Scheidenentzündung (Kolpitis)

Eine Scheidenentzündung ist eine sehr häufige Erkrankung der weiblichen Genitalien, ausgelöst durch verschiedene Erreger wie Bakterien, Pilze, Einzeller oder Viren. Je nach Krankheitserreger zeigen sich symptomlose Verläufe bis zu typische Symptome wie Ausfluss, Juckreiz und Rötungen. Früh diagnostiziert heilt eine Scheidenentzündung innerhalb weniger Tage ab. Erfolgt keine Behandlung, kann die Infektion in die inneren Organe wie Eileiter und Eierstöcke aufsteigen und mitunter zu Entzündungen und Unfruchtbarkeit führen.


AUTOR

Medizinische Expertin

CO-AUTOR

Online-Redaktion

Dieser Text wurde nach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst und von Medizinern geprüft.


Zuletzt aktualisiert: 29. September, 2020



Was versteht die Medizin unter einer Scheidenentzündung?

Unter einer Scheidenentzündung verstehen Mediziner eine akute oder chronische entzündliche Erkrankung der Scheide. Im Griechischen heißt die Scheide Kolpium, daher spricht der Arzt auch von einer Kolpitis. Ein anderer Begriff ist Vaginitis, der sich von der lateinischen Bezeichnung Vagina ableitet. Die Endung „itis“ bedeutet Entzündung.
 
Oft ist nicht nur die Vagina, sondern auch die äußeren weiblichen Genitalien (Vulva) betroffen. Diesen Fall bezeichnet der Mediziner als Vulvovaginitis. Bei einer Vulvitis hingegen ist ausschließlich die Vulva entzündet.
 
So gut wie jede Frau ist zumindest einmal in ihrem Leben von einer Scheidenentzündung betroffen

Welche Formen der Kolpitis gibt es?

Der Mediziner unterscheidet in erster Linie zwischen einer primären und einer sekundären Kolpitis.
 
Dysbiose
Hier liegt noch keine Entzündung vor, es gibt aber ein Ungleichgewicht von verschiedenen Keimen in der Vagina. Wenn keine Behandlung erfolgt, kann dieses Ungleichgewicht zu einer Infektion führen.
 
Primäre Kolpitis
Wenn eine größere Anzahl an Keimen in die Scheide gelangen und so das Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Keimen stören, dann spricht der Mediziner von einer primären Kolpitis. Durch die vielen Keime entzündet sich die Schleimhaut schließlich.
 
Sekundäre Kolpitis
Bei einer sekundären Kolpitis ist das Scheidenmilieu gestört. So können sich ungefährliche Keime, die in der Schleimhaut liegen, stark vermehren und eine Infektion auslösen.
 
Atrophische Kolpitis (Kolpitis senilis)
Dies ist eine Form der sekundären Kolpitis. Wenn sich die Hormonproduktion ändert, vor allem Östrogene, verändert sich die Vaginalschleimhaut und damit die lokale Abwehr gegenüber Pilze und Bakterien.
 
Nicht entzündliche Scheidenentzündung
Eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV) wird mitunter als nicht entzündliche Scheidenentzündungen bezeichnet.
 
Je nach Erreger trägt eine Scheidenentzündung einen anderen Namen. Eine bakterielle Vaginose liegt vor, wenn es sich um eine Infektion durch Bakterien handelt. Ist der Erreger ein Pilz, spricht der Arzt von einer Soorkolpitis.  Bei einer Trichomoniasis handelt es sich um eine sogenannte Trichomonaden-Kolpitis, verursacht durch Trichomonaden, kleine einzellige Geißeltierchen (Protozoen).

Wie häufig ist die Kolpitis und wer ist davon betroffen?

Eine Scheidenentzündung ist einer der häufigsten Erkrankung der weiblichen Genitalien. Während ungefähr 20 Prozent aller Frauen einmal im Leben an einer bakteriellen Infektion leiden, sind bis zu drei Viertel mindestens einmal im Leben von einer Pilzinfektion betroffen. Eine Kolpitis kann Frauen jeden Alters betreffen, auch Kinder, wenngleich dies eher seltener vorkommt.

Was sind die Symptome einer Scheidenentzündung?

