Kontaktallergie

Die Symptome einer Kontaktallergie können sich von Person zu Person etwas unterscheiden – die häufigsten Beschwerden wie Juckreiz, Hautrötungen und Quaddelbildung können bei den Betroffenen jedoch zu großem Leiden führen. Ein Allergen, das für die Allergie verantwortlich ist, ist eine pflanzliche, tierische oder anorganische Substanz, auf die das körpereigene Immunsystem des Patienten überempfindlich reagiert. Wie es dazu kommt, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und was Du selbst gegen die Symptome einer Kontaktallergie machen kannst, erfährst Du im nachstehenden Beitrag.


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Zuletzt aktualisiert: 8. Oktober, 2021

INHALTSVERZEICHNISInhaltsverzeichnis

Eine Kontaktallergie bezeichnet eine allergische Reaktion der Haut auf bestimmte Substanzen, die entweder pflanzlich, tierisch oder sogar anorganisch sein können und mit denen die Haut des Betroffenen in Berührung kommt. Dabei reagiert das körpereigene Immunsystem des Patienten auf einen normalerweise harmlosen Stoff, den wir in diesen Fall jedoch als einen Allergen bezeichnen, da er die Kontaktallergie auslöst.

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Eine Kontaktallergie verursacht Symptome wie Hautrötungen, Juckreiz, Schwellungen sowie nässende Bläschen. Außerdem sind auch Quaddel-, Schuppen- und Krustenbildung möglich, vor allem wenn die nässenden Bläschen platzen und sich die darin enthaltene Flüssigkeit ausbreitet.

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Es gibt mehr als 3.000 Allergene, die zu einer Kontaktallergie führen können, da im Prinzip jeder pflanzliche, tierische oder künstliche Stoff eine Allergie hervorrufen kann. Zu den häufigsten gehören Metalle wie Nickel und Kobalt, Latex, Kleb- und Kunststoffe sowie Seifen und Kosmetika mit diversen Duft- und Zusatzstoffen.

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Sollte bei Dir ein Verdacht auf eine Kontaktallergie bestehen, solltest Du Dich an einen Facharzt mit der Zusatzbezeichnung „Allergologe“ wenden – dies kann entweder ein Haut-, Lungen-, Hals-Nase-Ohren- oder sogar ein Kinderarzt sein. Dieser untersucht die betroffene Hautstelle genau und führt einen sogenannten Epikutantest durch, bei dem er das potenzielle Allergen auf den Rücken des Patienten aufträgt, mit einem speziellen Pflaster abdeckt und ein bis zwei Tage wirken lässt, um die Hautpartie schließlich auf Hautveränderungen erneut zu begutachten.

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Die Therapie einer Kontaktallergie kann entweder medikamentös oder mittels einer UV-Therapie stattfinden. Beim Ersteren kommt Kortison zum Auftragen als Salbe oder zur oralen Einnahme zum Einsatz, Letzteres bezeichnet eine Form der Lichttherapie, bei der der Arzt entweder Bestrahlungen mit einem UV-B-Licht (=UVB-Therapie) oder Bestrahlungen mit einem UV-A-Licht in Kombination mit dem Wirkstoff Psoralen (=PUVA-Therapie) durchführt.

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Alternativ zur medikamentösen und der UV-Therapie gibt es einige Hausmittel, die Du bei der Behandlung der Symptome einer Kontaktallergie verwenden könntest. Dazu gehören unter anderem zum Beispiel Brennnessel, Kamille, Apfelessig, Ringelblume, Olivenöl, Pfefferminze oder Aloe vera, da sie alle eine entzündungshemmende und juckreizstillende Wirkung haben.

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Das Effektivste, was Du bei einer Kontaktallergie tun kannst, ist, das potenzielle Allergen zur Gänze zu vermeiden. Wenn dies jedoch nicht möglich ist, empfehlen wir Dir, auf eine sorgfältige Hautpflege zu achten – benutze hierzu harnstoffhaltige Cremes, pH-neutrale Seifen sowie rückfettende Öle, Salben oder Cremes.

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In manchen Fällen kann es im Zuge der Kontaktallergie zu einer sogenannten Superinfektion kommen, bei der Bakterien, Viren oder Pilze in die eingerissene oder aufgekratzte Haut eindringen, sich vermehren und die bereits bestehende Entzündung noch verschlimmern. Außerdem kann sich die Kontaktallergie zu einem chronischen oder streuenden Kontaktekzem ausbreiten.

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Leider kannst Du dem Auftreten einer Kontaktallergie nicht gänzlich vorbeugen, eine sichere Methode ist jedoch, das potenzielle Allergen so gut wie möglich zu vermeiden. Wenn dies jedoch beispielsweise aus beruflichen Gründen nicht möglich ist, empfiehlt es sich, Schutzkleidung und Handschuhe zu verwenden oder schlimmstenfalls sogar einen Berufswechsel in Erwägung zu ziehen.

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In der Regel beteiligen sich die Sozialversicherungsträger an den Kosten der Diagnose und der Behandlung einer Kontaktallergie. Solltest Du Dich beispielsweise für eine UV-Therapie entscheiden, empfehlen wir Dir, sich direkt bei Deiner persönlichen Krankenkasse zu informieren, ob eine Kostenerstattung möglich ist.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Unter einer Kontaktallergie verstehen wir eine allergische Reaktion der Haut, die mit einem Allergen, also einem allergieauslösenden Stoff, in Verbindung gekommen ist.


