Zahnwurzelentzündung

Unter einer Zahnwurzelentzündung versteht man in der Medizin eine Infektion der Zahnwurzel, die insbesondere das Wurzelmark und die darin verlaufenden Nerven schädigt. Sie wird meist durch Karies oder Parodontitis verursacht und kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass der betroffene Zahn abstirbt. Wie Du einer Zahnwurzelentzündung vorbeugen kannst, wie sie Dein Zahnarzt behandelt und alle weiteren wichtigen Informationen liest Du hier!


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Zuletzt aktualisiert: 25. August, 2020



ICD-10-CM K04.0

Was versteht die Medizin unter einer Zahnwurzelentzündung?

Jeder Zahn besteht aus der sichtbaren Zahnkrone, dem Zahnhals und der Zahnwurzel. Der Wurzelkanal ist hohl, in ihm verlaufen Nerven und Blutgefäße, so wie Bindegewebe, die zur Versorgung des Zahnes dienen. Diese inneren Bestandteile der Wurzel werden in der Medizin als Pulpa bezeichnet. Wenn es in diesem sensiblen Bereich zu einer Entzündung kommt, sprechen Ärzte von einer „Pulpitis“, auch als Zahnwurzelentzündung bekannt.
 
Eine Zahnwurzelentzündung äußert sich in der Regel durch Schmerzen

Wie sehen die Symptome einer Zahnwurzelentzündung aus?

Eine Zahnwurzelentzündung äußert sich in der Regel durch Schmerzen. Wenn sich die Entzündung erst in einem Anfangsstadium befindet, verspüren die Betroffenen zunächst leichte Schmerzen, die sich meistens nur durch Provokation bemerkbar machen, also etwa beim Beißen oder beim Abklopfen des Zahnfleischs und Zahns im entzündeten Bereich.
 
Sobald sich die Entzündung im Zahnmark ausbreitet und auf die Nerven übergeht, entwickeln sich die anfänglich leichten Schmerzen zu sehr unangenehmen Beschwerden. Betroffene beschreiben diese als pochend, lang anhaltend und sehr stark, in vielen Fällen werden sie außerdem durch ein Druckgefühl im Bereich des entzündeten Zahns begleitet oder breiten sich in nahe gelegene Gesichtsregionen aus. Auf Druck, Hitze oder Kälte reagiert der Zahn dann besonders sensibel.
 
Wenn die Schmerzwahrnehmung des betroffenen Zahnes nach einer gewissen Zeit plötzlich unterbrochen wird, ist das ein Zeichen für massive Nervenschäden. Das Ausbleiben der Schmerzen kann bedeuten, dass der Zahn aufgrund der Entzündung abgestorben ist.
 
Neben den Schmerzen kann es auch zu einer Schwellung im Gesicht oder am Kieferknochen kommen. Diese tritt dann auf, wenn sich die Entzündung auf die Kieferknochen und das umliegende Gewebe ausbreitet, dieses anschwillt oder sich darin sogar Abszesse bilden.
 
Betroffene berichten zudem häufig von Zahnfleischbluten beim Zähneputzen, denn das Zahnfleisch wird durch die Entzündung sensibilisiert und zieht sich zurück, sodass die Zahnhälse frei liegen. Oftmals bilden sich außerdem Zahnfleischtaschen, in denen sich Eiter oder Sekret ansammelt. Das ist nicht nur mit weiteren Schmerzen verbunden, sondern kann auch unangenehmen Mundgeruch verursachen. Wenn das Zahnfleisch zurückgedrängt wird, kann es zudem den Zahn nicht mehr vollständig unterstützen, sodass der Halt der Zähne in diesem Fall ebenso beeinträchtigt wird.

Welche Ursachen hat eine Zahnwurzelentzündung?

In vielen Fällen wird eine Zahnwurzelentzündung durch Karies ausgelöst. Im menschlichen Mund befindet sich eine Vielzahl von verschiedenen Bakterienstämmen, die unter den feuchten und warmen Bedingungen unseres Mundraums optimal gedeihen können. Einige dieser Bakterien verstoffwechseln Zucker aus unserer Nahrung, wodurch säurehaltige Abfallprodukte entstehen, die unseren Zahnschmelz angreifen. Dadurch entstehen Löcher im Zahnschmelz, die die Zähne anfälliger für Karieserreger machen. Diese können über die Schäden im Schmelz ins Innere des Zahnes vordringen, sich dort ausbreiten und das Gewebe infizieren. Wenn der betroffene Zahn nicht zeitgerecht von einem Zahnarzt behandelt wird, bricht Karies aus, greift den Zahnschmelz weiter an und beschädigt den Zahn. Wenn die Kariesbakterien weiter vordringen und sich innerhalb des Zahns ausbreiten, kann es zu einer Zahnwurzelentzündung kommen.
 
