Implantatwahl – welche Rolle spielen die Implantatoberflächen?

Die Brustvergrößerung gehört zu den beliebtesten Behandlungen weltweit, und das bereits seit mehreren Jahrzehnten. Um den Patientinnen den Tragekomfort der Brustimplantate so angenehm wie möglich zu machen, findet eine stetige Weiterentwicklung der Silikonkissen statt. Das gilt nicht nur für das enthaltene Silikon, sondern auch für die Oberflächen der Implantate. In unserem heutigen Blog klären wir Dich über die Unterschiede auf.


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Zuletzt aktualisiert: 9. November, 2021

INHALTSVERZEICHNISInhaltsverzeichnis

Es gibt verschiedene Formen von Implantaten, grundsätzlich unterscheiden wir zwischen runden und anatomischen Implantaten. Anatomische Implantate gibt es wiederum mit einer runden, einer verkürzten oder einer verlängerten Basis.

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Implantate unterscheiden sich nicht nur in ihrer Form, sondern auch in ihrer Füllung. Gemeinsam ist ihnen allen, dass sie kohäsiv sind, also dass das Silikongel eine zusammenhängende Einheit bildet und somit auch bei einem Hüllenschaden nicht ausfließen kann.

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Bei Brustimplantaten unterscheiden wir zwischen Implantaten mit einer glatten, einer texturierten oder einer beschichteten Oberfläche. Die verschiedenen Implantatoberflächen zeichnen sich jeweils durch verschiedene Vorteile aus, weshalb sich nicht pauschal sagen lässt, welche die Richtige für Dich ist. Aus diesem Grund ist ein intensives Beratungsgespräch mit einem kompetenten Arzt essenziell.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Bei den anatomischen Implantaten unterscheidet man solche mit runder, verkürzter und verlängerter Basis.


Alle modernen Silikongele weisen eine hohe Kohäsivität auf, unabhängig von ihrer Festigkeit. Kohäsiv bedeutet, dass die Gele eine zusammenhängende Einheit bilden und auch ohne Hülle nicht auseinanderfließen.


Durch die glatte Oberfläche haben diese Implantate eine geringe Reibung mit dem umgebenden Gewebe.


Die Implantat­ober­fläche erfordert keine speziellen Kniffe bei der OP-Technik und kommt nach wie vor breit zur Anwendung, auch wenn fein-mikrotexturierte Oberflächen aktuell stärker im Trend liegen.

Rund oder anatomisch? – Die Implantat-Form

Hier gibt es bei Herstellern mit breitem Portfolio neben runden Implantaten auch anatomische Implantate. Bei den anatomischen Implantaten unterscheidet man solche mit runder, verkürzter und verlängerter Basis.

Implantatwahl – welche Rolle spielen die Implantatoberflächen? - Rund oder anatomisch? – Die Implantat-Form

Wie sieht es mit der Implantat-Füllung aus?

Hier stehen Silikongele mit unterschiedlicher Festigkeit zur Verfügung. Alle modernen Silikongele weisen eine hohe Kohäsivität auf, unabhängig von ihrer Festigkeit. Kohäsiv bedeutet, dass die Gele eine zusammenhängende Einheit bilden und auch ohne Hülle nicht auseinanderfließen. Diese Eigenschaft ist besonders in den wenigen Fällen wichtig, bei denen es zu einem Hüllenschaden kommt. Durch die Auswahl einer für Dich geeigneten Festigkeit und Form des Implantats kann der Chirurg eine attraktive Brustform ausbilden. Etwas festere Gele können zum Beispiel den Eindruck einer jungen Brust unterstreichen.

Implantatwahl – welche Rolle spielen die Implantatoberflächen? - Wie sieht es mit der Implantat-Füllung aus?

Die Implantatoberflächen – worin liegen die Unterschiede?