Ein Allergen kann pflanzlicher, tierischer oder anorganischer Natur sein – meistens ist das eine Substanz, die vermeintlich ungefährlich ist, beim Betroffenen aber eine überempfindliche Wirkung des Immunsystems hervorruft.


Die Kontaktallergie lässt sich entweder durch das Vermeiden des potenziellen Allergens, medikamentös mittels Kortisons oder mit einer UV-Therapie behandeln.


In der Regel übernimmt der Sozialversicherungsträger sämtliche Kosten der Behandlung der Erkrankung beziehungsweise beteiligt sich zumindest an der Erstattung der Kosten.

Was versteht die Medizin unter einer Kontaktallergie?

Unter einer Kontaktallergie, in der Medizin auch als allergische Kontaktdermatitis oder allergisches Kontaktekzem bekannt, verstehen wir eine allergische Reaktion der Haut auf bestimmte Substanzen, die mit ihr in Berührung kommen. Bei einer Allergie richtet sich das körpereigene Abwehrsystem gegen Substanzen, die im eigentlichen Sinne ungefährlich sind. Dabei kann es sich um pflanzliche oder tierische Eiweiße handeln, aber auch um anorganische Substanzen, wie zum Beispiel unterschiedliche Metalle.
 
Wenn die an sich harmlosen Stoffe eine Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems auslösen, bezeichnen wir diese als Allergene. Kommt der Körper mit solchen Allergenen in Berührung, versucht er, diese für ihn als vermeintlich gefährlich fungierende Substanz mit spezifischen Abwehrstoffen, den sogenannten Antikörpern, zu bekämpfen. Dabei schüttet er zudem auch Botenstoffe aus, die die typischen Entzündungsreaktionen und Symptome einer Allergie in Gang setzen. Bei einer Kontaktallergie entzündet sich die Haut an den betroffenen Stellen und ist gerötet, nässt und gegebenenfalls können sich auch Bläschen bilden. Ein weiteres häufiges Symptom ist das Jucken oder manchmal sogar Brennen der betroffenen Hautpartie.

Kontaktallergie - Was versteht die Medizin unter einer Kontaktallergie?

Es handelt sich hierbei um eine Allergie vom sogenannten verzögerten Typ IV beziehungsweise Spät-Typ, da die Symptome der Kontaktallergie meist erst 24 Stunden bis drei Tage nach dem Kontakt mit dem Allergieauslöser, also dem Allergen, auftreten. Je nach der zeitlichen Dauer, also wann die ersten Anzeichen einer Kontaktallergie auftreten, kann der Arzt die Allergie in eine akute, subakute oder chronische Form einteilen. Erstere besteht, wenn ein kurzzeitiger, aber intensiver Kontakt mit einer allergenen Substanz stattgefunden hat. Dadurch kann es zu Rötungen, Bläschen und Juckreiz kommen, wobei die Beschwerden in den meisten Fällen auf jene Hautstellen begrenzt sind, die mit dem allergieauslösenden Stoff Kontakt hatten.
 
Eine subakute Kontaktallergie besteht, wenn es zu einem Einwirken geringer Mengen des Allergens auf die Haut kommt, dieses allerdings fortdauernd besteht. Hierbei entstehen zusätzlich zu den nässenden und juckenden Hautrötungen auch Schuppungen der Haut. Mit der Zeit kann die Haut stark austrocknen, sich verdicken und gegebenenfalls dauerhaft gerötet bleiben, während es immer noch zu einer starken Schuppung kommt. In einigen Fällen können sich diese Hautbeschwerden außerdem noch verbreiten, sodass sogar Hautpartien betroffen sind, die ursprünglich nicht mit dem entsprechenden Stoff in Berührung gekommen sind. Im Rahmen der Therapie helfen diverse Salben und Cremes gegen die entstandenen Hautbeschwerden, aber auch eine UV-Therapie sowie einige Hausmittel. Die effektivste Methode bei der Behandlung stellt allerdings das gänzliche Vermeiden des potenziellen Allergens dar.

Wie häufig ist eine Kontaktallergie?

Eine Kontaktallergie tritt im Vergleich zu anderen Erkrankungen relativ häufig auf – etwa acht Prozent der Erwachsenen sind von der Hautkrankheit betroffen, wobei Frauen häufiger als Männer darunter leiden. Manche Menschen sind schlichtweg allgemein anfälliger für Allergien und entwickeln daher auch eher eine Kontaktallergie. Dabei gehört in erster Linie Nickel zu den häufigsten Kontaktallergenen, aber auch andere Metalle, Pflanzen oder Duftstoffe können zu den Entzündungsreaktionen der Haut führen. Kontaktallergien sind für etwa zehn Prozent aller Berufskrankheiten verantwortlich. Die am häufigsten betroffenen Berufsgruppen sind unter anderem Friseure, Kosmetiker, Pflegekräfte, Bäcker, Büroangestellte, Metallarbeiter und Maurer.