Eine weitere mögliche Ursache für eine Pulpitis ist eine mechanische Beschädigung des Zahns. Wenn ein Zahn eine Fraktur erleidet und dadurch die Pulpa frei liegt, kann sie sich entzünden. Das kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn der Zahnschmelz durch regelmäßiges Zähneknirschen beeinträchtigt ist, schief wachsende Weisheitszähne die umliegenden Zähne beschädigen oder durch Druck deren Zahnwurzeln reizen.
 
Ebenso häufig findet eine Auslösung der Zahnwurzelentzündung durch eine Parodontitis statt. Darunter versteht man eine bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparats, bei der sich das Zahnfleisch zurückbildet. Dadurch liegen die Zahnhälse frei und Bakterien können leichter in die Zahnwurzel gelangen.

Wer ist am häufigsten von einer Zahnwurzelentzündung betroffen?

In der Regel lassen sich Zahnwurzelentzündungen durch eine regelmäßige, gründliche Mundhygiene vermeiden, allerdings gibt es Patienten, die aufgrund von Vorerkrankungen häufiger von einer Pulpitis betroffen sind. Dazu gehören Personen, die an einem geschwächten Immunsystem oder an Diabetes leiden, aber auch starke Verwachsungen der Weisheitszähne oder stark gekrümmte Zahnwurzeln steigern das Risiko, an einer Zahnwurzelentzündung zu erkranken.
 
In vielen Fällen wird eine Zahnwurzelentzündung durch Karies ausgelöst

Ist eine Zahnwurzelentzündung ansteckend?

Eine Pulpitis ist in der Regel nicht ansteckend. In seltenen Fällen kann eine Ansteckung über den Blutstrom verursacht werden, wenn im Körper verschiedene Entzündungsherde bestehen, die unbehandelt bleiben. In diesem Fall können sich die Erreger im menschlichen Organismus ausbreiten und zu weiteren Infektionen führen. Wenn eine Pulpitis über längere Zeit unbehandelt bleibt, kann es zudem vorkommen, dass sie sich auf naheliegende Zähne ausbreitet.

Welche Folgen kann eine Zahnwurzelentzündung für die Betroffenen haben?

Wenn eine Zahnwurzelentzündung zeitgerecht erkannt und behandelt wird, reicht in der Regel eine Wurzelbehandlung aus, um die Infektion zu beseitigen. Wenn sich die Entzündung hingegen auf umliegende Gewebe erstreckt, müssen die Betroffenen mit unangenehmen Folgen rechnen. Eine Ausbreitung der Infektion über die gesamte Zahnwurzel und den Wurzelkanal hinweg kann dazu führen, dass eine Wurzelbehandlung zur Linderung der Symptome nicht mehr ausreicht und ein operativer Eingriff notwendig ist. Im schlimmsten Fall kann eine Zahnwurzelentzündung sogar zum Zahnverlust führen.

Wann sollte ich einen Zahnarzt aufsuchen?

Wenn Du Zahnschmerzen hast, solltest Du bereits einen Zahnarzt aufsuchen. Auch dann, wenn die Schmerzen nur leicht sind, oder nur beim Kauen auftreten, handelt es sich um Symptome, die auf eine Erkrankung Deiner Zähne hindeuten können. Insbesondere dann, wenn die Schmerzen über die Zeit hinweg schlimmer werden, in umliegende Gewebe ausstrahlen oder Deine Zähne sensibel auf Druck oder Temperaturunterschiede reagieren, solltest Du rasch Deinen Arzt konsultieren.
 
Besondere Achtung gilt dann, wenn die Schmerzen plötzlich verschwinden, denn wenn die Schmerzwahrnehmung nachlässt, deutet das auf gravierende Nervenschäden hin und es kann sogar bedeuten, dass der betroffene Zahn abgestorben ist.

Wie diagnostiziert der Zahnarzt eine Zahnwurzelentzündung?