Während einige Scheidenentzündungen symptomlos verlaufen, zeigen sich bei anderen, je nach Ursache, typische Beschwerden. Das deutlichste Anzeichen ist ein vermehrter Ausfluss (Fluor vaginalis), der sich von Erreger zu Erreger unterscheidet. Bei einigen Infektionen riecht er unangenehm fischig (Amingeruch), er kann dünnflüssig grau, schaumig gelbgrün, cremig bröckelig weiß-gelb sein. Juckreiz, brennender Schmerz im Intimbereich und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) sowie beim Wasserlassen und Rötungen bis zu Blutungen gehören ebenfalls zu den Symptomen. Wenn die Entzündung auch die Vulva betrifft, bemerken Patientinnen Schmerzen, Juckreiz und Rötungen bei den Schamlippen.
 
Die Gynökologin kann mit unterschiedlichen Tests heruasfinden, was die Ursache für die Scheidenentzündung ist

Welche Ursachen hat eine Scheidenentzündung?

Verschiedenste Faktoren können eine Scheidenentzündung verursachen. In erster Linie entsteht eine Kolpitis durch eine Änderung des Scheidenmilieus und der starken Vermehrung von verschiedenen Krankheitserregern darin.
 
Die Vagina ist aus einem mehrschichtigen Gewebe (Epithel) ausgekleidet, dessen Zellen viel Glykogen (Zucker) enthalten. Milchsäurebakterien, die in der Schleimhaut der Scheide leben, wandeln diesen Zucker in Milchsäure um. Diese senkt den vorherrschenden pH-Wert auf ungefähr vier. In diesem sauren Milieu können Krankheitserreger nur schwer überleben.
 
Das Hormon Östrogen hat einen großen Anteil an der gesunden Scheidenflora, da es das Wachstum und die Erneuerung des Epithels steuert und sich die Milchsäurebakterien so ungehindert vermehren können.
 
Liegt ein geringer Östrogenspiegel vor, wie vor der Pubertät oder nach den Wechseljahren, ist die Schleimhaut anfälliger für Infekte. Ein zu hoher Östrogenspiegel, wie nach der Geburt oder in der Stillzeit, kann das Wachstum von Pilzen fördern.
 
Meistens verursacht eine Mischflora aus verschiedenen Keimen eine Kolpitis. Am häufigsten handelt es sich um Bakterien, wie Gardnerella vaginalis oder Atopobium vaginae, aber auch Streptokokken, Escheria coli und Staphylokokken. Gonokokken, die für die Geschlechtskrankheit Gonorrhö, auch Tripper genannt, mitverantwortlich sein können, zählen ebenfalls dazu. Pilze, wie der Hefepilz Candida albicans, sind ebenfalls häufig für eine Entzündung verantwortlich. Seltener lösen Trichomonaden oder Chlamydien eine Scheidenentzündung aus.
 
Bei einer Infektion mit Viren handelt es sich vor allem um humanen Papillomviren als auch Herpesviren.

Welche Risikofaktoren begünstigen die Entstehung einer Kolpitis?

Mangelnde Hygiene oder das Mitbenutzen von Handtüchern, Unter- und Badewäsche kann zu einer leichteren Übertragung der Keime führen. Aber auch eine übertriebene Intimhygiene begünstigt Scheidenentzündungen.
 
Deos, Lotionen und Seifen erhöhen den pH-Wert in der Scheide, wodurch sich Krankheitserreger leichter vermehren. Allergien auf Duftstoffe in Binden und Slipeinlagen, Waschmitteln oder Badezusätzen reizen die Schleimhaut, wie es auch bei Fremdkörpern in der Vagina, wie Tampons, Toilettenpapier oder Scheidendiaphragmen, der Fall ist.
 
Östrogensenkende Medikamente, Antibiotika und Allergien auf bestimmte Medikamente können ebenfalls zu einer Kolpitis beitragen. Bei der Einnahme von Antibiotika werden nicht nur schädliche, sondern auch die nützlichen Milchsäurebakterien abgetötet.
 
Ein häufiger Wechsel von Sexualpartnern belastet die Vaginaschleimhaut mechanisch, zusätzlich werden durch den Geschlechtsverkehr viele Keime übertragen.
 
Häufig wechselnde Geschlechtspartner können das Risiko einer Scheidenentzündung erhöhen
 
Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus, aber auch die genetische Veranlagung, Tumore, Operationen oder Strahlentherapie im Beckenbereich, sowie psychosozialer Stress können eine Scheidenentzündung begünstigen.
 