Kontaktallergie - Wie häufig ist eine Kontaktallergie?

Wie unterscheidet sich ein allergisches Kontaktekzem von einem irritativen Kontaktekzem?

Kontaktallergie - Wie unterscheidet sich ein allergisches Kontaktekzem von einem irritativen Kontaktekzem?

Ein allergisches Kontaktekzem liegt einer allergischen Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems auf ein Allergen, also einen Stoff, der die Allergie auslöst und mit dem der Körper des Betroffenen in Kontakt geraten ist, zugrunde.

Nicht hinter jeder Hautrötung oder jedem Juckreiz steckt jedoch gleich eine Allergie. In manchen Fällen reagiert die Haut auch ohne einen Allergen irritiert, zum Beispiel durch ständigen Kontakt mit Wasser, Seifen oder Lösungsmitteln. Durch eine zu häufige Anwendung solcher Produkte kann der Fett- und Säureschutzmantel der Haut beschädigt werden, wodurch Hautrisse entstehen, die als eine perfekte Eintrittspforte für diverse Krankheitserreger fungieren und ein sogenanntes Hautekzem auslösen können. Dieses bezeichnen wir in der Medizin als ein irritatives Kontaktekzem.
 
Das irritative Kontaktekzem kann aber auch durch diverse andere giftige oder ätzende Reizstoffe entstehen. Beispielsweise reagiert die Haut auf Kontakt mit einer Brennnessel im Garten auch irritiert, indem sich ein nesselartiger Ausschlag bildet. Eine Allergie ist hierfür aber nicht zuständig, denn bei dem irritativen Kontaktekzem gilt, dass nach dem Kontakt mit dem Reizstoff eine gewisse Hautreaktion bei jedem Menschen auftritt und zwar unmittelbar nach dem ersten Berühren.

Kontaktallergie - Was ist eine toxische Kontaktdermatitis?

Was ist eine toxische Kontaktdermatitis?

Eine Sonderform der Hautreaktionen infolge eines Kontakts mit einem Reizstoff ist die sogenannte toxische Kontaktdermatitis. Typische Auslöser einer toxischen, in diesem Sinne also aggressiven beziehungsweise giftigen Kontaktdermatitis, sind giftige Substanzen wie Laugen, Säuren oder diverse Reinigungsmittel. Durch einen direkten, intensiven Hautkontakt mit einem toxischen Stoff entstehen, meistens an Händen oder Unterarmen, Rötungen oder Knötchen, die aufplatzen und zu einem nässenden Ausschlag und Verkrustungen führen können. Obwohl die Hautveränderungen hierbei einer allergischen Reaktion stark ähneln, handelt es sich um keine Allergie.
 
In vielen Fällen verspürt der Betroffene zusätzlich zu den Hautsymptomen auch oft Schmerzen und/oder Juckreiz, wobei alle Beschwerden meist auf die Hautstellen begrenzt sind, die mit dem Schadstoff in Berührung gekommen sind. Im Verlauf der toxischen Kontaktdermatitis trocknet die betroffene Haut meist aus, verdickt oder schuppt sich. Es können sich aber auch Risse bilden, bei denen die Gefahr besteht, dass unterschiedliche Krankheitserreger eindringen und sich verbreiten. Bei der Behandlung des toxischen Kontaktekzems kommt vor allem Kortison in Creme- oder Salbenform zum Einsatz, in schweren Fällen verschreibt der Arzt auch interne Kortison-Tabletten. Darüber hinaus sollte der Patient den auslösenden toxischen Reizstoff meiden. Falls dies jedoch aus beruflichen Gründen nicht möglich ist, können Maßnahmen wie das Eincremen der Hände mit Hautschutzsalben und das Tragen von geeigneten Handschuhen und Schutzkleidung Abhilfe schaffen.

Was sind die Symptome einer Kontaktallergie?

Kontaktallergie - Was sind die Symptome einer Kontaktallergie?

Eine Kontaktallergie ist eine Allergie vom verzögerten Typ IV beziehungsweise Spät-Typ, da die typischen Beschwerden und Veränderungen der Haut etwa ein bis drei Tage nach dem Hautkontakt mit dem Allergen auftreten.

Dabei können die Symptome je nach Allergen und Person unterschiedlich aussehen, in den meisten Fällen bilden sich jedoch an den Stellen, an denen die Haut mit der allergenen Substanz in Berührung gekommen ist, Symptome wie Hautrötungen (=Erythem), Schwellungen (=Angioödem) sowie nässende Bläschen. Außerdem kann es zu einer Quaddel-, Schuppen- oder Krustenbildung kommen, wenn die nässenden Bläschen platzen und sich die darin enthaltene Flüssigkeit ausbreitet. Hinzu kommt noch, dass der Betroffene meist einen Juckreiz an den betroffenen Hautstellen verspürt. Bei einer starken allergischen Reaktion brennt die erkrankte Haut zudem und kann gegebenenfalls zusätzlich dazu spannen.
 
