Zum Hauptinhalt springen
Trendmagazin
Mein MOOCI
Spezialist:innen finden

Neueste Beiträge

Alle ansehen
Kategorien
Longevity Neu Plastische Chirurgie Dermatologie Zahnmedizin Ästhetische Dermatologie Alle Themen von A-Z
Über MOOCI Qualitätssicherung Für Ärzt:innen Einloggen
Spezialist:innen Mit MIA chatten
MOOCI › Orale Chirurgie › Periimplantitis
Periimplantitis

Periimplantitis

Wenn du ein Zahnimplantat trägst, solltest du die Periimplantitis kennen: eine ernste Entzündungserkrankung.

Dauer
30-120 Minuten
Klinik
Nicht notwendig
Ausfallzeit
Keine
War dieser Beitrag hilfreich für Dich?

Was ist eine Periimplantitis?

Die Periimplantitis ist eine Erkrankung, die bei Trägern von Zahnimplantaten auftreten kann und ähnelt der Parodontitis des natürlichen Zahnes.

Dabei kommt es zu einer Entzündung und dem Rückgang von Schleimhaut (periimplantäre Mukositis) und Knochen (Periimplantitis) im Bereich eines oder mehrerer Implantate. Unbehandelt kommt es im Verlauf der Erkrankung zu einem irreversiblen Verlust des Implants.

Periimplantitis

Was ist der Unterschied zwischen Parodontitis und Periimplantitis?

Bei beiden Erkrankungen baut sich der Knochen bis hin zum Verlust des Zahnes beziehungsweise des Implantates ab. Der Unterschied liegt in der Beweglichkeit des Zahnes beziehungsweise des Implantates.

Bei der Parodontitis lockert sich der Zahn ab einem gewissen Grad des Knochenabbaus und wird dadurch beweglich. Bei der Periimplantitis hingegen bleibt das betroffene Implantat oft bis zum fast vollständigen Knochenverlust fest und unbeweglich.

Wie sehen die Symptome bei einer Periimplantitis aus?

Die Symptome einer Periimplantitis unterscheiden sich je nach Schweregrad beziehungsweise Stadium. Im frühen Stadium der Periimplantitis können leichte Schmerzen beim Berühren des Zahnfleisches am Rand des Implantats, Implantatschmerzen oder auch rötliche Verfärbungen des Zahnfleisches auftreten. Diese Symptome sind bereits erste Anzeichen einer Entzündung.

Schreitet die Erkrankung fort, treten Knochenschmerzen in der Kieferregion auf, weiters kann das Zahnfleisch am Zahnimplantat zurückweichen oder sich das Zahnimplantat selbst lockern bis hin zum Implantatverlust führen. Weitere Symptome ähneln denen der Parodontitis. Dazu zählen ein süßlicher Mundgeruch, Schmerzen beim Zähneputzen, Zahnfleischbluten oder ein Knochenrückgang.

Tückisch ist, dass die Symptome meistens schwer zu erkennen und richtig zu deuten sind. Daher sind regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt unumgänglich.

Welche Ursachen hat die Periimplantitis?

Eine Periimplantitis kann neben einer unzureichenden Mundhygiene aus vielen weiteren Faktoren resultieren. Dazu zählen Rauchen, Diabetes, eine unbehandelte Parodontitis, eine parodontale Vorgeschichte, Allgemeinerkrankungen wie Osteoporose, die Einnahme von Medikamenten wie beispielsweise Immunsuppresiva, hormonelle Veränderungen oder langanhaltender Stress, unregelmäßige zahnärztliche Kontrollen, eine schlechte Implantat- und Zahnpflege oder ein mangelhaftes Einheilen des Zahnimplantates im Kieferknochen.

Periimplantitis

Wer ist am häufigsten davon betroffen?

Von einer Periimplantitis können lediglich Personen betroffen sein, die ein Zahnimplantat tragen. Da meistens ältere Personen Zahnimplantate tragen, ist die Risikogruppe für Periimplantits ebenfalls älter.

Wie diagnostiziert der Arzt eine Periimplantitis?

Wenn Du einige der oben genannten Symptome bei Dir feststellst, kann es sich um eine Periimplantitis handeln. Um die Symptome abzuklären, solltest Du einen Zahnarzt aufsuchen. Er erkennt die periimplantäre Mukositis deutlich anhand der klassischen Entzündungszeichen im Bereich der Schleimhaut, die das Implantat umgibt. Dazu zählen Rötung, Schwellung, Blutungsneigung und Schmerzen.