Wenn Du den Verdacht hast, an einer Zahnwurzelentzündung zu leiden, solltest Du rasch einen Arzt aufsuchen. In einem Gespräch verschafft sich Dein Zahnarzt zunächst einen Überblick über die Situation. Vorrangig fragt er, welche Beschwerden Du hast, wie stark Deine Schmerzen sind, wie lange Du diese schon verspürst und ob Du in der Vergangenheit bereits an Zahnerkrankungen gelitten hast.
 
Darauffolgend untersucht Dein Zahnarzt Deine Zähne. Dabei achtet er auf Risse, Verfärbungen und brüchige Stellen. Im Anschluss führt er eine  Klopfuntersuchung durch. Durch leichtes Klopfen auf die betroffenen Zähne kann er einschätzen, ob sich in Deiner Zahnwurzel eine Entzündung befindet und wie weit diese in etwa fortgeschritten ist. Wenn der Schmerz an sich leicht ist und nur durch das Klopfen verstärkt wird, ist das ein Zeichen dafür, dass die Entzündung erst in einem anfänglichen Stadium vorliegt.
 
Nach der Klopfuntersuchung testet Dein Arzt die betroffenen Zähne auf ihre Kälteempfindlichkeit. Dabei stimuliert er sie mit einem Kältereiz, um zu überprüfen, ob die Nerven des entzündeten Zahns reagieren. Auch das ist eine Maßnahme, um den Schweregrad der Entzündung einschätzen zu können, denn wenn der Nerv bereits stark geschädigt ist, zieht der Kältereiz keine Reaktion nach sich. Wenn diese Untersuchungsmethoden keinen eindeutigen Aufschluss über die Symptomatik erteilen, kann es sein, dass Dein Zahnarzt eine Probebohrung durchführen muss, um ein weiteres Mal die Reaktion Deiner Nerven zu testen.
 
Als weitere Untersuchungsmethode kann Dein Zahnarzt eine Röntgenuntersuchung durchführen, denn damit lässt sich die Struktur Deiner Zähne besonders genau analysieren. Diese Form der Untersuchung ist insbesondere dann aufschlussreich, wenn Du über vorhergehende Röntgen- oder CT-Bilder Deiner Zähne verfügst. Beim Vergleich mit älteren Bildern wird Dein Arzt überprüfen, ob sich im Bereich Deiner Zahnwurzeln Schatten entdecken lassen. Diese sprechen für eine Zahnwurzelentzündung.
 
In speziellen Fällen kann Dein Zahnarzt außerdem eine Blutuntersuchung anordnen. Diese dient dazu, die Entzündungswerte Deines Blutes zu analysieren. Das ist dann notwendig, wenn Dein Arzt davon ausgeht, dass sich die Entzündung bereits stark in Deinem Gewebe ausgebreitet hat.
 
Wenn Du den Verdacht hast, an einer Zahnwurzelentzündung zu leiden, solltest Du rasch einen Arzt aufsuchen

Wie lässt sich eine Zahnwurzelentzündung behandeln?

Wenn Dein Zahnarzt eine Zahnwurzelentzündung diagnostiziert hat, wird er sofort mit der Behandlung der Beschwerden beginnen, um eine Erschwerung der Erkrankung zu verhindern. Um die Behandlung vorzubereiten, wird er die Zahnoberfläche der betroffenen Zähne reinigen und glätten. Dabei entfernt er Plaque, Zahnstein und spült den Mund mit antibakteriell wirksamen Lösungen aus. Das ist wichtig, um zu verhindern, dass sich die Keime, die bei der Behandlung aus der Zahnwurzel austreten, im Rest des Mundraums ausbreiten. Anschließend muss der Zahnarzt den Entzündungsherd entfernen.
 
Um die Zahnwurzelentzündung zu beseitigen, ist eine Wurzelbehandlung notwendig, bei der Dein Zahnarzt das Zahnmark öffnet und entfernt. Er präpariert zunächst die Wurzelkanaleingänge, indem er sie freilegt. Im Anschluss daran spült er sie aus und entfernt entzündete Nervengewebe. Gegebenenfalls muss er in Folge daran eine Wurzelfüllung einbringen, um den Zahn vor künftig eintretenden Bakterien zu schützen. Die Füllung der Wurzel ist allerdings nur dann möglich, wenn der Zahn symptomfrei und trocken ist. Es kann sein, dass die Füllung daher erst in einer zweiten Sitzung beim Arzt erfolgen kann.
 