Hier unterscheidet die Medizin in glatte, texturierte und beschichtete Oberflächen:

Implantatwahl – welche Rolle spielen die Implantatoberflächen? - Implantate mit glatter Oberfläche

Implantate mit glatter Oberfläche

Glatte Implantate (POLYsmoooth™ bei POLYTECH) zeichnen sich im Allgemeinen durch eine mit dem Auge nicht wahrnehmbare Oberflächenstruktur aus. Sie gehören zu den bereits lang verfügbaren Implantaten und eignen sich ausschließlich für runde Implantate mit zentraler Projektion. Durch die glatte Oberfläche haben diese Implantate eine geringe Reibung mit dem umgebenden Gewebe. Das verringert die Gewebe Irritation etwas, aber ermöglicht eine einfache Rotation dieser Implantate. Deshalb ist diese Oberfläche für anatomisch geformte Implantate nicht geeignet. Glatte Implantate können auch relativ einfach in eine Implantattasche eingebracht werden.

Runde Implantate mit glatter Oberfläche sind vor allem in den USA und in außereuropäischen Ländern mit starker Beziehung zu den USA vertreten. In jüngster Zeit wurden diese Implantate auch außerhalb der USA verstärkt beachtet: Zum einen, weil die Theorie, glatte Implantate führen unter Umständen seltener zu BI-ALCL ­(Brustimplantat assoziiertes anaplastisches großzelliges Lymphom), durch deren Anhänger wortgewaltig vertreten wird, zum anderen, weil die weltweit anerkannte ISO-Klassifizierung auch ein augenscheinlich minimal texturiertes Produkt als glatt einstuft.
 
Wenn Du glatte Implantate erwägst, solltest Du beachten, dass Du damit unter Umständen eine Oberfläche wählst, die die Gefahr einer Kapselkontraktur Baker Grad III oder IV stark erhöht und im Allgemeinen zu deren Beseitigung eine Operation erfordert. Und die nachweislich hohe Häufigkeit von Kapsel­kontrakturen durch glatte Implantate steht im großen Missverhältnis zu den extrem selten auftretenden Fällen von BI-ALCL.
 


 
Implantate mit fein-mikrotexturierter Oberfläche
Fein-mikrotexturierte Oberflächen sind sowohl für runde als auch für anatomische Implantate sehr gut geeignet. Aus Sicht der Firma POLYTECH, die alle hier besprochenen Oberflächen anbietet, sind Implantate mit fein-mikro­texturierter Oberfläche (MESMO® bei POLYTECH) eine für den breiten Einsatz bestens geeignete Option. Sie schaffen exzellente Voraussetzungen für eine lang anhaltend natürlich aussehende und sich natürlich anfühlende Brust. Darüber hinaus zeichnen sich diese Implantate auch durch ein bestechend gutes Sicherheitsprofil aus: eine sehr niedrige Kapselfibroserate und bis heute (Stand: Juni 2020) kein Fall von BI-ALCL.

Implantatwahl – welche Rolle spielen die Implantatoberflächen? - Implantate mit fein-mikrotexturierter Oberfläche

Diese Oberfläche ist aktuell nicht nur für die traditionellen Implantate von POLYTECH, sondern auch für die innovativen B-Lite® Lightweight Implantate erhältlich, die bis zu 30% leichter als konventionelle Implantate sind. Wegen ihrer Vielseitigkeit gewinnt die fein-mikrotexturierte Oberfläche das Vertrauen von immer mehr Patientinnen, mehr als jede andere Oberfläche.
 
Vielleicht fragst Du Dich jetzt? Und wo liegt bei diesem Implantat die Herausforderung? – Da die Oberfläche nicht sehr stark strukturiert ist, muss bei Verwendung eines anatomisch geformten Implantats die Implantattasche den Implantatdimensionen entsprechen und das Implantat faltenfrei positioniert werden können. – Keine Sorge, Operateure kommen üblicherweise mit dieser fein-mikrotexturierten Oberfläche auch bei anatomisch geformten Implantaten perfekt zurecht. Daten zur Patientenzufriedenheit zeigen das.
 


