Scharlach

Scharlach ist vor allem als „Kinderkrankheit“ bekannt und tritt meist bei Kindern zwischen fünf und zwölf Jahren auf. Lass Dich von dieser umgangssprachlichen Bezeichnung aber nicht täuschen, Du kannst Dich nämlich bis ins hohe Erwachsenenalter damit anstecken. Ohne eine medizinische Behandlung mit Antibiotika kann eine Scharlach-Erkrankung gefährliche Folgen haben und bei schwerem Verlauf sogar lebensbedrohlich sein. Wie Du Dich am besten gegen eine Ansteckung schützt kannst und ab wann Du einen Arzt aufsuchen solltest, liest Du hier. Außerdem geben wir Dir Tipps, was Du bei einer akuten Scharlach-Infektion selbst tun kannst.


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Dieser Text wurde nach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst und von Medizinern geprüft.


Zuletzt aktualisiert: 13. Januar, 2021

INHALTSVERZEICHNISInhaltsverzeichnis

Scharlach ist eine hochansteckende Infektionskrankheit, die durch eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion ausgelöst wird und vor allem Kinder betrifft. Die Krankheit kommt jedoch auch bei Erwachsenen bis ins hohe Alter vor und geht mit einer Rachenentzündung sowie Fieber einher. Nach einer Scharlacherkrankung baut der Körper einen Schutz gegen das entsprechende Bakterium auf, allerdings gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Streptokokken, die Scharlach auslösen können.

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Die typischen Symptome bei Scharlach sind die Himbeerzunge, Scharlach-Angina, hohes Fieber, Schluckbeschwerden, Halsschmerzen sowie ein großflächiger Hautausschlag, der sich von den Achseln und der Leistengegend über den ganzen Körper ausbreitet. Außerdem können Erbrechen, Magenschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen auf eine Scharlachinfektion hindeuten.

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Der Erreger, welcher Scharlach auslöst, ist der sogenannte A-Streptokokkus. Diese Bakterien setzen sich in der Schleimhaut Deines Rachens ab und lösen dort eine Entzündung aus. Sie sondern außerdem sogenannte Toxine aus, die die typische Rötung der Schleimhäute und den charakteristischen Hautausschlag hervorrufen. Unbehandelt können sich die Streptokokken weiter im ganzen Körper verbreiten und zusätzliche Entzündungen auslösen.

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Die Inkubationszeit beträgt bei Scharlach etwa zwei bis fünf Tage. Du bist jedoch bereits einen Tag vor dem Auftreten der Symptome anstecken. Bei etwa 20% der Bevölkerung kommt es zu keinem Ausbruch von Scharlach, obwohl sie den Erreger in sich tragen. Scharlach ist hochansteckend und betrifft vor allem Kinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Nach überstandener Krankheit bist Du nicht immun und kannst Dich jederzeit wieder mit Scharlach anstecken.

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Scharlach ist bei richtiger Behandlung heutzutage nicht mehr gefährlich. Unbehandelt kann es jedoch zu einem schweren Krankheitsverlauf mit eitriger Mandelentzündung, Mittelohrentzündung oder Lungenentzündung kommen. Es können Abszesse oder eine Blutvergiftung entstehen und das Risiko, später an rheumatischem Fieber zu leiden, erhöht sich drastisch. In seltenen Fällen kann eine Scharlacherkrankung ohne Behandlung auch heute noch zum Tod führen.

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Die Behandlung von Scharlach besteht hauptsächlich aus dem Verabreichen von Antibiotika, was bei dieser Krankheit unumgänglich ist, um das Risiko für Spätfolgen und einen schweren Krankheitsverlauf zu minimieren. Bei konsequenter Behandlung bist du bereits nach 24 Stunden nicht mehr anstecken und nach zehn Tagen meist wieder völlig gesund.

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Nein, nur durch eine Therapie mit Antibiotika kannst Du eine Scharlachinfektion behandeln. Hausmittel wie Gurgellösungen und Tees, Wadenwickel und warme Halswickel können jedoch zur Linderung der Symptome beitragen.

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Es gibt keine Impfung gegen Scharlach. Du kannst deshalb Dich deshalb am besten schützen, indem Du den Kontakt zu Erkrankten meidest und regelmäßig Deine Hände wäschst, um eine Schmierinfektion zu vermeiden.

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Im Gegensatz zu anderen Kinderkrankheiten bist du nach überstandener Scharlach-Erkrankung nicht immun gegen eine erneute Ansteckung und kannst jederzeit wieder daran erkranken. Außerdem gibt es bis jetzt noch keine Impfung gegen Scharlach. Obwohl die A-Streptokokken auch Hautkrankheiten wie Wundrose und Borkenflechte auslösen können, nehmen die einzelnen Erkrankungen verschiedene Verläufe an. Auch der typische Hautausschlag hat andere Charakteristika als bei einer Erkrankung mit beispielsweise Masern oder Röteln.

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Die Behandlung sowie die Untersuchungen werden im Regelfall von Deiner Krankenkasse übernommen. Es kann jedoch sein, dass Du einen Selbstbehalt beim Kauf der Antibiotika zahlen musst.

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Scharlach kann nur mit Antibiotikum behandelt werden. Ein Krankheitsverlauf ohne Antibiotikum kann verheerende Folgen wie einer Entzündung der Lunge, des Mittelohrs und der Mandeln sowie eine Blutvergiftung mit sich ziehen. Im schlimmsten Fall führt Scharlach unbehandelt zu Schwerhörigkeit, Entzündungen des Herzens oder zum Tod.