Meistens beschränken sich die Hautbeschwerden zunächst auf den Körperbereich, der mit dem Allergieauslöser in Berührung gekommen ist. Dies sind in den meisten Fällen Hände, besonders die Handrücken sowie diverse Finger. Eine Kontaktallergie kann aber auch im Gesicht, vor allem an den Augenlidern und Lippen, am Nacken, an den Unterschenkeln und an den Füßen entstehen. Wie stark die Reaktion und die damit verbundenen Symptome ausfallen, hängt in erster Linie davon ab, mit welchem konkreten Stoff die Haut Kontakt hatte und vor allem auch, wie lange dieser anhielt. Denn wenn der Hautkontakt länger bestehen bleibt, können sich die Symptome insofern verschlimmern, dass sich ein chronisches Kontaktekzem bildet. Hierbei wirkt die Haut gröber, verhornt sich und es entstehen schmerzhafte Risse und Rillen. Wenn eine Kontaktallergie eine längere Zeit lang bestehen bleibt, kann sich die betroffene Hautstelle zudem durch Pilze, Viren oder Bakterien infizieren. Infolgedessen ist die Haut warm, stark gerötet oder schwillt an und schmerzt. Eine solche Infektion behandelt der Arzt dann je nach Erreger mit Antimykotika (gegen Pilze) oder mit Antibiotika (gegen Bakterien).

Eine Kontaktallergie bildet sich meist erst im Erwachsenenalter, besteht dann jedoch in den meisten Fällen ein Leben lang. Wie die Beschwerden im Verlauf der Erkrankung ausfallen, also ob sie milder oder heftiger sind, hängt vor allem von der Art des Allergens ab, auf das der Betroffene reagiert, wie stark sein Immunsystem bereits auf das Allergen sensibilisiert ist und wie lange der Kontakt zu der allergenen Substanz andauert. Als effektive Behandlungsmaßnahme der Kontaktallergie gilt, dass der Betroffene die auslösenden Kontaktallergene meiden sollte. Wenn dies geschieht, dann verschwinden die Hautbeschwerden und die damit zusammenhängenden Symptome meist innerhalb von zwei bis drei Wochen von selbst.

Kontaktallergie - Eine Kontaktallergie bildet sich meist erst im Erwachsenenalter

Welche Ursachen hat eine Kontaktallergie?

Im Prinzip kann jeder natürliche, tierische oder künstliche Stoff eine Allergie auslösen – hierbei unterscheiden wir zwischen mehr als 3.000 Allergenen, die zu einer Kontaktallergie führen können. Besonders häufig reagieren Betroffene gegen Stoffe und Substanzen wie Metalle, (insbesondere Nickel und Kobalt in Modeschmuck, Gürtelschnallen und Brillengestellen), Latex (etwa in Gummihandschuhen oder Kondomen), Klebstoffe (unter anderem auch von Pflastern), Duftstoffe (vor allem in Parfüms, Seifen und Kosmetika wie Lippenstift), Reinigungs- und Lösungsmittel und diverse Weichmacher, diverse Konservierungsmittel (wie zum Beispiel Formaldehyd, das beispielsweise in Lacken und Farben vorhanden sein kann), diverse ätherische Öle, diverse Kunststoffe (wie zum Beispiel Acrylate in Nagellack), bestimmte Medikamente, bei denen ein Auftragen auf die Haut notwendig ist, sowie Pflanzen wie etwa Kamille, Arnika oder Beifuß.

Kontaktallergie - Welche Ursachen hat eine Kontaktallergie?

Bereits beim ersten Kontakt mit einem dieser Allergene bildet der Körper körpereigene Abwehrstoffe, die sogenannten Antikörper, gegen den Allergieauslöser. Das bedeutet im Grunde, dass das Immunsystem auf den entsprechenden Stoff überempfindlich reagiert. Spürbare Beschwerden entstehen meist mit der Zeit (bei der Kontaktallergie sind es ein bis drei Tage nach dem Hautkontakt) sowie durch wiederholten Kontakt mit dem Allergen – zum Beispiel kann es bei Friseuren der tägliche Kontakt mit chemischen Haarfärbemitteln oder der Dauerwellflüssigkeit sein.

Welche Risikofaktoren begünstigen eine Kontaktallergie?

Kontaktallergie - Welche Risikofaktoren begünstigen eine Kontaktallergie?

Der größte und bedeutendste Risikofaktor für eine Kontaktallergie ist der lang anhaltende, direkte Hautkontakt mit dem potenziellen Allergen, also dem Auslöser der Allergie.

Darüber hinaus gibt es einige Faktoren, die das Risiko, an einer Allergie zu erkranken erhöhen können. Dazu zählt in erster Linie eine gewisse genetische Vorbelastung, aber auch eine fettreiche Ernährung, Tabak- und Alkoholkonsum, eine übermäßige Hygiene sowie diverse Umweltschadstoffe. Da eine Kontaktallergie bis zu zehn Prozent aller Berufskrankheiten ausmacht, ist es vor allem auch im beruflichen Umfeld wichtig und notwendig, den potenziellen Allergieauslöser zu meiden, um das Risiko zu senken.

Wie wird eine Kontaktallergie diagnostiziert?

Kontaktallergie - Wie wird eine Kontaktallergie diagnostiziert?

