Anti-Baby-Pille: Auswirkungen auf den weiblichen Körper

Die Anti-Baby-Pille zählt sowohl zu den beliebtesten als auch den sichersten Verhütungsmethoden. Der Markt bietet eine breite Palette an Pillenarten: von unterschiedlichen Herstellern und in verschiedenen Dosierungen. Vor allem Mädchen und junge Frauen entscheiden sich für die Einnahme der Pille, da dieses Verhütungsmittel auf den ersten Blick am einfachsten und unkompliziertesten erscheint. Die Anti-Baby-Pille ist jedoch alles andere als perfekt und risikofrei!


AUTOR

Medizinische Expertin

CO-AUTOR

Online-Redaktion


Zuletzt aktualisiert: 23. September, 2020

Die beliebteste Verhütungsmethode der Welt

Das Hormonpräparat wird am häufigsten von Frauen eingenommen, die eine ungewollte Schwangerschaft verhindern wollen. Dabei gibt es mehrere Arten, die sich in der Wirkweise, hormonellen Zusammensetzung und in der Anwendung unterscheiden. Mediziner unterscheiden hauptsächlich zwischen drei verschiedenen hormonellen Pillenarten: Kombinationspille, Mikropille und Minipille.
 
Allerdings sind das weibliche Hormon Östrogen und das Schwangerschaftshormon Gestagen in fast allen Pillen-Varianten enthalten. Diese Hormone haben eine bestimmte Wirkung. Das hormonelle Präparat unterdrückt den Eisprung, wodurch der ganze weibliche Zyklus aus nicht-fruchtbaren Tagen besteht. Zusätzlich beeinflussen die synthetischen Hormone die Konsistenz des Schleims im Gebärmutterhals. Der Schleim wird durch die Pille zähflüssiger und die Spermien können dadurch nicht mehr in die Gebärmutter gelangen.
 
Darüber hinaus wird der monatliche Aufbau der Gebärmutterschleimhaut verhindert und ein befruchtetes Ei kann sich somit nicht einnisten. Die orale Pille als Verhütungsmethode kann von jeder Frau im gebärfähigen Alter verwendet werden. Nur wenn gesundheitliche Probleme vorliegen, wiegt der Frauenarzt ab, ob die Anti-Baby-Pille als Verhütungsmittel infrage kommt.

Die Anti-Baby-Pille ist bei den meisten Frauen die erste Wahl zur Schwangerschaftsprävention.

Die Licht- und Schattenseiten der Pille

Wie jedes andere Medikament hat auch die Pille neben den erwünschten Vorteilen unerwünschte Nachteile und Nebenwirkungen. Die hormonelle Pille hat vor allem den Vorteil, dass Du die Verhütung selbst kontrollierst. So kannst Du Dir fast 100-prozentig sicher sein, dass Du bei einer regelmäßigen Einnahme nicht ungewollt schwanger wirst. Dabei ist diese Verhütungsmethode schon ab dem ersten Tag wirksam.
 
Zudem wird Deine monatliche Blutung unter der Einnahme schwächer und kürzer. Daher fällt die Periode oft auch weniger schmerzhaft aus. Das heißt, die starken Unterbauchkrämpfe können so gelindert werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass Du bei der Einnahme der Anti-Baby-Pille ganz genau weißt, wann die Monatsblutung einsetzt und auch, wann sie wieder aufhört. Somit kannst Du unter anderem Deinen Urlaub oder Deine Schwimmbadbesuche besonders gut planen.
 
Zusätzlich hat die Verhütungspille auch den Vorteil, dass dadurch Deine Haut deutlich schöner wird. So wird das Hormonpräparat nicht nur zur Verhütung eingesetzt, sondern oft auch zur Behandlung von Akne und unreiner Haut angewendet. Somit verschwinden störende Hautunreinheiten und das Hautbild wird deutlich verbessert.
 
Allerdings hat die Pille auch einige Nachteile. Obwohl die Pille als besonders sichere Verhütungsmethode gilt, schützt sie Dich nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Zudem musst Du darauf achten, die Pille täglich zur selben Tageszeit zu nehmen, da sich sonst sehr wohl eine Schwangerschaft entwickeln kann. Das Präparat ist auch nicht mit allen Medikamenten kombinierbar, da es zu Wechselwirkungen kommen kann und somit die Pille möglicherweise ihre Wirkung verliert.
 
Da sich das Hormonpräparat auch auf den Blutkreislauf und das Herz auswirkt, verschreibt der Frauenarzt die Pille nur, wenn keine gesundheitlichen Probleme vorliegen. Auch bei Raucherinnen rät der Mediziner von einer Einnahme ab, da sich sonst die Blutgefäße verengen könnten. Darüber hinaus ist die Pille auch mit einigen Nebenwirkungen verbunden. So kann es zu einer Gewichtszunahme und zu einem starken Spannungsgefühl in den Brüsten kommen.
 