Scharlach ist eine hochansteckende Infektionskrankheit und wird durch Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen.


Zu den häufigsten Symptomen gehören die Himbeerzunge, ein großflächiger Hautausschlag, Scharlach-Angina, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Fieber.


Nach überstandenem Krankheitsverlauf bist Du nicht immun gegen eine erneute Ansteckung und es existiert auch keine Impfung gegen Scharlach.

Was versteht die Medizin unter Scharlach?

Scharlach, auch bekannt unter Scarlatina, ist eine hoch ansteckende Infektionskrankheit, bei der es zu einer Entzündung des Rachens kommt. Unbehandelt kann sich diese Entzündung weiter ausbreiten und das Mittelohr, die Mandeln, die Lunge, sowie in seltenen Fällen den gesamten Blutkreislauf befallen. Auch Langzeitfolgen wie rheumatisches Fieber sind nach einer Scharlach-Erkrankung nicht auszuschließen. Eine Ansteckung mit Scharlach erfolgt durch eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion. Übrigens bist Du nach überstandener Scharlach-Erkrankung nicht gegen eine erneute Ansteckung immun, da es verschiedene Bakterien gibt, die Scharlach auslösen können. Dein Körper baut nur einen gewissen Schutz gegen das bestimmte Bakterium auf, mit welchem Du Dich infiziert hast.

Scharlach - Was versteht die Medizin unter Scharlach?

Welcher Erreger ist für Scharlach verantwortlich?

Scharlach - Welcher Erreger ist für Scharlach verantwortlich?

Auslöser der Krankheit ist die Ansteckung mit bestimmten Streptokokken-Bakterien, genauer gesagt den „Streptococcus pyogenes“. Diese werden auch A-Streptokokken genannt und setzen sich vor allem an der Schleimhaut im Mund-Rachen-Raum fest, wo sie Entzündungen auslösen. Viele Streptokokken verursachen lediglich eine eitrige Mandelentzündung oder Hauterkrankungen wie Wundrose und Borkenflechte. Scharlach lösen nur jene A-Streptokokken aus, die giftige Stoffwechselprodukte, sogenannte Toxine, freisetzen. Dieses Toxin sorgt dafür, dass Blutgefäße durchlässiger werden und rote Blutkörperchen (Erythrozyten) austreten. Dadurch entstehen die typischen Schleimhautrötungen und der charakteristische Hautausschlag.

Wie erkennt man Scharlach?

Die Erkrankung beginnt meist mit Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und plötzlichem Fieber. Dies sind Symptome für eine Vielzahl an verschiedenen Krankheiten. Entscheidend für eine Diagnose von Scharlach sind die typischen Symptome wie die Himbeerzunge, Scharlach-Angina sowie ein großflächiger, rauer Hautausschlag. Diese Symptome treten meist gleichzeitig oder kurz nach den ersten Krankheitsbeschwerden auf. Auch Kopf- und Gliederschmerzen, gerötete Wangen, Erbrechen, Magenschmerzen sowie Schüttelfrost können auf Scharlach hindeuten. Bei Erwachsenen kann sich die Erkrankung durch andere Symptome als bei Kindern äußern und der Krankheitsverlauf ist oft abgeschwächt. Die Beschwerden verschwinden jedoch bei erfolgreicher Antibiotika-Therapie nach einigen Tagen wieder.

Was ist unter der Scharlach-Zunge zu verstehen?

Scharlach - Was ist unter der Scharlach-Zunge zu verstehen?

Die Scharlach-Zungen, auch Himbeerzunge genannt, zählt zu den häufigsten Symptomen für Scharlach. Zunächst ist die Zunge mit einer weißen Schicht belegt, welche nach etwa vier Tagen abfällt. Danach hat die Zunge des Patienten eine himbeerrote Farbe und wirkt „hügelig“ aufgrund der Infektion der Zungenpapillen.

Was ist die Scharlach-Angina?

Unter Scharlach-Angina versteht die Medizin eine Entzündung der Gaumenmandeln und des Rachens. Dies ist das typischste Scharlach-Symptom und tritt bei fast jedem Erkrankten auf. Grund dafür ist das Scharlach-Bakterium, welches sich in der Rachenschleimhaut ansiedelt und dort eine Entzündung auslöst. Scharlach-Angina erkennst Du an stark geschwollenen Mandeln und einer Rötung der betroffenen Bereiche im Hals. Die Mandeln sowie die Innenseite der Wangen können außerdem mit einer weißen Schicht überzogen sein. Außerdem können aufgrund der Entzündung die Hals-Lymphknoten anschwellen. Diese Symptome haben große Ähnlichkeit mit den Beschwerden bei einer üblichen Mandelentzündung.

Scharlach - Was ist die Scharlach-Angina?

Welche weiteren Symptome treten bei Scharlach auf?

Neben der Himbeerzunge und Scharlach-Angina ist ein großflächiger Hautausschlag kennzeichnend für Scharlach. Dabei handelt es sich um stecknadelkopfgroße, hellrote Punkte, die sich rau anfühlen, jedoch keinen Juckreiz auslösen. Dieser Ausschlag tritt meist am dritten oder vierten Krankheitstag auf und breitet sich im Laufe der Krankheit von den Achseln, der Leiste und den Oberschenkeln über den ganzen Körper aus. Die einzigen Körperteile, die von dem Ausschlag verschont bleiben, sind Hand- und Fußflächen, sowie ein kleines Dreieck zwischen Mund und Kinn. Die hellroten Flecken verschwinden meist erst nach sechs bis neun Tagen wieder. Dann fängt die Haut an gewissen Körperstellen an, sich zu schuppen, vor allem an den Handflächen und Fußsohlen, die ursprünglich vom Ausschlag gar nicht betroffen waren. Das Abschuppen der Haut ist zwar unangenehm, aber nicht gefährlich.
 