Wenn Du bei Dir selbst Symptome einer Kontaktallergie wahrnimmst, solltest Du einen Arzt aufsuchen und Dich genau untersuchen lassen. Deine erste Anlaufstelle sollte zunächst Dein Hausarzt sein, also ein Allgemeinmediziner, der Dich in den meisten Fällen in ein Allergieambulatorium zu einem spezialisierten Allergologen überweist.

Wie bei jeder Diagnosefindung muss sich der behandelnde Arzt zunächst die Krankengeschichte des Betroffenen genauer anschauen. Dabei erkundigt er sich nach dem erstmaligen Auftreten der Beschwerden, ob die Symptome auf eine Hautstelle begrenzt sind, ob dem Patienten bereits irgendwelche Allergien bekannt sind und ob ein Vermeiden von bestimmten Kleidungsstücken, Schmuck oder anderen Stoffen die Beschwerden lindert.
 
Anschließend begutachtet der behandelnde Arzt die betroffenen Hautstellen genauer und entscheidet, ob ein sogenannter Epikutantest, beziehungsweise auch Patch-Test oder Pflaster-Test genannt, notwendig ist. Diesen führt er durch, um mögliche Allergene identifizieren zu können. Diesen Allergietest kannst Du bei einem Facharzt mit der Zusatzbezeichnung Allergologe machen lassen. Meist handelt es sich bei dem Facharzt um einen Haut-, Lungen- oder Hals-Nasen-Ohren-Arzt, allerdings können auch einige Kinderärzte auf die Allergietests spezialisiert sein. Im Rahmen des Epikutantests klebt der Allergologe ein Spezialpflaster mit Allergenproben, die potenziell für die Kontaktallergie des Betroffenen zuständig sind, auf den Rücken des Patienten, das dort in der Regel für ein bis zwei Tage verbleibt. Gegebenenfalls kann er die Allergenprobe auch auf die Haut auftragen und erst dann mit einem Pflaster abdecken. Nach den verstrichenen 24 bis 48 Stunden entfernt der Arzt die Pflaster und betrachtet die Haut, um feststellen zu können, ob eines der aufgetragenen Allergene tatsächlich lokale Überempfindlichkeitsreaktionen wie zum Beispiel eine Hautrötung oder eine Quaddelbildung hervorgerufen hat. Sind keine Symptome oder Hautveränderungen zu sehen, kontrolliert der Allergologe die Hautstelle erneut nach weiteren ein bis zwei Tagen. In der Regel lässt sich so am einfachsten die konkrete Ursache für die Kontaktallergie abklären.

Kontaktallergie - Epikutantest

Wie lässt sich eine Kontaktallergie behandeln?

Da eine Kontaktallergie meist ein Leben lang bestehen bleibt, können wir leider von keiner gänzlichen Heilung der Erkrankung sprechen, da die Sensibilisierung des körpereigenen Immunsystems gegen das jeweilige Allergen nicht einfach so verschwinden kann.

Kontaktallergie - Wie lässt sich eine Kontaktallergie behandeln?

Die effektivste Methode, wie Betroffene der Kontaktallergie entgegenwirken können, ist, das vermeintliche Allergen und den Hautkontakt dazu zu vermeiden. Das heißt, dass Du bei einer Nickelallergie zum Beispiel darauf achtest, dass jeglicher Schmuck, Knöpfe oder Gürtelschnallen kein Nickel enthalten. Wenn das jedoch aus bestimmten Gründen nicht möglich ist (zum Beispiel aus berufsspezifischen Gründen), können Handschuhe oder Schutzkleidung Abhilfe schaffen. Gegebenenfalls kann hierbei auch eine Umstellung auf eine andere Berufstätigkeit nötig sein. Außerdem ist es empfehlenswert, bei Verdacht auf eine beruflich bedingte Kontaktallergie eine Meldung an die Berufsgenossenschaft durch den Haut- oder Betriebsarzt zu tätigen, da diese dann die Kosten für etwaige Schutzmaßnahmen übernehmen können, sofern sie die Allergie als eine Berufskrankheit anerkennen.

Wie funktioniert die medikamentöse Behandlung einer Kontaktallergie?

Sollte ein Vermeiden des Allergens per se nicht möglich sein, lassen sich die Symptome der Kontaktallergie zumindest mittels der Einnahme von Medikamenten oder einer UV-Therapie lindern. Wenn eine Kontaktallergie und die damit verbundenen Hautveränderungen und Beschwerden eintreten, ist es in erster Linie wichtig, die betroffenen Hautstellen gut zu säubern, um den Heilungsprozess zu fördern. Dabei unterstützen vor allem Feuchtigkeits- und Pflegeprodukte die Haut bei ihrem Wiederaufbau, weshalb rückfettende Cremes, Öle oder Bäder zu empfehlen sind.

Kontaktallergie - Wie funktioniert die medikamentöse Behandlung einer Kontaktallergie?

Die medikamentöse Behandlung besteht aus kortisonhaltigen Salben, Lösungen und Cremes, die der Patient mehrmals auf die betroffene Haut auftragen muss. Kortison hemmt nämlich die überschießende Immunantwort und mildert zugleich die Entzündungsreaktion der Haut. Welche Art des Kortisons und wie lange dieses anzuwenden ist, muss der behandelnde Arzt bestimmen, da das Kortison bei längerer Anwendung Nebenwirkungen haben kann. Dazu gehört unter anderem, dass es die Haut dünner und fleckig machen kann. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Patient die kortisonhaltigen Präparate nur kurzzeitig und lediglich an kleinen Hautstellen, die tatsächlich betroffen sind, aufträgt.
 