Die Anti-Baby-Pille hat ebenso den Nachteil, dass sich durch die Einnahme eine sexuelle Lustlosigkeit und eine schlechte Stimmung entwickeln kann. Zusätzlich kann es hierbei zu Übelkeit, Erbrechen und Zwischenblutungen kommen. Bei einer längeren Einnahme der Anti-Baby-Pille sind oft auch Harnwegsinfekte, ein trockener Intimbereichund Scheidenentzündungen die Folge.

Während die Einnahme der Anti-Baby-Pille viele Nachteile und Nebenwirkungen hat, hat sie auch ihre Vorzüge wie beispielsweise ein verbessertes Hautbild.

Die Nebenwirkungen der Pille

Die Anti-Baby-Pille gilt als eines der beliebtesten Verhütungsmittel, obwohl sie einige Nebenwirkungen mit sich bringt. Die Pille bietet nicht nur einen sehr sicheren Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft, sondern wird auch von den meisten Frauen äußerst gut vertragen. Denn die Nebenwirkungen der Verhütungspille stellen sich bei vielen Frauen nach etwa zwei bis drei Monaten ein. Außerdem kannst Du bei einem späteren Kinderwunsch die Pille jederzeit absetzen, ohne dass sie sich negativ auf Deine Fruchtbarkeit auswirkt.
 
Dabei können die Nebenwirkungen von Frau zu Frau verschieden und auch unterschiedlich ausgeprägt sein. So ist zu Beginn der Einnahme und bei einer längeren Verwendung das Thromboserisiko stark erhöht, da die Bildung von einzelnen Blutgerinnseln steigt. In diesem Zusammenhang steigt auch die Gefahr, dass sich Herz- und Kreislauferkrankungen entwickeln. Dadurch können auch schwerwiegende und lebensbedrohliche Folgen entstehen. Zu den gefährlichsten Risiken gehören vor allem Lungenembolien, starke Durchblutungsstörungen und Herzinfarkt.

Zudem kommt es bei dem Hormonpräparat oft zu Kopfschmerzen, Depressionen sowie Bewegungs- und Wahrnehmungsstörungen. Bei einigen Frauen sind auch die Schmerzen in Brust und Gliedmaßen sehr stark ausgeprägt. Bei einer jahrelangen Einnahme des Präparats kann sich auch das Risiko für die Entstehung bestimmter Krebsarten erhöhen. Das Brustkrebsrisiko ist beispielsweise leicht erhöht, wenn die hormonelle Pille über mehrere Jahre genommen wird.

Besonders das Absetzen der Pille bedeutet eine große Herausforderung für die Fra und ihren Körper.

Absetzen der Pille

Das Absetzen der Anti-Baby-Pille kann sich sowohl positiv als auch negativ auf Deinen Körper auswirken. Daher muss jede Frau für sich entscheiden, ob und wann sie die Pille absetzt. Selbstverständlich kannst Du aber auch mit Deinem Gynäkologen darüber reden.
 
Dir sollte auf jeden Fall bewusst sein, dass Deine Hormone nach dem Absetzen etwas verrückt spielen können. Dies ist auch völlig normal, denn Dein Körper muss sich erst einmal daran gewöhnen. Die erste Periode nach dem Absetzen des Präparats gilt als „Abbruchblutung“. Erst die darauffolgende Monatsblutung ist die natürliche Periode. Es kann aber auch einige Wochen oder gar Monate dauern bis sich der natürliche Zyklus bei Dir eingestellt hat und Dein Körper die Hormone wieder selbst produziert.
 
Sobald sich der Zyklus normalisiert hat, kann es durch die Umstellung zu Veränderungen kommen. Wenn Du während der Einnahme zugenommen hast, dann verlierst Du diese überschüssigen Pfunde meist wieder, sobald Du das hormonelle Verhütungsmittel absetzt. Dies liegt daran, dass die Wassereinlagerungen auf natürliche Weise, also ohne Hormonpräparate, besser abgebaut werden können.
 
Auch die sexuelle Lust steigt anschließend wieder, da die synthetischen Hormone den Körper während der Einnahme in eine scheinbare Schwangerschaft versetzen und so die fruchtbare Phase unterdrücken.
 
Bei einigen Frauen kommt es jedoch nach dem Absetzen vermehrt zu Stimmungsschwankungen und zu einem körperlichen Unwohlsein. Direkt nach dem Absetzen der hormonellen Pille, sobald der natürliche Zyklus wieder einsetzt, kann es zu Zwischenblutungen, Regelschmerzen und zu unregelmäßigen Zyklen kommen.
 
Durch die hormonelle Umstellung können vorübergehend auch Hautunreinheiten entstehen, die sich jedoch meist innerhalb kurzer Zeit wieder einstellen. Mach Dir also keine Sorgen darüber. Natürlich kannst Du aber auch mit einem Hautarzt darüber reden, insbesondere wenn es nach dem Absetzen der Pille zu einer besonders unreinen Haut kommt.

 



Top Ärzt*innen auf diesem Fachgebiet

Anfrage Stellen