Bei sehr jungen Mädchen kann neben einer falschen Toilettenhygiene und Fremdkörpern auch sexueller Missbrauch der Grund für eine Kolpitis sein.

Wann muss ich mit einer Kolpitis zum Arzt gehen?

Wenn Du Symptome wie vermehrten, übel riechenden Ausfluss, brennende Schmerzen, Juckreiz oder Blutungen verspürst, solltest Du einen Arzt aufsuchen. Patientinnen, die unter wiederkehrenden Infektionen leiden, sollten bei den ersten bekannten Symptomen einen Arzttermin ausmachen, um so frühzeitig eine Therapie starten zu können.

Wie diagnostiziert der Arzt eine Scheidenentzündung?

Vor der Untersuchung wird der Arzt eine Anamnese durchführen, in der Du von Deinen Krankheitssymptomen, aber auch Gewohnheiten wie der Intimhygiene erzählst. Danach wird Dich der Arzt untersuchen.
 
Eine entzündete Schleimhaut erkennt der Frauenarzt durch Rötung oder Schwellungen, vielleicht auch durch vermehrten Ausfluss und dessen Konsistenz. Eine Herpesinfektion kann der Mediziner an den Bläschen feststellen.
 
Anschließend nimmt der Gynäkologe einen Abstrich von Vagina und Gebärmutterhals für die mikroskopische Untersuchung des Scheidensekrets. Eine pH-Wertmessung des Sekrets zeigt bereits eine nicht entzündliche Erkrankung an, da hier das Ungleichgewicht des Scheidenmilieus durch einen zu hohen pH-Wert sichtbar wird. Pilze, Bakterien und Trichomonaden sind bereits im Abstrich sichtbar. Für eine genaue Bestimmung und eine Testung auf Widerstandsfähigkeit (Resistenzen) gegen bestimmte Medikamente, wird der Abstrich an ein Labor geschickt. Im Labor kann auch eine PCR durchgeführt werden, die eine HPV-Infektion nachweisen kann.
 
Um eine atrophische Kolpitis zu diagnostizieren, wird der Arzt eine Blutuntersuchung durchführen, um den Östrogenspiegel zu bestimmen.

Wie lässt sich eine Scheidenentzündung behandeln?

Die Behandlung richtet sich in erster Linie nach der Infektion. Bei Mischinfektionen erfolgen kombinierte Therapien.
 
Bei einer bakteriellen Vaginose sowie einer Infektion mit Chlamydien, Mykoplasma oder Ureaplasma kommen Antibiotika zum Einsatz. Eine Pilzinfektion wird mit einem Antimykotika, meistens in Form von Scheidenzäpfchen und Cremes behandelt. Antiseptische Mittel werden gegen Trichomonaden, Viren, Pilze oder auch Bakterien angewendet. Bei einer Herpesinfektion empfiehlt der Arzt meist nur eine lokale Desinfektion, um eine Infektion mit weiteren Krankheitserregern zu verhindern. Sollten sich Bläschen gebildet haben, kann die Vermehrung der Viren mit einem Virustatikum in Form von Cremes oder Tabletten gestoppt werden.
 
Oftmals lässt sich eine Scheidenentzündung mithilfe einer Salbe behandeln
 
Gegen eine HPV-Infektion gibt es noch keine Behandlung, der Arzt wird engmaschigere Kontrollen durchführen. Eine Therapie erfolgt bei daraus resultierenden Kondylomen, Zell- oder Gewebeveränderungen (Dysplasien) im Bereich des Gebärmutterhalses. Bei einer atrophischen Kolpitis ist die Anwendung von östrogenhaltiger Salben von Vorteil, da sie den ursächlichen Östrogenmangel ausgleicht.
 
Zusätzlich können bei jeder Therapie Gels oder Milchsäurezäpfchen helfen, das Gleichgewicht der Scheidenflora wiederherzustellen.
 
Oft ist eine Mitbehandlung Deines Partners, solange er beschwerdefrei ist, nicht nötig.
 
Bei einer Infektion mit Gardnerella vaginalis, Trichomonaden, Chlamydien und Gonokokken hingegen ist eine Behandlung Deines Partners ratsam, da es sonst zu einer erneuten Ansteckung kommen kann. Bei einer Pilzinfektion ist eine Mitbehandlung nicht zwingend notwendig, außer er verspürt ebenfalls Symptome oder es tritt bei langfristiger Therapie keine Besserung ein.