Zusätzlich sind Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, gerötete Wangen und Fieber typisch bei Scharlacherkrankungen. Auch Schüttelfrost sowie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen können auftreten. Bei Kleinkindern macht sich Scharlach zusätzlich durch Bauchschmerzen und Erbrechen bemerkbar.

Wie ist der Krankheitsverlauf von Scharlach?

Phase 1

Scharlach verläuft in drei Phasen. Die ersten Symptome treten etwa ein bis drei Tage nach der Ansteckung mit dem Bakterium auf. Dazu zählen hohes Fieber, Halsschmerzen und Schluckbeschwerden. Rachen und Mandeln sind stark gerötet, die Mandeln sind zudem geschwollen und eventuell mit weißen Flecken überzogen. Auch die Zunge wird mit fortschreitendem Verlauf von einer weißen Schicht belegt. Diese Symptome weisen zunächst lediglich auf eine Mandelentzündung hin.

Phase 2

Zu Beginn der zweiten Phase, etwa am dritten Krankheitstag, kommt der typische Hautausschlag zum Vorschein. Er beginnt in den Achseln, der Leiste oder der Innenseite der Oberschenkel und breitet sich über den gesamten Körper aus. Die Wangen des Patienten sind intensiv gerötet und die Haut um den Mund herum bildet ein blasses Dreieck. Dies wird als Milchbart bezeichnet. Der Ausschlag beginnt als kleine rote Pünktchen, die immer dichter werden und eventuell ineinander übergehen. Die Flecken fühlen sich immer rauer an und sind mit der Zeit erhaben. Der weiße Belag der Zunge fällt nach und nach ab und zum Vorschein kommt eine starke Rötung, die sogenannte Himbeerzunge.

Phase 3

Nach etwa sechs bis neun Tagen kommt es zur dritten Phase. Der Hautausschlag geht langsam zurück und auch das Fieber sollte zu dieser Zeit schon verschwunden sein. Ohne Antibiotikum kann es übrigens dazu kommen, dass der Patient bis zu drei Wochen lang unter hohem Fieber leidet. In der dritten Phase kommt es auch zur Abschuppung der Haut, vor allem an den Handflächen und den Fußsohlen. Oft sind auch die Ohrmuscheln und das Gesicht betroffen. In den meisten Fällen sind betroffene Patienten nach Beendigung der Antibiotika-Therapie, also nach etwa zehn Tagen, wieder vollständig gesund.

Wie macht sich Scharlach bei Erwachsenen bemerkbar?

Vor allem bei älteren Patienten zeigen sich während des Krankheitsverlaufs Scharlach-Symptome, wie den typischen Scharlach-Ausschlag, manchmal nicht. Wenn bei Erwachsenen Halsschmerzen und Schluckbeschwerden auftreten, denken viele nicht an eine Infektion mit der „Kinderkrankheit“ Scharlach. Dies birgt jedoch ein großes Risiko, da auch bei einem leichten Krankheitsverlauf das Risiko für Spätfolgen wie beispielsweise rheumatisches Fieber im Herz- und Nierenbereich, besteht. Eine Halsentzündung, weißlicher Belag auf der Wangeninnenseite, eine Himbeerzunge sowie hohes Fieber sind jedoch auch bei Erwachsenen die häufigsten Beschwerden. Allerdings ist der Verlauf der Krankheit oft atypisch und abgeschwächt.

Wie erkennt man Scharlach bei Babys?

Säuglinge können sich aufgrund des „Nestschutzes“ nicht mit Scharlach anstecken. Ansonsten kommt es auch bei Kleinkindern zu einer Himbeerzunge, hohem Fieber und einem Ausschlag.

Scharlach - Was versteht die Medizin unter Scharlach?

Welche Ursachen hat Scharlach?

Scharlach ist eine hochansteckende Infektionskrankheit und wird durch Bakterien ausgelöst. Diese nisten sich in den Schleimhäuten der Atemwege ein und lösen eine Entzündung im Rachenraum aus. Ohne Behandlung können sich diese Streptokokken ungehindert im Körper ausbreiten und weitere Entzündungen hervorrufen. Da die Krankheit durch Bakterien im Speichel übertragen wird, kommt es vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen, wie Schulen oder Kindergärten, zu Ansteckungen. Die kalte Jahreszeit, etwa von Oktober bis März, begünstigt die Verbreitung des Erregers zusätzlich.

Wie überträgt sich Scharlach?

Scharlach - Wie überträgt sich Scharlach?

Die A-Streptokokken, die für die Ansteckung mit Scharlach verantwortlich sind, befinden sich im Speichel von Patienten. Das bedeutet, dass die Erreger durch eine Tröpfcheninfektion oder eine Schmierinfektion übertragen werden. Durch Husten, Niesen und sogar Sprechen gelangen die Bakterien, verpackt in winzigen Flüssigkeitströpfchen, in die Luft (Tröpfcheninfektion). Halten sich Patienten beim Husten oder Niesen die Hand vor den Mund, können sie die Bakterien auch auf Türklinken, Besteck, etc. übertragen (Schmierinfektion).

Atmen andere Menschen die Tröpfchen in der Luft ein oder greifen sich mit den Händen ins Gesicht, nachdem sie kontaminierte Gegenstände berührt haben, kommt es zu einer Übertragung der Krankheit. Die Bakterien können sich dann ungehindert in den Schleimhäuten des Rachenraums einnisten und eine Scharlach-Infektion auslösen.
 
