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Erfrierungen

Erfrierungen

Kälte kann dem Körper ernsthaft schaden: Eine Erfrierung entsteht, wenn Körperstellen wie Finger, Zehen.

Dauer
Einige Wochen bis dauerhafte Schädigung
Klinik
Je nach Schweregrad
Ausfallzeit
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Was ist eine Erfrierung?

Erfrierungen sind medizinisch gesehen lokale Gewebeverletzungen von Körperteilen, welche über eine längere Zeit extremer Kälte ausgesetzt waren. Der Fachausdruck lautet Congelatio, wobei zwei Formen unterschieden werden können: Nämlich oberflächliche und tiefe Erfrierungen.

Erfrierungen - Was versteht die Medizin unter Erfrierungen?

Oberflächliche Erfrierungen betreffen nur die oberen Hautschichten und können meist mit einfachen Erste-Hilfe-Maßnahmen behandelt werden. Werden die betroffenen Hautstellen ausreichend geschützt und gewärmt, verschwinden die Symptome im Normalfall nach wenigen Minuten bis Tagen von selbst.


Bei tieferen Erfrierungen können auch andere Strukturen, wie tiefer liegende Hautschichten, Muskeln, Sehnen oder sogar Knochen betroffen sein. Im schlimmsten Fall kann der betroffene Körperteil nicht erhalten bleiben und muss amputiert werden. Um dies zu vermeiden, sollte diese Form der Erfrierung schnellstmöglich in einem Krankenhaus behandelt werden, wobei das Auftauen starke Schmerzen verursachen kann.

Abzugrenzen von Erfrierungen sind eine allgemeine Unterkühlung, die mit einem Absinken der Körpertemperatur auf unter 35 °C einhergeht, und Kälteverbrennungen, die dann entstehen, wenn die Haut direkten Kontakt mit extrem kalten Substanzen wie Trockeneis oder flüssigem Stickstoff hat. Die Symptome ähneln dabei eher einer Verbrennung.

Sind Frostbeulen und Erfrierungen dasselbe?

Eine weitere Unterscheidung muss zu Frostbeulen, medizinisch auch Pernione genannt, gemacht werden. Diese entstehen ebenfalls aufgrund einer langen Kälteeinwirkung, jedoch friert das Gewebe anders als bei Erfrierungen nicht ein. Stattdessen entstehen meist an den Streckseiten der Finger und Zehen, Fersen oder Unterschenkeln knotige, rot-bläuliche entzündliche Hautveränderungen. Beim Auftauen verspüren Betroffene oft einen Juckreiz und Schmerzen. Auch Schwellungen können auftreten. Im Regelfall heilen Frostbeulen jedoch innerhalb von drei bis sechs Wochen von selbst wieder ab. Nur in seltenen Fällen müssen sie medizinisch versorgt werden.

Erfrierungen - Sind Frostbeulen und Erfrierungen dasselbe?

Wie machen sich Erfrierungen bemerkbar?

Erfrierungen - Wie machen sich Erfrierungen bemerkbar?

Am häufigsten von Erfrierungen betroffen sind Finger, Ohren, die Nase, Wangen und die Zehen, da sie weniger stark durchblutet werden. Das Problem mit Erfrierungen ist, dass sie meist zu spät entdeckt werden, da sich die betroffenen Stellen anfangs eher taub anfühlen und nicht schmerzen.

Erst in einem späteren Stadium verspüren Betroffene Symptome und die Haut- und Gewebeveränderungen werden sichtbar. Diese können sogar über Monate oder Jahre beziehungsweise dauerhaft bestehen bleiben.

Die Art und das Ausmaß der Symptome sowie die Art der Behandlung hängen vom Schweregrad der Erfrierung ab. Hierbei werden im Wesentlichen vier Grade unterschieden:

Grad 1: Aufgrund der Gefäßverengung zeigt sich die betroffene Region meist blass bis bläulich und fühlt sich kalt und taub an. Im Gesicht treten weiße Flecken auf, an den Füßen kann es zu einem Gefühl von zu kleinen Schuhen kommen. Nach Wiedererwärmung entstehen durch die verstärkte Durchblutung starke Rötungen, die brennen, jucken und schmerzen können.