Den periimplantären Knochenabbau kann der Arzt mit Hilfe eines Röntgenbildes (Orthopantomogramm) nachweisen. Neben klassischen Röntgenaufnahmen wird zunehmend die digitale Volumentomographie (DVT) genutzt, um den Knochenabbau präzise dreidimensional darzustellen. Auch eine parodontale Sondierung zur Messung der Taschentiefe gehört zur Standarddiagnostik.

Welche Folgen kann die Periimplantitis für die Patienten haben?

Die Periimplantitis ist nicht nur schmerzhaft, sie hat auch den Abbau des Kieferknochens zur Folge. Einmal abgebauter Kieferknochen kann sich nicht von alleine regenerieren und ist somit unwiderruflich verloren. Schlimmstenfalls wird so viel Kieferknochen abgebaut, dass es zum Verlust des Zahnimplantats kommt.

Wann muss die Periimplantitis behandelt werden?

Die Periimplantitis solltest Du so bald wie möglich behandeln lassen, so stehen Deine Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung deutlich höher und das Implantat kann erhalten bleiben. Im fortgeschrittenen Stadium allerdings ist dies nicht immer möglich.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei der Periimplantitis?

Zunächst ist es wichtig, die Ursache der Entzündung zu behandeln. Dies sind in den meisten Fällen Bakterien. Ist die Periimplantitis noch nicht sehr stark ausgeprägt, kann der Arzt mithilfe spezieller Spüllösungen und einer professionellen Reinigung des Implantates arbeiten, in manchen Fällen empfiehlt sich zusätzlich die Gabe von Antibiotika.

Die Bakterien lassen sich aber auch mittels der PTT, einer Lasertherapie, beseitigen. Dadurch werden die schädlichen Keime und Bakterien, die den Gewebeabbau verursachen, abgetötet und der weitere Gewebeabbau gestoppt. In frühen Stadien hat sich zudem die photodynamische Therapie (PDT) als effektive und nebenwirkungsarme Methode erwiesen. Auch Minocyclin-haltige Gele oder probiotische Spülungen können ergänzend zur mechanischen Reinigung angewendet werden, um die Keimbelastung zu reduzieren.

Periimplantitis

Handelt es sich allerdings schon um eine fortgeschrittene, schwere Form der Periimplantitis, bei der es bereits zum Knochenabbau gekommen ist, muss zusätzlich ein chirurgischer Eingriff durchgeführt werden, um so die entstandene Knochentasche mit Knochenersatzmaterial zu füllen und das Implantat wieder fest mit dem Kieferknochen zu verankern. Zusätzlich ist es meistens erforderlich, dass der Arzt die Entzündung mit einer antibiotischen Begleittherapie behandelt.

Du als Patient solltest bedenken, dass nicht nur das Implantat, sondern auch das Restgebiss behandelt werden muss, sodass keine Keime übertragen werden. In diesem Sinne ist es wichtig, dass Du allerspätestens ab jetzt auf eine korrekte Mundhygiene achtest.

Was muss ich vor der Behandlung beachten?

Was Du vor der Behandlung beachten solltest, kann Dir Dein Arzt genau sagen. Am wichtigsten ist es, dass der entzündungsauslösende Belag behandelt wird. Falls Du blutverdünnende Medikamente nimmst, solltest Du deren Einnahme mit Deinem Arzt besprechen, genau wie den Konsum von Alkohol und Nikotin. Fällt Dir das Zähneputzen aufgrund von Schmerzen schwer, solltest Du zumindest reinigende Mundspülungen verwenden und im nicht betroffenen Bereich putzen, so gut es geht.

Welche Risiken und Komplikationen können auftreten?

Als allgemeines Operationsrisiko gilt eine Infektion des Operationsgebietes, vor allem, wenn Patienten nicht auf eine gründliche Mundhygiene achten. Außerdem kann es zu operationsbedingten Verletzungen im Kieferknochen kommen. Des Weiteren ist es möglich, dass durch eine Verletzung der Nerven ein vorübergehendes, seltener ein dauerhaftes Taubheitsgefühl zurückbleibt. Schmerzen und Schwellungen nach der Behandlung sind eine eher häufige Komplikation, allerdings sind sie nicht von langer Dauer.