Erzielt der Arzt mit der Verschreibung der lokalen kortisonhaltigen Salben, Lösungen und Cremes nicht den gewünschten Erfolg, verschreibt er in manchen Fällen kortisonhaltige Tabletten zur oralen Einnahme. Auch bei dieser Variante der Therapie gilt, dass der Betroffene die kortisonhaltigen Tabletten nur kurzzeitig und nur unter ärztlicher Aufsicht einnimmt, da sonst das Risiko erheblicher Nebenwirkungen bestehen könnte. Sollte sich die Kontaktallergie verschlimmern und zu einem chronischen Kontaktekzem übergehen, kann der Arzt den Wirkstoff Aliretinoin zur Einnahme verordnen, der eine ähnliche Struktur wie Vitamin A aufweist. Aliretinoin wirkt entzündungshemmend und regulierend auf das körpereigene Immunsystem.

Wie wirkt eine UV-Therapie bei einer Kontaktallergie?

Kontaktallergie - Wie wirkt eine UV-Therapie bei einer Kontaktallergie?

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit bei einer Kontaktallergie ist die UV-Therapie. Diese kann vor allem bei einem chronischen Kontaktekzem helfen. Die UV-Therapie ist eine Form der Lichttherapie, bei der entweder Bestrahlungen mit UV-B-Licht (=UVB-Therapie) oder Bestrahlungen mit UV-A-Licht in Kombination mit dem Wirkstoff Psoralen (=PUVA-Therapie) zum Einsatz kommen. Den Wirkstoff Psoralen verschreibt der Arzt dabei entweder zur oralen Einnahme oder als lokale Salbe zum Auftragen auf die Haut.

Welche Hausmittel helfen bei einer Kontaktallergie?

Kontaktallergie - Welche Hausmittel helfen bei einer Kontaktallergie?

Neben der medikamentösen und der UV-Therapie gibt es einige Hausmittel, die die Symptome einer Kontaktallergie und die damit verbundenen Hautveränderungen bei der Heilung unterstützen können. Natürliche Mittel können nämlich den Juckreiz lindern und entzündungshemmend wirken. Dazu gehören unter anderem Brennnessel, Kamille, Apfelessig, Ringelblume, Olivenöl, Pfefferminze oder Aloe vera.

Die Brennnessel ist eigentlich ein altbekanntes Hausmittel, das nicht nur bei einem Kontaktekzem, sondern auch bei anderen Hautausschlägen Abhilfe schaffen kann. Verwende hierzu den Saft der Blätter und gib ihn auf die betroffene Hautstelle, um den Juckreiz zu lindern und die Entzündung zu hemmen. Solltest Du Dich für die Anwendung der Kamille entscheiden, raten wir Dir die Blüten der Kamille zu kochen, sie abkühlen zu lassen und die Blätter dann zu entfernen. Danach kannst Du die betroffene Hautstelle mit dem abgekühlten Teewasser befeuchten, was einen juckreizstillenden Effekt hat. Ähnlich kannst Du auch mit einem Pfefferminztee vorgehen und das abgekühlte Teewasser auf die erkrankte Hautstelle geben. Der Pfefferminztee hat eine antientzündliche Wirkung und beruhigt die gereizte Haut – vor allem beim Auftreten von den typischen Quaddeln ist er sehr hilfreich.

Kontaktallergie - Apfelessig eignet sich wegen seiner starken antibakteriellen

Apfelessig eignet sich wegen seiner starken antibakteriellen Eigenschaft vor allem bei einer fortgeschrittenen Kontaktallergie. Verdünne hierzu den Essig mit etwas Wasser, tränke einen Wattepad ein und betupfe damit die erkrankten Stellen. Nach etwa zehn Minuten solltest Du den behandelten Bereich noch mit klarem Wasser abspülen, um die juckreizstillende Wirkung des Apfelessigs zu unterstützen. Auch Aloe vera hat eine juckreizstillende Wirkung und unterstützt die Haut mit ihrem kühlenden und pflegenden Effekt außerdem auch bei ihrer Regeneration.
 
Die Inhaltsstoffe einer Ringelblume eignen sich nicht nur bei einer Kontaktallergie, sondern auch bei anderen Ekzemen sowie trockener Haut. Erhältlich ist sie meist als Tinktur oder auch in Salbenform und wirkt beruhigend auf die Haut und verschafft eine angenehme Linderung des Juckreizes. Auch der natürliche Helfer, der als Ballonrebe oder Herzsame bekannt ist, hat eine juckreizstillende und entzündungshemmende Wirkung. Dabei handelt es sich um eine krautartige Schlingpflanze, die Du in der Apotheke meist in Form einer Salbe kaufen kannst.
 