In ganz seltenen Fällen kommt es zu einer Ansteckung über infiziertes Wasser oder Lebensmittel. Selten ist auch der sogenannte Wundscharlach, bei dem der Erreger nicht über die Atemwege, sondern durch offene Hautwunden in den Körper gelangt.

Wieso sind Kinder am häufigsten von Scharlach betroffen?

Scharlach - Wieso sind Kinder am häufigsten von Scharlach betroffen?

Das Bakterium, das für eine Erkrankung mit Scharlach verantwortlich ist, überträgt sich über die Luft oder durch kontaminierte Oberflächen und Gegenstände. Das größte Risiko für eine Ansteckung besteht also bei größeren Menschenmassen und engen Kontakt mit Erkrankten, wo der Erreger leicht weitergegeben werden kann. Durch den engen Körperkontakt mit anderen Kindern und Betreuungspersonal sind deshalb Kindergärten und Schulen der ideale Ort für eine Ansteckung.

Meist erkranken Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren an Scharlach. Das Immunsystem ist in diesem Alter besonders anfällig für Infektionen. Generell sind all jene am meisten gefährdet, die etwa durch andere Krankheiten ein geschwächtes Immunsystem haben. Eine Scharlach-Erkrankung kann jedoch bei jeder Altersgruppe, bis ins hohe Erwachsenenalter, auftreten. Nur Säuglinge können sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht anstecken, da sie spezielle Antikörper von der Mutter in sich tragen.

Welche Inkubationszeit besteht bei Scharlach?

Zwischen der Ansteckung mit Scharlach-Erregern und dem Auftreten der ersten Symptome vergehen circa zwei bis sieben Tage. Aber Achtung, Du bist bereits etwa einen Tag vor Krankheitsausbruch ansteckend. Die Ansteckungsgefahr kann erst durch den Start der Antibiotika-Therapie gesenkt werden. Nach überstandener Krankheit bist Du übrigens nicht gegen eine erneute Ansteckung immun und jede weitere Ansteckung mit A-Streptokokken erhöht das Risiko für Spätfolgen. Allerdings ist der Krankheitsverlauf bei erneutem Ausbrechen von Scharlach meist schwächer ausgeprägt und der typische Hautausschlag bleibt oft aus, was eine korrekte Diagnose umso schwieriger macht.

Ist Scharlach ansteckend?

Ja, Scharlach ist sehr ansteckend, da sich die Erreger vor allem bei großen Menschenansammlungen sehr leicht über die Atemluft oder berührte Gegenstände verbreiten können. Allerdings erkrankt nicht jeder, der mit den Scharlach-Bakterien in Berührung kommt. Bei etwa 20 Prozent der Bevölkerung zeigen sich keine Symptome, obwohl der Scharlach-Erreger im Rachenraum nachgewiesen wurde.

Scharlach - Ist Scharlach ansteckend?

Wie lange ist Scharlach ansteckend?

Nach Beginn einer wirksamen Antibiotika-Behandlung sind Patienten bereits nach etwa 24 Stunden nicht mehr ansteckend. Bei einer akuten Scharlach-Erkrankung, die nicht behandelt wird, besteht die Ansteckungsgefahr allerdings bis zu drei Wochen lang. Eitrige Ausscheidungen erhöhen zusätzlich sowohl das Risiko einer Übertragung als auch die Länge der Ansteckungsgefahr.

Wie oft kann man Scharlach bekommen?

Du kannst Dich mehrmals im Leben mit Scharlach anstecken, da Dein Körper nach einer einmaligen Scharlach-Infektion leider nicht immun gegen alle Scharlach-Bakterienstämme ist. Die Gefahr eines erneuten Ausbruchs von Scharlach ist gering, wenn Du nochmals mit dem exakt gleichen Streptokokkus in Berührung kommst, da Dein Körper im Zuge der früheren Infektion einen gewissen Schutz dagegen aufgebaut hat. In diesem Fall erkrankst Du höchstens an einer Mandelentzündung, die der Erreger im Rachenraum auslöst. Es gibt jedoch verschiedene Bakterienstämme, die eine Scharlach-Infektion bewirken können. Solltest Du also in Kontakt mit einem Scharlach-Patienten kommen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dessen Erkrankung von einem anderen Streptokokkus kommt und Du Dich erneut ansteckst.

Wie gefährlich ist Scharlach?

Vor der Erfindung des Antibiotikums war Scharlach eine fast unbehandelbare Krankheit und aufgrund der verheerenden Spätfolgen sehr gefürchtet. Bei rechtzeitiger und erfolgreicher Behandlung mit Antibiotikum birgt eine Scharlach-Erkrankung heute jedoch kein großes Risiko mehr. Unbehandelt kann es aber immer noch zu eitrigen Entzündungen der Mandeln und des Mittelohrs, sowie der Entstehung von Abszessen kommen. In seltenen Fällen wird Scharlach sogar lebensbedrohlich, nämlich dann, wenn die Erreger in den Blutkreislauf gelangen und dort eine Blutvergiftung auslösen. Außerdem kann die Verweigerung einer Behandlung das Risiko für Komplikationen und rheumatisches Fieber deutlich erhöhen.

Gilt für Scharlach eine Meldepflicht?

Scharlach - Gilt für Scharlach eine Meldepflicht?

Ja, für Scharlach existiert laut dem Infektionsschutzgesetz eine Meldepflicht. Darin ist auch festgelegt, dass Erkrankte sich von Gemeinschaftseinrichtungen fernhalten müssen.