Wie kann ich eine Periimplantitis vorbeugen?

Du kannst der Periimplantitis vorbeugen, indem Du auf eine ausgezeichnete Mundhygiene achtest. Dadurch vermeidest Du die Entstehung von Zahnbelägen und die Anlagerung von Bakterien. Regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt, professionelle Implantatreinigungen und anfangs jährliche Röntgenkontrollen mindern das Risiko für die Entstehung einer Periimplantitis deutlich.

Hast Du ein erhöhtes Risiko, an der Periimplantitis zu erkranken, kann Dein Zahnarzt an den Kontrollterminen auch einen Markertest (aMMP-8-Test) durchführen. Du solltest nach einer Implantation darauf achten, die Termine beim Arzt beziehungsweise bei der Implantatreinigung einzuhalten. Diese Nachsorgetermine sind wichtig, da so festgestellt werden kann, ob sich Zahnfleisch oder Zahnimplantat entzündet haben und eine Therapie notwendig ist.

Zur Vorbeugung können auch regelmäßige Maßnahmen der häuslichen Mundhygiene unterstützen, z. B. die Reinigung mit Zahnseide sowie die Reduktion von Belägen und Zahnstein. Ergänzend kann eine professionelle Zahnreinigung sinnvoll sein.

Periimplantitis KI-generiertes Bild

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten?

Da das Einsetzen eines Implantats eine Privatleistung ist, liegt auch die Behandlung einer Periimplantitis in Deiner Verantwortung. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Behandlungskosten daher leider nicht, Du musst die Kosten also selbst übernehmen.

Bist Du privat versichert, übernimmt Deine Krankenkasse die Kosten für die Behandlung der Periimplantitis eventuell teilweise. Das ist abhängig von Deinem gewählten Tarif und lässt sich bei den Kassen direkt erfragen. Lasse Dir einen Kostenvoranschlag vom Zahnarzt ausstellen und reiche diesen bei Deiner Krankenkasse ein. Daraufhin gibt Dir die Versicherung Auskunft zur Höhe der Kostenerstattung.

Bei fortgeschrittenem Knochenabbau können rekonstruktive Maßnahmen erforderlich sein, z. B. Knochenaufbau in der Zahnmedizin.

Häufige Fragen zur Periimplantitis

Was ist eine Periimplantitis?

Eine Periimplantitis ist eine entzündliche Erkrankung rund um ein Zahnimplantat, bei der sich das Zahnfleisch und der Kieferknochen zurückbilden.

Wie erkenne ich eine Periimplantitis?

Typische Symptome sind Zahnfleischbluten, Schmerzen am Implantat, Mundgeruch und eine Lockerung des Implantats.

Was ist der Unterschied zwischen Periimplantitis und Parodontitis?

Während Parodontitis natürliche Zähne betrifft, entsteht Periimplantitis um Implantate. Implantate bleiben oft lange stabil, obwohl der Knochen bereits geschädigt ist.

Wie wird Periimplantitis behandelt?

Die Behandlung reicht von professioneller Reinigung, Spülungen und Lasertherapie bis hin zu chirurgischen Maßnahmen bei fortgeschrittenem Knochenabbau.

Ist Periimplantitis heilbar?

Frühzeitig erkannt lässt sich die Entzündung stoppen. Fortgeschrittener Knochenabbau kann jedoch meist nicht rückgängig gemacht werden.

Wer übernimmt die Kosten bei Periimplantitis?

Gesetzliche Kassen übernehmen die Behandlungskosten in der Regel nicht, da Implantate Privatleistungen sind.

Wie kann ich Periimplantitis vorbeugen?

Durch gründliche Mundhygiene, regelmäßige Zahnarztkontrollen und professionelle Implantatreinigungen lässt sich Periimplantitis effektiv vorbeugen.

[/vc_row

Zahnfleischbluten ist meist das erste Zeichen einer Entzündung und kein Grund, das Putzen zu reduzieren. Was dahintersteckt und wann Du zum Zahnarzt solltest, liest Du auf unserer Seite zum Zahnfleischbluten.

Quellen

War dieser Beitrag hilfreich für Dich?
Deine Frage ist nicht dabei?

Stell sie anonym. Die MOOCI-Redaktion prüft jede Frage und holt die Antwort einer Fachärztin oder eines Facharztes ein. Beantwortete Fragen erscheinen hier auf der Seite, ohne Namen. Bei akuten Beschwerden wende Dich bitte direkt an Deine Praxis oder den ärztlichen Notdienst.