Bei der Anwendung jeglicher pflanzlichen Hausmittel solltest Du aber generell stets beachten, dass manche selbst allergische Reaktionen wie Kontaktekzeme, Juckreiz oder Rötungen auslösen können. Hierbei ist vor allem zum Beispiel auf Kamille zu achten, da sie trotz ihrer juckreizstillenden Wirkung auch selber eine Allergie auslösen kann. Lass Dich deshalb von Deinem Hautarzt oder Apotheker über die jeweilige Wirkung der natürlichen Mittel aufklären und beraten, bevor Du die von der Kontaktallergie betroffenen Hautstellen damit behandelst. Ein Arzt kann zum Beispiel im Voraus einen Epikutantest durchführen, um feststellen zu können, ob Du möglicherweise auf die pflanzlichen Hausmittel allergisch reagieren könntest.

Was kann ich sonst noch bei einer Kontaktallergie tun?

Kontaktallergie - Versuche weitgehend potenzielle Allergene vollständig zu meiden

Versuche weitgehend potenzielle Allergene vollständig zu meiden

Kontaktallergie - Vermeide Modeschmuck, Nieten, Gürtelschnallen, Brillengestelle uä.

Vermeide Modeschmuck, Nieten, Gürtelschnallen, Brillengestelle uä.

Kontaktallergie - Pflege deine Haut täglich mit harnstoffhaltigen Cremes

Pflege deine Haut täglich mit harnstoffhaltigen Cremes

Kontaktallergie - Verzichte bei Kosmetikprodukten auf allergieauslösende Inhaltsstoffe

Verzichte bei Kosmetikprodukten auf allergieauslösende Inhaltsstoffe

Das Beste, was Du bei einer Kontaktallergie machen kannst, ist, das potenzielle Allergen vollständig zu meiden. Beobachte hierzu immer selbst, wann der Ausschlag auftritt und probiere gegebenenfalls auf ein Produkt oder Ähnliches eine Weile zu verzichten, wenn Du denkst, dass es für die Allergie verantwortlich sein könnte. Beispielsweise bei einer Nickelallergie heißt es, dass Du weitgehend auf Modeschmuck verzichten solltest – Alternativen hierzu können echter Gold- und Silberschmuck, Perlenketten, Ketten aus (Halb- oder Edel-)Steinen sowie Plastikschmuck sein. Achte aber auch auf die Fassungen und Verschlüsse der Ketten oder auf Nieten, Gürtelschnallen, Brillengestelle, Uhren sowie zum Beispiel an Deiner Jeans-Hose auf Metallknöpfe, da all diese Produkte das Allergen enthalten können.
 
Da Du einer Kontaktallergie jedoch prinzipiell nicht komplett vorbeugen kannst, empfiehlt es sich außerdem, den Juckreiz in den Griff zu bekommen. Achte hierzu darauf, dass Du Deine Haut zum Beispiel mit harnstoffhaltigen Cremes täglich pflegst. Außerdem eignet sich auch eine pH-neutrale Seife und rückfettende Öle, Salben oder Cremes. Vor allem in der Herbst- und Winterzeit solltest Du Dich besonders gut um die Pflege Deiner Haut kümmern, da sie sonst austrocknet und sich Risse bilden können, was es wiederum potenziell allergenen Substanzen erleichtert, in die Wunde einzudringen und eine allergische Reaktion hervorzurufen. Verzichte sicherheitshalber vollkommen auf alle allergieauslösenden Inhaltsstoffe – in erster Linie vor allem auf beigefügte Duft- und sonstige Zusatzstoffe. Wir empfehlen Dir, lieber auf Naturkosmetika zu setzen, da diese keine Zusatzstoffe enthält.

Kontaktallergie - Was kann ich sonst noch bei einer Kontaktallergie tun?

Welche Komplikationen können bei einer Kontaktallergie auftreten?

Kontaktallergie - Welche Komplikationen können bei einer Kontaktallergie auftreten?

Eine der häufigsten Komplikationen bei einer Kontaktallergie ist die sogenannte Superinfektion. Dabei dringen Bakterien, Viren oder Pilze in die eingerissene oder aufgekratzte Hautstelle ein und vermehren sich in den bestehenden Entzündungen, wodurch sich die Beschwerden verschlimmern.

Um eine korrekte Therapie in die Wege zu leiten, muss der Arzt in solchen Fällen bestimmen, wer für die Superinfektion verantwortlich ist. Außerdem hängt von der Schwere der Superinfektion ab, ob er die Mittel zur Behandlung lokal oder systemisch (also von innen mit Injektionen oder Tabletten) verabreicht.
 
Eine weitere häufige Komplikation ist das chronische Ekzem. Dieses entwickelt sich, wenn die Haut über einen längeren Zeitraum dem allergieauslösenden Stoff ausgesetzt ist. Wenn es in Folge dessen zu einer starken Sensibilisierung kommt, finden sich die Ekzeme eventuell auch an Hautpartien, die ursprünglich nicht mit dem Allergen in Berührung gekommen sind. In solchen Fällen sprechen wir von einem streuenden Ekzem.
 
