOOCI. Ich beantworte deine Fragen zu ästhetischen und medizinischen Behandlungen. Was möchtest du wissen?

Arzt in deiner Nähe finden