Implantatwahl – welche Rolle spielen die Implantatoberflächen? - Implantate mit mikrotexturierter Oberfläche

Implantate mit mikrotexturierter Oberfläche

Diese Oberfläche gibt es schon seit Jahrzehnten und genießt insbesondere bei Verwendung anatomisch geformter Implantate das Vertrauen von sehr vielen Patientinnen und Operateuren, weshalb das Implantat mit mikrotexturierter Oberfläche (POLYtxt® bei POLYTECH) aus der Behandlung nicht wegzudenken ist. Die etwas rauere Oberfläche mit sanften Konturen erlaubt die stabile Positionierung anatomischer Implantate im Gewebe. Die Implantat­ober­fläche erfordert keine speziellen Kniffe bei der OP-Technik und kommt nach wie vor breit zur Anwendung, auch wenn fein-mikrotexturierte Oberflächen aktuell stärker im Trend liegen.

Implantatwahl – welche Rolle spielen die Implantatoberflächen? - Implantate mit fein-mikrotexturierter Oberfläche


 
Implantate mit Polyurethanschaumbeschichtung
Implantate mit Polyurethanschaumbeschichtung sind so designt, dass Sie folgende Eigenschaften aufweisen:

Implantatwahl – welche Rolle spielen die Implantatoberflächen? - Vorteile
  • Sie erleichtern das Einwachsen von Gewebe in die Implantatoberfläche und erreichen damit eine sehr gute Implantatstabilität

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  • Sie weisen eine sehr niedrige Rate an unerwünschten Effekten wie Kapselkontraktur und Serombildung auf

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  • Sie unterstützen ein stabiles, vorhersagbares und lang anhaltendes ästhetisches Ergebnis, das idealerweise für schöne und natürlich aussehende Brüste sorgt

Die Bezeichnung für die spezielle Mikropolyurethanschaumbeschichtung von POLYTECH ist Microthane®.
 
Diese Art der Oberfläche eignet sich in der Hand eines mit Mikropolyurethanschaum beschichteten Implantaten erfahrenen Chirurgen für alle Einsatzgebiete der Brustchirurgie. Ganz besonders kommt sie aber gegenwärtig bei Reoperationen und bei Brustrekon­struk­tionen zum Einsatz.
 
Ganz gleich, für welche Oberfläche Du Dich gemeinsam mit Deinem Arzt entscheidest, wichtig ist, dass Du Dich mit der Entscheidung wohlfühlst!
 
In freundlicher Zusammenarbeit mit POLYTECH


Über den Autor: Dr. med. Benjamin Gehl

Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie


Als Facharzt für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie liegt die Leidenschaft von Dr. Gehl schon immer im Bereich der medizinischen Contentproduktion.

Aufgrund seiner Ausbildung, einer langjährigen Einsatzzeit in der rekonstruktiven und plastischen Chirurgie, sowie zahlreichen Auslandseinsätzen in Indien, Afrika und Amerika weiß er, welche Techniken und Behandlungen für medizinische Indikationen international Anwendung finden und State of the art sind.

Weiterhin beschäftigt er sich täglich mit neuen Trends und Techniken in der operativen und nicht-operativen Chirurgie. Fortbildungen sowie Studien zählen genauso zu seiner Leidenschaft wie die Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten zu den neuesten fachspezifischen Themen.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Bei den anatomischen Implantaten unterscheidet man solche mit runder, verkürzter und verlängerter Basis.


Alle modernen Silikongele weisen eine hohe Kohäsivität auf, unabhängig von ihrer Festigkeit. Kohäsiv bedeutet, dass die Gele eine zusammenhängende Einheit bilden und auch ohne Hülle nicht auseinanderfließen.


Durch die glatte Oberfläche haben diese Implantate eine geringe Reibung mit dem umgebenden Gewebe.


Die Implantat­ober­fläche erfordert keine speziellen Kniffe bei der OP-Technik und kommt nach wie vor breit zur Anwendung, auch wenn fein-mikrotexturierte Oberflächen aktuell stärker im Trend liegen.

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