Röteln (Rubella)

Röteln sind eine Infektionskrankheit, die durch das sogenannte Rubivirus (Rubella-Viren) übertragen wird. Die Erkrankung zählt zu den Kinderkrankheiten, sodass Babys und Kleinkinder am häufigsten betroffen sind. (Bereits in der Kindheit erkrankte) Erwachsene sind hingegen eher selten von der Virusinfektion betroffen.


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Zuletzt aktualisiert: 19. März, 2020



Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Röteln sind eine Infektionskrankheit, die durch das sogenannte Rubella-Virus übertragen wird


Die ansteckende Infektionskrankheit zeigt sich zu Beginn mit den typischen Symptomen einer Erkältung, wie Husten und Schnupfen. Nach und nach breiten sich zudem rote Flecken über den gesamten Körper aus


Das Virus behandelt der Arzt im Allgemeinen nicht ursächlich, sondern hauptsächlich symptomatisch


Röteln kannst Du am besten vorbeugen, indem Du Dich dagegen impfen lässt

Was versteht die Medizin unter Röteln?

Röteln werden von den Rubella-Viren verursacht, daher wird die Infektionskrankheit in der medizinischen Fachsprache auch Rubella genannt. Rubella zählt zu den klassischen Krankheiten, die vor allem im Kindesalter auftreten. Die Infektionskrankheit ist akut und höchst ansteckend, daher stecken sich die meisten schon im Kindesalter an.

Die Infektionskrankheit ist akut und höchst ansteckend, daher stecken sich die meisten schon im Kindesalter an

Wie sehen die Symptome von Röteln aus?

Die ansteckende Infektionskrankheit zeigt sich zu Beginn mit den typischen Symptomen einer Erkältung. So weisen die Betroffenen Zeichen wie Husten, Schnupfen und Fieber auf. Zudem sind die Lymphknoten, vor allem hinter den Ohren und am Nacken, leicht geschwollen. Da diese Anzeichen jedoch unspezifisch sind und bei vielen Erkrankungen auftreten, fällt der Verdacht der Erkrankung eher selten auf Röteln. Oftmals treten jedoch zusätzlich charakteristisch hellrote Flecken auf, die zuerst hinter den Ohren auftauchen und sich schließlich am ganzen Körper verbreiten.

Welche Ursachen haben Röteln?

Die Ursache für Röteln ist das Rubivirus, auch Rubella-Virus genannt. Dieses Virus dringt über die oberen Atemwege in den Körper ein und vermehrt sich über die Blutbahn im gesamten lymphatischen Gewebe, weswegen vor allem die Lymphknoten anschwellen.

Wie kann ich mich mit Röteln anstecken?

Das Rubivirus wird vor allem durch Tröpfchen übertragen. So dringt dieses infektiöse Virus beim Niesen, Husten oder auch Küssen über die Schleimhäute in Deinen Körper ein und vermehrt sich dann über das Blut im ganzen Organismus. Auch wenn Du beispielsweise dasselbe Geschirr oder Besteck einer erkrankten Person benutzt, kannst Du Dich anstecken. Schwangere können die Rubella-Viren über die Plazenta auf ihr ungeborenes Kind übertragen, was verheerende Folgen für das Kind haben kann.
Ist jemand mit dem Virus infiziert, so kann er andere Menschen auch etwa eine Woche vor bis eine Woche nach dem Ausbruch des Ausschlags anstecken. Die Inkubationszeit selbst bis zum Ausbruch der Krankheit beträgt ca. zwei bis drei Wochen.

Wie erfolgt die Diagnose von Röteln?

Der Arzt kann durch die auftretenden Symptome und durch eine ausführliche Anamnese eine Verdachtsdiagnose stellen. Dabei verordnet der behandelnde Arzt zusätzlich eine Labordiagnostik, zur Sicherung der Diagnose. Dazu schickt er eine Blutprobe von Dir zur Untersuchung in ein Labor. So kann er Krankheiten mit ähnlichen Symptomen und Hautveränderungen ausschließen.