Je nach Ausprägung der Entzündung kann es vorkommen, dass im Rahmen der Behandlung der betroffene Zahn entfernt werden oder die Füllung der Zahnwurzel erneuert werden muss. Das ist beispielsweise dann notwendig, wenn es zu immer wiederkehrenden Entzündungen der Zahnwurzel kommt.
 
Erst nachdem der Arzt die Wurzelbehandlung abgeschlossen hat, lassen die Schmerzen dauerhaft nach. Eine endgültige Linderung der Entzündung ohne Wurzelbehandlung oder Entfernung des beeinträchtigten Zahnes ist in der Regel nicht möglich.

Wann muss bei einer Zahnwurzelentzündung eine Operation erfolgen?

In besonders gravierenden Fällen der Zahnwurzelentzündung kann es passieren, dass die Erkrankung mithilfe eines operativen Eingriffs behandelt werden muss. Das ist speziell dann notwendig, wenn sich die Entzündung bis in die Spitze der Zahnwurzel ausbreitet oder der Wurzelkanal zu eng ist und eine Vergrößerung erfolgen muss.

Was muss ich vor einer Operation beachten?

Wenn Du an einer Wurzelspitzenentzündung leidest und zur Behandlung Deiner Symptome ein operativer Eingriff notwendig ist, solltest Du verschiedene Dinge beachten. Wenn Du beispielsweise regelmäßig Medikamente einnimmst, solltest Du Deinem Arzt genau mitteilen, welche Präparate, in welchen Dosierungen und Zeitabständen Du zu Dir nimmst. Insbesondere blutverdünnende Substanzen solltest Du nach Rücksprache mit Deinem Arzt vor der Operation absetzen. Außerdem ist es wichtig, dass Du bereits vor dem Eingriff eine gründliche Mundhygiene durchführst und auf Zigaretten verzichtest, um eine optimale Wundheilung zu gewährleisten.

Wie verläuft die Operation bei einer Zahnwurzelentzündung?

Wenn sich die Entzündung so weit ausbreitet, dass die Spitze der Zahnwurzel infiziert ist, muss der Zahnarzt eine Wurzelspitzenresektion durchführen. Diese Operation kann ausschließlich durch einen Zahnarzt erfolgen und findet meistens unter örtlicher Betäubung statt. Der Eingriff dauert in der Regel nicht länger als eine halbe Stunde. Der Arzt muss dabei zunächst Zahnfleisch und Knochenhaut durchtrennen, um den Knochen freizulegen, und bohrt im Anschluss daran den Kieferknochen auf. Mit dieser Methode schafft er ein Knochenfenster und kürzt die Wurzelspitze, was zur Folge hat, dass sich der Wurzelkanal erweitert und der Zahnarzt ihn wie bei einer Wurzelbehandlung füllen kann. Dadurch lassen sich künftige Infektionen vermeiden.
 
Wenn sich die Entzündung so weit ausbreitet, dass die Spitze der Zahnwurzel infiziert ist, muss der Zahnarzt eine Wurzelspitzenresektion durchführen

Was muss ich nach dem operativen Eingriff beachten?

Nach dem operativen Eingriff solltest Du einige Dinge beachten. In erste Linie solltest Du Dich natürlich an die Vorgaben Deines Arztes halten und Deine Mundhygiene gemäß seinen Vorgaben durchführen.
 
Des Weiteren solltest Du, solange das Betäubungsmittel wirkt, keine Nahrung zu Dir nehmen und im Zeitraum von rund 24 Stunden nach dem Eingriff auf Kaffee, schwarzen Tee und Zigaretten verzichten. Außerdem solltest Du körperliche Anstrengung vermeiden.
 
Wenn Du nach der Operation an einer Schwellung oder Schmerzen leidest, kannst Du diesen mithilfe von Eisbeuteln oder anderen Kühlmitteln beikommen. Wenn die Schmerzen nach dem Eingriff besonders stark werden, Du starke Schwellungen hast oder sogar Fieber bekommst, solltest Du Dich umgehend an einen Arzt wenden.

Welche Risiken birgt die Operation einer Zahnwurzelentzündung?