Grad 2: Hier zeigen sich deutliche Sensibilitätsstörungen und die Haut schwillt an und verfärbt sich rötlich-blau. Nach der Wiederaufwärmung entstehen Blasen, die mit einer klaren oder serumhaltigen Flüssigkeit gefüllt sein können. Platzen diese auf, kann es zu bakteriellen Infektionen kommen. Die Blasen selbst heilen aber im Regelfall ohne Narbenbildung wieder ab.

Grad 3: Im dritten Stadium einer Erfrierung kommt es zu einer Schädigung der tieferen Hautschichten und des Unterhautgewebes. Das Gewebe beginnt abzusterben. Im Fachjargon wird dieser Prozess als Nekrose bezeichnet. Dabei färbt sich die Haut blau-schwarz und ist nicht mehr schmerzempfindlich, sondern fühlt sich eher ledern an. In manchen Fällen bilden sich noch mit Blut gefüllte Blasen, die unter Narbenbildung abheilen. Nach dem Auftauen fühlen sich die betroffenen Stellen hart und gefühllos an. Zudem können in diesem Stadium auch Amputationen notwendig sein.

Grad 4: Diese Stufe wird als Totalvereisung bezeichnet und liegt dann vor, wenn alle Gewebeschichten von der Erfrierung betroffen sind. Da sich das Gewebe nicht mehr selbst erholen kann, muss es chirurgisch entfernt werden beziehungsweise die betroffenen Körperteile amputiert werden.

Alle Grade von Erfrierungen können langfristige Schäden wie Hautveränderungen, Kälteempfindlichkeit, übermäßiges Schwitzen oder Empfindungsstörungen zur Folge haben.

 

Erfrierungen - Grade

Wie entstehen Erfrierungen?

Die Hauptursache für Erfrierungen ist eine den Wetterumständen unangepasste Kleidung bei lang anhaltenden tiefen Temperaturen. Doch müssen diese gar nicht unter den Gefrierpunkt sinken, denn bereits Temperaturen um 0 °C können ausreichen, um Gewebeschäden zu verursachen. Besonders gefährdet sind in etwa Bergsteiger, da sie nicht nur häufig tiefen Temperaturen ausgesetzt sind, sondern auch vergleichsweise oft unerwartet in Notsituationen kommen. Zudem finden sie sich oft dem sogenannten Windchill-Effekt ausgesetzt. Das bedeutet, dass der Wärmeabfluss des Körpers bei höheren Windgeschwindigkeiten zunimmt, da der Wind die schützende warme Luftschicht um den Körper regelrecht wegbläst. Dadurch reichen meist zwei bis drei Minuten und wesentlich weniger tiefe Lufttemperaturen aus, um eine Erfrierung hervorzurufen. Auch der Konsum von Alkohol kann schneller zu Erfrierungen führen, da sich Betrunkene fälschlicherweise subjektiv warm anfühlen und so die Gefahr der Kälte unterschätzen. Meist sind sie zudem aufgrund von Müdigkeit und Benommenheit nicht mehr in der Lage, selbst Hilfe zu holen.

Erfrierungen - Wie entstehen Erfrierungen?

Häufig sind Erfrierungen mit einer allgemeinen Unterkühlung verbunden, bei der der Körper die Wärmeabgabe nach außen zu drosseln versucht, indem er das Blut vermehrt zu den inneren Organen lenkt. Dadurch reduziert sich jedoch die Durchblutung in Armen und Beinen. Vor allem körperferne Regionen wie Zehen und Finger sind dadurch besonders anfällig für Erfrierungen. Aufgrund der Kälteeinwirkung kommt es an den betroffenen Körperstellen zu Durchblutungsstörungen, die zu einer Unterversorgung der Zellen führen. Im schlimmsten Fall sterben diese dann ab. Schuld daran sind Eiskristalle, welche sich innerhalb oder zwischen den Gewebezellen bilden und zu deren Erfrieren führen und so den Zelltod verursachen.