Die ansteckende Infektionskrankheit zeigt sich zu Beginn mit den typischen Symptomen einer Erkältung. Anschließend breiten sich über den gesamten Körper rote Flecken aus

Welche Folgen können Röteln für Betroffene haben?

In den meisten Fällen verlaufen Röteln harmlos. Speziell bei Kindern verläuft eine Infektion meist nur mit grippeähnlichen Symptomen, welche in der Regel nach einer Woche wieder komplett verschwinden. Das Risiko für Komplikationen steigt erst mit zunehmendem Lebensalter. Mögliche Komplikationen bei Erwachsenen sind Bronchitis, Mittelohrentzündungen, Gehirnhautentzündungen oder auch Herzmuskelentzündung.

Wer ist am häufigsten von Röteln betroffen?

Besonders Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahre sind gefährdet. Dabei schützt eine einmal durchgemachte Infektion lebenslang vor einer weiteren neuen Infektion.

Was ist der Unterschied zwischen Ringelröteln und Röteln?

Ringelröteln gehören neben Röteln zu den häufigsten Kinderkrankheiten, die mit einem Hautausschlag auftreten. Jedoch unterscheidet sich der Ausschlag beider Arten vom Aussehen. Bei Röteln sind es vor allem kleine rosafarbene Flecken, die in den meisten Fällen zuerst hinter den Ohren auftreten und sich dann am ganzen Körper verbreiten. Bei Ringelröteln hingegen treten die Flecken ringelförmig auf. Beide Rötelarten werden von unterschiedlichen Viren ausgelöst. Auslöser für Ringelröteln ist das sogenannte Parvovirus B19. Zudem gibt es im Vergleich zu Röteln keine Impfung gegen Ringelröteln.

Wie lassen sich Röteln behandeln?

Es gibt keine direkte Behandlung von Röteln. Du kannst jedoch sehr wohl etwas gegen die Symptome tun. Gegen Fieber beispielsweise helfen fiebersenkende Schmerzmittel, denn sie wirken meist sowohl gegen Kopfschmerzen als auch gegen schmerzende Gelenke.
Fiebersenkende Mittel sind jedoch nur bei sehr hohem Fieber zu empfehlen. Vor allem bei Babys und Kleinkindern sollten die Eltern vorher die richtige Behandlung mit dem Kinderarzt absprechen. Grundsätzlich ist es wichtig, viel zu trinken, da Fieber dem Körper Flüssigkeit entzieht. Nach etwa einer Woche heilt die Infektionskrankheit wieder von selbst ab. So werden Röteln im Allgemeinen nicht ursächlich, sondern hauptsächlich symptomatisch behandelt.

Kann ich Röteln mit Hausmitteln behandeln?

Mit Hausmitteln kannst Du versuchen, Dein Immunsystem zu stärken, um einer Infektion mit dem Virus vorzubeugen. Dabei ist es besonders wichtig, auf eine reichliche Vitaminversorgung zu achten. Am besten eignet sich hier frisches Obst und Gemüse sowie Milchprodukte. Zudem ist es wichtig reichlich zu trinken, da Du so den Lymphfluss anregst und damit Dein Immunsystem stärkst.
Bei einer bereits vorhandenen Infektion mit einem lästigen, juckenden Hautausschlag, kannst Du Umschläge mit Quark machen, um den Juckreiz zu lindern. Tritt Fieber als Begleitsymptom auf, so verschaffen Waden- oder Essigwickel Linderung. Auch ausreichend Schlaf und Ruhe tragen bei einer Infektion mit dem Rötelnvirus zu einer schnelleren Heilung bei.

Kann ich ein zweites Mal an Röteln erkranken?

Nein, bist Du bereits einmal an dem Rubella-Virus erkrankt, so bist Du in der Regel immun und ein Leben lang dagegen geschützt. Röteln kannst Du also nur einmal bekommen.

Kann ich ein zweites Mal an Röteln erkranken?