Welche Folgen hat Scharlach für die Betroffenen?

Mit einer ärztlich beaufsichtigten Antibiotikatherapie heilt eine Scharlach-Erkrankung in der Regel schnell wieder ab. Ohne Behandlung bleiben die Scharlach-Symptome sehr viel länger bestehen und können dramatische Folgen mit sich ziehen. Dazu zählen vor allem eine stark eitrige Mandelentzündung und/oder eine eitrige Mittelohrentzündung. Die Abkapselung des Eiters kann zur Entstehung von einem Abszess, also einem mit Eiter gefüllten Hohlraum im Gewebe, der aus totem Gewebe, abgestorbenen Immunzellen und Bakterienüberresten besteht, führen. Solch ein Abszess muss unbedingt von einem Arzt geöffnet und behandelt werden, um eine Blutvergiftung zu vermeiden. Bei Nichtbehandlung einer von Scharlach ausgelösten eitrigen Mittelohrentzündung droht außerdem Schwerhörigkeit.

Scharlach - Welche Folgen hat Scharlach für die Betroffenen?

Die Keime aus dem entzündeten Rachenraum, die die Mandelentzündung und die Mittelohrentzündung auslösen, können auch in die Nasennebenhöhlen oder die Lunge gelangen und dort erheblichen Schaden anrichten. Zusätzlich zu den bereits genannten Scharlach-Symptomen, die Deinen Körper ohnehin schon sehr belasten, kann so eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) oder eine Lungenentzündung (Pneumonie) entstehen.
 
In seltenen Fällen kommt es bei Nichtbehandlung von Scharlach zu einem septischen Verlauf von Scharlach, der potenziell lebensgefährlich ist. Kennzeichnend dafür ist das Eindringen der Scharlach-Keime in die Blutbahn. Dadurch verteilen sich die Bakterien im ganzen Körper und es entsteht eine sogenannte Sepsis (Blutvergiftung). Anzeichen dafür sind plötzliches hohes Fieber, Erbrechen, Durchfall, Bewusstseinstrübung und ein Schockzustand. Es können außerdem Schleimhautblutungen sowie eine schwere Herzschädigung auftreten. Unser Appell deshalb an Dich: solltest Du die bereits genannten Scharlach-Symptome bei Dir oder Deinem Kind feststellen, geh sofort zu Deinem Hausarzt und lass die Krankheit behandeln.

Welche Spätfolgen kann Scharlach für die Erkrankten haben?

Mögliche Spätfolgen der Krankheit sind schwere Nierenentzündungen oder rheumatisches Fieber. Eine Nierenentzündung erkennst Du an Blut im Urin, Wassereinlagerungen im Körper, Bluthochdruck, Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und Schmerzen in der Nierengegend. Rheumatisches Fieber kennzeichnet sich durch hohes Fieber einige Wochen nach der Scharlach-Erkrankung sowie durch Entzündungen bestimmter Gelenke und Organe.

Mögliche Spätfolgen

  • Nierenentzündung

  • Rheumatisches Fieber

  • Herzmuskelentzündung

Dabei ist vor allem das Herz betroffen und es kommt zu einer Entzündung der Herzinnenhaut (Endokarditis), einer Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis) oder des Herzbeutels (Perikarditis). Eine Entzündung des Herzens äußert sich durch Müdigkeit, ein Schwächegefühl, Herzrasen oder -stolpern, Schmerzen hinter dem Brustbein und Atemnot bei körperlicher Anstrengung. Rheumatisches Fieber kann auch das Gehirn schädigen und Chorea Sydenham verursachen, was eine bestimmte Form von Bewegungsstörung ist.
 
Betroffen von rheumatischem Fieber sind meist Patienten zwischen drei und fünfzehn Jahre. Das Risiko, unter solchen Spätfolgen zu leiden, lässt sich mit der frühzeitigen Einnahme von Antibiotika deutlich verringern. Die auftretenden Beschwerden werden deshalb als Spätfolgen bezeichnet, weil sie erst einige Wochen nach der Scharlach-Erkrankung auftreten. Diese Beschwerden werden übrigens nicht von den Bakterien verursacht, sondern durch eine immunologische Reaktion des Körpers. Bei einer entsprechenden genetischen Veranlagung können die vom Körper gebildeten Scharlach-Antikörper auch körpereigenes Gewebe, wie zum Beispiel das Herz, angreifen und dort Entzündungen hervorrufen.

Was passiert, wenn Scharlach während der Schwangerschaft auftritt?

Scharlach - Schwangerschaft

Bei einer Scharlach-Erkrankung während der Schwangerschaft solltest Du unbedingt einen Arzt aufsuchen, um so früh wie möglich mit der Antibiotika-Behandlung zu beginnen und medizinisch überwacht zu werden. Allerdings besteht kein allzu großer Grund zur Sorge, da die Erkrankung im Gegensatz zu Röteln, Mumps oder Masern, keinen direkten Einfluss auf Dein ungeborenes Kind hat. Damit ist gemeint, dass Scharlach keine kindlichen Fehlbildungen, Fehl- oder Totgeburten auslöst.
Sollte es jedoch im Rahmen der Scharlach-Entzündungen zu Komplikationen, wie einer Entzündung Deines Herzmuskels, kommen, kann dies indirekte Auswirkungen auf Dein Kind haben. Durch solch schwere Komplikationen kann es zu einer Unterversorgung Deines Babys mit Sauerstoff und Nährstoffen kommen. Deshalb ist die ärztliche Überwachung bei Infektionskrankheiten während einer Schwangerschaft auch so wichtig.