Welche Risikofaktoren begünstigen Erfrierungen?

Es gibt zahlreiche Faktoren, die eine Erfrierung begünstigen können. Darunter zählen neben einer unangepassten oder feuchten Kleidung auch ein unzureichender Schutz vor Kälte und Feuchtigkeit. Starker Wind beschleunigt zudem die Wärmeabgabe des Körpers, weshalb eine gute, winddichte Kleidung von hoher Wichtigkeit ist. Auch zu enge Kleidungsstücke oder Schuhe können schneller zu Erfrierungen führen, da sie die lokale Blutzirkulation vermindern.

Grundsätzlich sind vor allem Kinder und Erwachsene fortgeschrittenes Alters häufiger von Erfrierungen betroffen. Doch auch Menschen mit Durchblutungsstörungen oder anderen Erkrankungen wie Diabetes, Schilddrüsenunterfunktion, periphere Gefäßkrankheiten, Schlaganfall oder Arthritis sowie einer allgemein schlechten körperlichen Verfassung sind gefährdet, Erfrierungen zu erleiden. Alkohol und Nikotinkonsum sowie Unterernährung begünstigen diese ebenfalls. Alkohol in etwa bewirkt eine Gefäßerweiterung, was zu einer erhöhten Wärmeabgabe durch den Körper nach außen führt. Nikotin lässt die Blutgefäße verengen und vermindert so die Blutzirkulation.

Wassermangel zählt ebenfalls zu den Risikofaktoren. Durch zu wenig Flüssigkeit im Körper kommt es zu einer Eindickung des Blutes und damit einer gestörten Zirkulation und einem langsameren Sauerstofftransport. Dadurch wird das Gewebe schlechter versorgt. Auch in großen Höhen kann es zu einem Sauerstoffmangel kommen, wodurch örtliche Erfrierungen im Gewebe entstehen können.

Erfrierungen - Welche Risikofaktoren begünstigen Erfrierungen?

Welche Komplikationen können bei Erfrierungen auftreten?

Erfrierungen - Welche Komplikationen können bei Erfrierungen auftreten?

Die Folgen einer Erfrierung sind oft erst nach einigen Tagen ersichtlich und hängen vom Schweregrad ab. Erfrierungen ersten und zweiten Graden zeigen sich häufig durch Rötungen oder Wundkrusten, welche im Normalfall wieder vollständig abheilen, jedoch können an den betroffenen Stellen dauerhaft Kälteempfindungsstörungen auftreten.

Bei Erfrierungen dritten Grades ist das Gewebe meist so schwerwiegend geschädigt, dass eine Heilung nicht mehr möglich ist. Das abgestorbene Gewebe muss in diesem Fall chirurgisch entfernt werden. In sehr schwerwiegenden Fällen müssen ganze Körperteile amputiert werden.

Vor allem bei Erfrierungen mit Blasenbildung kann es aufgrund des Blasensekrets zu Infektionen kommen. Dies passiert dann, wenn die Blase aufplatzt und Bakterien in die offene Wunde eindringen. Eine weitere Komplikation besteht im sogenannten Erfrierungstod. Diesem geht im Regelfall eine Unterkühlung des Gesamtorganismus voraus, welche sich anfangs durch Zittern des Körpers und anhand kalter, verfärbter Körperteile zeigt. Sinkt die Körpertemperatur weiter, stellt der Körper das Zittern ein und Betroffene werden träge, müde und sind kaum noch ansprechbar. Ab einer Temperatur von unter 28 °C besteht aufgrund der Gefahr eines Kreislaufzusammenbruchs und Herzstillstands Lebensgefahr. Da ein Mensch diesen Zustand jedoch einige Zeit überlegen kann, sollten Wiederbelebungsmaßnahmen auf jeden Fall ergriffen werden.

Erfrierungen - Was kann ich selbst bei Erfrierungen tun?

Was kann ich selbst bei Erfrierungen tun?