Die Operation einer Zahnwurzelentzündung birgt, so wie jeder operative Eingriff, gewisse Risiken. Beispielsweise kann es nach der Operation zu Wundheilungsstörungen oder Infektionen kommen, es kann aber auch passieren, dass beim Eingriff versehentlich umliegende Nerven oder Zahnstrukturen verletzt werden. In der Regel verschreiben Ärzte nach einer Operation Antibiotika als Prophylaxe gegen Wundheilungsstörungen und weitere Infektionen. Wenn Du an einer Pulpitis leidest und in Deinem Fall eine Operation notwendig ist, klärt Dich Dein Arzt über alle möglichen Komplikationen auf.

Wie ist die Prognose bei einer Zahnwurzelentzündung?

Der Verlauf einer Zahnwurzelentzündung hängt maßgeblich davon ab, in welchem Stadium sie sich befindet, wenn Dein Zahnarzt diese entdeckt und schließlich behandelt. Sobald Du Beschwerden entwickelst, solltest Du Dich an Deinen Arzt wenden, denn je früher die Therapie einer Pulpitis erfolgt, desto weniger gravierend sind die Folgen. Wenn dr Zahnarzt die Infektion in einem anfänglichen Stadium bereits eindämmt, reicht in der Regel eine Behandlung der kariösen Stellen oder eine Wurzelbehandlung aus. Bei einer schwerwiegenden Infektion kann es hingegen sein, dass eine Operation notwendig ist und in besonders schlimmen Fällen kann eine Pulpitis sogar den Verlust der betroffenen Zähne nach sich ziehen.

Was kann ich selbst gegen eine Zahnwurzelentzündung tun?

Wenn Du eine Zahnwurzelentzündung hast, kannst Du verschiedene Maßnahmen treffen, um Deine Beschwerden zu lindern. Zum Beispiel kannst Du die betroffenen Stellen kühlen, indem Du Eiswürfel in ein Tuch wickelst und gegen Deine Wange hältst. Zudem gibt es einige Hausmittel, die bei einer Pulpitis helfen können. Dazu zählen beispielsweise Vitamin C, Knoblauch, oder auch Ölziehen. In jedem Fall solltest Du aber rasch Deinen Zahnarzt aufsuchen, wenn Du an Schmerzen leidest, denn es ist wichtig, eine Pulpitis bereits gleich nach der Entstehung zu behandeln, um Komplikationen im Krankheitsverlauf zu vermeiden.

Wie kann ich eine Zahnwurzelentzündung vorbeugen?

Es gibt gewisse Risikofaktoren, die eine Zahnwurzelentzündung begünstigen. Wenn Du darauf achtest, diese Risiken zu umgehen, kannst Du einer Entzündung vorbeugen. Ein wichtiger Faktor ist die Ernährung, denn zuckerhaltige Nahrungsmittel bieten einen guten Nährboden für Kariesbakterien, die in weiterer Folge eine Zahnwurzelentzündung auslösen können.
 
Um einer Zahnwurzelentzündung vorzubeugen, ist es außerdem wichtig, dass Du eine tägliche, gründliche Mundhygiene durchführst und Dich in Bezug auf die Pflege Deiner Zähne an die Empfehlungen Deines Zahnarztes hältst. Besonders bedeutsam ist in diesem Zusammenhang neben dem Zähneputzen auch die Pflege der Zahnzwischenräume.
 
Selbstverständlich sind auch regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt unumgänglich, um eventuelle Kariesschäden an den Zähnen rasch erkennen und behandeln zu können. Du solltest die Routineuntersuchungen bei Deinem Arzt einhalten, denn dann kann er Deine Zähne auf kleine Schmelzschäden untersuchen, die Du selbst gar nicht bemerkst. Je früher der Zahnarzt den Schaden beseitigt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass dadurch Komplikationen entstehen.
 
Um einer Zahnwurzelentzündung vorzubeugen, ist es außerdem wichtig, dass Du eine tägliche, gründliche Mundhygiene durchführst und Dich in Bezug auf die Pflege Deiner Zähne an die Empfehlungen Deines Zahnarztes hältst

Was kostet die Behandlung einer Zahnwurzelentzündung?

Je nachdem, wie stark die Zahnwurzelentzündung ausgeprägt ist, muss Dein Zahnarzt eine ausprägungsorientierte Behandlung vornehmen. Dadurch können unterschiedlich hohe Kosten anfallen.
 