Scharlach - Was passiert, wenn Scharlach während der Schwangerschaft auftritt?

Wann sollte man bei Scharlach zum Arzt gehen?

Du solltest bereits bei hohem Fieber, welches eines der ersten Symptome für Scharlach sein kann, einen Arzt aufsuchen. Spätestens, wenn durch das Auftreten einer Himbeerzunge oder Scharlach-Angina klar ist, dass es sich um Scharlach handelt, ist ein Arztbesuch unumgänglich. Je früher Du mit einer Antibiotika-Behandlung beginnst, desto besser. Dadurch wird das Risiko für Spätfolgen minimiert und Du bist außerdem bereits nach kurzer Zeit nicht mehr ansteckend.

Zu welchem Arzt geht man bei Scharlach?

Die richtige Anlaufstelle bei Verdacht auf eine Scharlachinfektion ist Dein Hausarzt oder Kinderarzt. Du kannst außerdem einen HNO-Arzt oder einen Dermatologen aufsuchen.

Wie diagnostiziert der Arzt Scharlach?

Scharlach - Wie diagnostiziert der Arzt Scharlach?

Zunächst erhebt Dein Arzt Deine Krankengeschichte und fragt beispielsweise nach dem Beginn des Fiebers oder möglichen Scharlach-Erkrankungen in der Familie. Bei der folgenden körperlichen Untersuchung begutachtet der Arzt vor allem Deinen Rachenraum und prüft, ob Rachen oder Mandeln gerötet, geschwollen oder weiß belegt sind. Da bei Scharlach auch die Lymphknoten anschwellen können, tastet er diese zusätzlich ab. Außerdem untersucht Dein behandelnder Arzt Deinen Körper auf den typischen Hautausschlag und drückt möglicherweise mit einem Holzspatel auf die betroffenen Stellen. Ein Scharlach-Ausschlag verblasst nämlich vorübergehend unter Druck. Der Arzt erkundigt sich außerdem darüber, ob der Ausschlag juckt und wo er genau begonnen hat.
Bei einem Verdacht auf Scharlach gehört normalerweise auch ein Scharlach-Schnelltest zur Untersuchung. Dabei entnimmt Dein Arzt einen Abstrich der Rachenschleimhaut, um ihn auf Streptokokken zu untersuchen. Dies wird deshalb Schnelltest genannt, weil bereits nach wenigen Minuten ein Ergebnis vorliegt. Ein positives Ergebnis weist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine Infektion mit A-Streptokokken hin, wohingegen ein negativer Test so eine Infektion nicht hundertprozentig ausschließt. Bei hinreichendem Verdacht auf Scharlach wird der Rachenabstrich im Labor untersucht, wo Experten eventuell enthaltene Bakterien anzüchten und bestimmen. Zudem kann eine Blutuntersuchung Hinweise auf eine Scharlach-Erkrankung geben. Sind die Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) sowie die Blutsenkungsgeschwindigkeit erhöht, deutet diese auf eine bakterielle Entzündung hin.

 

Möchtest Du bereits Spätfolgen wie rheumatisches Fieber behandeln lassen, stellt der Arzt die korrekte Diagnose mit einem Bluttest. Dabei untersucht das Laborpersonal Dein Blut auf Antikörper gegen Scharlach-Erreger.

Wie wird Scharlach behandelt?

Scharlach kann nur mit Antibiotikum erfolgreich behandelt werden, was einen Arztbesuch unumgänglich macht. Bei konsequenter Behandlung bist Du bereits nach kurzer Zeit nicht mehr ansteckend und nach etwa zehn Tagen solltest Du wieder vollständig gesund sein. In die Arbeit oder zu anderen Gemeinschaftseinrichtungen darfst Du trotzdem erst wieder, wenn Dein Arzt das OK gibt. Personen, die trotz Scharlach-Erregern im Körper keine Symptome zeigen, müssen nicht extra behandelt werden.

Welche Medikamente kommen bei Scharlach zum Einsatz?

Scharlach - Welche Medikamente kommen bei Scharlach zum Einsatz?

Das bevorzugte Antibiotikum bei Scharlach ist Penicillin, welches als Tablette oder als Spritze verabreicht wird. Solltest Du allergisch auf Penicillin sein, kommt ein anderes Antibiotikum, wie beispielsweise Cephalosporine oder Erythromycin zur Anwendung. Bei einem sehr schweren Krankheitsverlauf verabreicht Dein Arzt zusätzlich zu Penicillin-Spritzen das Antibiotikum Clindamycin. Kinder können Penicillin auch in Form von Saft zu sich nehmen.
Patienten mit rheumatischem Fieber als Spätfolge einer früheren Scharlach-Erkrankung haben ein erhöhtes Risiko für eine erneute Infektion mit A-Streptokokken. Sollte es tatsächlich zu einer erneuten Ansteckung kommen, ist die Wahrscheinlichkeit eines schweren Krankheitsverlaufs deutlich höher und eine bereits bestehende Herzschädigung verschlimmert sich zunehmend. Die Behandlung von rheumatischem Fieber sieht deshalb eine mehrjährige Gabe von Penicillin vor, um das Risiko eines Rückfalls zu minimieren.

Lässt sich Scharlach auch ohne Antibiotika behandeln?