Erfrierungen sind teilweise nicht gleich erkennbar, weshalb bei Verdacht immer Erste-Hilfe-Maßnahmen durchgeführt werden sollten. Ab einer Erfrierung zweiten Graden gehört der Patient in stationäre Behandlung, da die Heilung frühestens nach sechs Wochen erfolgt. Betroffene mit einer Erfrierung dritten Grades sollten schnellstmöglich in eine Klinik gebracht werden.

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Erfrierungen:

Erfrierungen - Rettungsdienst

Alarmiere zuerst den Rettungsdienst unter der Rufnummer 112 in Europa oder unter der örtlichen Notrufnummer (Österreich: 144, Deutschland: 110, Schweiz: 144) beziehungsweise die Bergrettung in Österreich unter 140.


Erfrierungen - Enganliegende und feuchte Kleidungsstücke oder Schuhe sollten vom Patienten entfernt

Enganliegende und feuchte Kleidungsstücke oder Schuhe sollten vom Patienten entfernt beziehungsweise geöffnet werden. Weiters sollte dieser an einen windstillen Ort gebracht und wachgehalten werden.


Erfrierungen - Den Patienten deckst Du am besten in eine warme Rettungsdecke

Den Patienten deckst Du am besten in eine warme Rettungsdecke oder falls nicht vorhanden mit warmen Kleidungsstücken zu, um die Körpertemperatur zu erhalten. Im Idealfall sollte diese jedoch in einem Wasserbad mit 37 bis 40 Grad warmen Wasser angehoben werden.


Erfrierungen - Die betroffenen Körperstellen kannst Du am eigenen Körper erwärmen

Die betroffenen Körperstellen kannst Du am eigenen Körper erwärmen, zum Beispiel in der Achselhöhle. In jedem Fall sollten diese vor einer weiteren Kälteeinwirkung geschützt werden.


Erfrierungen - Gesicht, Nase und Ohren können auch durch das Auflegen warmer Hände erwärmt werden.

Gesicht, Nase und Ohren können auch durch das Auflegen warmer Hände erwärmt werden.


Erfrierungen - Wunden sollten mit einer keimfreien Wundauflage ohne Druck versorgt werden

Wunden sollten mit einer keimfreien Wundauflage ohne Druck versorgt werden, wobei Finger und Zehen einzeln und nicht mit einem Fäustlingverband eingepackt werden sollten.


Erfrierungen - Auch warme, gezuckerte Getränke helfen, den Patienten aufzuwärmen und seinen Blutzucker zu stabilisieren.

Auch warme, gezuckerte Getränke helfen, den Patienten aufzuwärmen und seinen Blutzucker zu stabilisieren.


Was sollte ich bei einer Erfrierung nicht tun?

Erfrierungen - Was sollte ich bei einer Erfrierung nicht tun?

Die verletzten Areale sollten keiner mechanischen Wirkung wie Reiben oder Drücken ausgesetzt werden und schon gar nicht mit Schnee abgerieben werden. Zudem sollten Patienten mit Erfrierungen auf den Zehen nicht selbst herumgehen, da aufgetautes Gewebe besonders empfindlich ist und durch jegliche Erschütterung noch mehr geschädigt werden kann. Darüber hinaus führt ein erneutes Einfrieren zu noch ernsthafteren Schäden. Blasen solltest Du nicht aufstechen, da sonst eine Infektionsgefahr besteht.

Bei Erfrierungen ist es zudem wichtig, dass die betroffenen Stellen nicht mit direkter Hitze erwärmt werden. Patienten können die Hitzebildung nämlich nicht spüren, da sich die erfrorenen Körperareale meist taub anfühlen. Dadurch können Verbrennungen entstehen. Patienten mit Erfrierungen sollten keinen Alkohol bekommen, da dieser die Blutgefäße erweitert und Betroffene noch mehr Körperwärme verlieren. Auch Nikotin sollte vermieden werden, da es die Gefäße verengt und eine noch schlechtere Durchblutung der erfrorenen Körperpartien zur Folge hat.

Wie kann ich Erfrierungen vorbeugen?