Der Einsatz von speziellen Werkzeugen bei der Wurzelbehandlung ist zwar medizinisch sinnvoll, zählt aber nicht zu den Regelleistungen der Krankenkassen und ist daher trotz hoher Kosten nicht gedeckt. Je nach Komplexität der Behandlung und Zahn können beim Einsatz dieser speziellen Techniken Kosten von bis zu 1000-1500 Euro anfallen, die Du privat bezahlen musst, da die Versicherung diese nicht rückerstattet.
 
Um hohe Kosten zu vermeiden, solltest Du bereits bei den ersten Beschwerden Deinen Zahnarzt aufsuchen, denn je stärker die Pulpitis ausgeprägt ist, desto mehr Maßnahmen sind für Deinen Arzt erforderlich, um die Symptome zu beseitigen.

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten der Behandlung einer Zahnwurzelentzündung?

Leider übernimmt die Krankenkasse nicht immer die Kosten für die Behandlung einer Zahnwurzelentzündung. Wenn der betroffene Zahn als erhaltungswürdig gilt, übernimmt die Versicherung in der Regel die Kosten. Es gibt eine weitere Reihe an Kriterien, die erfüllt werden müssen, damit Du Anspruch auf die Kostendeckung der Behandlungskosten hast. Die Kriterien beziehen sich unter anderem auf die Erhaltung einer geschlossenen Zahnreihe oder auf die Verhinderung des Fehlens des letzten Zahnes im Kiefer. Wenn es zu Komplikationen bei der Behandlung kommt oder Deine Zahnwurzeln stark gekrümmt sind und daher blind enden, übernimmt die Versicherung meistens nicht die Therapiekosten. Auch die Verwendung von speziellen medizinischen Instrumenten, die Dein Zahnarzt bei einer Wurzelbehandlung einsetzt, wird nicht von der Versicherung gedeckt.
 
Einige Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Behandlung einer Zahnwurzelentzündung zwar nicht ganz, gewähren aber zumindest einen Kostenzuschuss.
 
Du kannst vor der Behandlung Deinen Zahnarzt um eine Einschätzung der Kosten bitten, mit ihm klären, ob die Kriterien für die Kostendeckung durch die Krankenkasse gegeben sind und mit Deiner Versicherung klären, ob diese die Kosten für die Therapie deckt oder Dir einen Zuschuss gewährt.


Dauer Dauer

Bis zu 60 Minuten

Ausfallzeit Ausfallzeit

Keine

Stationärer Aufenthalt Stationär

Nicht notwendig

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Das Wichtigste zusammengefasst

Unter einer Pulpitis verstehen Zahnärzte die Entzündung der Zahnwurzel. Sie wird meistens durch Karies, Parodontitis oder Rupturen am Zahn ausgelöst und äußert sich durch starke Schmerzen. Zur Behandlung einer Pulpitis muss eine Wurzelbehandlung durchgeführt werden. Dabei entfernt Dein Zahnarzt die entzündete Wurzel, spült den Wurzelkanal aus und bringt eine Wurzelfüllung ein, um künftige Infektionen zu vermeiden


In besonders drastischen Fällen ist ein operativer Eingriff notwendig, um die Entzündung zu beseitigen. Dieser wird unter örtlicher Betäubung von einem Zahnarzt durchgeführt. Wenn die Zahnwurzelentzündung über längere Zeit unbehandelt bleibt, kann der betroffene Zahn absterben. Das äußert sich durch ein plötzliches Ausbleiben der Schmerzwahrnehmung. Im schlimmsten Fall zieht eine Pulpitis den Verlust der betroffenen Zähne nach sich


Mithilfe von täglicher, gründlicher Mundhygiene und gesunder Ernährung kannst Du einer Zahnwurzelentzündung vorbeugen. Wenn sich die Zahnwurzel allerdings erst einmal entzündet hat und Du Symptome bemerkst, solltest Du rasch einen Arzt aufsuchen. Die dauerhafte Linderung der Beschwerden ist ohne Wurzelbehandlung nicht möglich


Die Kosten für die Behandlung einer Zahnwurzelentzündung orientieren sich am Schweregrad der Infektion und den notwendigen Maßnahmen. Da die Kosten für die Therapie nicht immer von der Krankenkasse übernommen werden, solltest Du Dich vorab bei Deinem Zahnarzt über die entstehenden Kosten informieren und bei Deiner Versicherung anfragen, ob diese gedeckt werden oder Dir ein Zuschuss gewährt wird

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