Eine akute Scharlach-Erkrankung lässt sich nicht ohne die Einnahme von Antibiotika behandeln. Ohne Antibiotika bist Du länger ansteckend, erlebst einen schlimmeren und längeren Krankheitsverlauf und erhöhst das Risiko, an Spätfolgen zu leiden, immens. Hausmittel können die Beschwerden von Scharlach zwar lindern, allerdings nicht die Krankheit selbst heilen. Vor der Entdeckung des Antibiotikums hat Scharlach viele Todesopfer gefordert und kann auch heute noch in seltenen Fällen ohne Behandlung zu einer Blutvergiftung und zum Tod führen.

Mit welchen Cremes und Salben lässt sich der Ausschlag behandeln?

Die gereizte Haut behandelst Du am besten mit einer lindernden, rückfettenden Creme. Diese schützt zudem die unteren Hautschichten, wenn es zur charakteristischen Abschuppung der Haut kommt. Der Ausschlag sollte normalerweise keinen Juckreiz hervorrufen, allerdings kann es durch die Reizung der Haut und auch während der Schuppung jucken. In diesem Fall trägst Du Imiquimod-Creme auf die betroffenen Hautstellen auf.

Wie lange ist man nach begonnener Behandlung noch ansteckend?

Während sich die Ansteckungsgefahr ohne Behandlung über zumindest drei Wochen hinzieht, bist Du bei erfolgreicher Behandlung mit Antibiotikum bereits nach etwa 24 Stunden nicht mehr ansteckend. Trotzdem solltest Du den Kontakt zu anderen Menschen einige Tage lang meiden und Dich lieber zu Hause im Bett auskurieren.

Wie lange dauert die Behandlung?

Die Behandlung einer akuten Scharlach-Erkrankung mit Antibiotika erstreckt sich über zehn Tage. Auf keinen Fall solltest Du die Therapie vorzeitig abbrechen, da sich so das Risiko eines Rückfalls deutlich erhöht. Es sind nach wenigen Tagen noch nicht alle Streptokokken abgetötet und ein frühzeitiges Absetzen kann dazu führen, dass diese verbleibenden Bakterien immun gegen Antibiotika werden.

Scharlach - Wie lange dauert die Behandlung?

Solltest Du unter Spätfolgen von einer früheren Scharlach-Infektion leiden, dauert die Behandlung mit Antibiotika meist mehrere Jahre lang an. Wir empfehlen Dir, nach etwa einem Monat zu einer Kontrolluntersuchung zu gehen, um mögliche Folgeerkrankungen auszuschließen. Im Rahmen der Untersuchung prüft der Arzt Deinen Urin und Deine Gelenke, horcht Dein Herz ab, misst Deinen Blutdruck und macht eventuell ein EKG.

Wann darf man wieder in die Arbeit/ Schule/ in den Kindergarten?

Sollten Du oder Deine Kinder nachweislich oder vermutlich an Scharlach erkrankt sein, dürft ihr vorübergehend keine Gemeinschaftseinrichtungen, wie Kindergarten, Schule oder die Arbeit, besuchen. Dies ist erst wieder nach der ausdrücklichen Erlaubnis vom zuständigen Arzt möglich. Bei rechtzeitiger Behandlung mit Antibiotikum kannst Du mit großer Wahrscheinlichkeit nach wenigen Tagen Dein Haus wieder verlassen, da Du nicht mehr ansteckend bist. Ohne Behandlung gilt das erst bei vollständigem Abklingen aller Symptome, frühestens jedoch nach drei Wochen.

Müssen auch Personen behandelt werden, die den Erreger in sich tragen, aber symptomlos sind?

Bei bis zu 20% der Bevölkerung (vor allem in den Wintermonaten) können dauerhaft Streptokokken im Rachenraum nachgewiesen werden, ohne dass die Betroffenen charakteristische Scharlach-Symptome entwickeln. Diese Personen sind gegen das Toxin, das die Scharlach-Erreger absondern, immun, weshalb es zu keiner Rötung der Schleimhäute und keinem Hautausschlag kommt. Es kann jedoch eine „normale“ Mandelentzündung auftreten. Ohne Symptome brauchst Du normalerweise keine Behandlung mit Antibiotika. Ausnahmen bestehen für Personen, in deren Umfeld Menschen mehrmals hintereinander an Scharlach erkrankt sind. Es kann nämlich sein, dass der symptomlose Patient den Erreger immer wieder neu überträgt. Du kannst nämlich auch ohne Krankheitsausbruch ansteckend sein, wenn Du das Bakterium in Dir trägst!

Gibt es Hausmittel gegen Scharlach?

Die Symptome von Scharlach können zwar durch Hausmittel wie Lindenblütentee gelindert werden, die Krankheit selbst wird jedoch nur mit Antibiotika effektiv bekämpft. Da ein Rückfall oder eine erneute Infektion mit Scharlach sehr gefährlich sein kann, ist es also von absoluter Dringlichkeit, bei Scharlach einen Arzt aufzusuchen. Neben der Einnahme von Antibiotika kannst Du Deinen Körper durch strenge Bettruhe, ausreichende Flüssigkeitszufuhr sowie warme Halswickel bei der Heilung unterstützen.

Was kann ich selbst bei Scharlach tun?

Eine ärztliche Behandlung bei Scharlach ist unumgänglich, um Rückfälle und Komplikationen zu vermeiden. Es ist deshalb wichtig, die ärztlichen Anweisungen genauestens zu befolgen und vor allem während der ersten Tage der Antibiotika-Therapie den Kontakt zu anderen Menschen zu vermeiden. Zusätzlich kannst Du das Risiko einer Übertragung auf andere Personen durch regelmäßiges Händewaschen verringern.
Fieber ist ein typisches Begleitsymptom von Scharlach, welches Du am besten durch strenge Bettruhe und ausreichend Flüssigkeitsaufnahme auskurierst. Nach Absprache mit Deinem Arzt kannst Du außerdem Ibuprofen oder Paracetamol einnehmen, um die Schmerzen und das Fieber zu lindern.