Erfrierungen lassen sich mit einer den Temperaturen angepassten, trockenen, locker sitzenden Bekleidung vermeiden. Sollten die Kleidungsstücke feucht werden, solltest Du diese schnell umziehen. Eine Mütze oder ein Schal verhindern zudem den Wärmeverlust über den Kopf- oder Halsbereich. Zu enganliegende Kleidung oder zu enge Schuhe stören die Blutzirkulation und sollten deshalb vermieden werden. Bei niedrigen Temperaturen und starkem Wind empfiehlt sich das Tragen von Gesichtsmasken. Doch auch bei der Hautpflege sollte auf das geeignete Produkt geachtet werden. So sollten Cremes mit einem hohen Wasseranteil gerade bei Minusgraden vermieden werden. Stattdessen kannst Du Produkte mit einem hohen Fettanteil oder spezielle Kälteschutzcremes verwenden. In höheren Lagen empfiehlt sich zudem ein ausreichend hoher Sonnenschutz.

Erfrierungen - Wie kann ich Erfrierungen vorbeugen?

Der Konsum von Alkohol in kalter Umgebung sollte vermieden werden, da dieser die Blutgefäße erweitert und so einen erhöhten Wärmeverlust zur Folge hat. Im Gegensatz dazu verengt Nikotin die Blutgefäße, wodurch es wiederum zu Durchblutungsstörungen kommt. Deshalb ist auch von Nikotin bei niedrigen Temperaturen abzuraten. Hingegen solltest Du eine ausreichende Menge von wärmender Nahrung und Flüssigkeit zu Dir nehmen, um Deinem Körper genug Energie für die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur zur Verfügung zu stellen.

Gerade am Berg empfiehlt es sich, wärmende Tees mitzunehmen oder sich immer wieder in einer Berghütte aufzuwärmen. Darüber hinaus solltest Du Dich nicht zu lang kaltem Wind aussetzen, ohne Dich zu bewegen. Fülle auch regelmäßig Deine Kohlenhydrate auf und wähle Touren Deinem Trainingszustand entsprechend. Menschen mit bereits bekannten Durchblutungsstörungen wie dem Raynaud-Syndrom sollten vor der Durchführung von längeren Touren lieber mit ihrem Arzt sprechen.

Welche Hausmittel helfen bei leichten Erfrierungen?

Bei leichten Erfrierungen (Grad I) mit Rötung, Taubheitsgefühl und leichter Schwellung können Hausmittel die Heilung unterstützen. Schwere Erfrierungen erfordern immer eine sofortige ärztliche Behandlung.

Langsames Aufwärmen

Wärme die betroffene Stelle langsam in lauwarmem Wasser (37 bis 40 Grad Celsius) auf. Der Vorgang kann 20 bis 30 Minuten dauern. Verwende niemals heißes Wasser, einen Föhn oder eine Heizung – die geschädigte Haut spürt die Hitze nicht und kann zusätzlich verbrennen.

Warme Getränke

Warme, zuckerhaltige Getränke wie Tee mit Honig wärmen den Körper von innen und stabilisieren den Kreislauf. Vermeide Alkohol, da er die Blutgefäße erweitert und den Wärmeverlust verstärkt.

Aloe Vera

Aloe-Vera-Gel fördert die Regeneration der geschädigten Haut und spendet Feuchtigkeit. Trage es auf die aufgewärmte Haut auf, sobald das Gefühl zurückkehrt.

Wundschutz

Decke die aufgewärmte Stelle mit einer sterilen, lockeren Kompresse ab. Vermeide Druck und Reibung. Lege bei Erfrierungen an den Zehen Watte zwischen die Zehen, um ein Zusammenkleben zu verhindern.

Wichtig: Reibe erfrorene Hautstellen niemals mit Schnee ein – das verschlimmert die Schädigung. Bei Blasenbildung, weißer oder grauer Verfärbung der Haut, fehlendem Schmerzempfinden oder Erfrierungen bei Kindern musst Du sofort eine Notaufnahme aufsuchen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung von Erfrierungen?