Einen Sonderfall stellt die Latexallergie dar. Latex gehört einerseits zu den Allergien vom Spät-Typ, andererseits kann es aber auch Sofortallergien auslösen, bei denen die Haut innerhalb von Minuten mit einem Nesselausschlag, Quaddeln, Juckreiz und Rötungen auf das Latex-Allergen reagiert. Darüber hinaus kann Latex in seltenen Fällen sogar ohne direkten Kontakt zu Beschwerden wie Schnupfen, juckenden Augen und Asthma führen. Im allerschlimmsten Fall kann der von der Latex-Kontaktallergie betroffene Patient einen allergischen beziehungsweise anaphylaktischen Schock erleiden, der das Leben bedrohen kann. Dieser macht sich sehr schnell bemerkbar und weist Symptome wie Quaddelbildungen, Zuschwellen des Halses, erschwertes Atmen sowie Kribbeln in den Händen und Füßen auf. Die Anzeichen für einen anaphylaktischen Schock können je nach Person und Allergen vielfältig aussehen, in jedem Fall gilt aber, dass bei den ersten Schockanzeichen sofort ein Notruf zu tätigen ist.

Kontaktallergie - Wie kann ich einer Kontaktallergie vorbeugen?

Wie kann ich einer Kontaktallergie vorbeugen?

Eine sichere Methode, wie Du einer Kontaktallergie zur Gänze vorbeugen könntest, gibt es leider nicht. Es ist aber auf jeden Fall empfehlenswert, den Hautkontakt zu dem potenziellen Allergieauslöser gänzlich oder so gut es geht zu vermeiden. Dazu kannst Du die Haut gegebenenfalls mit spezieller Schutzkleidung und Handschuhen schützen, wenn Du zum Beispiel allergisch auf Reinigungsmittel reagierst oder in Deinem Beruf mit potenziellen Allergenen in Verbindung kommst. Solltest Du eine berufsbedingte Kontaktallergie haben, empfehlen wir Dir, Dich an den Betriebsarzt beziehungsweise an die Berufsgenossenschaft zu wenden, da in solchen Fällen eine berufsdermatologische Beratung möglich ist. Sollte keine der Maßnahmen helfen und die Kontaktallergie sich nur verschlimmern, solltest Du im Extremfall sogar einen Berufswechsel in Erwägung ziehen.
 
Eine Prophylaxe an sich gibt es also leider nicht, allerdings kannst Du das Risiko für Allergien allgemein senken. Denn es gilt zum Beispiel, dass gestillte Säuglinge weniger häufig unter Allergien jeglicher Art leiden oder Kinder, die in Haushalten mit Tieren aufwachsen, auch ein niedrigeres Risiko haben, an einer Allergie, wie zum Beispiel einer Kontaktallergie, zu erkranken.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung einer Kontaktallergie?

Kontaktallergie - Kosten

In der Regel übernehmen die Sozialversicherungsträger die Kosten oder zumindest einen Teil der Behandlung einer Kontaktallergie, da sie sich an den Kosten für die notwendigen Medikamente beteiligen. Informiere Dich hierzu am besten direkt bei der persönlichen Krankenversicherung, welche Leistungen sie Dir anbietet und inwiefern sie die Kosten übernehmen kann. Sollte im Rahmen der Diagnosefindung und der damit verbundenen ärztlichen Untersuchung ein konkreter Verdacht auf eine Kontaktallergie auftreten, übernehmen die Sozialversicherungsträger auch die Kosten für Allergietests, wie zum Beispiel den Epikutantest. Eventuell kann es bei den Behandlungsmaßnahmen möglich sein, dass Du für die Kosten, beispielweise einer UV-Therapie, selber aufkommen musst. Hierbei raten wir Dir aber, selbst bei Deiner persönlichen Krankenkasse nachzufragen, ob eine Kostenerstattung der UV-Therapie möglich ist.


Über den Autor: Dr. med. Benjamin Gehl

Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie


Als Facharzt für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie liegt die Leidenschaft von Dr. Gehl schon immer im Bereich der medizinischen Contentproduktion.

Aufgrund seiner Ausbildung, einer langjährigen Einsatzzeit in der rekonstruktiven und plastischen Chirurgie, sowie zahlreichen Auslandseinsätzen in Indien, Afrika und Amerika weiß er, welche Techniken und Behandlungen für medizinische Indikationen international Anwendung finden und State of the art sind.

Weiterhin beschäftigt er sich täglich mit neuen Trends und Techniken in der operativen und nicht-operativen Chirurgie. Fortbildungen sowie Studien zählen genauso zu seiner Leidenschaft wie die Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten zu den neuesten fachspezifischen Themen.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Unter einer Kontaktallergie verstehen wir eine allergische Reaktion der Haut, die mit einem Allergen, also einem allergieauslösenden Stoff, in Verbindung gekommen ist.


Ein Allergen kann pflanzlicher, tierischer oder anorganischer Natur sein – meistens ist das eine Substanz, die vermeintlich ungefährlich ist, beim Betroffenen aber eine überempfindliche Wirkung des Immunsystems hervorruft.


Die Kontaktallergie lässt sich entweder durch das Vermeiden des potenziellen Allergens, medikamentös mittels Kortisons oder mit einer UV-Therapie behandeln.


In der Regel übernimmt der Sozialversicherungsträger sämtliche Kosten der Behandlung der Erkrankung beziehungsweise beteiligt sich zumindest an der Erstattung der Kosten.

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