Scharlach - Eine ärztliche Behandlung ist unumgänglich!

Eine ärztliche Behandlung ist unumgänglich!

Mögliche weitere Maßnahmen:

  • Bettruhe

  • Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme

  • Fiebersenkende Medikamente

  • Kühlende Wadenwickel

  • Gurgellösungen

Da Fieber ein natürlicher Schutzmechanismus Deines Körpers ist und die eigene Immunabwehr unterstützt, solltest Du es jedoch nicht zu früh senken. Kühlende Wadenwickel machen es Dir ein wenig bequemer. Gegen Halsschmerzen aufgrund der Entzündung im Rachen helfen sowohl Gurgellösungen mit Salbei oder Eibisch als auch warme Halswickel.
Die Anwendung von homöopathischen Mitteln zur unterstützenden Behandlung von Scharlach musst Du unbedingt mit Deinem Arzt absprechen.

Was sollte man bei Scharlach am besten essen und trinken?

Da Scharlach meist mit Halsschmerzen und Schluckbeschwerden einhergeht, empfehlen wir Dir, flüssige oder zumindest weiche Nahrung, wie Brei oder Suppe, zu Dir zu nehmen. Achte darauf, dass Dein Essen nicht zu salz- oder eiweißreich ist. Da die Einnahme von Antibiotika Deine Darmflora durcheinanderbringen kann, kannst Du Deinen Körper mit regelmäßigem Essen von Joghurt unterstützen. Das Joghurt solltest Du allerdings nicht gleichzeitig mit dem Antibiotikum zu Dir nehmen.
Es ist wichtig, Deinen Körper während der Scharlach-Erkrankung mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen. Dafür sind Wasser, verdünnte Säfte sowie mit Honig gesüßter Lindenblütentee am besten geeignet. Salbeitee mit Honig hilft gegen Halsschmerzen.

Kann man Scharlach vorbeugen?

Wie bei allen Infektionskrankheiten, die durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen werden, vermeidest Du eine Ansteckung mit Scharlach am besten, indem Du den Kontakt mit Erkrankten meidest. Außerdem solltest Du regelmäßig und gründlich Hände waschen, um zu verhindern, dass Krankheitserreger durch Berührungen von Mund und Nase in Deine Schleimhäute gelangen. Bei Risikopatienten mit geschwächtem Immunsystem oder schweren Grunderkrankungen verschreibt der Arzt manchmal vorbeugend ein Antibiotikum, um sie vor einer Ansteckung mit Scharlach zu schützen. Da es bis jetzt noch keine Impfung gegen Scharlach gibt, sind die genannten Tipps die beste und einzige Möglichkeit, Scharlach bis zu einem gewissen Maße vorzubeugen.

Scharlach - Kann man Scharlach vorbeugen?

Wie unterscheidet sich Scharlach von anderen Erkrankungen

Die Symptome von Scharlach ähneln jenen von Röteln, Windpocken, Masern, Ringelröteln, Gürtelrose, Mumps et cetera. Allerdings gibt es wichtige Unterschiede zwischen Scharlach und ähnlichen Kinderkrankheiten.
Zunächst einmal hat eine Scharlach-Erkrankung bei einer schwangeren Frau keine direkten negativen Auswirkungen auf das ungeborene Baby. Krankheiten wie Masern, Mumps oder Röteln schon. Der Ausschlag, der typischerweise bei Scharlach auftritt, ist zwar nervig, allerdings löst er anders als bei Masern oder Röteln keinen Juckreiz aus. Der wichtigste Unterschied ist jedoch, dass bei anderen Kinderkrankheiten nach überstandenem Krankheitsverlauf lebenslange Immunität besteht, während Du an Scharlach mehrmals im Leben erkranken kannst.

Was kostet die Behandlung von Scharlach und übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Scharlach - Kosten

Normalerweise übernimmt Deine Krankenkasse sowohl die Kosten für die Untersuchungen als auch die Kosten der Behandlung vollständig. Je nach Land kann für die verschriebenen Medikamente ein kleiner Selbstbehalt anfallen, wenn Du diese in der Apotheke kaufst. Das können so um die fünf bis zehn Euro sein. Um Missverständnisse zu vermeiden, fragst Du am besten selbst bei Deiner Krankenkasse nach, welche Kosten genau gedeckt sind.


AUF EINEN BLICK

Dauer Dauer

Mindestens 10 Tage

Ausfallzeit Ausfallzeit

Bis zu 14 Tage

Stationärer Aufenthalt Stationär

Nicht notwendig

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Wichtige Punkte zusammengefasst

Das Wichtigste zusammengefasst

Scharlach kann nur mit Antibiotikum behandelt werden. Ein Krankheitsverlauf ohne Antibiotikum kann verheerende Folgen wie einer Entzündung der Lunge, des Mittelohrs und der Mandeln sowie eine Blutvergiftung mit sich ziehen. Im schlimmsten Fall führt Scharlach unbehandelt zu Schwerhörigkeit, Entzündungen des Herzens oder zum Tod.


Scharlach ist eine hochansteckende Infektionskrankheit und wird durch Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen.


Zu den häufigsten Symptomen gehören die Himbeerzunge, ein großflächiger Hautausschlag, Scharlach-Angina, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Fieber.


Nach überstandenem Krankheitsverlauf bist Du nicht immun gegen eine erneute Ansteckung und es existiert auch keine Impfung gegen Scharlach.

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