Erfrierungen - Kosten

Ja, die Behandlung von Erfrierungen werden von der Krankenkasse vollständig übernommen.

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Häufige Fragen

Was ist eine Erfrierung?
Eine Erfrierung ist eine lokale Gewebeschädigung, die durch längere Kälteeinwirkung entsteht. Man unterscheidet zwischen oberflächlichen und tiefen Erfrierungen. Während oberflächliche Erfrierungen meist folgenlos abheilen, können tiefe Erfrierungen bis zur Amputation führen.
Welche Symptome treten bei Erfrierungen auf?
Typische Anzeichen sind blasse oder bläuliche Haut, Taubheitsgefühl und Kälteempfinden. In schweren Fällen bilden sich Blasen oder das Gewebe stirbt ab. Erfrierungen werden in vier Schweregrade eingeteilt.
Welche Körperstellen sind besonders gefährdet?
Finger, Zehen, Nase, Ohren und Wangen sind am häufigsten betroffen, da sie weniger durchblutet werden und der Kälte stärker ausgesetzt sind.
Wie entsteht eine Erfrierung?
Erfrierungen entstehen durch extreme Kälte, oft in Verbindung mit Wind, Feuchtigkeit oder unzureichender Kleidung. Auch Alkohol oder enge Kleidung können das Risiko erhöhen.
Sind Frostbeulen dasselbe wie Erfrierungen?
Nein, Frostbeulen (Perniones) entstehen ebenfalls durch Kälte, aber das Gewebe friert nicht ein. Sie äußern sich als schmerzhafte, entzündete Hautveränderungen und heilen meist innerhalb weniger Wochen.
Wie kann ich Erfrierungen behandeln?
Bei leichten Erfrierungen hilft langsames Erwärmen, zum Beispiel durch warme Hände oder Wasserbäder (max. 40°C). Tiefere Erfrierungen müssen im Krankenhaus behandelt werden.
Was sollte ich bei einer Erfrierung vermeiden?
Nicht reiben oder mit Schnee abreiben, keine direkte Hitze anwenden und keine Blasen aufstechen. Alkohol und Nikotin verschlechtern die Durchblutung und sollten vermieden werden.
Wie kann ich Erfrierungen vorbeugen?
Durch warme, winddichte Kleidung, Handschuhe, eine Mütze und wasserfeste Schuhe. Auch ausreichend Nahrung, warme Getränke und Bewegung helfen, die Körpertemperatur zu halten.
Wer ist besonders gefährdet?
Kinder, ältere Menschen, Personen mit Durchblutungsstörungen (z. B. Diabetes) und Bergsportler haben ein erhöhtes Risiko für Erfrierungen.
Redaktionelle Verantwortung

Dieser Beitrag wurde von der internen MOOCI-Redaktion erstellt, inhaltlich geprüft und freigegeben. Bei der Recherche und Aufbereitung setzen wir auch KI-gestützte Werkzeuge ein; jeder Text wird vor der Veröffentlichung von unserer Redaktion fachlich gegengelesen. Die redaktionelle Verantwortung trägt Nadja Sukalia, Content Managerin bei MOOCI. Die medizinische Prüfung erfolgt durch Ärztinnen und Ärzte aus unserem Fachnetzwerk.

Dr. Benjamin Gehl

Dr. Benjamin Gehl

Facharzt für plastische, ästhetische & rekonstruktive Chirurgie

Als Facharzt für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie liegt die Leidenschaft von Dr. Gehl schon immer im Bereich der medizinischen Contentproduktion. Aufgrund seiner Ausbildung, einer langjährigen Einsatzzeit in der rekonstruktiven und plastischen Chirurgie, sowie zahlreichen Auslandseinsätzen in Indien, Afrika und Amerika weiß er, welche Techniken und Behandlungen für medizinische Indikationen international Anwendung finden und State of the art sind. Weiterhin beschäftigt er sich täglich mit neuen Trends und Techniken in der operativen und nicht-operativen Chirurgie. Fortbildungen sowie Studien zählen genauso zu seiner Leidenschaft wie die Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten zu den neuesten fachspezifischen Themen.

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