Wie gefährlich sind Röteln während einer Schwangerschaft?

Infiziert sich eine Schwangere mit dem Rubella-Virus, so besteht eine große Gefahr für das Ungeborene. Denn wenn sich der Fötus im Mutterleib mit dem Virus ansteckt, kann es zu schweren Entwicklungsschäden kommen. Die Gefahr einer kindlichen Röteln-Infektion ist in den ersten Schwangerschaftswochen besonders groß. Dies bedeutet, dass die Komplikationen umso schwerwiegender sind, wenn sich der Fötus schon in den ersten sechs Wochen infiziert. Dabei kann es zu Missbildungen wie Herzfehler, Augenfehlbildungen und Hirnhautentzündungen kommen.
Besteht ein Kinderwunsch, dann sollte sich die Frau mindestens drei Monate vor der geplanten Schwangerschaft gegen Röteln impfen lassen, wenn noch keine Immunität vorliegt. Eine bereits durchgemachte Rötelninfektion schützt sogar besser als eine Rötelnimpfung, denn einige Menschen bilden bei einer Impfung nicht genug Antikörper, um ausreichend geschützt zu sein.

Sind Röteln meldepflichtig?

Ja! Da es sich hierbei um eine hochansteckende Krankheit handelt, bist Du verpflichtet dies Deinem Arbeitgeber oder der Kindertagesstätte und/oder Schule Deiner Kinder zu melden.
Gibt es einen Impfstoff gegen Röteln?
Ja, Du kannst Dich gegen Röteln impfen lassen. Dabei empfiehlt die Ständige Impfkomission eine Dreifach-Kombinationsimpfung gegen Maser–Mumps–Röteln (MMR). Ärzte empfehlen zwei Dosen MMR-Lebendimpfstoff ab dem vollendeten 9. Lebensmonat, im Abstand von mindestens vier Wochen.
Da vor allem ungeborene Kinder das größte Risiko tragen, ist es als Mutter besonders wichtig, immun gegen das Röteln-Virus zu sein. Während der Schwangerschaft selbst ist eine Impfung nicht mehr möglich, daher ist es ratsam, schon drei Monate vor der Empfängnis geschützt zu sein. Grundsätzlich empfiehlt die Ständige Impfkomission zwei Impfdosen im Kindesalter, jedoch ist es im Erwachsenenalter nicht zu spät, die Impfung nachzuholen.

Wie kann ich Röteln vorbeugen?

Röteln kannst Du am besten vorbeugen, indem Du Dich dagegen impfen lässt. Es gibt eine Schutzimpfung mit dem Kombinations-Lebendimpfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR). Den Röteln kannst Du nur mit einem vollständigen Impfschutz sicher vorbeugen. So sollten Eltern vor allem bei Kleinkindern darauf achten, nach der ersten Impfung nicht die Auffrischungsimpfung zu vergessen.

Röteln kannst Du am besten vorbeugen, indem Du Dich dagegen impfen lässt

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Ja, in den meisten Fällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten der Diagnose- und Therapieverfahren. Ob die Impfung für Erwachsene kostenlos ist, ist von Land zu Land unterschiedlich, frage hier am besten bei Deinem Arzt oder Deinem Versicherungsträger nach. In den meisten Fällen ist die Impfung für Neugeborene und Kleinkinder jedoch gratis.


AUF EINEN BLICK

Dauer Dauer

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Ausfallzeit Ausfallzeit

Ca. 7 Tage

Stationärer Aufenthalt Stationär

Nicht notwendig

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Röteln sind eine Infektionskrankheit, die durch das sogenannte Rubella-Virus übertragen wird


Die ansteckende Infektionskrankheit zeigt sich zu Beginn mit den typischen Symptomen einer Erkältung, wie Husten und Schnupfen. Nach und nach breiten sich zudem rote Flecken über den gesamten Körper aus


Das Virus behandelt der Arzt im Allgemeinen nicht ursächlich, sondern hauptsächlich symptomatisch


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