Was kann ich selbst bei einer Scheidenentzündung tun?

Alle unterstützenden Maßnahmen können eine ärztliche Behandlung nicht ersetzen.
 
Unterwäsche aus Baumwolle aber auch Handtücher sollten bei 90°C gewaschen werden, um eventuelle Krankheitserreger abzutöten. Unterwäsche und Handtücher sollten nicht gemeinsam genutzt werden. Vergiss nicht, die Handtücher regelmäßig auszutauschen und zu waschen.
 
Versuche auf Seifen, Intimlotionen oder Intimsprays während der Therapie zu verzichten, da diese dem Scheidenmilieu schaden. Auch auf Tampons oder Geschlechtsverkehr solltest Du in der Zeit der Behandlung verzichten.
 
Umstritten ist die Verwendung von Joghurttampons, die die Milchsäurebakterien stärken sollen. Ihre kühlende Wirkung kann zwar die Symptome einer Entzündung lindern, ihre Wirkung ist aber nicht eindeutig belegt. Sitzbäder wie zum Beispiel Moorbäder oder Mischungen aus der Apotheke wirken entzündungshemmend und durchblutungsfördernd.

Wie ist der Krankheitsverlauf einer Scheidenentzündung?

Bei einer frühzeitigen Diagnose und konsequenten Behandlung heilt eine Scheidenentzündung, je nach Erreger und Stärke der Entzündung innerhalb kurzer Zeit problemlos ab.
 
Bleibt eine Kolpitis unbehandelt, können die Keime in die inneren Organe aufsteigen. Dies könnte eine Gebärmutterhalsentzündung (Zervizitis), Gebärmutterschleimhautentzündung (Endometritis) oder eine Entzündung von Eileiter und Eierstöcke (Adnexitis) zur Folge haben. In weiterer Folge kann es zu Verwachsungen im Bauchraum und verklebten Eileitern kommen. Dies kann zu Unfruchtbarkeit und ungewollter Kinderlosigkeit führen.
 
Von den vielen verschiedenen humanen Papillomvirentypen, können die Typen 16 und 18 die Entstehung eines Zervixkarzinoms, Gebärmutterhalskrebs, begünstigen.
 
Der Herpes-Virus Typ II kann eine Superinfektion mit Bakterien und Pilze nach sich ziehen, welche Bläschen und erhebliche Schmerzen und nur langsam abheilende Wunden verursachen.

Kann ich einer Scheidenentzündung vorbeugen?

Einer Kolpitis kannst Du mit ein paar Vorsichtsmaßnahmen vorbeugen, auch wenn sie sich nicht immer ganz vermeiden lässt.
 
Wichtig ist eine gesunde Scheidenflora, um Krankheitserregern keine Möglichkeit zu geben, sich zu vermehren. Daher solltest Du von langen Schaumbädern oder übertriebener Intimpflege Abstand nehmen. Die meisten Seifen, Lotion und Deos für den Intimbereich verändern den pH-Wert. Das tägliche Waschen mit klarem Wasser ist ausreichend.
 

 
Bei der Toilettenhygiene solltest Du immer von vorne nach hinten wischen, sodass keine Keime des Stuhlgangs in die Scheide gelangen können. Das richtige Händewaschen danach ist wichtig, vor allem bei jungen Mädchen, die sich, besonders bei Juckreiz, im Intimbereich berühren.
 
Nasse Badekleidung bietet Krankheitserregern einerseits durch die synthetischen Stoffe, andererseits durch das feuchtwarme Klima ideale Bedingungen zur Vermehrung. Durch das Tauschen gegen trockene Badekleidung wirkst Du diesem entgegen.
 
Während einer Antibiotikatherapie hat sich die Einnahme von Milchsäurezäpfchen bewährt, da so eine zu große Dezimierung der Milchsäurebakterien verhindert werden kann. Kondome zur Verhütung bieten auch einen gewissen Schutz vor Scheidenentzündungen, besonders bei einem häufigen Wechsel von Sexualpartnern. Ein Restrisiko bleibt dennoch bestehen, nur die Vermeidung von Geschlechtsverkehr mit unbekannten Partnern, bei denen eine Infektion vorliegen könnte, bietet sicheren Schutz. Ein Wechsel von Analverkehr und Vaginalverkehr birgt das Risiko, dass Keime des Darms in die Scheide gelangen, die zu einer Kolpitis führen können.