Häufige Fragen

Was ist eine Periimplantitis?
Eine Periimplantitis ist eine entzündliche Erkrankung rund um ein Zahnimplantat, bei der sich das Zahnfleisch und der Kieferknochen zurückbilden.
Wie erkenne ich eine Periimplantitis?
Typische Symptome sind Zahnfleischbluten, Schmerzen am Implantat, Mundgeruch und eine Lockerung des Implantats.
Was ist der Unterschied zwischen Periimplantitis und Parodontitis?
Während Parodontitis natürliche Zähne betrifft, entsteht Periimplantitis um Implantate. Implantate bleiben oft lange stabil, obwohl der Knochen bereits geschädigt ist.
Wie wird Periimplantitis behandelt?
Die Behandlung reicht von professioneller Reinigung, Spülungen und Lasertherapie bis hin zu chirurgischen Maßnahmen bei fortgeschrittenem Knochenabbau.
Ist Periimplantitis heilbar?
Frühzeitig erkannt lässt sich die Entzündung stoppen. Fortgeschrittener Knochenabbau kann jedoch meist nicht rückgängig gemacht werden.
Wer übernimmt die Kosten bei Periimplantitis?
Gesetzliche Kassen übernehmen die Behandlungskosten in der Regel nicht, da Implantate Privatleistungen sind.
Wie kann ich Periimplantitis vorbeugen?
Durch gründliche Mundhygiene, regelmäßige Zahnarztkontrollen und professionelle Implantatreinigungen lässt sich Periimplantitis effektiv vorbeugen.
Redaktionelle Verantwortung

Dieser Beitrag wurde von der internen MOOCI-Redaktion erstellt, inhaltlich geprüft und freigegeben. Bei der Recherche und Aufbereitung setzen wir auch KI-gestützte Werkzeuge ein; jeder Text wird vor der Veröffentlichung von unserer Redaktion fachlich gegengelesen. Die redaktionelle Verantwortung trägt Nadja Sukalia, Content Managerin bei MOOCI. Die medizinische Prüfung erfolgt durch Ärztinnen und Ärzte aus unserem Fachnetzwerk.

Dr. med. dent. Florian Lanza

Dr. med. dent. Florian Lanza

Zahnarzt

Sein Schwerpunkt liegt sowohl in der konservierenden Zahnmedizin als auch in der zahnärztlichen Chirurgie – von hochwertigen Füllungstherapien und Parodontalbehandlungen bis hin zu komplexen Eingriffen wie Zahnextraktionen, Wurzelspitzenresektionen (WSR) und Implantationen. Er verbindet moderne Zahnheilkunde mit ästhetischen Behandlungskonzepten wie Veneers und sorgt so für nachhaltige Zahngesundheit und ein schönes Lächeln. Dabei stehen Vertrauen, Präzision und eine persönliche, individuelle Beratung stets im Mittelpunkt.

Zum Profil
Weitere Inhalte zum Thema
Aktuelle Trends
Unser medizinischer Prozess
Jeder Artikel wird von medizinischen Fachexpert:innen geprüft, um höchste Qualität und Aktualität sicherzustellen.
Recherche

Analyse aktueller Studien und Fachliteratur

Erstellung

Verfassung durch med. Fachjournalist:innen

Facharzt-Review

Prüfung durch praktizierende Fachärzt:innen

Aktualisierung

Regelmäßige Überprüfung und Updates

Fachärztlich geprüft
Dr. med. dent. Florian Lanza
Letzte Aktualisierung: 28.09.2026

MIA

KI-Assistentin · MOOCI Informational Agent

Hallo! Ich bin MIA, die KI-Assistentin von MOOCI. 👋

Damit Du es weißt: Du schreibst hier mit einer künstlichen Intelligenz, nicht mit einem Menschen. Meine Antworten können Fehler enthalten und ersetzen keine ärztliche Beratung.

Wie kann ich Dir heute helfen?
Gerade eben

Arzt in deiner Nähe finden

🩺

MIA

Deine KI-Beratung von MOOCI

Hallo! Ich bin MIA, deine KI-Beratung von MOOCI. Ich beantworte deine Fragen zu ästhetischen und medizinischen Behandlungen. Was möchtest du wissen?

Arzt in deiner Nähe finden