Wie ist die Prognose bei einer Scheidenentzündung?

Bei einer frühen Diagnose und Behandlung ist die Prognose sehr gut, eine Kolpitis wird innerhalb weniger Tage ausheilen. Es besteht das Risiko von Rezidiven, also wiederkehrenden Infekten, besonders bei Pilzinfektionen, aber auch bakteriellen Vaginosen. Gerade bei einer atrophischen Kolpitis, bei der nur der Infekt, nicht aber der Hormonmangel therapiert wird, sind wiederkehrende Scheidenentzündungen möglich.

Was bedeutet eine Scheidenentzündung für Schwangere?

Eine Scheidenentzündung kann bei einer Schwangerschaft zu vorzeitigen Wehen oder einem Blasensprung und damit zu einer Frühgeburt führen. Auch Infektionen der Eihöhle, Plazenta, Eihäute und des ungeborenen Kindes sind nicht ausgeschlossen.
 
Bei der Geburt besteht die Gefahr, dass sich das Neugeborene mit den Erregern ansteckt, die mitunter zu einer Blutvergiftung (Sepsis) beim Kind führen können.
 
Vor allem bei Herpesviren, die ein Leben lang im Körper des Menschen verbleiben oder auch Gonokokken oder Chlamydien, die Entzündungen, wie zum Beispiel eine Bindehautentzündung, beim Neugeborenen auslösen können, ist eine Übertragung bei der Geburt möglich. In diesen Fällen wäre ein Kaiserschnitt sinnvoll. Haben sich bei einer Herpesinfektion keine Bläschen gebildet, kann auch eine Spontangeburt erfolgen.
 
Eine Scheidenentzündung sollte unbedigt so bald wie möglich behandelt werden

Wie viel kostet die Behandlung einer Scheidenentzündung?

Die Preise für die Behandlung variieren sehr stark, abhängig von der Ursache und den Erregern, die die Scheidenentzündung auslösen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung einer Scheidenentzündung?

Wenn eine Scheidenentzündung vom Arzt diagnostiziert wurde, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Therapie. Für vorbeugende Maßnahmen wie Sitzbäder musst Du selbst aufkommen. Mittlerweile gibt es eine vorsorgende Impfung, die wiederkehrende Scheidenentzündungen durch HPV-Viren minimieren kann. Diese wird von der Krankenkasse allerdings nicht erstattet.

 


Dauer Dauer

Bis zu 4 Wochen

Ausfallzeit Ausfallzeit

Keine

Stationärer Aufenthalt Stationär

Nicht notwendig

Auswahl von Ärzt*innen auf diesem Fachgebiet

MOOCI Siegel
Dr. med. Christine Chung, MPH

Dr. med. Christine Chung, MPH

Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe

Babenbergerstraße 9/11 , Wien

MOOCI Siegel
Dr. med. univ. Alexander Just

Dr. med. univ. Alexander Just

Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe

Währinger Straße 39 , Wien

Das Wichtigste zusammengefasst

Eine Kolpitis ist eine Entzündung der Scheide (Vagina), die teilweise auch die äußeren Genitalien (Vulva) betrifft. Ausgelöst wird die Entzündung durch ein Ungleichgewicht der Scheidenflora und verschiedenen Erregern wie Bakterien, Pilze, Protozoen oder Viren


Die typischen Symptome sind Rötungen, vermehrter, teils übel riechender Ausfluss, Juckreiz und brennende Schmerzen. Asymptomatische Entzündungen kommen auch vor


Bei einer fortschreitenden Entzündung können die inneren Geschlechtsorgane, wie Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke betroffen sein, was zu Verwachsungen und Unfruchtbarkeit führen kann


Eine frühzeitige und konsequente Therapie lässt eine Kolpitis in kurzer Zeit ausheilen. Es besteht die Gefahr von wiederkehrenden und chronischen Entzündungen

Dr. Benjamin Gehl

Dr. Simone Hermanns

Gibt es eine Frage an unsere Ärzt*innen?

Schritt 1 von 2

50%